Schlagwort: Planung

  • HSLU erarbeitet Empfehlungen für nachhaltige Hochhäuser

    HSLU erarbeitet Empfehlungen für nachhaltige Hochhäuser

    Forschende verschiedener Fachbereiche der HSLU haben sich mit der Frage auseinandergesetzt, wie sich ein Hochhaus sozial nachhaltig gestalten lässt, informiert die HSLU in einer Mitteilung. Dazu wurden architektonische, soziale und wirtschaftliche Aspekte untersucht. Aus ihren Erkenntnissen haben die Forschenden Planungs- und Handlungsempfehlungen abgeleitet. Das interdisziplinäre Hochschulprojekt wurde von der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung, Innosuisse, gefördert.

    Ein nachhaltiges Hochhaus biete „sowohl eine hohe individuelle als auch kollektive Lebensqualität und hat das gemeinschaftliche Zusammenleben heute und für künftige Generationen im Blick“, wird Projektinitiator Alex Willener in der Mitteilung zitiert. Um diese Anforderungen zu erfüllen, müsse das Gebäude sowohl seinen Bewohnenden als auch den Menschen in seinem Umfeld von Nutzen sein, den sozialen Zusammenhalt fördern und dazu noch wirtschaftlich tragbar sein, schreibt die HSLU.

    In einem Hochhaus leben Menschen mit unterschiedlichen Lebensstilen und Erwartungen unter einem Dach. Die Forschenden raten dazu, das Zusammenleben dieser Unterschiede bereits bei der Planung zu berücksichtigen und im fertiggestellten Gebäude zu fördern. Damit ein Hochhaus auch in der Umgebung akzeptiert wird, solle es dem ganzen Quartier etwas bieten. Als Beispiele werden in der Mitteilung Arztpraxen, Kinderkrippen oder ein Quartiertreffpunkt genannt. Um das Hochhaus an sich verändernde Bedürfnisse anpassen zu können, empfehlen die Forschenden bereits beim Bau darauf zu achten, dass Räume mit wenig Aufwand zusammengelegt oder neu unterteilt werden können. hs

  • Grundsteinlegung auf dem Campus JED

    Grundsteinlegung auf dem Campus JED

    Seit 2018 wird der ehemalige Standort einer industriellen Grossdruckerei zu einem modernen Arbeitsort und Lebensraum mit vielfältigen und flexiblen Nutzungsarten

    transformiert. Dazu Urs Baumann, CIO Swiss Prime Site Immobilien: «Die Revitalisierung und die mit dem Umbau der Bestandsbauten eingeleitete Umnutzung hat das Areal zu einem Think- und Work-Tank für Business, Industrie und Gewerbe gemacht. Der erfreulich hohe Erstvermietungsstand beweist, dass grosse sowie miteinander interagierende Flächen sehr nachgefragt sind. Der Neubau ergänzt das bestehende Ensemble mit Labor- und Büroflächen perfekt.» Stefano Kunz, Stadtrat von Schlieren fügt an: «Swiss Prime Site hat es erfolgreich geschafft, dem ehemaligen in sich geschlossenen NZZ-Areal, durch neue Wege sowie die offene und grosszügige Architektur neues Leben und Flair zu verleihen.» Der Neubau, welcher auf einer Landreserve des Areals entsteht, richtet sich mit fünf Stockwerken, einer vermietbaren Fläche von über 14 000 m2 und seiner einzigartigen Aussenerscheinung insbesondere an Mieter mit Bedarf für grosse, zusammenhängende sowie anpassungsfähige Flächen. Der Projektplan sieht vor, dass ab Mitte 2024 die ersten Mieter das Gebäude beziehen werden.

    «Space as a Service» im attraktiven Life Science Hub Schlieren
    Der Campus JED bildet ein Zentrum für Know-how-Transfer, Innovation sowie  Entrepreneurship und vereint Unternehmen aus verschiedensten Branchen und Grössen. Zu den bereits etablierten Ankermietern Zühlke und Halter in den bestehenden Gebäuden werden sich im Neubau mit Superlab Suisse und FlexOffice zwei weitere hinzugesellen und für eine zusätzliche Stärkung des Ökosystems sorgen. Entsprechend ihren Geschäftsmodellen werden sie Flächen als Dienstleistung an verschiedene Start-ups und Unternehmen als «Space as a Service» anbieten. Dabei fokussiert Superlab Suisse auf Jungunternehmen aus dem Bereich Life Science und bietet ihnen voll ausgerüstete Labors mit flexibel skalierbaren Services an. Nach Lausanne sowie 2023 in Basel, wird in Schlieren ab 2024 der dritte von Superlab Suisse betriebene Standort eröffnet werden. FlexOffice bietet bereits in mehreren Schweizer Städten erfolgreich voll ausgerüstete Büroflächen für KMU’s und plant nun auf dem Campus JED einen weiteren Standort. «Mit Superlab Suisse und FlexOffice verfügen wir bereits im Zeitpunkt der Grundsteinlegung über zwei erfolgreiche Ankermieter, welche hervorragend in das bestehende Gefüge des Areals und angrenzenden Clusters passen. Zusammen mit dem benachbarten Wagi-Areal stärken wird den Wirtschafts-Cluster und die Infrastruktur für Unternehmen im Bereich Life Science und darüber hinaus weiter», schliesst Urs Baumann.

  • Lebenswerte Gebäude der Zukunft schaffen mit vorausschauender Planung

    Lebenswerte Gebäude der Zukunft schaffen mit vorausschauender Planung

    Was ist eigentlich ein „lebenswertes Gebäude“? Früher waren Häuser einfache Gebäude, in denen Menschen vor allem geschlafen und gegessen haben. Heute muss ein Gebäude mehr können: „Wir wollen uns darin wohlfühlen, zur Ruhe kommen, ohne Barrieren fortbewegen und am besten nachhaltig leben. Es schafft nicht nur einen Raum, sondern muss zu den Nutzern und deren Bedürfnissen passen – und zwar heute und in Zukunft. Erst dann sprechen wir von einem lebenswerten Gebäude“, erläutert Sören Eilers.

    Gebäude werden in der Gegenwart für die Zukunft errichtet
    Dabei haben sich die Anforderungen allein in den vergangenen 15 Jahren stark gewandelt: Die Denkweise der Menschen hat sich verändert, zudem herrschen regionale Unterschiede, wenn es um die Frage geht, was ein zeitgemäßes Gebäude ausmacht. Werden mancherorts nur noch Passivhäuser errichtet, so liegt der Fokus andernorts beispielsweise auf freien Lernkonzepten und offenen Räumen. Für Planer und Architekten bedeutet das, dass sie weit vorausdenken müssen. „Gebäude werden in der Gegenwart für die Zukunft gebaut, für die nächsten 30 bis 50 Jahre Nutzungszeit“, erklärt Marco Sperling. „Wir müssen in unserer heutigen Planung also bereits die Nutzungsmöglichkeiten für in ein paar Jahrzehnten bedenken. Dabei ist jedoch fast immer das Budget der limitierende Faktor.“

    Damit nicht genug. Neben den vom Auftraggeber gesteckten Rahmenbedingungen gibt es diverse gesetzliche Anforderungen, Normen und Verordnungen, die einzuhalten sind. Dabei sind sich die unterschiedlichen Regelwerke längst nicht immer einig. „Es gibt in Deutschland fast nichts, das nicht geregelt ist. Die Rahmenbedingungen der Auftraggeber sind oft verhandelbar, bei gesetzlichen Vorgaben ist das weitaus schwieriger“, weiß Sperling aus Erfahrung. Damit am Ende alle Wünsche, Bedürfnisse, Anforderungen und Vorschriften unter einen Hut gebracht werden können, ist eine intensive Abstimmung mit allen Beteiligten unerlässlich: „Der Abstimmungsbedarf wächst ständig und ist sogar in Zertifizierungsprozessen verankert. Das ist auch durchaus sinnvoll, damit es am Ende ein gutes Gebäude wird. Es gilt in jedem Fall: Je besser die Abstimmung von Beginn an, desto besser das Ergebnis!“ So werden im Idealfall alle fachbeteiligten Planer für Haustechnik, Statik, Tragwerk etc., die Verarbeiter, aber auch Nutzer und Auftraggeber sowie deren Interessensvertreter eingebunden.

  • Zürich definiert neue Regeln für Hochhäuser

    Zürich definiert neue Regeln für Hochhäuser

    Das Amt für Städtebau der Stadt Zürich aktualisiert die aus dem Jahr 2001 stammenden Hochhausrichtlinien, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Mit ihnen werden Bestimmungen für Quartiere geregelt, in denen Hochhäuser bis 40 Meter, bis 60 Meter und bis 80 Meter Höhe gebaut werden. Die Prüfung erfolge unter Berücksichtigung weiterer Planungsinstrumente wie der von der Bevölkerung angenommene kommunale Richtplan Siedlung, Landschaft, öffentliche Anlagen und Bauten.

    Als Neuerung nennt die Medienmitteilung die Hinzunahme eines 60-Meter-Gebiets. Für das bereits bestehende 40-Meter-Gebiet sei eine Erweiterung geplant. Für Hochhäuser über 80 Meter müsse weiterhin ein Gestaltungsplan vorliegen.

    Darüber hinaus müssen geltende Regeln in Bezug auf städtebauliche, programmatische, typologische und gestalterische Anforderungen eingehalten werden, die ebenfalls Inhalt der Überarbeitung der Hochhausrichtlinien seien. „Je höher ein Hochhaus gebaut wird, desto mehr muss es leisten“, heisst es. Verbindliche Anforderungen, die ein Hochhaus erfüllen muss, sollten teilweise in der Bauordnung verankert werden. Eine Anpassung plant die Stadt Zürich zudem beim Planungs- und Bewilligungsprozess.

    Beim Bau von Hochhäusern ab 60 Metern Höhe etwa müsse das Quartier im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen informiert werden. Auch seien Konkurrenzverfahren obligatorisch.

  • Halter realisiert Siegerprojekt in Emmen

    Halter realisiert Siegerprojekt in Emmen

    Am Seetalplatz in Emmen soll eine neue Überbauung mit vielfältiger Nutzung für sämtliche Bevölkerungsgruppen entstehen. Dazu hat es einen Wettbewerb gegeben, an dem sich sechs Architekturbüros beteiligt haben. Laut Medienmitteilung ist die von Westpol Landschaftsarchitektur aus Basel gemeinsam mit Dreier Frenzel architecture + communication aus Lausanne erstellte Studie daraus als Sieger hervorgegangen und wird zur Weiterbearbeitung empfohlen.

    Im Auftrag der Wohnbaugenossenschaft Rüüssegg wird die Planung und Realisierung der Überbauung unter der Federführung der Halter AG erfolgen. Die Fertigstellung der Gesamtüberbauung auf den betreffenden Baufeldern ist per Ende 2026 vorgesehen.

    Die Wohnbaugenossenschaft Rüüssegg mit Sitz in Luzern ist Baurechtsnehmerin. Sie wurde von der Halter AG und der gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaft Wir sind Stadtgarten gegründet, nachdem diese als Bietergemeinschaft im Juni 2021 vom Luzerner Regierungsrat den Zuschlag bei der Vergabe des Baurechts erhalten hatten.

    Das siegreiche Konzept „bietet Anlass für soziale Interaktion, Kommunikation und den Austausch der Bewohner und Nutzer untereinander“, wird der Geschäftsführer der Wohnbaugenossenschaft Rüüssegg, Thomas Häusler, zitiert.

    „Nebst einem preislich und flächenmässig ausgewogenen Wohnungsmix sieht das Projekt zudem altersgerechte Wohnangebote, Gewerbe-, Büro- und Atelierflächen vor, die eine Durchmischung und eine soziale Vielfalt ermöglichen“, wird Peter Lötscher, Leiter Portfoliomanagement der Dienststelle Immobilien beim Kanton Luzern, zitiert. Damit werde auch der Auftrag des kantonalen Parlaments erfüllt.

  • Nachrangige Immobilienkredite

    Nachrangige Immobilienkredite

    Nachrangige Kredite als Ergänzung zu traditionellen Finanzierungen
    In der Schweiz etabliert sich Private Real Estate Debt zunehmend als eine alternative Immobilienfinanzierungsform. Dies vor allem deshalb, weil strukturelle Veränderungen auf dem traditionellen Kreditmarkt und strengere Regularien dazu geführt haben, dass traditionelle Hypothekarinstitute zunehmend Zurückhaltung bei der Kapitalleihe üben. Private Real Estate Debt ergänzt die klassische Hypothek und richtet sich unter anderem an kleinere und mittlere Immobilienentwickler, welche immer mehr Schwierigkeiten haben, eine Finanzierung durch traditionelle Quellen zu erhalten. Immobiliengesellschaften und private Immobilienbesitzer nutzen diese Finanzierungslösung aus Gründen der Renditeoptimierung, Kapitalbefreiung sowie als Liquiditätsquelle für eine Asset-Reallokation. In jedem Fall werden die Finanzierungen mit nachrangigen Schuldbriefen von Schweizer Immobilien gesichert.

    Die Vorteile für Investoren
    Für Investoren eröffnet sich ein regulierter Weg, um in hypothekarisch gesicherte Kredite zu investieren. Der Bonitätsprüfung und Projektsicherheit werden grösste Bedeutung beigemessen. Die Anlageklasse weist dank regelmässiger Zinszahlungen einen Fixed-Income-Charakter mit Bezug auf den Schweizer Immobilienmarkt und nur eine geringe Korrelation zu den Aktienmärkten auf.

    Über Property One
    Property One ist eine unabhängige, inhabergeführte Unternehmensgruppe im Besitz von privaten Aktionären, bestehend aus den Aktiengesellschaften Property One Partners AG, Property One Investors AG und Property One Ticino SA. Sie erbringt Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Immobilien. Unter einem Dach vereint die Gruppe die vier Geschäftsbereiche Investment Management, Entwicklung und Planung, Vermarktung sowie Immobilien Family Office. Property One kombiniert Kompetenzen rund um Immobilien mit dem Wissen zu Finanzanlagen. IBis dato wurden Kreditanfragen, welche ein Volumen von jährlich CHF 1 Mia. überstiegen, bearbeitet. Und es wurden bislang über mehrere hunderte Millionen Franken nachrangige Kredite gewährt. Das Unternehmen beschäftigt über 40 Immobilien- und Finanzspezialisten an den Standorten Zürich, Zug und Ascona.

    CTA: Erfahren Sie mehr zum Thema Private Real Estate Debt.

    Die Informationen in diesem Dokument sind mit grösster Sorgfalt und nach bestem Gewissen erstellt, sind ausschliesslich für Informationszwecke gedacht und stellen keine Anlageberatung dar. In diesem Dokument enthaltene Meinungen und Beurteilungen können sich ändern und geben den Standpunkt von Property One Investors AG (POI) wieder. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen wird keine Haftung übernommen. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für die aktuelle oder künftige Entwicklung. Bei diesem Dokument handelt es sich um Marketingmaterial.




  • Madaster gewinnt Integral Baumanagement als Partner

    Madaster gewinnt Integral Baumanagement als Partner

    Madaster will die Kreislaufwirtschaft im Bau- und Immobiliensektor stärken. Dazu bietet es auf seiner Plattform digitale Werkzeuge wie Materialpässe und Indizes zur Erfassung des wirtschaftlichen und zirkulären Werts von Gebäuden an. Zudem werden Unternehmen vernetzt, die sich für Kreislaufwirtschaft im Bau- und Immobiliensektor engagieren. Mit der Integral Baumanagement AG habe das Schweizer Kataster für Materialien nun eine weitere Mitstreiterin gewonnen, informiert Madaster Schweiz in einer Mitteilung. Die Firma mit Sitz in Olten erbringt Gesamtleistungen in Planung und Realisation von Bauten für Bauherren und Immobilieneigentümer.

    Mit der Entscheidung, die Integral Baumanagement AG fit für Madaster zu machen, „investieren wir in eine bessere Zukunft und leisten damit einen wesentlichen Beitrag, um Klimaneutralität im Bauen zu erreichen“, wird Mauro Giorgini in der Mitteilung zitiert. Der Geschäftsführer der Integral Baumanagement AG setzt auf Madaster, um die im Gebäude verbauten Materialien zu katalogisieren und ihren Wert, ihre Eignung für eine Wiederverwendung und ihren Einfluss auf die Umwelt zu bestimmen. „Damit können wir mit unseren Kunden den Grundstein für eine nachhaltige Zukunft und optimale Marktpositionierung ihrer Immobilie legen.“

    In den Gebäudepässen von Madaster werden Daten über die in einem Gebäude verwendeten Materialien festgehalten. „Wir leben in einem geschlossenen System und Ressourcen sind endlich”, erläutert Marloes Fischer in der Mitteilung. Für die Geschäftsführerin der Madaster Services Schweiz AG sollten einzelne Gebäude aber auch ganze Areale und Städte  als „Goldgruben für Material” genutzt werden. „Wenn wir jetzt aufschreiben, was da ist, machen wir das Bauen der Zukunft einfacher.”

  • Hochschule Luzern bildet in digitalem Bauen aus

    Hochschule Luzern bildet in digitalem Bauen aus

    Ab März 2022 bietet das Departement Techik & Architektur der HSLU modulare Weiterbildungen im Fach Digital Construction an. Damit will sie einer Medienmitteilung zufolge die Kompetenzlücke zahlreicher Fachpersonen schliessen, in deren Ausbildung die Digitalisierung noch keine Rolle gespielt hat.

    Die HSLU startet mit zwei Certificate of Advanced Studies (CAS): Digital Construction – Bestellung & Entwicklung und Digital Construction – Entwurf & Planung. In den darauffolgenden Semestern sollen die Module Management & Kollaboration, Fabrikation & Erstellung sowie Betrieb & Erhaltung hinzukommen. Der Ausbau zu Diploma of Advanced Studies (DAS) und Master of Advanced Studies (MAS) sei in Vorbereitung. Wer an der Weiterbildung teilnehme, werde „zum Profi im digitalen Bestellen, Planen, Bauen und Betreiben und erhält einen vertieften Gesamtblick auf die digitale Wertschöpfungskette und das Lifecycle-Datenmanagement von morgen“.

    Wie die HSLU feststellt, besteht im Bauwesen bei der Anwendung digital basierter Prozesse, Methoden und Technologien ein grosser Nachholbedarf. So fänden sich auf Stellenportalen bereits Hunderte entsprechender Ausschreibungen. Das Curriculum orientiere sich an konkreten Aufgabenstellungen der Praxis und internationalen Vorgaben. „Damit schaffen sich die Teilnehmenden für Stellen im In- und Ausland beste Voraussetzungen“, so Co-Programmleiter Markus Weber.

  • «Die St. Galler Quartiere der Zukunft sollen lebendig, vielfältig und durchmischt sein»

    «Die St. Galler Quartiere der Zukunft sollen lebendig, vielfältig und durchmischt sein»

    Zur Person
    Maria Pappa wurde 1971 in St. Gallen geboren und ist in der Stadt aufgewachsen. 2016 wurde die Tochter süditalienischer Einwanderer als Stadträtin gewählt, und seit diesem Jahr ist die Sozialdemokratin Stadtpräsidentin der Stadt St. Gallen und leitet die Direktion Inneres und Finanzen. Zuvor führte sie als Stadträtin die Direktion Planung und Bau. Maria Pappa studierte Sozialpädagogik an der Höheren Fachschule für soziale Arbeit in Rorschach. Vor ihrer Wahl leitete sie die geschlossene Abteilung des Jugendheims Platanenhof in Oberuzwil und später die städtische Tagesbetreuung für Schulkinder. Bevor sie in die Soziale Arbeit wechselte, arbeitete die Absolventin der Handelsmittelschule in der Buchhaltungsabteilung einer Versicherung.

    Frau Pappa, Sie sind seit Beginn dieses Jahres Stadtpräsidentin und stehen der Direktion Inneres und Finanzen vor. Zuvor leiteten Sie als Stadträtin die Direktion Planung und Bau. Wie haben Sie den Wechsel erlebt?
    Nach der Wahl zur Stadtpräsidentin und der anschliessenden konstituierenden Sitzung des Stadtrats ging es sehr rasch; für den eigentlichen Wechsel blieben nur vier Wochen. Die Einarbeitung als Stadtpräsidentin und in der neuen Direktion waren geprägt von der Pandemie: Die meisten Kontakte mit Mitarbeitenden und Externen waren virtuell. Repräsentative Aufgaben gabs nur wenige – und sie beschränkten sich auf Videobotschaften für Online-Anlässe. Diese Verschiebung des persönlichen Austauschs in den digitalen Raum erschwerte insgesamt die sozialen Kontakte und den echten Beziehungsaufbau. Gleichzeitig war ich aber auch weniger durch repräsentative Aufgaben gebunden und konnte mich so in die Projekte und Eigenheiten der neuen Direktion vertiefen.

    Weshalb haben Sie sich nach vier Jahren Planung und Bau zum Wechsel der Direktion entschieden?
    Die Verteilung der Direktionen ist Sache des Gesamtstadtrats. Gemeinsam haben wir sämtliche Optionen angeschaut und uns für die idealste entschieden. Persönlich war ich gerne Vorsteherin der Direktion Planung. Dort zu bleiben hätte mir gefallen. Nach vier Jahren ist man richtig eingearbeitet, kennt die Projekte und hat viele davon von Anfang an begleitet. Die neue Funktion als Stadtpräsidentin ist jedoch mit vielen Repräsentativaufgaben sowie mit Sitzen in Gremien verbunden. Ein enger Draht zur Stadtkanzlei ist sehr wichtig. Die Erfüllung dieser zusätzlichen Aufgaben mit der gleichzeitigen Leitung der so breit aufgestellten Direktion Planung und Bau ist zeitlich nicht machbar.

    Welche Projekte waren für Sie als Vorsteherin Planung und Bau Meilensteine, die Sie begleiten durften?
    Als ich die Abstimmungsresultate zur Neugestaltung von Marktplatz und Bohl entgegennehmen durfte, fiel mir ein Stein vom Herzen. Ein konsensfähiges Marktplatzprojekt im dritten Anlauf endlich durchzubringen, war intensive Arbeit. Auch die Neugestaltung der Zürcher Strasse wurde lange Zeit blockiert. Im Jahr 2018 hat das Stadtparlament dem vorgeschlagenen Projekt dann zugestimmt. Nächstes Jahr soll mit der Neugestaltung begonnen werden. Einen Schwerpunkt bildeten die zahlreichen Schul- und Betreuungsprojekte. Hervorzuheben ist hier das grösste Projekt: der Neubau des Schulhauses Riethüsli. Dieser wird im Quartier schon lange erwartet – im November 2020 hat ihn die Stimmbevölkerung genehmigt. Im Hintergrund wurde in diesen vier Jahren auch an vielen wichtigen Strategie-Papieren gearbeitet, darunter Wohnraum-, Freiraum-, Baum- und Innenentwicklungsstrategie. Einige sind relevant für die Revision der Bau und Zonenordnung. Sie alle werden die bauliche Entwicklung der Stadt prägen.

    Welche Vorhaben stehen für Sie als Vorsteherin der Direktion Inneres und Finanzen ganz oben auf Ihrer Agenda?
    Drei Themen sind momentan aktuell: Ich will St. Gallen als attraktive Stadt bekannter machen und damit das leicht angestaubte, «brötige» Image, das wir selbst von unserer Stadt haben, korrigieren und verbessern. Bei den Finanzen hat St. Gallen zwar eine solide finanzielle Basis. Doch sie weist seit Jahren ein latentes strukturelles Defizit aus, das sich vor allem in der Budgetierung zeigt. Der Aufwand steigt mehr als die Erträge. Ein Ziel wird es deshalb auch sein, dieses strukturelle Ungleichgewicht ins Lot zu bringen. Und schliesslich liegt mir das kulturelle Leben der Stadt am Herzen. Es ist mir ein Anliegen, das im Jahr 2020 verabschiedete Kulturkonzept umzusetzen.

    Auf dem Burgweiher-Areal konnte 2020 in einem dicht besiedelten Quartier ein grosses Naherholungsgebiet eröffnet werden. Gibt es ähnliche Landprojekte/Landreserven, die in den nächsten Jahren umgesetzt/entwickelt werden könnten?
    Dass wir eine solch grosse Grünfläche mitten in der Stadt der Öffentlichkeit zugänglich machen konnten, ist ein Glücksfall und in dieser Form sicher einzigartig. In den nächsten Jahren geht es denn auch vielmehr um Wohn- und Gewerberaum. Die grossen Entwicklungsgebiete, die die Stadt in den nächsten Jahren beschäftigen werden, liegen einerseits in der Ruckhalde. Hier ist durch die Durchmesserlinie der Appenzeller Bahnen ein Areal freigeworden, das die Stadt insbesondere für die Wohnnutzung entwickeln will. In St. Fiden soll andererseits ein attraktiver neuer Stadtteil entstehen. Das Areal rund um den Bahnhof bietet viel Potenzial für eine innere Verdichtung und eine attraktive Neugestaltung.

    In seiner Vision 2030 geht der Stadtrat davon aus, dass die Stadt St. Gallen wächst und sich die Bevölkerung zu einer multikulturellen urbanen Gesellschaft entwickelt. Wie unterstützen Sie als Stadtpräsidentin diese Vision?
    St. Gallen hat mit der Wohnraum-, der Innenentwicklungs- und der Freiraumstrategie aufgezeigt, wie sie als starke, innovative und attraktive Stadt in die Zukunft gehen will. In Kürze wird noch die Liegenschaftenstrategie dazukommen. Dieses zukunftsweisende Bild versuchen wir mit der «Sankt»-Kampagne aktiv nach aussen zu tragen. Bereits als Direktorin Planung und Bau waren mir Zusammenarbeit und Partizipation wichtig. Mit der Revision des Partizipationsreglements hat sich die Stadt seit diesem Jahr schliesslich eine Kultur der Partizipation auf die Fahne geschrieben. Dass wir diejenigen, die in dieser Stadt leben, auch künftig miteinbeziehen, wenn es um die Gestaltung dieser Stadt geht, scheint mir selbstverständlich. Zur Partizipation gehört auch, dass wir die Zusammenarbeit und den Austausch mit unserem eigenen Kanton und angrenzenden Kantonen, den Gemeinden und anderen Städten suchen und Synergien pflegen.

    Wie sieht die Wohnraumstrategie der Stadt St. Gallen genau aus?
    Bei der Wohnraumstrategie geht es vor allem darum, sowohl neuen attraktiven Wohnraum zu schaffen als auch bestehenden Wohnraum zu erneuern. Die Wohnraumstrategie definiert zu diesem Zweck in sechs Handlungsfeldern insgesamt 14 Ziele und 27 Massnahmen. Das Wohnungsangebot soll dabei vielfältig und auf unterschiedliche Zielgruppen zugeschnitten und die Wohnbauentwicklung sozialverträglich umgesetzt werden. Innovative Wohnprojekte wie etwa Mehrgenerationenwohnen und nachfamiliäres Wohnen sind Teil der Strategie. Ein wesentlicher Aspekt der Wohnraumstrategie sind zudem die Quartiere. Die St. Galler Quartiere der Zukunft sollen lebendig, vielfältig und durchmischt sein sowie ein attraktives Wohnumfeld fördern. Die Stadt wählt zur Erreichung dieser Ziele auch hier die Zusammenarbeit und will den Dialog mit Wohnbauakteurinnen und -akteuren fördern.

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    Die künftigen St. Galler Quartiere sollen lebendig und durchmischt sein
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    Welche Herausforderungen bringt der Weg zur «Wohnstadt 2030» mit sich?
    Es stellt sich die Frage, wie eine qualitativ gute innere Verdichtung mit attraktiven Freiräumen in Einklang gebracht werden kann. Dass künftig mehr Leute auf dem gleichen Raum leben, soll die Wohn- und Aufenthaltsqualität nicht beeinträchtigen. Erschwerend kommt der Klimawandel hinzu, dessen Auswirkungen vor allem städtische Räume vor grössere Herausforderungen stellen. Es wird darum gehen, mit baulichen Massnahmen insbesondere Hitzeinseln zu vermeiden und die Vernetzung sowie die Biodiversität zu fördern. Bei all diesen Herausforderungen geht es letztlich um die Bewohnerinnen und Bewohner selbst. Ich bin der Überzeugung, dass wir zu besseren Lösungen gelangen, wenn wir das Potenzial der Stadt und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner in partizipativen Prozessen ausschöpfen können.

    Mit welchen Massnahmen kann die Strategie umgesetzt werden?
    Der Massnahmenkatalog der Wohnraumstrategie umfasst 27 konkrete Massnahmen. Das können Analysen von spezifischen Situationen, die Schaffung neuer finanzieller und rechtlicher Instrumente oder konkrete Bauprojekte sein. Letztlich geht es darum, die Grundlagen und Rahmenbedingungen zu schaffen, dass sich die Stadt in die durch die Wohnraumstrategie aufgezeigte Richtung entwickeln kann.

    Welche Vorzüge hat die Stadt für ansiedlungswillige Firmen und für Neuzuzüger?
    St. Gallen verfügt über ein vielfältiges Angebot, das sich sehen lassen kann. Die Stadt steht für Bildung, Kultur und Innovation. Gleichzeitig ist die Lebensqualität dank der Lage in prächtiger Natur zwischen Säntis und Bodensee und mit einer Fülle an kulturellen und gastronomischen Angeboten einzigartig. St. Gallen ist eine Stadt der kurzen Wege, die die Vernetzung und das sich Organisieren einfacher macht als in grösseren Städten. Für Unternehmen und besonders auch Privatpersonen überzeugt St. Gallen durch ihre Kompaktheit sowie ihre ideale Mischung zwischen Urbanität und Naturnähe. Als Bildungsstandort mit der weltweit renommierten Universität St. Gallen (HSG) und OST Ostschweizer Fachhochschule verfügt St. Gallen über viele kluge und gut ausgebildete Köpfe. Die Stadt ist zudem damit beschäftigt, diverse Areale vornehmlich im Westen zu entwickeln und neuen Nutzungen von Gewerbe, Industrie und Forschung zuzuführen.

    Wo muss sich die Stadt noch verbessern, wenn sie noch attraktiver werden will?
    Auch wenn die Stadt sich naturgemäss in vielen Bereichen verbessern kann, wie beispielsweise bei spannenden Wohnangeboten, so braucht sich St. Gallen, wie ich finde, keineswegs zu verstecken. Viele Vorzüge und attraktive Angebote der Stadt sind aber schlicht zu wenig bekannt. Es ist dies mit einer der Gründe, weshalb wir die Vermarktungskampagne gestartet haben.

    Das St. Galler Energiegesetz enthält neue, bauliche Massnahmen, die sich auf den Energieverbrauch in Neubauten und in bestehenden Häusern auswirken. Seit dem 1. Juli 2021 gelten die neuen Bestimmungen. Welches sind die wichtigsten Änderungen für Eigentümer von Wohn- und Geschäftsliegenschaften?
    Der Nachtrag zum Energiegesetz orientiert sich an den Klimazielen des Bundes, den CO2-Ausstoss bis 2030 zu halbieren. Neubauten sollen deshalb künftig auf erneuerbare Energien setzen und einen Teil ihres Strombedarfs durch Eigenproduktion abdecken. Für bestehende Liegenschaften gelten neue Vorgaben beim Ersatz einer bestehenden Heizung. Entweder soll auf Heizsysteme mit erneuerbarer Energie umgestellt oder aber durch bessere Dämmung Energie eingespart werden. Das Amt für Baubewilligungen berät Eigentümerinnen und Eigentümer gerne.

    Wie haben sich die Grundstückgewinnsteuern in jüngerer Zeit entwickelt? Wie wird es in der näheren Zukunft weitergehen?
    Die Grundstückgewinnsteuern haben sich fast verdreifacht. Das hängt vor allem mit den gestiegenen Immobilienpreisen zusammen. Wir haben in den letzten Jahren einen sehr aktiven Immobilienmarkt erlebt. Immobilien haben sich mangels Alternativen als gute Investitionsmöglichkeit erwiesen. In der Zukunft wird die Entwicklung abhängig sein vom Anlagemarkt und den Zinsen. Ich gehe davon aus, dass der jetzige Trend noch ein wenig anhalten wird.

  • Gilytics überzeugt mit Software für Bau von Leitungen

    Gilytics überzeugt mit Software für Bau von Leitungen

    Gilytics hat im Rahmen einer Seed-Finanzierungsrunde 1 Million Franken eingenommen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Investiert haben der High-Tech Gründerfonds, die Swiss Startup Group und die Zürcher Kantonalbank.

    Überzeugen konnte Gilytics mit einer Software, die etwa zur Planung von Freileitungs- und Erdkabelverbindungen eingesetzt werden kann. Die Software kann anhand von Geodaten die Trassen von Stromleitungen ermitteln. Anwender können dabei detaillierte Szenarien mit 2D-, 3D- und Erweiterte Realität-Visualisierung analysieren. Neben der Verlegung von Stromleitungen kann die Software etwa auch bei der Planung von Schienen oder Strassen helfen.

    „Wir sind beeindruckt von der Branchenkenntnis des Teams, der bewährten Technologie und der kommerziellen Traktion, die bereits mit führenden Unternehmen der Branche in der Schweiz und über die Grenzen hinweg generiert wurde“, lässt sich Fabian Hogrebe, Investment Manager beim High-Tech Gründerfonds, in der Mitteilung zitieren.

    Gilytics will die frischen Mittel nutzen, um etwa Funktionen zur Unterstützung der Bauüberwachung und des Betriebs von Solar- und Windprojekten weiterzuentwickeln. Gleichzeitig will das Unternehmen sein Betriebsnetz ausbauen.

    Gilytics wurde 2017 aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) ausgegliedert und hat seinen Sitz in Zürich.

  • Elektro-Material AG rückt Hedin Automotive ins rechte Licht

    Elektro-Material AG rückt Hedin Automotive ins rechte Licht

    EM Licht, ein Geschäftsbereich der Elektro-Material AG, war von Anfang an in die Planungen der Hedin Automotive Samstagern AG hinsichtlich der Sanierung und Erweiterung ihrer Gebäude integriert, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Somit konnte die Lichtplanung direkt in die Bauplanung einbezogen werden. Das neu entwickelte Lichtkonzept wurde nicht nur in Showroom, BMW M Showroom und Mini-Pavillon umgesetzt. Auch die Werkstatt oder die Waschboxen haben eine neue Beleuchtung erhalten.

    Zudem wurde eine neue Beleuchtung für Kunden- und Aussenparkplätze realisiert und die Tankstellen- und Reklamebeleuchtung saniert. Im Ausstellungsbereich galt es, verschiedene Anforderungen miteinander zu verbinden. So gibt es für BMW-Händler gewisse Vorgaben hinsichtlich der Beleuchtung der ausgestellten Autos. Im Ausstellungsbereich befinden sich aber auch die Arbeitsplätze des Verkaufspersonals. EM Licht hat daher die Lichtfarben gemischt. Und für den Showroom für den BMW M ist eine Schachbrettbeleuchtung installiert worden, die gemeinsam mit dem Logo des BMW M und den ausgestellten Autos ein stilvolles Ambiente schafft, wie es in der Mitteilung heisst.