Schlagwort: Rekord

  • Bau des weltgrössten Gebäudes

    Bau des weltgrössten Gebäudes

    Mit einer Höhe und Breite von jeweils 400 Metern wird der Mukaab das Empire State Building in New York fast zwanzigfach übertreffen. Im Wüstenstaat haben die Bauarbeiten nun begonnen und das Megaprojekt soll bis 2030 abgeschlossen sein. Der Würfel wird eine Vielzahl an Wohnungen, Geschäften und Freizeitangeboten bieten und damit Riads Position als aufstrebende Tourismusmetropole stärken. Saudi-Arabien investiert 50 Milliarden Dollar in den Nordwesten der Hauptstadt, um dort eine neue Stadtlandschaft zu schaffen.

    Virtuelle Realität und Künstliche Intelligenz
    Die Aussenseiten des Mukaab sollen mit Virtual-Reality-Technologie ausgestattet werden, um Besucher in faszinierende Landschaften zu entführen. Im Inneren wird künstliche Intelligenz Hologramme und Simulationen erschaffen, die verschiedene Orte und Zeiten in atemberaubender Grösse projizieren. Das Gebäude wird so zu einer Art digitalem Erlebnispark, der Besucher aus aller Welt anziehen soll.

    Prestigeprojekte mit Herausforderungen
    Mukaab ist Teil der «Vision 2030» von Kronprinz Mohammed bin Salman, die Saudi-Arabien zu einem globalen Tourismusziel und Wirtschaftsstandort machen soll. Auch die Stadt Neom und das lineare Megaprojekt «The Line» sind Teil dieses ambitionierten Plans. Doch schon jetzt sind die Pläne für «The Line» aufgrund logistischer und finanzieller Hürden erheblich verkleinert worden. Statt 170 Kilometer Länge wird das Bauwerk bis 2030 nur 2,4 Kilometer umfassen. Ob es jemals die geplante Kapazität für 9 Millionen Menschen erreicht, ist ungewiss.

    Der Jeddah Tower – eine lange Baugeschichte
    Ein weiteres Megaprojekt, der Jeddah Tower, war ursprünglich als das höchste Gebäude der Welt geplant. Nach jahrelanger Verzögerung wurde die Höhe von 1600 Metern auf 1007 Meter reduziert. Mit dem Bau wurde 2013 begonnen, doch nach einer fünfjährigen Pause geht das Projekt nur langsam voran. Frühestens 2029 könnte der Jeddah Tower seine Fertigstellung erleben und zum neuen Rekordhalter aufsteigen.

    Kritik und Kontroversen
    Der Mukaab hat bereits für Kontroversen gesorgt. Das Design des riesigen Würfels erinnert viele an die Kaaba in Mekka, das zentrale Heiligtum des Islams. Diese Ähnlichkeit sorgt im konservativen Königreich für Kritik, da einige Bürger den Bau als respektlos empfinden.

    Ob das Mukaab-Projekt rechtzeitig verwirklicht wird oder wie andere saudische Megaprojekte auf Schwierigkeiten stösst, bleibt abzuwarten. Die Grösse und Ambition dieser Bauprojekte zeigen jedoch den Wandel, den Saudi-Arabien durchläuft. Ein Wandel, der das Land zu einem globalen Tourismus- und Wirtschaftsstandort machen soll und weit über die Ära des Erdöls hinaus reicht.

  • PropTech-Investoren punkten mit Qualität und Branchen-Know-how

    PropTech-Investoren punkten mit Qualität und Branchen-Know-how

    Trotz Zinserhöhungen, rückläufigen Transaktionen, steigender Baukosten und verschärften Regulierungen verzeichnet die Bau- und Immobilienwirtschaft eine Innovationswelle. Dafür verantwortlich ist insbesondere die PropTech-Szene, die mit einem Investitionsvolumen im hohen dreistelligen Millionenbereich in der DACH-Region im vergangenen Jahr einen neuen Rekord erreicht hat.

    Eine im Juni 2023 durchgeführte Umfrage zur Markenbekanntheit von PropTech-Investoren ergab eine wachsende Vielfalt an Geldgebern, die in verschiedenen Regionen aktiv sind. Die befragten 90 Führungs- und Fachkräfte aus der Immobilienwirtschaft kamen zu dem Schluss, dass dem Bekanntheitsgrad in diesem dynamischen Umfeld eine steigende Bedeutung zukommt. Es ist davon auszugehen, dass sich Investoren in Zukunft verstärkt mit der Markenbildung und dem Marketing auseinandersetzen, um die eigene Sichtbarkeit auszubauen und ihre Reputation zu stärken.

    Qualität und Anzahl als Kriterien für Zusammenarbeit
    Rund 42 Prozent der Teilnehmenden gaben an, PT1 – PropTech1 Ventures zu kennen. Das Unternehmen wurde von den Befragten sowohl in der Gesamtwahrnehmung als auch entlang einzelner Kriterien als führender Investor bewertet. Mehrfachnennungen waren möglich. Es folgen Bitstone Capital (ca. 33 Prozent), BeyondBuild (ca. 26 Prozent) und High Rise Ventures GmbH (ca. 22 Prozent).

    Bei Interesse zu einer Zusammenarbeit hängt die Wahl eines Investors von verschiedenen Kriterien ab. Die Qualität der getätigten Investitionen erwies sich dabei für rund 90 Prozent der Umfrageteilnehmenden als wichtig oder sehr wichtig. Auch die Anzahl der bisherigen Investitionen wurde von Dreiviertel der Befragten ebenfalls als wichtig oder sehr wichtig eingestuft. Weitere relevante Kriterien sind der Bekanntheitsgrad, die Qualität (Netzwerk, Branchen-Knowhow) und die Renditeerwartungen.

    Beratung, Mentoring und Expertise als wichtigste Services
    Dennoch zeigt die Umfrage, dass die Marktanteile von PropTech-Investoren nicht allein auf finanzielle Unterstützung zurückzuführen sind. Entscheidend sind auch die Leistungspalette und die Erfüllung der Service-Erwartungen, wobei sich letztere nach Empfängergruppe unterscheiden: So erwarten Immobilienentscheider vor allem eine gute Marktübersicht, Beratung, Expertise und ein starkes Netzwerk. PropTechs hingegen legen Wert auf Kapital, Unterstützung bei der Geschäftsentwicklung, Zugang zu Ressourcen sowie Beratung und Mentoring.

    Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Fach- und Branchenkenntnisse sowie Service-Qualität für PropTech-Investoren wichtiger werden, um künftig Wettbewerbsvorteile zu erwirken. Die Vielfalt an Investoren unterstreicht zudem die Bedeutung regionaler Expertise.

    Umfrageergebnisse auf www.pom.ch

  • Sika verbucht Rekordumsatz

    Sika verbucht Rekordumsatz

    Sika hat im Geschäftsjahr 2021 einen Rekordumsatz von 9,24 Milliarden Franken erwirtschaftet, informiert der weltweit aktive Zuger Konzern für Spezialitätenchemie in der Bau- und Automobilindustrie in einer Mitteilung. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von 17,1 Prozent in Lokalwährungen. Das organische Wachstum wird in der Mitteilung auf 15,1 Prozent im Jahresvergleich beziffert. Eine Reihe im Berichtszeitraum getätigte Akquisitionen trug 2,0 Prozentpunkte zum Umsatzwachstum bei.

    „Das wie erwartet anspruchsvolle Jahr 2021 ist für Sika sehr erfolgreich zu Ende gegangen“, wird Konzernleitungsvorsitzender Thomas Hasler in der Mitteilung zitiert. „Wir profitieren von diversen Wachstumsplattformen und sind hervorragend aufgestellt, um langfristig Erfolg zu haben.“ Für die Zukunft erwartet Hasler, dass staatliche Investitionsprogramme das Umsatzwachstum weiter ankurbeln. Zudem sieht der Konzernchef einen enormen Bedarf an nachhaltigen Lösungen in der Baubranche.

    Im Berichtsjahr seien die Umsätze von Sika in der Baubranche stärker als der Markt gewachsen, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Dabei weist Sika in allen Weltregionen im Jahresvergleich zweistelliges Wachstum aus. Am stärksten legten die Umsätze mit 21,0 Prozent in der Region Americas zu. Im separat ausgewiesenen Geschäft mit der Automobilindustrie (Segment Global Business) kehrte Sika nach einem Rückgang 2020 im Berichtsjahr in die Wachstumszone zurück. Konkret wurde ein Wachstum von 4,3 Prozent in Lokalwährungen realisiert.

    Seinen detaillierten Geschäftsbericht 2021 will der Konzern am 18. Februar kommunizieren. Dabei rechnet Sika damit, ein überproportional zum Umsatz gestiegenes Betriebsergebnis auf Stufe EBIT und eine EBIT-Marge von 15 Prozent ausweisen zu können.

  • Gebäudeprogramm verbucht Rekordjahr

    Gebäudeprogramm verbucht Rekordjahr

    Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen hat 2020 ein Rekordjahr verbucht. Insgesamt sind 299 Millionen Franken für Sanierungs- und Neubauprojekte ausgezahlt worden, mehr als in jedem Jahr zuvor, wie aus einer Medienmitteilung des Bundes hervorgeht.

    Dabei sind 119 Millionen Franken auf Wärmedämmprojekte entfallen. Mit 72 Millionen Franken machen Systemsanierungen den zweitgrössten Anteil aus. Dabei handelt es sich um umfassende Sanierungen der Gebäudehülle, die zum Beispiel mit einer Sanierung der Heizsysteme kombiniert werden. Für Projekte rund um Heizungswechsel, Solar- und Lüftungsanlagen sind rund 62 Millionen Franken an Fördergeldern vergeben worden. Bei diesen als Haustechnik bezeichneten Projekten wurde somit ein Zuwachs von 65 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht.

    Das Gebäudeprogramm hat auch Erfolge beim Klimaschutz und der Beschäftigung vorzuweisen. Durch die 2020 geförderten Massnahmen werden über die gesamte Lebensdauer 5,7 Millionen Kilowattstunden Strom und 1,4 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Da die Fördersätze jedoch im Vergleich zu 2019 erhöht wurden, ist der Anteil von ausgezahltem Franken pro eingesparter Tonne CO2 hingegen von 205 Franken auf 207 Franken angestiegen. Der Beschäftigungseffekt beträgt 2100 Vollzeitäquivalente, die zusätzliche inländische Wertschöpfung 88 Millionen Franken.

  • Holcim erzielt Rekordergebnisse

    Holcim erzielt Rekordergebnisse

    Die Holcim AG hat im ersten Halbjahr 2021 Rekordergebnisse eingefahren. Der Baustoffhersteller aus Zug erreichte ein Betriebsergebnis von 1,98 Milliarden Franken. Das sind 66 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.

    Auch der Nettoumsatz von 12,55 Milliarden Franken lag mit 17,4 Prozent weit über dem vom Vorjahr. Holcim hatte in der Corona-Krise starke Einbussen hinnehmen müssen. „Letztes Jahr um diese Zeit habe ich gesagt, Holcim würde gestärkt aus dieser Krise hervorgehen. Diese Halbjahresergebnisse beweisen es“, wird CEO Jan Jenisch in der Medienmitteilung zitiert.

    Zum guten Ergebnis trugen auch die Zukäufe von sieben Firmen durch Holcim bei. So verzeichnete die jüngste Übernahme des Herstellers von Dach- und Teichabdichtungssystemen, Firestone Building Products, einen Volumenanstieg von 21 Prozent bei der Nachfrage. Aufgrund dieser positiven Geschäftsentwicklung passt das Unternehmen seine Erwartungen für den bereinigten operativen Gewinn im laufenden Jahr auf 18 Prozent an.

  • Sika wächst zweistellig

    Sika wächst zweistellig

    Einer Mitteilung von Sika zufolge hat der Zuger Baustoffkonzern das erste Halbjahr 2021 mit neuen Rekordwerten abgeschlossen. Konkret wurde ein Umsatzwachstum um 23,1 Prozent auf 4,45 Milliarden Franken realisiert. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT legte im Jahresvergleich um 67,2 Prozent auf 685,9 Millionen Franken zu. Die EBIT-Marge erreichte mit 15,4 Prozent einen neuen Rekordwert.

    „Wir haben uns in einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld erneut behauptet und im ersten Halbjahr 2021 sehr gute Geschäftsresultate erzielt“, wird Thomas Hasler in der Mitteilung zitiert. „COVID-19 wird uns weiterhin herausfordern“, meint der Vorsitzende der Konzernleitung. „Wir sind aber gut aufgestellt und haben unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unsere Krisenresistenz unter Beweis gestellt und neue Wachstumsplattformen geschaffen.“

    Zur guten Entwicklung im ersten Semester 2021 hatten alle Geschäftsregionen von Sika mit zweistelligen Raten beim Umsatzwachstum beigetragen. In der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) wurde im Jahresvergleich eine Umsatzsteigerung von 25,2 Prozent  auf 2,04 Milliarden Franken realisiert. Die Region Americas legte um 15,8 Prozent  auf 1,10 Milliarden Franken zu. In der Region Asien/Pazifik konnten die Umsätze um 26,4 Prozent auf 960,8 Millionen Franken gesteigert werden. Im Geschäft mit der Automobilindustrie (Bereich Global Business) wurde ein Wachstum von 26,4 Prozent auf 351,0 Millionen Franken realisiert.

    Für das Gesamtjahr geht Sika von einem Umsatzwachstum zwischen 13 und 17 Prozent in Lokalwährungen aus. Das Betriebsergebnis soll dazu überproportional gesteigert werden. Bei der EBIT-Marge rechnet Sika trotz steigender Rohstoffpreise mit mindestens 15,0 Prozent.

  • Fundamenta Real Estate verbucht Rekordgewinn

    Fundamenta Real Estate verbucht Rekordgewinn

    Einer Mitteilung der Fundamenta Real Estate AG zufolge hat die Zuger Immobiliengesellschaft im Geschäftsjahr 2020 Nettomieterträge in Gesamthöhe von 33,47 Millionen Franken erwirtschaftet. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum um 13,4 Prozent. Als Wachstumstreiber werden in der Mitteilung der Kauf zweier neuer Objekte sowie die Fertigstellung dreier eigenen Projekte genannt. Zudem hatte das Unternehmen seine Leerstandsquote im Jahresvergleich um 0,2 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent senken können.

    Als Reingewinn wurde im Berichtsjahr 2020 einen neuer Rekordwert von 26,69 Millionen Franken ausgewiesen. Im Vorjahr waren 22,51 Millionen Franken Reingewinn realisiert worden. Im Berichtsjahr hatte ein gegenüber dem Vorjahr etwas geringer ausgefallener Neubewertungseffekt durch „ein hervorragendes operatives Resultat“ und den Verkauf dreier Liegenschaften mehr als ausgeglichen werden können, erläutert die Immobiliengesellschaft.

    „Die Stabilität unseres von Wohnflächen dominierten Immobilienportfolios hat sich auch in diesem besonderen Jahr gezeigt“, wird Andreas Spahni, Präsident und Delegierter des Verwaltungsrats, in der Mitteilung zitiert. „Die Coronakrise hat sich nur marginal auf das Ergebnis ausgewirkt.“

    Der Bilanzwert des Immobilienportfolios von Fundamenta Real Estate stieg im Verlauf des Berichtsjahres von 908,91 Millionen auf 991,94 Millionen Franken an. Im Februar dieses Jahres hat das Unternehmen eine weitere Wohnliegenschaft erworben. Zudem seinen „weitere Repositionierungen von zwei Bestandsobjekten in Zürich sowie einer Liegenschaft in Bern“ angelaufen, heisst es in der Mitteilung. Für die Finanzierung laufender Projekte plant Fundamenta Real Estate, noch in diesem Jahr eine Kapitalerhöhung durchzuführen. Details dazu sollen nach der Generalversammlung am 8. April kommuniziert werden.

  • Pensionskassen setzen Banken unter Druck

    Pensionskassen setzen Banken unter Druck

    Im vergangenen Jahr hätten Hypothekarnehmer neue Rekordmarken bei möglichen Einsparungen erreicht, schreibt MoneyPark in einer Mitteilung. Das Zürcher Fintech stützt sich bei dieser Aussage auf die Analyse von über die eigene Plattform abgeschlossenen Festhypotheken. Ihr zufolge konnten Hypothekarnehmer beim Abschluss einer Hypothek mit zehnjähriger Laufzeit durchschnittliche 22 Prozent oder 26 Basispunkte gegenüber dem Richtsatz von 1,17 Prozent einsparen. Bei einer Aufnahme von 750’000 Franken würden damit über die gesamte Laufzeit insgesamt 19’500 Franken gespart, erläutert MoneyPark.

    Nach Ansicht des Fintech-Unternehmens hängen die hohen Einsparungen mit der Konkurrenz zusammen, die alternative Kapitalgeber den klassischen Banken machen. Insbesondere Pensionskassen stiegen vermehrt ins Hypothekengeschäft ein, schreibt MoneyPark. Sie boten im vergangenen Jahr durchschnittlich 46 Basispunkte Nachlass bei Hypotheken mit zehnjähriger Laufzeit an. Versicherungen und Banken lagen mit durchschnittlichen 29 beziehungsweise 20 Basispunkten Abschlag vom Richtsatz deutlich dahinter.

    Zum Jahresende hin habe sich die Konkurrenz etwas entschärft, wird in der Mitteilung weiter erläutert. „Dies lässt sich einerseits damit erklären, dass die Anbieter Ende Jahr nicht mehr um jeden Abschluss gekämpft haben und andererseits die Kapitalmarktzinsen angestiegen sind und damit alternative Anlagen wieder deutlich besser rentieren als noch anfangs 2020“, wird Stefan Heitmann, Gründer und CEO von MoneyPark, dort zitiert. „Wir sehen aber deutliche Anzeichen, dass sich der Wettbewerb unter den Anbietern wieder verstärken wird.“

  • Walliseller Solaranlage bricht Europa-Rekord

    Walliseller Solaranlage bricht Europa-Rekord

    Der Walliseller Gewerbepark «K3 Handwerkcity» hat die Fläche eines Fussballfeldes und wird von rund 2’100 Solarpanels eingekleidet. Die Solaranlage bricht mit einer installierten Leistung von 663 Kilowattpeak die jährlich etwa 400’000 Kilowattstunden erneuerbaren Strom erzeugt, den europäischer Rekord bei den Fassadenanlagen. Mit 3’900 Quadratmeter Solarfläche gehört «K3 Handwerkcity» zudem zu den grössten gebäudeintegrierten Solaranlagen der Welt. Die produzierte Energie wird hauptsächlich für den Eigenbedarf verwendet und entspricht in etwa dem jährlichen Strombedarf von 100 Haushalten.

    Wärme und Winterstrom
    Die Anlage prägt nicht nur die Bauform und Optik des Gebäudes, sondern ist auch das Herzstück einer neuartigen Gerätekombination zur Energiegewinnung und -bereitstellung.

    Der erwartende Strombedarf des Gewerbeparks kann so über das ganze Jahr vollständig abgedeckt werden. Der Solarstrom treibt zudem eine Wärmepumpe an, die für Wärme und Kälte sorgt. Ergänzend liefert ein hauseigenes, biogasbetriebenes Blockheizkraftwerk in der kalten Jahreszeit einerseits Wärme und andererseits wertvollen Winterstrom. Alle Komponenten sind aufeinander abgestimmt und sorgen für eine hohe Eigenständigkeit des Gewerbebaus.

    «Wir sehen erneuerbares Gas als Teil der Lösung der Energiezukunft», erklärt Markus Keller, Geschäftsführer von die werke, den Zweck des Blockheizkraftwerkes. «Mit diesem Versorgungskonzept übernimmt die K3 Handwerkcity eine Vorreiterrolle im Bereich der Energie-Innovationen.» Allein die Solaranlage spart gegenüber einer konventionellen Energieproduktion 140 Tonnen CO2 pro Jahr ein.

    Meilenstein für die Schweizer Energiestrategie
    «Wir wollten einen innovativen und flexibel nutzbaren Gewerbepark – mit einem Maximum an Ökologie und Ökonomie», erläutert Dieter Stutz, Verwaltungsrat der Bauherrin K3 Immobilien AG. Die werke brachten daraufhin das innovative Energiekonzept ein, um einen wichtigen Meilenstein für die lokale Energiewende zu erreichen. Der Neubau illustriert, wie der neuste Stand der Solartechnik und -architektur ästhetische und ökonomische Anforderungen gleichermassen erfüllt. Für die Schweizer Energiestrategie soll das Walliseller Rekordprojekt bedeutsam sein.