Das Careum Hochhaus wurde nach rund zweieinhalb Jahren Umbauzeit Mitte November offiziell eingeweiht. Somit ist laut einer Mitteilung der federführenden Careum Stifung aus dem ehemaligen Schwesternhochhaus des Universitätsspitals Zürich (USZ) ein moderner Arbeits- und Begegnungsort für Bildung und Gesundheit geworden. Hierdurch werde in Zürich auf 17 Stockwerken mehr Raum für den geplanten Ausbau im Bereich Medizin geschaffen, heisst es. Bei der Einweihung wurde dies unter anderem mit der Bildungsdirektorin des Kantons Zürich, Silvia Steiner, und der Direktorin der Universitären Medizin Zürich, Beatrice Beck Schimmer, gefeiert.
Die Careum Stiftung hat mit dem USZ eine Mietvereinbarung über 40 Jahre mit Option auf Verlängerung abgeschlossen. Es stehen nun 6000 Quadratmeter Nutzfläche mit der Möglichkeit auf 350 Arbeitsplätzen zur Verfügung. Die Stiftung selbst, die Aus- und Weiterbildungen im Gesundheitswesen anbietet, will drei der 17 Stockwerke selbst nutzen. Etwa werden der Careum Verlag und das Careum Zentrum für Gesundheitskompetenz Räume beziehen. Die übrigen Flächen seien an Institute der Universitären Medizin Zürich vermietet, heisst es.
„Damit erweitern wir unseren Campus und schaffen zusätzlichen Raum für Vernetzung und Inspiration zwischen Disziplinen und Institutionen. Ganz im Sinne unseres Stiftungszwecks nutzen wir das Potenzial im Zürcher Hochschulquartier, um Bildung und Forschung im Gesundheitswesen weiter zu fördern und einen Beitrag zur Gesundheitsversorgung zu leisten“, wird Careum-Stiftungspräsident Hans Werner zitiert.
Der historische Charakter spielte laut einer Dokumentation bei der Sanierung eine zentrale Rolle. So seien zwei Stockwerke im Originalzustand belassen worden. Die verantwortlichen Fachleute von Bhend & Schlauri Architekten haben gemäss Mitteilung eng mit der Denkmalpflege der Stadt Zürich zusammengearbeitet.
Bagni Popolari läutet das Ende der Zwischennutzung im Bad zum Raben ein. Am 25. Januar soll im Thermalbad am Kurplatz in Baden Abschied gefeiert und das Ende der Ausstellung «Acts of Attention» begangen werden, informiert der Verein in einer Mitteilung. An der Limmatpromenade wird gleichzeitig ein temporäres Aussenbecken mit naturbelassenem Thermalwasser zum Baden einladen.
Bagni Popolari habe das vormals stillgelegte Raben-Bad seit 2017 mit Ausstellungen, Performances, Musik, Lesungen, Vorträgen, Animationsfilmen wieder belebt und dabei tausende Besuchende gezählt, heisst es in der Mitteilung. Für einen Weiterbetrieb müsse das Thermalbad nun aber gründlich renoviert werden. Unter anderem brauche es eine solide Bädertechnik, eine Lüftung, neue elektrische Installationen und rollstuhlgängige WCs.
Für den Umbau ist die aus Bagni Popolari hervorgegangene Raben-Genossenschaft zuständig. Sie hat sich 2022 zum Erwerb des Badegeschosses im ehemaligen Badegasthof zum Raben gegründet. Nach Einschätzung der Raben-Genossenschaft werden die nötigen Umbauten rund 4,5 Millionen Franken kosten.
1,5 Millionen davon sollen durch den Verkauf neuer Genossenschaftsanteile und Spenden zusammenkommen. Die übrigen 3 Millionen Franken will die Raben-Genossenschaft über Zuwendungen der öffentlichen Hand, von Stiftungen und Sponsoren sowie durch Darlehen aufbringen. «Wenn alles gut läuft, kann Bagni Popolari 2027 die erste Vernissage im erneuerten Bad zum Raben feiern», hofft der Verein.
Der Urdorfer Gemeinderat hat die Eckpunkte der Immobilienstrategie Urdorf 2030+ an einer öffentlichen Veranstaltung am 29. August in der Zentrumshalle skizziert. Gemeinderat und Verwaltung präsentierten im Rahmen ihrer Immobilienstrategie zehn über das Gemeindegebiet verteilte Areale der öffentlichen Hand, heisst es in einer ausführlichen Mitteilung. Die darin festgehaltenen baulichen Renovationen, Neu- oder Erweiterungsbauten könnten über die nächsten Jahre und Jahrzehnte bis zu 110 Millionen Franken kosten.
Bei der Strategie gehe es um eine mittel- bis langfristige Planungssicherheit für die Gemeinde, wird Liegenschaftenvorstand Urs Rüegg zitiert. Konkret ausgearbeitete Projekte enthält die Immobilienstrategie noch nicht. Diese sollen der Bevölkerung später einzeln vorgelegt werden.
In der Mitteilung werden die Planungsbereiche einzeln aufgeführt, von den Schulen und Kindergärten bis zur Feuerwehr oder der Gemeindeverwaltung. Deren Zusammenfassung in einem einzigen grossen Gemeindegebäude im Zentrum wurde eine Absage erteilt. Für die konkrete Planung und Realisierung legten Gemeinderat und Planer zwei Zeithorizonte fest: von 2025 bis 2029 und von 2030 bis 2033.
Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner sagte, man nehme die Inputs aus der Bevölkerung wie bisher auf und werde sie angemessen in den Abschluss der Immobilienstrategie einfliessen lassen. Um die Bedürfnisse rund um die kommunalen Immobilien erfassen zu können, hatte die Gemeinde vom 15. Dezember 2023 bis 15. Januar 2024 eine Online-Mitwirkung durchgeführt. Daran nahmen 444 Personen teil.
Umbau und Renovation der Büros und Sitzungsräume am Berner Standort des Bauunternehmens Halter sind abgeschlossen. Sie wurden von der zur Halter Gruppe in Schlieren gehörenden Integral design-build AG innert sechs Monaten realisiert. In der vergangenen Woche seien die Schlüssel übergeben worden, heisst es auf der LinkedIn-Seite von Integral. «Durch die Verwendung von recycelbaren Materialien wie Holz, Glas und Metall haben wir einen Raum geschaffen, der nicht nur unseren ökologischen Fussabdruck minimiert, sondern auch unsere Werte von Nachhaltigkeit und Ästhetik widerspiegelt», heisst es weiter.
Der Halter-Standort in Bern wachse und mit ihm die «Bedürfnisse an eine grössere und inspirierende Arbeitswelt», heisst es in einer Mitteilung von Halter. Seit Anfang März dieses Jahres habe man am Standort im von Halter realisierten Haus der Religionen zusätzliche 600 Quadratmeter des ehemaligen Denner-Standortes angemietet. Die Umbauphase, inklusive Rückbau, habe im November 2023 begonnen und sei im Juli 2024 erfolgreich abgeschlossen worden. Mit der Erweiterung wurden Kapazitäten von bisher 40 auf nun 58 Arbeitsplätze erhöht. Zudem gebe es nun zusätzliche Touchdown-Arbeitsplätze und modern ausgestattete Sitzungszimmer. Der Umzug sei erfolgreich abgeschlossen und die Räumlichkeiten bereits mit Leben gefüllt worden.
Ein besonderer Höhepunkt des Umbaus sei die beeindruckende Treppe, die die beiden Stockwerke miteinander verbinde und eine offene sowie dynamische Arbeitsatmosphäre schaffe, heisst es in der Halter-Mitteilung.
Die Halter Gruppe umfasst insgesamt zehn Unternehmen. Hauptsitz ist Schlieren, weitere Standorte sind Münchenstein BL, Bern, Kriens LU, Lausanne, St.Gallen und Genf.
In der Schweiz gibt es etwa 38’000 Standorte mit umweltgefährdenden Stoffen, von denen rund 4’000 saniert werden müssen. Die neue Altlasten-Verordnung, die am 1. Juni 2024 in Kraft tritt, ermöglicht den Wiedereinbau von behandeltem Aushubmaterial am Sanierungsstandort. Dies ist ökologisch vorteilhafter als die bisherige Praxis, die grosse Materialtransporte und -behandlungen erforderte. Der Wiedereinbau muss sicherstellen, dass keine erneute Sanierung notwendig wird, und der Standort wird langfristig überwacht.
Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung: Anpassungen für Kältemittel und Batterien Ab dem 1. Januar 2025 tritt eine überarbeitete Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung in Kraft, die sich an EU-Standards und den neuesten technischen Entwicklungen orientiert. Besonders klimaschädigende Kältemittel in Neuanlagen und -geräten werden dadurch beschränkt, um die Ziele des Montrealer Protokolls zu erreichen und die Ozonschicht zu schützen. Zudem regelt die Verordnung ab dem 1. Juli 2024 die Rücknahme und Entsorgung erheblich beschädigter Batterien und die Rückerstattung der vorgezogenen Entsorgungsgebühr beim Export. Diese Anpassungen bieten den Unternehmen mehr Rechtssicherheit und tragen zur nachhaltigen Entsorgung bei.
Verlängerung der Übergangsbestimmungen in den Programmvereinbarungen Seit 2008 definieren Bund und Kantone gemeinsam Umweltziele und entsprechende Subventionen in Programmvereinbarungen. Für die Periode 2025-2028 werden die Übergangsregelungen der Gewässerschutz- und Waldverordnung um vier Jahre verlängert, um begonnene Projekte fortzuführen und abzuschliessen. Diese Änderungen treten am 1. Januar 2025 in Kraft und sichern die Kontinuität der wichtigen Umweltmassnahmen.
Die vom Bundesrat beschlossenen Anpassungen stärken den Umweltschutz und optimieren die regulatorischen Rahmenbedingungen. Diese Massnahmen unterstreichen die Verpflichtung der Schweiz zu nachhaltiger Entwicklung und effizientem Ressourcenmanagement, während sie den betroffenen Branchen mehr Klarheit und Sicherheit bieten.
Der Plan im Detail Das Projekt, getragen von der San Bernardino Swiss Alps SA, plant eine umfassende Renovierung und Neugestaltung des Dorfkerns. Hierzu gehört die Wiedereröffnung der historischen Hotels Brocco & Posta und Ravizza, der Bau von neuen Aparthotels und Privatwohnungen, sowie der Ausbau von Sportanlagen und Dienstleistungen. Eine mit dem Resort verbundene Tiefgarage wird zudem ein fast autofreies Zentrum ermöglichen. Das Wasser des San Bernardino soll als zentrales Element im geplanten Spa- und Wellness-Resort dienen.
Zeitliche und rechtliche Rahmenbedingungen Das Kaufrecht für das Projekt des Acuforta-Grundstücks wurde bis zum Ende des Jahres 2025 mit einer Option auf Verlängerung bis 2031 gesichert. Dies gibt dem Projekt einen klaren rechtlichen und zeitlichen Rahmen und ermöglicht eine langfristige Planung und Umsetzung.
Institutionelle und öffentliche Unterstützung Der breite Konsens für das Projekt ist beeindruckend. Niccolò Meroni, Marketingleiter des San Bernardino Swiss Alps, betont die geringe Opposition und die Offenheit für konstruktive Dialoge. «Dieses Votum zeigt, dass das Projekt im Einklang mit den Wünschen der Bevölkerung steht», so Meroni.
Nachhaltigkeit und Modernität Stefano Artioli, Verwaltungsratspräsident von San Bernardino Swiss Alps, unterstreicht die Bedeutung von Modernität und Nachhaltigkeit im Projekt. «Wir wollen ein modernes und zugleich nachhaltiges Dorf schaffen. Der erzielte Konsens gibt uns den nötigen Rückenwind, um diese Vision in die Tat umzusetzen», erklärt Artioli.
Nächste Schritte und Erwartungen In den kommenden Wochen sind weitere Ankündigungen zu konkreten Entwicklungen des Projekts zu erwarten. Die ersten Baugesuche sind bereits eingereicht, und mit der Wiedereröffnung der Hotels sowie der Einführung neuer Dienstleistungen soll in absehbarer Zeit begonnen werden.
Fazit Die grosse Mehrheit für das Renovierungsprojekt in San Bernardino ist ein klares Signal für Veränderung und Fortschritt. Mit institutioneller und öffentlicher Unterstützung, einem klaren Zeitplan und einer Vision für Nachhaltigkeit und Modernität steht das Projekt auf soliden Füssen und verspricht, San Bernardino in ein florierendes touristisches Zentrum zu verwandeln.
Der Versicherungskonzern Helvetia mit Sitz in St.Gallen hat eine neue Internetseite für Immobilienbesitzer online gestellt. Mit Helvetia ImmoWorld kombiniert das Unternehmen Immobiliendienstleistungen mit seiner Expertise in Versicherungs- und Vorsorgefragen, heisst es in einer Medienmitteilung. Dazu arbeitet es mit dem Hypotheken- und Immobilienunternehmen MoneyPark mit Sitz in Pfäffikon SZ sowie weiteren Partnern zusammen.
Die Immobilienplattform verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. So soll sie alle Phasen des Immobilienbesitzes abdecken, vom Sparen über die Suche und Finanzierung bis hin zur Absicherung, dem Werterhalt und dem Verkauf.
So können die Nutzer über ein Suchportal, das die Objekte von Helvetia und MoneyPark mit den Angeboten anderer Portale vereint, Immobilien suchen. Ein Rechner ermittelt, wann eine Renovation sinnvoll ist. Die Wertentwicklung einer Liegenschaft lässt sich im eigenen Benutzerkonto online verfolgen. Zudem können registrierte Nutzer lokale Bauprojekte sowie die Preise, die für Liegenschaften in ihrer Umgebung in den letzten Jahren bezahlt worden sind, beobachten.
Ausserdem ermöglicht Helvetia ImmoWorld den Angaben zufolge Zugang zu geprüften Kaufinteressenten und Handwerkern sowie Informationen und Beratung rund um Werterhalt, Steuerersparnisse, Liquiditätsbedarf, Altersvorsorge und Versicherungsschutz.
„Wir sind überzeugt, dass es sich für unsere Kundinnen und Kunden lohnt, Versicherung, Vorsorge und Immobilienbesitz ganzheitlich zu betrachten“, wird Ralph Jeitziner, Leiter Vertrieb Schweiz, in der Medienmitteilung zitiert. Mit der neuen Plattform entwickele Helvetia sein Ökosystem Home strategisch weiter.
Die Verantwortlichen haben sich entschieden, die Vorbereitungen für die Immo Messe Schweiz 2022 abzubrechen. Auf Anfrage der Messeleitung hat ein erheblicher Teil der Aussteller die Absage der Messe einer Durchführung mit 2G oder 2G+ oder weiterem Hinausschieben des Durchführungsentscheids vorgezogen. «Dafür haben wir Verständnis und erachten den gemeinsam mit unseren Ausstellern gefällten Entscheid als sinnvoll. Die Immo Messe Schweiz steht für ein kompetentes Angebot von der Planung über den Bau bis zur Sanierung von Immobilien sowie ein inspirierendes wie informatives Messeerlebnis für Aussteller, Besucherinnen und Besucher. Unter den gegebenen Umständen hätten wir das nicht gewährleisten können», erklärt Messeleiterin Olga Pelliccione. Auch sei der Zeitpunkt der Absage richtig gewählt: «Alle Beteiligten haben sich für die Durchführung eingesetzt. Jedoch ist es aufgrund der knappen Vorbereitungszeit nicht mehr möglich, länger auf Klarheit bezüglich Schutzmassnahmen und der Akzeptanz ebendieser beim Messepublikum zu warten».
Zuversichtlich in den Frühling Die Absage der Immo Messe Schweiz folgt jener der Tier&Technik 2022, die Ende Februar hätte stattfinden sollen. «Die aktuellen Entwicklungen und die Prognosen der Expertinnen und Experten stimmen uns zuversichtlich. Wir sind optimistisch, dass der Absage der Immo Messe keine weiteren mehr folgen müssen», erwartet Katrin Meyerhans, Leiterin Bereich Messen der Olma Messen St.Gallen. Die Vorbereitungen für die 44. OFFA Frühlings- und Trendmesse mit der 37. OFFA-Pferdemesse laufen deshalb planmässig weiter. Zahlreiche Aussteller und Partner sind an Bord und ein Grossteil des Programms steht. Die OFFA findet vom 20. bis 24. April 2022 statt.
In drei aufeinanderfolgenden Wintern verwandelt sich das Freibad Solothurn in eine Baustelle. Im ersten Winter, 2019/20, wurde das Sportbecken der Badi Solothurn saniert. Im zweiten und im dritten Winter sind die Hochbauten des Freibads an der Reihe.
Den beiden Sanierungsetappen der Hochbauten gingen ein Gemeinderatsentscheid, ein Gemeindeversammlungsentscheid sowie eine Volksabstimmung voraus. Bei letzterer stimmte das Volk im Februar 2020 dem Sanierungskredit von 7,8 Millionen Franken mit 86,7 Prozent Ja-Stimmen zu.
Die Sanierung soll Sicherheitsmängel beheben, die Badi soll barrierefreier werden, Abläufe sollen optimiert und Besucherströme entflochten werden, und es soll mehr Duschen und Toiletten geben. Insgesamt soll das Freibad den Gästen nach der Sanierung mehr Komfort bieten. Da es unter Denkmalschutz steht, müssen die sichtbaren Veränderungen dezent sein.
Mit dem Start der Badesaison 2021 Mitte Mai war die erste Sanierungsetappe im Freibad Solothurn abgeschlossen. In dieser ersten Sanierungsetappe standen vor allem unterirdische Technikarbeiten an. Die Bausubstanz wurde in Stand gesetzt, Sicherheitsmängel behoben. Zudem wurden in dieser Etappe die nördlich gelegenen Teile des Erweiterungsbaus von 1964 erneuert, wo sich der Eingangsbereich sowie Garderoben befinden. Ebenso startete der Bau neuer Duschen und eines neuen Garderobenbereichs, der in der zweiten Etappe weitergeht.
Die zweite Etappe der Hochbauten beginnt noch dieses Jahr nach Ende der Badesaison im September 2021. Dann soll der südliche Bauteil des Erweiterungsbaus mit Restaurant, Kiosk, Garderoben, Duschen und Toiletten erneuert werden. Neu soll ein Lift Menschen mit Gehbehinderung den Zugang ins Restaurant ermöglichen.
Einige Vor- und Nachbereitungsarbeiten können sich mit dem Ende oder dem Start der Badesaison überschneiden. Der Freibadbetrieb soll aber immer möglich sein. Mitte Mai 2022 soll das sanierte Freibad Solothurn in Betrieb gehen.
Das Hotel Palace Luzern wird derzeit umfassend renoviert. Es soll im kommenden Frühjahr als Mandarin Oriental Palace Luzern erneut eröffnet werden.
Die Modernisierung schreitet voran, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. So wurde nun die zur Bündner Baulink AG gehörende Invita Hospitality Projects mit der Abwicklung von FF&E (Furniture, Fixtures & Equipment) und SOE (Small Operating Equipment) beauftragt.
Konkret wird Invita dabei für den Einkauf der losen Einrichtungsgegenstände für die 146 Zimmer und Suiten und die Umgestaltung der öffentlichen Bereiche zuständig sein. Im Spa- und Fitnessbereich hat die Baulink-Tochter sogar den gesamte Fachkoordinationsauftrag erhalten. Ausserdem koordiniert sie auch die Umgestaltung der öffentlichen Bereiche, zu welchem etwa der Gastronomiebereich sowie Konferenz- und Tagungsräume gehören.
Die Innenarchitektur wird derweil vom Büro Jestico & Whiles aus London übernommen. Architektonisch wird das Projekt vom Büro Iwan Bühler Architekten aus Luzern begleitet.
Das Hotel befindet befindet sich inmitten der Stadt Luzern, unmittelbar am Ufer des Vierwaldstättersees.
Der Campus Technikumstrasse der ZHAW in Winterthur wird innert 15 Jahren umfassend erneuert werden, erläutert die Baudirektion des Kantons Zürich in einer Mitteilung. In vier Etappen sollen dabei neue Gebäude und ein grösserer Freiraum entstehen. Gleichzeitig wird die Eulach im Bereich des Technikums renaturiert. In einer ersten Phase sollen zwei neue Laborgebäude gebaut und ein öffentlicher Park an der Eulach eingerichtet werden.
Der entsprechende Gestaltungsplan war vom 6. April bis zum 8. Juni 2020 öffentlich aufgelegt worden. Gegen ihn seien 31 Einwendungen, hauptsächlich in Fragen der städtebaulichen Einbindung, des Geltungsbereichs, der Erschliessung und des Naturschutzes, eingegangen, informiert die Baudirektion. Weitere 18 Einwendungen hatten sich auf die Renaturierung der Eulach und die Definition des Gewässerraums bezogen.
Gestaltungsplan und Gewässerraum seien anhand der Einwendungen überarbeitet und nun festgesetzt worden, heisst es in der Mitteilung weiter. Beide Dokumente sowie die Berichte zu den Einwendungen liegen seit dem 26. Februar für 30 Tage öffentlich auf und können im Internet eingesehen werden. Sollten keine Rechtsmittel ergriffen werden, treten sie Ende März dieses Jahres in Kraft. Dann könnte die Stadt Winterthur die Baubewilligung für die erste Etappe erteilen.
2019 wurden durch das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen rund 265 Millionen Franken Fördermittel ausbezahlt, ein Viertel mehr als im Vorjahr. Das geht aus dem Jahresbericht 2019 des Gebäudeprogramms hervor. Dieses Programm ist ein wichtiger Pfeiler der Schweizer Energie- und Klimapolitik. Es basiert auf Artikel 34 des CO2-Gesetzes.
Insgesamt erhielten die Antragsteller 2019 laut einer Medienmitteilung des Gebäudeprogramms rund 265 Millionen Franken Fördergelder ausbezahlt (2018: 211 Millionen). Die meisten Fördermittel gingen im vergangenen Jahr mit 133 Millionen Franken an Wärmedämmprojekte. Das grösste Wachstum verzeichneten Förderbeiträge für Systemsanierungen; sie stiegen um 70 Prozent auf 60 Millionen Franken. Solar- und Lüftungsanlagen wurden mit 35 Millionen Franken gefördert. 4100 fossile Systeme wurden durch Heizsysteme mit erneuerbarer Energie ersetzt, am häufigsten durch eine Wärmepumpe.
Laut der Mitteilung werden die im Jahr 2019 dank Fördergeldern umgesetzten Massnahmen über ihre gesamte Lebensdauer 5,4 Milliarden Kilowattstunden Strom und 1,2 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Doch sei die Sanierungsrate zu tief, um die Schweizer Energie- und Klimaziele bei Gebäuden zu erreichen. Um einen grösseren Anreiz zu bieten, werden seit 2019 höhere Fördersätze gewährt. Dies habe die erzielte Wirkung verringert: Wurden 2018 noch 159 Franken pro eingesparter Tonne CO2 eingesetzt, waren es 2019 bereits 205 Franken. Auch die Zunahme bei den kostenintensiveren Systemsanierungen habe die Wirkung pro gewährtem Förderfranken sinken lassen.
Positiv sei der Beschäftigungseffekt des Gebäudeprogramms: Er liege bei 2100 Vollzeitäquivalenten und etwa 82 Millionen Franken zusätzlicher inländischer Wertschöpfung.
Baukultur erlebbar zu machen, heisst die Maxime der Stiftung für Ferien im Baudenkmal. Ab 2021 sollen beispielsweise die Renovationsarbeiten eines ehemaligen Pfarrhauses im Wallis beginnen, das zu einer Ferienwohnung umgebaut wird. Das ehemalige Pfarrhaus – «Kaplanei» genannt – steht im Walliser 400-Seelen-Dorf Ernen. Es wurde 1776 gebaut und bis 1952 als Pfarrhaus genutzt. Seither steht das Anwesen grösstenteils leer und verfällt zusehends. Das wird sich nun ändern, da die Stiftung Ferien im Baudenkmal das Gebäude Ende 2018 im Baurecht übernehmen konnte.
Durch den langen Leerstand habe die «Kaplanei» gelitten, sagt Nancy Wolf, Verantwortlich für Marketing und Kommunikation bei der Stiftung. Obwohl die Eigentümerschaft, in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege, die Aussenfassade samt Fenster und dem Dach restauriert hat, sind weder moderne Kücheneinrichtungen noch zeitgemässe Sanitär- und Heizungsinstallationen vorhanden.
Gebäude mit eigener Hauskapelle Vorgesehen ist, sich bei den umfangreichen Sanierungsarbeiten – dazu gehört hauptsächlich die Instandsetzung der Innenräume – auf den Erhalt der bestehenden Substanz zu konzentrieren. Einzig die Einbauten in Küche und Bad sollen in einer zeitgenössischen Formensprache zurückhaltend umgesetzt werden. Das wohlproportionierte Vorschutz-Haus besteche besonders durch den Wechsel von Holz und Stein an seinen Traufseiten und durch die mit rotem Tuffstein gerahmten Türen und Fenster. Sie würden Reichtum und Würde ausstrahlen, betonen die Projektverantwortlichen. Charakteristisch für diesen Bautyp wurde der hintere Hausteil mit Küche aus Stein erstellt. Im Innern befindet sich zudem eine eigene Hauskapelle. Beim Betreten des Empfangszimmers, der Pfründstube, fällt das sauber bearbeitete, stark geschweifte Täfer mit den tief gebuchten Fasen auf, von denen es heute nicht mehr viele gibt, ist im Projektbeschrieb zu lesen. Der würfelförmige Ofen zeigt den Heiligen Georg auf dem Ross, den Patron der Kirche und der Pfarrei, sowie die Heilige Katharina mit dem Rad.
Haus mit herrschaftlichem Charakter Im ersten und im zweiten Stock findet man religiöse Inschriften auf Lateinisch, mit denen man Bewohnern wohl praktische Lebensanweisungen geben wollte, vermuten die Denkmalschützer. Ein Raum im oberen Stock ist mit einer gewölbten Gipsdecke versehen. In der Mitte trohnen ein Gemälde. Gemalte, tulpenförmige Blumen an den Konsolen und die rundbogenartigen Portale zum Keller verleihen dem Haus seinen herrschaftlichen Charakter. Künftige Ferienwohnungsbesitzer können diese Schätze bald bestaunen. ■
Schützenswertes Gebäude: Arztpraxis mitWohnhaus in Littau Das ursprüngliche Gebäude – ein Wohnhaus mit integrierter Arztpraxis – hat der damalige Luzerner Architekt Josef Gasser 1959 erbaut. Dabei liess er sich vom bekannten US-amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright inspirieren: Insbesondere durch den von Wright geprägten Prärie-Stil, der Bezug zur breiten, flachen Landschaft im mittleren Westen der USA nimmt. Entsprechend zeichnet sich die Architektur durch eine offene Raumgestaltung, eine horizontale, flächige Ausrichtung und den Einsatz natürlicher Materialien aus. In Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege des Kantons Luzern wurde ein umsichtiger Weg für den Umgang mit dem schützenswerten Gebäude gefunden.
Von Frank Lloyd Wright inspirierter Klinkerbau wird sanft renoviert Am äusseren Erscheinungsbild des bestehenden Klinkerbaus wurde bei der Sanierung wenig geändert. Eingriffe am äusseren Erscheinungsbild des Hauses wurden nur Richtung Garten realisiert, in dem die Stiftung den Anbau erstellen liess. Die Raumaufteilung und -nutzung wurde für die notwendigen Gemeinschafts-, Administrations-, Praxis- und Pflegeräume angepasst. Im bestehenden Obergeschoss entstanden Arbeitsräume, Gästezimmer und ein «Raum der Stille». Erschlossen ist das ganze Haus neu mit einem Lift.
Pavillonartiger Holzbau für stationäres Hospiz Im Innenhof wurde ein einstöckiger Pavillon in Holzbauweise mit 12 Zimmern erstellt. Jedes Zimmer verfügt über eine eigene Nasszelle und Blick in den Garten. Die zwei Gebäude sind durch einen Gang, welcher den neuen Innenhof umschliesst, verbunden. Der Pavillon ist unterkellert und an das bestehende Gebäude unterirdisch angebunden. Für ein harmonisches Erscheinungsbild wurde der Neubau mit einer Klinkerstein- und Holzfassade sowie einem Dachrand aus vorpatiniertem Kupfer realisiert.
Die Renggli AG begleitete die Stiftung Hospiz Zentralschweiz als Generalplanerin. Als Teil des Planungsteams hat sie die Architektur mitentworfen und die anspruchsvollen Fachgebiete und beteiligten Partner koordiniert. Im Projekt wirkte die Renggli AG zudem als Totalunternehmerin. ■
So soll der Aussenbereich des Grand Hôtel & Centre Thermal nach dem Umbau aussehen.
Ein Projektbild des geplanten Neubaus.
Seit Herbst 2019 wird das historische Hotel mit 116 Zimmern und Suiten während drei Jahren umgebaut. Das Gesamtbudget von rund 32 Millionen Franken enthält die Kosten für die vollständige Renovierung der Innenräume und des Aussenbereiches sowie des Thermalbades und des Grand Hôtels. Im Grand Hôtel werden die Zimmer und Bäder, die Küche und der Aussenbereich inklusive Schwimmbad renoviert. Der Eingang zu den Thermalbädern wird neu ausgestaltet und mit Geschäftsflächen und Restaurants erweitert. Die Umkleidekabinen werden renoviert.
Ein neues Café wird nur von den Bädern aus zugänglich sein. Die Zone um die Aussenschwimmbecken wird mit einem 350 m2 grossen Wellnessbereich mit Hamam und Sauna ergänzt. Der Fitnessbereich umfasst neu 700 m2. Während der gesamten Bauzeit wird das Thermalbad den normalen Betrieb aufrechterhalten. BCO SA, eine Tochter der BOAS-Gruppe, leitet die Bauarbeiten; das Architekturbüro Richter Dahl Rocha mit Sitz in Lausanne hat das Projekt ausgearbeitet.
Das Thermalbad von Yverdon-les-Bains besteht aktuell aus verschiedenen, zum Teil dreistöckigen Gebäuden, die untereinander verbunden sind. Im Aussenbereich stehen zwei grosse Schwimmbecken zur Verfügung. Das 4-Sterne-Superior-Hotel liegt inmitten eines prächtigen Parks mit altem Baumbestand. Aufgrund seiner langjährigen Geschichte strahlen die verschiedenen Räumlichkeiten des Grand Hôtels jeweils ihren eigenen, ganz besonderen Charme aus. So zum Beispiel die sogenannte Rotunde (kreisförmiger Bauteil), in der sich das Restaurant und die Lounge-Bar befinden oder der vor kurzem renovierte «Belle Epoque»-Saal und insbesondere auch das zum Hotel gehörende Schloss. Über einen Glastunnel ist das Hotel mit den Thermalbädern verbunden.
Neues Seedorf und neue Einrichtungen Der erste Schritt des gross angelegten Renovationsprojektes ist der Bau des Seedorfes im Park vor dem Hotel – am Ufer eines neu angelegten Weihers. Drei Holzbrücken führen die Besucher übers Wasser zu den Häusern, die verschiedene Wellnessbereiche wie Hamam, Sauna und Ruheräume beherbergen. Ein Barfussweg wird ebenfalls entstehen. Die bereits heute für die Physiotherapie und Arztpraxen genutzten Räumlichkeiten werden durch zwei Einheiten ergänzt: Entstehen soll ein Zentrum für Sportmedizin mit einem separaten Eingang. Weiter ist vorgesehen, die medizinischen Infrastrukturen räumlich zu konzentrieren, sodass die Patienten über eine grössere Privatsphäre verfügen. Durch die Verlegung des Thermalbadeingangs entsteht ein attraktiver, lebendiger Raum, durch den der Gast vom Hotel direkt zur Bäderzone gelangt.
Dieser Bereich umfasst 900 m2 und umfasst eine Empfangshalle, eine Boutique, ein Restaurant und ein Café. Der bislang für den Übergang genutzte, wenig ansprechende Glastunnel wird abgebaut. Renoviert werden zudem Küche und Restaurationsbereich. Die Fassaden und Dächer der Thermalbad-Gebäude werden abgerissen. Stattdessen wird einer äusseren Einfassung Platz gemacht, die den ganzen Komplex umfasst und vereinheitlicht. Die gesamte Fläche wird um eine Etage aufgestockt. Damit entsteht Raum für moderne, besser durchdachte, architektonisch homogen und stilvoll integrierte Inf- rastrukturen. Auch die Infrastruktur des Thermalzentrums wird optimiert: Das Hallenbad wird komplett renoviert und um ein neues Schwimmbad mit Spielbereich erweitert.
Infrastruktur des Neubaus in der Übersicht: Erdgeschoss Neuer Eingang, 600 m2 Boutiquen, Café / Restaurant, 360 m2 Bäder-Restaurant Bereich Physiotherapie (960 m2) mit unabhängigem Rehabilitationsbecken Neue Umkleideräume und Duschen Neues Innen-Schwimmbecken (Unterricht und Erholung) Inneres Becken vollständig renoviert Zwei Aussen-Schwimmbecken
Erste Etage Fitness-Raum, 700 m2 Schönheitspflege, 340 m2 Sportmedizinisches Zentrum (1160 m2) mit Anbindung an den Physiotherapiebereich und neuem separatem Eingang
Über BOAS Swiss Hotels Boas Swiss Hotels ist eine private Hotelgruppe mit Sitz in Crissier / Lausanne. Zur Gruppe gehören zehn Beherbergungsbetriebe in den Kantonen Wallis, Waadt und Genf. Die Hotels gehören mehrheitlich zur Kategorie der 3- und 4-Sterne-Superior-Betriebe. ■
Anfang Jahr wechselte das Grand-Hotel Geneva die Betreiber: Fairmont Hotels & Resorts, eine der Luxusmarken aus der Accor-Gruppe, übernimmt von der Kempinski-Gruppe. Gleichzeitig wurde von der Eigentümerschaft, der Le Palace Genève SA, die umfassende Renovierung des Hotels angekündigt.
Das Genfer 5-Sterne-Haus direkt am See mit Aussicht auf den Mont Blanc wird vom französischen Stararchitekten Jean Nouvel umgebaut. Er sicherte sich mit seinem Architekturbüro den Auftrag im Rahmen eines international ausgeschriebenen Architekturwettbewerbs. Das Genfer Partner-Büro von Brigitte Jucker-Diserens koordiniert das Projekt. Aus Nouvels Hand stammen unter anderen das KKL Luzern, die Oper von Lyon, die Galerie Lafayette in Berlin oder das nationale Museum in Doha. Er wurde 2008 mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet und hat bislang über 200 Bauwerke geschaffen.
Höchste Energieeffizienz-Standards angepeilt Die Umbauarbeiten sollen Ende 2020 / Anfang 2021 beginnen, wenn alle Bewilligungen vorliegen. Ein Schwerpunkt der Renovierung liegt auf der Fassade. Sie soll perfekt in die Umgebung integriert werden und sich in Design und Materialien an die anderen in der Seebucht gelegenen Häuser anlehnen. Auch der Innenhof, die öffentlichen Bereiche sowie die Gastronomiebetriebe erfahren eine Erneuerung. Ausserdem soll das Hotel nach dem Umbau höchste Energieeffizienzstandards erfüllen. Abgeklärt wird zurzeit, ob sich eine thermische Heizlösung umsetzen lässt. Dann würde das Hotel mit Wasser aus dem Genfersee beheizt und gekühlt. Dieser Fokus auf Nachhaltigkeit steht im Einklang mit der Philosophie der Marke Fairmont.
Das Hotel verfügt über 412 Zimmer, darunter 33 Suiten und 14 Apartments; drei Restaurants, eine Lounge und Bar mit Blick auf den See, ein beheizter Innenpool sowie ein Spa- und Fitnesscenter. Die Anzahl der Zimmer wird nach dem Umbau unverändert sein, wie der Presseverantwortliche der Fairmont Hotels & Resort, Philippe Eberhard, mitteilt. Das zentral gelegene Hotel bleibe während der Renovierung geöffnet. Die Kosten dürften sich laut Eberhard auf mehrere zehn Millionen Franken belaufen.
Zurzeit umfasst das Portfolio von Fairmont 77 Hotels in 29 Ländern, darunter das GrandHotel Geneva. Ebenfalls am Genfersee liegt das Fairmont Le Montreux Palace. ■
Im ersten Halbjahr 2021 soll im historischen Gebäude des Märthofs in Basel das Boutique-Hotel Märthof eröffnen. Die Eigentümerin, die Coop Immobilien AG, hat das Architekturbüro Burckhardt + Partner mit der umfassenden Renovation beauftragt. Geführt wird das Hotel nach der Eröffnung von der zu Coop gehörenden Bâle Hotelgruppe. Sie betreibt bereits die Hotels Pullman Basel Europa an der Clarastrasse sowie das Victoria am Centralbahnplatz und das Hotel Baslertor in Basel-Muttenz.
Das Gebäude des Märthofs entstammt dem 19. Jahrhundert und bestand ursprünglich aus fünf einzelnen Häusern, die 1981 zu einem Gebäudekomplex zusammengeführt wurden. Die freiwillige Denkmalpflege Basel wehrte sich Anfang der 70er-Jahre gegen den geplanten Warenhaus-Neubau, der anstelle des alten Gebäudes vorgesehen war. Der Abbruch wurde 1976 in einer Volksabstimmung abgelehnt. Nun soll ein Hotel der oberen 4-Sterne-Kategorie entstehen, wobei die Fassade mit einem neuen Anstrich in ihrer jetzigen Form erhalten bleibt. Das Mauerwerk selber bleibt unverändert – auch die Natursteinpartien werden nur gereinigt.
Laut Coop-Mediensprecherin Rebecca Veiga sollen im neuen Boutique-Hotel die Stilepochen der ehemals fünf bestehenden Gebäude unverkrampft und spielerisch vermischt werden. «Verspielte Motive des Neubarocks und die funktionale Gestaltung der Geschäftsfassade aus dem Jahre 1927 treffen im Inneren des Gebäudes auf die lineare 80er-Jahre-Struktur», sagt Veiga.
Offene Übergänge und eine freundliche Atmosphäre Auf die insgesamt 68 geplanten Zimmer, davon acht Suiten und acht Juniorsuiten, werden Stehleuchten, Wandleuchten, Sessel und weiteres Mobiliar individuell verteilt – kein Zimmer wird exakt wie das andere aussehen. Die Zimmer erhalten unterschiedliche Farbschemen und widerspiegeln die Geschichte vom jeweiligen Gebäudeteil, in dem sie sich befinden. Die Farben sind abwechslungsreich und sollen nicht polarisieren – sodass sie das ganze Jahr hindurch auf die Gäste angenehm wirken.
Des Weiteren sind ein Fitnessraum, eine Bibliothek, ein Res- taurant sowie eine Bar auf der Dachterrasse im 6. Stock mit 55 Sitzplätzen vorgesehen – und eine weitere im Erdgeschoss. Alle funktionalen Räumlichkeiten sind analog einer starken Wirbelsäule um den Erschliessungskern des Hauses angeordnet und stossen von innen nach allen drei Aussenseiten. Die Übergänge der unterschiedlichen Nutzungsflächen im Erdgeschoss sind offen gestaltet, sodass es als Fläche ohne Unterbrüche wahrgenommen wird.
Eine helle und freundliche Atmosphäre empfängt den Gast im Standardzimmer. Der Raum wird mit Ausnahme der abgeschlossenen Dusche und einem separaten WC grosszügig offen gestaltet. Nebst der eingebauten Schrankzeile im Eingang sind alle Möbelstücke freistehend. Sanfte Rundungen gemäss dem Gesamtkonzept des Hauses werden auch im Zimmer durchdekliniert. Die Aussenbestuhlung und die grossen Fenster verbinden das Gebäude mit dem Marktplatz. «Die einmalige Lage und das lebendige Geschehen am Marktplatz soll nach innen spielen und umgekehrt», sagt Veiga. Das Boutique-Hotel will internationale wie auch lokale Gäste ansprechen und durch Restaurant und Bar entlang der Eisengasse als Treffpunkt für die lokale Bevölkerung und die Hotelgäste dienen. ■
Die Bauwirtschaft ist 2019 insgesamt kaum vom Fleck gekommen. Laut den provisorischen Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) glich ein Anstieg der Bauinvestitionen in den Tiefbau in Höhe von 3,9 Prozent einen Rückgang im Hochbau in Höhe von 0,9 Prozent aus.
Dabei fand ein Wechsel weg von Neubauten hin zu Umbauten und Erweiterungen statt. So gingen die Investitionen in Neubauten im Tiefbau um 6,9 Prozent zurück, während die Investitionen in Umbauten und Erweiterungen um 13,2 Prozent stiegen. Auch im Hochbau stiegen die Investitionen in Umbauten und Erweiterungen um 1,6 Prozent, während die Investitionen in Neubauten um 2,0 Prozent sanken.
Dieser Wechsel hin zu Umbauten war bei öffentlichen Auftraggebern besonders ausgeprägt: Sie investierten im vergangenen Jahr 8,8 Prozent mehr in Umbauten und Erweiterungen und 7,2 Prozent weniger in Neubauten. Private Auftraggeber investierten 2,2 Prozent mehr in Umbauten und Erweiterungen als 2018, aber dafür 1,4 Prozent weniger in Neubauten.
1904 erbaut, übernahm die Magazine zum Globus AG das Haus drei Jahre später und führt das traditionelle Warenhaus nunmehr seit über 110 Jahren. Das denkmalgeschützte Globus-Warenhaus in Basel soll nun umfassend erneuert werden. Der Globus-Standort bestehe aus verschiedenen Liegenschaften unterschiedlicher Zeitepochen und sei im Laufe der Zeit kontinuierlich verändert und erweitert worden, schreibt die Migros in einer Medienmitteilung. Der allgemeine Zustand der Bausubstanz und der technischen Anlagen mache jedoch eine umfassende Erneuerung notwendig.
Umsetzung mit grossem Respekt gegenüber der Historie
Das Basler Architekturbüro Miller Maranta werde die Massnahmen mit grossem Respekt für die Historie des Gebäudes und den Standort im Herzen von Basel ausarbeiten, erklärt die Migros. Der Rückbau der Laube sei mit der Denkmalpflege abgesprochen. Er wird möglich, damit der ursprüngliche Zustand der 1904 erbauten Liegenschaft wieder hergestellt werden kann. Einzig der Arkadengang soll verschwinden, und die ganze Schaufensterreihe wird nach vorne an die Strasse gerückt. Gleichzeitig soll der Haupteingang am Marktplatz eine Aufwertung erfahren. «Die Architekten stellen sich das folgendermassen vor: Betritt der Kunde das Warenhaus, steht er in einem gegen sechs Meter weiten Innenhof, der bis ins zweite Obergeschoss reicht», schreibt die «Basler Zeitung».
Im dritten Stock ist ein Lichthof vorgesehen. Laut Medienberichten ist ebenso eine Rooftop-Gastronomie angedacht. Mit der angekündigten Erneuerung stelle die Migros weiter konsequent die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft ihrer Liegenschaften und Ladenflächen. Die Investition erfolge unabhängig davon, ob der angekündigte Verkauf von Globus mit oder ohne Immobilien stattfinden werde, halten die Projektverantwortlichen fest.
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