Schlagwort: Pilotprojekt

  • Köniz testet Stromversorgung mit 100 Prozent erneuerbarer Energie

    Köniz testet Stromversorgung mit 100 Prozent erneuerbarer Energie

    Der Berner Energieversorger BKW testet neue Lösungen zur Stromversorgung aus erneuerbaren Energien. Ein über drei Jahre laufendes Pilotprojekt soll dabei Echtzeitdaten über den Strombedarf und -verbrauch im Ortsteil Mittelhäusern der Gemeinde Köniz liefern, heisst es in einer Mitteilung.

    Die Wahl des Testgebiets ging aus einer Machbarkeitsstudie hervor, die die Gemeinde Köniz veranlasst hatte. Der Test liegt dabei seinen Fokus auf die Stromversorgung der 950 Einwohnenden der Gemeinde. In dem zusammenhängenden Versorgungsgebiet soll die Stromversorgung durch erneuerbare Energien realisiert werden. Nach der Testphase haben alle Energiekundinnen und -kunden die Möglichkeit, 100 Prozent erneuerbare Energie zu beziehen, die ökologischer und günstiger ist als bisher, heisst es in der Mitteilung.

    Mittelhäusern könnte die erste Schweizer Ortschaft werden, die ihren gesamten Energiebedarf, also Strom, Wärme, Mobilität und Prozesse, aus erneuerbaren Quellen deckt, so die BKW. Für die Bereiche Wärme und Mobilität ist jedoch noch ein eigenes Folgeprojekt geplant.

    Zentrales Ziel der Studie ist, BKW Power Grid im praktischen Experiment mit Daten und Erfahrungen mit Echtzeit-Sensorik und -Aktorik zu versorgen. Dabei soll allzeit eine stabile und effiziente Stromversorgung gewährleistet sein. Im Effekt soll das Verständnis für ein intelligentes elektrisches Gesamtsystem (Smart Grid) verbessert werden.

  • Basel testet CO2-freien Betrieb von Baustellen

    Basel testet CO2-freien Betrieb von Baustellen

    Auf der Basis eines Pilotversuchs analysiert das Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt Möglichkeiten für die Elektrifizierung von Baustellen. In Kooperation mit der Hochschule Luzern, dem Planungsbüro EcoForce GmbH aus Schötz LU und Partnern wird an Grundlagen für den künftigen Einsatz von E-Baumaschinen gearbeitet, heisst es in einer gemeinsamen Medienmitteilung.

    In einem ersten Schritt wird seit Ende August und bis voraussichtlich Ende Oktober 2025 eine oberirdische Müllsammelstelle für Glas, Weissblech, Aluminium und Batterien im Spalenring durch eine unterirdische in der Hegenheimerstrasse ersetzt. Befinden sich Sammelcontainer unter der Erdoberfläche, seien sie „benutzer- und behindertenfreundlicher, verursachen weniger Lärm, fügen sich besser ins Stadtbild ein und müssen dank grösserem Fassungsvermögen seltener geleert werden“.

    Als Testumgebung dient den Angaben zufolge der Bau einer Wertstoffsammelstelle mit E-Baumaschinen. „Vom Bagger über den Radlader bis zum Dumper“ laufen die Maschinen rein elektrisch. Damit will das Bau- und Verkehrsdepartement Erkenntnisse über die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für die Elektrifizierung von künftigen Tiefbauprojekten gewinnen.

    Um einen Vergleich mit herkömmlichen Baustellen zu ziehen, wird eine zweite unterirdische Wertstoffsammelstelle am St. Johann-Platz mit Dieselmaschinen errichtet. Von Interesse seien dabei der CO2-Ausstoss, Strombedarf und Lärmverursachung sowie Bedingungen an die Infrastruktur. Schritt zwei sehe vor, zusammen mit regionalen Baumeistern ein Konzept für notwendige Anpassungen bei der Umstellung auf Elektrobetrieb zu erstellen. Ab 2037 soll laut kantonaler Klimaschutzstrategie der Betrieb von Baustellen im Kanton Basel-Stadt CO2-neutral sein.

  • Wohnraum effizienter nutzen durch innovative Zusammenarbeit

    Wohnraum effizienter nutzen durch innovative Zusammenarbeit

    (CONNECT) Forschende der OST – Ostschweizer Fachhochschule wollen die Nutzung von Wohnraum über bessere Zusammenarbeit optimieren. Ihr Projekt WOGE – Wohnzukunft gestalten unterstützt Menschen, die ihren Wohnraum verkleinern wollen durch lokale Angebote für einen Umzug, einen Umbau oder bei der Suche nach neuen Mitbewohnenden, erläutert die OST in einer Mitteilung. Für WOGE arbeiten die Forschenden der OST mit dem Raumentwicklungsbüro Planteam S (plan:team) aus Luzern zusammen. Das Projekt wird zudem durch die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung (Innosuisse) und das Bundesamt für Wohnungswesen unterstützt.

    WOGE soll als Pilotprojekt in Aarau, Köniz BE und St.Gallen umgesetzt werden. Der Auftakt wird dabei im nächsten Jahr im Aargauer Kantonshauptort gemacht. Anschliessend sollen die Ergebnisse aus Aarau in der Berner Gemeinde Köniz und St.Gallen evaluiert und optimiert werden. Plan:team will die aus den Pilotgemeinden gewonnenen Erfahrungen im Rahmen seiner Beratungstätigkeit auch anderen Gemeinden anbieten.

  • Automatisierter öffentlicher Verkehr startet im Furttal

    Automatisierter öffentlicher Verkehr startet im Furttal

    Der Kanton Zürich und die SBB haben gemeinsam ein Pilotprojekt initiiert, das automatisierte Fahrzeuge als Ergänzung zum bestehenden öffentlichen Verkehr einsetzt. Im Fokus steht die Erprobung automatisierter Mobilitätslösungen, die insbesondere in ländlichen Gebieten flexibel und kosteneffizient den Zugang zu S-Bahn-Haltestellen verbessern sollen.

    Pilotregion Furttal
    Das Furttal wurde aufgrund seiner idealen Siedlungsstruktur und des bestehenden ÖV-Netzes als Pilotregion ausgewählt. Die Bevölkerung soll von einem erweiterten Mobilitätsangebot profitieren, das in einem späteren Stadium Kleinbusse im Linienbetrieb oder On-Demand umfasst. Ziel ist es, praktische Erkenntnisse für künftige Geschäftsmodelle und Rahmenbedingungen zu gewinnen.

    Sicherheit und Innovation im Fokus
    Die automatisierten Fahrzeuge, die ab Frühling 2025 getestet werden, sind mit Sensoren ausgestattet und werden zentral überwacht. Sicherheit hat oberste Priorität: In der Testphase werden Sicherheitsfahrer die Fahrzeuge begleiten, bevor die Steuerung vollständig automatisiert wird.

    Nächste Schritte und Finanzierung
    In den kommenden Monaten wird die Technologie abschliessend kalibriert, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. Die Bevölkerung des Furttals wird aktiv in das Projekt eingebunden und kann an einer Informationsveranstaltung im Januar erste Einblicke erhalten. Das Projekt wird vom Kanton Zürich mit 3,8 Millionen Franken und der SBB mit 5 Millionen Franken über fünf Jahre finanziert. Das Pilotprojekt ist ein wichtiger Schritt in Richtung eines innovativen und nachhaltigen öffentlichen Verkehrs. Mit dem Fokus auf ländliche Regionen und neuen Mobilitätsformen setzt es Massstäbe für die Zukunft des ÖV in der Schweiz.

  • Solarenergie auf Schienen: neues Konzept

    Solarenergie auf Schienen: neues Konzept

    Sun-Ways will Gleisanlagen in Solarkraftwerke verwandeln. Dabei sollen Solarmodule so zwischen Gleisen verlegt werden, dass sie leicht wieder entfernt werden können, etwa für Gleisreparaturen. Nun hat das Bundesamt für Verkehr grünes Licht für das erste Pilotprojekt gegeben, wie das 2023 gegründete Start-up aus Ecublens mitteilt.

    Sun-Ways kann nun ab Frühjahr 2025 seine Anlagen auf einem Gleisstück von 100 Metern Länge in der Nähe des Bahnhofes von Buttes testen. Die 48 Solarmodule werden von Scheuchzer verlegt, einem Gleisbauer und Hersteller von Gleisbauanlagen mit Sitz in Bussigny VD.

    Die Installation und der Anschluss ans Netz werden von Viteos, einem Anbieter erneuerbarer Energien mit Sitz in Neuenburg, und DG Rail übernommen, einem Spezialisten für die Stromversorgung der Bahn. Die Anlage soll auf einer Fläche von 100 Quadratmetern bis zu 16‘000 Kilowattstunden pro Jahr erzeugen können. Die Partner des Pilotprojekts tragen die Kosten von 585‘000 Franken.

    Die Solaranlagen von Sun-Ways können dank einer Spezialentwicklung von Scheuchzer sowohl manuell als auch automatisiert auf dem Gleisbett zwischen den Gleisen verlegt und leicht wieder entfernt werden. Die Maschine von Scheuchzer kann inzwischen bis zu 1000 Quadratmeter Solarmodule am Tag verlegen. Sun-Ways rechnet allein in der Schweiz mit ihren 5000 Kilometern Gleisanlagen mit einem Potential von 1 Terawattstunde Strom im Jahr, genug für die Versorgung von 300‘000 Haushalten.

    Die Stadt Aigle VD hat bereits eine weitere Anlage genehmigt, die auf Privatgleisen auf einer Länge von 1500 Kilometern errichtet werden soll. Sun-Ways ist zudem bereits in Gesprächen mit den französischen Staatsbahnen SNCF, mit Partnern in Spanien, Rumänien und Südkorea über weitere Pilotprojekte.

  • Stillgelegte Bohrung in Trüllikon: Potenzial für CO2-Speicherung wird geprüft

    Stillgelegte Bohrung in Trüllikon: Potenzial für CO2-Speicherung wird geprüft

    Die stillgelegte Tiefenbohrung Trüllikon-1 geht laut einer Mitteilung des Bundesamtes für Energie (BFE) von der Nagra an swisstopo über. Das Bundesamt für Landestopographie will dort das Potenzial und die Herausforderungen einer Einspeisung von CO2 in den Untergrund untersuchen.

    Das Bohrloch war von der Nagra im Rahmen der Suche nach einem geeigneten Endlager für radioaktive Abfälle angelegt worden. Gemäss einer Untersuchung, die swisstopo 2023 gemeinsam mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und der Universität Bern durchgeführt hat, ist es in sehr gutem Zustand und für die sichere Durchführung eines CO2-Einspeisetests geeignet.

    Der Einspeisetest könnte im Rahmen eines Pilotprojekts von 2025 bis höchstens 2030 dauern. Laut dem BFE ist es aber noch offen, ob der Test durchgeführt wird. Das swisstopo stehe aber bereits mit dem Gemeinderat von Trüllikon und der Grundeigentümerschaft in Kontakt, heisst es in der Mitteilung. Das allfällige Pilotprojekt stelle zudem keine Vorentscheidung dar, ob in der Schweiz überhaupt CO2 im Untergrund gespeichert werden soll.

  • Pilotprojekt misst Potenzial von CO2 in Recyclingbeton

    Pilotprojekt misst Potenzial von CO2 in Recyclingbeton

    Ein Pilotprojekt unter Führung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) hat in Zusammenarbeit mit Fachleuten der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), des Wasserforschungsinstituts des ETH-Bereichs (Eawag), des Paul Scherrer Instituts (PSI) sowie der Firmen Kästli Bau aus Rubigen BE und neustark aus Bern und 18 weiteren Partnern gezeigt, dass bei mit CO2 begastem Betonabbruchgranulat rund 15 Prozent des Treibhausgases eingespart werden können, die bei seiner Herstellung erzeugt wurden.

    Insgesamt 10 Prozent davon erreichen die neuartigen Baustoffe, die mit karbonatisierten Beton-Granulaten angereichert wurden. Weitere 5 bis 7 Prozent können erzielt werden, weil das mit CO2 angereicherte Betongranulat die Zementverbindungen im Recyclingbeton fester macht als Normalbeton. Das haben aufwändige Messungen ergeben, die unter anderem durch Andreas Leemann von der Empa-Abteilung Concrete & Asphalt ausgeführt wurden: „Eine reaktive Phase also, die neu im Granulat entsteht und im Recyclingbeton eine höhere Festigkeit erzeugt. Das hat uns schon überrascht“, wird er in einer Medienmitteilung zitiert.

    Weiteres Potenzial zeigte auch die CO2-Behandlung des sogenannten Recyclingwassers aus Wasser, Zement und Sand, das bei der Reinigung von Betonfahrzeugen und Mischanlagen anfällt. Ein Kilogramm davon konnte die beachtliche Menge von 120 Gramm CO2-Gas binden. Lebenszyklus-Analysen haben resümiert, dass das karbonatisierte Material im Vergleich zu Beton mit herkömmlichem Zement und ohne Recyclingmaterial den Treibhauseffekt netto um rund 13 Prozent reduzieren kann. Bei Beton mit Recyclingmaterial liegt der Effekt noch bei 9 Prozent.

    Die Projektverantwortlichen stellen die Forschungsergebnisse beim sogenannten Closing-Event öffentlich vor. Er findet am 6. Dezember im Audi Max der ETH statt.

  • Urbane Dörfer lädt zur Eröffnung nach Melchenbühl ein  

    Urbane Dörfer lädt zur Eröffnung nach Melchenbühl ein  

    Die Genossenschaft Urbane Dörfer mit Sitz in Bern lädt am Samstag, 26. August, ab 17 Uhr zur Eröffnungsfeier des Projekts Melchenbühl nach Muri-Gümligen ein. Dort, direkt bei der Tramhaltestelle Melchenbühl in Gümligen, eröffnet die Genossenschaft einen vielfältigen Begegnungsort. Es ist das zweite Pilotprojekt von Urbane Dörfer neben dem Urbanen Dorf Webergut in Zollikofen BE. Laut einem zu diesem Anlass herausgegebenen Flyer mit Einladung wird am 26. August zunächst ein Kreativort mit Kaffee und Bar, Coworking und Atelier eröffnet. Langfristig sollen 60 Wohneinheiten entstehen.

    Am 1. März 2023 hat Urbane Dörfer das Areal übernommen. Die ungenutzte Wiesenfläche, ein zweistöckiges Werkstatt- und Bürogebäude mit Innenhof und ein Zeithorizont von zwei bis drei Jahren schaffen Raum für Ideen aus der Bevölkerung, das Testen von zukünftigen Nutzungen des Urbanen Dorfes und für einen Begegnungsort, heisst es auf der Internetseite zum Projekt.

    Am neuen Kreativort wird es Benela’s Kaffee und Bar im Erdgeschoss geben. Im Obergeschoss sollen Atelier und Coworking Space einen schöpferischen Nährboden für Kreativschaffende und Selbstständige schaffen. Die Kreativwerkstatt diene als Workshop-Raum für kreative Projekte.

    Zur Zukunft des Pilotprojekts heisst es, langfristig entstehe auf dem Areal ein vielfältiger Wohn-, Arbeits- und Kreativort und eine Basis für gelebte Nachbarschaft. Geplant sind 60 Wohneinheiten, gemeinschaftlich genutzte Flächen und öffentliche Gewerbeflächen. Das partizipative Wohnprojekt sei „eine Keimzelle für ein nachhaltiges urbanes Leben“.

    Dann folgt noch der Hinweis, dass der Anlass bei jedem Wetter stattfinde und eine Anmeldung nicht erforderlich sei.

  • Migros investiert einstellige Millionensumme in Solar-Start-up Rayo

    Migros investiert einstellige Millionensumme in Solar-Start-up Rayo

    Die Migros mit Sitz in Zürich investiert in das Zürcher Start-up Rayo. Dazu lässt die Detailhandelsgruppe via Sparrow Ventures, eine Tochtergesellschaft der Migros und Wachstumskapitalgeberin, sowie die Migrol AG, ebenfalls Teil der Migros-Gruppe, Kapital im einstelligen Millionenbereich in das Start-up fliessen, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

    Rayo will Solarenergie zugänglicher machen, indem es Solaranlagen im Abo-Modell vermietet. Dadurch haben Eigentümer keine Anschaffungskosten. Stattdessen bezahle ein Eigentümer „einen monatlichen Fixbetrag auf 20 Jahre für seine individuelle Solarlösung“. Im Preis sind die Photovoltaikanlage sowie sämtliche Services von Abklärungen, Planung, Installation, Wartung und Reparaturen über Versicherung bis hin zu einer Smart-Home-App enthalten.

    Das Interesse an nachhaltigen, individuellen Solarlösungen sowie Energieautarkie ist zwar vorhanden. Dennoch verfügt den Angaben zufolge nur rund jedes zehnte Einfamilienhaus in der Schweiz über Solarpanels auf dem Dach. Das ist im europäischen Vergleich wenig. Grund für die Zurückhaltung bei Solaranlagen auf dem eigenen Haus sind die Initialkosten und der administrative Aufwand, glaubt laut Medienmitteilung Lorenz Lüchinger, CEO von Sparrow Ventures.

    Genau diese Lücke will Rayo schliessen „und eine Solarlösung bieten, mit der die Schweizer Bevölkerung ihre Stromkosten reduzieren und gleichzeitig den ökologischen Fussabdruck verbessern“ könne, wird Andreas Flütsch, CEO von Migrol, zitiert.

    Abonnenten von Rayo können zu ihrem Solarpaket ausserdem einen Batteriespeicher für überschüssigen Solarstrom dazubuchen. Auch Ladestationen für Elektrofahrzeuge stellt Rayo zur Verfügung und nutzt dafür Synergien mit Migrol und der Migros-Gruppe. Migrol mit Sitz in Adliswil ZH betreibt unter anderem Tankstellen, Ladestationen und Autowerkstätten.

  • AEW investiert in die Energienetzstabilität

    AEW investiert in die Energienetzstabilität

    Die AEW Energie AG hat gemeinsam mit Hitachi Energy ein Batteriespeicherprojekt auf den Weg gebracht. Im Oktober 2023 soll der Speicher auf dem AEW-Gelände in Baden-Dättwil AG in Betrieb gehen.

    Das Pilotprojekt ist vorgesehen für den Aufbau einer soliden Energieversorgung und soll Aufschluss geben über Energiesysteme der Zukunft. Das geht aus einer Medienmitteilung hervor. Demnach haben sich die Unternehmen mit Studierenden der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Windisch AG zusammengeschlossen. Im Rahmen eines Studierendenprojekts sei das Betriebskonzept für das Batterie-Energiespeichersystem (BESS) entstanden. Ziel seien intelligente Batteriespeicher und innovative Analyse-, Software- und Digitalfunktionen zur Deckung der Spitzenlast, heisst es. Eingesetzt wird der Speicher vorwiegend bei ausgeprägt hoher Nachfrage, etwa zur Mittagszeit.

    Die Energiedienstleisterin AEW reagiert damit auf den zunehmend dezentral organisierten Ausbau der nachhaltigen Energieversorgung. Bei der Entwicklung hin zu einem Energiemix muss der regenerativ erzeugte Strom auf Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen, Speicher und Elektromobilität verteilt werden. Der Speicher soll demnach zugleich den Wissensstand zum Betrieb von Batterietechnologien, zu Netzstabilität und Alterungsverhalten steigern.

    Hitachi stellt das Batteriesystem zur Verfügung. Es liefere 10 Megawattstunden an nutzbarer Kapazität und eine Leistung von 5,5 Megawatt. Mit einer komplett geladenen Batterie lasse sich der jährliche Energieverbrauch von zwei Vierpersonenhaushalte decken oder eine 11’000-Einwohnergemeinde für rund 45 bis 60 Minuten mit Strom versorgen. Laden lasse sich der Speicher in weniger als zwei Stunden.

  • Neue Paketlogistik soll Städte entlasten

    Neue Paketlogistik soll Städte entlasten

    Ein neues Pilotprojekt der Schweizer Innovationsagentur Innosuisse testet in Zürich ein alternatives Verteilsystem für Paketsendungen. Es soll den Lieferverkehr in Städten reduzieren. Eine Medienmitteilung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zitiert das Bundesamt für Raumentwicklung, wonach das Paketaufkommen durch den wachsenden Online-Handel bis 2040 um 75 Prozent steigen und der Güterverkehr in der Folge um 37 Prozent zunehmen werde.

    Das ZHAW-Institut für Nachhaltige Entwicklung in Winterthur leitet dieses Projekt. Daran beteiligt sind Unternehmen wie H&M, Zalando und Ikea. Projektpartner sind neben der Stadt Zürich auch die Schweizerische Post, DPD und Cargo Sous Terrain. Die angestrebte Lösung sieht ein Zusammenspiel dreier Verteilzentren, sogenannter Hubs, vor. Das Projekt will Städten auch Bewertungskriterien zur Verfügung stellen, mittels derer sie geeignete Standorte finden können.

    „Heute fährt jeder Lastwagen einmal durch die Stadt und verteilt die Ware. Mit einem Hub in der Stadtmitte, von dem aus die Feinverteilung stattfindet, kann man viel besser bündeln“, wird Maike Scherrer von der ZHAW zitiert. Ein digitales Rückgrat auf Basis von künstlicher Intelligenz soll die Sendungszuteilung auf unterschiedlichen Transportmitteln so organisieren, dass möglichst wenige Transportkilometer gefahren werden. Freie Transportkapazitäten können online versteigert werden. Wichtig sei, dass die Distanz zur Wohnadresse kurz ist, damit die Paketempfänger möglichst zu Fuss zum Microhub gehen können.

  • Intelligente Städte arbeiten zusammen

    Intelligente Städte arbeiten zusammen

    Basel, Bern, Lugano, Luzern, St.Gallen, Winterthur und Zürich arbeiten bereits gemeinsam an der nächsten Landesausstellung, „NEXPO – die neue Expo“. Nun wollen sie in diesem Rahmen auch gemeinsam Modelle für eine künftige Zusammenarbeit von intelligenten Städten entwickeln, wie aus einer Medienmitteilung des Kantons Basel-Stadt hervorgeht. Dessen Kantons- und Stadtentwicklung im Präsidialdepartement übernimmt die Federführung bei einem ersten Pilotprojekt der Initiative.

    Mit „Smart Inter-City – unser gemeinsamer Weg in die Zukunft“ möchten die Beteiligten nicht nur Modelle einer Kooperation von sogenannten Smart Cities entwickeln, sondern diese auch implementieren. Durch die Vernetzung der sieben Städte sollen bestehende Synergien genutzt werden. Das Projekt steht zudem für Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bevölkerung offen.

    Das Pilotprojekt soll an den jeweiligen Innovationsstandorten der beteiligten Städte vorangetrieben werden. In Basel zählt dazu beispielsweise das Smart City Lab Basel, welches vom Kanton und der SBB lanciert wurde.

  • Kanton Zürich und SBB planen Velo- und Busprojekte gemeinsam

    Kanton Zürich und SBB planen Velo- und Busprojekte gemeinsam

    Der Kanton Zürich will bei anstehenden Projekten enger mit der SBB zusammenarbeiten. Damit wollen beide Partner laut einer kantonalen Medienmitteilung Synergien nutzen und Kosten sparen. Für den Kanton Zürich habe sich gezeigt, dass es sinnvoll ist, die drei kantonalen Vorhaben zum Ausbau des Velo- und Busnetzes ins Grossprojekt Brüttenertunnel zu integrieren und gemeinsam mit der SBB an diesen Projekten zu arbeiten.

    „Das Projekt Brüttenertunnel bietet die Chance, in der Region Glattal Hand in Hand das bis dato umfangreichste Veloprojekt im Kanton Zürich zu realisieren und den öffentlichen Verkehr auszubauen“, wird Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh in der Mitteilung zitiert. Gemäss Gesamtverkehrskonzept des Kantons Zürich soll der Anteil des Veloverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen bis 2030 kontinuierlich auf 8 Prozent erhöht werden.

    Deshalb hat der Regierungsrat beim Kantonsrat einen Objektkredit in Höhe von 73,1 Millionen Franken beantragt. Damit soll das Pilotprojekt einer Veloschnellroute von Zürich-Oerlikon über Wallisellen und Dübendorf ins Zürcher Oberland „hindernisfrei, zusammenhängend, sicher und komfortabel“ realisiert werden.

    Als Zubringer zu dieser Veloschnellroute ist eine Velohauptverbindung vom Quartier Im Lampitzäckern in Dietlikon entlang der SBB-Strecke in Richtung Baltenswil eine Velohauptverbindung gedacht. Auch sie ist Bestandteil dieses Synergieprojekts. Mit der Umgestaltung der Bahnhofstrasse soll die Velostrecke in Dietlikon und Wangen-Brüttisellen durchgehend zur Hauptverbindung ausgebaut und die Netzlücke Richtung Baltenswil geschlossen werden.

    Schliesslich wird im Zuge der Bauarbeiten am Brüttenertunnel die Unterführung Baltensilerstrasse in Bassersdorf aufgehoben. Als Ergänzung plant der Kanton eine Busspur, um den Busbetrieb von Baltenswil zum Bahnhof Bassersdorf bevorzugen zu können.

    Das Plangenehmigungsverfahren für den Brüttenertunnel und die drei Begleitprojekte läuft von 2023 bis 2025. Die Begleitprojekte werden der Öffentlichkeit vor der frühestens für Ende 2034 geplanten Inbetriebnahme des Tunnels etappenweise übergeben.

  • Implenia gewinnt Hochbauprojekte in Deutschland

    Implenia gewinnt Hochbauprojekte in Deutschland

    Der Baudienstleister Implenia hat in Deutschland neue Hochbauaufträge erhalten. Der Auftragswert beläuft sich laut einer Medienmitteilung auf rund 108 Millionen Franken.

    In einem Gewerbegebiet in Bochum-Laer wird Implenia für die Landmarken AG drei Gebäude mit einer Fläche von rund 25’000 Quadratmetern erstellen. Der Baubeginn ist für diesen Herbst geplant.

    Als europäisches Pilotprojekt ist der Neubau einer innovativen Sport- und Freizeitanlage auf einer Industriebrache im Ruhrgebiet gedacht, „die in Kontinentaleuropa so erstmals errichtet wird“. Als Vorbild dienen die weltweit bereits existierenden 60 Anlagen dieser Art. Sie sollen eine Mischung aus Unterhaltung, Sport, Musik, Gastronomie und Veranstaltungen bieten. Weitere Anlagen sollen folgen, heisst es in der Mitteilung. Baustart ist im Oktober, die Übergabe ist für Februar 2022 geplant.

    Für die Beauftragung beider Projekte seien vorgeschaltete exklusive Partnerschaftsphasen entscheidend gewesen. Dabei habe Implenia mit den Kunden und ihren Planungsteams wirtschaftliche und technische Optimierungsvorschläge für das Projekt erarbeitet. „Das Ergebnis ist Kosten- und Terminsicherheit für den Bauherrn sowie auch für Implenia.“

    Zusätzlich zu diesen beiden Projekten im Ruhrgebiet wird Implenia eine Wohnanlage in Mannheim-Waldhof bauen und in München nahe des Bahnhofs den erweiterten Rohbau „für eine bekannte Hotelkette“ erstellen.