Schlagwort: PowertoGas

  • Energie 360° arbeitet an Power-to-Gas-Lösung

    Energie 360° arbeitet an Power-to-Gas-Lösung

    Energie 360° und das Gasspeicherunternehmen RAG Austria arbeiten daran, Solarenergie ganzjährig verfügbar zu machen. Beide verfolgen gemeinsam das innovative Power-to-Gas-Projekt Underground Sun Conversion – Flexible Storage. Es ist im Dezember 2020 gestartet, hat eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren und wird von der Europäischen Kommission gefördert. Am Forschungsstandort der RAG im oberösterreichischen Pilsbach laufen bereits Feldversuche.

    In diesem Projekt wird überschüssige erneuerbare Energie, etwa Solarstrom im Sommer, in Wasserstoff umgewandelt, erklärt Energie 360° in einer Medienmitteilung. Dieser wird dann zusammen mit Kohlenstoffdioxid in natürlichen Untergrundspeichern in über 1000 Metern Tiefe eingelagert. Dort verbinden Mikroorganismen Wasserstoff und Kohlensstoff zu erneuerbarem Methangas. Bei Versorgungslücken, etwa im Winter, kann diese Energie genutzt werden. Der Vorteil gegenüber Pumpspeicherkraftwerken oder Batterien liege in der viel höheren Speicherkapazität bei gleichzeitig geringem Oberflächenbedarf, so Energie 360°.

    In der Schweiz kooperieren die beiden Firmen mit der Universität Bern, der Ostschweizer Fachhochschule und der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa). „Wir arbeiten gemeinsam an der Lösung für eine der grössten Herausforderungen des Energiesystems der Zukunft: Wie treiben wir volatile erneuerbare Energieträger wie Sonne und Wind weiter voran und bieten dabei gleichzeitig ganzjährige Versorgungssicherheit?“, so Andreas Kunz, Leiter Energieanlagen bei Energie 360°.

  • Erste industrielle Power-to-Gas-Anlage entsteht in Dietikon

    Erste industrielle Power-to-Gas-Anlage entsteht in Dietikon

    Das Vorzeigeprojekt für die Nutzung erneuerbarer Energien entsteht in Zusammenarbeit von acht Energieversorgern und der Stadtwerke-Allianz Swisspower. Das Projekt solle aufzeigen, wie Power-to-Gas-Anlagen die erneuerbare Stromproduktion ergänzen und dabei wirtschaftlich betrieben werden können, heisst es in einer Medienmitteilung. Die bislang grösste Power-to-Gas-Anlage der Schweiz wird eine Elektrolyse-Leistung von 2,5 Megawatt erreichen und ab dem Winter 2021 zu 2022 synthetisches erneuerbares Gas ins Netz einspeisen.

    Das Funktionsprinzip der neuen Anlage wird in der Mitteilung so beschrieben: „Die Power-to-Gas-Anlage nutzt erneuerbaren Strom aus der Kehrichtverwertungsanlage, um Wasserstoff zu produzieren. Dieser wird mit dem CO2 im Klärgas gemischt, wodurch erneuerbares Methangas entsteht. Aus Abfall und Abwasser gewinnt Limeco so einen CO2-neutralen Energieträger.“ Im bestehenden Gasnetz ersetzt das erneuerbare Gas somit fossile Energieträger. Nach den Angaben können dadurch jährlich 4000 bis 5000 Tonnen CO2 eingespart werden.

    Zum Spatenstich des Bauprojekts erklärte Stefano Kunz, Verwaltungsratspräsident von Limeco und Stadtrat von Schlieren: „Mit der Kehrichtverwertung und der Abwasserreinigung am gleichen Standort haben wir die perfekten Voraussetzungen, um grünes Gas zu produzieren.“ Ronny Kaufmann, CEO der Stadtwerke-Allianz Swisspower, welche das Projekt mitinitiiert hat, sagt: „Das Projekt zeigt: Für ein erneuerbares und klimaneutrales Energiesystem müssen wir zusammenarbeiten, über Unternehmensgrenzen hinweg.“ Das Bundesamt für Energie (BFE) unterstützt das Projekt im Rahmen seines Pilot- und Demonstrationsprogramms.

    Anlagen wie die in Dietikon entstehende sind für die Umsetzung der Energiestrategie 2050 wichtig. Die sieht vor, den Strom aus der Kernkraft durch Solar-, Wasser- und Windkraft zu ersetzen. Damit wird künftig im Sommer viel mehr Strom produziert als verbraucht. Im Winter hingegen, wenn der Energiebedarf grösser ist, muss die Schweiz Strom importieren. Power-to-Gas ist eine Schlüsseltechnologie, um überschüssigen erneuerbaren Strom saisonal zu speichern.