Schlagwort: Preisentwicklung

  • HEV-Immobilienumfrage 2025

    HEV-Immobilienumfrage 2025

    Gemäss der Befragung von 432 Immobilienfachleuten steigt das Interesse an Eigentum in nahezu allen Marktsegmenten. Besonders Einfamilienhäuser verzeichnen eine Zunahme der Nachfrage, die bereits über dem Niveau von 2024 liegt. Auch Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäuser bleiben gefragt, während die Zahl der verfügbaren Objekte abnimmt.

    Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage führt zu einer relativen Knappheit, die sich regional unterschiedlich stark auswirkt. Am deutlichsten in bevölkerungsreichen Mittellandkantonen und Wachstumsregionen.

    Bauland und Neubau als Engpässe
    Die hohe Nachfrage nach Bauland verdeutlicht, wie stark der Druck auf künftige Bautätigkeit wächst. Über die Hälfte der Befragten meldet steigendes Interesse an Grundstücken, doch in den meisten Regionen fehlt ausreichendes Bauland in planungsreifer Form.

    Zugleich bleibt die Bautätigkeit zu schwach, um den Bedarf auch nur annähernd zu decken. Hohe Baukosten, langwierige Bewilligungsverfahren und fehlende Flächen dämpfen die Dynamik. Damit verschärft sich die Angebotsknappheit strukturell. Ein Phänomen, das sich bereits seit Jahren abzeichnet.

    Preisdruck setzt sich fort
    Drei Viertel der Befragten erwarten weiter steigende Preise für Wohneigentum im kommenden Jahr. Die Kombination aus niedriger Neubautätigkeit, anhaltend hoher Nachfrage und politisch-regulatorischen Hürden schafft ein Umfeld, in dem Preisanpassungen zur Normalität werden. Für viele Käuferhaushalte wird Eigenheimbesitz zunehmend zur Rechenaufgabe, zumal die Zinsentwicklung die Finanzierung zusätzlich belastet.

    Strukturelle Belastungsprobe für den Mittelstand
    Der eingeschränkte Zugang zu Wohneigentum wirkt langfristig auf die soziale Struktur. Eigentumsbildung war in der Schweiz über Jahrzehnte eine zentrale Säule für Vermögensaufbau und Altersvorsorge. Wenn dieser Zugang systematisch erschwert wird, verschieben sich die finanziellen Perspektiven breiter Bevölkerungsschichten, mit potenziellen Auswirkungen auf Konsumverhalten, Standortwahl und Familienplanung.

    Politische und planerische Hebel
    Der HEV Schweiz fordert daher klare politische Schritte, um die strukturelle Verzögerung zu durchbrechen. Einfachere Bewilligungsverfahren, kürzere Planungsfristen, weniger Bürokratie und effektive Massnahmen gegen missbräuchliche Einsprachen. Nur wenn der regulatorische Rahmen verlässlich und investitionsfreundlich gestaltet wird, kann neues Wohnangebot entstehen.

    Ein Markt am Wendepunkt
    Die Umfrage macht deutlich, dass der Immobilienmarkt 2025 an einem entscheidenden Punkt steht. Während die Nachfrage robust bleibt und das Vertrauen in Wohneigentum ungebrochen ist, gefährdet die strukturelle Knappheit die Balance des Systems. Ohne Korrektur droht eine Verfestigung der Preisspirale, mit Folgen für ganze Generationen von Kaufinteressenten.

    Die kommenden Jahre werden zeigen, ob Politik, Planung und Marktakteure die Trendwende schaffen oder ob der Engpass zum neuen Normalzustand des Schweizer Immobilienmarkts wird.

  • Preisentwicklung mit geteiltem Bild

    Preisentwicklung mit geteiltem Bild

    Gemäss aktuellen Auswertungen von Fahrländer Partner Raumentwicklung (FPRE) erhöhten sich die Preise für Eigentumswohnungen im zweiten Quartal 2025 um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Besonders stark betroffen ist das mittlere Segment mit einem Plus von 2,5 Prozent. Auch das untere (+1,5 %) und das gehobene Segment (+1,2 %) verzeichneten Preisanstiege. Im Jahresvergleich zeigt sich ein signifikanter Zuwachs, vor allem in den Regionen Basel (+9,1 %), Zürich (+7,9 %) und der Südschweiz (+7,7 %).

    Einfamilienhäuser mit stabiler Entwicklung
    Anders stellt sich die Lage bei Einfamilienhäusern dar. Im Vergleich zum Vorquartal stagnieren die Preise weitgehend (–0,6 %). Die Veränderung in den einzelnen Segmenten bleibt moderat negativ,  –1,1 Prozent im unteren, –0,6 Prozent im mittleren und –0,4 Prozent im gehobenen Marktsegment. Über ein Jahr gesehen ergibt sich dennoch ein durchschnittlicher Anstieg von 2,5 Prozent.

    Nachfrage übersteigt Angebot
    Die anhaltende Wohnraumnachfrage trifft weiterhin auf eine zurückhaltende Bautätigkeit. FPRE rechnet deshalb auch für die kommenden zwölf Monate mit steigenden Preisen, sowohl bei Eigentumswohnungen als auch bei Einfamilienhäusern. Besonders zentrale Lagen dürften stärker profitieren. Stefan Fahrländer, Partner bei FPRE, fasst zusammen: «Die Nachfrage nach Wohneigentum bleibt hoch, was sich in steigenden Preisen in fast allen Regionen der Schweiz widerspiegelt.»

  • Ferienwohnungsmarkt im Alpenraum zeigt stabile Nachfrage bei Preisabschwächung

    Ferienwohnungsmarkt im Alpenraum zeigt stabile Nachfrage bei Preisabschwächung

    Der UBS Alpine Property Focus 2025 bewertet die Entwicklung des Ferienwohnungsmarkts im Alpenraum. Fünf Schweizer Destinationen führen das Preisranking an. Engadin/St.Moritz GR sichert sich Platz 1 mit mindestens 22’300 Franken pro Quadratmeter. Die Top 5 werden von Verbier VS, Zermatt VS, Gstaad BE und Andermatt UR komplettiert. Die Preise für alpine Ferienwohnungen stiegen im vergangenen Jahr bei hoher Nachfrage um 2,3 Prozent.

    Das Aufkommen hybrider Arbeitsformen nach 2020 löste die aktuell hohe Nachfrage aus, heisst es in einer Medienmitteilung der UBS. Seit 2020 verteuerten sich alpine Ferienwohnungen um rund 30 Prozent. Das Jahr 2024 sah eine gedämpfte Preissteigerung im Alpenraum. Die Preise in französischen und italienischen Destinationen verteuerten sich um durchschnittlich 4, in Schweizer Standorten um 3 Prozent. In Österreich gingen sie um 3 Prozent zurück.

    «Kurzfristig dürfte sich die Preisentwicklung im Alpenraum in den nächsten Quartalen weiter abschwächen», sagt Maciej Skoczek, Immobilienökonom bei UBS und Hauptautor der Studie. Alpine Ferienwohnungen erfreuen sich grosser Nachfrage, doch die verhaltenen Wirtschaftsaussichten und die Inflation belasten Haushalte, sagt der Ökonom.

    Die Studie bewertet die Aussichten Schweizer Immobilien positiv. Diese erfreuen sich bei geopolitischen Turbulenzen als sichere Kapitalanlagen grosser Beliebtheit.  Gesenkte Hypothekarzinsen und ein geringes Angebot an Ferienwohnungen stützen Schweizer Preise zudem.

    Risiken für den Ferienwohnungsmarkt sieht die Studie in regulatorischen Eingriffen: Die Lockerung des Zweitwohnungsgesetzes dürfte die Angebotslage entspannen, während die geplante Verschärfung der Lex Koller den Grundstückserwerb für Ausländer stärker reguliert, so die UBS. Diese Eingriffe dämpfen die Preisentwicklung im Luxussegment.

  • Wohneigentum wird teurer

    Wohneigentum wird teurer

    Die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum haben im dritten Quartal 2024 sowohl im Vergleich zum Vorquartal als auch im Jahresvergleich zugelegt, informiert Raiffeisen Schweiz in einer Mitteilung zum aktuellen Transaktionspreisindex der Bankengruppe. «Die Preisdynamik am Schweizer Eigenheimmarkt hat sich zuletzt nicht mehr weiter abgeschwächt, ihr Tiefpunkt dürfte damit hinter uns liegen», wird Chefökonom Fredy Hasenmaile dort zitiert. «Die bereits wieder deutlich günstigeren Finanzierungskonditionen und die Aussicht auf weitere Zinssenkungen dürften die Nachfrage nach Wohneigentum beflügeln.»

    Die Preise für Einfamilienhäuser lagen im Berichtsquartal um 1,6 Prozent über dem Wert vom Vorquartal. Im Jahresvergleich haben die Fachleute von Raiffeisen Schweiz einen Anstieg um 3,3 Prozent beobachtet. Die Preise für Stockwerkeigentum fielen im Quartalsvergleich um 0,9 Prozent und im Jahresvergleich um 2,8 Prozent höher aus.

    Im regionalen Vergleich zogen die Preise im Jahresvergleich für Einfamilienhäuser in der Innerschweiz mit 13,7 Prozent am stärksten an. Auch beim Stockwerkeigentum führt die Innerschweiz mit einem Anstieg um 7,9 Prozent. Die Preise für Einfamilienhäuser in den Regionen Bern und Genfersee fielen im Jahresvergleich hingegen um 2,1 beziehungsweise 3,4 Prozent tiefer aus.

  • Immobilienbranche rechnet mit steigenden Preisen für Wohnimmobilien

    Immobilienbranche rechnet mit steigenden Preisen für Wohnimmobilien

    „Die Zuversicht ist zurück in der Immobilienbranche und verdrängt die negativen Erwartungen der beiden Vorjahre“, leitet KPMG eine Mitteilung zur aktuellen Ausgabe des Swiss Real Estate Sentiment Index des Beratungsunternehmens ein. Konkret liegt der Index mit 29,9 Punkten nun wieder im positiven Bereich. Die für den Index befragten rund 400 Immobilienivestierenden und -bewertenden gehen allerdings nur von steigenden Preisen im Wohnimmobilienmarkt aus. Die Preise für kommerzielle und Spezialimmobilien werden ihrer Ansicht nach weiter sinken.

    Auch die Einschätzung zur wirtschaftlichen Entwicklung fällt nach zwei deutlich negativen Jahren aktuell mit 21,5 Punkten wieder positiv aus. „Der optimistische Wirtschaftsausblick hängt einerseits mit der Entspannung an der Zinsfront zusammen und andererseits mit den Fortschritten bei der Inflationsbekämpfung durch die Notenbanken“, wird Beat Seger, Immobilienexperte bei KPMG, dazu in der Mitteilung zitiert. Bei der Risikowahrnehmung haben schärfere Regulierungen die Zinsrisiken in den Hintergrund gedrängt.

    Steigende Preise erwarten die befragten Immobilienfachleute vor allem in den Regionen Zürich, Luzern/Zug und Genf. Für die Regionen Lugano und Basel gehen sie hingegen weiterhin von fallenden Preisen aus. Mehrheitlich sind die Befragten zudem der Meinung, dass die aktuellen politischen Vorstösse den Mangel an bezahlbarem Wohnraum eher verschärfen.

  • UBS rechnet nicht mit Verkäufermarkt bei Immobilien

    UBS rechnet nicht mit Verkäufermarkt bei Immobilien

    Der Anteil der Bevölkerung, der sich ein mittleres Eigenheim leisten kann, ist in den vergangenen 20 Jahren von rund 60 Prozent auf etwa 15 Prozent zurückgegangen, erläutert die UBS in einer Mitteilung zu ihrem Real Estate Focus 2024. Preissteigerungen bei Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern werden derzeit daher hauptsächlich aufgrund des Zuzugs zahlungskräftiger Personen aus dem Ausland und einem starken Wachstum der oberen Einkommen ermöglicht. Für das laufende Jahr gehen die Immobilienfachleute der Grossbank von einem Anstieg der Preise für Eigentumswohnungen um 1,5 Prozent und für Einfamilienhäuser um 1,0 Prozent aus. Ab 2025 sollte die Preisdynamik aber aufgrund tieferer Finanzierungskosten, Wohnungsknappheit und besserer Konjunktur wieder anziehen, schätzt die UBS.

    Dem Markt für Büroflächen wird eine Stabilisierung der Preise auf tiefem Niveau prognostiziert. Hier seien die Preise in Spitzenlagen im vergangenen Jahr um 10 bis 15 Prozent zurückgegangen, heisst es dazu in der Mitteilung. Hintergrund der nach Ansicht der Immobilienfachleute der UBS bereits abgeschlossenen Preiskorrektur sind die hohen Zinsen.

    Am Markt für Mehrfamilienhäuser haben stark gestiegene Angebotsmieten die ebenfalls gestiegenen Fremdkapitalkosten und die gesunkene Attraktivität der erzielbaren Renditen bisher kompensieren können. „Dementsprechend haben sich die Kaufpreise von Mehrfamilienhäusern stabilisiert“, schreiben die Fachleute der UBS. Sie gehen davon aus, dass die Kaufpreise spätestens ab dem nächsten Jahr wieder ansteigen.

  • Keine leichte Aufgabe: Vermarktung von Schweizer Luxusimmobilien

    Keine leichte Aufgabe: Vermarktung von Schweizer Luxusimmobilien

    Der Preisanstieg im Luxussegment der Schweiz, der 2022 fast 10 Prozent erreichte, nähert sich dem Ende. Im letzten Jahr stiegen die Preise für luxuriöse Eigenheime im Durchschnitt um etwa 2 Prozent. Besonders Einfamilienhäuser verlangsamten sich, mit einem Anstieg von gut 1 Prozent im Jahr 2023 im Vergleich zu 8 Prozent im Vorjahr. Bei Eigentumswohnungen sank das Wachstum von 9 auf 3 Prozent. Insgesamt entwickelte sich der Luxusimmobilienmarkt etwas schwächer als der Gesamtmarkt, wobei das Preisniveau aktuell 25 Prozent über dem Niveau vor Corona liegt.

    Wenig Unterstützung
    Die Schweiz gilt in der aktuellen geopolitischen Lage als sicherer Hafen aufgrund ihrer stabilen Institutionen und des hohen Lebensstandards, was eine starke Anziehungskraft ausübt. Jedoch sind Luxusimmobilien aufgrund des starken Frankens und der Preisentwicklung teurer geworden, was die internationale Nachfrage gedämpft hat. Die Durchschnittsvermögen der Schweizer Haushalte (ohne Immobilien) blieben in den letzten Jahren unverändert. Die Wirtschaftsentwicklung ist nicht besonders stark, was die Nachfrage nach hochpreisigen Immobilien beeinträchtigt. Laut UBS-Immobilienökonomin Katharina Hofer wird für das laufende Jahr ein leichter Rückgang der Luxusimmobilienpreise erwartet.

    Drei von vier der kostspieligsten Standorte sind in den Bergen gelegen. St. Moritz führt die Liste mit Quadratmeterpreisen von über 42.000 Franken an. Gstaad liegt knapp dahinter im Luxussegment (39.000 Franken pro Quadratmeter). Cologny am Genfersee verzeichnet Preise von über 35.000 Franken pro Quadratmeter, ähnlich wie Verbier. In anderen Gemeinden mit hohem Luxusanteil in der Genfer Region sowie am Zürichsee werden Luxusimmobilien ab 25.000 Franken pro Quadratmeter gehandelt. Für ein Anwesen in gutem Zustand auf 1500 Quadratmetern Landfläche kann dort mit einem Kaufpreis von acht bis zehn Millionen Franken gerechnet werden. Im Tessin beginnen die Luxuspreise bei knapp 20.000 Franken pro Quadratmeter.

    Kostengünstigere Standorte gewinnen
    Die renommierten Luxusorte St. Moritz, Gstaad und Verbier behaupteten vor einem Jahrzehnt bereits ihren Platz an der Spitze der teuersten Schweizer Gemeinden und konnten diesen unangefochten verteidigen. Katharina Hofer erklärt: «Im Allgemeinen zeigen Luxusmärkte, insbesondere traditionelle, über einen längeren Zeitraum eine bemerkenswerte Stabilität. Kurzfristige Preiskorrekturen wurden im letzten Jahrzehnt grösstenteils wieder ausgeglichen.» In den Regionen Zürichsee und Genf gab es innerhalb der 100 teuersten Schweizer Gemeinden durchschnittlich nur wenige Veränderungen in der Rangfolge. Ganz anders sieht es in der Zentralschweiz aus, wo die analysierten Gemeinden im Kanton Zug innerhalb eines Jahrzehnts im Durchschnitt um mehr als 30 Plätze aufgestiegen sind. Dies verdeutlicht, wie attraktiv die Strategie mit den niedrigen Steuern den Standort besonders für Personen mit hohem Einkommen und Vermögen seit Langem macht. Der grösste Gewinner der letzten zehn Jahre ist jedoch die aufstrebende Gemeinde Andermatt im Kanton Uri, die durch den Bau zahlreicher hochpreisiger Immobilien immer mehr als Luxusziel wahrgenommen wird. Im Tessin hingegen konnte das Preisniveau aufgrund eines Überangebots an luxuriösen Wohnungen nicht mit den anderen Gemeinden mithalten.

  • Schweizer Wirtschaft blickt optimistisch in die Zukunft

    Schweizer Wirtschaft blickt optimistisch in die Zukunft

    Zu Jahresbeginn 2024 verzeichnet der KOF Geschäftslageindikator für die Schweiz einen leichten Rückgang, beeinflusst vor allem durch die nachlassende Auslandsnachfrage, die besonders die Exportwirtschaft trifft. Dennoch gibt es Anlass zur Hoffnung: Unternehmen aus verschiedenen Sektoren äussern sich zunehmend positiv über ihre Erwartungen für die nahe Zukunft.

    Im Verarbeitenden Gewerbe macht sich die mangelnde Nachfrage besonders bemerkbar, wobei mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen von einer unzureichenden Auftragslage berichtet. Obwohl der Schweizer Franken weiterhin stark bleibt, scheint dieser Druck nicht die Ausmasse von 2015 zu erreichen. Die Exportperspektiven sind dennoch besser als im Herbst des Vorjahres.

    Auch wenn das Gastgewerbe, der Grosshandel sowie die Finanz- und Versicherungsdienstleister eine leichte Verschlechterung ihrer Geschäftslage verzeichnen, bleibt die Situation im Baugewerbe, Projektierungsbereich und im Detailhandel stabil. Die Dienstleistungssektoren berichten sogar von einer leichten Aufhellung.

    Die Prognosen für die Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten sind insgesamt positiver. Besonders im Verarbeitenden Gewerbe und bei Dienstleistern steigt die Zuversicht. Während der Grosshandel seine Skepsis mildert, bleiben der Detailhandel und die Finanzdienstleister vorsichtig.

    Trotz der Absicht, weiterhin Personal einzustellen, planen Unternehmen nun seltener eine Aufstockung ihres Personals als noch zu Jahresbeginn 2023. Die Schwierigkeit, geeignetes Personal zu finden, bleibt bestehen, obwohl sich die Lage leicht entspannt hat.

    Was die Lohnentwicklung angeht, rechnen die Unternehmen mit einem moderaten Anstieg der Bruttolöhne von unter 2% im kommenden Jahr. Dies spiegelt eine allgemeine Tendenz zu geringeren Lohnsteigerungen wider.

    In Bezug auf die Preisentwicklung zeigen sich uneinheitliche Signale: Während die allgemeinen Inflationserwartungen sinken, planen Unternehmen in einigen Branchen, insbesondere im Dienstleistungssektor, das Verarbeitende Gewerbe und das Baugewerbe, ihre Verkaufspreise zu erhöhen.

    Die Ergebnisse der KOF Konjunkturumfragen basieren auf den Antworten von etwa 4’500 Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Baugewerbe und den wichtigsten Dienstleistungsbereichen, was einer Rücklaufquote von etwa 62% entspricht.

  • CBRE Schweiz Bericht über den Retail-Markt Q3 2023

    CBRE Schweiz Bericht über den Retail-Markt Q3 2023

    Die Analyse hebt die anhaltend hohen Spitzenmieten in Zürich und Genf hervor. Insbesondere erreicht die Zürcher Bahnhofstrasse mit CHF 11.000 pro Quadratmeter und Jahr den Spitzenwert, während die Genfer Rue du Rhone mit CHF 6.500 folgt. Diese Zahlen reflektieren die starke Nachfrage nach Luxus-Einzelhandelsflächen, die durch die Pandemie und deren Nachwirkungen noch verstärkt wurde.

    Leerstandsquoten und ihre Bedeutung
    Mit einer durchschnittlichen Leerstandsquote von nur 1,7% in den untersuchten Städten bestätigt die Analyse die hohe Marktnachfrage und -stabilität. Interessanterweise liegt die optimale Leerstandsquote laut der Studie bei 1,27%, während der durchschnittliche strukturelle Leerstand von 1980 bis 2022 bei etwa 1,07% lag. Dies zeigt, dass der tatsächliche Leerstand in der Schweiz tendenziell unter dem idealen Wert für eine stabile Preisentwicklung liegt.

    Die aktuellen Daten deuten darauf hin, dass der Schweizer Einzelhandelsmarkt für Immobilienfachleute weiterhin attraktiv bleibt. Die stabilen Mieten und geringen Leerstandsquoten sind Indikatoren für einen gesunden und dynamischen Markt, in dem Investitionen und Entwicklungen florieren können.

    Zugang zum Detailbericht
    Für vertiefte Einblicke und detaillierte Daten steht der vollständige Bericht in englischer Sprache über das webbasierte Retail Tool von CBRE Schweiz zur Verfügung.

  • Divergenz im Immobilienmarkt

    Divergenz im Immobilienmarkt

    Im vergangenen Monat mussten Wohnungssuchende tiefer in die Tasche greifen. Die Mieten sind erneut spürbar angestiegen, was insbesondere in urbanen Zentren durch ein knappes Angebot begünstigt wurde. Die Angebotsmieten zeigten im Oktober eine Zunahme von 0,4 Prozent, was eine erhebliche jährliche Steigerung von 2,7 Prozent bedeutet.

    Eigentumswohnungen mit steigenden Preisen
    Im Gegensatz zu den Mieten entwickeln sich die Preise für Wohneigentum uneinheitlich. Während die Preisentwicklung bei Eigentumswohnungen im Oktober um 0,7 Prozent anzog, weisen Einfamilienhäuser mit einer leichten Reduktion von 0,3 Prozent eine Tendenz zur Preisstabilisierung auf. Im Jahresvergleich zeigen sich hier deutliche Unterschiede: Während die Preise für Eigentumswohnungen um 2,1 Prozent gestiegen sind, gab es bei den Einfamilienhäusern keine signifikante Veränderung.

    Regionale Differenzen in der Preisentwicklung
    Die Untersuchung des Swiss Real Estate Offer Index zeigt, dass die Entwicklungen je nach Region variieren können. Die Ostschweiz, die Grossregion Zürich, die Nordostschweiz und die Genferseeregion verzeichnen überdurchschnittliche Zuwächse bei den Mietpreisen, während andere Regionen vom Landesmittel abweichen.

    Kommentar des Marktspezialisten
    Martin Waeber von der SMG Swiss Marketplace Group hebt hervor, dass die steigenden Preiserwartungen bei Eigentumswohnungen ins Auge fallen, besonders angesichts eines sich ausweitenden Angebots. Dennoch erwarten die Verkäufer aufgrund einer übersteigenden Nachfrage weiterhin höhere Verkaufspreise. Der leichte Anstieg des Angebots an Einfamilienhäusern scheint indessen zu einer Preiskonsolidierung in diesem Segment beizutragen.