Schlagwort: S-Bahn

  • Ausbau der S-Bahn-Infrastruktur in Frankfurt

    Ausbau der S-Bahn-Infrastruktur in Frankfurt

    Die DB InfraGO AG hat Implenia mit dem Bau des innerstädtischen Abschnitts der Nordmainischen S-Bahn in Frankfurt beauftragt. Konkret soll das Bau- und Immobilienunternehmen aus Opfikon für das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn den unterirdischen Abschnitt der S-Bahn von der Konstablerwache über die neue S-Bahnstation Frankfurt (Main) Ost (tief) bis nach Fechenheim realisieren. Das Auftragsvolumen beziffert sich auf über 200 Millionen Euro, informiert Implenia in einer entsprechenden Mitteilung.

    Der Auftrag umfasst die Startbaugrube Trog und die Baugrube für die unterirdische S-Bahnstation Frankfurt (Main) Ost (tief), eine Reihe von Nebenbaugruben und Ingenieurbauwerke, sowie zwei etwa 1,2 Kilometer lange Tunnelröhren. Sie werden im maschinellen Vortrieb erstellt. Zudem wird Implenia umfangreiche Wasserhaltungsmassnahmen durchführen und eine Reihe Spezialtiefbauleistungen erbringen. Die Arbeiten sollen Anfang 2026 aufgenommen und bis 2031 abgeschlossen werden.

    «Der weitere Ausbau einer funktionierenden Verkehrsinfrastruktur ist zentral für die nachhaltige Entwicklung unserer Städte», wird Erwin Scherer, Head Division Civil Engineering von Implenia, in der Mitteilung zitiert. «Ich freue mich, dass Implenia mit seiner langjährigen Erfahrung und umfassenden Expertise zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs in der dicht besiedelten Region Rhein-Main beitragen darf.»

  • Trinationale S-Bahn: 33 neue Flirt Evo France Züge für den Raum Basel

    Trinationale S-Bahn: 33 neue Flirt Evo France Züge für den Raum Basel

    Neue S-Bahn-Verbindungen für den Raum Basel
    Täglich pendeln 60.000 Menschen im Dreiländereck Schweiz, Frankreich und Deutschland – davon 30.000 Berufspendler zwischen dem Elsass und der Nordwestschweiz. Aktuell nutzen rund 90 Prozent von ihnen das Auto. Das soll sich ändern: Ab Ende 2030 wird eine direkte S-Bahn-Verbindung zwischen der Nordwestschweiz und dem Elsass eingeführt. Ziel ist es, möglichst viele Pendler auf die Schiene zu bringen, einschliesslich der über 6.000 Beschäftigten im Einzugsgebiet des EuroAirports und der jährlich rund acht Millionen Flugpassagiere.

    Einführung in Etappen
    Die neuen grenzüberschreitenden S-Bahn-Linien werden in Etappen eingeführt:

    • Ab Dezember 2030: Inbetriebnahme der Linien S2 (Olten–Basel-Mulhouse) und S4 (Laufen–Basel-St. Louis) im 30-Minuten-Takt.
    • Ab 2034/35: Anbindung des EuroAirports an beide Linien, gemeinsam mit der französischen Regionalexpress-Linie Strasbourg–Mulhouse–Basel (TER200) im 10-Minuten-Takt zwischen EuroAirport und Basel SBB.

    Beschaffung der neuen Züge
    Um das neue Bahnangebot zu betreiben, beschafft die SBB 33 Flirt Evo France Züge bei Stadler. Diese Fahrzeuge zeichnen sich durch zwei Besonderheiten aus:

    • Einheitsflotte:
      Die Züge können in beiden Ländern eingesetzt werden, was die Komplexität reduziert und die Flexibilität im Betrieb erhöht. Die Fahrzeuge können effizient als Einzel- oder Mehrfachtraktion gekoppelt werden und ersetzen die bisherigen Fahrzeuge der Linie Mulhouse–Basel (TEROmnibus).
    • Zwei Systeme:
      Die Züge sind technisch ausgestattet, um in der Schweiz und in Frankreich zugelassen zu werden. Sie verfügen über zwei integrierte Bahnstrom- und Bahnsicherungssysteme, um einen reibungslosen grenzüberschreitenden Einsatz zu gewährleisten.

    Investition und Projektmanagement
    Die Investition für die Beschaffung der 33 Züge beträgt rund 320 Millionen Schweizer Franken. Zur effizienten Vorbereitung und termingerechten Inbetriebnahme des neuen Angebots gründeten SBB und SNCF Voyageurs im Juli 2023 gemeinsam die EuroBasilea AG. Weitere Informationen sind auf www.eurobasilea.com verfügbar.

  • Meilenstein am Basler Bahnhof

    Meilenstein am Basler Bahnhof

    Der Bahnhof Basel SBB steht vor einem Problem. Er stösst an seine Kapazitätsgrenzen. Die steigende Anzahl von Zügen und Reisenden, insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten, erfordert dringende Massnahmen, um Engpässe zu vermeiden.

    Ab Dezember 2025 ist geplant, dass die S-Bahn-Züge zwischen Basel und Liestal im Viertelstundentakt verkehren. Dieses ehrgeizige Ziel erfordert erhebliche Investitionen in die Bahnanlagen zwischen Basel und Liestal, die der Bund mit rund einer Milliarde Franken finanziert. Die SBB übernimmt die Umsetzung dieser Projekte im Auftrag des Bundes, während Bund und Kantone gemeinsam die zusätzlichen S-Bahn-Verbindungen bestellen und finanzieren.

    Die Investitionen sind grösstenteils im Ausbauschritt 2025 enthalten, der Teil der Vorlage «Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur» (FABI) ist, die von der Schweizer Stimmbevölkerung im Februar 2014 angenommen wurde. Diese Ausbauten ermöglichen nicht nur den S-Bahn-Viertelstundentakt zwischen Basel und Liestal, sondern legen auch den Grundstein für weitere Verbesserungen im Personen- und Güterverkehr.

    Um die Kapazitäten für den geplanten Viertelstundentakt und das erweiterte Fahrplanangebot zu schaffen, sind zwei Hauptmassnahmen erforderlich.

    Zusätzliche Haltemöglichkeiten für die Züge: Mit dem geplanten Viertelstundentakt steigt die Anzahl der Züge am Bahnhof Basel SBB. Daher sind zusätzliche Halteorte und Perronkanten erforderlich, um den reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Dies ist das Hauptziel des Projekts «Leistungssteigerung Basel SBB».

    Zusätzliche Querungsmöglichkeiten für die Reisenden: Die steigende Anzahl von Zügen führt zu mehr Reisenden und damit zu einer höheren Auslastung der Passerelle im Bahnhof Basel SBB. Um diesem Anstieg gerecht zu werden, ist die Schaffung zusätzlicher Querungsmöglichkeiten dringend erforderlich. Das Projekt «Provisorische Passerelle» zielt darauf ab, diese Kapazitätserweiterung schnell umzusetzen, bis weitere Querungen, wie der Perronzugang Margarethen, erstellt werden können.

    Die provisorische Passerelle ist eine temporäre Lösung, bis langfristige Massnahmen umgesetzt werden können. Die Planung und der Bau weiterer Querungen sind im Ausbauschritt 2035 vorgesehen und werden ebenfalls vom Bund finanziert.

  • Ceneri-Basistunnel erhält grünes Licht

    Ceneri-Basistunnel erhält grünes Licht

    Die Neue Eisenbahn-Alpen-Transversale (NEAT) ist weitgehend fertiggestellt. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat die Bewilligung für den fahrplanmässigen Betrieb des Ceneri-Basistunnels erteilt, schreibt es in einer Mitteilung. Damit steht der Tunnel ab dem Fahrplanwechsel vom 13. Dezember für fahrplanmässige Passagier- und Güterzüge zur Verfügung.

    Der Ceneri-Basistunnel war am 4. September eingeweiht worden. Seitdem wurden in einem Probebetrieb rund 5800 kommerzielle Personen- und Güterzüge durch den Tunnel geführt.

    Der gut 15 Kilometer lange Tunnel ist der dritte der drei grossen Basistunnel, die im Rahmen der NEAT gebaut worden sind. Er ermöglicht auch direkte Verbindungen zwischen Lugano und Locarno. Diese bilden ein zentrales Element der S-Bahn Tessin.

    Der Lötschberg-Basistunnel mit einer Länge von 35 Kilometern wurde 2007 als erster der drei grossen Tunnel in Betrieb genommen, der Gotthard-Basistunnel mit einer Länge von 57 Kilometern folgte 2016. Der knapp 20 Kilometer lange Simplontunnel ist bereits seit 1906 in Betrieb. Die Schweiz verfügt damit über zwei Flachbahnstrecken durch die Alpen.