Schlagwort: Recyclingbeton

  • Bau von neuer Bodenaufbereitungsanlage für nachhaltigeren Beton

    Bau von neuer Bodenaufbereitungsanlage für nachhaltigeren Beton

    STRABAG hat laut einer Mitteilung den Spatenstich zum Bau einer nassmechanischen Bodenaufbereitungsanlage in Bürglen vollzogen. Die neue Anlage ermögliche die Gewinnung von Recyclingbeton aus Bodenmaterial und Bauschutt. Am Standort investiert STRABAG zudem in einen Neubau für das Tochterunternehmen Beton AG.

    Wie das Unternehmen schreibt, funktioniert die Anlage wie eine «Waschmaschine für Steine». Das Rohmaterial aus Böden und Bauschutt wird mit einem Brecher zerkleinert und anschliessend gewaschen. Im nächsten Schritt erfolgen die Trennung des sauberen Gesteins von Metall, Plastik, Glas oder Holz und die Aussiebung.

    Aus den so aufbereiteten Steinen wird mit Zement und Wasser neuer Beton zum Bau von Häusern und Brücken sowie für den Strassenbau produziert. Er soll zu einem geringeren Rohstoffverbrauch führen und die nachhaltige Kreislaufwirtschaft fördern. «Das schont die Umwelt, weil wir weniger neuen Primärkies aus der Erde holen müssen. Zudem entsteht weniger Abfall», heisst es.

    Der Montagebeginn der Anlagentechnik ist für November 2025 angekündigt, die Inbetriebnahme soll im Herbst 2026 erfolgen. Ab 2027 soll mit der Produktion begonnen werden.

  • Neue Technologie speichert CO₂ dauerhaft in Recyclingbeton

    Neue Technologie speichert CO₂ dauerhaft in Recyclingbeton

    Neustark und das Gemeinschaftsunternehmen RECULAR der Oettinger-Gruppe und von peterbeton spannen für die dauerhafte Speicherung von CO2 in Recyclingbeton zusammen. RECULAR mit Sitz in Baden-Baden hat die Technologie von Neustark zur Bindung von CO2 in Granulat aus Abbruchbeton in den vergangenen Monaten in einer Pilotanlage in der Region Karlsruhe getestet, informiert Neustark in einer Mitteilung. Am 26. Februar haben die Partner die Technologie und die ersten Ergebnisse aus der Pilotanlage auf einer Veranstaltung präsentiert.

    Das Pilotprojekt bildet die Basis für eine weitere Zusammenarbeit von Neustark, Oettinger-Gruppe und peterbeton. «Wir können durchschnittlich 10 Kilogramm CO2 pro Tonne Abbruchmaterial speichern und machen es damit zu einer CO2-Senke», wird Thomas Karcher, Geschäftsführer von peterbeton, in der Mitteilung zitiert. Sein Unternehmen ist im Projekt für die Verarbeitung und Verbreitung des CO2-angereicherten Recyclingbetons zuständig. Die Oettinger-Gruppe übernimmt Beschaffung und Aufbereitung des Abbruchbetons.

    «Wir schätzen es sehr, mit unseren Partnern Oettinger und peterbeton zusammenzuarbeiten, um die erste CO2-Speicheranlage dieser Art in Karlsruhe und die dritte in Deutschland zu eröffnen», erklärt Valentin Gutknecht, Mitgründer und Co-CEO von Neustark. «Dieses Projekt zeigt auf, wie innovative Technologien und lokale Zusammenarbeit die Zukunft gestalten können.» Derzeit sind in Europa 29 Anlagen mit der Technologie von Neustark in Betrieb. Darüber hinaus ist Neustark an der Planung oder dem Bau weiterer 30 Anlagen beteiligt.

  • Neue Anlage zur Mineralisierung von CO2 im Elsass

    Neue Anlage zur Mineralisierung von CO2 im Elsass

    Neustark und Fehr spannen für die dauerhafte Speicherung von CO2 in Recyclingbeton zusammen. Die beiden Partner haben die erste kommerzielle CO2-Speicheranlage im Elsass eröffnet, schreibt Neustark in einer entsprechenden Mitteilung. Das Berner ClimateTech hat eine Technologie entwickelt, mit der aus Biogasanlagen abgeschiedenes CO2 in Abbruchbeton gespeichert werden kann. Bei Fehr in Bischwiller sollen damit jährlich 1200 Tonnen CO2 gebunden werden.

    Das Familienunternehmen Fehr betreibt zehn Betonwerke und vier Produktionsstätten für Betonfertigelemente. «Fehr ist einer der Pioniere bei nachhaltigen Baustoffen in Frankreich», wird Valentin Gutknecht, Mitgründer und Co-CEO von Neustark, in der Mitteilung zitiert. «Durch unsere strategische Partnerschaft können wir unsere innovative und sofort einsatzbereite Technologie implementieren und bieten damit eine lokale Alternative zur Speicherung von CO2 unter der Erde oder im Meer.»

    Fehr bekommt das CO2 von einer nahegelegenen Anlage zur Erzeugung von Biomethan. In der Produktionsstätte in Bischwiller wird es zum einen dem Abbruchbeton zugefügt, wo es durch die Technologie von Neustark innerhalb von Stunden mineralisiert. Ein weiterer Teil des CO2 wird in das bei der Betonherstellung anfallende Mischwasser eingeleitet, wo es dank der Technologie von Neustark mit den mineralischen Stoffen des Mischwassers reagiert und stabile Salze (Karbonate) bildet. Neben der dauerhaften Speicherung von CO2 reduziere dies auch die Kosten für die Entsorgung des Mischwassers, schreibt Neustark.

  • 69 Millionen Dollar für CO2-Speicherungstechnologie gesichert

    69 Millionen Dollar für CO2-Speicherungstechnologie gesichert

    Neustark konnte sich eine Finanzierung in Höhe von 69 Millionen Dollar sichern. Wie es in einer Mitteilung heisst, wurde das ClimateTech-Unternehmen aus Bern vom Finanzierungsfonds Decarbonization Partners, einer Partnerschaft zwischen BlackRock und Temasek, mit Unterstützung von Blume Equity gefördert. Die UBS initiierte eine Fremdfinanzierung. Auch die bisherigen Finanziers Siemens Financial Services, Verve Ventures, ACE Ventures und Holcim beteiligten sich an der neuen Kapitalrunde.

    Mit den erworbenen Mitteln will Neustark seine Position in Europa stärken und neue Märkte in Amerika und Asien gewinnen.

    Neustark, eine Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), hat ein Verfahren entwickelt, bei dem CO2 in Kalkstein umgewandelt wird, der an den Poren und der Oberfläche des Betongranulats gebunden wird. Das derart karbonatisierte Granulat kann im Anschluss im Strassenbau oder für die Produktion von Recyclingbeton eingesetzt werden. Nach Unternehmensangaben betreibt Neustark derzeit 19 Anlagen mit dieser Technologie in Deutschland, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz. Bis 2030 will das Unternehmen 1 Million Tonnen Kohlendioxid aus der Luft speichern und lagern.

  • Nachhaltige CO2-Speicherung im Betonwerk

    Nachhaltige CO2-Speicherung im Betonwerk

    Das Kies- und Betonwerk der Ch. Gerster AG ist das erste Unternehmen in Liechtenstein, das das Verfahren von Neustark zur Speicherung von CO2 anbietet. Das CO2 wird vor Ort in Gersters Betongranulat namens Granulit mineralisiert, das wiederum aus Abbruchbeton gewonnen wird. Dieses Granulat ist auch Bestandteil des Recyclingbetons Rainulit von Gerster. „Wir präsentieren damit eine Lösung zur Reduzierung von CO2-Emissionen im Baugewerbe“, heisst es in einer Mitteilung von Gerster.

    In der vom Berner ClimateTech-Unternehmen Neustark entwickelten Anlage reagiert gasförmiges CO2 aus biologischer Herkunft mit Kalk, der bei der Zementproduktion entstanden ist. Bei diesem Mineralisierungsprozess entsteht erneut Kalkstein. Weil das CO2 erst bei einer Temperatur von über 700 Grad wieder freigesetzt würde, bleibt es im Kalkstein dauerhaft gebunden und ist damit dauerhaft aus der Luft entfernt. Laut einer eigenen Mitteilung von Neustark kann die Anlage der Ch. Gerster AG pro Jahr 100 Tonnen CO2 dauerhaft speichern.

    Mit mittlerweile 19 Abscheidungs- und Speicheranlagen verwandelt Neustark den weltweit grössten Abfallstrom – Abbruchbeton – und andere mineralische Abfallstoffe in Kohlenstoffsenken. Eigenen Angaben zufolge hat die Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) bisher 1719 Tonnen CO2 dauerhaft aus der Luft entfernt. Ihr Ziel ist es, im Jahr 2030 auf 1 Million Tonnen zu kommen.

  • Pilotprojekt misst Potenzial von CO2 in Recyclingbeton

    Pilotprojekt misst Potenzial von CO2 in Recyclingbeton

    Ein Pilotprojekt unter Führung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) hat in Zusammenarbeit mit Fachleuten der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), des Wasserforschungsinstituts des ETH-Bereichs (Eawag), des Paul Scherrer Instituts (PSI) sowie der Firmen Kästli Bau aus Rubigen BE und neustark aus Bern und 18 weiteren Partnern gezeigt, dass bei mit CO2 begastem Betonabbruchgranulat rund 15 Prozent des Treibhausgases eingespart werden können, die bei seiner Herstellung erzeugt wurden.

    Insgesamt 10 Prozent davon erreichen die neuartigen Baustoffe, die mit karbonatisierten Beton-Granulaten angereichert wurden. Weitere 5 bis 7 Prozent können erzielt werden, weil das mit CO2 angereicherte Betongranulat die Zementverbindungen im Recyclingbeton fester macht als Normalbeton. Das haben aufwändige Messungen ergeben, die unter anderem durch Andreas Leemann von der Empa-Abteilung Concrete & Asphalt ausgeführt wurden: „Eine reaktive Phase also, die neu im Granulat entsteht und im Recyclingbeton eine höhere Festigkeit erzeugt. Das hat uns schon überrascht“, wird er in einer Medienmitteilung zitiert.

    Weiteres Potenzial zeigte auch die CO2-Behandlung des sogenannten Recyclingwassers aus Wasser, Zement und Sand, das bei der Reinigung von Betonfahrzeugen und Mischanlagen anfällt. Ein Kilogramm davon konnte die beachtliche Menge von 120 Gramm CO2-Gas binden. Lebenszyklus-Analysen haben resümiert, dass das karbonatisierte Material im Vergleich zu Beton mit herkömmlichem Zement und ohne Recyclingmaterial den Treibhauseffekt netto um rund 13 Prozent reduzieren kann. Bei Beton mit Recyclingmaterial liegt der Effekt noch bei 9 Prozent.

    Die Projektverantwortlichen stellen die Forschungsergebnisse beim sogenannten Closing-Event öffentlich vor. Er findet am 6. Dezember im Audi Max der ETH statt.