Schlagwort: Pistenverlängerung

  • Zürcher Kantonsparlament stimmt Pistenverlängerung zu

    Zürcher Kantonsparlament stimmt Pistenverlängerung zu

    Die Flughafen Zürich AG will die Piste 28 um 400 Meter nach Westen und die Piste 32 um 280 Meter nach Norden verlängern. Mit dem Projekt will der Flughafen die Schlussfolgerungen aus der Sicherheitsüberprüfung Flughafen Zürich (SÜFZ) des Bundesamtes für Zivilluftfahrt von 2012 umsetzen. Die Verlängerung der Pisten soll die Stabilität des Flugverkehrs bei allen Wetterlagen und für alle Flugzeugtypen erhöhen.

    Der Kantonsrat Zürich hat der Verlängerung laut einer Mitteilung am 28. August mit einer knappen Mehrheit von 87 zu 83 Stimmen bei zwei Enthaltungen zugestimmt. Die SVP, FDP, Mitte und EVP stimmten der Vorlage zu, die übrigen Parteien lehnten sie ab.

    Der Flughafen Zürich nimmt die Entscheidung erfreut zur Kenntnis, wie er in einer Mitteilung schreibt. Die längeren Pisten würden die Bremswege verlängern und die Kreuzungspunkte am Boden und in der Luft verringern. Ein stabilerer Betrieb würde die Zahl der Verspätungen ebenso verringern wie die der Fluglärmbetroffenen. „Es gibt keine alternativen Massnahmen im Flugbetrieb, die dieselben Verbesserungen punkto Sicherheit und Reduktion von Verspätungen mit sich bringen“, heisst es in der Mitteilung. Die Zahl der Flugbewegungen dagegen bliebe gleich.

    Auch die Zürcher Handelskammer (ZHK) begrüsst die Entscheidung des Kantonsrates. „Der Flughafen Zürich ist für den Grossraum Zürich und für das ganze Land von hoher volkswirtschaftlicher Bedeutung“, schreibt sie in einer Mitteilung. „Um die internationale Vernetzung Zürichs mit der Welt langfristig zu gewährleisten, muss sich der Flughafen den veränderten Verhältnissen anpassen können.“ ZHK-Direktorin Regine Sauter hatte sich bereits im Vorfeld für eine Zustimmung des kantonalen Parlaments stark gemacht. „Die Pistenverlängerungen bringen mehrfache Vorteile: Die Anwohnerinnen und Anwohner profitieren von mehr Nachtruhe, und der Standort Zürich kann langfristig auf einen pünktlichen Flughafen und eine verlässliche Anbindung an die Welt zählen“, wird sie nun in der ZHK-Mitteilung zitiert.

    Die Entscheidung des Kantonsrats unterliegt dem fakultativen Referendum, das Stimmvolk dürfte daher das letzte Wort haben. Erst danach kann der Flughafen ein Plangenehmigungsgesuch beim Bund einreichen.

  • Kommission des Kantonsrats stimmt Verlängerung der Flughafenpisten zu

    Kommission des Kantonsrats stimmt Verlängerung der Flughafenpisten zu

    Die Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt des Kantonsrats Zürich spricht sich mit acht zu sieben Stimmen für die geplante Verlängerung der Pisten 28 und 32 am Flughafen Zürich aus, informiert der Kantonsrat Zürich in einer Mitteilung. Nach Ansicht der acht Kommissionsmitglieder aus SVP, FDP, Mitte und EVP wird eine Verlängerung der beiden Pisten ausschliesslich zur Konsolidierung des Flugbetriebs in den Spitzenzeiten und bei schlechten Wetterbedingungen führen. In der Mitteilung wird hier unter anderem grössere Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit angeführt.

    Die Minderheit aus SP, GLP und Grüne fürchtet dagegen, dass eine Verlängerung der Pisten auch für einen Ausbau der Kapazitäten am Flughafen Zürich genutzt wird. Sie lehnen jedoch jegliches Wachstum am Flughafen „aufgrund der drängenden Klimaprobleme“ ab, heisst es in der Mitteilung.

    Der Flughafen nimmt die Entscheidung „erfreut zur Kenntnis“, wie er in einer Mitteilung schreibt. Die Verlängerung der Pisten sei eine wichtige Massnahme, um die Sicherheitsmarge zu erhöhen und den Betrieb zu stabilisieren. Sie führten nicht zu einer Erhöhung der Kapazität. Es bestehe kein Zusammenhang zwischen der Länge der Pisten und der Zahl der landenden und startenden Flugzeuge.

    Auch die Zürcher Handelskammer (ZHK) begrüsst den Kommissionsentscheid. Das bestehende System habe sich als „zu wenig stabil“ erwiesen. Vermehrte Verspätungen gefährdeten „die Funktion des Flughafens Zürich als einziges interkontinentales Luftverkehrsdrehkreuz der Schweiz“, schreibt die ZHK in einem Kommentar. „Die bereits vom Bund geforderten Pistenverlängerungen ermöglichen es dem Flughafen, bei allen Wetterlagen zuverlässig und stabil zu funktionieren.“

    Im nächsten Schritt muss der Kantonsrat entscheiden. Das Vorhaben untersteht dem fakultativen Referendum.