Schlagwort: preise

  • Preise für Wohnen entwickeln sich unterschiedlich

    Preise für Wohnen entwickeln sich unterschiedlich

    Wer eine Eigentumswohnung erwerben wollte, musste im Juli etwas mehr ausgeben als im Vormonat. Konkret zogen die Preise für Eigentumswohnungen im Durchschnitt um 0,6 Prozent an, informiert die SMG Swiss Marketplace Group (SMG) in einer Mitteilung zum aktuellen Swiss Real Estate Offer Index. In der SMG Swiss Marketplace Group sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

    Die Preise für Einfamilienhäuser fielen im Juli hingegen um durchschnittliche 1,1 Prozent geringer als im Juni aus. Damit liege das Preisniveau in etwa auf dem Stand von Ende 2023, heisst es in der Mitteilung. «Für viele potenzielle Käufer:innen ist ein Einfamilienhaus ungeachtet des neuerlichen Rückgangs nach wie vor nur noch schwer tragbar», wird Martin Waeber dort zitiert. Der Erwerb einer Eigentumswohnung mit geringerer Wohnfläche stelle für viele daher die einzige Alternative dar, so der Managing Director Real Estate bei SMG. Dies führt Waeber zufolge zu einer Verschiebung der Nachfrage mit Auswirkungen auf die Preise der beiden Wohneigentumsarten.

    Bei den Angebotsmieten haben die Immobilienfachleute von SMG im Juli einen schweizweiten Rückgang um 2,2 Prozent gegenüber Juni beobachtet. Er fiel mit 3,7 Prozent am stärksten im Tessin aus. Es folgen die Zentralschweiz und die Grossregion Zürich mit Rückgängen von jeweils 3,2 Prozent. Den geringsten Rückgang zeigten die Angebotsmieten mit durchschnittlich 0,5 Prozent in der Nordwestschweiz.

  • So kann eine 10-Millionen-Schweiz gelingen

    So kann eine 10-Millionen-Schweiz gelingen

    Lardi betonte die Notwendigkeit besserer Rahmenbedingungen, um der Wohnungsknappheit entgegenzuwirken. Er präsentierte vier zentrale Forderungen. Energetische Sanierungen und Aufstockungen können zusätzliche Nutzfläche schaffen, ohne neue Flächen zu verbrauchen. Es gehe nicht um Wolkenkratzer, sondern um moderate Erhöhungen bestehender Gebäude. Umnutzung von Büro- in Wohnflächen, denn die strikte Trennung zwischen Wohn- und Arbeitszonen sei veraltet. Mischzonen könnten die Verkehrsbelastung verringern und Wohnraum schaffen. Fehlregulierungen im Mietwohnungsrecht und Steuerprivilegien führen zu einer ungerechten Verteilung der Wohnfläche. Eine Liberalisierung könnte älteren Wohnraum freigeben und die Preise stabilisieren. Einsprachen und langwierige Bewilligungsverfahren seien die grössten Hindernisse. Diese müssten gestrafft werden, um schneller neuen Wohnraum zu schaffen.

    Wichtige Volksabstimmung
    Der Bau neuen Wohnraums erfordert auch eine kontinuierliche Erneuerung der Verkehrsinfrastruktur. Das Strategische Entwicklungsprogramm Nationalstrassen ist hier von zentraler Bedeutung. Im November 2024 wird über diese Vorlage abgestimmt, die sechs grosse Projekte zur Engpassbeseitigung umfasst. Der Schweizerische Baumeisterverband befürwortet ein Ja zur Vorlage und fordert ein leistungsfähiges Mobilitätsangebot, bei dem alle Verkehrsmittel kombiniert werden. Lardi hob auch die Bedeutung des neuen Umweltschutzgesetzes hervor, das Lärmschutzkriterien anpasst und den Bau von Wohnungen ermöglicht, die bisher aus Lärmschutzgründen blockiert waren.

    Illustre Gastauftritte
    Zu den Highlights der Veranstaltung zählte das Referat von Bertrand Piccard, der die Rolle der Bauwirtschaft im Kampf gegen den Klimawandel betonte. Ökonom Martin Neff erläuterte, wie eine wachsende Bevölkerung die Prosperität eines Landes beeinflusst und wie durch Abbau von Regulierungen mehr Wohnraum geschaffen werden kann. Bauingenieur Pirmin Muff zeigte praktische Umsetzungsansätze für die Bauwirtschaft. Regierungsrat Martin Neukom überbrachte das Grusswort des gastgebenden Kantons Zürich.

    HGC-Jubiläum und Bau-Party
    Den Abschluss des von Mascha Santschi moderierten Grossanlasses bildeten ein Networking-Apéro, das Abendessen und die legendäre Bau-Party. Für musikalische Unterhaltung sorgte die 21-jährige Sängerin Joya Marleen aus St. Gallen, eine der aufstrebenden Stars der Schweizer Musikszene.

  • PropTech-Startup sichert sich drei Preise im Juni 2024

    PropTech-Startup sichert sich drei Preise im Juni 2024

    Optiml hat nur gute zwei Monate nach der Lancierung seiner NetZero Investitions- und Renovierungsplanung für die Immobilienwirtschaft im Juni 2024 laut seiner Mitteilung drei angesehene Preise gewonnen. Das im Technopark Zürich ansässige Unternehmen wurde in Berlin mit dem ZIA PropTech of the Year Award des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) ausgezeichnet, unter der Schirmherrschaft von CBRE, dem weltgrössten Immobiliendienstleistungs- und Investment-Unternehmen mit Sitz im texanischen Dallas. Zudem erhielt Optiml einen W.A. De Vigier Award der gleichnamigen Solothurner Stiftung. Und bei der Venture Startup Competition resultierte ein 2. Platz in der Kategorie ICT.

    «Optiml bietet mit seiner NetZero Investitions- und Renovierungsplanung eine digitale Lösung für einen der drängendsten Pains unserer Immobiliendekade», sagte die Juryvorsitzende des ZIA Awards, Prof. Dr. Verena Rock, laut einer Mitteilung des ZIA bei der Preisverleihung. «Mit dieser Lösung können bei der energetischen Sanierung Budgets, Cash-Flows und Renditen auf Asset- und Portfolioebene endlich digital abgebildet werden.»

    Die Sanierungs- und Dekarbonisierungssoftware der 2022 gegründeten Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich beruht auf jahrelanger Forschung in der ETH-Gruppe Nachhaltigkeit und Technologie (SusTec). Sie bedient sich wissenschaftsbasierter Optimierungsalgorithmen und Künstlicher Intelligenz.

    Die Auszeichnungen bekräftigen nach den Worten von Evan Petkov, CEO und Mitgründer von Optiml, «dass die Branche bisher nichts Vergleichbares für Sanierungs- oder Dekarbonisierungspläne gesehen hat». Nun wolle Optiml erst den DACH-Raum und dann Europa von seiner Software überzeugen.

  • Preisanstieg bei Ferienwohnungen in den Alpen

    Preisanstieg bei Ferienwohnungen in den Alpen

    Die Preise von Ferienwohnungen im touristischen Alpenraum sind im ersten Quartal 2024 um 4 Prozent höher ausgefallen als im Vorjahresquartal, informiert die UBS in einer Mitteilung zu ihrer Studie «Alpine Property Focus 2024». Verbier hat dabei mit Preisen von mindestens 21’500 Franken pro Quadratmeter für eine Zweitwohnung im gehobenen Segment den bisherigen Spitzenreiter Engadin/St.Moritz GR abgelöst. Dort sind Ferienwohnungen im gehobenen Segment ab 21’200 Franken pro Quadratmeter zu haben. Zermatt VS vervollständigt das Trio der teuersten Destinationen mit Quadratmeterpreisen ab 19’900 Franken.

    Die Fachleute der Zürcher Grossbank führen den Preisanstieg auf eine generell hohe Nachfrage nach Ferien in den Bergdestinationen zurück. Ausgebuchte Hotels in den Spitzenzeiten erhöhten die Zahlungsbereitschaft für die eigenen vier Wände. Das Preisniveau werde zudem von der starken Immobiliennachfrage bei schwacher Neubautätigkeit gestützt.

    In diesem Jahr gehen die Immobilienfachleute allerdings von einer Stagnation der Preise für Zweitwohnungen aus. «Derzeit spricht vieles gegen eine Fortsetzung des aktuellen Preisbooms», wird Maciej Skoczek, Immobilienökonom bei UBS CIO GWM und Hauptautor der Studie, in der Mitteilung zitiert. «Die konjunkturelle Schwächephase wird die Nachfrage nach Zweitwohnungen dämpfen. Kaufinteressenten dürften die geforderten Preise vermehrt kritisch hinterfragen.» Mittelfristig wird die Nachfrage nach Ansicht der UBS von den kaufkräftigen Angehörigen der geburtenstarken Jahrgänge und aus dem Ausland gestützt.

  • Reaktion der Schweizer Zinsmärkte auf globale und lokale Inflationsentwicklungen

    Reaktion der Schweizer Zinsmärkte auf globale und lokale Inflationsentwicklungen

    Im April dieses Jahres stieg die Inflationsrate in der Schweiz überraschend von 1.04% auf 1.37%. Dieser Anstieg, der sich in fast allen Subindizes widerspiegelt, bleibt dennoch unter der kritischen Marke von 2.00%. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass die Inflation kontrollierbar bleibt und keine drastischen Massnahmen erfordert. Die Schweizer Nationalbank hatte bereits einen moderaten Anstieg der Inflation erwartet und scheint nun bestätigt zu werden, dass dieser Anstieg nicht von Dauer sein wird.

    Einfluss der globalen Zinspolitik auf die Schweiz
    Die jüngsten US-Inflationsdaten haben nicht nur auf internationalen Märkten, sondern auch auf den Schweizer Zinsmärkten für Beruhigung gesorgt. Die positive Reaktion auf die US-Daten hat die Zinsswap-Sätze in der Schweiz gesenkt und deutet darauf hin, dass eine Zinssenkung im Juni fast sicher ist. Die geldpolitischen Entscheidungen der SNB hängen stark davon ab, wie die Europäische Zentralbank (EZB) und die Federal Reserve (Fed) ihre Zinssätze anpassen. Die aktuellen Entwicklungen zeigen eine Synchronisierung der Zinspolitik auf globaler Ebene, die den Schweizer Franken und die Inflationsprognosen beeinflusst.

    Zukünftige Erwartungen und geldpolitische Prognosen
    Die SNB hält weiterhin an der Möglichkeit fest, den Leitzins um 25 Basispunkte zu senken, mit einer potenziellen weiteren Senkung bis Ende des Jahres, abhängig von den Aktionen der EZB und der Fed. Diese Anpassungen sind wesentlich, um den Franken im Kontext globaler Währungsdynamiken zu stabilisieren und eine zu starke Aufwertung, die die Exportwirtschaft belasten könnte, zu verhindern. Trotz der aktuellen Inflationserwartungen und der schwächeren Position des Franken bleibt die SNB proaktiv und anpassungsfähig in ihrer geldpolitischen Strategie.

  • Immobilienmarkt zeigt leichte Entspannung

    Immobilienmarkt zeigt leichte Entspannung

    Die Preise für Einfamilienhäuser sind im Februar um 1,0 Prozent gegenüber Januar gesunken, informiert die SMG Swiss Marketplace Group (SMG) in einer Mitteilung zum aktuellen Swiss Real Estate Offer Index. Damit sei der deutliche Anstieg der Preise zum Jahresbeginn wieder zurückgenommen worden, schreiben die Fachleute von SMG. In der SMG Swiss Marketplace Group sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

    In den letzten zwölf Monaten sind die Preise für Einfamilienhäuser mit einem nur leichten Anstieg um 0,1 Prozent relativ stabil geblieben. Auch am Markt für Stockwerkseigentum haben die Fachleute von SMG eine Beruhigung registriert. Hier wurde im Februar eine Nullrunde beobachtet. Nach deutlich stärkeren Anstiegen in den Vorjahren legten die Preise über die letzten zwölf Monate hinweg schweizweit durchschnittlich nur noch 2,9 Prozent zu.

    Die Angebotsmieten für Wohnungen gaben im Februar schweizweit um durchschnittlich 0,6 Prozent gegenüber Januar nach. Innerhalb der Regionen fielen die Angebotsmieten vor allem in der Zentralschweiz, der Grossregion Zürich, dem Tessin und der Ostschweiz geringer als im Vormonat aus. Die Angebotsmieten im Mittelland und der Genferseeregion legten hingegen leicht zu.

    «Nach einem mehrmonatigen Anstieg brachte der Februar einen Lichtblick für Wohnungssuchende», wird Martin Waeber, Managing Director Real Estate der SMG Swiss Marketplace Group, in der Mitteilung zitiert. Ihm zufolge hängt dies unter anderem mit der geplanten Beibehaltung des mietrechtlichen Referenzzinssatzes auf aktuellem Niveau zusammen.

  • Einschätzung des Zinsmarktes

    Einschätzung des Zinsmarktes

    Die aktuellen Daten zur Inflation zeigen eine Kerninflation von 1,50%, was als positives Zeichen gesehen wird. Miet- und Energiekosten tragen wesentlich zu den jüngsten monatlichen Anstiegen bei, wobei Mieten sowohl im Quartals- als auch im Jahresvergleich gestiegen sind. Zukünftige Auswirkungen von Mietpreisanpassungen, die durch den im Juni 2023 aktualisierten hypothekarischen Referenzzinssatz verursacht wurden, werden ab November sichtbar sein.

    Das Bundesamt für Wohnungswesen hat bestätigt, dass der Referenzzinssatz im September bei 1,50% bleibt. Dennoch könnte eine Erhöhung des Durchschnittszinssatzes auf über 1,625% im Dezember zu weiteren Mietpreisanstiegen und damit zu Inflationsspitzen im kommenden Jahr führen.

    Die verzögerten Auswirkungen der Geldpolitik werden zunehmend spürbar, insbesondere auf dem Arbeitsmarkt der Schweiz, wo die Arbeitslosigkeit allmählich ansteigt und die Zahl der offenen Stellen abnimmt.

    Die Quartalsdaten für das zweite Quartal zeigen im Vergleich zum starken ersten Quartal (+0,90%) nur ein geringes Wachstum von 0,02%. Die SECO erwartet dennoch ein positives Wirtschaftswachstum für das Jahr 2023 und einen kontinuierlichen Rückgang der Inflation. Diese Trends untermauern die Erwartung, dass keine weiteren Zinsanpassungen durch die SNB erforderlich sind.

    Die Swapkurve hat sich im Vergleich zum letzten Monat abgeflacht und zeigt weiterhin eine gewölbte Struktur. Die kurzfristigen Swapsätze deuten auf eine geringe Chance für eine Zinserhöhung im September hin.

    Prognose von Avobis
    Es erscheint sehr wahrscheinlich, dass die SNB den Leitzins in der kommenden Sitzung am 21. September unverändert lassen wird. Der Einfluss von Mietpreissteigerungen auf die Inflation bleibt eine Variable, die genau beobachtet werden sollte. Falls bis zum Jahresende keine besorgniserregenden Inflationsanstiege festgestellt werden, könnte die Zinskurve eine inverse Struktur annehmen.

  • Preise für Wohneigentum steigen trotz Zinswende

    Preise für Wohneigentum steigen trotz Zinswende

    Der Markt für selbstgenutztes Wohneigentum bleibt von der Zinswende unberührt, informiert Raiffeisen Schweiz in einer Mitteilung zum aktuellen Transaktionspreisindex der Genossenschaftsbankengruppe. Ihm zufolge lagen die Preise für Einfamilienhäuser im zweiten Quartal 2023 um 1,3 Prozent über denen des Vorquartals. Im Jahresvergleich wurde ein Anstieg um 6,1 Prozent beobachtet. Die Preise für Stockwerkeigentum zogen gegenüber dem Vorquartal um 1,2 und im Jahresvergleich um 5,1 Prozent an.

    „Im Kräftemessen zwischen dünnem Angebot und zinsbedingt höheren Finanzierungskosten behält aktuell die Angebotsknappheit weiterhin die Oberhand“, wird Fredy Hasenmaile, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz, in der Mitteilung zitiert. Den grössten Anstieg haben die Fachleute der Bankengruppe in der Innerschweiz beobachtet. Hier legten die Preise für Einfamilienhäuser um 18,8 Prozent im Jahresvergleich zu. Die Preise für Stockwerkeigentum zogen gleichzeitig um 11,3 Prozent an. Die geringsten Steigerungen legten die Preise für Einfamilienhäuser in Bern (+3,4 Prozent) und der Nordwestschweiz (+3,3 Prozent) vor. Bei Stockwerkeigentum wurden der kleinste Anstieg mit 1,4 Prozent in der Region Zürich beobachtet.

    Die Preise für Einfamilienhäuser gingen mit 7,3 Prozent in urbanen Gemeinden stärker als in anderen Gemeindetypen nach oben. Bei den Eigentumswohnungen lagen touristische Gemeinden mit einem Anstieg um 7,9 Prozent im Jahresvergleich vorn.

  • UBS sieht Ferienwohnungen am Wendepunkt

    UBS sieht Ferienwohnungen am Wendepunkt

    Die Preise für Ferienwohnungen in der Schweiz sind 2022 im Jahresvergleich um durchschnittlich 7 Prozent gestiegen, informiert die UBS in einer Mitteilung zu ihrem aktuellen „UBS Alpine Property Focus“. Die grössten Sprünge mit Anstiegen von 15 bis 20 Prozent haben die Immobilienfachleute der Grossbank in den Destinationen Arosa, Hoch-Ybrig, Flims/Laax und Engelberg ausgemacht. Mit Preisen von rund 20’500 Franken pro Quadratmeter führt die Destination Engadin/St.Moritz aktuell die Rangliste der teuersten Zweitwohnungen im gehobenen Segment an.

    Seit Herbst 2022 haben die Fachleute jedoch eine Abschwächung des Preisanstiegs beobachtet. Sie wird sich nach Aussage von Maciej Skoczek, Immobilienökonom bei UBS CIO GWM und Hauptautor der Studie, auch in den nächsten Quartalen fortsetzen. „Eine Periode stagnierender Preise zeichnet sich ab“, prognostiziert Skoczek.

    Den Erkenntnissen der UBS zufolge haben die Nachfragetreiber aus den Pandemiejahren ihre Kraft mittlerweile verloren. „Hybrides Arbeiten, gepaart mit einer Verlegung des Erstwohnsitzes in den Alpenraum“ wurde nur während der Pandemie genutzt, die ins Inland verlegten Ferien werden mit Wegfall der Beschränkungen wieder durch Auslandsreisen ersetzt.

    Zurückgelassen habe die Pandemie rund 20 Prozent höhere Preise für Zweiwohnungen, schreibt die UBS. Ihren Erhebungen zufolge sind die Gesamtkosten für den Erwerb einer durchschnittlichen Wohnung auch aufgrund der gestiegenen Zinsen auf das Doppelte der Kosten von 2019 gestiegen. „Manche Ferienwohnungseigentümer werden den Verkauf in Betracht ziehen, um Kapitalgewinne zu realisieren und zugleich den gestiegenen Kosten zu entkommen“, meint Skoczek.

  • Kaufen und Mieten im März teurer geworden

    Kaufen und Mieten im März teurer geworden

    Wie der von der SMG Swiss Marketplace Group in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI erhobene Swiss Real Estate Offer Index zeigt, wurden Eigentumswohnungen im März zu 1,0 Prozent höheren Werten ausgeschrieben. Bei den Einfamilienhäusern ist ebenfalls eine, wenn auch geringere Zunahme von 0,3 Prozent zu verzeichnen. Die Zahl der ausgeschriebenen Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen ist in den letzten Monaten gestiegen, was grundsätzlich für eine Verbesserung der angespannten Situation im Immobilienmarkt sprechen würde. «Allerdings sehen wir, dass Verkäufer:innen von Eigenheimen vorerst weiter von einer stärkeren Zahlungsbereitschaft ausgehen, wie die aktuelle Erhöhung der Preisforderungen zeigt», sagt Martin Waeber, Managing Director Real Estate, SMG Swiss Marketplace Group. 

    Wohnungssuchende müssen mit höheren Mieten rechnen 
    Auf den allgemeinen Umzugstermin per Ende März hin sind die Angebotsmieten im Landesmittel um 0,8 Prozent gestiegen. Innert Jahresfrist zeigt sich eine stattliche Zunahme von 4,6 Prozent. Allerdings gibt es regional grosse Unterschiede bei der Mietpreisentwicklung: Am stärksten zugenommen haben die Werte in der Zentralschweiz (2,2 Prozent), insbesondere durch die Preistreiber Zug und Luzern. Etwas moderater sind die Steigerungen in der Ostschweiz (1,1 Prozent), in der Grossregion Zürich (1,0 Prozent) sowie in der Genferseeregion (0,9 Prozent). Kaum Veränderung gab es im Mittelland (0,1 Prozent), während die Angebotsmieten in der Nordwestschweiz (-0,3 Prozent) und im Tessin (-0,3 Prozent) leicht gesunken sind. 

    Insbesondere in den drei Grossregionen Zürich, Zentralschweiz und Genfersee ist aufgrund der bestehenden Wohnungsknappheit, der andauernden Zuwanderung sowie dem auf Juni zu erwartenden Entscheid zum Referenzzinssatz in den kommenden Monaten mit weiteren Preispreissteigerungen zu rechnen.

  • Stromleitung und Katalysator der OST gewinnen Innovationspreis

    Stromleitung und Katalysator der OST gewinnen Innovationspreis

    Die 19. Innovationspreise der Stiftung zur Förderung und Unterstützung technologieorientierter Unternehmungen Rapperswil (Futur) gehen an zwei Studierendenprojekte der Ostschweizer Fachhochschule. Seit dem Herbstsemester 2008 schreibt die Stiftung unter den Studierenden der OST – Ostschweizer Fachhochschule in Rapperswil einen Innovationspreis aus, mit dem besonders innovative, später vermarktbare Konzepte ausgezeichnet und gefördert werden.

    Mit dem Hauptpreis in Höhe von 10’000 Franken wird die luftisolierte Stromleitung namens Hivoduct gefördert. Sie wurde von Studierenden um Prof. Dr. Michael Schueller am Institut für Energietechnik entwickelt. „Wir konnten damit eine verlustarme, unsichtbar verlegbare und einfach installierbare Lösung für den dringend nötigen Ausbau von Stromnetzen und für energieintensive Industrien entwickeln“, wird Schueller in einer Medienmitteilung der Fachhochschule zitiert. Das Hivoduct-Kabel ist den Angaben zufolge bereits in einem Pilotprojekt im Zürcher Seefeld und in einer Hochstromanlage in Deutschland im Einsatz. Die SBB will sie in einem Umspannwerk verwenden.

    Mit dem Anerkennungspreis in Höhe von 6000 Franken wurde der Katalysator SelfCat ausgezeichnet, der sich selbst regeneriert. Er wurde von der Fachgruppe für Advanced Materials and Processes um Prof. Dr. Andre Heel entwickelt. Um den Originalzustand wiederzuerlangen, genügt es laut Projektleiter Heel, ihn kurz bei hoher Temperatur zu lüften. Er lasse sich an zahlreiche Prozesse anpassen und spiele daher eine wichtige Rolle bei der Abgasreinigung und bei der Produktion von nachhaltigen synthetischen Energieträgern.

  • Raiffeisen befürchtet Wohnungsnot

    Raiffeisen befürchtet Wohnungsnot

    Die Leerstände sinken in allen Schweizer Kantonen rapide. Damit steigen neben den Preisen für Eigenheime jetzt auch die Mieten. Knappheit ausserhalb der besten Lagen sei am Mietwohnungsmarkt ein noch jüngeres Phänomen, schreibt der Raiffeisen Economic Research in der Übersicht zu seiner aktuellsten Immobilienstudie Schweiz/4Q22. Entsprechend überschreibt er sie mit dem Titel „Betongold verliert an Glanz“.

    Demnach spiegele sich die Ende der 2010er Jahre eingeleitete starke Drosselung der Wohnungsproduktion nun zeitverzögert wider. „Das höhere Zinsniveau und die Bauteuerung mindern die Anreize für den Wohnungsbau zusätzlich“, wird Martin Neff, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz, zitiert. „Gleichzeitig treiben der akute Fachkräftemangel und der Krieg in der Ukraine die bereits starke Zuwanderung kräftig nach oben.“ Seine düstere Prognose: „Wir steuern mit Vollgas auf eine Wohnungsnot zu.“

    Diese ist laut der Studie in einigen Mietwohnungsmärkten bereits Realität. Demnach weisen die Kantone Genf, Zürich und Zug bereits Leerstandsquoten von deutlich unter 1 Prozent auf, so Neff. Bis 2024 dürfte das landesweit der Fall sein. Bis dahin drohten auch Bestandsmieterinnen und -mietern Mietzinserhöhungen um bis zu 10 Prozent.

    Dagegen sind die Angebotspreise für Einfamilienhäuser im dritten Quartal 2022 erstmals seit langem leicht gesunken, um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Eine dauerhafte Entspannung werde sich angesichts sehr knappen Wohneigentum jedoch nicht einstellen, so Neff.

    Bei den Renditeliegenschaften sieht Raiffeisen eine „Zeitenwende“ und „dunkle Wolken“ aufziehen: Mit dem abrupten Ende der Negativzinsära spreche Vieles für einen deutlichen Nachfragerückgang bei Anlageobjekten.

  • Rückgang der Preise für Häuser, Preisentwicklung drittes Quartal 2022

    Rückgang der Preise für Häuser, Preisentwicklung drittes Quartal 2022

    Zum ersten Mal seit der Covid-Pandemie sind die Hauspreise in 14 Kantonen zurückgegangen, vor allem in Zürich, Basel, der Zentralschweiz und im Jura. Die stärksten Preisrückgänge sind in den Kantonen Glarus (-1,9%) und Jura (-1,6%) verzeichnet worden. Da der Bestand an zum Verkauf stehenden Immobilien seit Jahresbeginn um 14% gestiegen ist, ist es wahrscheinlich, dass sich dieser Trend in den kommenden Monaten fortsetzen wird.

    In den Alpenkantonen steigen die Preise hingegen weiter an. Im Wallis sind die Preise für Häuser um 1,6% und die für Wohnungen um 1,7% in einem Quartal gestiegen. Dasselbe gilt für Graubünden, wo der Wert von Wohnungen um 1,5% zugenommen hat.

    Preise für Wohnungen weniger empfindlich

    Die Preise für Wohnungen reagieren weniger empfindlich auf den Anstieg der Hypothekarzinsen. In zwei Kantonen ist eine leichte Preiskorrektur verzeichnet worden -0,3% in Neuenburg und Uri. In den grossen Agglomerationen hat sich der Preisanstieg fortgesetzt +1,3% in Zürich, +1,0% in Basel und +0,9% in Genf.

    «Insgesamt verlangsamt sich der Schweizer Immobilienmarkt unter dem Einfluss steigender Hypothekarzinsen auf ein ähnliches Tempo wie in der Zeit vor der Pandemie. Es ist schwierig vorherzusagen, was in den kommenden Monaten passieren wird, aber ein weiterer Anstieg der Zinsen ist sehr wahrscheinlich. Dies könnte zu einem noch stärkeren Preisrückgang im ganzen Land führen», so die Analyse von Jonas Wiesel.

    Detaillierte Infos unter: https://realadvisor.ch/de/schweizer-immobilienpreis-barometer-q3-2022

  • Immobilienmarkt Schweiz – Zinswende, na und?

    Immobilienmarkt Schweiz – Zinswende, na und?

    Nach Jahren des Überangebots stehen die Zeichen im Mietwohnungsmarkt nun klar auf Knappheit. Obwohl die Nachfrage auch künftig das Wohnungsangebot übersteigt, reagiert die Immobilienbranche bisher nicht mit einer höheren Wohnungsproduktion. Solange die Mieten nicht kräftig ansteigen, fehlen im aktuellen Marktumfeld die Anreize für die Ausweitung des Wohnungsbaus. «Die noch  vorhandenen Leerstandreserven werden bald erschöpft sein. Denn die Nachfrage durch Zuwanderung, Individualisierung und demografische Alterung steigt weiter,

    während gleichzeitig immer weniger neue Wohnungen gebaut werden. Deutlich anziehende Angebotsmieten sind somit nur noch eine Frage der Zeit und das Thema wird auf der politischen Agenda nach oben rücken», so Neff.

    Verdichtung schreitet gemächlich voran
    In der Schweiz wird es immer enger. Die hierzulande neu erstellten Gebäude werden immer höher, die darin erstellen Wohnungen immer kleiner und in den Wohnbauzonen wohnen immer mehr Menschen pro Fläche. Mit dem knappen Boden wird also immer haushälterischer umgegangen. Weil der Flächenverbrauch pro Peron aber unvermindert ansteigt und immer mehr Menschen in der Schweiz leben, reicht das Tempo der Verdichtung bei weitem nicht aus, um die Zersiedelung zu stoppen. «Der raumplanerisch geforderten schnelleren Verdichtung stehen hohe Hürden im Weg. Die Baukosten von Projekten mit höherer Dichte sind deutlich höher als bei einem Neubau auf grüner Wiese. Zusätzlich beschränken, verkomplizieren oder verunmöglichen strenge, unflexible und uneinheitliche Bau- und Zonenordnungen die Verdichtungsbestrebungen. Eine sehr liberale Einsprachepraxis erhöht den Planungsaufwand für Projekte mit hohem Verdichtungspotenzial und führt zu immer grösseren administrativen Aufwänden», so Martin Neff. Beispielsweise hat sich die durchschnittliche Dauer vom eingereichten Baugesuch bis zur erteilten Baubewilligung von Gebäuden mit mehr als drei Wohnungen in den letzten 20 Jahren von 92 Tagen auf 150 Tage deutlich erhöht.

    Platzende Blasen in der virtuellen Welt
    Der Handel mit digitalen Vermögenswerten auf Basis der Blockchain-Technologie hat im Zuge des Kryptowährungs-Booms einen regelrechten Hype erlebt. Mittlerweile können in der digitalen Welt, dem sogenannten Metaverse, auch Grundstücke und Immobilien erworben werden. Je attraktiver ein Stück des digitalen Bodens ist, desto mehr wird dafür bezahlt. Die relative Attraktivität definiert sich dabei stark dadurch, wie viele Spieler sich in der Nähe des Grundstückes im Schnitt aufhalten. Der Markt für digitale Immobilien hat enorme Preisschübe erlebt. Anfang Januar 2021 wurde beispielsweise in einem der bekanntesten Mataversen «The Sandbox» die durchschnittliche Landparzelle noch für unter 150 US-Dollar gehandelt. Bis Ende des Jahres stieg der Preis auf über 16’000 Dollar, was einer Wertsteigerung von fast 11’000 Prozent entspricht. Bis Ende Juni 2022 sind die Preise auf 2’500 Dollar regelrecht zusammengefallen. Eine solche Blasenbildung mit anschliessendem Platzen war in den letzten Monaten in vielen Metaverse-Projekten zu beobachten. Begünstigt wird dies unter anderem durch die Tatsache, dass viele Projekte aus technischen Gründen an Kryptowährungen gebunden sind, deren Zukunft sich heute ebenfalls noch nicht abschätzen lässt. «Aufgrund der extremen Volatilität, den offensichtlichen Blasenbildungstendenzen und der infrage zustellenden Absichten vieler Anbieterinnen und Anbieter bleibt Virtual Real Estate primär ein Spielfeld für sehr risikofreudige Spekulanten», so Martin Neff.

    Die Studie «Immobilien Schweiz» bietet jedes Quartal eine ausführliche Lagebeurteilung des Schweizer Immobilienmarkts. Die aktuelle Studie sowie weitere Informationen gibt es auf raiffeisen.ch/casa.

  • Wohnen wird für alle spürbar teurer

    Wohnen wird für alle spürbar teurer

    Die gestiegene Zinsbelastung kann der Nachfrage nach eigenen vier Wänden bisher nichts anhaben. Kaufinteressierte für Eigenheime sind „weiterhin in Kauflaune“, heisst es in einer Medienmitteilung auf immoscout24.ch. Die dort vorgestellten Daten stützen sich auf den Real Estate Offer Index. Er wird von der SMG Swiss Marketplace Group in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI erhoben. Immoscout24.ch ist ein Marktplatz der SMG.

    Demnach hat sich auf Anbieterseite die Preiserwartung trotz der Anhebung des Leitzinses um 0,5 Prozentpunkte nicht reduziert. Einfamilienhäuser kosteten 2 Prozent mehr, Eigentumswohnungen wurden innert Monatsfrist zu 0,7 Prozent höheren Preisen inseriert. „Mit der erhöhten Zinslast und der generellen Kostensteigerung für Unterhalt und Investitionen wird das Wohnen im Eigenheim spürbar teurer“, wird Martin Waeber von SMG zitiert. Entsprechend sei eine Verlangsamung der Preisentwicklung wahrscheinlich.

    Die inserierten Mietpreise sind im vergangenen Monat mit 0,3 Prozent ebenfalls leicht gestiegen. Zusätzlich würden die deutlich teureren Erdöl- und Gaspreise zu „signifikant höheren Auslagen“ führen.

    Bei institutionellen Investoren könnte die Nachfrage nach Renditeliegenschaften sinken. Dies habe womöglich eine verminderte Bautätigkeit und damit eine Verknappung des Angebots an Mietwohnungen zur Folge. Abzuwarten sei, wie sich die Angebotsmieten langfristig entwickeln.

  • Preise für Wohneigentum steigen weiter

    Preise für Wohneigentum steigen weiter

    Die Preise für Wohneigentum sind im April weiter gestiegen, informiert der zur Zürcher SMG Swiss Marketplace Group gehörende Freiburger Immobilienmarktplatz ImmoScout24 in einer Mitteilung. Dem von der Gruppe in Zusammenarbeit mit dem Immobilienberatungsunternehmen IAZI erhobenen aktuellen Swiss Real Estate Offer Index zufolge zogen die Preise für Einfamilienhäuser im April im Vergleich zum März um 0,6 Prozent an. Über die letzten zwölf Monate hinweg wurde ein Anstieg um 8,3 Prozent gemessen.

    Die Preise für Eigentumswohnungen legten im April im Monatsvergleich mit 1,4 Prozent noch stärker zu. Gegenüber dem April 2021 haben die Analysten des Index einen Preisanstieg um 8,1 Prozent beobachtet.
    Die Mieten blieben im April hingegen schweizweit sowohl im Monats- als auch im Jahresvergleich fast unverändert. Ein leichter Rückgang bei den Angebotsmieten in der Grossregion Zürich glich dabei Anstiege in der Ostschweiz, der Nordwestschweiz und im Tessin aus.

    Für die Zukunft gehen die Analysten von einer Abschwächung der Preisdynamik für Wohneigentum aus. „De facto steigen seit einigen Monaten die Hypothekarzinsen, was die Finanzierung von Immobilien verteuert“, erläutert Martin Waeber, Managing Director Real Estate, SMG Swiss Marketplace Group, in der Mitteilung. „Je stärker diese Kosten steigen, desto wahrscheinlicher wird eine Beruhigung der Preisentwicklung.“ In der SMG Swiss Marketplace Group sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Investoren stehen Schlange vor erstklassigen Immobilien

    Investoren stehen Schlange vor erstklassigen Immobilien

    Wer heute eine Immobilie an bester Lage erstehen will, braucht viel Geld und Geduld. Vor Büro- und Wohngebäuden mit hervorragender Erschliessung bilden sich heute lange virtuelle Schlangen von Investoren, die ihre Mittel möglichst sicher anlegen wollen. Bieterverfahren treiben die Preise auf neue Höchstwerte: In der Zürcher Goldküsten-Gemeinde Zumikon etwa erwarb ein Käufer kürzlich ein nicht mehr benötigtes, nur eine Minute neben einer ÖV-Station gelegenes Feuerwehrgebäude mit einigen Wohnungen für rund CHF 21 Mio. 37 Interessenten hatten sich beworben, der Endpreis lag fast zweieinhalb Mal so hoch wie der von der Gemeinde aufgrund einer professionellen Schätzung vorgegebene Mindestpreis von CHF 8.7 Mio. Im Fokus der Anleger standen 2021 vor allem sogenannte Core-Objekte: „Als risikoarme Anlageklasse sind erstklassige Immobilien nach wie vor ohne Alternative“, begründet Yonas Mulugeta, CEO von CSL Immobilien, diese in den Zentren beobachtbare Entwicklung.

    Die Preisentwicklung führte 2021 dazu, dass die Netto-Anfangsrenditen in den meisten Segmenten des Investmentmarkts weiter auf neue Tiefstwerte sanken – dies, obwohl die meisten Investoren eher eine Seitwärtsbewegung erwartet hatten. Wohnliegenschaften erstklassiger Güte rentierten im Landesschnitt mit 1.85% (Vorjahr 2.1%). Noch stärker sanken die Renditen für Top-Büroobjekte: Diese fielen mit 1.9% (Vorjahr 2.35%) sogar knapp auf das Niveau der Wohnimmobilien.

    Ein Grund dafür: Investoren, die im Wohnmarkt nicht mehr zum Zug kamen, wichen in den Büromarkt aus. Auf Interesse stiessen 2021 auch Gewerbe- und Logistikimmobilien – dies als eine weitere Ausweichbewegung von Investoren, die vom boomenden Onlinehandel profitieren wollen.

    Leere Büros in der Peripherie

    Auch die Unternehmen fokussierten ihre Nachfrage 2021 noch stärker auf zentrale Standorte. Der grössere Teil der in den vergangenen sechs Monaten verfügbaren Büroflächen von 2.43 Mio. m2 (Vorjahr 2.26 Mio. m2) entfiel deshalb auf Liegenschaften ausserhalb der städtischen Zentren. Im Wirtschaftsraum Zürich waren in den vergangenen sechs Monaten rund 910’000 m2 Bürofläche inseriert (Vorjahr 812’000 m2). Damit ist das Angebot innerhalb eines Jahres um 12% gestiegen – ähnlich stark wie in den Wirtschaftsräumen Bern (+14%) und Genf (+12%).

    Der Fokus der Unternehmen auf zentrale Bürostandorte ist insbesondere auch auf die Pandemie zurückzuführen. Viele Mitarbeitende haben sich an das Homeoffice gewöhnt. Um sie zumindest teilweise zurück ins Büro zu holen und dort einen neuen Alltag zu etablieren, muss dieses attraktiv sein. Neben der zentralen Lage mit guter Verkehrsanbindung gehört dazu ein ansprechendes Interieur, das Kreativität und Teamprozesse fördert. Unternehmen, die dies nicht bieten können, haben auf dem Arbeitsmarkt einen Nachteil.

    Eigenheimpreise flächendeckend gestiegen

    Auch im Wohnmarkt machte sich die Pandemie bemerkbar: Das Zuhause gewann an Bedeutung. Gleichzeitig löste das Homeoffice in vielen Haushalten ein Platzproblem aus. Dies führte zu einer steigenden Nachfrage – insbesondere im Eigentumssegment, das weiterhin vom attraktiven Finanzierungsumfeld profitiert. Auf der Angebotsseite kam nur wenig Neues hinzu. Die Folge waren fast flächendeckend steigende Preise für Eigenheime. Dieser Trend dürfte sich 2022 fortsetzen – die Hypothekarzinsen bleiben auf tiefem Niveau, auch wenn sie zuletzt leicht gestiegen sind.

    Im Mietwohnungssegment wirkte sich die gestiegene Nachfrage insbesondere strukturell aus: Gesucht waren 2021 vor allem grössere Objekte, während das Interesse an 1- bis 2.5-Zimmer-Wohnungen an vielen Lagen spürbar abnahm. Die Erfahrung von CSL Immobilien im Markt zeigt: Paare beziehen heute kaum mehr eine 2.5-Zimmer-Wohnung, sondern suchen mindestens eine Wohnung mit 3.5, lieber noch mit 4.5 Zimmern. Dies zeigt sich auch in den Zahlen: Im Kanton Zürich stieg der Anteil der 1- bis 2.5-Zimmer-Wohnungen unter den leerstehenden Wohnungen 2021 auf 27%, ein Jahr zuvor lag dieser noch bei 22%.

    Die Leerstandsquote im Wohnmarkt sank 2021 aufgrund der grossen Nachfrage über das ganze Land gesehen auf 1.54% (Vorjahr 1.72%).

    Allerdings zeigt die Quote grosse regionale Unterschiede. Im Vergleich der grössten Agglomerationen weist Zug mit 0.4% den tiefsten Wert auf, Olten-Zofingen mit 3.8% den höchsten. Im Kanton Zürich lag die Leerstandsquote 2021 bei 0.72% (Vorjahr 0.91%). In der Stadt Zürich stieg die Leerstandsquote 2021 zwar minimal an, zeigte aber mit 0.17% (Vorjahr 0.15%) immer noch einen äusserst ausgetrockneten Markt.

  • Zuwanderung beeinflusst Mietpreise der Metropolen

    Zuwanderung beeinflusst Mietpreise der Metropolen

    „Die Schere bei den Wohnungsmietpreisen in den Schweizer Metropolen öffnet sich immer weiter“, leitet Comparis eine Mitteilung zu einer Studie über die Mietpreisentwicklung der letzten fünf Jahre ein. Für sie hat der Online-Vergleichsdienst mehr als 683’000 Inserate aus den Jahren 2017 bis 2021 ausgewertet. Den Ergebnissen zufolge entwickelten sich die mittleren Mietpreise der zehn grössten Schweizer Städte gegenläufig. „Hauptgrund für die Entwicklung ist die Abwanderung weg von den kleineren Städten in die Grosszentren“, wird Comparis-Immobilienexperte Leo Hug in der Mitteilung zitiert.

    In Metropolen wie Genf, Zürich und Luzern zogen die Mietpreise über den Berichtszeitraum kräftig an. Bei den 4,5-Zimmer-Wohnungen weist Genf mit einem Anstieg des Medianpreises von 3360 auf 3500 Franken das höchste Wachstum aus. Auch bei den 3,5-Zimmer-Wohnungen legte der mittlere Mietpreis mit einem Anstieg von 2410 auf 2640 Franken in Genf am stärksten zu. Die Preise für 2-Zimmer-Wohnungen zogen  im Berichtszeitraum mit 4,8 Prozent auf 1300 Franken am stärksten in Luzern an. Am tiefsten in die Tasche greifen muss man mit 1650 Franken für eine 2-Zimmer-Wohnung aktuell allerdings in Zürich.

    Die deutlichsten Rückgänge der Medianmieten haben die Analysten von Comparis in Lugano beobachtet. Hier ging der mittlere Mietpreis für grosse Wohnungen von 1900 auf 1700 Franken, der für mittlere Wohnungen von 1650 auf 1450 Franken und der für kleine Wohnungen von 1295 auf 1150 Franken zurück. Mit 985 Franken kann eine 2-Zimmer-Wohnung derzeit am günstigsten in Biel gemietet werden.

    Als mittleren Mietpreis geben die Analysten jeweils den Median an. Im Unterschied zum rechnerischen Durchschnitt bildet der Median den mittleren Wert über alle Mietpreise ab.

  • Wohnungsmieten und -preise ziehen aufs Jahresende hin an

    Wohnungsmieten und -preise ziehen aufs Jahresende hin an

    Wohnungssuchenden wehte im November eine steife Brise entgegen. Mit einem Zuwachs von 1,5 Prozent haben die in Inseraten ausgeschriebenen Mieten schweizweit deutlich zugelegt. Relativiert wird dieser Ausschlag jedoch durch einen Blick auf die längerfristige Entwicklung: Über die letzten zwölf Monate ist die Veränderung mit 1,0 Prozent deutlich gemässigter. Dies zeigt der Swiss Real Estate Offer Index, der von ImmoScout24 in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI AG erhoben wird.

    Treiber des Mietanstiegs im November sind die Grossregion Zürich und das Mittelland mit einem Zuwachs von jeweils 0,6 Prozent. Aufgrund ihrer Marktgrösse prägen diese den schweizweiten Mietindex überproportional. Gestiegen sind die Mietpreise auch in der Zentralschweiz (0,6 Prozent) und in der Ostschweiz (0,4 Prozent). Faktisch keine Veränderungen sind in der Nordwestschweiz (0,2 Prozent) und in der Genferseeregion (0,0 Prozent) zu beobachten, während die Mieten im Tessin gesunken sind (−0,4 Prozent).

    Teurere Eigentumswohnungen, stabile Hauspreise
    Wer eine Eigentumswohnung erwerben möchte, sah sich im November mit 0,6 Prozent höheren Preisen konfrontiert als im Vormonat. Damit liegt der Quadratmeterpreis im landesweiten Durchschnitt aktuell bei rund 8030 Franken. Für eine typische Wohnung mit 110 m² Wohnfläche werden somit 880‘000 Franken verlangt. Kaum verändert haben sich im November die Angebotspreise für Einfamilienhäuser (0,1 Prozent), was einem Quadratmeterpreis von rund 7130 Franken entspricht. Ein typisches Haus mit 160 m² Wohnfläche wird für 1‘140‘000 Franken ausgeschrieben.

    «Die neuerliche Corona-Welle dürfte den Trend steigender Immobilienpreise vorläufig stützen, da im fragilen Wirtschaftsumfeld kaum Zinserhöhungen seitens der Notenbanken zu erwarten sind. Die Dauer dieser Politik hängt jedoch stark von der weiteren Entwicklung der Konsumentenpreise ab, die jüngst deutlich gestiegen sind», sagt Martin Waeber, Managing Director Real Estate, Swiss Marketplace Group.

  • Wohneigentum wird unerschwinglich

    Wohneigentum wird unerschwinglich

    In den Jahren seit 1990 ist die Wohneigentumsquote stetig gestiegen. Nun gehe sie erstmals wieder zurück, schreibt Raiffeisen Schweiz in einer Mitteilung zur Studie „Der ausgeträumte Traum der eigenen vier Wände“ des Raiffeisen Economic Research. „Zwar steigen die Immobilienpreise noch immer, im völlig ausgetrockneten Markt verbauen die extrem hohen Preise und die hohen regulatorischen Hürden der grossen Mehrheit der Schweizer heute aber den Traum der eigenen vier Wände“, wird Martin Neff, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz, dort zitiert. „Am Eigenheimmarkt boomen heute nur noch die Preise.“

    Den Studienautoren zufolge hängen die steigenden Preise unter anderem mit einer stark expansiven Geldpolitik der Zentralbanken zusammen. Gleichzeitig erteilen sie darauf fussenden Spekulationen über ein baldiges Platzen der Immobilienblase eine Absage. „Das herrschende Preisniveau und die starke Aufwärtsdynamik sind noch immer fundamental begründbar und werden nicht durch Spekulation getrieben“, meint Neff. „Auch wenn der Eigenheimmarkt mittlerweile stark aufgebläht ist, wird diese Blase nicht platzen.“

    Eine Entspannung am Eigenheimmarkt erwarten die Studienautoren in naher Zukunft eher nicht. Neff fordert daher „eine offene, unvoreingenommene öffentliche Diskussion über die Zukunft des Schweizer Wohneigentums“ ein. Nach Ansicht des Chefökonomen von Raiffeisen Schweiz kann der immer stärkere Ausschluss grosser Bevölkerungsgruppen vom Wohneigentum  „ohne starken politischen Willen und die Akzeptanz gewisser systemischer Risiken und gesellschaftlicher Kosten“ nicht gebrochen werden.

  • Preise am Aargauer Immobilienmarkt sind im Höhenflug

    Preise am Aargauer Immobilienmarkt sind im Höhenflug

    Der von der Aargauischen Kantonalbank (AKB) herausgegebene Aargauische Immobilienbarometer stellt eine anhaltende starke Steigerung bei den kantonalen Immobilienpreisen fest. Als Haupttreiber dieser Entwicklung nennt der Bericht über die Entwicklung in den vergangenen zwölf Monaten vor allem tiefe Zinsen und knappe Baulandreserven. Zusammen mit der robusten wirtschaftlichen Entwicklung im Nachgang der Corona-Krise habe das zu dem „Boom“ bei den Preisen geführt.

    Der AKB-Immobilienbarometer zeigt die Entwicklung am Markt für Wohneigentum und liefert auch Informationen zu Mieten, Leerstand und Renditen. Das gesamte Dokument kann auf der AKB-Seite heruntergeladen werden.

    Zur regionalen Entwicklung heisst es im Barometer, das Preiswachstum am Aargauer Immobilienmarkt sei „nicht zu bremsen“. In den vergangenen Monaten habe die Entwicklung sogar nochmals deutlich an Tempo gewonnen. Einfamilienhäuser würden zu 5,4 Prozent höheren Preisen gehandelt als vor einem Jahr. Auch beim Stockwerkeigentum liege der Zuwachs bei 4,7 Prozent innert Jahresfrist.

    Über alle 243 Gemeinden im Marktgebiet betrachtet ist laut dem Barometer für den Kauf eines typischen Objekts mit 140 Quadratmetern Wohnfläche, 450 Quadratmetern Grundstück und Garagenplatz mit einem Betrag zwischen 800‘000 und 900‘000 Franken zu rechnen. Die Spannweite der Preise sei jedoch beträchtlich. An begehrten Standorten wie Baden, Rheinfelden und Aarau werde dasselbe Objekt teils mit weit über einer Million Franken gehandelt.

    Die Wohnungsmieten zeigten sich schweizweit innert Jahresfrist unverändert, wie die Auswertung der publizierten Inserate ergeben haben. In der gleichen Periode haben Vermieter in der Region Nordwestschweiz ihre Preisvorstellungen mit 1,4 Prozent etwas erhöht.

  • Anleger rechnen mit Rekordpreisen für Wohnimmobilien

    Anleger rechnen mit Rekordpreisen für Wohnimmobilien

    Die Akteure am Immobilienmarkt blicken zuversichtlich in die Zukunft. Die Stimmung habe sich gegenüber dem Pandemiejahr 2020 deutlich aufgehellt, schreibt KPMG in einer Mitteilung zum aktuellen Swiss Real Estate Sentiment Index des Beratungsunternehmens. Insbesondere bei Wohnimmobilien gehen die Befragten von stark steigenden Preisen aus. Der entsprechende Subindex habe mit 119,2 Punkten einen neuen Höchstwert erreicht, heisst es in der Mitteilung.

    Auf steigende Preise deute auch das sich weiter verknappende Angebot an Wohnimmobilien hin, erläutern die Analysten von KPMG. Hier ist der Subindex von 108,0 Punkten im Vorjahr auf 137,1 Punkte gesunken. Preissteigerung und Verknappung zeigten, „dass die Marktteilnehmer das Wohnsegment noch stärker als bisher als klar bevorzugte Immobilienanlage betrachten“.

    Bei den Preisen für Büroflächen rechnen die Marktakteure mit nur leicht sinkenden Preisen. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich der erwartete Rückgang der Preise abgeschwächt, wird in der Mitteilung erläutert. „Die Nutzer haben sich bereits auf die neuen Gegebenheiten eingestellt, weshalb Flächenreduktionen zurzeit nicht im Zentrum stehen“, wird Beat Seger, Partner und Immobilienexperte bei KPMG, dort zitiert. Lediglich bei Verkaufsflächen gehen die Befragten nach wie vor von deutlich sinkenden Preisen aus.

    Regional gesehen rechnen die Marktakteure für die Regionen Zürich und Genfersee mit deutlich steigenden Preisen am Immobilienmarkt. Leichte Preisrückgänge werden in der Ostschweiz erwartet. Für das Tessin bleiben die Erwartungen wie bereits in den vergangenen Jahren deutlich negativ.

  • Wohneigentum erzielt Rekordpreise

    Wohneigentum erzielt Rekordpreise

    Wer in den eigenen vier Wänden wohnen will, muss tiefer in die Tasche greifen. Die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum seien im zweiten Quartal auf neue Rekordstände gestiegen, informiert Raiffeisen Schweiz in einer Mitteilung zum aktuellen Transaktionsindex der Genossenschaftsbankengruppe. „Trotz grassierender Pandemie und historischer wirtschaftlicher Verwerfungen ist der Wunsch nach Wohneigentum ungebrochen stark“, wird Martin Neff dort zitiert. Für den Chefökonom von Raiffeisen Schweiz sind die „ungebremsten Preisanstiege“ Zeichen für eine „auf ein sehr knappes Angebot“ treffende Nachfrage nach Wohneigentum.

    Die Preise für Einfamilienhäuser lagen im zweiten Quartal 2021 um 2,1 Prozent über denen des Vorquartals, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Im Jahresvergleich zogen die Preise um 6,1 Prozent an. Bei Stockwerkeigentum wurde ein Anstieg um 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal beobachtet. Im Jahresvergleich fielen die Preise um 4,9 Prozent höher aus.

    Nach Regionen betrachtet haben die Analysten von Raiffeisen Schweiz bei Einfamilienhäusern den höchsten Anstieg im Jahresvergleich mit 11,3 Prozent in der Region Genfersee registriert. Auch in der Ostschweiz und der Innerschweiz lagen die Preise um mehr als 9 Prozent über denen des Vorjahresquartals. Die Preise für Stockwerkeigentum zogen innert Jahresfrist mit 7,9 beziehungsweise 7,0 Prozent in den Regionen Südschweiz und Bern an. Für Eigentumswohnungen wurden vor allem in touristischen Gemeinden weit höhere Preise als im Vorjahr erzielt.

  • Preise für Wohneigentum steigen kräftig

    Preise für Wohneigentum steigen kräftig

    Die Preise für Wohneigentum sind 2020 schweizweit um 5 Prozent und im Kanton Zürich um 4 Prozent gestiegen. Einen Grund dafür sieht Ursina Kubli, Leiterin Immobilien-Research der Zürcher Kantonalbank (ZKB), in den tiefen Hypothekarzinsen. Sie seien ein wichtiger finanzieller Ansporn, ein Eigenheim zu erwerben, wird sie in einer Medienmitteilung der ZKB zitiert, die die aktuelle Ausgabe des ZKB-Fachmagazins „Immobilien aktuell“ zusammenfasst. Zum anderen sei das Angebot knapp, „da sich die Bauindustrie nach wie vor auf Mietwohnungen konzentriert, während viele ältere Verkaufswillige mit der Veräusserung zögern.“ Und drittens habe die persönliche Wohnsituation in der Pandemie zunehmend an Bedeutung gewonnen.

    Trotz prekärer Konjunkturlage und entsprechend ungewisser Aussichten für den Arbeitsmarkt gebe es bei knappem Angebot weiterhin viele Kaufwillige. Dies lasse den Schluss zu, dass die für den Eigenheimsektor relevanten Lohnsegmente bisher wenig von der Eintrübung der Konjunktur betroffen waren.

    Weil die Über-60-Jährigen aktuell im Kanton Zürich über die Hälfte aller Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen und sogar mehr als 80 Prozent der Mehrfamilienhäuser besitzen, rechnet die ZKB auf dem Immobilienmarkt mit einem zusätzlichen Angebot in den kommenden Jahren und Jahrzehnten. Weitere Wohnfläche durch die Umwidmung leerstehender Büroflächen zu gewinnen, sei attraktiv, erweise sich jedoch wegen behördlicher Hürden häufig als „harzige Nischenstrategie“.

    Durch die Pandemie gewinne die Mikrolage einer Immobilie zunehmend an Bedeutung. Dabei zähle das Sonnenlicht zu den wichtigsten Faktoren. Durch eine aufwändige Rechnerleistung an 100 Millionen geographischen Punkten sei es dem Immobilien-Research der ZKB erstmals gelungen, die tatsächliche Sonnenscheindauer an den verschiedensten Plätzen auszuwerten. Ein Ergebnis: Die Stadt Zürich wird in den Wintermonaten von anderen Schweizer Städten deutlich übertroffen.

  • Baupreise sind leicht gestiegen

    Baupreise sind leicht gestiegen

    Der Schweizerische Baupreisindex des Bundesamts für Statistik (BFS) erhöhte sich zwischen Oktober 2019 und April 2020 um 0,2 Prozent auf 100 Punkte. Dies ist laut einer Medienmitteilung auf einen Preisanstieg sowohl im Hoch- als auch im Tiefbau zurückzuführen.

    Im Hochbau ist der Anstieg des Preisindexes im vorangehenden Halbjahr hauptsächlich auf höhere Preise bei Sanitäranlagen zurückzuführen. Auch die Kosten für Fenster und Aussentüren hätten zugenommen, wenn auch weniger stark.

    Mit Ausnahme der Zentralschweiz und Zürichs sind die Preise in fast allen Grossregionen gestiegen, vor allem in der Ostschweiz mit einem Plus von 0,8 Prozent. Den deutlichsten Preisrückgang verzeichnet die Zentralschweiz (-0,1 Prozent), gefolgt von Zürich.

    Im Tiefbau wurden im Vergleich zum vorangehenden Halbjahr insbesondere bei den Ingenieurhonoraren und beim Oberbau höhere Preise beobachtet. Dagegen sanken die Preise für den Erd- und Unterbau.

    Ausser in der Ost- und Nordwestschweiz sowie der Genferseeregion verzeichneten alle Regionen eine Preissteigerung. Am grössten war sie in der Zentralschweiz (+1,9 Prozent). Den stärksten Rückgang verbuchte die Ostschweiz (-0,9 Prozent).