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  • Ausblick mit dem Innovationspark in Dübendorf

    Ausblick mit dem Innovationspark in Dübendorf

    Herr Thöny, wo steht die bauliche Entwicklung?
    Derzeit befinden wir uns in der Entwicklungsetappe 1, der Randzone des Flugplatzareals, wo wir die Flächenbedürfnisse unserer Forschungspartner ETH Zürich und Universität Zürich sowie erster Nutzer aus der Wirtschaft und Industrie decken. Dazu kommen Test- und Begegnungsflächen sowie flexible und temporäre Einrichtungen vor den Hangars. Gleichzeitig arbeiten wir intensiv an der Entwicklung und Planung der Etappe 2, also der ersten Etappe Neubauten.

    Wie wird der Innovationspark zu einem inspirierenden Ort für Forschende?
    Wir arbeiten an der Vision dieser «Forschungsstadt der Zukunft». Beim Betreten des Innovationsparks Zürich wird man bereits in naher Zukunft gleich spüren und sehen, dass es sich hier um einen aussergewöhnlichen Ort für Forschung und Entwicklung handelt. Für die Forschenden schaffen wir ein einzigartiges Umfeld. Die Unternehmen und Forschungspartner erhalten mit der Ansiedlung die Möglichkeit, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einen Kontext zu bringen, den sonst nur ganz grosse Tech-Konzerne wie Apple bieten können. Gleichzeitig bleibt das historische Erbe, der ehemalige Militärflugplatz, als solches erkennbar und erlebbar.
    Wir sehen den Innovationspark als «Cognitive City», einen digital hoch vernetzten urbanen Raum mit herausragender und nachhaltiger Architektur und Landschaftsarchitektur und einem über die Jahre wachsenden attraktiven Angebot an unterschiedlichen Campusnutzungen, wo man arbeiten, forschen, sich treffen und austauschen, essen und trinken, sich erholen und Sport treiben kann. Ein Ort mit hoher Aufenthalts- und Lebensqualität also, an dem immer der Mensch im Mittelpunkt steht. Gleichzeitig entsteht ein neues, vielfältiges Dienstleistungs-, Freizeit- und Erholungsangebot für die Bevölkerung der umliegenden Gemeinden und der gesamten Region.

    Was ist der nächste Meilenstein auf dem Weg zur Realisierung dieser Vision?
    Im vergangenen Jahr haben wir einen Architekturwettbewerb ausgelobt, an dem sich renommierte nationale und internationale Büros sowie drei Nachwuchsbüros beteiligt haben. Aus den 28 eingereichten Entwürfen werden wir gemeinsam mit einer Jury sieben Projekte auswählen, die dann im Rahmen der ersten grossen Neubauetappe entwickelt werden. In der zweiten Jahreshälfte werden wir erstmals ein konkretes Bild vom künftigen Gelände des Innovationsparks zeigen können.

    Auf dem Areal entstehen neue Räumlichkeiten.
    Wie sieht dabei die Entwicklungs- & die Realisierungsphase aus?

    Mit der ETH Zürich arbeiten wir an einem «Industrial Hub» und mit der Universität Zürich an einem «Space Hub». Beides sind sehr spannende Projekte und für sich genommen «kleine Innovationsparks» im Innovationspark. Daneben sind diverse kleinere Bauten und Projekte für den Start und die ersten Mieter in Planung.

    Zur Person
    Andrea Claudio Thöny ist Architekt ETH. Nach Tätigkeiten als Architekt und in der Immobilienberatung wechselte er 2018 zu HRS, seit 2020 ist er als Leiter Immobilienentwicklung tätig. Sein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Spezialprojekten im Bereich Forschung und Entwicklung, Gewerbe- und Sondernutzungen sowie Business Development, M&A und Umstrukturierungen. Seit 2019 ist er als Gesamtprojektleiter für den Innovationspark Zürich verantwortlich, seit 2023 zusätzlich als Geschäftsführer der IPZ Property AG.

  • Spezialkommission stimmt Kredit für Innovationspark zu

    Spezialkommission stimmt Kredit für Innovationspark zu

    Die Spezialkommission Innovationspark Zürich stellt sich mit grosser Mehrheit hinter die Vorlage der Regierung. Sie beantragt laut einer Mitteilung mit den Stimmen von SP, FDP, GLP, EVP und Mitte dem Kantonsrat, dem Verpflichtungskredit von 97,45 Millionen Franken zuzustimmen. Davon sollen 44 Millionen als Darlehen gewährt werden, das im Erfolgsfall amortisiert werden soll.

    Der Innovationspark in Dübendorf soll etappenweise errichtet werden. Er soll zu einem lebendigen und offenen Stadtquartier werden und als Standort für Forschung und Entwicklung dienen.

    Die Spezialkommission stimmt auch dem Vorschlag zu, die Infrastruktur des Flugplatzes als strategische Reserve zu sichern. Sie beantragt dem Kantonsrat ebenfalls mit einer deutlichen Mehrheit, dem Planungskredit von 8,2 Millionen Franken für das Projekt Aviatik Flugplatz Dübendorf zuzustimmen. Damit könne die Regierung ein Vorprojekt ausarbeiten. Auf dessen Grundlage solle dann entschieden werden, ob die Regierung eine aktive Rolle bei der aviatischen Nutzung übernehmen solle.

    Die Zürcher Handelskammer (ZHK) reagiert erfreut auf die Entscheidung der Spezialkommission. „Der Innovationspark ist zur Stärkung des Wirtschafts- und Forschungsstandorts Zürich unabdingbar“, schreibt sie in einer Mitteilung. Er sei ein „zentraler Mosaikstein hinsichtlich einer verbesserten Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft“. Umso wichtiger sei es, dass das Geschäft im politischen Prozess möglichst rasch umgesetzt werden könne. „Die ZHK hofft, dass der Kantonsrat die wirtschaftliche Bedeutung des Innovationsparks erkennt und möglichst rasch Nägel mit Köpfen macht.“