Schlagwort: Raumgestaltung

  • Ein Doppelkindergarten, der Massstäbe setzt

    Ein Doppelkindergarten, der Massstäbe setzt

    Das Konzept des neuen Kindergartens ist beeindruckend. Das Sockelgeschoss beherbergt neben einer Küche und einem Therapieraum alle notwendigen Flächen für Haustechnik, Lager, Reinigung und Aussengeräte. Durch die zurückgesetzte Bauweise tritt das Sockelgeschoss dezent in Erscheinung und schafft vielfältig nutzbare und vor Witterung geschützte Aussenflächen. Eine barrierefreie Erschliessung wird durch eine neue Wegführung vom Haupteingang am Charlottenweg gewährleistet.

    Auf diesem massiven Sockel erhebt sich das Kindergartengeschoss, das sich in drei «Häuser» mit Zeltdächern gliedert. Jedes dieser «Häuser» dient spezifischen Nutzungen und bietet den Kindern individuelle Haupt- und Gruppenräume. Die architektonische Gestaltung mit den Zeltdächern, die auch im Innenraum ersichtlich sind, schafft eine besondere Atmosphäre, die durch die Kombination aus Boden und «Deckenhimmel» als zusätzliche Raumbegrenzung ein vielschichtiges Raumerlebnis ermöglicht. Eine Galerie in den Hauptzimmern ergänzt den Raum und bietet den Kindern Rückzugs- und Beobachtungsorte.

    Der Neubau wird fast 3 Millionen Franken kosten, wobei das Gebäude selbst rund 2,2 Millionen Franken in Anspruch nimmt. Zusätzliche Kosten fallen für Mobiliar, Umgebungsgestaltung, den Anschluss an die Fernwärme und unvorhergesehene Ausgaben an.

    Ein Projekt mit Weitblick
    Die Architekturbüros Berger Hammann Architekten AG und BRH-Architekten AG haben mit ihrem Entwurf die Jury überzeugt. Die Holzbauweise und durchdachte Raumeinteilung waren ausschlaggebend für die Entscheidung. Das an ein «Waldhüttenensemble» erinnernde Projekt fügt sich perfekt in die naturnahe Umgebung des Charlottenfels ein.

    Die Fertigstellung des neuen Doppelkindergartens ist für den Spätsommer 2025 geplant.

    Neuhausen investiert in die Zukunft
    Die Bevölkerung von Neuhausen wächst stetig durch den Bau neuer Wohnanlagen. Nebst dem Doppelkindergarten Charlottenfels der im Herbst 2025 eröffnet wird sind weitere Schulraumerweiterungen geplant.

    Diese Investitionen in Bildung und Infrastruktur sind klare Signale für die Zukunft Neuhausens. Die Gemeinde setzt auf qualitatives Wachstum und Nachhaltigkeit, um den Anforderungen einer dynamischen Bevölkerungsentwicklung gerecht zu werden.

  • Schweizer Textilfirma stattet Gebäude in London und Lichtenfels aus

    Schweizer Textilfirma stattet Gebäude in London und Lichtenfels aus

    Création Baumann hat zwei Aufträge aus England und Deutschland bekommen. In London stattet das auf textile Raumgestaltung spezialisierte Berner Unternehmen die 636 Wohnungen des Newfoundland-Turms mit einer farblich auf das Innenarchitekturkonzept abgestimmten Variante seines Vorhangstoffes LORD aus, informiert Création Baumann in einer Mitteilung. Die Vorhänge reflektieren das Licht und bewirken eine Energieeinsparung von bis zu 14 Prozent. Die Stoffbahnen im Gesamtumfang von etwa 40 Kilometern Länge werden in der Schweiz gefertigt.

    In Deutschland stattet Création Baumann das in Lichtenfels bei Bamberg gelegene Archiv der Zukunft aus. Dabei handelt es sich um einen von vollständig zu öffnenden Glasfassaden umrundeten Pavillon, der Büroräume und Flächen für Ausstellungen und Veranstaltungen birgt. Derartig «offene Architekturkonzepte mit viel Glas sind auf eine gezielte Lichtsteuerung angewiesen, um optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen und Räume vor Überhitzung zu schützen», schreibt Création Baumann in einer weiteren Mitteilung. In Lichtenfels kommt dabei der Vorhangstoff GUARD des Textilherstellers zum Einsatz. Der aluminium-metallisierte Stoff lässt mit seiner gitterartigen Optik Licht ins Innere, seine hauchdünne Aluminiumschicht schützt jedoch gleichzeitig vor direkter Sonneneinstrahlung und Blendung.

  • Der nächste Schritt zur Verwirklichung der Vision des Medizincampus Davos

    Der nächste Schritt zur Verwirklichung der Vision des Medizincampus Davos

    Der Forschungsneubau «Forschung II» markiert einen Fortschritt im Rahmen des von OOS entworfenen Masterplans für den Medizincampus Davos. Dieser Plan hat das Ziel, Davos als Innovationsstandort mit Forschungstätigkeiten insbesondere in den Bereichen Allergien, Asthma und Kardiologie zu etablieren. Bislang wurden verschiedene bauliche Massnahmen vorgenommen, darunter die Reorganisation bestehender Gebäude und die Einführung eines neuen Therapie- und Gastronomietrakts.

    Das Gebäude Forschung II schafft zusätzlichen Raum für verschiedene Forschungsaktivitäten und ergänzt das bestehende Campusgebäude, das bereits als Ausbildungscampus und Forschungslabor mit Büros dient. Darüber hinaus bietet Forschung II Raum für externe Partner, die von der Expertise und der innovativen Atmosphäre profitieren. Forschung II wird somit einer Vielzahl verschiedener Institutionen zur Bündelung ihrer Kräfte mit dem Ziel translationaler Forschung genutzt werden.

    Das Projekt wurde unter Berücksichtigung der vielfältigen Anforderungen verschiedener Forschungsprojekte wie CK-CARE, Cardio-Care und Davos BioSciences entwickelt. Die Architektur und der Innenausbau wurden flexibel und modular gestaltet, um künftige Nutzungsänderungen zu erleichtern. Besondere Aufmerksamkeit wurde auf die Einbeziehung der Bedürfnisse aller Nutzer in den Planungsprozess gelegt, wobei ein festes Budget als Richtlinie diente.

    Die Bauweise ist so flexibel wie möglich gehalten, um eine vielfältige Nutzung zu ermöglichen. Obwohl das Gebäude derzeit für Büros und Labors ausgelegt ist, können auch andere Nutzungen problemlos integriert werden. Darüber hinaus ermöglicht die Innenraumgestaltung eine flexible Aufteilung in bis zu drei separate Bereiche.

    Ästhetisch integriert sich «Forschung II» nahtlos in den bestehenden Medizincampus. Ein auffälliges Element ist die Kaskadentreppe, die vertikal durch das Gebäude verläuft und Begegnungen zwischen den Nutzenden fördert. Zusätzlich wird durch die Verwendung von Shared Labs und Shared Facilities der Austausch zwischen verschiedenen Nutzergruppen angeregt und Investitionskosten gesenkt. Die BSL-2 Labore sind flexibel und auf die Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt.

    Insgesamt erweitert «Forschung II» nicht nur die Kapazitäten des Medizincampus Davos, sondern trägt auch dazu bei, die Vision des Masterplans Schritt für Schritt in die Realität umzusetzen.

  • „Plus de Jardins“ – Das Herzstück des neuen Quartierteils im Siegenthalergut in Thun

    „Plus de Jardins“ – Das Herzstück des neuen Quartierteils im Siegenthalergut in Thun

    Das ambitionierte Stadtentwicklungsprojekt im Siegenthalergut nimmt Form an. Durch eine Kooperation zwischen der Stadt Thun und der Frutiger AG wird hier ein neuer Quartierteil realisiert. Die Gestaltung des Aussenraums war Gegenstand eines Studienauftrags, dessen Sieger nun feststeht: Das Projekt „Plus de jardins“ aus der Feder des Zürcher Büros für Landschaftsarchitektur „Skala Landschaft Stadt Raum“.

    Im Mittelpunkt des Siegerprojekts steht die Entwicklung eines großzügigen öffentlichen Parks, der nicht nur durch seine grüne Ästhetik, sondern auch durch seine intelligente Raumgestaltung und vielfältige Nutzbarkeit besticht. Der Park soll sich als Begegnungsort etablieren, der das Quartierleben belebt und Raum für diverse Aktivitäten bietet. Erkennbar ist das Bestreben, eine harmonische Balance zwischen Naturnähe und urbanem Leben zu schaffen, was sich in der Multifunktionalität und der ökologischen Ausrichtung des Freiraumkonzeptes widerspiegelt.

    Die über 1’500 Bewohner, die in diesem nachhaltig konzipierten Wohnquartier ein Zuhause finden sollen, profitieren von einem bewussten Städtebau, der sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Durch durchdachte Verbindungen und Wege wird das Siegenthalergut optimal in das bestehende Quartier eingebettet. Diverse Außenräume mit unterschiedlichen Atmosphären laden zum Verweilen ein und fördern die Biodiversität.

    Die Gestaltung des Quartiers geht Hand in Hand mit der aktiven Einbeziehung der Thuner Bevölkerung. Ihre Anforderungen und Wünsche werden in den fortlaufenden Planungsprozess integriert, um so ein lebenswertes Quartierzentrum zu schaffen. Hierbei liegt ein Fokus auf der gemeinsamen Entwicklung eines Quartierzentrums, das als Herz des Siegenthalerguts dienen soll.

    Mit dem voraussichtlichen Start der ersten Bauphase im Jahr 2027 rückt die Realisierung des Stadtentwicklungsprojekts in greifbare Nähe. Bis dahin sind weitere planerische Schritte vorgesehen, wie die Erarbeitung eines Betriebs- und Gestaltungskonzepts für die angrenzenden Straßen und die Definition der Überbauungsordnung, welche die Grundlage für die kommenden Architekturwettbewerbe bildet. Die öffentliche Präsentation der Zone mit Planungspflicht (ZPP) gegen Ende des Jahres markiert einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Verwirklichung des Projekts „Plus de jardins“ und dem neuen Quartierteil im Siegenthalergut.