Schlagwort: Power-to-X

  • Neuer Tracker macht Schweizer Power-to-X-Landschaft sichtbar

    Neuer Tracker macht Schweizer Power-to-X-Landschaft sichtbar

    Erneuerbarer Strom kann in chemischen Energieträgern wie Wasserstoff, synthetischem Kraftstoff und Methan gespeichert werden (Power-to-X). Laut einer Mitteilung des Swiss Power-to-X Collaborative Innovation Network SPIN sind bereits mehr als 50 Projekte in diesem Bereich in der Schweiz im Gang.

    SPIN lanciert deshalb gemeinsam mit der Coalition for Green Energy & Storage (CGES) gemeinsam einen Tracker, der einen Überblick über die bekannten Projekte in der Schweiz ermöglicht. Die daraus resultierende Karte macht diejenigen Projekte sichtbar, die über Laborversuche hinaus bereits Demonstrationsprojekte oder gar kommerzielle Anwendungen geworden sind. SPIN sammelt die Daten, CGES visualisiert sie.

    „Der Tracker erleichtert die Zusammenarbeit, indem er eine strukturierte Datenbank bereitstellt, die Synergien zwischen den Akteuren fördert und die Entscheidungsfindung unterstützt“, werden Christoph Sutter und Antonello Nesci, die Co-Direktoren von CGES, in der Mitteilung zitiert.

    Martin Bäumle sieht in den Power-to-X-Technologien den Schlüssel zur Defossilisierung der Wirtschaft. „Mit dem Tracker schaffen wir Transparenz, stärken die Zusammenarbeit und helfen, vielversprechende Ideen in skalierbare Lösungen umzusetzen“, so der Nationalrat (Grünliberale/ZH) und Co-Präsident von SPIN. „Zuverlässige Daten können politischen Entscheidungsträgern dabei helfen, Vorschriften anzupassen, und Investoren dabei unterstützen, neue Möglichkeiten zu erkennen.“

    Die Karte wird an der CGES-Jahresveranstaltung vorgestellt, die am 21. November bei Swissgrid in Aarau stattfindet. CGES ist eine Koalition von Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichem Sektor für grüne Energien, die vom ETH-Bereich gegründet worden ist.

  • Saubere Energie aus dem Sommer für den Winter

    Saubere Energie aus dem Sommer für den Winter

    Die wachsende Menge an Solarstrom im Sommer birgt ein enormes Potenzial, das bislang in den Wintermonaten ungenutzt blieb. Beim Pilotprojekt in Bassersdorf wird überschüssiger Solarstrom mittels Power-to-X in Methanol umgewandelt und in der kompakten Hybridbox® gespeichert. Diese innovative Energiezentrale stellt im Winter zuverlässig Strom und Wärme bereit, auch dann, wenn konventionelle Heizsysteme an ihre Grenzen stossen.

    Methanol als Schlüssel zur sicheren Energieversorgung
    «Grünes Methanol erlaubt uns, Stromüberschüsse lokal zu speichern und im Winter emissionsarm zu nutzen, ein entscheidender Baustein für eine sichere Energieversorgung», erklärt Boris Meier von der OST. Methanol ist flüssig, leicht lagerbar und klimafreundlich und macht die Hybridbox® zu einem flexiblen Energiesystem, das sich intelligent an die jeweiligen Bedürfnisse anpasst. Durch die Kombination mit Photovoltaik, Batteriespeicher und Wärmepumpe wird eine maximale Effizienz erreicht.

    Notstromversorgung und Kostenkontrolle
    Die Anlage überzeugt auch bei Stromausfall. Das lokal gespeicherte Methanol garantiert eine unterbrechungsfreie Versorgung des Gebäudes. Zudem sorgt die hohe Eigenversorgung für langfristig stabile Betriebskosten, ein deutlicher Vorteil gegenüber steigenden Energiepreisen. Besonders in Gebieten ohne Gas- oder Fernwärmeanschluss bietet das System eine echte Alternative für alte Öl- oder Gasheizungen.

    Erfolgreiche Partnerschaft für nachhaltiges Bauen
    Das Gemeinschaftsprojekt zeigt, wie praxisnahe Kooperation funktioniert. «Die Kombination aus Energieeffizienz, Versorgungssicherheit und CO2-Reduktion macht die Methanol-Hybridbox® zu einer zukunftsfähigen Lösung», sagt Roger Balmer.

    Nachhaltigkeit erlebbar machen
    Gebäude sind für rund ein Drittel der CO2-Emissionen in der Schweiz verantwortlich. Grund genug, neue Wege zu gehen. Das Bassersdorfer Projekt liefert nicht nur eine überzeugende technische Lösung, sondern macht den Energiekreislauf auch für Besucher der neuen Ausstellung «Nachhaltiges Bauen» in der Umwelt Arena greifbar. Bauherrschaften, Investoren und Interessierte können hier erleben, wie klimaneutrales Wohnen von morgen schon heute realisiert wird. Ein Modell, das weit über Bassersdorf hinaus Strahlkraft entfalten kann.

  • Digitale Karte für Speicherlösungen aus erneuerbarer Energie

    Digitale Karte für Speicherlösungen aus erneuerbarer Energie

    Das Swiss Power-to-X Collaborative Innovation Network (SPIN) möchte Informationen über laufende und geplante Power-to-X (PtX)-Projekte leichter zugänglich machen. Deshalb arbeitet das Netzwerk nun mit der Koalition für grüne Energie und Speicherung (CGES) zusammen. Die CGES wurde 2023 von den Eidgenössischen Technischen Hochschulen Zürich (ETH) und Lausanne (EPFL) zusammen mit dem Paul Scherrer Institut (PSI) und der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) ins Leben gerufen, um mit der Industrie skalierbare Lösungen für ein klimaneutrales und unabhängiges Energiesystem zu entwickeln.

    Das SPIN führt seit eineinhalb Jahren eine umfassende Liste von PtX-Projekten in der Schweiz. Sie zeigt, wo und von wem an der Umwandlung von erneuerbaren Energien in speicherbare Energieträger wie Wasserstoff, synthetische Kraftstoffe oder Methan gearbeitet wird. Diese Datenbank soll einen Überblick schaffen und dabei helfen, Akteure aus Forschung, Industrie, Politik und Verwaltung miteinander zu vernetzen.

    Im Rahmen der nun vereinbarten Kooperation von SPIN und CGES soll ein interaktiver PtX-Tracker entwickelt werden. Dafür wird SPIN die Daten zur Verfügung stellen und CGES die Projekte auf einer digitalen Karte visualisieren. Beide versprechen sich davon neben einer erhöhten Sichtbarkeit auch eine Erleichterung der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Initiativen und Interessengruppen. Zudem soll sie Entscheidungsträgerinnen und -träger bei der Anpassung von Rechtsrahmen unterstützen. Investierenden soll sie ermöglichen, neue Geschäftsmöglichkeiten zu erkennen.

    Diese Plattform werde auch die Öffentlichkeit für die Bedeutung vpn PtX sensibilisieren, so das SPIN. Die ersten Ergebnisse der Zusammenarbeit werden voraussichtlich im Sommer 2025 vorgestellt.

  • Zukunft der erneuerbaren Treibstoffe in der Schweiz

    Zukunft der erneuerbaren Treibstoffe in der Schweiz

    Die Schweiz ist bei der Nutzung von erneuerbaren Energien für die Herstellung von Treibstoffen im Vergleich zu Ländern wie Deutschland eine Nachzüglerin. Sie sei aber mit ihren Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die in diesem Bereich tätig sind, gut aufgestellt, den Rückstand aufzuholen. Das ist das Ergebnis der beiden Power-to-X-Tage im Schlieremer JED, die von Swiss Power-to-X Collaborative Innovation Network (SPIN), Avenergy Suisse und Swissmem organisiert worden sind.  Rund 140 Vertretende aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, darunter Bundesrat Guy Parmelin und die Zürcher Regierungsrätin Carmen Walker Späh, sprachen über Möglichkeiten der Skalierung der Power-to-X-Produktion.

    Die Teilnehmenden wiesen darauf hin, dass der Aufbau von Power-to-X auf die Zusammenarbeit von Industrie, Finanzwirtschaft und Forschung angewiesen sei und die richtigen Rahmenbedingungen brauche. „Die Industrie kann einen Teil machen, aber der Marktlauf von neuen Technologien geht nicht ohne die Hochschulen und die Finanzwelt an Bord zuhaben“, hat etwa Patrik Meli, Co-Präsident von SPIN, gemäss einem Blogbeitrag zum ersten Tag der Veranstaltung gesagt.

    Markus Bareit, Projektleiter Wasserstoff beim Bundesamt für Energie, verwies auf die Wasserstoffstrategie für die Schweiz, welche der Bundesrat in den nächsten Wochen verabschieden wolle. Der Kanton Zürich wiederum plant ein Kompetenzzentrum für nachhaltige Flugtreibstoffe (Sustainable Aviation Fuel, SAF). Synhelion-Mitgründer Philipp Furler verwies darauf, dass der SAF-Anteil bis 2035 verfünfzigfacht werden solle. Auch regionale Initiativen sind Teil des Umbaus, etwa der Verein zur Dekarbonisierung der Industrie in Zug und der Wasserstoffbus, der seit März in Brugg AG fährt.

    Laut einer Mitteilung von SPIN sollen die Ergebnisse der Diskussionen in den nächsten Wochen aufbereitet und veröffentlicht werden.