Schlagwort: Recht

  • Effiziente Werkvertragsprüfung mit KI

    Effiziente Werkvertragsprüfung mit KI

    Baumeister sind pragmatische Macher, deren Hauptaugenmerk auf der Umsetzung von Bauprojekten liegt. Juristische Fachkenntnisse sind dabei oft nicht ihre Stärke. Dennoch ist der regelmässige Abschluss und die sorgfältige Prüfung von Werkverträgen unerlässlich. Häufig wird dieser wichtige Schritt aufgrund hoher Anwaltskosten vernachlässigt, was Bauunternehmen unvorteilhafte Vertragsbedingungen und im Streitfall hohe Verluste einbringen kann.

    Einführung der neuen Dienstleistung
    Um diesem Problem entgegenzuwirken, bietet der SBV seinen Mitgliedern nun eine innovative Lösung an. Werkverträge können ab sofort für eine Pauschale überprüft werden – unabhängig vom Umfang des Vertrags oder der Anzahl der Klauseln. Diese Dienstleistung wird durch den Einsatz künstlicher Intelligenz ermöglicht.

    Kooperation mit Legartis
    In Zusammenarbeit mit dem Zürcher Unternehmen Legartis hat der SBV eine Plattform entwickelt, auf der Mitglieder ihre Werkverträge und Allgemeinen Geschäftsbedingungen hochladen können. Die Rechtsabteilung des SBV prüft die Dokumente mithilfe der spezialisierten Software und liefert innerhalb von maximal 48 Stunden ein fundiertes Feedback.

    Funktionsweise der KI-gestützten Prüfung
    Das KI-Modell wurde mit tausenden Werkverträgen trainiert und kann daher Zusammenhänge erkennen und Abweichungen unabhängig von der Formulierung hervorheben. Die Mitglieder können zudem individuelle Vorgaben festlegen, beispielsweise bei speziellen Konditionen mit Bauherren. Simon Lüscher betont: «Unsere Mitglieder können mit einer präzisen Werkvertragsprüfung ihre rechtlichen Risiken massiv reduzieren und Klarheit in den Vereinbarungsdschungel bringen.» Mit dieser neuen Dienstleistung setzt der SBV einen bedeutenden Schritt in Richtung Digitalisierung und unterstützt seine Mitglieder dabei, rechtliche Risiken zu minimieren und Verträge sicherer abzuschliessen. Die Kooperation und der Einsatz von künstlicher Intelligenz ermöglichen eine schnelle, kostengünstige und effektive Vertragsprüfung, die auf dem Markt ihresgleichen sucht.

  • KI-basiertes Tool schafft Durchblick im Baurecht

    KI-basiertes Tool schafft Durchblick im Baurecht

    Das Baurecht in der Schweiz ist ein komplexes Gebilde aus Bundes-, Kantons- und Gemeindegesetzen. Dies führt nicht selten zu erheblichen Unsicherheiten und Verzögerungen in der Projektplanung. Die durchschnittliche Bewilligungsdauer für Bauvorhaben ist seit 2016 um 34 Tage oder 32 Prozent gestiegen. „Das ist ein klarer Indikator für die wachsende Unsicherheit in der Planung von Bauprojekten“, sagt Daniel Steffen, Ökonom an der Hochschule Luzern.

    Lösung durch KI: Effizienzsteigerung in der Baubranche
    Ein Forschungsteam der HSLU an einem wegweisenden KI-Tool. Dieses soll Baugesetze aus unterschiedlichen Gemeinden rasch analysieren und in einer strukturierten Form zur Verfügung stellen. „Wir wollen Planungsprozesse vereinfachen und Unsicherheiten minimieren“, betont Peter Staub, Verwaltungsratspräsident von pom+.

    Methodik und Funktionsweise
    Das KI-System basiert auf Natural Language Processing Technologien und wird fortlaufend mit den aktuellen Baugesetzen gefüttert. Es soll sowohl klare als auch vage formulierte Regelungen erkennen und entsprechende Handlungsempfehlungen generieren. Durch die Integration dieser Daten in existierende Planungstools können Risiken minimiert und Chancen besser erkannt werden.

    Zeitplan und Unterstützung
    Das Projekt „Regulatory Information System for Real Estate“ hat eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren und wird bis Ende 2025 abgeschlossen sein. Es erhält zudem finanzielle Unterstützung von Innosuisse, der schweizerischen Agentur für Innovationsförderung.

    Mit dieser technologischen Innovation setzt das Kollaborationsprojekt einen neuen Standard für effiziente und transparente Bauprojektplanung in der Schweiz.

  • BKW lanciert digitale Plattform für Energieversorger

    BKW lanciert digitale Plattform für Energieversorger

    Mit ihrer neuen digitalen Plattform Energy Business will das Berner Energie- und Infrastrukturunternehmen BKW laut einer Medienmitteilung Schweizer Energieversorgern Unterstützung in vier Bereichen geben: Cyber-Sicherheit, Recht und Regulierung, innovative Produkte für Endkunden sowie Kundenservice. Zu diesem Zweck hat sie Anfang November die Plattform e4u lanciert.

    Die Energieversorger stünden vor einer anspruchsvollen Zukunft, heisst es dort. „Deshalb wollen wir zusammenspannen mit einem klaren Ziel: Wirtschaftlicher Erfolg durch Skalierung, Synergien und die Nutzung praxiserprobter Lösungen. Wir glauben, dass wir dies nur gemeinsam schaffen können.“ Damit bekenne sich die BKW zu einer langfristigen Partnerstrategie mit anderen Energieversorgern in der Schweiz, schreibt sie in ihrer Mitteilung.

    In einer ersten Phase biete die BKW auf der Plattform Dienstleistungspakete an, die anderen Energieversorger Zugang zu ihren praxiserprobten Kompetenzen ermöglichen. Parallel dazu plane sie verschiedene Bildungsaktivitäten. Zudem offeriere sie auch „individualisierte Beratungsdienstleistungen für komplexe Bedürfnisse“.

    Auf der Plattform könnten sowohl Energieversorger als auch grosse Endverbraucher die Beschaffung ihrer Energie in einem einzigen System abwickeln. Die Plattform selbst sei in enger Zusammenarbeit mit BKW-Kunden entwickelt worden.