Schlagwort: Revitalisierung

  • Historisches Bäderquartier erhält neue Nutzungsperspektive

    Historisches Bäderquartier erhält neue Nutzungsperspektive

    Die Verenahof AG mit Sitz in Baden will den Gebäudekomplex im Badener Bäderquartier wiederbeleben. Dazu hat sie am 5. Februar einen Vertrag mit der Stadt abgeschlossen. Dieser bildet laut einer Mitteilung die Grundlage für die Entwicklung und Nutzung des Komplexes und soll Planungssicherheit bieten.

    Die Verenahof AG hat dafür in Zusammenarbeit mit der Stadt und der kantonalen Denkmalpflege ein Nutzungskonzept erarbeitet. Dieses sieht vor, betreutes Wohnen für ältere Menschen mit kulturellen Angeboten und öffentlich zugänglichen Nutzungen zu verbinden. Die technische Machbarkeit wurde bereits geprüft. Nun sollen unter Leitung der Verenahof AG innerhalb von zwölf Monaten ein Baugesuch und ein Kostenvoranschlag erarbeitet werden.

    „Das Konzept für Angebote in den Bereichen Prävention, Rehabilitation und gesundes Altern passt hervorragend an diesen für Baden historisch wertvollen Ort“, wird Stadtammann Markus Schneider in der Mitteilung zitiert. „Seit den Römern wird im Bäderquartier in die Gesundheit investiert – für Baden und die Region ist es bedeutend, dass dieses Angebot auch in Zukunft weiter ausgebaut wird.“

    Der Komplex steht seit der Schliessung der Hotels Verenahof, Bären und Ochsen in den Jahren 1987 und 2004 leer. Seit 2019 steht er unter nationalem Schutz. Die Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden als Eigentümerin der Verenahof AG hat mehrere Nutzungen geprüft, darunter auch für eine Rehabilitationsklinik. Diese möglichen Nutzungen stiessen sich an den wirtschaftlichen und baulichen Rahmenbedingungen sowie den denkmalpflegerischen Anforderungen.

  • Erste Etappe Attisholz mit UBS-Investition

    Erste Etappe Attisholz mit UBS-Investition

    Das Attisholz-Areal in Riedholz erhält durch die Investition der Pensionskasse der UBS neuen Auftrieb. Die «Kocherei», einst ein zentraler Ort in der Cellulose-Produktion, wird umfassend umgestaltet. Das Siegerprojekt von Burckhardt Architektur aus Basel sieht etwa 150 Mietwohnungen und 4.000 m² Geschäftsflächen vor, die dem historischen Gebäude neues Leben einhauchen sollen.

    Zusammenarbeit von UBS und Halter AG
    Die Pensionskasse der UBS, die bereits 2022 das ca. 73.000 m² umfassende Kernareal erworben hat, hat nun auch die Investition für die «Kocherei» bestätigt. Am 28. Juni 2024 wurde ein Werkvertrag zwischen der Pensionskasse der UBS und der Halter AG unterzeichnet. Während die Pensionskasse der UBS als Investorin und Eigentümerin fungiert, übernimmt die Halter AG als Gesamtleisterin die Planung und Ausführung des Projekts.

    Erste Etappe der Arealentwicklung
    Die Entwicklung des Attisholz-Areals, das in den nächsten 25 Jahren zu einem nachhaltigen Lebensraum umgestaltet werden soll, beginnt mit der ersten Etappe. Diese umfasst neben der «Kocherei» auch das «Lagerhaus» und öffentlich zugängliche Freiräume. Der derzeit in Arbeit befindliche Gestaltungsplan für diese erste Etappe wird in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Riedholz und dem Kanton Solothurn erstellt und bald in das öffentliche Mitwirkungs- und Auflageverfahren gehen.

    Nachhaltige und lebendige Zukunft
    Die Transformation des Attisholz-Areals zu einem lebendigen und nachhaltigen Quartier ist ein bedeutendes Projekt für die Region. Die Revitalisierung der «Kocherei» und die Schaffung von Wohn- und Geschäftsflächen sind zentrale Bausteine dieser Vision. Die Realisierung der Projekte ist für den Zeitraum 2025 bis 2028 vorgesehen und wird maßgeblich zur Aufwertung des gesamten Areals beitragen.

    Mit der Pensionskasse der UBS als starkem Partner und der Halter AG als erfahrenem Entwickler wird die Umgestaltung des Attisholz-Areals zügig und professionell vorangetrieben, um einen neuen, nachhaltigen Lebensraum für die Gemeinde Riedholz zu schaffen.

  • Ein Modellprojekt für die Schweiz Ökologische Aufwertung der Sihl

    Ein Modellprojekt für die Schweiz Ökologische Aufwertung der Sihl

    Vor über einem Jahrhundert wurden vielerorts in der Schweiz Flüsse und Bäche begradigt und verbaut, um Hochwasserschutz zu gewährleisten und zusätzliches Land zu gewinnen. Nach heutigem Wissensstand erkennt man, dass dies für die Natur nachteilige Folgen hatte. Diese früher dynamischen und vielfältigen Gewässer sind zu ökologisch verarmten und monotonen Wasserbändern geworden. Ähnlich verhält es sich im Sihlwald, deren naturnahe Lebensräume für Tiere und Pflanzen weitgehend verschwunden sind. Auch die Fischwanderung wird durch diese baulichen Massnahmen erheblich beeinträchtigt. Das aktuelle Revitalisierungsprojekt setzt hier an, um dem Flussraum wieder Dynamik und Vielfalt zu verleihen.

    Fokussierung auf den Projektabschnitt im Sihlwald
    Das Kernstück der Revitalisierung bildet der Flussraum bei der Endhaltestelle Sihlwald der Sihltal-Zürich-Uetlibergbahn und dem Wildnispark Zürich Besucherzentrum. Mit einer Länge von etwa 1,8 Kilometern nimmt dieser Abschnitt eine Schlüsselrolle in der Revitalisierungsplanung des Kantons Zürich ein und geniesst höchste Priorität. Ziel ist es, diesen Flussbereich ökologisch aufzuwerten und so neue, hochwertige Lebensräume zu schaffen, die insbesondere für Tiere und Pflanzen von grosser Bedeutung sind.

    Durch die geplante Revitalisierung erhoffen sich die Verantwortlichen, eine Vorreiterrolle in der naturnahen Gewässerentwicklung zu übernehmen und gleichzeitig den Naherholungswert für die Bevölkerung zu steigern. Dieser integrative Ansatz soll als Modell für ähnliche Projekte in anderen Regionen der Schweiz dienen.

    Mehr Dynamik, mehr Struktur, mehr Lebensräume
    Die heutigen Uferverbauungen der Sihl werden grösstenteils entfernt. Neue Strukturelemente wie Inseln, grosse Steine sowie mehr Äste und Wurzelstöcke machen den Fluss vielfältiger und dynamischer als heute. Dank einer neuen Fischrampe wird die Sihl durchgängiger für Fische und andere Wasserlebewesen. Zudem sind neue Weiher sowie Feucht- und Magerwiesen geplant. Alle diese Massnahmen schaffen vielfältige neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen und erhöhen dadurch die Biodiversität.

    Auf der rechten Flussseite wird eine Zone geschaffen, die neu der Natur vorbehalten sein wird. Diese Ruhezone im beliebten Naherholungsgebiet ermöglicht den Tieren geschützte Rückzugsorte. Davon profitiert beispielsweise der Eisvogel, der während der Brutzeit sehr störungsempfindlich ist.

    Stärkung der Aufenthaltsqualität
    Die Revitalisierung macht den Flussraum auch für die Menschen attraktiver. Aufenthaltsmöglichkeiten am Fluss und zugängliche Weiher bieten den Besucherinnen und Besuchern Einblicke in die Natur.

    Damit auf der rechten Uferseite die Ruhezone für die Natur entstehen kann, wird der heutige Weg unterhalb des Besucherzentrums auf die linke Flussseite verlegt. Dort werden Fuss- und Radweg neu getrennt geführt. So erhalten beide Verkehrsteilnehmenden mehr Platz. Entlang des neuen, abwechslungsreichen Fussweges auf der linken Flussseite wird die Vegetation immer wieder gelichtet. Das ermöglicht interessante Einblicke ins gegenüberliegende wilde Ufer. Kleine Trampelpfade führen zum Fluss und zu natürlichen Sitzgelegenheiten am Wasser. Die Brücke beim Besucherzentrum wird zurückgebaut.

    Gemeinsames Projekt des Kantons und der SBB
    Die Revitalisierung der Sihl ist ein gemeinsames Projekt des Kantons Zürich und der SBB. Sie ist Teil der Umweltmassnahmen im Rahmen der neuen Konzession für das Wasserkraftwerk Etzelwerk der SBB. Zudem leisten der naturemade star-Fonds von ewz sowie der Bund finanzielle Beiträge.

  • Revitalisierung einer Ikone – Wohnen im Hochhaus der einstigen PTT

    Revitalisierung einer Ikone – Wohnen im Hochhaus der einstigen PTT

    Das Hochhaus, einst ein bedeutendes Forschungs- und Entwicklungszentrum der ehemaligen PTT, wird in den nächsten zwei Jahren von Pensimo und HRS saniert. Zukünftig werden im Erdgeschoss voraussichtlich eine Kindertagesstätte und in den 17 Obergeschossen 87 moderne Wohnungen mit Weitsicht angeboten. Das Hochhaus, das nur vom Berner Münster übertroffen wird, war bei seiner Fertigstellung 1972 das höchste nicht-sakrale Gebäude der Schweiz. Nach Jahren der Nutzung für Telekommunikationsforschung und Startups wird es nun zu einem Wohngebäude umgestaltet.

    Das 75 Meter hohe Hochhaus an der Ostermundigenstrasse 93, erbaut von Frey, Egger + Peterhans Architekten zwischen 1967 und 1972, wurde von Le Corbusier inspiriert und ist als filigrane Scheibe gestaltet. Die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner können dank der nahen öffentlichen Verkehrsanbindung das Stadtzentrum von Bern schnell erreichen. Die Mietwohnungen bieten loftartige Räume mit 1.5-5.5 Zimmern, hoher Raumhöhe und einem soliden Ausbaustandard. Die Bewohner profitieren von einem atemberaubenden Blick auf die Berner Alpen von ihren Wohnungen und der gemeinschaftlich nutzbaren Dachterrasse in 75 Metern Höhe.

    Die Umnutzung der brachliegenden Gewerbe- und Büroflächen trägt zur Förderung der städtischen Entwicklung und des Wohnungsangebots bei. Die Nutzung der bestehenden Strukturen reduziert die CO2-Emissionen im Vergleich zu einem Neubau erheblich. Die Fertigstellung und der Bezug sind für Frühling 2026 geplant.

  • Richtungsweisender Verwaltungsneubau in Liestal geplant

    Richtungsweisender Verwaltungsneubau in Liestal geplant

    Die Vision eines innovativen und nachhaltigen Verwaltungszentrums nimmt in Liestal konkrete Formen an: Das Projekt HARMONIE, entworfen vom Planungsteam Buchner Bründler Architekten und Rapp AG, hat sich in einem anspruchsvollen Wettbewerbsprozess durchgesetzt und soll nun am Kreuzbodenareal realisiert werden. Die Planungen für das Holzgebäude zeichnen sich durch eine herausragende städtebauliche Qualität aus, die sich harmonisch in die bestehende Umgebung einfügt und durch einen Restaurant-Pavillon zur Rheinstrasse hin abgerundet wird.

    Das Gebäude ist Teil des strategischen Projekts «Optimierung Verwaltungsstandort Liestal», das eine Konsolidierung der derzeit rund 45 Standorte der kantonalen Verwaltung vorsieht. Ziel ist es, die administrative Effizienz zu steigern und den Verwaltungsbetrieb unter modernsten Arbeitsbedingungen zu zentralisieren. Das Projekt HARMONIE wird einen wesentlichen Beitrag zur Realisierung dieser Vision leisten, indem es zahlreiche Arbeitsplätze in einem umweltfreundlichen und innovativ gestalteten Neubau zusammenführt.

    Die Verwendung von Holz als nachwachsendem Rohstoff unterstreicht das Engagement des Kantons Basel-Landschaft für Nachhaltigkeit und ökologische Verantwortung. Zudem trägt das Projekt zur Revitalisierung des städtischen Kerns von Liestal bei und setzt neue Massstäbe in der Gestaltung öffentlicher Bauten.

    Mit der öffentlichen Ausstellung aller Wettbewerbsbeiträge im Februar 2024 bietet sich der Bevölkerung die Gelegenheit, einen umfassenden Einblick in die Planungen zu erhalten und Teil des Dialogs über die zukünftige Gestaltung ihres Verwaltungszentrums zu sein. Die Realisierung des Projekts HARMONIE wird somit nicht nur die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kantonalen Verwaltung verbessern, sondern auch einen wertvollen Beitrag zur städtebaulichen Entwicklung Liestals leisten.

  • Vom Industrieareal zum ökologischen Tourismusmagnet

    Vom Industrieareal zum ökologischen Tourismusmagnet

    Innovativer Geist prägt das Projekt an der Isen, wo die Vision einer harmonischen Verbindung von touristischer Entwicklung und ökologischer Aufwertung Gestalt annimmt. Seit der ersten Präsentation des Projekts durch die Isen AG im April 2022 wurden aufgrund von Rückmeldungen aus der Bevölkerung und fachlicher Beratung wesentliche Aspekte wie die Revitalisierung des Isentalerbachs, seines Deltas und die Neugestaltung des Seeufers in die Planung integriert. Auch die Verlegung der Kantonsstrasse fand Eingang in die optimierte Projektidee.

    Die neusten Entwicklungen, welche die ökologischen und infrastrukturellen Aspekte des Projekts aufzeigen, wurden dem Regierungsrat und den Gemeinderäten von Seedorf und Isenthal vorgestellt und positiv aufgenommen. Die Projektverantwortlichen arbeiten nun an den letzten Details, um das Verfahren bis Mitte März 2024 abzuschliessen.

    Der Kanton Uri sieht in dem Projekt nicht nur einen touristischen Gewinn, sondern auch die Chance, die Region als attraktiven Naherholungsraum zu etablieren. Es werden erhebliche positive Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft erwartet, was durch eine vom Kanton in Auftrag gegebene Studie zum volkswirtschaftlichen Potenzial des Projekts untermauert wird.

    Die Gemeinden Seedorf und Isenthal sehen das Tourismusprojekt als Chance für die Umgestaltung der Region Isleten und stellen sich den kommenden Herausforderungen in Bezug auf Verkehrsmanagement, touristische Auswirkungen und Infrastrukturbedarf.

    Die überarbeitete Projektidee wird der Öffentlichkeit Ende März 2024 im Rahmen einer umfassenden Medienkonferenz und einer Besichtigung des Geländes vorgestellt, gefolgt von einer Online-Veröffentlichung der Projektdetails.

  • Bern plant Revitalisierung des Historischen Museums

    Bern plant Revitalisierung des Historischen Museums

    Das über 130-jährige Bernische Historische Museum steht vor einer umfassenden Sanierung und Erweiterung. Die Bildungskommission hat nach eingehender Prüfung die Notwendigkeit einer umfassenden Modernisierung und strategischen Erweiterung anerkannt und empfiehlt dem Grossen Rat, den Projektierungskredit von 2,5 Millionen Franken zu genehmigen. Dieser Schritt ist wichtig, um die Detailplanung und die Kostenschätzung für die Sanierung, die Erweiterung und die Integration in das neu konzipierte Museumsquartier Bern voranzutreiben.

    Der Stiftungsrat des Museums hat bereits die Weichen für eine umfassende Erneuerung gestellt, die sowohl eine Gesamtsanierung des bestehenden historischen Gebäudes als auch einen modernen Erweiterungsbau vorsieht. Der geplante Erweiterungsbau soll eine bessere Zugänglichkeit, die Öffnung zum Museumsgarten und die Einbindung in das Museumsquartier ermöglichen. Zudem soll der Neubau das Museum barrierefrei machen und moderne Ausstellungskonzepte unterstützen.

    Die Burgergemeinde Bern hat einem Kredit in gleicher Höhe bereits zugestimmt, der Entscheid der Stadt Bern wird im Laufe des Jahres erwartet. Die Bildungskommission betont die Vorteile des Projekts, das nicht nur die museale Infrastruktur verbessert, sondern auch die Attraktivität des Standorts für Besucherinnen und Besucher erhöht und neue Möglichkeiten für kulturelle Veranstaltungen und Sonderprojekte eröffnet.

    Die Genehmigung des Projektierungskredits durch den Grossen Rat ist ein wichtiger Meilenstein für das Projekt, das einen deutlichen Mehrwert für die Kulturlandschaft des Kantons und der Stadt Bern verspricht. Nach der Genehmigung durch den Grossen Rat und der anschliessenden Zustimmung durch die Stimmbevölkerung soll im Herbst 2024 mit den Planungsarbeiten begonnen werden, die Inbetriebnahme des neuen Museumsgebäudes ist für Sommer 2027 geplant.

  • Thuns Schritt in die pulsierende Zukunft

    Thuns Schritt in die pulsierende Zukunft

    Das Areal entlang der malerischen Aare, das sich zwischen der belebten Innenstadt und dem Lerchenfeld erstreckt, birgt eine pulsierende Zukunft für die Stadt Thun. Mit der Entwicklung des Trybers wird hier ein neuer, durchmischter und nachhaltiger Stadtteil geschaffen, der eine breite Palette an Nutzungsmöglichkeiten verspricht. Das Besondere dabei ist die bewusste Beibehaltung der lokalen Qualität wie vorhandene Arbeitsplätze, Bestandsbauten und die vorteilhafte Lage, während die neuen Nutzungsformen schrittweise und durchdacht eingeführt werden.

    Im Tryber entsteht ein lebendiger Mix aus regionalem Gewerbe, Kultur, Naherholungsmöglichkeiten, Gastronomie und durchmischtem Wohnungsbau. Dieser Mix belebt nicht nur das Quartier selbst, sondern trägt zur Vitalisierung der gesamten Stadt bei und kreiert ein neues, lebendiges Subzentrum, das Thun als Ganzes bereichert.

    Die Grundlagen für diese Transformation, vom reinen Arbeitsplatzgebiet in ein belebtes durchmischtes Viertel wurden im «Stadtentwicklungskonzept STEK 2035» gelegt, wodurch das Gebiet Thun-Nord als einer von vier Premium-Entwicklungsschwerpunkten identifiziert wurde. Die kantonale Planung hat dem Gebiet höchste Priorität eingeräumt. Ein bedeutender Schritt zur Planungs- und Entwicklungssicherheit wurde mit der Aufnahme der Arbeiten zur Revision des Richtplans ESP Thun Nord gemacht. Dieser Richtplan bildet eine essenzielle raum- und städtebauliche Grundlage für die grösseren, noch unbebauten Flächen des Tryber Quartiers.

    Die Entwicklung ist ein langfristiges Unterfangen, das auf einer Fläche von 110.000 m2 schrittweise einen interessanten Mix aus Wohnen, Gewerbe und Freizeit entstehen lässt. Dort, wo einst Munition gefertigt wurde, entsteht nun ein Raum zum Wohnen, Arbeiten und Entspannen.

    Das zentrale Unternehmen hinter diesem Projekt, die RUAG Real Estate AG, plant, das Gebiet entlang der Uttigenstrasse im Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Thun Nord zu revitalisieren und ein ganz neues Subzentrum zu schaffen. Ein integraler Bestandteil dieser Entwicklung ist die Öffnung der Uttigenstrasse, welche nach einer langen Pause von 40 Jahren wieder für den Verkehr geöffnet wurde. Zudem ist die geplante neue S-Bahn-Haltestelle «Thun Nord» ein wichtiges Element für die bessere Anbindung des Areals.

    Die RUAG Real Estate AG hat eine nachhaltige Vision für die Entwicklung des Trybers. Es soll kein abrupter Wandel sein, sondern ein schrittweiser Übergang, der das Beste aus der vorhandenen Bausubstanz herausmodelliert und nur dort Neues schafft, wo es unbedingt notwendig ist. Dabei werden innovative Konzepte wie Co-Working-Spaces, Pop-Up-Nutzungen und andere Zwischennutzungen in Erwägung gezogen, um ein «Trendquartier» entstehen zu lassen.

    Mit der anspruchsvollen Revitalisierung der Patronenfabrik markiert die RUAG Real Estate AG sichtbar den Auftakt zur geführten Entwicklung Tryber. Hier entstehen in einem herrschaftlichen historischen Gebäude, direkt an der Uttigenstrasse und in unmittelbarer Nähe zur künftigen S-Bahnhaltestelle, rund 1’000m2 lichtdurchflutete und frei unterteilbare Büro- und Atelierflächen.

    Insbesondere die S-Bahnhaltestelle wird den Tryber nicht nur als lokales Bindeglied zwischen Thuns Zentrum und dem Lerchenfeld positionieren, vielmehr erhöht sich die Erreichbarkeit und Attraktivität überregional Richtung Bern, Mittelland, wenn nicht gar bis ins Wallis. Die koordinierte Planung zwischen der RUAG Real Estate AG und dem Planungsamt der Stadt Thun stellt sicher, dass das Tryber Projekt in Harmonie mit den anderen geplanten Entwicklungen im ESP Thun Nord voranschreitet, und legt den Grundstein für eine dynamische, gut vernetzte und lebendige Gemeinschaft, die in den kommenden Jahren in Thun Wurzeln schlagen wird.

  • Halter arbeitet Vision für das Sonnenberg-Areal aus

    Halter arbeitet Vision für das Sonnenberg-Areal aus

    Der Schlieremer Immobilienentwickler Halter, der Kanton Uri und die Gemeinde Seelisberg sind sich laut einer Medienmitteilung über die Vision zur Revitalisierung der Sonnenberg-Anlage einig. Die Vorlage dazu hat die Halter AG erarbeitet. Im Zentrum steht die Erneuerung des stark sanierungsbedürftigen Gebäudekomplexes rund um das Grand Hotel Sonnenberg und das Kurhotel Kulm. Die Hotelanlage direkt über dem Rütli am Vierwaldstättersee soll soll durch Wohnbauten ergänzt werden.

    Die Gemeinde Seelisberg und Halter haben eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Demgemäss soll durch die konsequente Einbindung der historischen Identität des Standorts sowie unter Berücksichtigung der Interessen des Landschafts-, Heimat- und Denkmalschutzes ein Ort mit nationaler und internationaler Ausstrahlung entstehen. Die vorhandenen und neu zu erstellenden Gebäude sollen die Historie mit der Zukunft verbinden.

    „Wir versprechen uns für die bestehende und zukünftige Bevölkerung unserer Gemeinde von der Entwicklung des Sonnenberg-Areals grossen infrastrukturellen und wirtschaftlichen Mehrwert“, wird Gemeindepräsidentin Judith Durrer zitiert. Deshalb unterstütze der Kanton Uri die Entwicklung des Areals Sonnenberg, so Regierungsrat Daniel Furrer: „Seelisberg ist nebst Flüelen und Seedorf ein wichtiger Träger des Tourismus am Urnersee und das Areal Sonnenberg hat, neben seiner kulturhistorischen und räumlichen Bedeutung, das Potenzial, ein zentrales Element der Entwicklung des Tourismus in Seelisberg zu sein.“

    Im Verlauf des Jahres 2023 steht die gemeinsame Erarbeitung der weiteren Grundlagen durch ein interdisziplinäres Projektteam an. Ziel ist es, im Jahr 2024 die Sondernutzungsplanung abzuschliessen und bis Ende 2025 das Baugesuch einreichen zu können.