Schlagwort: Nebenkosten

  • Die vergessenen Warmwasser-Solaranlagen

    Die vergessenen Warmwasser-Solaranlagen

    In der Schweiz haben ca. 6% aller Mehrfamilienhäuser eine Warmwasser-Solaranlage (Solarthermie) in Betrieb. Diese werden dafür genutzt, Warmwasser zu erhitzen, um damit den Verbrauch von Öl und Gas zu reduzieren. Die meisten dieser Anlagen wurden vor ca. 10 Jahren installiert, als Photovoltaik noch wesentlich teurer war. Jedoch sind sie in den letzten Jahren in Vergessenheit geraten. Viele Eigentümer:innen und Verwaltungen entdecken die Anlagen nur per Zufall durch eine Ansicht der Liegenschaft auf Google Maps, wenn sie das Dach für eine Photovoltaik-Eignung analysieren.

    Im Schnitt haben die Warmwasser-Solaranlagen noch 20 Betriebsjahre vor sich, in denen sie CO2-freie Wärme erzeugen können und dank der Einsparung von fossiler Energie auch die Nebenkosten wesentlich senken. Weil die Existenz vieler Anlagen niemandem mehr bekannt ist, ist eine von fünf Anlagen defekt. Damit wird wertvolle Sonnenwärme verschwendet, und stattdessen müssen fossile Heizsysteme einspringen.

    Verschiedenste Kantone haben die Problematik bereits erkannt und Sensibilisierungs-Kampagnen gestartet, um Eigentümer:innen, Hauswartungen und Verwaltungen auf die Problematik aufmerksam zu machen. Dafür wurde in Zusammenarbeit mit Energie Schweiz und Swissolar die kostenlose Plattform solartest.ch geschaffen. Damit kann mit der Eingabe von abgelesenen Temperaturwerten einfach selbst kontrollieren werden, ob die Anlage korrekt läuft.

    Um nicht wöchentlich die Temperaturwerte ablesen zu müssen, hat Energie Zukunft Schweiz das Monitoring-System LORALARM entwickelt, welches nachrüstbar ist.

    Im Rahmen eines Projekts mit einer grossen Schweizer Versicherungsgruppe wurden 65 bestehende Warmwasser-Solaranlagen überwacht, wovon bei insgesamt 15 Anlagen ein Stillstand festgestellt wurde. Durch kleinere Reparaturen konnten Anlagen im Wert von CHF 1,5 Millionen innerhalb kürzester Zeit wieder in Betrieb genommen werden.
    Die gute Zeit, um herauszufinden, ob die thermische Solaranlage läuft, ist an einem sonnigen Wintertag. So kann sichergestellt werden, dass der Defekt bis zu den ertragreichen Frühlingstagen ab Anfang März nach einer allfälligen Reparatur wieder sonnengewärmtes Wasser produziert.

  • St.Galler IT-Firmen spannen zusammen

    St.Galler IT-Firmen spannen zusammen

    Das im Bereich der Immobilientechnologie tätige Jungunternehmen emonitor hat seine Vermietungssoftware melon in eine Zusammenarbeit mit Abacus eingebracht, wie es in einer Mitteilung von emonitor heisst. Im Auftrag der Pensionskasse Stadt St.Gallen ist melon mit der Immobilienbewirtschaftungssoftware AbaImmo von Abacus verbunden worden. Damit entsteht nun eine Software für die Berichterstattung im Umfeld von Wohnungsvermietungen.

    Einerseits steht somit eine Software für einen durchgängigen Vermietungsprozess zur Verfügung, vom ersten Kontakt eines Mietinteressenten bis hin zur Nebenkostenabrechnung. Und andererseits können durch die Zusammenarbeit von emonitor aus St.Gallen und Abacus Research aus Wittenbach Berichte erstellt werden, die beispielsweise in Echtzeit Auskunft zur Leerständen geben.

    Die Pensionskasse Stadt St.Gallen befindet sich aktuell in einem Digitalisierungsprozess und möchte eine Vorreiterin dabei sein, aus Interessenten noch leichter zu Mieter zu machen, wie es in der Mitteilung heisst. „Wir freuen uns, dass wir zusammen mit emonitor und Abacus unsere Vorstellungen von einer zukunftsweisenden Vermietung und Bewirtschaftung umsetzen können“, wird Gerardo Longo von der Pensionskasse Stadt St.Gallen in der Mitteilung zitiert. „Neben der Schaffung eines Gesamtprozesses profitieren wir dabei auch von der einfachen Gewinnung von Nachfrage- und Analysedaten, mit deren Hilfe wir beispielsweise in der Lage sein werden, unsere Projekte besser zu planen und Leerstände zu vermeiden.“