Schlagwort: Quartiere

  • Zürich lanciert Plattform MeinQuartier.Zuerich für mehr Mitsprache

    Zürich lanciert Plattform MeinQuartier.Zuerich für mehr Mitsprache

    Die Stadt Zürich lanciert eine Online-Plattform zur stärkeren Vernetzung und Einbindung der Menschen in ihren Quartieren. Auf MeinQuartier.Zuerich sollen die Bewohner Informationen aus und über ihre Stadtteile erhalten und mit Vereinen und Gemeinschaftszentren sowie Nachbarn in Kontakt treten können, heisst es in einer Medienmitteilung.

    MeinQuartier.Zuerich basiert auf der quelloffenen Software Decidim, die bereits verschiedene Städte weltweit einsetzen. Hierzulande verwenden Genf, Lausanne und Luzern die Open Source Software. Die Kosten für Aufbau und Betrieb von MeinQuartier.Zuerich belaufen sich für die Stadt Zürich auf rund 175’000 Franken bis zum Ende der Pilotphase Ende 2023.

    Die Quartierplattform ist das Ergebnis eines Mitwirkungsprozesses zwischen der Stadtentwicklung und den Stadtteilen aus dem Jahr 2019. Daraus ging eine digitale Plattform für die Quartiere „als ein wichtiges Anliegen aus diesem Prozess hervor“, heisst es in der Medienmitteilung. Sie umfasst unter anderem Funktionen wie das Publizieren von Informationen, Veranstaltungen und Blogeinträgen sowie das Durchführen von Umfragen.

    Eingebunden in den Entstehungsprozess waren vier Quartiervereine, die Zürcher Gemeinschaftszentren sowie weitere Organisationen. „Der Kontakt zur Bevölkerung ist für uns sehr wichtig. Wir erhoffen uns, dass wir unsere Arbeit mit digitalen Umfragen und Ideensammlungen noch besser und vor allem breiter im Quartier abstützen können“, wird Balz Bürgisser, Präsident des Quartiervereins Witikon in der Medienmitteilung zitiert.

    Vereine und Organisationen können sich über ein Formular auf der Internetseite anmelden und an einer Infoveranstaltung am 29. März teilnehmen.

  • Superblocks machen Städte lebenswerter

    Superblocks machen Städte lebenswerter

    Eine Studie der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hat untersucht, welche Städte das Potenzial zu einer Umgestaltung mithilfe von Superblocks haben. Dieses Mittel der Stadtplanung kann steigender Hitze, Lärm- und Luftverschmutzung und schwindenden Grünflächen durch den Klimawandel oder das Bevölkerungswachstum entgegenwirken. Die Stadtplanung sei dabei zentral, wird Studienautor Sven Eggimann in einer Mitteilung der Empa zitiert: „Die Gestaltung und Verwendung des Strassenraums beeinflusst die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner und hat das Potenzial, das Stadtklima erheblich zu verbessern.“

    Vorbild für die Bildung von Superblocks ist Barcelona. Dort werden idealerweise 3 mal 3 Häuserblocks und ihre Innenhöfe zu einem Superblock zusammengefasst. Der Erschliessungsverkehr wird aussenherum geführt, das Innere bleibt gänzlich autofrei. Anstelle von Strassen und Parkplätzen werden Velo- und Fusswege, Grünflächen und Begegnungszonen geschaffen. Ausserdem können hitzereduzierende Massnahmen umgesetzt werden.

    Das Potenzial dieses Städtedesigns ist laut Eggimann deshalb so hoch, weil Strassen in den heutigen urbanen Gebieten einen erheblichen Teil der Gesamtfläche ausmachen. In europäischen Städten seien dies typischerweise zwischen 15 und 25 Prozent.

    Das Superblock-Potenzial einzelner Städte errechnete Eggimann mit Werten zwischen 1 Prozent und einem Drittel der Strassen. Das grösste Potenzial wiesen Städte wie Mexiko-Stadt, Madrid und Tokio auf. Doch auch Städte, deren Strassen weniger rasterartig angelegt sind als in Barcelona, eignen sich laut Eggimanns Studie für Superblöcke: „Dies birgt die Chance, urbane Quartiere attraktiver zu gestalten, indem man die Menschen und nicht die Fahrzeuge ins Zentrum stellt.“