Schlagwort: Produktionsgebäude

  • Roche-Arealentwicklung Basel

    Roche-Arealentwicklung Basel

    Die erste Entwicklungsphase des Roche-Areals wurde Ende 2023 abgeschlossen, nun folgt eine neue Etappe. Auf dem Nordareal entsteht bis 2030 eine der bedeutendsten Forschungsinfrastrukturen Europas. Kernprojekt ist Bau 12, ein 72 Meter hohes Forschungs- und Entwicklungsgebäude mit Platz für rund 450 Forschende. Der Neubau ersetzt die veraltete Infrastruktur und schafft optimale Bedingungen, um neuartige Wirkstoffe von der Grundlagenforschung bis zur Produktionsreife zu entwickeln. Mit einem Investitionsvolumen von rund 500 Millionen Franken wird Bau 12 zur zentralen Schnittstelle zwischen Forschung und klinischer Entwicklung.

    Parallel wird das Institute of Human Biology im Bau 92 zum neuen Zentrum für biologische Modellforschung ausgebaut. Rund 100 Millionen Franken fliessen in die Modernisierung und den Umbau. Ziel ist die Verknüpfung akademischer und industrieller Forschung, um komplexe menschliche Zellmodelle für die Arzneimittelentwicklung nutzbar zu machen.

    Auch die Produktion erfährt eine grundlegende Erneuerung. In den Bauten 50 und 51 entstehen bis 2028 modernste Anlagen für die Entwicklung und Kommerzialisierung synthetisch hergestellter Wirkstoffe. Mit modularer Bauweise, digitaler Steuerung und hoher Energieeffizienz wird hier eine neue Ära pharmazeutischer Prozessinnovationen eingeläutet. Der Investitionsrahmen dieser Projekte liegt bei rund 570 Millionen Franken.

    Nachhaltige Stadtentwicklung auf dem Südareal
    Parallel zur Forschung auf der Nordseite verfolgt Roche auf dem Südareal eine langfristig nachhaltige Entwicklungsstrategie. Das Areal am Rhein wird in enger Abstimmung mit der Basler Politik umgestaltet. Der überarbeitete Bebauungsplan sieht grosszügige Grünräume, ökologische Vernetzung entlang des Rheinufers sowie eine Integration in den Solitude-Park vor. Alte Gebäudestrukturen werden schrittweise rückgebaut, Baumaterialien nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft wiederverwendet.

    Der Kanton Basel-Stadt begleitet diesen Prozess aktiv. Regierungsrat und Grosser Rat unterstützen den Ansatz, das Südareal städtebaulich aufzuwerten, ohne dabei öffentliche Durchwegungen oder Enteignungen vorzusehen. Damit bleibt das Areal im unternehmenseigenen Zugriff, öffnet sich aber perspektivisch über landschaftliche Verbindungen und neue Freiraumkonzepte.

    Signal für den Standort Schweiz
    Seit 2015 hat Roche rund acht Milliarden Franken in die Schweizer Standorte investiert, über 33 Milliarden in nationale Forschung und Entwicklung. Allein in Basel entstehen bis 2029 weitere Anlagen für Forschung, Produktion und Infrastruktur, darunter eine neue unterirdische Wärme- und Kältezentrale zur Versorgungssicherheit des gesamten Areals. Die Bauarbeiten auf dem Nord- und Südareal stehen sinnbildlich für eine zukunftsfähige, ressourcenschonende Standortentwicklung, die Wirtschaft, Stadt und Wissenschaft verbindet.

    Die nächsten Jahre werden von intensiven Bauphasen, städtebaulichen Abstimmungen und technologischen Innovationen geprägt sein. Mit der fortschreitenden Arealentwicklung stärkt Roche nicht nur den Pharmastandort Basel, sondern setzt ein starkes Zeichen für die langfristige Bindung an die Schweiz, als Ort für Spitzenforschung, nachhaltige Architektur und urbane Zukunftsgestaltung.

  • Neubau am Hauptsitz in Weggis feierlich eröffnet

    Neubau am Hauptsitz in Weggis feierlich eröffnet

    Thermoplan hat am 22. Juni nach knapp 960 Tagen Bauzeit seinen Neubau am Hauptsitz in Weggis eingeweiht, informiert der global aktive Luzerner Hersteller von Kaffeevollautomaten in einer Mitteilung. Das rote Band vor dem weitläufigen Eingangsbereich des modernen Produktions- und Bürogebäudes wurde von Thermoplan-CEO Adrian Steiner gemeinsam mit dem Gründerehepaar Esther und Domenic Steiner durchschnitten. Über den gesamten Tag der offenen Tür hinweg fanden sich an der Festmeile entlang der Weiherstrasse fast 5000 Besuchende ein.

    Thermoplan entwickelt und produziert Kaffeevollautomaten für den professionellen Einsatz in Gastronomie und anderen Gewerben. Unter anderem stattet Thermoplan die globale Kette Starbucks mit Kaffeevollautomaten aus. Dabei bekennt sich das global aktive Unternehmen zum Produktionsstandort Schweiz: Die Kaffeevollautomaten werden alle am Hauptsitz in Weggis hergestellt, informiert Thermoplan in seiner Selbstdarstellung. Auch die dafür verwendeten Komponenten stammen zu rund 80 Prozent aus Schweizer Produktion.

  • INTEGRA Biosciences holt Hälfte der Produktion in die Schweiz

    INTEGRA Biosciences holt Hälfte der Produktion in die Schweiz

    INTEGRA Biosciences richtet am Hauptsitz in Zizers ein neues Produktionsgebäude ein, das „zu den modernsten seiner Art in der Südostschweiz“ zählen wird, informiert die weltweit tätige Technologiefirma der INTEGRA Holding in einer Mitteilung. Künftig will das auf innovative Pipetten und Laborprodukte spezialisierte Unternehmen mehr als die Hälfte seines weltweiten Produktionsvolumens in Zizers realisieren. Von dort aus sollen „ganz Europa und weite Teile Asiens“ beliefert werden.

    Am 8. Dezember wurde Aufrichte gefeiert. Damit liegen die seit über einem Jahr laufenden Bauarbeiten für „das Vorzeigeprojekt“ auf Kurs, schreibt INTEGRA Biosciences. Schon im kommenden Frühjahr soll ein Reinraum als erste Ausbaustufe des 100-Millionen-Franken-Projekts bezugsbereit sein. In den Reinraum ziehen Spritzgussmaschinen und Automationsanlagen ein. Für Ende 2023 ist die Fertigstellung von Lager, Büros und Personalrestaurant geplant. „Bis dahin steht aber noch Einiges auf dem Programm – sei dies in baulicher Hinsicht oder bei der Rekrutierung von neuen Mitarbeitenden“, wird Unternehmenschef Urs Hartmann in der Mitteilung zitiert.

    Der Beginn einer zweiten Etappe soll 2028 eingeleitet werden. Insgesamt will INTEGRA Biosciences den Hauptsitz in Zizers auf einen 30’000 Quadratmeter grossen Campus erweitern. Bei der Einrichtung stehen bauliche Flexibilität und Arbeitsplatzqualität sowie Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Fokus. Dazu gehört eine rund 3000 Quadratmeter grosse Photovoltaikanlage. „Gerade die aktuelle Situation bestätigt uns, dass wir mit unserem firmeninternen Nachhaltigkeitsprogramm und mit dem energieeffizienten Neubau auf dem richtigen Weg sind“, meint Hartmann.

  • Klimafreundlicher Beton

    Klimafreundlicher Beton

    Das Bauvorhaben im Tech Cluster Zug ist das bislang grösste Bauprojekt, bei dem CO2-angereicherter Beton zum Einsatz kommt. Dazu wird zum ersten Mal CO2 aus der Schweiz eingesetzt, das der ETH-Spin-off neustark aus der Abwasserreinigungsanlage der ara region bern AG gewinnt. Nebst der CO2-Bindung forderte die Bauherrschaft auch den Einsatz von hochwertigem Recyclingbeton. V-Zug setzt so auf eine effiziente Nutzung von Beton. «Beispielsweise wurden die Deckensysteme hinsichtlich des Materialverbrauchs optimiert, dazu sind Hohlkörperdecken an Stellen mit geringer statischer Beanspruchung geplant», sagt Christoph Graf, «Zephyr Ost»- Projektleiter bei Tech Cluster Zug AG.

    Hergestellt und geliefert wird der Recyclingbeton EvopactRecarb von Holcim. Mittels modernster Technologien bereitet die Firma regionales mineralisches Rückbaumaterial zu hochwertigen Sekundärrohstoffen auf, die bei der Zement- und Betonproduktion wieder in den Baustoffkreislauf einfliessen. «Wir freuen uns, mithilfe des innovativen neustark-Verfahrens unserer Vision einer klimaneutralen und zirkulären Betonproduktion einen Schritt näher zu kommen», ergänzt Giovanni Barbarani, Head Concrete Performance bei Holcim Schweiz. «Dieses Projekt ist ein Meilenstein auf dem Weg zum nachhaltigen Bauen in der Schweiz, auch dank seiner Regionalität und kurzer Transportwege.»

  • Forest Tower: Kreativzentrum im unteren Aaretal

    Forest Tower: Kreativzentrum im unteren Aaretal

    Als sechsstöckiges Gebäude mit Holzfassade und Bandfenstern ragt der Forest Tower über den Industriepark Kleindöttingen hinaus – ein Areal mit Industriegeschichte im unteren Aaretal, das heute vor allem logistikintensive und produktionsorientierte Unternehmen als Standort nutzen.

    Das ehemalige Produktionsgebäude wurde bereits früher in ein Bürogebäude umgewandelt. Bisher hat die Eigentümerin Hiag die Büroflächen zusammenhängend ausgeschrieben. Jetzt will sie die Räume mit einer neuen Idee beleben: Der Forest Tower soll zu einem Kreativ-Hotspot werden. Um das Projekt zu realisieren, sucht die Hiag kreative Köpfe – Unternehmen, Privatpersonen, Freelancer und Selbstständige –, die sich im Forest Tower ansiedeln wollen. Sobald zwei bis drei Interessierte zusagen, will die Eigentümerin mit dem Umbau des ersten Stockwerks beginnen.

    Für Teams, die ein eigenes Büro benötigen, sollen Büroräumlichkeiten in verschiedenen Grössen und mit viel Tageslicht geschaffen werden. Ein Gemeinschaftsatelier soll Platz für gestalterische Arbeiten bieten, etwa mit einem Werkbereich in der Mitte des Raumes und mit zusätzlichen Arbeitsplätzen an den Wänden. In Planung ist auch ein Co-Working-Space.

    Für Besprechungen, Kundenpräsentationen oder Workshops soll ein gemeinsamer Meetingraum entstehen. Die Community Area, ein Gemeinschaftsbereich mit Kaffeeküche und Lounge, soll als Treffpunkt dienen. Der Ideation Salon, ein Raum mit grossem Bildschirm, Whiteboard und Moderationsmaterial, soll eine kreative Umgebung für Workshops und Networking bieten. Auf dem Dach des Gebäudes könnten schon bald Firmen-Apéros mit Blick auf den Klingnauer Stausee stattfinden. Das schnelle Internet, ein professioneller Drucker und die gemeinsamen Räume sollen der gesamten Forest-Tower-Community zur Verfügung stehen.

    Kleindöttingen ist Teil des sogenannten Zurzibiet, einer Wirtschaftsregion, die auch überregional an Bedeutung gewinnt. Sie umfasst 26 Gemeinden zwischen Baden und Brugg. Das Gebiet zeichnet sich unter anderem durch seine verkehrsgünstige Lage und moderate Kostenstruktur aus. Die Nähe zu Forschungs- und Innovationszentren macht es für qualifizierte Fachkräfte und Firmen besonders attraktiv.