Schlagwort: Planungsarbeiten

  • Baubewilligung erteilt: Spatenstich rückt näher

    Baubewilligung erteilt: Spatenstich rückt näher

    Unter dem Titel «Volle Kraft voraus dank Baubewilligung» berichtet die neueste Ausgabe des von der Aargauischen Industrie- und Handelskammer (AIHK) herausgegebenen Magazins «Impulse» vom Fortgang der Planung für das neue Haus der Wirtschaft in Aarau. Am 25. März hat die Stadt Aarau die Baubewilligung erteilt, heisst es dort. Der Weg zum neuen Haus der Wirtschaft sei somit frei und der Spatenstich rücke näher. Das neue Haus der Wirtschaft werde voraussichtlich im Frühjahr 2026 fertiggestellt sein.

    Da die Baubewilligung früher als erwartet vorliegt, konnten die Beteiligten die Planungsarbeiten vorantreiben und die Ausführungsplanung vorziehen, heisst es in dem Bericht weiter. Zurzeit laufen Ausschreibungen für die verschiedenen Arbeiten. Die Vergabeverhandlungen für die wichtigsten Aufträge sollen Anfang Juli stattfinden.

    Der Rückbau des bestehenden Gebäudes startet laut Planung dann Mitte August. Anschliessend erfolgen der Aushub und die Bohrungen für die vorgesehenen sieben Erdsonden. Anfang Oktober 2024 stehen die Rohbauarbeiten an. Im Frühjahr 2026 soll das neue Haus der Wirtschaft bezugsbereit sein.

    Für die Zeit der Bauarbeiten ziehen die Mitarbeitenden der AIHK und der Ausgleichskasse der AIHK im Juli in andere Räumlichkeiten. Noch ist offen, wohin. Gespräche über mögliche Mietobjekte in Aarau laufen, laut AIHK.

    Im neuen Haus der Wirtschaft können mit den neuen Möglichkeiten professionellere Kurse und Veranstaltungen durchgeführt werden, heisst es in einem früheren Bericht in «Impulse». Zudem stehe der Neubau für die fortschreitende Digitalisierung und Modernisierung, die beim Verband seit mehreren Jahren schon stattfinde.

  • Durchgangsbahnhof Luzern: Grossprojekt erreicht Meilenstein

    Durchgangsbahnhof Luzern: Grossprojekt erreicht Meilenstein

    Der Durchgangsbahnhof Luzern soll mit neuen, unterirdischen Zufahrten und einem Tiefbahnhof Engpässe im Bahnknoten Luzern beheben. Das Projekt, das sich in der Planungsphase befindet, soll Kapazitäten im heute voll ausgelasteten Bahnsystem schaffen und damit in Zukunft neue, direktere und schnellere Bahnverbindungen ermöglichen. «Mit dem Tiefbahnhof und den neuen, unterirdischen Zufahrten wird die Erreichbarkeit und die Attraktivität der Zentralschweiz verbessert», so Massimo Guglielmetti, SBB Gesamtprojektleiter Durchgangsbahnhof Luzern. «Ohne Infrastrukturausbau ist eine Weiterentwicklung des Bahnangebots in Luzern nicht mehr möglich.» 

    Im Vorprojekt legt die SBB die technische Machbarkeit des Grossprojekts dar, das aus den Teilprojekten Tiefbahnhof, Dreilindentunnel und Neustadttunnel besteht:

    • Mit dem Tiefbahnhof wird unterhalb des bestehenden Bahnhofs eine insgesamt 44 Meter breite Perronhalle für vier Gleise gebaut. Dies schafft mehr Platz am Bahnhof Luzern, der aktuell täglich von rund 100 000 Passagieren benutzt wird. 
    • Mit dem 3,8 Kilometer langen Dreilindentunnel wird eine unterirdische, direkte Linie von Ebikon nach Luzern geschaffen, die auf einer Länge von 400 Metern das Seebecken unterquert. Diese zweite Zufahrt behebt die Engpasssituation im Bahnnetz und ermöglicht häufigere und schnellere Zugverbindungen. 
    • Mit dem 2,1 Kilometer langen Neustadttunnel wird der Tiefbahnhof an die bestehende Zufahrt angeschlossen. Dies ermöglicht durchgehende Verbindungen und macht das Wenden einer Mehrheit der Züge im Kopfbahnhof Luzern überflüssig. 

    Damit das geplante verbesserte Angebot für die ganze Zentralschweiz einen Nutzen bringen kann, muss auch die Bahninfrastruktur im Einzugsgebiet punktuell erweitert werden. Zudem sind Abstellanlagen ausserhalb des Bahnhofs Luzern notwendig, um Züge über Nacht und ausserhalb der Spitzenzeiten parkieren zu können. 

    Absenktunnel unter dem Seebecken 
    Neu ist im Vergleich zu vorgängigen Planungen für die Unterquerung des Seebeckens ein Absenktunnel vorgesehen. Dabei werden fünf vorgefertigte Elemente der Tunnelröhre in den Grund des Vierwaldstättersees abgesenkt. Dadurch ist es nicht nötig, das Seebecken abschnittweise trocken zu legen. Umwelt und Landschaft werden weniger beeinträchtigt. Dieses Bauverfahren wurde in der Schweiz bisher noch nie angewendet.  

    Die Kosten für die drei Projektteile Tiefbahnhof, Dreilinden- und Neustadttunnel werden auf 3,3 Milliarden Franken geschätzt. Für die Realisierung rechnet die SBB mit 11 bis 13 Jahren Bauzeit. 

    Zusätzliche Studien zum weiteren Vorgehen 
    Die SBB klärt nun im Auftrag des Bundesamtes für Verkehr (BAV) mögliche Realisierungsabfolgen für das Grossprojekt ab. Die Ergebnisse sollen bis Ende 2023 vorliegen. Dann wird über die nächsten Projektschritte entschieden. «Alle Arbeiten laufen nach Plan. Ich bin überzeugt, dass der Bundesrat dem Parlament 2026 ein gut studiertes und weit fortgeschrittenes Projekt wird vorlegen können», sagte Anna Barbara Remund, BAV-Vizedirektorin und Leiterin der Abteilung Infrastruktur, vor den Medien in Luzern. Über die Umsetzung entscheidet letztlich das Bundesparlament. 

    Grosse Bedeutung für Luzern und die Zentralschweiz 
    Der Ausbau des Bahnknotens Luzern ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Region. «Die Zentralschweiz wartet bereits seit 50 Jahren auf die dringend notwendigen Ausbauten der Infrastrukturen am Knoten Luzern und in Richtung Zürich», hielt Regierungsrat Fabian Peter, Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdirektor und Präsident der Zentralschweizer öV-Direktoren, fest. «Ein attraktives Angebot im öffentlichen Verkehr ist entscheidend, damit wir das Mobilitätswachstum überhaupt bewältigen und nachhaltig abwickeln können», sagte Fabian Peter. «Damit der Durchgangsbahnhof seinen vollen Nutzen entfalten kann, erwartet die Zentralschweiz die Realisierung und Finanzierung aus einem Guss.» 

    Für die Stadt Luzern wird sich die Möglichkeit ergeben, den Raum um den Bahnhof attraktiv zu gestalten, den Bahnhof besser zugänglich zu machen und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. «Die Stadt wird sich auch dafür einsetzen, dass die über zehnjährige Bauzeit möglichst stadtverträglich gestaltet wird», sagte Stadträtin Manuela Jost, Baudirektorin. «Auch während dieser Zeit müssen Freiräume erhalten und das Stadtzentrum erreichbar bleiben.»  Die SBB plant den Durchgangsbahnhof im Auftrag des Bundesamts für Verkehr. Sie arbeitet mit Kanton und Stadt Luzern, der Zentralbahn, dem Verkehrsverbund Luzern sowie den Kantonen Obwalden und Nidwalden zusammen und bezieht den Gemeindeverband LuzernPlus mit ein.

    Quelle www.sbb.ch