Schlagwort: Ostschweiz

  • Zusammenschluss stärkt Elektrokompetenz in der Ostschweiz

    Zusammenschluss stärkt Elektrokompetenz in der Ostschweiz

    Der in Arbon ansässige Energiedienstleister EKT Holding AG hat die Edelmann Ingenieurbüro AG mit Sitz in Thalheim an der Thur übernommen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, soll das Unternehmen vorerst eigenständig unter dem Dach der EKT agieren. Alle zwölf Arbeitsplätze bleiben erhalten.

    Das Ingenieurbüro, das neben dem Hauptsitz Thalheim Filialen in Winterthur, Schaffhausen und Frauenfeld unterhält, ist auf die Bereiche Planungen, Beratungen, Studien, Kostenvoranschläge, Projektierungen und Bauleitungen von Elektroprojekten spezialisiert. Mit dem Zusammenschluss sollen seine Expertisen die Angebote des ebenfalls zur EKT-Gruppe gehörenden Gebäudeplanungs-Unternehmen NEGXT AG, Kreuzlingen, in optimaler Form ergänzen, heisst es in der Mitteilung.

    „Für uns ist dieser Schritt, diese Übernahme, ein echter Glücksfall. Auf der Suche nach einer Nachfolgelösung für unser Unternehmen war die EKT stets unsere Wunschpartnerin“, wird Roman Edelmann, Geschäftsführer der Edelmann Ingenieurbüro AG, in der Mitteilung zitiert.

    Thorsten Specker, Geschäftsführer der NEGXT AG, zeigt sich seinerseits zufrieden: „Als Schwester-Unternehmen erweitern wir unsere Marktaktivitäten gemeinsam auf die Ostschweiz und werden alles daran setzen, die sich uns dadurch bietenden Synergien optimal, für unsere Kundinnen und Kunden, zu nutzen“.

    Mit dem Zusammenschluss wächst die Zahl der Mitarbeitenden der EKT Holding auf 188.

  • Neue Niederlassung für Facility Management in St.Gallen eröffnet

    Neue Niederlassung für Facility Management in St.Gallen eröffnet

    Die Hälg Facility Management AG ist vom neuen Jahr an auch in St.Gallen präsent. Damit erweitert das im Jahr 2000 gegründete und in Zürich ansässige Unternehmen sein Netzwerk auf die Ostschweiz. Es unterhält bereits Niederlassungen in Zürich, Bern, Münchenstein BL und Rotkreuz ZG. Das Unternehmen gehört zur Hälg Holding AG mit Sitz in St.Gallen. Die Gruppe ist mit 1144 Mitarbeitenden an 27 Standorten in der Schweiz in Gebäudetechnik und der Bewirtschaftung von Liegenschaften tätig.

    Markus Haldimann, der langjährige Geschäftsführer der Hälg Facility Management AG, übernimmt laut einer Unternehmensmitteilung die strategische Leitung in der neuen Filiale. Daniel Weber wird als Standortleiter die operative Führung innehaben. Weber schloss nach seiner Ausbildung als Polymechaniker ein Studium im Facility Management ab und bildete sich bezüglich neuer Energien weiter. Er soll die Leistungserbringung vor Ort verantworten und das St.Galler Team weiterentwickeln.

    «Die Erweiterung unseres Angebots hier am Standort St.Gallen stärkt nicht nur unsere regionale Präsenz, sie bietet auch unseren Kundinnen und Kunden einen echten Mehrwert», wird Marcel Baumer, Mitinhaber der Hälg Group, zitiert. «Zusätzlich zu den Dienstleistungen im Bereich Gebäudetechnik können wir unsere hohe Servicequalität und unser Fachwissen nun auch im Bereich Facility Management umfassend einbringen.»

  • Vier Ostschweizer Kantone stärken Zusammenarbeit für eine vernetzte Zukunft

    Vier Ostschweizer Kantone stärken Zusammenarbeit für eine vernetzte Zukunft

    Am 4. Juli 2024 haben die Regierungen der Kantone St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Thurgau eine Erklärung zur engeren strategischen Zusammenarbeit unterzeichnet. Dieser Schritt markiert den Beginn eines intensiven Kooperationsprozesses, der die Ostschweiz stärken und vernetzen soll. Die gemeinsame Erklärung unterstreicht das Engagement der vier Kantone, zusammen Lösungen für gemeinsame Herausforderungen zu finden und umzusetzen.

    Gemeinsames Engagement für den Bodenseeraum
    Bereits zuvor hatten die vier Kantone angekündigt, sich gemeinsam für die Etablierung des internationalen Bodenseeraums auf nationaler Ebene im Rahmen des Raumkonzepts Schweiz zu engagieren. Dieses Vorhaben wurde in Wirtschaft und Öffentlichkeit positiv aufgenommen und verdeutlichte das Potenzial einer engeren Zusammenarbeit zur Stärkung der gesamten Ostschweiz.

    Strategische Handlungsfelder und jährliche Diskussionen
    Die Erklärung hebt die Zusammenarbeit auf eine strategische Ebene. Die Regierungen der vier Kantone werden jährlich Handlungsfelder für eine Zusammenarbeit diskutieren und das Kooperationspotenzial bewerten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltungen sind eingeladen, Vorschläge einzubringen und bei der Auswahl der Handlungsfelder mitzuwirken.

    Zu den möglichen strategischen Handlungsfeldern gehören unter anderem die Raumentwicklung, Verkehr, Bildung und Kultur, Innovation und Digitalisierung, Abwehr von Naturgefahren, Krisenbewältigung und Sicherheit. Durch die strategische Zusammenarbeit erhoffen sich die Kantone effizientere und wirkungsvollere Lösungen für diese Bereiche.

    Flexible Kooperationsmodelle
    Die Zusammenarbeit kann je nach Bedarf und Situation in unterschiedlichen Formen stattfinden. Lösungen können entweder von allen vier Kantonen gemeinsam oder von zwei oder drei Kantonen umgesetzt werden. Auch andere Kantone, insbesondere aus der Ostschweiz, können sich an Projekten beteiligen. Jeder Kanton entscheidet individuell, ob eine gemeinsame Lösung für ihn sinnvoll ist und einen Mehrwert bietet.

    Institutionalisierung der Zusammenarbeit
    Ein zentrales Anliegen der Regierungen ist es, den Prozess der strategischen Zusammenarbeit zu starten und anschliessend zu institutionalisieren. Durch diesen Schritt setzen die vier Kantone ein starkes Zeichen für eine engere Zusammenarbeit und eine vernetzte Zukunft der Ostschweiz.

    Die Unterzeichnung der Erklärung zur engeren Zusammenarbeit markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer stärkeren und effizienteren Ostschweiz. Gemeinsam wollen die Kantone Herausforderungen meistern und die Region nachhaltig weiterentwickeln.

  • Ostschweizer Bahnprojekte von der Bundesregierung vernachlässigt

    Ostschweizer Bahnprojekte von der Bundesregierung vernachlässigt

    Die Ostschweizer Kantone haben ehrgeizige Ziele für die Zukunft der Mobilität und den Klimaschutz festgelegt. Eine Schlüsselrolle bei der Erreichung dieser Ziele spielt der Ausbau des Bahnangebots und der zugehörigen Infrastruktur. Dazu gehört die Stärkung der Bahnstrecke zwischen Winterthur und St. Gallen, um die Erreichbarkeit der Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Thurgau und des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg deutlich zu verbessern. Diese Erweiterung wurde erstmals im Jahr 2009 im Rahmen des Programms „Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur“ (ZEB) vom Parlament genehmigt und im Jahr 2019 mit der Botschaft zum Bahnausbauschritt 2035 bestätigt.

    In der aktuellen Botschaft vom 16. August 2023 legt der Bundesrat seine Pläne für den weiteren Ausbau des Bahnnetzes dar und beantragt eine Erhöhung der finanziellen Mittel für Projekte in verschiedenen Regionen der Schweiz. Bedauerlicherweise plant er jedoch nicht, die bereits beschlossenen Erweiterungen zwischen Winterthur und St. Gallen umzusetzen. Darüber hinaus beabsichtigt er, die Vorinvestitionen für einen zukünftigen Meilibachtunnel im Rahmen des laufenden Ausbauprojekts zum Zimmerberg-Basistunnel nicht durchzuführen. Es ist unklar, warum diese Streichungen vorgenommen werden, da sie den Zielen der Perspektive BAHN 2050 des Bundes, der Raumplanung und des Klimaschutzes entsprechen.

    Die Regierungen der Ostschweizer Kantone akzeptieren diese Benachteiligung nicht. Für einen Lebens- und Wirtschaftsraum mit über 1,1 Millionen Einwohnern und fast 700.000 Beschäftigten ist die Verbesserung des öffentlichen Verkehrsangebots von entscheidender Bedeutung. Sie setzen sich aktiv dafür ein, dass die geplanten Erweiterungen im Rahmen des politischen Prozesses weiterhin berücksichtigt werden. Zu diesem Zweck stehen sie im engen Kontakt mit den Bundesparlamentarierinnen und Bundesparlamentariern.

    Konkret fordern die Regierungen der Ostschweizer Kantone:

    Die Beibehaltung der Mittel für die Leistungssteigerung und Beschleunigung auf der Strecke Winterthur-St. Gallen.

    Die Einleitung von Vorinvestitionen für den Meilibachtunnel als Teil des Zimmerbergtunnels 2, um die Verbindung zu den Regionen Ausserschwyz, Linthgebiet, Glarus, Rheintal und Graubünden sicherzustellen.

    Die Umsetzung weiterer Bahninfrastrukturprojekte in der Ostschweiz, wie die Projektierung des Doppelspurausbaus Tiefenwinkel auf der Strecke Zürich-Chur im Rahmen der Botschaft 2023 und die Bereitstellung eines Planungskredits für Beschleunigungsmassnahmen auf der Strecke Pfäffikon-Chur im Rahmen der Botschaft 2026.

    Diese Anliegen werden auch von den Regierungen des Kantons Zürich und des Fürstentums Liechtenstein, die assoziierte Mitglieder der Ostschweizer Regierungskonferenz (ORK) sind, unterstützt. Darüber hinaus weisen die Regierungen der Ostschweizer Kantone bereits auf zukünftige Anforderungen hin, die voraussichtlich im Jahr 2026 vom Parlament erörtert werden sollen. Hierzu gehören Massnahmen zur Kompensation des Verzichts auf schnelles Fahren in Kurven auf der Strecke Winterthur-St. Gallen, die Entflechtung des internationalen Fernverkehrs vom nationalen Fernverkehr auf der Strecke Zürich-St. Gallen-München sowie die Umsetzung weiterer Bahninfrastrukturprojekte in der Ostschweiz, einschließlich des Ausbaus des Tiefenwinkels auf der Strecke Zürich-Chur und der Sicherstellung der aktuellen Anschlussqualität im Knoten Schaffhausen.

  • Kein Ende des Booms im Immobilienmarkt Schweiz 

    Kein Ende des Booms im Immobilienmarkt Schweiz 

    Mieter mit Umzugswunsch müssen sich bei der Wohnungssuche auf höhere Mietpreise gefasst machen. Nach mehreren Monaten mit praktisch unveränderten Werten haben Vermieter im Mai ihre Preiserwartungen um durchschnittlich 0,7 Prozent angehoben. Die Korrektur ist damit fast so hoch wie die Veränderung, die über die letzten zwölf Monate registriert wurde (0,9 Prozent). Dies zeigt der Swiss Real Estate Offer Index, der von der SMG Swiss Marketplace Group in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI erhoben wird. 

    Die Mietentwicklung verläuft aber je nach Region unterschiedlich. Mit einem deutlichen Anstieg der Angebotsmieten konfrontiert sind Wohnungssuchende in der Grossregion Zürich (1,8 Prozent) und in der Zentralschweiz (1,2 Prozent). Geringer sind die Aufschläge in der Genferseeregion (0,5 Prozent) und in der Nordwestschweiz (0,4 Prozent), während im Mittelland (0,1 Prozent) und in der Ostschweiz (0,1 Prozent) praktisch keine Veränderungen festzustellen sind. Gesunken sind die Mieten hingegen im Tessin (−0,8 Prozent). 

    Wohneigentum: Kein Ende des Booms 
    Der Immobilienmarkt ist derzeit vor allem wegen der hohen Preise für Wohneigentum im Fokus. Vor dem Hintergrund steigender Hypothekarzinsen gehen viele Beobachter von einer baldigen Abkühlung aus. Noch befinden sich die Angebotspreise aber im Steigflug, wie die Analyse der Inserate im Mai ergibt.  

    «Für Einfamilienhäuser wurden 1,0 Prozent höhere Werte verlangt als im Vormonat, beim Stockwerkeigentum liegt das Preiswachstum bei 0,2 Prozent. Der zinsbedingte Anstieg der Finanzierungskosten scheint den Kaufinteressenten bisher also nicht viel auszumachen. Zumindest gehen die Verkäufer noch immer von einer steigenden Zahlungsbereitschaft aus», sagt Martin Waeber, Managing Director Real Estate, SMG Swiss Marketplace Group. 

    Stand 31. Mai 2022 
    Der Swiss Real Estate Offer Index wird auf den Webseiten von ImmoScout24 und der IAZI AG publiziert.  
    www.immoscout24.ch/immobilienindex 
    www.iazi.ch/angebotsindizes 

  • Ostschweiz als «hidden champion»

    Ostschweiz als «hidden champion»

    Die Ostschweiz ist sicherlich der Landesteil mit dem grössten Entdeckungspotenzial. Entwicklungsgesellschaften haben diesen Landesteil längere Zeit gemieden und entdecken nach und nach dessen Vorzüge. Die Wachstumsraten wirkten lange hemmend. Doch im Kern schwelt unter der Ostschweiz ein Vulkan, der nur noch gezündet werden muss.

    Entwicklungsareale von West bis Ost
    Die Ostschweiz bietet im Themenbereich Arealentwicklung zahlreiche Perlen, die entdeckt werden können. So schlummert direkt beim Bahnhofgebiet Frauenfeld eine Konversionsfläche der Schweizer Armee. Besonderer Fokus liegt im Kanton Thurgau aber aktuell auf dem Entwicklungsgebiet in Wil-West bei Münchwilen, wo in Zukunft auf rund 200’000 Quadratmetern Gewerbe- und Industrienutzungen, aber auch Dienstleistungsfunktionen ihr Zuhause haben sollen. Gleich in der Nähe steht der Industrie-Gewerbepark «G-Werk Bronschhofen» für neue Firmen bereit. Auch der Standort Uzwil hat mehrere Perlen aufzuweisen. Beim Benninger Areal wurde kürzlich die Wohnüberbauung Birkenhof mit Supermarkt, Fitness-Studio und Kinderhort realisiert. Mit dem CUBIC wurde auf dem Areal der Bühler AG ein Innovations-Campus errichtet, der internationales Renommee verdient. Die Stadt Gossau setzt in der Sommerau mit dem Ausbaugebiet der Aepli Metallbau AG neue Akzente. Auch im Entwicklungsgebiet St. Gallen-West/Gossau-Ost (ASGO) schlummert ein (noch) schlafender Riese: Dort sollen primär Gewerbe- und Industrienutzungen, aber auch Dienstleistungsfunktionen und Wohnen entwickelt werden. Das Lerchenfeld-Areal St. Gallen ist der neue Standort des Innovationsparks Ostschweiz, Standort von EMPA und dem Business Incubator Startfeld. Hier werden Wirtschaftsflächen für Start-ups und das Hochtechnologiesegment bereitgestellt. Erste Ansätze für eine Wiederbelebung des Güterbahnhof-Areals in St. Gallen sind erkennbar, aufgrund von übergeordneten Planungen zur Verkehrserschliessung (neuer Zubringer A1) ist das Gebiet mittelfristig nicht verfügbar. Dafür ist der «Lattich» ein nationales Anschauungsobjekt für erfolgreiche Zwischennutzungen. Ebenfalls in St. Gallen findet sich im Bereich Geissberg/Altenwegen-Ost ein Areal für Logistik- und Gewerbenutzungen. Beim Bahnhofareal St. Fiden wird derzeit die Machbarkeit einer Überdeckung von Autobahn wie Gleisfeld evaluiert. Mittelfristig wird an diesem Ort ein neuer Stadtteil mit Nutzungen für Forschung, Bildung, Dienstleistungen und Wohnen entstehen. Brach liegt dafür das Areal Bahnhof Nord direkt beim Hauptbahnhof St. Gallen. Nach einer Testplanung hat der Kanton ein Moratorium für weitere Planungsschritte erlassen und will das Gebiet für seine Bildungsinstitutionen reservieren. Auch beim Bahnhofareal Herisau werden verschiedene Büro- und Wohnnutzungen mit direkter Lage an den Bahngeleisen entwickelt, einhergehend mit der Neugestaltung des Bahnhofs.

    Attraktiver Bodenseeraum, Technologiehub Rheintal
    Von Interesse ist aber auch der gesamte Bodenseeraum. Der Oberthurgau bietet etwa mit Arbon und dem Saurer Werk II mit seinen bestehenden Werkhallen, die momentan von klein- und mittelgrossen KMU aus Industrie, Produktion und Dienstleistung genutzt werden, grosses Potenzial für weitere Umnutzungen. In Zukunft soll hier ein interessanter Mix aus Wohn-, Lebens- und Arbeitsräumen entstehen. Zahlreiche Wohnüberbauungen – so etwa im Raduner Areal in Horn – werden weitere attraktive Wohnmöglichkeiten mit mehr oder weniger direktem Anstoss zum Bodensee bieten. In Rorschach werden auf dem Feldmühle Areal zahlreiche Neubauwohnungen und Gewerbenutzungen entstehen – direkt beim Stadtbahnhof mit besten Anschlüssen von Zürich bis München. Zu erwähnen sind aber auch die Entwicklungen in St.Margrethen, wo der Neubau des Produktionswerks der Stadler Rail deutlich Sogwirkung auslöst – Gewerbe- wie Wohnbau ziehen in der Gemeinde an. Mit dem Innoparc in Heerbrugg besitzt die Ostschweiz schliesslich einen Hotspot für die optisch-mechanische Industrie. Hier ist ein Verdichtungsprojekt in Planung. Zu erwähnen ist auch das Bahnhofareal in Buchs, wo es einen rechtskräftigen Überbauungsplan gibt. Die Konkurrenzsituation in der Region Ostschweiz bleibt insgesamt überschaubar – doch der Entwicklungsdrang ist erwacht.

    Ansiedlungswüste Ostschweiz mit Potenzial
    Die Ansiedlungen in der Ostschweiz sind in den letzten Jahren überdurchschnittlich eingebrochen. Denn für weltweit erfolgreiche Firmen rund um Technologien oder wissensbasierte Unternehmensfunktionen war die Ostschweiz bislang nicht erste Wahl. Die Gründe sind vielfältig. Der Kanton St. Gallen hat es verpasst, die Fahrzeiten vom Kantonshauptort in umliegende Zentren zu beschleunigen. Auch die unvorteilhafte direkte Besteuerung von Privaten wie Unternehmen ist wenig hilfreich. Es fehlte zudem an Entwicklungsflächen, die nun aber aufbereitet werden. Etwas besser steht da der Kanton Thurgau, über den die Entwicklung von Zürich über Frauenfeld Richtung Bodensee schwappt. Auch die beiden Halbkantone Appenzell Inner- und Ausserrhoden profitieren von Zuzügen vermögender Personen aus dem Grossraum St. Gallen. Sie sind aber für die Entwicklung der Arbeitsplätze kaum relevant.

    Vermarktung mit Potenzial
    Der fehlende Erfolg im Ansiedlungsgeschäft der Ostschweizer Kantone hängt denn auch an einer bewusst gewählten Lücke: Der Ostschweiz fehlen schlagkräftige Vermarktungsstrukturen, welche im Ausland wirken. Wer im Standort der Wettbewerbe punkten will, muss innert vier bis 48 Stunden bei den Interessenten sprichwörtlich «auf der Matte stehen» und seine Vorzüge präsentieren. Deshalb haben andere Landesteile schlagkräftige, kantonsübergreifende Vermarktungsstrukturen (Greater Areas) geschaffen, welche zusammen mit dem Schweizer Landesmarketing Jahr für Jahr für eine Auffrischung ihrer Unternehmenslandschaft sorgen. Die Ostschweiz betreibt zwar eine Area unter dem Brand «St. GallenBodenseeArea», diese hat aber weder Budget noch Wirkung. Direktinvestitionen wären auch für die Ostschweiz eine Art Frischzellenkur. Neue Technologien, Talente und internationale Strukturen beschleunigen die Erneuerung einer Wirtschaftsstruktur. Und je mehr moderne und sinnstiftende Jobs es gibt, umso mehr Talente werden von einem Standort angezogen.

    Die Ostschweiz ist auf dem Weg dorthin; zögerlich zwar, aber mit immer besseren Argumenten – und vor allem Potenzialflächen.