Schlagwort: Opernhaus

  • Baubeginn für temporären Überbrückungsbau des Opernhauses Zürich

    Baubeginn für temporären Überbrückungsbau des Opernhauses Zürich

    Das historische Opernhaus Zürich und der angrenzende Erweiterungsbau müssen in der ersten Hälfte der 2030er-Jahre saniert werden. Im April 2023 wurde das Projekt «Zukunft Oper» lanciert, um diese umfassende bauliche Massnahme zu planen und die Zukunftsfähigkeit des Opernhauses sicherzustellen. Aufgrund des akuten Platzmangels werden derzeit an vielen Stellen die gesetzlichen Richtlinien für Arbeitssicherheit und Arbeitsplatzgestaltung nicht eingehalten.

    Dialogverfahren und Stiftungsgründung
    Ein umfassendes Dialogverfahren mit verschiedensten Stakeholdern sowie die Gründung einer Stiftung, die eine bedeutende Rolle in der Finanzierung spielt, haben den Weg für das Projekt geebnet. Machbarkeitsstudien wurden durchgeführt, um die beste Vorgehensweise zu ermitteln.

    Entwurf des Architekturbüros EM2N
    Der Entwurf für den Überbrückungsbau stammt vom Architekturbüro EM2N. Geplant ist eine eingeschossige, pavillonartige Holzkonstruktion auf dem Dach des Erweiterungsbaus an der Ecke Utoquai/Falkenstrasse. Die Bauvorbereitungen beginnen am 4. Juli 2024, der eigentliche Holzbau wird im August 2024 aufgerichtet. Die Konstruktion legt Wert auf Flexibilität, Funktionalität und Wiederverwendbarkeit.

    Kosten und Zeitplan
    Die Gesamtkosten für den temporären Überbrückungsbau betragen 4,57 Millionen Franken. Die zusätzliche Nutzfläche von 330 Quadratmetern soll die räumliche Situation der Mitarbeitenden zeitnah verbessern, bis die langfristigen baulichen Massnahmen abgeschlossen sind.

    Verbesserung der Arbeitsbedingungen
    Der Überbrückungsbau wird nicht die generelle Platzproblematik lösen, aber er wird helfen, die akute Situation zu entschärfen und die Arbeitsbedingungen bis zur Fertigstellung der umfassenden baulichen Entwicklungen deutlich zu verbessern.

    Projekt «Zukunft Oper»
    Das Projekt «Zukunft Oper» zielt darauf ab, das Opernhaus Zürich und seinen Erweiterungsbau langfristig zu sanieren und gleichzeitig einen Mehrwert für Stadt und Kanton zu schaffen. Diese Massnahmen sollen sicherstellen, dass das Opernhaus auch in Zukunft den hohen Anforderungen an Sicherheit, Funktionalität und Gestaltung gerecht wird.

  • Zürcher Oper plant grösseren Erweiterungsbau

    Zürcher Oper plant grösseren Erweiterungsbau

    Das Opernhaus Zürich braucht mehr Platz für seine rund 800 Mitarbeitenden. Der 1984 errichtete Erweiterungsbau in Massivbauweise aus Stahlbeton genügt dafür nicht mehr. Laut einer Mitteilung der Opernhaus Zürich AG besteht ein Flächenmehrbedarf von 60 Prozent. Sie bezieht sich auf eine Studie des deutschen Theaterfachplaners Kunkel Consulting.

    Das Hochbauamt des Kantons Zürichs prüft, ob der bestehende Erweiterungsbau aufgestockt werden kann. Die Studie soll im Herbst vorliegen. Der neue Erweiterungsbau soll in jedem Fall „mit einer ortsbezogenen und visionären Architektur als Vorbild in Sachen Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und ressourcenschonender Bauweise international von sich reden machen“, heisst es in der Mitteilung. Vorgesehen ist auch eine zusätzliche Laborbühne. Gebaut würde frühestens in der ersten Hälfte der 30er Jahre.

    Das Opernhaus selbst soll ebenfalls saniert werden. Dabei sollen die Bestuhlung und die technischen Anlagen erneuert und ein barrierefreier Zugang geschaffen werden.

    Bereits im Sommer 2024 soll ein Provisorium auf dem Dach des Erweiterungsbaus errichtet werden. Der Entwurf stammt vom Zürcher Architekturbüro EM2N.

    „Ein Ziel der baulichen Entwicklung ist es, die grundlegenden Mängel der Immobilie zu beheben, damit das Opernhaus seinen Auftrag weiterhin erfüllen kann“, wird Markus Notter, Verwaltungsratspräsident Opernhaus AG, in der Mitteilung zitiert. „Um diesen Standard halten und ausbauen zu können, müssen das denkmalgeschützte Opernhaus und der angrenzende Erweiterungsbau … saniert werden – energetisch und betrieblich.“