Schlagwort: Partnerin

  • Dr. Tanja Pohle tritt als neue Partnerin in die Geschäftsleitung von pom+Consulting AG ein

    Dr. Tanja Pohle tritt als neue Partnerin in die Geschäftsleitung von pom+Consulting AG ein

    Die Berufung von Dr. Tanja Pohle in die Geschäftsleitung, repräsentiert einen wichtigen strategischen Schritt. Dr. Pohle, die bereits seit 2013 im Unternehmen tätig ist, hat sich durch ihre Arbeit im Bereich der Organisationsentwicklung und Prozessgestaltung, insbesondere in der Immobilienwirtschaft, einen Namen gemacht.

    Ihre Rolle als Head of Service Unit Organisation & Processes ermöglichte es ihr, signifikante Fortschritte im Bereich der Workplace Solutions zu erzielen. Dies beinhaltete die Einführung neuer Beratungsansätze, die sich an den sich verändernden Bedürfnissen einer modernen Arbeitswelt orientieren. Besonders hervorzuheben ist dabei ihr Engagement für Smart Office- und New-Work-Konzepte, die durch die Corona-Pandemie an Bedeutung gewonnen haben.

    Der akademische Hintergrund, mit einem Diplom in Bauingenieurwesen von der Technischen Universität Berlin, einem Doktorat in Baubetriebswissenschaften von der ETH Zürich und einem MBA im Business Engineering von der Universität St. Gallen, bildet die Grundlage für ihre umfassende Expertise. Ihre Fähigkeiten in der Organisationsentwicklung, verbunden mit ihrem Verständnis für technische und betriebswirtschaftliche Aspekte, haben maßgeblich zur Entwicklung des Unternehmens beigetragen.

    Mit Dr. Pohles Ernennung zur Partnerin soll ihre Expertise und Erfahrung nun auch in strategische Entscheidungen einfließen. Ihre bisherige Laufbahn, die durch vielseitige Kompetenzen und innovative Ansätze gekennzeichnet ist, passt hervorragend zur Unternehmensphilosophie Sie wird in ihrer neuen Rolle in der Geschäftsleitung maßgeblich dazu beitragen, die zukünftige Richtung mit zu gestalten und die Prinzipien des New Work in der Immobilienwirtschaft weiter zu verankern.

  • Reto Zeidler wird Head of Cyber Security bei Inventx

    Reto Zeidler wird Head of Cyber Security bei Inventx

    Als IT- und Digitalisierungspartnerin für Schweizer Banken und Versicherungen adressiert Inventx den stetig wachsenden Kundenbedarf an Security-Kompetenz mit einem umfassenden Lösungsportfolio. Das Unternehmen berät Kunden in den Bereichen Information Security, Cyber-Crime, Cyber-Risiken, sichere Enterprise-Architekturen und Zonenkonzepte sowie zukunftsgerechtes Risikomanagement. Dank ihrem unabhängigen Cyber Resilience Center mit bestausgebildeten Analysten bleibt diese rund um die Uhr am Puls der aktuellen Cyber-Crime-Trends.

    Reto Zeidler stösst zu Inventx vom Prozess- und Digitalisierungsberater Pragmatica, wo er als Head of Information and Cyber Security die Beratungskompetenz des Unternehmens in diesen Bereichen verantwortete und als Principal Consultant Security-Projekte leitete. Davor war Reto Zeidler Chief Managed Services Officer und Mitglied der Geschäftsleitung beim IT-Sicherheitsdienstleister ISPIN. Weitere Stationen seiner Laufbahn waren unter anderem Associate Partner / Executive Advisor für IBM Security und Head of Cloud Security Services bei Swisscom.

    Als aktives Mitglied der Cyber Security Community engagiert er sich in der Information Security Society Switzerland (ISSS) und in der Cloud Security Alliance. Er ist zudem Dozent und Experte für Informationssicherheit an der Hochschule Luzern.

    Bei Inventx verantwortet Reto Zeidler den gesamten Cyber Security Cluster, stellt die Leistungserbringung nachhaltig und in hoher Qualität sicher und richtet diese strategisch auf Kundenbedürfnisse aus. Er entwickelt den Bereich laufend weiter und baut ihn personell und technologisch aus.

    Fabio Cortesi, CTO und Mitglied der Geschäftsleitung der Inventx AG, begrüsst den neuen Head of Cyber Security: «Wir freuen uns, einen erfahrenen und hochkompetenten Security-Experten gewonnen zu haben. Reto verknüpft Fach- und Führungskompetenz auf höchstem Niveau, immer mit klarem Blick auf aktuelle und künftige Kundenbedürfnisse.»

    Reto Zeidler zu seiner neuen Rolle: «Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit meinem Team den Cyber Security Cluster für unsere Kunden noch weiter nach vorne zu bringen. Wir können auf einer hervorragenden Basis aufbauen. Nun wollen wir den nächsten Entwicklungsschritt machen.»

    Quelle www.inventx.ch

  • Swissolar-Präsident Jürg Grossen im Gespräch

    Swissolar-Präsident Jürg Grossen im Gespräch

    Im letzten Jahr hat der Photovoltaik-Zubau einen neuen Rekord erreicht. Hält dieser Boom längerfristig an?
    Jürg Grossen: Er muss sogar noch stark zunehmen, wir müssen zwei bis drei Mal schneller zubauen als bis heute. Das ist keine einfache Aufgabe. Es braucht die richtigen Förderinstrumente und Anreize, dann schaffen wir es.

    An welche Instrumente denken Sie?
    Grossen: An einen Mix aus verschiedenen Massnahmen. Wir müssen die Einmalvergütung für neue Solaranlagen weiterführen und schauen, dass genügend Geld im Topf ist. Heute wird der Zubau durch die finanziellen Mittel begrenzt. Dies können wir verhindern, indem der Netzzuschlagsfonds flexibler wird und sich auch temporär verschulden kann. Und durch eine leichte Erhöhung des Netzzuschlages – der gesetzlichen Abgabe pro verbrauchter Kilowattstunde Strom.

    Zusätzlich benötigen wir Anreize, um den Eigenverbrauch von selbst produziertem Solarstrom weiter zu erhöhen. Heute kann man sich unter gewissen Bedingungen bereits innerhalb seiner Nachbarschaft zusammenschliessen, um Solarstrom gemeinsam zu verbrauchen. Diese Zusammenschlüsse müssen wir ausweiten. Beispielsweise auf regionale Energiegemeinschaften, die gegen eine reduzierte Netzgebühr auch das lokale Verteilnetz nutzen können. Nicht zuletzt braucht es eine gewisse Vereinheitlichung bei den Abnahmevergütungen für Solarstromproduzenten. Heute gibt es in der Schweiz je nach Verteilnetzbetreiber eine Vergütung zwischen 3 bis 20 Rappen pro Kilowattstunde. Das ist schwer erklärbar.

    Alle Modelle zum Schweizer Energiemix 2050 gehen inzwischen davon aus, dass Photovoltaik neben der Wasserkraft zur zweiten Säule der Energieversorgung wird. Warum hat die Solarenergie ein so grosses Gewicht erhalten?
    Grossen: Einerseits haben sich die Preise für Solarmodule stark reduziert und ihre Leistung ist immer besser geworden. Somit wird die Produktion von Solarstrom günstiger. Andererseits haben wir in den letzten Jahren gelernt, wie viel die Photovoltaik zur Stromversorgung beitragen kann. Ich habe als Lehrling Ende der 80er-Jahre Solaranlagen auf SAC-Hütten montiert. Mein damaliger Chef war überzeugt, dass man PV-Anlagen nie rentabel am Netz betreiben kann. Er ist in diesem Glauben gestorben. Wir haben in unserem Geschäft auch erst in den letzten 15 Jahren wieder angefangen, PV-Projekt zu planen und haben mit der Zeit gesehen, dass damit – insbesondere auch in Kombination mit der E-Mobilität – ein riesiger Beitrag geleistet werden kann. Zudem wird der PV-Strom genau dort produziert, wo er auch gebraucht wird, im Gebäude. 

    Der Schweiz fehlt künftig vor allem Winterstrom. Mit welchen Konzepten kann die Photovoltaik hier einen grösseren Beitrag zur Schliessung dieser Lücke leisten?
    Den Hauptanteil erreichen wir mit Anlagen an Gebäuden in den Bergregionen und im Mittelland. Schon heute liefern die Anlagen 30 Prozent des Stroms im Winter und mit einer besseren Ausrichtung und der Nutzung von Fassaden und Balkonen kann man noch mehr erreichen. In den Bergen ist der Ertrag im Winter zwar doppelt so hoch, aber gerade für Anlagen ausserhalb der Siedlungsgebiete sind die Kosten viel höher. Deshalb sollte man dafür vor allem bestehende Infrastruktur nutzen – beispielsweise Staumauern, Seilbahnstationen oder Hotels.

    Wir werden im Sommer künftig viel zu viel Solarstrom haben. Den müssen wir in synthetische Gase oder Treibstoffe umwandeln.

    Und im Winter wieder in Strom verwandeln?
    Ja, sinnvollerweise in Wärme-Kraftkoppelungsanlagen, bei denen man im Winter gleichzeitig noch Wärme gewinnt. Bei einer reinen Umwandlung zurück zu Strom ist der Energieverlust sehr hoch. Einen Teil wird man auch als Wasserstoff nutzen und damit die Verluste reduzieren können. Beispielsweise in Lastwagen oder Baumaschinen.

    Sie haben gesagt, dass wir zwei bis drei Mal schneller ausbauen müssen. Schon heute ist es schwierig, Solarmonteure zu finden. Wie gewinnen wir die dafür nötigen Fachkräfte?
    Mit Swissolar werden wir ein Programm starten, dass es Quereinsteigern erleichtert, in dieses Berufsfeld einzusteigen. Denn es wird Branchen geben, die künftig viel weniger Personal benötigen, etwa Autogaragen, Tankstellen oder die Ölheizungsbranche. Es wäre super, wenn wir diese Fachkräfte für den Solarausbau gewinnen könnten. Zudem wollen wir eine Ausbildung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis etablieren, damit eine Ausbildung direkt ab Schule möglich wird. 

    Der Fachkräftemangel ist eine grosse Herausforderung. Wir können aber auch als Branche noch besser werden. Die Montage von Solaranlagen muss «industrieller» werden. Für den Hausbesitzer darf es keinen erheblichen Unterschied machen, ob er ein Dach mit oder ohne Solarmodule bauen lässt.

    Die energiepolitischen Diskussionen drehten sich in den letzten Monaten vor allem um Versorgungssicherheit und drohende Lücken. Wie beurteilen Sie die Situation?
    Ich bin sehr froh, dass diese Diskussion endlich aufs Tapet kommt. Denn sie ist wichtig und berechtigt. Nicht berechtigt ist die Panik, die einige verbreiten. Wir werden die Probleme nicht mit neuen Kernkraftwerken lösen können. Wir müssen – neben dem Aufbau einer Speicherreserve für den Winter – vor allem auf der Nachfrageseite ansetzen. Studien sprechen davon, dass im dümmsten Fall während rund fünfzig Stunden in einem Jahr Strom fehlen könnte. Es gibt genügend Verbraucher, die bereit wären, ihren Stromverbrauch kurzfristig für eine gewisse Zeit zu drosseln, wenn sie dafür entschädigt werden. Es geht also nicht nur um zusätzliche Produktion, sondern auch um einen intelligenten Stromverbrauch. Hier werden in Zukunft auch die Elektroautos eine grosse Rolle spielen können. Denn wir werden Batterien nicht nur aufladen, sondern sie auch flexibel als Speicher nutzen können. Das wird bei der ganzen Diskussion zur Versorgungssicherheit noch zu wenig berücksichtigt. 

    Viele waren sehr überrascht, wie schnell die E-Mobilität in den letzten zwei Jahren gewachsen ist. Sie sind ein Elektroauto-Fahrer der ersten Stunde. Auch überrascht?
    Überhaupt nicht. Aber erfreut und erleichtert. Ich habe 2010 ein E-Auto gekauft und gesehen, mit wie wenigen PV-Modulen ich viele Kilometer fahren kann. Das war genial. Und die Autos sind seitdem viel besser geworden. Heute ist der Komfort im E-Auto besser als im Verbrenner-Auto. Das verdanken wir Elon Musk, der mit Tesla der Branche gezeigt hat, wie es gehen kann.

    Welche Entwicklungen erwarten Sie im Bereich der Batterien?
    Ich bin vorsichtig geworden mit solchen Prognosen. Wir haben in den letzten Jahrzehnten bei den PV-Modulen und den Computerchips immer gehört: Das geht nicht mehr besser und kleiner. Und wir wurden immer wieder von der technologischen Entwicklung eines Besseren belehrt. Deshalb sehe ich grundsätzlich keine harten Limits. Energiedichte und Gewicht werden noch viel besser und Elektroautos in wenigen Jahren günstiger sein als Verbrenner.

    Mir ist dabei noch eines wichtig. Wir müssen die Batterien künftig mehr als einmal nutzen: Zehn Jahre im Auto, mindestens zehn Jahre im Gebäude und erst danach zum Recycling. Wir brauchen keine neuen Batterien aus der Fabrik in den Gebäuden oder den Quartierspeichern, sondern können auf ausgemusterte Batterien aus den E-Fahrzeugen setzen. 

    Sie gehen in Ihren Szenarien von einer starken Verbesserung bei der Energieeffizienz aus. Dieses Thema ist in den letzten Jahren eher etwas in den Hintergrund gerückt. Braucht es wieder eine Sensibilisierungskampagne wie damals, als Bundesrat Adolf Ogi demonstrierte, wie wir stromsparend Eier kochen können? Oder löst die Technik alle Probleme?
    Es ist sicher nicht verkehrt, die Menschen immer wieder an eine effiziente Energienutzung zu erinnern, dabei geht es nicht primär um Verzicht. Ich koche mein Frühstücksei noch immer nach dem Ogi-Prinzip. Das war eine tolle Idee. Man darf aber auch nicht vergessen, dass im Bereich Energieeffizienz enorm viel geschehen ist. Wir brauchen heute pro Kopf deutlich weniger Energie. Der Verbrauch hat sich von Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum entkoppelt. Auch der Gesamtenergie-Verbrauch ist in den letzten zehn Jahren deutlich gesunken und liegt heute tiefer als 1990. Zudem verbesserte sich die Energieeffizienz bei den Elektrogeräten um 30 bis 60 Prozent. Und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Die aktuell höheren Energiepreise werden sicher auch helfen, dass die Energieeffizienz noch etwas attraktiver wird.