Schlagwort: Pavillon

  • Fortschritt für CO2-reduziertes Bauen mit Lehm

    Fortschritt für CO2-reduziertes Bauen mit Lehm

    ERNE und Oxara können erste Erfolge bei ihrem Machbarkeitsnachweis für CO2-reduziertes Bauen vermelden. Die Arbeiten am Pavillon MANAL auf dem Campus der Hochschule Luzern in Horw schreiten voran, informiert das Aargauer Bauunternehmen in einem Beitrag auf LinkedIn. Beim Bau des Pavillons ist ERNE für das Mauerwerk verantwortlich. Dabei werden Produkte der Technologie Oxabrick von Oxara aus Dietikon verwendet. Die beiden Unternehmen sind im Mai eine Partnerschaft für die Entwicklung nachhaltiger Baustoffe auf Lehmbasis eingegangen.

    Im Projekt MANAL kommt der von ERNE verbaute Erdmörtel erstmals ausserhalb des Labors zur Anwendung. «Das Material verhält sich beim Mauern komplett anders als herkömmlicher Mörtel», wird ERNE-Maurer Mattia im Beitrag zitiert. «Wir mussten uns dafür zuerst eine angepasste Verarbeitungstechnik aneignen.» Als Vorteile des auf der Oxara-Technologie basiereden nachhaltigen Baustoffes nennt Mattia seine permanente Wasserlöslichkeit und lange Bearbeitbarkeit. Für Bögen und Gewölbe des Pavillons werden zementfreie Lehmsteine verbaut.

  • Sphärische Kugeln an der Expo 2025 im Schweizer Pavillon

    Sphärische Kugeln an der Expo 2025 im Schweizer Pavillon

    Vom 13. April bis 13. Oktober 2025 findet in Osaka in Japan die nächste Weltausstellung statt. Zum Motto «Designing Future Society for Our Lives» präsentiert sich die Schweiz als leistungsfähiger und führender Innovationshub und zeigt dazu konkrete Beispiele aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung. Die Firma Nüssli gewann mit Manuel Herz Architekten und Bellprat Partner die Ausschreibung für Gestaltung, Bau und Rückbau des Schweizer Auftritts und setzt den Pavillon in Leichtbauweise und mit einem Hauch Magie um. Das Team wird ergänzt durch Robin Winogrond Landschaftsarchitekten, Studio AA-Morf, and Kyoto Design Lab.

    Schweizer Ideen, Erfahrung und Know-how in Japan
    «Wir sind sehr stolz, unsere langjährige Tradition als Umsetzungspartner des Schweizer Pavillons auf der Expo 2025 in Osaka fortsetzen zu können. Trotz dieser langen Expo-Erfahrung wird uns der Schweizer Pavillon mit seiner pneumatischen, kugelförmigen Konstruktion aber auch einige Knackpunkte bieten», sagt Andy Böckli. Stefan Sekiguchi ergänzt: «Den Architekturentwurf zusammen mit japanischen Dienstleistern und entsprechend den geltenden Richtlinien in Japan erfolgreich zu realisieren, erfordert das Kennenlernen von Land und Leuten. Deshalb arbeiten wir mit unserem lokalen Partner zusammen und können so von wertvollem Wissen profitieren.» Arnau Bellprat freut sich auf die Herausforderungen im globalen Umfeld. «In unseren Spheres sollen die Besucher und Besucherinnen in eine immersive, narrative und fantastische Welt eintauchen können. Sie sollen ein sinnliches und emotionales Erlebnis haben, an das sie sich noch lange erinnern werden – wir nennen das eine biografische Notiz.» Der Architekt Manuel Herz ist besonders an der pneumatischen Bauweise interessiert, die ein Gebäude von minimalem Gewicht ermöglicht und eine lange Tradition für Pavillons bei Weltausstellungen hat. «Wir nehmen eine Architektur, die schon früher für ikonische Expo-Gebäude verwendet wurde, und interpretieren sie neu».

    In die Natur eingebetteter Pavillon
    Im Konzept für den Schweizer Pavillon steht die Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Kugeln und modulare Konstruktionen aus wiederverwendeten rezyklierbaren Materialien sowie Pflanzen, die das Gebäude überwachsen, umschliessen und CO2 abscheiden, bilden die eingeschossige barrierefreie Architektur und tragen zu einem minimalen ökologischen Fussabdruck bei. Die Szenografie nimmt das leichte äussere Erscheinungsbild des Gebäudes auf und inszeniert die Inhalte in der Ausstellung mit Licht und Farbe. Die Besucherinnen und Besucher erleben in den fünf Sphären des Pavillons, wie aus den Nährstoffen der Natur sowie mit der humanistischen Tradition der Schweiz und etwas Magie die Schweizer Innovation entsteht. Sie können selbst mitgestalten, erkunden und schliesslich die Schweizer Innovationskraft in Form von Pflanzensamen in die Welt hinaustragen. Im Pavillon treffen sie zudem auf die mythische Figur des Heidi, die als Bindeglied zum Gastgeberland Japan wirkt. Auch die Pflege und die Erhaltung der Natur sind wichtige gemeinsame Anliegen, die Japan und die Schweiz verbinden. 

    Zusammenarbeit und lokale Unterstützung
    Das Thema Nachhaltigkeit wird im Schweizer Pavillon ernst genommen und mit akademischer Unterstützung sorgfältig umgesetzt. Mit Forschenden, Dozierenden und Studierenden des Kyoto Institute of Technology – insbesondere mit dem KIT Design Lab der Architektur-Fakultät – soll der soziale, ökonomische und ökologische Fussabdruck des Auftritts über die ganze Lebensdauer analysiert und verbessert werden.

  • Neuer Re-Use-Pavillon am FHNW Campus Muttenz

    Neuer Re-Use-Pavillon am FHNW Campus Muttenz

    Ganz im Sinne des Jahresthemas «Constructive Futures – Beyond Concrete» haben sich die Studierenden des dritten Jahreskurses des Bachelor-Studiengangs Architektur unter der Leitung der Professorinnen Ursula Hürzeler und Shadi Rahbaran mit der Wiederverwendung von Bauteilen auseinandergesetzt. Ausganslage dafür war die geschosshohe Holzrampe, welche als urbane Intervention im Zuge der Ausstellung «Access for All – Architektonische Infrastrukturbauten São Paulo» 2021 an der Frontfassade des Schweizerischen Architekturmuseums S AM angebracht war. Diese Rampe wurde nach Ende der Ausstellung wieder abgebaut, und die Bauteile sollten nun einem neuen Verwendungszweck zugeführt werden.

    Architekturwettbewerb für Studierende
    Hierfür wurde im Herbstsemester 2021 ein Architekturwettbewerb unter den Studierenden veranstaltet. Die Aufgabe bestand darin, einen vor Wind und Sonne geschützten Aufenthaltsort im Park zu entwerfen, zur Nutzung und freien Bespielung für Hochschule und Quartier. Das aus dem Wettbewerb hervorgegangene Gewinnerprojekt «Silvestris» wurde zur Weiterentwicklung und Umsetzung ausgewählt. In der Folge haben die Studierenden die Entwurfsidee gemeinsam weiterentwickelt und im Frühlingssemester 2022 die Details innerhalb eines fachübergreifenden Wahlpflichtfachkurs weiter vertieft. Parallel dazu erfolgte der strukturelle Entwurf, die statische Dimensionierung, die Entwicklung der Knotenanschlüsse sowie die Ausführungsplanung durch das Institut Bauingenieurwesen unter der Leitung von Prof. Dr. Simon Zweidler, Leiter des Baulabors. Dabei kam vom Konstruieren bis zur Fertigung aller Stahlknoten zukunftsweisend die digitale Fabrikation zum Einsatz: Nach der vollständigen 3D-Modellierung sind die für die Abkantung benötigten Flächen per Software berechnet worden und die abgewickelte Fläche wurde per Laser aus dem Vollblech geschnitten; die nachgelagerte dreidimensionale Abkantung erfolgte ebenfalls vollautomatisch.

    Statische Herausforderungen
    Im Verlauf dieser detaillierten Planung galt es verschiedene konstruktive und statische Herausforderungen zu meistern. Auch zeigten sich die Grenzen der Wiederverwendbarkeit von Bauteilen; in diesem konkreten Fall hatte das Altholz nicht die notwendige Festigkeit, welche für die neue Arena und die geplante intensive Nutzung und Dauer erforderlich war. Dies führte zum Entscheid, die statisch relevanten Bauteile mit dafür vorgesehenem Konstruktionsholz mit entsprechender Festigkeit auszuführen und das Altholz teilweise für sekundäre Bauteile zu verwenden. Daraus resultierte ein wertvoller Lernprozess in Hinblick auf die Komplexität und Herausforderungen der Wiederverwendung von Bauteilen. Die ursprüngliche Struktur der Rampe widerspiegelt sich jedoch nach wie vor in den Abmessungen der Elemente und der Gestalt der neuen Arena.
    Die so geschaffene Arena soll diverse Nutzungsmöglichkeiten bieten. Durch das Dach aus leichtem Gewebe entsteht ein schattiger Aufenthaltsort, welcher nicht nur der Lehre und dem Unterricht der Hochschule dienen kann, sondern auch Platz für Darbietungen gibt und auch die Anwohnenden im Quartier zur Nutzung und Mitgestaltung einlädt. Das Siegerprojekt sowie alle anderen durch die Studierenden entwickelten Projektvorschläge sind zudem in einer Ausstellung im Windfang des Campusgebäudes öffentlich ausgestellt.

  • Schweizer Pavillon erhält Auszeichnung

    Schweizer Pavillon erhält Auszeichnung

    Der Schweizer Pavillon an der Dubai Expo hat eine Goldmedaille gewonnen. Im Rahmen der World Expo Awards des Magazins „Exhibitor“ wurde er zum besten Pavillon der mittelgrossen Länderauftritte gewählt, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

    Ein zentrales Schaustück im Schweizer Pavillon ist der künstlich erzeugte Nebel. Der Effekt verändert sich für die Besuchenden laufend, sodass am Ende ein Schweizer Bergpanorama sichtbar wird. Der Nebel wurde von der Fachjury auch zum drittbesten Inszenierungselement der Expo gekürt, was Thema und Umsetzung angeht.

    Hinter dem Schweizer Nebel steht die Zürcher Szenografie-Agentur Bellprat Partner AG. Sie hat den Angaben zufolge mehr als fünf Jahre lang an der Entwicklung des Schweizer Pavillons gearbeitet. Bei der Umsetzung wurde sie auch von den Zürcher Architekten OOS und dem ebenfalls Zürcher Büro für Landschaftsarchitektur von Lorenz Eugster unterstützt. Die Partner waren dabei im Auftrag von Präsenz Schweiz tätig.

    Der Schweizer Pavillon ist nicht nur bei der Jury der World Expo Awards gut angekommen. Mit bisher insgesamt 1,5 Millionen Besuchenden gehört er zu den fünf beliebtesten Bauten an der gesamten Expo. Insgesamt zählt die Weltausstellung in Dubai bisher über 19 Millionen Besuchende. Sie läuft noch bis Ende März.

  • Tisca und Serge Ferrari statten Schweizer Pavillon aus

    Tisca und Serge Ferrari statten Schweizer Pavillon aus

    Besucher des Schweizer Pavillons auf der Expo 2020 werden über einen opulenten roten Teppich in das Gebäude geführt. Dabei handelt es sich um eine Sonderanfertigung des in der St.GallenBodenseeArea ansässigen Herstellers Tisca. Die Gäste werden somit von der Schweiz auf „Appenzeller Rasen“ willkommen geheissen, informiert das Unternehmen in einer Mitteilung. Tisca ist auf Teppiche, Rasenteppiche und Sportrasen spezialisiert. Bei dem roten Teppich, der sich über den gesamten Vorplatz des Swiss Pavilion erstreckt, handelt es sich um eine Spezialversion, die auf die hohe Nutzung bei der Expo ausgelegt wurde. Das Rot widerspiegelt nicht nur die Schweizer Flagge, es dient auch als visueller Anziehungspunkt.

    Die Serge Ferrari AG aus Eglisau ist hingegen auf Compositmaterialien spezialisiert und entwickelt unter anderem Produkte für eine textile Architektur. Für den Schweizer Pavillon, der sich an temporären Zeltbauten von Beduinen orientiert, hat das Unternehmen eine Fassadenmembran beigesteuert. Dieser laut Medienmitteilung „gigantische Vorhang aus Textilmaterial“ erstreckt sich über die Nord- und Südfassade des Pavillons. Er stellt durch das silberne Schimmern und die Raffung nicht nur einen Hingucker dar. Er zeigt auch auf, „was technische Textilien aus der Schweiz heute für die aktuelle Architektur leisten“, so das Unternehmen.

    Denn die verwendete Membran Starnisol Safe One ist von Serge Ferrari 2019 „als weltweit erste nicht-brennbare, diffusionsoffene Fassadenmembran“ lanciert worden. Laut CEO Niklaus Zemp hätten tragische Brandgeschehen gezeigt, wie verwundbar Hochhäuser sein können. Das habe das Unternehmen zum Anlass genommen, „einen Grossteil unserer Ressourcen für R&D einzusetzen, um eine Fassadenmembran zu entwickeln, die nicht nur die hohen Wetterschutz-Funktionalitäten von Stamisol Bahnen in sich trägt“. Darüber hinaus würde sie auch vor einer weiteren Brandausweitung schützen. „Das Ergebnis war ein eigens entwickeltes Glasfasergewebe mit spezieller Elastomerbeschichtung, die auch diffusionsoffen ist“, sagt Zemp.

  • ETH-Studierende schaffen innovativen Bambus-Pavillon

    ETH-Studierende schaffen innovativen Bambus-Pavillon

    Studierende im Masterstudiengang Advanced Studies in Architecture and Digital Fabrication der ETH haben einen nur 200 Kilogramm schweren und 40 Quadratmeter grossen Bambus-Pavillon geschaffen, informiert die ETH in einer Mitteilung. Für den Entwurf des innovativen Pavillons hatten seine Schöpfer dabei eigene digitale Design-Werkzeuge entwickelt. Bei der Herstellung wurde neben dem nachwachsenden Rohstoff Bambus auch wiederverwertbarer Kunststoff verwendet. Sämtliche Verbindungsstücke und Verschattungselemente entstanden im 3D-Druck.

    „Das für dieses Projekt entwickelte Bausystem zielt darauf ab, den logistischen Aufwand des Bauens zu reduzieren und gleichzeitig die Vorteile der digitalen Fertigung für eine nachhaltigere Baukultur zu nutzen“, wird Marirena Kladeftira, Doktorandin an der Professur Digitale Bautechnologien der ETH, in der Mitteilung zitiert. Die massgeschneiderten Verbindungsstücke können trotz ihrer komplizierten Geometrie und ihrer hohen Anforderungen an Toleranz wegen ihrer geringen Grösse überall auf der Welt im 3D-Druck hergestellt werden, erläutert die ETH. Die aus wiederverwertbarem Kunststoff und Lycra-Textil bestehenden Verschattungselemente lassen sich ebenfalls im 3D-Druck produzieren.

    „Diese Bauweise könnte also überall eingesetzt werden, wo Bambus vorhanden ist und kostengünstig gebaut werden soll“, schreibt die ETH. Zudem erlaube die modulare Struktur einen raschen Auf- und Abbau des Bauwerks. Der Bambus-Pavillon der Studierenden war in Zürich innert 48 Stunden aufgebaut und in der gleichen Zeitspanne auch wieder abgebaut worden.