Schlagwort: Roboter

  • Innovative Drohnenforschung

    Innovative Drohnenforschung

    Im Zentrum dieser Forschung steht der «DroneHub», ein hochmodernes Labor, das auf dem Empa-Campus in Dübendorf errichtet wird. Dieses einzigartige Forschungsgebäude ermöglicht es, Drohnen unter realen Bedingungen zu testen – eine bedeutende Entwicklung sowohl für die Bauindustrie als auch für Umweltwissenschaften. Drohnen könnten in Zukunft Gebäude reparieren, bevor Schäden eskalieren, oder sogar Leben retten, indem sie vor der Feuerwehr gefährliche Bereiche überwachen.

    Der Innovationsgeist, der dieses Projekt vorantreibt, zeigt sich in der aussergewöhnlichen Kombination aus Umweltmonitoring und Baurobotik. Die neuen Drohnenmodelle können Sensoren in Bäumen platzieren oder Wasserproben aus den Tiefen von Ozeanen und Seen sammeln – essenzielle Daten, um die Gesundheit unserer Ökosysteme zu überwachen.

    Kovac und sein internationales Team gehen jedoch noch weiter. Mit der AAM-Technologie («Aerial Additive Manufacturing») könnten Drohnen in der Lage sein, Baumaterialien aus der Luft zu drucken. Diese Technologie hat das Potenzial, die Art und Weise, wie Gebäude gewartet und gebaut werden, grundlegend zu verändern und gleichzeitig Ressourcen effizienter zu nutzen.

    Gebäudewartung neu definiert
    Der «DroneHub» bietet einen geschützten Raum für die Entwicklung und Erprobung von Robotern und Drohnen, die autonom Aufgaben wie Gebäudewartung und Umweltüberwachung übernehmen können. Die einzigartige AAM-Wand des «DroneHub» simuliert reale Gebäudeoberflächen, an denen die Drohnen ihre Fähigkeiten zur Reparatur und Wartung unter Beweis stellen. Diese Technologien sind besonders relevant für den Immobiliensektor, wo Sicherheit und Effizienz in der Instandhaltung immer wichtiger werden.

    Diese Zusammenarbeit zwischen der Empa und der EPFL eröffnet nicht nur neue Perspektiven für die Robotik, sondern auch für die Zukunft der Immobilienwirtschaft. Drohnen, die selbstständig Inspektionen und Reparaturen durchführen, könnten die Art und Weise, wie Gebäude gewartet werden, revolutionieren. Für Führungskräfte und Fachleute im Bereich Immobilien und Standortförderung bietet dieses Projekt einen spannenden Blick auf die Zukunft der Branche – innovativ, nachhaltig und mit einem klaren Fokus auf Effizienz und Sicherheit.

  • ETH Zürich startet Bau des digital gedruckten «Weissen Turms» in Mulegns

    ETH Zürich startet Bau des digital gedruckten «Weissen Turms» in Mulegns

    Die ETH Zürich hat die Fertigung der ersten Säulen für den 30 Meter hohen «Weissen Turm» in Mulegns abgeschlossen, ein Vorhaben, das die historische Emigration der Bündner Zuckerbäcker würdigt. Der Turm soll nicht nur ein architektonisches Meisterwerk werden, sondern auch eine bedeutende kulturelle Spielstätte bieten.

    Die Verwendung der revolutionären robotischen Herstellungstechnik ermöglicht eine halbierung des Betonverbrauchs und bietet eine bisher nicht dagewesene Vielfalt an Formen. Diese modulare Bauweise erlaubt es, den Turm mehrmals auf- und abzubauen.

    Der Turm, der die Dorfsilhouette von Mulegns neu definieren wird, ist ein Symbol der Hoffnung für das kleine Dorf an der alten Julierpassroute. Mulegns, das aktuell nur 14 Einwohner zählt und zu Savognin gehört, soll durch dieses Projekt belebt und vor dem Aussterben geschützt werden.

    Die Herstellung der Säulenteile findet an der ETH in Zürich statt, bevor sie in Savognin montiert werden. Der Spatenstich ist für April geplant, und die feierliche Eröffnung durch Bundesrat Guy Parmelin und ETH-Präsident Joël Mesot ist für den 25. Juni angesetzt.

    Das Projekt, dessen Kosten sich auf 4,1 Millionen Franken belaufen, wird durch öffentliche Mittel, Stiftungen und private Förderer finanziert. Mit seiner Vollendung wird der «Weisse Turm» nicht nur ein beeindruckendes Beispiel für fortschrittliche Baukunst, sondern auch ein Impulsgeber für Kultur und Tourismus in der Region.

  • Venture Kick unterstützt Borobotics mit 150‘000 Franken

    Venture Kick unterstützt Borobotics mit 150‘000 Franken

    Borobotics aus Winterthur erhält von Venture Kick mit Erreichen der dritten Stufe des Programms 150‘000 Franken für die Weiterentwicklung seines innovativen Bohrroboters. Als Antwort auf das Problem der bisher energieintensiven und teuren Bohrung von Löchern für Erdwärmesonden revolutioniert Borobotics laut einer Medienmitteilung geothermische Wärmeprozesse mit einem Bohrroboter, der auf bis zu 90 Prozent weniger Raum und zu deutlich geringeren Kosten arbeiten kann.

    Zusätzlich zu den hohen Kosten und dem grossen Platzbedarf bringen bisherige Verfahren laut der Mitteilung Nachteile wie Energieintensität, Ungenauigkeit, Lärmbelästigung und Landschaftszerstörung mit sich. Borobotics beschreibt seine Entwicklung als „einen regenwurmartigen Roboter, der sich senkrecht in die Erde bewegt“, ohne Bohrturm oder Bohrgestänge. Er soll eine wesentlich grössere Verbreitung von Erdwärmeheizungen ermöglichen.

    Borobotics ist laut der Mitteilung aus einem Forschungsprojekt der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hervorgegangen. Das Start-up will die 150‘000 Franken in mehrere Bohrtests seines Roboters investieren, um auf der Geothermie-Messe GeoTHERM 2024 in Offenburg bei Demonstrationsbohrungen am 29. Februar und 1. März 2024 bei Demonstrationsbohrungen einen funktionstüchtigen Prototyp vorstellen zu können.

  • Borobotics baut Prototypen seines Bohrroboters für Geothermie

    Borobotics baut Prototypen seines Bohrroboters für Geothermie

    Borobotics geht seiner ersten Testbohrung über 20 Meter entgegen. Dem Firmen-Newsletterzufolge soll diese Ende September mit dem Prototypen des selbst entwickelten Bohrroboters namens Grabowski stattfinden. Die meisten Teile und die Motoren seien nun eingetroffen, mit der Montage könne begonnen werden. Er soll den Bohrprozess für erdgekoppelte Wärmepumpen revolutionieren.

    Problematisch bei den derzeitigen Techniken zur Erschliessung von Erdwärme sind laut Borobotics der grosse Platzbedarf für die Baumaschinen von mindestens 50 Quadratmetern und der zur nächsten Bohrung notwendige Abstand von 10 Metern. Zudem könne die Schlagenergie des herkömmlichen Bohrers Erdbeben auslösen. Wasserschichten würden zu spät erkannt und durchdrungen. Zudem seien diese Geräte sehr laut, teuer und personalintensiv.

    Im Gegensatz dazu ist beim Grabowski alle Gerätschaft für das Bohren im Bohrloch integriert. Der Roboter gräbt sich autonom und energieeffizient bis in 250 Meter Tiefe. Durch die Kompaktheit des Systems können Bohrungen auch dort realisiert werden, wo bisher nicht genug Platz war. Und die Kosten sollen nur einen Bruchteil betragen.

    „Während der erste Prototyp kurz vor seinen ersten Einsätzen steht, sind wir bereits mit dem Bau des zweiten, weiter entwickelten Prototyps beschäftigt“, so Borobotics in seinem Newsletter. Er wird über ein System von Fluid-Muskeln verfügen. Sie werden es ihm ermöglichen, sich wie ein Wurm im Bohrloch auf und ab zu bewegen. Diese Bewegungseinheit wird in einem 50-Meter-Test Anfang 2024 getestet. Borobotics ist derzeit im RUNWAY Startup Incubator am Technopark Winterthur ansässig.

  • SAEKI Robotics erhält Finanzierung von 2,3 Millionen Dollar

    SAEKI Robotics erhält Finanzierung von 2,3 Millionen Dollar

    SAEKI Robotics hat von Investoren 2,3 Millionen Dollar erhalten. Die Frühfinanzierungsrunde der 2022 gegründeten Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) wurde von der Zürcher Investmentgesellschaft Wingman Ventures angeführt. Ausserdem beteiligten sich die beiden Risikokapitalfirmen Vento aus Turin und GETTY aus New York sowie Angel-Investoren.

    Wie es in einer Mitteilung von SAEKI auf LinkedIn heisst, werde diese Finanzierung „unsere Mission unterstützen, ein Netzwerk dezentraler automatisierter Fabriken aufzubauen, die digitale Fertigung und Robotik kombinieren, um grosse Teile in Lichtgeschwindigkeit zu produzieren“, etwa Windturbinenflügel, Bauteile für Gebäudeteile aus Beton oder Flugzeug- und Autoteile.

    Laut einem von SAEKI in der Mitteilung verlinkten Artikel von Techcrunch konzentrieren sich die drei Gründer auf die Errichtung vollautomatischer Fabriken mit unabhängigen Roboterzellen, die von Kundinnen und Kunden gebucht werden können. „Was wir immer wieder von Menschen und Unternehmen hören, ist der Wunsch nach schnelleren und nachhaltigeren Lösungen für ihre Teile“, wird Mitgründer Andrea Perissinotto dort zitiert. „Das blosse Angebot von Einsparungen durch eine mehrere Millionen Dollar teure Maschine, die viel Platz und zusätzliche Ressourcen erfordert, einschliesslich der Einstellung von Personal, das sich mit neuen Verfahren und Materialien auskennt, ist für sie nicht attraktiv.“

    Den Angaben zufolge plant das Unternehmen auch eine Zusammenarbeit mit der Industrie für Verbundwerkstoffe für leichte, aber stabile Teile in Flugzeugen, Autos und Velos. Mit der Technologie von SAEKI soll die zeitaufwändige und teure Herstellung komplexer Formen aus Metall oder Verbundwerkstoffen und damit ein Engpass für Unternehmen wegfallen.

  • So lange, bis die Chemie stimmt

    So lange, bis die Chemie stimmt

    Dass sie ihr Gebiet von A bis Z beherrscht, verdankt sie, wie sie betont, auch Knowhow, das Kollegen an der Empa aufgebaut hatten – wie der Ingenieur Gabor Kovac. Er trieb die Herstellung von Stapelaktuatoren mit dehnbaren Silikonscheibchen über viele Jahre voran und entwickelte sie mit seinem Partner Lukas Düring zur Einsatzreife, bis ihr Spin-off «CTsystems» vor kurzem vom Konzern Daetwyler übernommen wurde.

    «Die Geräte für Messungen, wie sich Aktuatoren bei verschiedenen elektrischen Feldern dehnen, wurden von ihnen entwickelt», erzählt Opris, «wir waren früh auf diesem Thema, und das hat mir enorm geholfen.» Anders als die Kollegen arbeitet die Chemikerin freilich weniger an der Technologie zum Druck solcher Bauteile, sondern eine «Etage darunter» – an der Synthese neuartiger Polymere, die sich als nicht-leitende Schichten für Stapel-Transistoren, elastische Folien zur Stromerzeugung und andere Elemente eignen.

    Das Wunschprofil: möglichst dünn, mit dem Fernziel von vielen Schichten von nur zehn Mikrometern Dicke; gut dehnbar, empfindlich auf niedrige Stromspannung und zugleich robust. Und vor allem: druckfähig, also ohne Lösungsmittel für die leitenden Schichten, zwischen denen die Polymere liegen. «Durch Lösungsmittel kann es passieren, dass die Polymerschichten beschädigt werden. Ausserdem müsste das Material lange trocknen, um keine gesundheitsschädlichen Dämpfe abzugeben», erklärt Opris, «deshalb versuchen wir, ohne sie auszukommen – mit der richtigen Chemie.»

    Vielfältige Anforderungen, mit denen sich Forschende in aller Welt beschäftigen. Geeignete Verbindungen, die Hoffnungen wecken, sind ­Polysiloxane, an denen auch die Empa-Spezialistin arbeitet. Ein wichtiger Vorzug dieser Polymere: Sie lassen sich relativ leicht synthetisieren; das «Rückgrat» ihre Stränge ist sehr beweglich – und sie können mit polaren Gruppen, also plus-minus-geladenen Molekülen, gezielt manipuliert werden.

    Schlangenartige Moleküle
    Was für Laien schwer verständlich ist, erklärt Dorina Opris mit einem anschaulichen Bild: «Diese Polysiloxane kann man sich vorstellen wie einen Topf voller Schlangen, die sich ständig bewegen wollen.» Die polaren Gruppen wirken zweifach auf sie. Zum einen machen sie die molekularen Schlangen empfindlicher für elektrische Felder, damit sie auf niedrige Spannungen reagieren. Zum anderen wirken sie wie eine Art Klebstoff zwischen den Molekülen; das «versteift» sie und verringert damit die wichtige Elastizität. Es gilt, beide Effekte fein zu justieren, um maximalen Erfolg zu erzielen. Für einen Einsatz in der Praxis ist der Übergang vom festen zum elastischen Zustand bei tiefen Temperaturen wichtig, damit die Technologie später bei Raumtemperatur anwendbar ist. Zudem müssen solche Polymergebilde noch chemisch «vernetzt» werden, damit daraus elastische Schichten werden können – etwa durch UV-Licht und mit Hilfe von sogenannten Endgruppen: quasi molekulare «Hüte», die die Schlangen an ihren Enden tragen. Doch in der Laborpraxis erweist es sich bisher als knifflig, diese Polymere zuverlässig mit definierten Endgruppen zu versehen. «Das ärgert mich schon!», gesteht Opris mit einem Lächeln.

    Gesunden Ehrgeiz braucht es für das TRANS-Projekt, das sie Chemikerin selbst «sehr, sehr ambitioniert» nennt. Optimistisch stimmt das Team, dass frühere Arbeiten bereits ermutigende Resultate lieferten; wie zum Beispiel eine Polysiloxan-Verbindung, die auf eine Spannung von nur 300 Volt reagierte und sich stark verformte – ein extrem niedriger Wert. Kondensator-Schichten ohne Lösungsmittel zu drucken, ist ebenfalls bereits gelungen. Und ein Doktorand hat kürzlich ein piezo-elektrisches Elastomer entwickelt, dass, wenn es gedehnt wird, eine deutlich höhere elektrische Reaktion zeigt als andere, derzeit gängige Verbindungen.

    Kreativität und Teamgeist für Erfolge
    Um verwertbare Erfolge zu erzielen, sind freilich noch viele weitere Schritte nötig – und jene Qualitäten, die Dorina Opris an die Empa und an die ETH Zürich gebracht haben. Nicht nur Stehvermögen und die Fähigkeit, Fehlversuche in Fortschritte zu verwandeln, sondern auch ein inspirierendes Umfeld für Mitarbeitende zu schaffen, das offene Debatten und auch Irrtümer erlaubt, damit gute Ideen entstehen.

    Und vor allem: Optimismus. Jungen Forschenden sollte man, so findet die Chefin, spannende und fordernde Projekte geben und sie dann selbstständig arbeiten lassen, damit sie motiviert bleiben. Ihr Rat an talentierte Frauen anhand ihrer eigenen Biografie: «Warte nicht, bis Dich jemand drängt zu forschen. Du musst eigenmotiviert und stark sein, und ziehe es durch! Und geh auch mal ein Risiko ein.»

  • Vebego treibt Entwicklung von Reinigungsrobotern voran

    Vebego treibt Entwicklung von Reinigungsrobotern voran

    Vebego will treibende Kraft bei der Entwicklung von Reinigungsrobotern sein. In einer Medienmitteilung der Vebego AG heisst es, die Digitalisierung sei auch in der Reinigungsbranche ein starker Treiber für Innovationen und Weiterentwicklung. „Als innovatives Unternehmen“ wolle Vebego die Digitalisierung mitbestimmen, formen und vorantreiben. Reinigungsroboter und deren Entwicklung seien daher ein grosses Thema im Unternehmen.

    Vebego analysiere schon seit fünf Jahren Markt und Kundenbedürfnisse, um in Zukunft die Reinigung noch innovativer und flexibler gestalten und weiter ausbauen zu können und die Reinigungsqualität dabei zu bewahren. Das Unternehmen arbeite mit Partner zusammen wie Soobr, einem Technologieunternehmen mit Sitz in Stettlen BE.

    Mit der bedarfsorientierten Planung und Ausführung von Reinigungstouren von Soobr habe Vebego den Anfang gemacht. Durch die Ressourcenoptimierung könnten dabei die Einsätze der Mitarbeitenden effizienter geplant werden. Noch sei die Robotik kein Selbstläufer. Reinigungsroboter seien aktuell noch nicht vollständig autonom und benötigten weiterhin regelmässige Unterstützung von Menschen. Vebego prüfe die Roboter und setzte die ausgereiften Modelle in einem Feldtest ein. Derzeit seien zwei Modelle im Dauereinsatz.

    Vebego arbeite mit seinen Partnern daran, die Modelle in Richtung autonomer Roboter weiterzuentwickeln. Dabei sei zu beachten, dass sich die Arbeitsplatzgestaltung in den letzten Jahren stark verändert habe. Die Pandemie mit der daraus resultierenden verstärkten Arbeit von zuhause aus habe nicht nur in Sachen Flächennutzung Veränderungen mit sich gebracht. Auch der damit verbundenen Reinigungsplanung sei ein weiterer Schub verpasst worden.

  • Sevensense-Mitgründer lobt Robotikstandort Schweiz

    Sevensense-Mitgründer lobt Robotikstandort Schweiz

    Roland Siegwart ist Professor für autonome Systeme an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Ausserdem ist er als Co-Direktor des Förderprogramms Wyss Zurich tätig. 2018 hat Siegwart die ETH-Ausgliederung Sevensense Robotics mitgegründet. Die Firma mit Sitz in Zürich entwickelt Technologien für Roboter, welche ihnen beispielsweise bei der selbstständigen Orientierung helfen. Sevensense arbeitet auch mit der Deutschen Bahn zusammen, um Technologien für die Zukunft des Zugverkehrs zu entwickeln.

    In einem Interview, das auf der Blog-Seite von Sevensense veröffentlicht wurde, lobt Siegwart den Robotikstandort Schweiz. Es seien alle wichtigen Fachkenntnisse für Robotik im Land vorhanden. Besonders bedeutend sei einerseits die Präzisionsmechanik, welche eine „lange Tradition in der Schweiz“ habe. Andererseits spiele die Sensortechnologie eine wichtige Rolle in der Branche. Diese sei weltweit weniger bekannt, die Schweiz sei hier dagegen bereits sehr fortgeschritten.

    Siegwart hebt weiter die ETH Zürich sowie die ETH Lausanne (EPFL) positiv hervor. Die beiden Hochschulen würden die nötige Steuerung und Intelligenz liefern, um das vorhandene Fachwissen gut nutzen zu können, betont er. Sie brächten auch eine Vielzahl von erfolgreichen Ausgliederungen hervor – besonders im Bereich Robotik. Die Schweiz habe ausserdem einen grossen Pool an ausländischen Talenten anziehen können, welche die Robotikszene weiter stärken.

    Aufholbedarf habe die Schweiz noch bei grossen Investitionen. Investoren in Europa seien generell eher risikoscheu im Vergleich zu jenen in den USA. Allerdings trage dies auch dazu bei, dass europäische Jungunternehmen eine nachhaltige kundenorientierte Herangehensweise entwickeln. Entsprechend sei die Überlebensrate von Start-ups – etwa in der Schweiz – viel höher ist als von jenen in USA. Bei den ETH-Ausgründungen liege die langjährigen Überlebensrate bei 80 bis 90 Prozent.