Schlagwort: Regionen

  • Neues Wärmenetz verbindet Klimaschutz und regionale Wertschöpfung

    Neues Wärmenetz verbindet Klimaschutz und regionale Wertschöpfung

    Der Wärmeverbund Maisprach im Kanton Basel-Landschaft und der Basler Energieversorger IWB haben ein neues Projekt zur Wärmeversorgung aus regionalen Rohstoffen in Betrieb genommen. Seit Anfang Dezember wird aus einem Holzkessel und einer Pflanzenkohleanlage Energie gewonnen und in das Wärmenetz eingespeist, heisst es in einer Mitteilung.

    Die Voraussetzung für den jetzt erfolgten Schritt lieferte die Gemeinde Maisprach im Januar 2025 mit dem Bau eines neuen Werkhofs. Dort errichtete die IWB zunächst neue Holzheizanlagen. Im November folgte der Bau der Pflanzenkohleanlage. Jährlich sollen hier 250 Tonnen Pflanzenkohle aus Landschaftspflegeholz und Biomasse durch Pyrolyse erzeugt werden. Die Abwärme aus der Kohleproduktion wird in das Fernwärmenetz eingespeist. Die Betreiber rechnen mit 900 Megawattstunden Wärmeenergie für die Netzkunden, bei steigender Tendenz mit einem weiteren Netzausbau. Der Holzkessel wird ebenfalls mit regionaler Biomasse betrieben. Die produzierte Pflanzenkohle wird in der Region als Zusatz zur Kompostierung, in Erdsubstraten sowie in der Landwirtschaft genutzt. Die IWB investierte in das Projekt 3,5 Millionen Franken.

    „IWB hat Erfahrungen im Bau und Betrieb von Wärmeanlagen. Im Rahmen eines Pilotprojekts hat IWB in Basel den innovativen Ansatz getestet, Abwärme aus einer Pflanzenkohleanlage in einem Wärmenetz zu nutzen. Davon können wir nun profitieren“, wird der Maispracher Gemeindepräsident Dorian Wernli in der Mitteilung zitiert.

  • Strategie für steigendes Betriebsergebnis bis 2030 vorgestellt

    Strategie für steigendes Betriebsergebnis bis 2030 vorgestellt

    Die BKW hat am 8. November ihre Strategie Solutions 2030 vorgestellt. Diese sieht laut einer Mitteilung vor, das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern bis 2030 auf 1 Milliarde Franken zu erhöhen. 2023 betrug das Betriebsergebnis laut Geschäftsbericht 620,3 MilliBitonen Franken.

    Das Betriebsergebnis des Bereichs Energielösungen soll auf 650 Millionen Franken steigen. 2023 lag es bei 534,6 Millionen. Das Ergebnis des Bereichs Netze soll 2030 bei 150 Millionen liegen (2023: 146,7 Millionen). Der stärkste Zuwachs wird im Bereich Infrastruktur- und Gebäudelösungen angestrebt. 2023 soll das Ergebnis bei 200 Millionen Franken liegen, 2023 wurde ein Verlust von 40 Millionen erzielt. Dabei sollen die Generalplanung in Infrastruktur und Hochbau sowie Gebäudetechniklösungen ausgebaut und die Profitabilität stetig erhöht werden.

    Dafür will der Berner Energieversorger 4 Milliarden Franken investieren, mindestens die Hälfte in der Schweiz. Die Investitionen sollen aus dem freien Geldfluss finanziert werden, der in diesem Zeitraum über 5 Milliarden Franken betragen soll.

    «Mit der umfassenden Weiterentwicklung der Strategie unterstützt die BKW ihre Kundinnen und Kunden mit zukunftsweisenden Lösungen noch stärker bei der Transformation des Energiesystems», wird BKW-Verwaltungsratspräsident Roger Baillod in der Mitteilung zitiert. CEO Robert Itschner verweist auf die Breite des angestrebten Wachstums: «Zur Erreichung dieser Ziele tragen sämtliche Geschäftsfelder der BKW bei. Die BKW investiert in ihre starke Schweizer Basis und wächst gezielt im europäischen Ausland.»

    Die BKW will als Gesamtkonzern bis 2040 ihren Netto-Ausstoss von Treibhausgasen auf Null senken.

  • Ausbau von erneuerbaren Energieanlagen in Italien

    Ausbau von erneuerbaren Energieanlagen in Italien

    Die Repower Gruppe baut ihr Portfolio in Italien deutlich aus. Dafür hat sie laut einer Unternehmensmitteilung die 35 Prozent der Anteile an Repower Renewable übernommen, die seit deren Gründung im Jahr 2018 bisher im Besitz der Londoner Investmentfirma Omnes Capital waren. Ebenfalls seit damals hält der Stromproduzent, Verteilnetzbetreiber und Energiehändler mit Sitz in Poschiavo die restlichen 65 Prozent. Damit kontrolliert die Repower Gruppe nun 100 Prozent von Repower Renewable.

    Damit ist Repower nun alleiniger Besitzer der italienischen Wind-, Solar- und Wasserkraftwerke von Repower Renewable. Deren Gesamtleistung beläuft sich auf rund 120 Megawatt. Dazu kommt laut der Mitteilung «eine volle Pipeline» bereits genehmigter Kraftwerkprojekte mit einer Gesamtleistung von weiteren 150 Megawatt.

    Die Strategie von Repower sieht den Angaben zufolge den konsequenten Ausbau des Portfolios an erneuerbaren Energieanlagen in der Schweiz und in Italien vor. Die bisher 30’000 Kundinnen und Kunden in Italien sollen in Zukunft vollständig mit zertifizierter, erneuerbarer Energie versorgt werden.

  • Wohneigentum als langfristiges Investment

    Wohneigentum als langfristiges Investment

    Wohneigentum bietet langfristig eine Rendite, die mit der eines reinen Schweizer Aktienportfolios vergleichbar ist, erläutert Raiffeisen Schweiz in einer Mitteilung. Konkret haben die Immobilienmarktfachleute der Bankengruppe eine durchschnittliche jährliche Eigenkapitalrendite von 7,2 Prozent für Wohneigentum seit 1988 errechnet. «In der langfristigen Betrachtung ist Wohneigentum Aktienanlagen daher praktisch ebenbürtig, zumal die Rendite bei deutlich geringerer Volatilität erzielt wird», wird Fredy Hasenmaile, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz, in der Mitteilung zitiert.

    «Der grösste Vorteil von Wohneigentum gegenüber Aktien liegt aber darin, dass dessen Illiquidität die Eigentümer zwingt, langfristig investiert zu bleiben und Krisenzeiten einfach auszusitzen», erläutert Hasenmaile. Wer statt auf Hauseigentum zur Miete lebt und sein Vermögen anlegt, müsse für eine vergleichbare Rendite «äusserst diszipliniert anlegen und nicht in die vielen psychologischen Fallen treten, die an den Finanzmärkten lauern». Wohneigentümer als Langzeitinvestierende folgten dagegen automatisch «einem der wichtigsten Grundsätze des erfolgreichen Anlegens».

    Langfristig betrachtet sind die laufenden Wohnkosten im Eigenheim in etwa dieselben einer Mietwohnung. Aufgrund wieder sinkender Zinsen können Interessierte für Wohneigentum aktuell aber von Einsparungen in Höhe von 10 bis 16 Prozent gegenüber dem Wohnen zur Miete profitieren. Zudem hat sich die Leerstandsquote von Eigenheimen im Jahresvergleich von 0,53 Prozent auf 0,58 Prozent leicht erhöht. Die Leerstandsquote für Mietwohnungen fiel gleichzeitig von 1,60 auf 1,44 Prozent.

  • Magazin beleuchtet Dynamik im Limmattal

    Magazin beleuchtet Dynamik im Limmattal

    Die neue Ausgabe des Magazins «36 km» ist erschienen. «Alles da? Die Stärken einer dynamischen Region», heisst die Titelgeschichte der 18. Ausgabe des Regionalmagazins. Weitere Themen des 32 Seiten starken Magazins sind das  Wirtschaftspodium Limmattal (WIPO), das am 21. November in der Umwelt Arena Schweiz in Spreitenbach stattfindet, Höhepunkte der Kultur im Jahr 2025 und die auf 2026 verschobene Ausstellung Phänomena in Dietikon. Die neue Geschäftsführerin Stephanie Kiener erläutert die Neuausrichtung der Standortförderung Limmatstadt.

    «Die eingeleitete Neuausrichtung der Limmatstadt AG eröffnet viele Chancen. Ich glaube fest daran, dass wir mit vereinten Kräften eine starke Standortförderung für die ganze Region weiterentwickeln können», schreibt Lara Albanesi, Verwaltungsratspräsidentin der Limmatstadt AG im Vorwort. Die Standortbestimmung erlaube aber auch «bewusst wahrzunehmen, wie gut sich das dynamische Limmattal bereits entwickelt hat».

    Stephanie Kiener, die nach neun Monaten als Stellvertreterin von Jasmina Ritz die Geschäftsführung der Limmatstadt AG übernommen hat, wird mit der Frage nach der Zukunft der Standortförderung konfrontiert. «Die Existenz für 2025 ist gesichert, aber die Limmatstadt wird den Gürtel im kommenden Jahr enger schnallen müssen. Um unser Ziel einer nachhaltigen Finanzierung zu erreichen, sind noch viel Arbeit und wichtige strategische Entscheide notwendig», so Kiener.

    Neben der Vorschau auf das WIPO und Schilderung der Vorbereitungen für die Phänomena gibt das Magazin Freizeittipps für den Winter, lässt Erfolgscurlerin Alina Pätz ihre Lieblingsorte im Limmattal beschreiben und lässt Jessica Schmiederer aus dem Alltagsleben als Leiterin des Hotels Limmathof in Baden erzählen.

  • Neue Plattform für Wirtschaftsstandort Aargau

    Neue Plattform für Wirtschaftsstandort Aargau

    Die Standortförderung Kanton Aargau präsentiert den Wirtschaftsstandort Aargau auf einer neuen Plattform. Unter der Adresse www.aargau.swiss können bereits ansässige Unternehmen und an einer Niederlassung interessierte Firmen sich über die Vorteile des Wirtschaftsstandorts informieren, erläutert die Standortförderung in einer Mitteilung. Der Aargauer Regierungsrat verfolgt das Ziel, die Wirtschaftskraft des Standorts über die Ansiedlung wertschöpfungsstarker Firmen zu erhöhen. Der neue Internetauftritt leistet hier einen Beitrag, indem er die Stärken des Aargaus besser sichtbar macht.

    Die neue Internetseite hält Informationen über den Wirtschaftsstandort, Programme zur Innovationsförderung sowie zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten durch die kantonale Standortförderung und ihre Partner bereit. Der Unternehmensgründung, der Ansiedelung und der Expansion bereits ansässiger Unternehmen sind jeweils eigene Rubriken gewidmet. Darüber hinaus werden regelmässig Neuigkeiten über den Wirtschaftsstandort und seine Unternehmen veröffentlicht. Die Nachrichten werden von der Nachrichtenagentur Café Europe mit Sitz in Winterthur produziert.

  • Energiestadt Gold für Zürich

    Energiestadt Gold für Zürich

    Die Stadt Zürich ist 2024 bereits zum sechsten Mal zur Energiestadt Gold gekürt worden, informiert die Stadtverwaltung in einer Mitteilung. Mit dem Label zeichnet der Trägerverein Energiestadt alle vier Jahre Städte und Gemeinden aus, die sich für ambitionierte Energie- und Klimaschutzziele engagieren. In der aktuellen Evaluierung hat die Stadt Zürich dabei ihr bisher bestes Ergebnis erreicht.

    Schweizweit tragen 109 Städte und Gemeinden das Label Energiestadt Gold. «Die Stadt Zürich dient als grösste Stadt der Schweiz als Vorbild für andere Energiestädte, die ebenfalls konsequent ihre ambitionierten energie- und klimapolitischen Ziele erreichen wollen», wird Katrin Bernath, Präsidentin des Trägervereins Energiestadt, in der Mitteilung aus ihrer Ansprache bei der Verleihung des Labels zitiert. Die Auszeichnung wurde von Stadtrat Michael Baumer entgegengenommen. «Die Bestnote für die Stadt Zürich zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg zu Netto-Null sind», so der Vorsteher der Industriellen Betriebe der Stadt Zürich.

    Im aktuellen Re-Audit wurde unter den Energie- und Klimazielen der Stadt Zürich erstmals auch der Bereich Klimaanpassung erfasst. Hier konnte Zürich mit der Fachplanung Hitzeminderung und der Fachplanung Stadtbäume punkten. Zudem hat die Stadt ein Programm zur Stadtbegrünung lanciert. Hier wird die ökologisch wertvolle Aufwertung von Aussenräumen, Dachbegrünungen und Vertikalbegrünungen durch Beratungen unterstützt und finanziell gefördert.

  • Wegweiser für eine nachhaltige Raumplanung in der Schweiz

    Wegweiser für eine nachhaltige Raumplanung in der Schweiz

    Die traditionelle Auffassung von Peripherien als entlegene ländliche oder bergige Gebiete wird in der neuesten Analyse des Rats für Raumordnung herausgefordert. Mit einem erweiterten Verständnis der Peripherien, einschliesslich urbaner und suburbaner Räume, empfiehlt der Rat einen angepassten Umgang mit diesen vielfältigen Regionen, um deren Entwicklungspotenziale nachhaltig zu nutzen.

    Dieser Bericht, der alle vier Jahre erscheint, leuchtet die territorialen Entwicklungen Neuenburgs aus und bietet eine Bewertung der Implementierung des Bundesgesetzes über Raumplanung sowie des kantonalen Masterplans von 2019. Dabei stehen Innenentwicklung, Mobilitätskoordination und die qualitative Entwicklung von Lebensräumen im Fokus. Zusätzlich werden Klimaschutz, Biodiversität, Erhalt landwirtschaftlicher Flächen und Energieeffizienz berücksichtigt.

    Kernpunkte und Handlungsempfehlungen

    1. Definition und Verständnis von Peripherien – Der Bericht ermutigt, Peripherien als dynamische Räume zu begreifen, die sowohl städtische als auch ländliche Charakteristiken aufweisen können. Diese Gebiete sind nicht nur durch ihre geographische Lage, sondern auch durch sozioökonomische Faktoren definiert.
    2. Dialog und Erkenntnisse – Durch den direkten Austausch mit Vertretern der verschiedenen Peripherien sammelte der Rat wertvolle Einsichten. Diese Interaktionen offenbarten, dass die herkömmliche Sichtweise auf periphere Gebiete als benachteiligt und abgehängt nicht der Wirklichkeit entspricht.
    3. Lebendige Peripherien – Der Bericht präsentiert die Idee der «Lebendigen Peripherien» als Orte des Engagements und der Innovation, wo Menschen Lösungen für gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen entwickeln.
    4. Herausforderungen und Chancen – Trotz spezifischer Herausforderungen wie dem Fehlen einer kritischen Masse an Akteuren oder Anpassungsdruck bieten Peripherien einzigartige Möglichkeiten für nachhaltige Entwicklung und Innovation.
    5. Empfehlungen für die Zukunft – Um die Peripherien als lebendige und resiliente Räume zu fördern, sollten Bund, Kantone und Gemeinden innovative Ansätze in Wohnen, Mobilität, Wirtschaft, Tourismus und Energie vorantreiben. Der Fokus liegt auf einer starken nachhaltigen Entwicklung, die eine gesunde Biosphäre und eine schadstofffreie Umwelt priorisiert.

    Der ROR-Bericht regt zum Umdenken in der Raumplanung an und betont die Bedeutung von Querschnittsdenken und Mehrwertstrategien. Er fordert Bund, Kantone und Gemeinden auf, gemeinsam für lebendige Peripherien zu sorgen, die als Impulsgeber für eine nachhaltige und inklusive Gesellschaft dienen.
    Die Dokumentation finden Sie unter: https://regiosuisse.ch/sites/default/files/2024-02/Lebendige_Peripherien.pdf

  • Förderinstrument für Regionen wird befürwortet

    Förderinstrument für Regionen wird befürwortet

    Die kleine Kammer hat am Montag einer entsprechenden Änderung des Bundesgesetzes über die Regionalpolitik diskussionslos und einstimmig zugestimmt. Nachdem der Nationalrat diese Änderung schon im Juni gutgeheissen hatte, ist die Gesetzesänderung reif für die Schlussabstimmungen von National- und Ständerat am Ende der Herbstsession.

    Der Vorschlag stammt vom Bundesrat. Er testete in den letzten Jahren in sechzehn Kantonen, was passiert, wenn der Bund kleine Infrastrukturprojekte in den Regionen auch mit A-Fonds-perdu-Beiträgen unterstützt. Es geht also um Gelder, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

    Als Beispiele gab der Bundesrat die Erschliessung eines regionaltouristisch wichtigen Klettergartens im Kanton Uri und die Erstellung und Integration eines Mountainbike-Trails im Kanton Neuenburg ins regionale touristische Angebot an.

    Beide Projekte werden laut Bundesrat von Sportvereinen realisiert, die den Betrieb und Unterhalt mit eigenen Ressourcen sicherstellen können. Sie verfügen aber nicht über genügend Eigenkapital, um die Investition selber zu finanzieren. Deshalb kommen sie laut Landesregierung für Darlehen von Banken oder für solche im Rahmen des bisherigen Gesetzes nicht in Frage.

    National- und Ständerat sind sich mit dem Bundesrat einig, dass die im geltenden Recht vorgesehenen Darlehen nicht das richtige Instrument sind, um kleine Infrastrukturen zu unterstützen, die keine oder nur marginale Cashflows generierten. Diese kleinen Infrastrukturen seien jedoch von regionalwirtschaftlicher Bedeutung, wenn sie anderen wirtschaftlichen Akteuren Nutzen brächten.

    Laut dem Bundesrat hat die Änderung keine Auswirkung auf den Bundeshaushalt. Der Bund werde die jährlichen Einlagen in den Fonds für Regionalentwicklung nicht erhöhen, sagte Bundesrat Guy Parmelin am Montag im Ständerat.

  • Arealentwicklung: Fokussierte Schwerpunkte für die wirtschaftliche Entwicklung

    Arealentwicklung: Fokussierte Schwerpunkte für die wirtschaftliche Entwicklung

    Bereits im kantonalen Richtplan 2009 wurden die kantonalen Entwicklungsschwerpunkte festgelegt. Schon vor der Zustimmung der Schweizer Bevölkerung zum Raumplanungsgesetz hatten die kantonalen Planer damit den Fokus gesetzt auf eine verstärkte räumliche Konzentration der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung entlang der attraktivsten Verkehrslagen. Für die etwas dezentraleren Lagen stehen weitere planerische Instrumente zur Verfügung, damit auch dort eine
    adäquate Entwicklung der Unternehmen möglich ist.

    Integrale Raum- und Wirtschaftsentwicklung
    Die Abstimmung von Siedlung und Verkehr ist ein zentrales Element in der Weiterentwicklung der kantonalen Entwicklungsschwerpunkte (ESP). Nur wenn Infrastrukturen und Wachstum in einer guten Symbiose stehen, entstehen langfristig funktionierende Gebiete. Die Optimierung der Verkehrserschliessung ist häufig die Basis für die ESP-Entwicklung. Dabei setzt der Kanton Luzern nebst der Planung von Strassen und Schienen insbesondere einen Fokus auf die Förderung der nachhaltigen Mobilität, nicht zuletzt im Hinblick auf die klimapolitischen Ziele. Die Unternehmen sind ihrerseits gefordert, ein betriebliches Mobilitätsmanagement einzuführen und ihren Teil zu leisten, damit der Verkehr optimal fliessen kann.

    Instrument der abgestimmten Standortförderung
    Durch seine zentrale geografische Lage und die ständige Arbeit an den wichtigsten Standortfaktoren für Unternehmen ist der Kanton Luzern heute als Unternehmensstandort besonders attraktiv. Durch die enge Kooperation des Kantons mit den Regionen und Gemeinden in der Standort- und Wirtschaftsförderung sind die kantonalen ESP das wichtigste Verbindungsstück zur Raumplanung. Alle Entwicklungsschwerpunkte sollen verfügbare, attraktive Flächenangebote, verbunden mit einem erfolgsversprechenden Vermarktungsprofil, erhalten. Die Basis wird im gemeinsam getragenen Gebietsmanagement der ESP in Zusammenarbeit mit den Grundeigentümern und Investoren gelegt.

    Strategische Arbeitsgebiete als Spezialangebot
    Als strategische Arbeitsgebiete (SAG) werden zusammenhängende grössere Flächen bezeichnet, welche im Richtplan festgesetzt werden. Aktuell gibt es im Kanton Luzern drei solche Gebiete. Sie sind zwischen 10 und 30 ha gross. Viel Fläche also, um grosse Ideen und Projekte zu verwirklichen. Gemäss den formulierten Kriterien ist deren Nutzung besonders wertschöpfungsstarken Unternehmen und Immobilienentwicklungen vorbehalten. Die Entwicklung der Areale erfolgt in enger Abstimmung mit dem Kanton Luzern und den jeweiligen Standortgemeinden. Die Wirtschaftsförderung Luzern agiert als erste Ansprechpartnerin für potenzielle Interessenten.

    Stadtregion Luzern

    ESP Luzern Süd
    Traumhaft eingebettet zwischen Luzern, Horw und Kriens erstreckt sich ein vielfältiges Siedlungsgebiet mit urbanem Charakter und direkt angrenzendem Naherholungsgebiet. Die fortlaufende Transformation in ein urbanes, kreatives und nachhaltiges Wohn- und Arbeitsgebiet ist in vollem Gange. Luzern Süd ist mit sämtlichen Verkehrsmitteln regional und überregional bestens erschlossen. Besonders der Velo-Highway «Freigleis» stösst als Arbeits- und Freizeitverbindung auf Begeisterung.
    www.luzernsued.ch

    ESP Luzern Nord
    In der Smart City Luzern Nord treffen mit Emmen und Luzern die zwei bevölkerungsreichsten Gemeinden des Kantons aufeinander. Rund um den Seetalplatz, bestens erschlossen und malerisch gelegen an den Flüssen Reuss und Kleine Emme, entsteht derzeit das urbane Herz des ESP-Perimeters, welcher sich vom Bahnhof Littau bis zum Bahnhof Waldibrücke zieht. Im flächenmässig grössten ESP gibt es eine grosse Breite von Angeboten für Unternehmen und Bevölkerung.
    www.luzernnord.ch

    ESP Luzern Ost
    Der Raum Luzern Ost umfasst sechs Rontaler Gemeinden. Direkt an die Autobahn A14 angebunden und mit allen Verkehrsmitteln erschlossen, liegt Luzern Ost direkt auf der Achse der Wirtschaftsräume Luzern, Zug und Zürich. Nebst grossen Industriefirmen finden hier insbesondere international ausgerichtete Unternehmen ihren Platz. Gleichzeitig bieten die grünen Hügel der Region und der nahgelegene Gewässerraum der Reuss Naherholung vor der Haustür.
    www.luzernost.ch

    ESP Luzern Bahnhof
    Das weltweit bekannte Postkarten-Luzern ist die kulturelle und wirtschaftliche Metropole der Zentralschweiz. Das Jahrhundertprojekt Durchgangsbahnhof wird die nationale und internationale Erreichbarkeit von Luzern auf Dauer sicherstellen und den Ausbau hin zur nachhaltigen Mobilität in der gesamten Grossstadt-Region ermöglichen. Das Stadtzentrum am See wird eine neue Prägung erhalten, da im direkten Umfeld des Bahnhofs neue, einmalige städtebauliche Chancen entstehen.

    ESP Rothenburg Station
    Dieser im Norden der Stadtregion gelegene ESP zeichnet sich durch eine hohe Lagequalität und Entwicklungsdynamik aus und verfügt über ein grosses Weiterentwicklungspotenzial. Aktuell wird in einem kooperativen Prozess ein Gesamtkonzept Siedlung und Verkehr erarbeitet, welches die Basis bildet für die zukünftige bauliche, verkehrsverträgliche und wirtschaftliche Entwicklung des Gebiets.

    SAG Schweissmatt Inwil
    Das grösste der drei strategischen Arbeitsgebiete im Kanton Luzern befindet sich in der Gemeinde Inwil. Das beinahe 30 ha grosse Landstück liegt in unmittelbarer Nähe der Autobahn A14 (Hauptverkehrsachse Luzern-Zug-Zürich) und ist in planungsrechtlicher Vorbereitung für die Ansiedlung eines wertschöpfungsstarken Grossunternehmens.

    Regionen Sursee, Seetal, Willisau und Wiggertal

    ESP Sursee
    Die Entwicklung von Stadt und Region Sursee hin zu einem modernen kleinstädtischen Zentrum am Sempachersee zeichnet sich seit Jahrzehnten ab. Die Stadt ist auch als Unternehmensstandort interessant. So siedelten sich über die Jahre zahlreiche Unternehmen an, welche von der perfekten Anbindung auf Schiene und Strasse profitieren. Mit der Aufnahme ins Agglomerationsprogramm steht der Stadt Sursee der nächste Entwicklungsschritt bevor. Vom Arbeitsgebiet im Norden der Stadt erreichen Unternehmen schweizweit ihre Kunden innert kurzer Zeit.

    ESP Hochdorf-Römerswil
    Hochdorf ist das regionale Zentrum des Luzerner Seetals. Die hohe landschaftliche Qualität trifft hier auf spannende Unternehmen. Insbesondere die Indust- trie hat sich im Laufe der Zeit im Seetal niedergelassen. Das prägt. So ist das Seetal auch heute noch jene Region mit dem höchsten Anteil im zweiten Sektor. Die grossen Baulandreserven sind ein wesentlicher Vorteil des ESP und insbesondere auch dessen Potenzial. Aktuell wird ein Nutzungs- und Entwicklungskonzept erarbeitet.

    ESP Reiden / Wikon
    Die Gemeinden Wikon und Reiden liegen an der Grenze zum Kanton Aargau und sind verkehrstechnisch bestens erschlossen mit der eigenen Autobahnausfahrt zur A2. Neben der Nord-Süd-Verbindung ist auch die Ost-WestVerbindung A1 in unmittelbarer Nähe. Diese Lage und auch das industrie- und gewebefreundliche Umfeld (der ESP grenzt nur an wenigen Punkten an Wohngebiete) machen den ESP zu einem stark nachgefragten Standort für Unternehmen.

    ESP Willisau
    Das schmucke Städtchen Willisau ist das regionale Zentrum des Luzerner Hinterlands. Kleine und mittelgrosse Gewerbe- und Industriebetriebe unterschiedlicher Branchen haben sich hier niedergelassen. Mit der Competec Logistik (Brack) ist in den vergangenen Jahren eine grosse Ansiedlung gelungen, und das Unternehmen baut weiter kräftig aus in Willisau. Es gibt noch Baulandreserven, und städtebauliche Entwicklungen auf dem ehemaligen Wellisareal sind im Gang. Aktuell wird die räumliche und nutzungsmässige Vision für den ESP Willisau für dessen Weiterentwicklung erstellt.

    ESP Dagmersellen
    Der Entwicklungsschwerpunkt Dagmersellen ist verkehrstechnisch hervorragend erschlossen. Er liegt in unmittelbarerer Nähe des Autobahnanschlusses der A2, der Bahnhof ist in Fussdistanz, und es gibt auch einen Industriegleisanschluss. Der ESP ist geprägt von grossen industriellen Unternehmen wie Pan Gas, Misapor, Emmi oder Hiestand und verfügt über ein grosses Lager- und Logistikangebot, v.a. durch die Firma Galliker AG. Der ESP verfügt noch über Erweiterungspotenzial.

    SAG Honrich Sempach
    Das strategische Arbeitsgebiet befindet sich direkt an der Autobahn. Ganz in der Nähe kämpften die alten Eidgenossen in der berühmten Schlacht von Sempach um ihre Eigenständigkeit. Eigenständig ist auch das Profil. Wo sonst finden Unternehmen heute noch 10 ha Land mit Seesicht zur Bebauung? Das mit dem Wakkerpreis ausgezeichnete Städtli überzeugt mit hoher Qualität. Eine Bedingung gibt es: das Land ist wertschöpfungsstarken Unternehmen und Nutzungen vorenthalten.

    SAG Mehlsecken Reiden
    Die Lage des SAG Reiden könnte zentraler nicht sein. Eingemittet zwischen den Städten Basel, Bern, Luzern und Zürich liegt es im Kreuz der beiden das Land durchquerenden Autobahnen A2 und A1. Der Autobahnanschluss Reiden liegt direkt neben dem Areal. Die rund 20 ha Land bieten strategische Entwicklungsmöglichkeiten für ein wertschöpfungsstarkes Unternehmen, welches hier die Lagegunst und das hohe Potenzial nutzen möchte für einen nächsten grossen Schritt.

  • Bundesrat will Wettbewerbsfähigkeit von Schweizer KMU und Regionen weiter stärken

    Bundesrat will Wettbewerbsfähigkeit von Schweizer KMU und Regionen weiter stärken

    Mit der Botschaft zur Standortförderung 2024-2027 entwickelt der Bundesrat die strategischen Grundlagen der Standortförderung des Bundes weiter. Er verfolgt mit der Standortförderung in den Jahren 2024-2027 die folgenden fünf Ziele: Rahmenbedingungen für KMU verbessern, Regionen stärken, zur nachhaltigen Entwicklung beitragen, Chancen der Digitalisierung nutzen sowie die Attraktivität des Wirtschafts- und Tourismusstandorts stärken. Im Vergleich zur Periode 2020-2023 wird die Bedeutung der nachhaltigen Entwicklung und der Digitalisierung aufgewertet. Zudem wird die Standortförderung noch stärker auf die Bedürfnisse der Haupt-Zielgruppen – KMU und Regionen – ausgerichtet. Für die Umsetzung der Ziele werden in den kommenden Jahren durch das SECO und die mandatierten Organisationen (Bürgschaftsgenossenschaften, Schweizerische Exportrisikoversicherung, Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit, Schweiz Tourismus, Switzerland Global Enterprise) 23 konkrete Aktivitäten definiert. Die Umsetzung erfolgt zum Teil in Zusammenarbeit mit den Kantonen und weiteren Partnern.

    Die Schwerpunkte der Standortförderung
    Bei der KMU-Politik liegt der Schwerpunkt im Ausbau von EasyGov.swiss, des One-Stop-Shops von Bund, Kantonen und Gemeinden für Unternehmen. Dieser kann wesentlich zur administrativen Entlastung der Unternehmen beitragen. In der Periode 2024-2027 soll der Leistungsumfang von EasyGov weiter ausgebaut werden, um dem Bedürfnis der Unternehmen nach weiteren elektronischen Behördenleistungen gerecht zu werden. Im Rahmen des Ausbaus von EasyGov ist beispielsweise geplant, den Unternehmen künftig einen gebündelten Prozess für den Unternehmensumzug (Adressänderung) anbieten zu können. Geplant ist auch ein weiterer Ausbau im Bereich der ausländerrechtlichen Meldungen und Bewilligungen für Unternehmen.

    Bei der Tourismuspolitik liegen die inhaltlichen Schwerpunkte auf der Weiterentwicklung der Investitionsförderung, der nachhaltigen Entwicklung sowie der digitalen Transformation des Tourismus. Einen Schwerpunkt stellt in den Jahren 2024-2027 zudem die Umsetzung des Recovery-Programms für den Schweizer Tourismus dar, mit dem den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie entgegengewirkt wird.

    Die Neue Regionalpolitik NRP startet 2024 in ihre dritte achtjährige Mehrjahresperiode (2024-2031). Die bisherigen thematischen Förderschwerpunkte «Industrie» und «Tourismus» werden weitergeführt. Als Querschnittthemen erhalten neben der Digitalisierung insbesondere die nachhaltige Entwicklung und die «lokale Wirtschaft», welche die Exportorientierung der NRP ergänzt, besonderes Gewicht.

    Schliesslich soll das Angebot zur Unterstützung der Exportwirtschaft, beispielsweise in Bezug auf handelstechnische Fragestellungen, und insbesondere der Zugang von Schweizer Exporteuren zu grossen ausländischen Infrastrukturprojekten, bedarfsgerecht weiterentwickelt und der «Team Switzerland»-Ansatz erweitert werden. So führen diverse Verbände, Bundesstellen, Switzerland Global Enterprise und die Schweizerische Exportrisikoversicherung vermehrt gemeinsame Promotionsauftritte im Ausland durch. Diese richten sich unter anderem an Generalunternehmer, welche grosse Infrastrukturprojekte ausführen. In wichtigen Märkten werden weitere Geschäftsmöglichkeiten identifiziert.

    Verpflichtungskredite und Zahlungsrahmen
    Um die Instrumente der Standortförderung fortzuführen und weiterzuentwickeln, beantragt der Bundesrat dem Parlament für die Jahre 2024-2027 Verpflichtungskredite und Zahlungsrahmen im Umfang von insgesamt 428,83 Millionen Franken. Für die Jahre 2020-2023 stand ein Betrag von rund 399 Millionen Franken zur Verfügung. Hinzu kommt ein Zahlungsrahmen für die Äufnung des Fonds für Regionalentwicklung in den Jahren 2024-2031 im Umfang von 217,3 Millionen Franken (reduziert um 12,7 Mio. CHF gegenüber der Vorperiode 2016-2023).

    Die Umsetzung der Standortförderung erfolgt anhand der Instrumente der KMU-Politik, der Tourismuspolitik, der Neuen Regionalpolitik (NRP) sowie der Aussenwirtschaftsförderung.