Schlagwort: Produktionskapazitäten

  • Sika eröffnet neues Werk in Ostindien

    Sika eröffnet neues Werk in Ostindien

    Sika nimmt im ostindischen Kharagpur ein neues Werk in Betrieb. Dort will das weltweit aktive Zuger Unternehmen der Spezialitätenchemie seine Produktions- und Lieferkapazität für Ostindien vergrössern, heisst es in einer Medienmitteilung. Es ist das zwölfte Fertigungswerk von Sika in Indien. Sika ist seit 40 Jahren im indischen Markt tätig.

    Die neue Fabrik befindet sich in einem Industriepark mit guter Infrastrukturanbindung und verfügt über hochmoderne Fertigungsanlagen sowie Büros, Labore, Lager- und Logistikflächen. Hergestellt werden dort Mörtelprodukte, Betonzusatzmittel sowie Erstarrungsbeschleuniger für Spritzbeton für Kunden der Region West Bengal mit mehr als 100 Millionen Einwohnern.

    „Indien ist für Sika ein Wachstumsmarkt mit einem enormen Potenzial“, wird Mike Campion, Regionalleiter Asien/Pazifik, in der Medienmitteilung zitiert. Das bevölkerungsreichste Land der Welt weise starke Industrialisierungs- und Urbanisierungstendenzen auf. Davon wolle Sika profitieren, indem sich das Unternehmen auf grosse Infrastruktur- und Bauprojekte in den zehn grössten Metropolregionen des Landes konzentriert. „Mit dem neuen Werk in Kharagpur können wir anstehende Grossprojekte im Osten und Nordosten, einschliesslich der Hauptstadt Kolkata, effizient bedienen.“ Kolkata ist die Hauptstadt des Bundesstaates Westbengalen.

    Dem Bausektor in Indien wird in diesem Jahr den Angaben zufolge ein Wachstum von 6,5 Prozent prognostiziert. Im nächsten Jahr soll er um 6,4 Prozent zulegen. Zudem fördert die Zentralregierung insbesondere „den Ausbau der Transport- und Logistikinfrastruktur auf Schiene und Strasse, mit dem Ziel die Industrialisierung im Land voranzutreiben und die Fertigungskapazitäten zu erhöhen“.

  • Miele baut ein Werk in den USA

    Miele baut ein Werk in den USA

    Dank ihrer hochwertigen Herde, Backöfen, Kochfelder, Dampfgarer, Dunstabzugshauben und weiterer attraktiver Produkte gehört die Business Unit Cooking seit vielen Jahren zu den wichtigsten Wachstumstreibern der Miele Gruppe – mit zuletzt mehr als 1,1 Mrd. Franken Umsatz und einem Zuwachs von fast 13 Prozent. «Auch für die kommenden Jahre planen wir mit steigenden Stückzahlen», sagt Cooking-Chef Uwe Brunkhorst, «und damit stossen wir mit unseren bisherigen Produktionsstandorten in Arnsberg, Bünde und Oelde an die Grenze unserer Kapazitäten.» 

    Für die Entscheidung, künftig auch in den USA zu produzieren, gibt es mehrere gute Gründe. «Schon heute sind die Vereinigten Staaten für Miele der grösste Markt ausserhalb Deutschlands, mit zuletzt deutlichen Wachstumsraten, aber auch noch viel Potenzial», sagt Axel Kniehl, Geschäftsführer Marketing & Sales der Miele Gruppe. Vor Ort zu produzieren, sei daher ein konsequenter Schritt und ein starkes Signal für die Kundinnen und Kunden dort. Ausserdem erspart dies die Gerätetransporte über den Atlantik: «So reduziert sich die Lieferzeit von heute bis zu zehn Wochen auf wenige Tage und wird zugleich das Klima entlastet», sagt Stefan Breit, Geschäftsführer Technology. Zur weiteren CO2-Ersparnis solle dann auch das Gros der Zulieferteile aus den USA kommen. 

    Im ersten Schritt wird Miele in seinem neuen Werk die 30-Zoll-Backöfen sowie die grossen und vielseitigen Standherde («Range Cooker») fertigen, die beide speziell für Nordamerika konzipiert sind. Später kommen grossformatige Dunstabzugshauben hinzu. Der Produktionsstart ist für Ende 2024 vorgesehen, mit 150 Beschäftigten bis Ende 2025. Die Entscheidung für den konkreten Standort wird in den kommenden Monaten fallen und kommuniziert werden. Wie eine zweite Ausbaustufe aussehen könnte, wird mit Blick auf weitere Produktgruppen und das dafür nötige Personal, zu einem späteren Zeitpunkt geprüft. 

    Heute verteilt sich die Produktion der Business Unit Cooking wie folgt: Aus dem Werk Bünde (ca. 730 Beschäftigte) kommen Kochfelder und Dampfgarer sowie Wärmeschubladen, aus Arnsberg (ca. 250 Beschäftigte) die Dunstabzugshauben und aus Oelde (ca. 670 Beschäftigte) die Herde, Backöfen und Dialoggarer. Die Dampfbacköfen, also Backöfen und Dampfgarer in einem Gerät, werden modellabhängig in Bünde oder Oelde produziert. Alle Standorte befinden sich im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Durch eine Produktion der grossformatigen Baureihen in dem neuen Werk werden Arnsberg, Bünde und Oelde aber nicht etwa geschwächt, im Gegenteil: «Wir werden effizienter durch weniger Komplexität und gewinnen zugleich die dringend benötigten Kapazitäten für die künftigen Stückzahlenzuwächse der übrigen Modellreihen», so Uwe Brunkhorst. 

    Das neue Werk mitgerechnet, zählen dann insgesamt 16 Standorte zum internationalen Produktionsverbund der Miele Gruppe, davon acht in Deutschland und je einer in Österreich, China, Tschechien, Rumänien, Polen und eben in den USA. Hinzu kommen die beiden Werke der italienischen Medizintechnik-Tochter Steelco Group.

  • Bachem plant Produktionsstandort im Sisslerfeld

    Bachem plant Produktionsstandort im Sisslerfeld

    Bachem ist auf die Entwicklung und Herstellung von Peptiden und Oligonukleotiden spezialisiert – das sind komplexe Moleküle, die als medizinische Wirkstoffe für die Pharmaindustrie hergestellt werden – und will seine Position im stark wachsenden Markt weiter ausbauen. Für das geplante Wachstum hat das international tätige Chemie-Unternehmen mit Hauptsitz in Bubendorf (BL) einen neuen Produktionsstandort in der Nordwestschweiz gesucht und diesen mit dem etappenweisen Kauf eines bis zu 15 Hektaren grossen unbebauten Grundstücks des Unternehmens DSM im Sisslerfeld in der Gemeinde Eiken gefunden. Voraussichtlich ab Ende des Jahrzehnts wird Bachem im Sisslerfeld mit über 500 Arbeitsplätzen produzieren und den Standort anschliessend sukzessive ausbauen. Langfristig bietet die erworbene Fläche Raum für bis zu 3’000 Arbeitsplätze.

    Grundstücke im Sisslerfeld rasch zur Markt- und Baureife führen
    Mit rund 200 Hektaren bietet das Sisslerfeld – das sich über die vier Gemeinden Eiken, Münchwilen, Sisseln und Stein erstreckt – das grösste zusammenhängende Arbeitsplatzgebiet im Kanton Aargau. Rund 85 Hektaren davon sind noch unbebaut und bieten kurz-, mittel- und auch langfristige Entwicklungsmöglichkeiten für Unternehmen. Der Kanton plant daher in enger Zusammenarbeit mit den vier Gemeinden etappenweise die Schaffung attraktiver marktfähiger Baufelder. Es wird eine nachhaltige und für die gesamte Region positive Entwicklung angestrebt, die auch Aspekte wie Verkehr, Landwirtschaft, Umwelt und Biodiversität berücksichtigt.

    Regierungsrat Dieter Egli, Vorsteher des Departements Volkswirtschaft und Inneres, freut sich sehr über den Zuzug von Bachem in den Kanton Aargau: „Dass Bachem als renommiertes, international ausgerichtetes Unternehmen der Life-Sciences-Industrie vom Wirtschaftsstandort Nordwestschweiz und auch vom Sisslerfeld überzeugt ist, bestätigt das grosse Potenzial dieses Gebiets. Gleichzeitig macht es deutlich, wie wichtig es ist, die Grundstücke im Sisslerfeld rasch zur Markt- und Baureife zu führen, um weitere wertschöpfungsstarke Unternehmen für eine Ansiedlung im unteren Fricktal zu gewinnen.“

    Die kantonale Standortförderung hat die Neuansiedlung von Bachem im Sisslerfeld eng begleitet und die Arbeit der beteiligten Departemente sowie der Gemeinden koordiniert. Dabei ging es insbesondere auch um die Planung der Erschliessung des Gebiets. „Nur dank der engen und ausgezeichneten Zusammenarbeit aller involvierten Parteien können wir das Gebiet sehr schnell erschliessen und damit die Neuansiedlung der Firma Bachem im Sisslerfeld ermöglichen“, erläutert Verena Rohrer, Leiterin der kantonalen Standortförderung Aargau Services. „Diese grosse Neuansiedlung zeigt, dass es sich lohnt, sich für einen attraktiven Wirtschaftsstandort einzusetzen.“

  • EKZ erzielt gutes Betriebsergebnis bei stabilem Absatz

    EKZ erzielt gutes Betriebsergebnis bei stabilem Absatz

    EKZ zieht eine positive Bilanz des Geschäftsjahres 2019/20 mit stabilem Absatz, Ausbau der Produktion von erneuerbarer Energie besonders bei der Windkraft und einem Betriebsergebnis, das erstmals eine Gewinnausschüttung von 41,3 Millionen Franken an Kanton und Gemeinden ermöglicht hat. Das Betriebsergebnis EBIT beläuft sich laut Medienmitteilung auf 61,3 Millionen Franken und das Unternehmensergebnis, also der Gesamtertrag minus Gesamtaufwand, lag bei 88,2 Millionen Franken.

    Der Stromabsatz von EKZ blieb in der ersten Jahreshälfte 2020 trotz des Lockdowns stabil, heisst es in der Mitteilung. Der gesunkene Absatz bei Gewerbetreibenden sowie die Schliessung von Einkaufszentren sei durch Verlagerung auf einen höheren Absatz in den Homeoffices kompensiert worden. Die EKZ versorgt rund 315’000 Haushalte und Gewerbetreibende mit erneuerbarer Energie.

    Die Produktionskapazitäten aus erneuerbarer Energie wurden ausgebaut. Dabei setzt die EKZ in der Schweiz auf Ausbau der Solarenergie und heimische Wasserkraft. So wurde das Flusskraftwerk Dietikon wieder in Betrieb genommen. In Spanien und Portugal lag der Investitionsschwerpunkt auf der Solarenergie, in Frankreich und Deutschland bei der Stromproduktion aus Windkraft. Bei überdurchschnittlich guten Windverhältnissen seien 496 Gigawattstunden Strom aus Windenergie erzeugt worden, meldet die EKZ.

    Weitere Schwerpunkte der EKZ waren Ladelösungen für Mieter, Stockwerk- oder Hauseigentümer sowie der Bereich Prosumer. Das sind Stromkonsumenten, die zeitgleich mit der eigenen Solaranlage selber Produzenten sind.

    Seit 1. Januar ist EKZ an Primeo Energie AG beteiligt, um im Energievertrieb für Energieversorgungsunternehmen und Geschäftskunden zusammen zu arbeiten.