Schlagwort: Retailflächen

  • Stellwerk 2: Mehr Mobilie als Immobilie?

    Stellwerk 2: Mehr Mobilie als Immobilie?

    Auf dem ehemaligen Milchküchenareal am Bahnhof Winterthur, unmittelbar neben dem heutigen Stellwerk 1, wird neu das Stellwerk 2 gebaut. Es ist ein gemischt genutztes, modernes siebenstöckiges Gebäude.

    Das erste und zweite Obergeschoss mit insgesamt rund 2200 Quadratmetern ist für Büros, medizinische Praxen und Dienstleistungsbetriebe vorgesehen. Die Büroflächen sind auf Flexibilität ausgelegt und lassen sich leicht an neue Raumanforderungen anpassen. Im Erdgeschoss sind 700 Quadratmeter Retailfläche geplant, im Untergeschoss ist eine Erweiterung der städtischen Velostation um rund 500 Abstellplätze geplant.

    In den Obergeschossen entstehen auf 3200 Quadratmetern 66 Wohnungen, die zwischen 33 und 80 Quadratmeter gross sind. Diese sind besonders auf Menschen zugeschnitten, welche die zentrale Lage und optimale Anbindung an den öffentlichen Verkehr schätzen. Als Ergänzung zu den Appartments steht ein kollektiv nutzbares Raumangebot zur Verfügung, zum Beispiel ein Shared Office oder ein Waschsalon.

    Der Projektwettbewerb fand 2018 / 2019 statt. Den ersten Platz belegten Esch Sintzel Architekten.

    Sie entwarfen ein Gebäude mit einer in sich ruhigen, symmetrischen Gesamtform und nach innen gewölbten, geschwungenen Flanken. Sie wollten ein Gebäude schaffen, das wirkt, als sei es mehr Mobilie als Immobilie. Wie die Ecken bei Eisenbahn- oder Tramwagen sind auch die Enden des Gebäudes abgeschrägt.

    Der heute schon bestehende Relaisraum der SBB gibt dem Stellwerk 2 seinen Namen. Er befindet sich auf Höhe des 1. Untergeschosses und wird durch den Neubau teilweise überbaut. Der Relaisraum ist das Herzstück der Stellwerkanlage des Bahnhof Winterthur. Hier laufen unzählige Kabel, Schalter und Motoren zusammen, mit denen die Weichen und Fahrtwege der Züge gestellt werden.

    Das Bewilligungsverfahren für den Bau fand 2021/2022 statt. Der Baubeginn des Stellwerks 2 ist auf Ende 2024, die Inbetriebnahme auf Anfang 2027 geplant.

  • Modernisierung und Neupositionierung des Jelmoli-Hauses

    Modernisierung und Neupositionierung des Jelmoli-Hauses

    Das traditionsreiche Gebäude in der Zürcher Innenstadt wird ab Anfang 2025 voraussichtlich während zwei Jahren umgebaut. Danach werden in den unteren Geschossen neu gestaltete, hochwertige Retailflächen mit rund 10 000 m2 zur Verfügung stehen. Dafür kommen sowohl bestehende Mieter als auch neue Marken und Formate in Frage. Der Umbau stellt sicher, dass das Jelmoli-Haus auch in Zukunft eine der grössten und attraktivsten Einkaufsdestinationen an der Zürcher Bahnhofstrasse bleibt. Ein Teil der Obergeschosse wird zu erstklassigen Büroflächen transformiert und um öffentliche Nutzungen wie Fitness oder Gastronomie ergänzt. Dazu René Zahnd, CEO Swiss Prime Site: «Mit dem Umbau des Gebäudes passen wir es an die heutigen Marktbedürfnisse an. Dazu gehören neben einem attraktiven Nutzungs- und Flächenmix auch Flexibilität und Mehrparteienfähigkeit. Unser Ziel ist es, das Jelmoli-Haus zu einer einzigartigen Destination und einem offenen städtischen Begegnungsort weiterzuentwickeln.» Swiss Prime Site beabsichtigt, über CHF 100 Mio. in das Entwicklungsprojekt zu investieren. Die Wiedereröffnung der rundum erneuerten Liegenschaft ist für Anfang 2027 geplant.

    Warenhaus wird an Marktbedürfnisse angepasst und in neuer Form betrieben
    Der Entscheid, das Gebäude umzubauen und zukunftsfähig zu machen, wurde nach tiefgreifender und umfassender Analyse gefällt. Mit der ausserordentlichen Dynamik des Onlinehandels und des sich ändernden Konsumverhaltens geriet der stationäre Handel verstärkt in Bedrängnis. Dieser Strukturwandel schlug sich, trotz hoher Investitionen der Eigentümerin Swiss Prime Site und des grossen Engagements aller Mitarbeitenden, deutlich in der Wirtschaftlichkeit des Warenhauses Jelmoli nieder. Vor diesem Hintergrund führte Swiss Prime Site in den letzten Monaten eine gründliche Marktsondierung durch mit dem Ziel, den operativen Betrieb des Warenhauses in neue Hände zu geben. Die intensiven Gespräche mit zahlreichen möglichen Partnern führten bis heute nicht zum erwünschten Erfolg. Entsprechend hat Swiss Prime Site nun entschieden, das Warenhaus Jelmoli ab Ende 2024 an die neuen Marktgegebenheiten anzupassen und ab 2027 in neuer Form auf dem Markt zu positionieren sowie nicht mehr selbst weiterzubetreiben. Dazu René Zahnd, CEO Swiss Prime Site: «Wir sind uns der Tragweite unseres Entscheids bewusst, haben ihn nach sorgfältiger Prüfung gefällt und kommunizieren ihn frühzeitig. Dadurch erhalten die Mitarbeitenden Zeit für die allfällige berufliche Neuorientierung. Währenddessen werden wir sie professionell begleiten und bestmöglich unterstützen. Kunden können weiterhin mit dem gewohnt hohen Service einkaufen und mit unseren Geschäftspartnern werden wir in einen intensiven Austausch über die zukünftige Zusammenarbeit treten».

    Transformationsprozess erfolgt unter neuer Jelmoli-Führung
    Nina Müller, CEO von Jelmoli, wird auf eigenen Wunsch hin im Frühjahr oder bis spätestens Ende Juni 2023 die Führung des Warenhauses in neue Hände übergeben. Damit wird Jelmoli auch nicht mehr in der Gruppenleitung von Swiss Prime Site vertreten sein. Reto Braegger, derzeit Chief Merchandise Officer, wird die Leitung von Jelmoli nahtlos übernehmen. Als langjähriger Manager in der Retail-Branche verfügt er über umfangreiche Erfahrung mit Transformationsprozessen. Verwaltungsrat und Gruppenleitung von Swiss Prime Site danken Nina Müller für ihren engagierten Einsatz in den letzten drei Jahren, insbesondere im schwierigen Umfeld der Pandemie.

    Einmalige Sonderaufwendungen von CHF 34 Mio. in einem sonst für SPS erfolgreichen Geschäftsjahr
    Das Transformationsprojekt «Jelmoli-Haus» belastet die Erfolgsrechnung von Swiss Prime Site im Geschäftsjahr 2022 einmalig mit rund CHF 34 Mio. In diesem Betrag enthalten sind ausschliesslich nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen und Sonderabschreibungen (für Ausstattung, Mobiliar, IT, Warenlager etc.). Trotz der Sonderaufwendungen konnte Swiss Prime Site im Geschäftsjahr 2022, vor allem aufgrund positiver Vermietungsresultate und dem Wachstum im Bereich Real Estate Asset Management, die gesetzten Ziele erreichen.

  • Bubenbergzentrum wird neu gebaut

    Bubenbergzentrum wird neu gebaut

    Im Rahmen des Ausbauprojekts «Zukunft Bahnhof Bern» (ZBB) haben die SBB für das Bubenbergzentrum 10-12 grosse Pläne. Dieses ging 2015 in den Besitz von SBB Immobilien über. Projektiert ist ein Neubau, der nicht nur Büros, sondern auch Retail- und Gastronomieflächen aufweisen soll. Der Baustart erfolgte im März dieses Jahres. Der neue Bahnhofzugang beim Bubenbergzentrum wird nach seiner Fertigstellung im Jahr 2025 neben dem bereits bestehenden Haupteingang der zweitwichtigste Zugang zum Bahnhof Bern.

    «Der Neubau des Bubenbergzentrum 10-12 ist ein wesentliches Schlüsselelement des Ausbaus der Publikumsanlagen im Bahnhof. Im Erdgeschoss des neuen Gebäudes entsteht der neue Bahnhofzugang «Bubenberg», der in die neue Personenunterführung führt. Das Bubenbergzentrum wird künftig bahnbetriebliche und kommerzielle Nutzungen umfassen», sagt Christoph Erismann, Gesamtprojektleiter SBB Immobilien. Von der Eingangshalle im Erdgeschoss aus gelangen Besuchende und Reisende direkt in die Personenunterführung Mitte, die sich ebenfalls unter der Schirmherrschaft der SBB im Bau befindet. Sie wird mit der bestehenden Unterführung verbunden und auch von einem weiteren neuen Bahnhofzugang bei der Länggasse her zugänglich sein.

    Das Bubenbergzentrum steht in unmittelbarer Nähe der Berner Altstadt, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Bei der Ausgestaltung des Projekts zum gewünschten modernen Bürogebäude war demnach Fingerspitzengefühl gefragt. Für den fünf Stockwerke umfassenden Neubau zeichnet das Büro B Architekten aus Bern verantwortlich. Die Architekten überzeugten die Jury mit einer klaren volumetrischen Integration in den stadträumlichen und infrastrukturellen Kontext. Das neue Bubenbergzentrum fügt sich unaufgeregt in die Umgebung ein, harmoniert mit den umliegenden Gebäuden und stellt einen Bezug zur Bogenschützenstrasse und zum PostParc her. Der Grundriss ist so konzipiert, dass er flexible Nutzungsmöglichkeiten erlaubt. Die Büroräumlichkeiten können individuell gestaltet werden: Vom traditionellen Zellenbüro bis zum Open-Space-Konzept ist alles möglich.

    Geplant sind neben dem Bahnzugang rund 4000 m² Bürofläche, 570 m² Verkaufs- und Gastronomiefläche sowie 358 m² Lagerfläche. Eine Installationsplattform an der Bogenschützenstrasse wird sowohl für die Bauarbeiten am Bubenbergzentrum als auch für die Arbeiten zur Unterführung Mitte genutzt. Fussgänger werden während der gesamten Bauzeit durch einen gesicherten Tunnel durch das Gebäude geführt. Das Gebäude wird energieeffizient konzipiert. Für das Projekt sind 44 Millionen Franken budgetiert. Davon entfallen rund 12 Millionen Franken auf den Bahnzugang und werden von SBB Infrastruktur übernommen. Der Restbetrag geht zu Lasten der SBB Immobilien.

  • Graubünden erhält in Sedrun neues touristisches Zentrum

    Graubünden erhält in Sedrun neues touristisches Zentrum

    Die Andermatt Swiss Alps AG beabsichtigt, erstmals auch auf der Bündner Seite des Oberalppasses zu investieren: An einzigartiger Lage am Talende in Sedrun/Dieni sollen auf dem Gelände des heutigen Parkplatzes gegenüber der Talstation Dieni der SkiArena Andermatt-Sedrun bis 2027 13 Gebäude mit 410 Hotelzimmern entstehen. Davon sind 204 Hostel- sowie 206 Doppel- und Dreibettzimmer geplant. 119 zusätzliche Wohneinheiten stehen zum Verkauf und werden touristisch bewirtschaftet. Es handelt sich um unterschiedlich grosse Einheiten vom Studio bis zur 5,5 Zimmer Wohnung. Die Resort Dieni Development AG, die sich im Besitz der Andermatt Swiss Alps AG (ASA) befindet, hat dafür ein Baugesuch eingereicht.

    «Das Resort Dieni ist ein wegweisendes Projekt, das in der Region und im Kanton Graubünden neue Massstäbe setzt», so Raphael Krucker, CEO der Andermatt Swiss Alps AG. Insgesamt sind 1’800 Betten geplant – sowie 478 Parkplätze, wovon 150 für Gäste der SkiArena Andermatt-Sedrun zur Verfügung stehen. Zum Resort gehören ausserdem drei Restaurants, zwei Bars, verschiedene Retailflächen sowie Freizeitangebote wie Spa, Bowling, Boulder, Kino, Fitness und Gaming. «Die Andermatt Swiss Alps AG investiert dazu 170 Millionen Franken», so Raphael Krucker weiter. Die Zahl der Hotelbetten in der Surselva erhöht sich damit um über 20 Prozent.

    Mit dem Resort Dieni wird das touristische Angebot in Sedrun in Richtung preisgünstige und auf Familien/Gruppen ausgerichtete Wohnungen und Hotelzimmer ergänzt. Das Resort ist konzipiert für junge Familien und Gruppen. Mit ski-in/ski-out und dem alpinen Erlebnis am Berg in Dieni/Sedrun entsteht ein neues touristisches Zentrum im Kanton Graubünden. Gemeindepräsident Martin Cavegn dazu: «Dieses Grossprojekt ist ein Meilenstein für die Gemeinde Tujetsch und die ganze Surselva. Um im Wettbewerb mithalten zu können, braucht es neue Hotels und bewirtschaftete Ferienwohnungen.»

    Der neue Dorfteil wird eingebettet in eine grosszügige Landschaft mit Blick talabwärts und in die Berge. Die Lage direkt an der ganzjährigen Bahnverbindung Chur-Andermatt und am modernsten und grössten Skigebiet im Gotthardgebiet sowie die ganzjährige Erreichbarkeit auf der Strasse machen den Standort einzigartig. Zusätzlich erstellt die Gemeinde eine Busverbindung zwischen Sedrun und Dieni.

    Für das Resort Dieni wird ein möglichst nachhaltiger Bau und Betrieb angestrebt. Dazu gehört die Wahl von nachhaltigen Materialien, aber auch ein state-of-the art Betrieb. Das Resort wird CO 2-neutral von einer Holzpellet-Heizung mit Wärme versorgt; 50 Prozent der Dachfläche wird mit 1’500 m2 Photovoltaik ausgerüstet. Bauherr ist die Resort Dieni Development AG (RDD) im Besitz der Andermatt Swiss Alps AG (ASA), als Betreiberin fungiert ebenfalls die ASA bzw. deren Partnerunternehmen aus der Orascom Gruppe, die Orascom Hotel Management. Ein Drittpartner als Joint Venture-Partner ist denkbar.

    Die Andermatt Swiss Alps AG investiert im Kerngeschäft Immobilien und touristische Infrastruktur in den nächsten Jahren rund 350 Millionen Franken, um die Vision «The Prime Alpine Destination» umzusetzen. Zusätzlich werden aus der Partnerschaft mit Vail Resorts, Inc. 149 Millionen Franken aufgewendet. Mit deren langjähriger Erfahrung im Entwickeln von Skigebieten wird so das Gästeerlebnis am Berg mit neuen Bahnen, zusätzlicher Beschneiung und neuen Restaurants verbessert.