Schlagwort: Parkraum

  • Fünf Mobilitätstrends bewegen die Immobilienbranche

    Fünf Mobilitätstrends bewegen die Immobilienbranche

    Parken war lange ein Randthema. Heute gilt es als Schlüssel zur Wertoptimierung von Immobilien. Denn Aussenflächen, einst reine Infrastruktur, werden mit digitaler Technologie zu strategischen Ertragsfaktoren. “Parkraum ist nicht länger ein notwendiges Übel, sondern ein Bestandteil der Wertschöpfungskette”, sagt Jakob Bodenmüller, CEO von Wemolo. Sein Unternehmen betreibt europaweit über 3’500 Standorte mit täglich 2,5 Millionen Parkvorgängen und sieht eine Branche, die sich neu erfindet.

    1. Free-Flow-Technologie, der Abschied von der Schranke
    Kameras statt Schranken mit Kennzeichenerkennung ermöglicht Parkplatzmanagement ohne physische Barrieren, Ticketverlust oder Wartungsaufwand. Nutzerfahrzeuge werden digital identifiziert, berechtigte Nutzer parken automatisch. So lassen sich Betriebskosten um bis zu 60 Prozent senken, während die Kundenerfahrung steigt.

    Vor allem Mixed-Use-Quartiere profitieren. Einzelhändler, Dienstleister und Bewohner können Flächen je nach Bedarf steuern, etwa zeitlich begrenzt oder kontingentbasiert. Fremdparker werden automatisch erkannt und sanktioniert. Laut Wemolo sinkt deren Anteil innerhalb der ersten Monate um bis zu 85 Prozent.

    2. Shared Parking die neue Erlösquellen durch Kooperation
    Was tagsüber Supermarkt ist, kann nachts Wohnquartier werden. Shared Parking nutzt freie Zeitfenster auf Privatflächen und öffnet sie kontrolliert für Dritte. Supermärkte, Bürogebäude oder Fachmarktzentren erzielen so Zusatzerlöse von bis zu 80 Euro pro Stellplatz und Monat ohne bauliche Investitionen.

    Für Städte ist das Modell ein Befreiungsschlag. Rund ein Drittel des innerstädtischen Verkehrs entsteht durch Parkplatzsuche. Wenn privater Parkraum digital steuerbar wird, kann Verkehrsaufkommen sinken und Flächeneffizienz steigen. “Wir orchestrieren statt zu öffnen und die Kontrolle bleibt stets beim Betreiber.”, betont Dominic Winkler

    3. E-Mobility als Geschäftsmodell
    Ladepunkte sind nicht nur regulatorische Pflicht, sondern Umsatztreiber. Wer lädt, bleibt länger, ein messbarer Vorteil für den Handel. Studien zeigen, jede zusätzliche Lade-Minute verlängert die Verweildauer und steigert den Umsatz um über ein Prozent.

    Mit der Verknüpfung von E-Mobility und Smart Parking lässt sich Ladeinfrastruktur dynamisch steuern, bepreisen oder als Premium-Service anbieten. Die Integration ins Parkraummanagement-System reduziert den Aufwand erheblich und stärkt gleichzeitig die ESG-Performance einer Immobilie.

    4. Parking Intelligence benutzt Daten als Steuerungsinstrument
    Aus Parkraumdaten wird Unternehmensintelligenz. Automatisch erfasste Kennzahlen geben Aufschluss über Auslastung, Verweildauer, Kundenfrequenzen und saisonale Muster. Facility- und Asset-Manager können auf dieser Basis Mietmodelle anpassen, Personalplanung optimieren oder gezielte Vermarktungsstrategien entwickeln.

    Parking Intelligence schafft erstmals ein datenbasiertes Fundament für Standortentscheidungen. Damit wird Parkraum zum Spiegel der tatsächlichen Asset-Performance und somit messbar, vergleichbar und steuerbar.

    5. KI-Flächenmonitoring, vom Parkplatz zum Portfolio-Sensor
    Die nächste Stufe der Digitalisierung liegt über dem Asphalt. 360-Grad-Kameras und KI-Analytik überwachen Außenflächen in Echtzeit, erkennen Müll, Vandalismus oder Schnee und melden automatisch Service-Tickets an Facility Manager.

    Dadurch sinken Kontrollaufwände drastisch, Wartungsverträge werden objektiv bewertet und Standards lassen sich zentral steuern. Gerade bei portfolioweiten Beständen mit Hunderten Standorten ein Vorteil. Erste Betreiber testen bereits, wie sich Monitoring-Daten zusätzlich zur Standortoptimierung nutzen lassen.

    Parkraum als neues Asset
    Die Zukunft der Immobilienwirtschaft liegt nicht mehr nur im Gebäude, sondern davor. Die Expo Real 2025 hat gezeigt, wer Parkraum digital denkt, verändert das Geschäftsmodell einer Immobilie.

    “Die Herausforderung ist nicht, Trends zu kennen, sondern sie umzusetzen”, sagt Bodenmüller. Parkraummanagement wird zur Schnittstelle von Mobilität, ESG und Wertschöpfung. Ein dynamischer Markt, in dem Stillstand endgültig der Vergangenheit angehört.

  • Neue Komplettlösung für die Dynamisierung privater Parkflächen

    Neue Komplettlösung für die Dynamisierung privater Parkflächen

    Die Lösung vereint die bewährte, Scheidt & Bachmann Hardware in einem schlanken Set-up, bestehend aus Schranke, Spurassistent und Kamera. Hoch standardisiert und einfach zu installieren via Plug & Play. Dabei dient das Kennzeichen als Identifizierungsmerkmal für Parkberechtigte.

    Über die Software-as-a-Service (SaaS) Lösung werden intuitiv alle Parkvorgänge verwaltet – das gelingt rein webbasiert und auf jedem Endgerät: keine App, keine Tickets, keine Transponder, keine Plastikkarten oder aufwändige Sever-Infrastruktur sind mehr notwendig.

    Parkraummanagement weitergedacht
    Die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitswelt führt zu unstetigem Mobilitätsverhalten und macht  effizientes Parkraummanagement zu einer Herausforderung. „Zu Stoß- und Bürozeiten herrscht im Umfeld von zum Beispiel Bürogebäuden ein hoher Parkdruck durch die Mitarbeitenden. Nach Feierabend und an den Wochenenden ist der Parkplatz dagegen häufig leer“, erläutert Dr.-Ing. Maximilian Rüßmann. Das System ermöglicht eine dynamische Vergabe von Stellplätzen und minimiert so unerwünschte Auslastungsschwankungen. Rüßmann weiter: „Wir schaffen bedarfsgerechte Nutzungsmöglichkeiten für alle Nutzergruppen einer Parkfläche mit zeitlich flexibel gestaltbaren Kontingenten, die effizient und digital verwaltet werden.“

    Schlanke, digitale Prozesse verringern den Verwaltungsaufwand. Parkberechtigte können den Stellplatz über das System selbst buchen. Dazu genügt schon die Angabe des Fahrzeugkennzeichens. Bei der Einfahrt erkennt die Kamera dann dieses Kennzeichen und die Schranke an der Einfahrt zum Parkplatz öffnet sich. Das smarte Parkraummanagement führt zu einer höheren Zufriedenheit bei Parkenden und zu mehr Nachhaltigkeit. Zudem sorgt die effizientere Raumnutzung für weniger CO2-Emissionen und reduzierten Parksuchverkehr, weniger Verkehrslärm und Flächenversiegelung.