Schlagwort: Photovoltaikzubau

  • Zubau von Photovoltaik steigt 2022 um 58 Prozent

    Zubau von Photovoltaik steigt 2022 um 58 Prozent

    Trotz Engpässen bei Fachkräften und blockierten Lieferketten wurde 2022 im Vergleich zum Vorjahr 58 Prozent mehr Photovoltaik installiert. Auf die jetzt vom Bundesamt für Energie veröffentlichten Zahlen weist Swissolar in einer Medienmitteilung hin. Demnach waren per Ende 2022 in der Schweiz Solarmodule mit einer Leistung von 4,74 Gigwatt installiert. Dies deckte im Jahresverlauf fast 7 Prozent des Schweizer Strombedarfs ab. Diese Produktion entspreche der Hälfte des Atomkraftwerks Gösgen.

    Diese Solarstrommenge müsse in den nächsten zwölf Jahren versiebenfacht werden, so der Verband: „Mit dem zurzeit vom Parlament beratenen Mantelerlass muss es gelingen, die dafür notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen.“ Das sei durchaus realistisch, auch mithilfe des Solarexpress-Gesetzes zum beschleunigten Bau alpiner Anlagen. Allein auf geeigneten Dächern und Fassaden könnten jährlich 70 Terawattstunden erzeugt werden. Das wäre das Doppelte dessen, was National- und Ständerat bis 2035 als Ziel für erneuerbare Energien ausgegeben haben.

    Auch die Nachfrage nach Batteriespeichern hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Mit der Speicherkapazität aller bisher installierten Batteriespeicher könnten den Angaben zufolge 35’000 Haushalte einen Tag lang mit Strom versorgt werden.

    Für das laufende Jahr rechnet Swissolar mit einem Photovoltaikzubau von 20 bis 30 Prozent. Dieser soll ab 1. Oktober mit den neuen Berufslehren Solarinstallateur:in EFZ und Solarmonteur:in EBA weiter Fahrt aufnehmen. „Nun“, so Swissolar-Geschäftsführer Matthias Egli, „braucht es ein klares Signal aus der Politik, dass die Solarenergie langfristige berufliche Perspektiven bietet“.

  • Sonnenenergie ist um fast 50 Prozent gewachsen

    Sonnenenergie ist um fast 50 Prozent gewachsen

    Die Statistik Sonnenenergie 2020 des Schweizerischen Fachverbands für Sonnenenergie, Swissolar, belegt, dass der Photovoltaikzubau in der Schweiz gegenüber dem Vorjahr um 48 Prozent gestiegen ist. Damit ist ein Rekordwert von 493 Megawatt erreicht. Die Leistung von nahezu 3 Gigawatt deckte 4,7 Prozent des Strombedarfs im Land.

    Laut einer Medienmitteilung von Swissolar sind die Zuwächse bei Anlagen auf Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbauten sowie bei Photovoltaik (PV)-Anlagen über 100 Kilowatt besonders hoch. Die durchschnittliche Anlage war 24,5 Kilowatt gross. Im Vorjahr waren es noch 22,5 Kilowatt. Rund 15 Prozent der PV-Anlagen auf Einfamilienhäusern werden mit einem Batteriespeicher kombiniert. Deren Verkaufszahl wuchs gegenüber dem Vorjahr um 65 Prozent.

    Weltweit wurden im vergangenen Jahr 18 Prozent mehr Gigawatt PV-Leistung installiert als im Vorjahr. Die jährliche Stromproduktion entspricht etwa der von 115 Atomkraftwerken (AKW) von der Grösse Gösgens. Sie deckte 3,7 Prozent des weltweiten Strombedarfs. Gemäss Swissolar-Statistik ist alle 20 Tage die Produktionskapazität eines AKW hinzugekommen.

    Der Verkauf von Kollektoranlagen zur Nutzung der Solarwärme ist um rund 18 Prozent gesunken. Gründe seien unter anderem in der Dominanz von Wärmepumpen im Neubau und bei Heizungssanierungen zu suchen.

    Für die Dekarbonisierung des Energiesystems und für den Ersatz von Atomkraft bedarf es laut Swissolar eines massiven Ausbaus der Solarenergie auf rund 50 Gigawatt, mit einer jährlichen Stromproduktion von 45 Terawattstunden. Dazu müsste die Schweiz jährlich etwa 1500 Megawatt zubauen. Das entspreche dem Dreifachen des jetzigen jährlichen Zubaus.

    Doch gemäss der bundesrätlichen Botschaft vom 18. Juni zum Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien solle dieser Zubau von 2023 bis 2035 lediglich bei 700 Megawatt pro Jahr liegen. Ausserdem enthalte die Gesetzesvorlage Elemente, die den weiteren Ausbau der Solarenergie gefährden.

    „Das Parlament muss hier rasch korrigieren“, fordert Swissolar. Als Wegweiser könne der Beschluss des österreichischen Parlaments dienen, bis 2030 eine hundertprozentig erneuerbare Stromversorgung zu erreichen. Ausserdem sei „auf unverantwortliche und den Volkswillen missachtende Bestrebungen zur Verlängerung der AKW-Laufzeiten zu verzichten“. Nach dem knappen Nein zum CO2-Gesetz sei es nun an den Kantonen, den Ausstieg aus Öl und Gas in Gebäuden zu betreiben.