Schlagwort: Niderfeld

  • Phänomena präsentiert Design des Hauptbaus

    Phänomena präsentiert Design des Hauptbaus

    Das Design für die ikonischen Bauten der Ausstellung Phänomena ist am 6. Juli in der neuen Anlage der Limmattalbahn in Dietikon vorgestellt worden. Der Siegerentwurf für den ganz aus Holz bestehenden Hauptbau stammt laut Medienmitteilung von Professor Yves Weinand von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL).

    Nach einem Grusswort des Dietiker Stadtpräsidenten Roger Bachmann stellte Gesamtprojektleiter Urs J. Müller das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs vor. „Die Phänomena liefert Grundlagen, um zentrale Themen der Gegenwart und Zukunft besser zu verstehen. Deshalb verlangt sie nach einer Architektur, die ihrer Zielsetzung entspricht, und die Verbesserung unseres Planeten durch Verständnis und Einsatz moderner Wissenschaften fördert“, wird Müller zitiert.

    Der Hauptbau auf dem Dietiker Niderfeld wird eine Struktur aus regionalen Rundhölzern. Intelligente Roboter bearbeiten die naturbelassenen Stämme vor Ort. Sie schaffen dabei ein wiederverwendbares Stecksystem. Nach der Phänomena können die Hölzer nahezu ohne Verschnitt bei anderen Projekten verwendet werden.

    „Mit den Bauten der Phänomena möchte ich zeigen, wie einer der ältesten Baustoffe – Holz – in Verbindung mit modernen digitalen Werkzeugen lokale Nutzung und Zirkularität fördert“, wird Weinand zitiert. Der Architekt und Leiter des IBOIS-Labors für Holzkonstruktionen an der EPFL und Gründer des Bureau d’Études Weinand hat zahlreiche emblematische Holzbauten entworfen und realisiert. So die Kapelle Saint Loup, das neue Waadtländer Parlament oder in jüngster Zeit den Pavillon des Vidy Theaters in Lausanne.

  • Zwei Frauen stärken den Vorstand der SVSM

    Zwei Frauen stärken den Vorstand der SVSM

    An der Generalversammlung der Schweizerischen Vereinigung für Standortmanagement (SVSM) in Baden haben die Mitglieder am 31. März zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt: Jasmina Ritz und Katharina Hopp. Die Generalversammlung fand laut Mitteilung auf der Internetseite der Vereinigung im Rahmen des SVSM Dialog Standortmanagement 2022 im Gartensaal der Villa Boveri in Baden statt. Beim Dialog verfolgten über 30 Personen die praxisnahen Referate zum Standortmanagement in Baden, in der Region Wil und im Oberwallis.

    Mit der Wahl von Jasmina Ritz, Geschäftsführerin der Standortförderung Limmatstadt AG, sind neu drei Limmattaler im siebenköpfigen Vorstand der SVSM. Präsident Beny Ruhstaller ist auch Leiter der Geschäftsstelle der Vereinigung der Grundeigentümer Niderfeld, Albert Schweizer ist SVSM-Gründungsmitglied und Leiter der Standortförderung Schlieren.

    Auf Nachfrage erklärt Ritz zu ihrer Motivation für das Vorstandsamt: „Ich möchte mich für mehr Sichtbarkeit und Bewusstsein für unseren Berufsstand einsetzen, unsere Leistung und Wirkung erkennbarer zu machen. Unsere Arbeit lässt sich nicht auf Firmenansiedlungen reduzieren. Wir sind Gestalter, treiben Projekte voran, bringen Menschen zusammen, öffnen Türen und sind Botschafterinnen für unsere Standorte.“

    Die ebenfalls in den SVSM-Vorstand gewählte Katharina Hopp war bis 2021 als Leiterin Arealentwicklung bei der Standortförderung Baselland tätig. Ab Sommer 2022 arbeitet sie bei AXA Investment Managers als ESG/Asset Management Analyst.

  • Eine Hochbahn für Silbern und das Niderfeld

    Eine Hochbahn für Silbern und das Niderfeld

    Das innovative Projekt der im Mai 2018 gegründeten Interessengemeischaft (IG) Hochbahn Silbern macht sich für eine Verkehrslösung hoch über den Gleisen zwischen den für Dietikon relevanten Quartieren Silbern und dem noch in der Entwicklung stehenden Niderfeld stark. Denn der SBB-Rangierterminal bildet eine Barriere zwischen den beiden Stadtteilen. Die Hochbahn würde die direkte Verbindung zwischen der im Richtplan festgehaltenen S-Bahn-Station Silbern und einer Station der Limmattalbahn im Niderfeld sichern. Damit hätte das Silbernquartier einen Anschluss an die Limmattalbahn, und die künftigen rund 2000 Bewohner und Arbeitenden des Niderfeld-Quartiers könnten unkompliziert die Einkaufsinfrastruktur und eine mögliche S-Bahn-Haltestelle Silbern erreichen.
    Hinter der IG Hochbahn Silbern stehen Vertreter der Gebiete Silbern und Niderfeld sowie der Limmatstadt AG und der Stadt Dietikon. Präsidiert wird die IG von Beny Ruhstaller, Verein Grundeigentümer Niderfeld Dietikon (VGND). Die Hochbahn soll in den nächsten 8 bis 15 Jahren realisiert werden. Das Projekt wurde als relevant für das Limmattal eingestuft. Deshalb wurde die Hochbahn Silbern als förderungswürdiges Projekt in die Regionale Projektschau Limmattal aufgenommen. Wie die automatisierte seilgezogene Hochbahn aussehen könnte, ist bereits klar. Mit ihrem möglichen futuristischen Design wäre die Hochbahn nicht nur eine Attraktion im Limmattal, sondern würde zudem die gewünschte Querverbindung bieten. Seilbahnen haben sich auch an anderen Orten in der Schweiz bewährt. So beispielsweise die Polybahn in Zürich, die Seilbahn Rigiblick oder die Stadtbahn Lugano.

    Die Hochbahn Silbern hat sich mittlerweile von einer Vision zu einem konkreten Projekt entwickelt. Die Machbarkeit wurde geprüft und für umsetzbar eingestuft – auch die Streckenführung und mögliche Haltestellen konnten bereits eingegrenzt werden. So soll die Fahrstrecke zwischen 607 und 637 Meter lang sein. Mit einer Fahrzeit von etwa 2 Minuten könnte die Hochbahn 700 bis 750 Personen pro Stunde transportieren. Die bislang erfolgten Gespräche mit den SBB und der Seilbahnfirma Garaventa, die regelmässig an den Sitzungen der IG Hochbahn Silbern teilnehmen, verliefen bisher vielversprechend. Die Kosten werden auf ca. 20 Millionen Franken geschätzt. Der Betrieb soll vollautomatisch erfolgen und kein Personal vor Ort benötigen.

    Um das Projekt voranzutreiben wird gemäss der IG Hochseilbahn Silbern nun Unterstützung durch die Stadtbehörden benötigt. Ausserdem muss die Hochbahn in den Quartierplan Niderfeld integriert werden – mit einer eventuellen Landausscheidung für die Stationen und die Geleise auf beiden Seiten. In nächster Zeit soll das Projekt mit einer Potenzialanalyse weiter konkretisiert sowie die Kostenplanung und technische Umsetzbarkeit geprüft werden. Danach folgt die Eingabe an das Bundesamt für Verkehr. ■

  • Mammutprojekt Niderfeld

    Mammutprojekt Niderfeld

    Das Niderfeld befindet sich im Nordosten der Gemeinde Dietikon und grenzt teils an Spreitenbach. Mit rund 40 Hektaren ist das Niderfeld Dietikons letzte grosse Baulandreserve. Und gut Ding will Weile haben: Die Planung, wie das bis 1890 landwirtschaftlich genutzte Gebiet in Zukunft aussehen wird, läuft bereits seit rund zehn Jahren. Um die 3000 Menschen sollen dereinst hier wohnen und weitere 4000 Leute arbeiten. Hinter dem Vorhaben steht der Ende 2012 gegründete Verein «Grundeigentümer Niderfeld Dietikon» (VGND). Dieser begleitet die Entwicklung im Niderfeld, fördert die Interessen und Anliegen der Grundeigentümer und vertritt diese gegenüber den Behörden. Die drei grössten Eigentümer sind die Firma Planzer Transport AG, die Stadt Dietikon sowie die Josef Wiederkehr AG aus Dietikon.

    Zweimal wurden im Laufe der Zeit Anträge gestellt, das Niderfeld ganz oder teilweise in eine Industriezone umzuwandeln. Beide Male wurden die Anträge abgelehnt: erst vom Gemeinderat und dann an der Urne. Im kantonalen Richtplan mass man 1995 dem Niderfeld kantonale Bedeutung als Zentrumsgebiet zu. In einem Zentrumsgebiet sind Siedlungsteile mit hoher baulicher Dichte wie auch Erholungsgebiete vorgeschrieben. So soll ein attraktiver wirtschaftlicher Standort mit einem guten Anschluss an den ÖV geschaffen werden. Anfang 2002 wandte sich die Stadt Dietikon an die Regionalplanung Zürich und Umgebung (RZU) mit dem Ziel, eine politisch tragfähige Zonierung zu finden. Diese sollte eine geordnete, auf ein Gesamtkonzept abgestützte bauliche Entwicklung zulassen. Am offenen Planungsprozess Niderfeld nahmen nebst Vertretern des Stadt- und Gemeinderats auch Grundeigentümer, Wirtschaftsorganisationen, Vertreter des Kantons Aargau, ideelle Organisationen sowie Einwohnerinnen und Einwohner von Dietikon teil. Damit wurde sichergestellt, dass alle Interessensgruppen vertreten waren und sich entsprechend einbringen konnten.

    Daraus resultierten zwei Grobkonzepte: Eines sah ein Erschliessungsnetz vor, welches sich weitgehend der bestehenden Parzellierung anpasste. Das zweite skizzierte die Entstehung eines Parks entlang des Teischlibachs, der das Niderfeld in ein Arbeitsgebiet im Westen, einen Park in der Mitte und ein Wohn-/Mischgebiet im Osten unterteilt. Im Jahr 2010 wurde die Einzonungsvorlage schliesslich rechtskräftig: Kernelemente der neuen Zonen sind die Gestaltungsplanpflicht und die Vorgabe eines acht Hektaren grossen Stadtparks. Das im 2013 erarbeitete städtebauliche Konzept bildete die Grundlage für die nachfolgenden Gestaltungs- und Quartierpläne. Der Masterplan wurde schliesslich im Jahr 2015 durch den Stadt- und Gemeinderat verabschiedet und den Grundeigentümern sowie der Öffentlichkeit in die Vernehmlassung gegeben. Der Stadtrat Dietikon leitete Ende August 2017 das Quartierplanverfahren ein. Danach mussten sich die Grundeigentümer auf verschiedene Parameter und die Neuverteilung der Landflächen einigen. Der Gestaltungs- und Quartierplan, die Revision der Bau- und Zonenordnung plus das Wasserbauprojekt Teischlibach wurden dem Kanton Mitte 2020 zur Prüfung vorgelegt. Die Antwort ist noch ausstehend.

    So soll das neue Quartier aussehen
    Der grosse, zentrale Park bildet das Herzstück des Quartiers Niderfeld. Ruhige Parkinseln, Spielmöglichkeiten, Siedlungsgärten und grosszügige Rasenflächen sind vorgesehen und sollen Menschen aus der Umgebung anlocken. Um den Park herum finden sich ein Mischgebiet entlang der Strecke der Limmattalbahn, ein Wohngebiet am nördlichen Rand des Parks sowie ein Arbeitsplatzgebiet im Westen zur Mutschellenstrasse hin. Aus Lärmschutz-Gründen bildet das Mischgebiet zur Ueberlandstrasse hin eine mehrheitlich geschlossene Bebauung. Der Wohnanteil soll aus kleineren Baueinheiten bestehen, die sich höhenmässig gegen den Park hin abstufen.

    Den Zutritt zum neuen Stadtquartier markiert der Torplatz beim Dreispitz, wo eine Haltestelle der Limmattalbahn geplant ist. Am Torplatz sollen die Bewohner des Niderfelds Restaurants und verschiedene Shops vorfinden. Östlich schliesst sich der Quartierplatz an, der den Einwohnern als Spiel- und Treffpunkt dienen soll. Ein weiterer Platz wird an der zweiten Haltestelle der Stadtbahn an der Schnittstelle von Arbeitsplatz- und Mischgebiet entstehen. Die Limmattalbahn fährt entlang dem Boulevard auf eigenem Trassee. Es soll darüber hinaus ein dichtes Netz an Wegen für den Velo- und Fussgängerverkehr entstehen. Westlich der Mutschellenstrasse ist das Depot für die Limmattalbahn geplant. Die Wohn- und Mischzonen des Niderfelds werden als Tempo-30-Zone ausgebildet. Das Strassennetz ist so angelegt, dass kein Schleichverkehr vom Arbeitsplatzgebiet im Westen zum Misch- und Wohngebiet im Osten stattfindet.

    Bislang erhielt die Stadt Finanzierungskredite von über 1 Million Franken – der Planungsaufwand entpuppte sich als grösser als erwartet und aufgrund der hohen Regelungsdichte gibt es noch viele Hürden zu überwinden. Auch die gewünschte Hochbahn vom Niderfeld nach Silbern ist noch in Arbeit. Der Baustart ist frühestens auf das Jahr 2028 vorgesehen. ■