Schlagwort: Sanierung

  • Gemeinderat Spreitenbach verabschiedet Immobilienstrategie

    Gemeinderat Spreitenbach verabschiedet Immobilienstrategie

    Der Gemeinderat Spreitenbach hat eine neue Strategie für gemeindeeigene Liegenschaften beschlossen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die Immobilienstrategie ist sowohl für die Einwohner- als auch für die Ortsbürgergemeinde von zentraler Bedeutung. Der Entscheid dient als Grundlage für die mittel- bis langfristige Entwicklung von Liegenschaften in öffentlicher Hand.

    Ziel ist es, die gemeindeeigenen Immobilienportfolios nicht mehr isoliert nach Einzelobjekten, sondern ganzheitlich zu steuern. Die Gemeinde Spreitenbach erwartet dadurch eine bessere Abstimmung der langfristigen Bedürfnisse von Bevölkerung, Schule, Verwaltung, Vereinen und weiteren Nutzenden.

    Für die Einwohnergemeinde Spreitenbach, die als öffentlich-rechtliche Körperschaft über ein Portfolio von 69 Immobilien sowie fünf bebauten Baurechtsgrundstücken verfügt, ist die neue Strategie angesichts anstehender Investitionsentscheide besonders relevant, so die Mitteilung. In den kommenden Jahren stehen unter anderem die Weiterentwicklung der Schul- und Sportinfrastruktur, die Sanierung und Erweiterung bestehender Anlagen, die Sicherstellung zusätzlicher Flächen für Schulverwaltung und Tagesstrukturen sowie die Entwicklung eines Stadtparks im Fokus.

    Auch die Ortsbürgergemeinde soll vom ganzheitlichen Ansatz profitieren. Sie verwaltet ein Portfolio von 130 Liegenschaften mit einer Grundstücksfläche von rund 2,77 Millionen Quadratmetern und einem Gebäudeversicherungswert von etwa 13,6 Millionen Franken. Die Strategie setzt hier Schwerpunkte in den Bereichen Wohnen, Ortsmuseum, Baurechte im Industriegebiet, Landwirtschaft und Wald.

    Die Immobilienstrategie soll mindestens alle fünf Jahre überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Der Planungshorizont reicht derzeit bis ins Jahr 2040.

  • Eröffnungsfeier: Innovationen im Ausbaugewerbe – Leuchtturmprojekt Globus Basel

    Eröffnungsfeier: Innovationen im Ausbaugewerbe – Leuchtturmprojekt Globus Basel

    Die Schweiz wird umgebaut um die Ziele von Energie, Klima, Kreislaufwirtschaft und Verdichtung zu erreichen. Die Ausbau- und Gebäudehüllebranche und ihre Berufe sind dabei entscheidend und machen den Gebäudepark fit. Mit 36 Mrd. Umsatz ist es die stärkste Branche in der Bauwirtschaft. Das möchte die Stammgruppe Ausbaugewerbe und Gebäudehülle von Bauenschweiz an der Eröffnung ins Zentrum rücken. Exemplarisch ist dies am totalsanierten Objekt Globus Basel sichtbar, der Ende 2025 eröffnet wird. Neben einem Blick auf das Vorhaben diskutieren die Gäste die Bedeutung des Ausbaugewerbes, die Weiterentwicklung der Fachkräfte und die Bedürfnisse der Unternehmerinnen und jungen Fachkräfte im Markt.

    Programm (Stand 23.10.2025)

    10.15 UhrEinstimmung mit Kurz-Clip zu GAG im Globus Basel
    10.17 UhrBegrüssung durch Moderatorin Sonja Hasler
    10.20 UhrGespräch mit Bauenschweiz Präsident Ständerat Hans Wicki und Stammgruppen Präsident Peter Meier
    10.30 UhrGrussbotschaft Regierungsrätin Esther Keller, Vorsteherin des Bau- und Verkehrsdepartement Kanton Basel-Stadt
    10.40 UhrModeriertes Gespräch mit Projektverantwortlichen «Globus Basel – von den städtebaulichen Herausforderungen zum Leuchtturmprojekt»
    Andrin Sennhauser, Confirm
    Jean-Luc von Aarburg, Miller & Maranta
    10.55 UhrPodiumsdiskussion mit Beat Hanselmann, Präsident Gebäudehüllenplaner, Nationalrätin Sandra Sollberger, Unternehmerin und Vorstandsmitglied SMGV und Schwestern-Duo Ladina und Alisa Oppliger, Gold und Silber Swisskills 2025 im Fassadenbau
    11.30 UhrApéro riche

    Weitere Informationen finden Sie hier:
    LINK

  • Ressourcen schonen und Gebäudelebenszyklen verlängern

    Ressourcen schonen und Gebäudelebenszyklen verlängern

    ETH-Professorinnen Catherine De Wolf und Maria Conen setzen sich für eine radikale Umkehr in der Bauwirtschaft ein. Anstatt alte, energetisch ineffiziente Gebäude zu opfern, plädieren sie für deren Erhalt, Sanierung und Erweiterung. Neben ökologischen Aspekten stehen dabei soziale und kulturelle Faktoren im Fokus. Gebäude beherbergen Identitäten und Geschichten, deren Erhalt wesentlich für das Stadtleben ist. Nachhaltigkeit wird so zur Verbindung von Umwelt, Gesellschaft und Architektur.

    Wiederverwendung von Baumaterialien
    Ein gutes Beispiel ist die Wiederverwendung von Glaselementen der Aussenrolltreppen des Centre Pompidou in Paris als Bürotrennwände. Die aufwändige Demontage, Sortierung und Reintegration ist kostenintensiv, bietet aber enorme ökologische Vorteile durch deutliche CO₂-Einsparungen und die Vermeidung von Abfall.

    Baumaterialien wie Holz und Beton bergen grosses, bislang ungenutztes Potenzial für die Wiederverwendung. Während Holz oft schlicht verbrannt wird, könnten Betonplatten ausgeschnitten und als Wandelemente dienen. Stahlträger werden zwar recycelt, aber meist energieintensiv eingeschmolzen, statt formstabil wiederverwendet zu werden. Die Herausforderungen liegen in der technischen Machbarkeit, Kosten und komplexen Planung.

    Digitalisierung und Materialpässe zur Optimierung
    Digitale Instrumente wie Materialpässe sollen künftig den Überblick über die Herkunft, Zusammensetzung und Nutzungsdauer von Bauteilen erleichtern. So werden Re-Use und Rückbau effizienter und transparenter. Die Harmonisierung solcher Standards ist Forschungsgegenstand, um in der Branche verbindliche Lösungen zu schaffen.

    Rechtliche und normtechnische Barrieren
    Ein weiterer Hemmschuh sind die heute vorherrschenden Normen, die primär auf Neubauten ausgelegt sind und Umbauten sowie den Kontext bestehender Gebäude unzureichend berücksichtigen. Dies erschwert Sanierungen und Arbeiten am Bestand aus energetischer Sicht. Gesetze und Vorschriften müssen künftig flexibler gestaltet werden, um zirkuläre Bauweisen zu fördern.

    Kreislaufwirtschaft als Wegbereiter für CO₂-Reduktion
    Die Baubranche ist verantwortlich für rund 50 Prozent der Ressourcenerschöpfung und erhebliche Mengen CO₂-Emissionen. Kreislaufwirtschaft mindert diese erheblich, indem sie Materialkosten, Abfälle und Energieverbrauch durch Wiederverwendung und modulares Bauen reduziert. Die Rückbaubarkeit durch verschraubte oder gesteckte statt verklebte Verbindungen ist dabei ein Schlüssel.

    Herausforderungen und Zukunftsperspektiven
    Die grösste Herausforderung liegt im Aufwand der Demontage und Wiederverwendung sowie der Suche nach Abnehmern für wiederverwendete Materialien. Das Fehlen umfassender Marktstrukturen erschwert eine flächendeckende Umsetzung. Hier setzen Initiativen wie digitale Marktplätze und die Einbindung von spezialisierter Ingenieurskompetenz an.

    Modulares Bauen und flexible Nutzungskonzepte wie z.B. museale Nutzung von weniger gut isolierten Gebäuden, zeigen praktikable Zukunftsperspektiven. Vor allem die junge Generation von Studierenden und Forschenden an ETH und anderen Instituten treibt Innovationen voran, was Hoffnung auf eine nachhaltigere Bauwirtschaft macht.

  • Sanierung der Pérolles-Brücke bei Freiburg läuft

    Sanierung der Pérolles-Brücke bei Freiburg läuft

    Die Walo Bertschinger AG ist in die laufende Sanierung der Pérolles-Brücke zwischen Freiburg und Marly FR involviert. Die 550 Meter lange und bis zu 70 Meter hohe Strassenbrücke über die Saane wird nach Schäden an der Fahrbahndecke instandgesetzt. Dabei übernimmt das Team von Walo Bertschinger derzeit eine Reihe der anfallenden Arbeiten, informiert die in der vierten Generation geführte Baufirma aus Dietikon in einem Beitrag auf Facebook.

    Konkret ersetzt Walo die Fahrbahnfugen und erneuert rund 10’000 Quadratmeter Asphalt. Darüber hinaus saniert das Team von Walo geschädigten Beton und versieht die Brücke mit einer modernen Abdichtung. Während der gesamten Bauarbeiten bleibt die Pérolles-Brücke für den Verkehr von Autos, Bussen, Velos und Fussgängern geöffnet.

  • Sanierungsanreize sichern Energieziele und Bauwirtschaft

    Sanierungsanreize sichern Energieziele und Bauwirtschaft

    Der Gebäudepark spielt eine zentrale Rolle bei der Reduktion von Emissionen und beim Schliessen der Winterstromlücke. Energetische Modernisierungen wie bessere Dämmung oder der Ersatz fossiler Heizungen durch Wärmepumpen sind zentrale Hebel, um die Energie- und Klimaziele zu erreichen. Ohne gezielte Anreize fehlt jedoch die notwendige Dynamik, um Investitionen in grossem Stil auszulösen.

    Kritik an der Eigenmietwert-Vorlage
    Die am 28. September zur Abstimmung stehende Vorlage sieht nicht nur die Abschaffung des Eigenmietwerts vor, sondern auch den Wegfall von Abzügen für Gebäudeunterhalt und energetische Investitionen. Bauenschweiz warnt, dass damit ein Sanierungsstopp droht, mit gravierenden Folgen für lokale KMU im Bau- und Handwerkssektor sowie für den Klimaschutz. Statt Anreize zu schaffen, würde ein solcher Systemwechsel Sanierungen verhindern, das Gewerbe schwächen und den Mittelstand belasten.

    Studie zeigt enormes Effizienzpotenzial
    Eine aktuelle Untersuchung der Hochschule Luzern und FLUMROC verdeutlicht, wie gross die Chancen sind. Durch eine Kombination aus Wärmepumpen und optimierter Gebäudehülle liesse sich der Strombedarf in der Schweiz um jährlich 5,3 Terawattstunden senken. Damit könnten fast zehn Prozent des gesamten Verbrauchs gedeckt und die Winterstromlücke praktisch geschlossen werden.

    Die Schweiz steht an einem energiepolitischen Wendepunkt. Statt Hürden für Investitionen zu schaffen, braucht es Rahmenbedingungen, die energetische Sanierungen vorantreiben, die Bauwirtschaft stärken und den Beitrag des Gebäudeparks zur Klimawende voll ausschöpfen.

  • Neue Erkenntnisse aus 45’000 Baubewilligungen

    Neue Erkenntnisse aus 45’000 Baubewilligungen

    Das Whitepaper «Retrofitting the Future, The Costs, Timelines, and Strategies Shaping Swiss Real Estate», das in Zusammenarbeit mit E4S entstanden ist, verbindet umfassende Datenanalysen mit praxisnahen Handlungsempfehlungen. Ziel ist es, ein realistisches Bild des Renovationsgeschehens in der Schweiz zu zeichnen. Die Forschenden haben systematisch die Dynamik von Sanierungen untersucht, sowohl in Bezug auf Geschwindigkeit und Kosten als auch auf die Art der Projekte.

    Erkenntnisse aus 45’000 Baubewilligungen
    Mit der Analyse von mehr als 45’000 erteilten Baubewilligungen liefert der Bericht erstmals eine detaillierte Übersicht über das tatsächliche Sanierungstempo in der Schweiz. Die Ergebnisse zeigen, dass sich durchaus positive Trends abzeichnen. Gleichzeitig wird jedoch deutlich, dass nur ein kleiner Teil der Renovationen direkt auf eine Verbesserung der Energieeffizienz abzielt. Damit bleibt der Wandel hin zu klimafreundlicheren Gebäuden bislang unvollständig.

    Strategische Bedeutung von Immobilienfonds
    Ein zentraler Aspekt des Berichts ist die Rolle von Immobilien-Investmentvehikeln (REIVs) bei der Erreichung der Klimaziele bis 2050. Um diese Ziele zu realisieren, müssen REIVs im Durchschnitt 13 Prozent ihres Nettovermögens, das entspricht 28,3 Milliarden Franken, für energetische Verbesserungen mobilisieren. Die Studie weist jedoch auf grosse Unterschiede zwischen den einzelnen Marktakteuren hin, was die Umsetzung dieser Investitionen angeht. Einige werden weit über dem Durchschnittsbedarf liegen müssen.

    Neue Instrumente für fundierte Entscheidungen
    Das Whitepaper ist Teil einer Reihe von Initiativen des CRML, die Entscheidungsträgern eine solide Datengrundlage bieten sollen.

    PRESS Scores: Ein umfassendes ESG-Bewertungssystem für über 126 Schweizer Immobilienfonds, das ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt.

    PRESS Index: Der erste nachhaltige Börsenindex, der auf ESG-Leistungskennzahlen basiert und Transparenz im Immobiliensektor schafft.

    ES-Score-Whitepaper: Eine eingehende Analyse von 20’000 Gebäuden, die von REIVs verwaltet werden, um regionale Unterschiede zu identifizieren und Prioritäten für Investitionen zu setzen.

    Diese Instrumente haben ein gemeinsames Ziel, sie machen den Wandel im Immobiliensektor messbar und zeigen Handlungsfelder auf, die bislang oft verborgen bleiben. So wird eine Grundlage geschaffen, auf der Entscheidungsträger nicht nur reagieren, sondern proaktiv steuern können.

    Fokus auf zukunftsorientierte Strategien
    «Durch die Kombination von aktuellen Daten und Projekttypologien können wir von einer theoretischen und retrospektiven Sicht zu einer konkreten und prospektiven Lesart der laufenden Veränderungen übergehen», erklärt Dr. Nathan Delacrétaz, einer der Autoren des Berichts. Gemeinsam mit seinen Kollegen, den Professoren Eric Jondeau und Fabio Alessandrini, macht er deutlich, dass es nicht ausreicht, bei Bestandsgebäuden nur den Status quo zu verwalten.

    Die Forscher betonen, dass REIVs in Zukunft verstärkt auf drei strategische Ansätze setzen müssen, die Anpassung ihrer Portfolios durch gezielte Zu- und Verkäufe, die Renovation bestehender Gebäude sowie die Entwicklung neuer, energieeffizienter Immobilien. Auch die gezielte Aufwertung leistungsschwacher Liegenschaften wird eine Schlüsselrolle spielen, um die Energiebilanz des Sektors langfristig zu verbessern.

    Quantitative Grundlage für die Immobilienwende
    Das Whitepaper liefert einen seltenen Einblick in die tatsächliche Dynamik der Sanierungs- und Bauaktivitäten in der Schweiz. Es macht deutlich, dass die Baubewilligungen ein zentraler Indikator für Fortschritte auf dem Weg zur Klimaneutralität sind, gleichzeitig aber auch eine Mahnung. Denn nur wenn diese Renovationen gezielt auf Energieeffizienz und Klimaneutralität ausgerichtet werden, können die gesteckten Ziele erreicht werden.

  • Neues Gerichtsgebäude für Kreisgericht St.Gallen

    Neues Gerichtsgebäude für Kreisgericht St.Gallen

    Seit 1996 ist das Kreisgericht St. Gallen auf zwei Standorte verteilt. Eine Lösung, die nie für die Dauer gedacht war. Während die Büros in der Liegenschaft Bohl 1 untergebracht sind, finden die Gerichtssitzungen an der Neugasse 3/5 statt. Diese Teilung erschwert nicht nur die Arbeitsabläufe, sondern entspricht auch nicht mehr den heutigen Anforderungen an Sicherheit und Funktionalität. Mit dem geplanten Umzug in die Liegenschaft Schützengasse 1 soll das Gericht nun endlich ein modernes und zusammenhängendes Zuhause erhalten.

    Ein Gebäude für die Zukunft
    Die Schützengasse 1 befindet sich im Besitz des Kantons St. Gallen und wird für den neuen Zweck umfassend instandgesetzt und energetisch saniert. Die Machbarkeitsstudie hat bestätigt, dass sich das Gebäude optimal für die Bedürfnisse eines modernen Gerichtsbetriebs eignet. Durch die Zusammenführung aller Dienstleistungen an einem Standort können nicht nur die Arbeitsabläufe vereinfacht, sondern auch die Sicherheitsanforderungen zeitgemäss umgesetzt werden. Die heutige Mietlösung an der Neugasse 3/5 wird damit obsolet, was langfristig finanzielle Vorteile für den Kanton bringt.

    Finanzierung und Kosten im Überblick
    Die Gesamtkosten für das Vorhaben belaufen sich auf rund 27 Millionen Franken. In diesem Betrag sind 8,5 Millionen Franken für den Übertrag der Liegenschaft vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen enthalten. Die eigentlichen Kosten für die Instandsetzung und Umnutzung des Gebäudes betragen laut Grobkostenschätzung 19,5 Millionen Franken. Diese Investition wird ergänzt durch eine einmalige Entschädigungszahlung der Stadt St. Gallen in Höhe von 780’000 Franken. Der Wegfall der Mietkosten für die Neugasse 3/5 sorgt zudem für eine nachhaltige Entlastung der kantonalen Finanzen.

    Baubeginn und Zeitplan
    Das Bauvorhaben soll im Jahr 2027 starten. Die Fertigstellung und der Bezug sind für Ende 2028 geplant. Damit wird das Kreisgericht St. Gallen in absehbarer Zeit über ein Gebäude verfügen, das nicht nur den heutigen Anforderungen entspricht, sondern auch künftigen Entwicklungen im Justizbereich Rechnung trägt.

    Das grösste Kreisgericht des Kantons
    Mit jährlich rund 3’300 Gerichtsverfahren ist das Kreisgericht St. Gallen das bedeutendste der sieben Kreisgerichte des Kantons. Es behandelt Fälle in den Bereichen Zivil- und Strafrecht und verfügt über ein eingespieltes Team von aktuell 43 festangestellten Mitarbeitenden. Dazu zählen Kreisrichterinnen und Kreisrichter, Gerichtsschreiberinnen und Gerichtsschreiber sowie Kanzleipersonal und Auditorinnen und Auditoren. Bei der Behandlung der Fälle wirken zudem 14 nebenamtliche Kreisrichterinnen und Kreisrichter mit. Für diese umfassenden Aufgaben braucht es eine Infrastruktur, die den heutigen Anforderungen an Effizienz, Sicherheit und Flexibilität gerecht wird.

    Sicherheit als integraler Bestandteil
    Neben der Zusammenlegung der Standorte ist vor allem das Sicherheitsdispositiv ein zentrales Element des Projekts. Gerichtsbetriebe müssen heute hohen Standards genügen, um die Integrität von Verfahren und den Schutz aller Beteiligten sicherzustellen. Die neue Liegenschaft wird so umgebaut, dass diese Anforderungen erfüllt und alle sicherheitsrelevanten Aspekte berücksichtigt werden können.

    Ein Gewinn für alle Beteiligten
    Der geplante Umzug des Kreisgerichts St. Gallen bedeutet nicht nur eine Aufwertung für den Justizstandort, sondern auch eine nachhaltige Investition in die Qualität und Zukunftsfähigkeit des kantonalen Gerichtswesens. Die Optimierung der Abläufe, die Modernisierung der Infrastruktur und die energetische Sanierung sind Schritte hin zu einem effizienten und ressourcenschonenden Betrieb. Gleichzeitig profitieren die Verfahrensparteien von einer zeitgemässen Umgebung, die Verhandlungen und Abläufe in einem angemessenen Rahmen ermöglicht.

  • Denkmalschutz und Technik im Einklang

    Denkmalschutz und Technik im Einklang

    Das in Schlieren ansässige Bauunternehmen STRABAG AG übernimmt mit seiner Abteilung Hochbau laut einer Mitteilung „zentrale Aufgaben bei der umfassenden Sanierung des Landhauses Solothurn“. Neben Massnahmen zur Modernisierung der haustechnischen Infrastruktur aus Sanitär, Lüftung, Beleuchtung und Bühnentechnik stehe die Modernisierung des Heizsystems im Fokus.

    Dieses wird mittels einer Wärmepumpe auf eine ressourcenschonende Energiegewinnung umgestellt. Wasser der Aare soll als Wärmequelle sowohl das Landhaus als auch angrenzende öffentliche Gebäude wie Jugendherberge, Schulhaus Kollegium und Stadttheater versorgen.

    Die Lage zwischen Altstadt und dem Fluss Aare erfordere logistische Aufmerksamkeit. So müssten Materialanlieferungen und Entsorgungen vormittags erfolgen, damit die Uferpromenade ab dem Mittag als Flaniermeile genutzt werden kann.

    Zudem gelte es, hohe Anforderungen des Denkmalschutzes zu berücksichtigen. Das denkmalgeschützte Landhaus gleiche einem „verwinkelten Baukunstwerk mit sechs Ebenen, jede mit eigenem Sanierungsbedarf“. Die Vorgehensweise verlange „Fingerspitzengefühl“, um den historischen Charakter und die Bausubstanz zu erhalten. Insbesondere die originalen Solothurner Kalksteintreppen sollen in ihrer Einzigartigkeit erhalten bleiben, heisst es. Dafür seien spezielle Schutzvorrichtungen geschaffen worden.

    Das Solothurner Stimmvolk hatte im Oktober 2023 der Instandsetzung zugestimmt. Seit Januar 2025 laufen die Baustellenarbeiten. Bauende ist für Oktober 2026 geplant. Im Januar soll aus Rücksicht auf die Solothurner Filmtage 2026 der Baustellenbetrieb ruhen.

  • Historisches Areal wird zu neuem Kultur- und Bildungszentrum

    Historisches Areal wird zu neuem Kultur- und Bildungszentrum

    Die Stadt Schaffhausen verfolgt mit der Sanierung des Kammgarnareals ein ambitioniertes Ziel: Die Transformation des historischen Areals in einen attraktiven Standort für Kultur, Bildung und Begegnung. Bereits im August 2020 hat die Schaffhauser Stimmbevölkerung diesem Vorhaben zugestimmt.
    Die umfassende Neugestaltung schafft nicht nur eine bessere Anbindung an das städtische Gefüge, sondern auch neue Nutzungsmöglichkeiten. Neben den bestehenden Zugängen von der Baumgartenstrasse, der Rheinuferstrasse und der Rheinstrasse wird ein neuer Durchgang entlang der Klosterstrasse realisiert. Dies stärkt die Vernetzung mit der Altstadt und erhöht die Attraktivität des Quartiers. Das Kammgarnareal wird Teil einer «Perlenkette» von Begegnungsorten entlang des Rheinufers, die das Gebiet nachhaltig aufwerten.

    Mehr Aufenthaltsqualität durch neue Freiräume
    Mit der Neugestaltung des Kammgarnhofs wird der bisher als Parkplatz genutzte Innenhof in eine autofreie Zone verwandelt. Grünflächen, Sitzgelegenheiten und ein Wasserspiel erhöhen die Aufenthaltsqualität und machen den Hof zu einem zentralen Begegnungsort. Die Umgestaltung ermöglicht eine vielseitige Nutzung für Veranstaltungen, Kultur und Erholung.

    Ein weiteres Kernelement der Entwicklung ist der Bau einer einstöckigen Tiefgarage mit rund 90 Parkplätzen, die unter dem Hof entsteht. Damit wird der gesamte Bereich oberirdisch autofrei gestaltet und erhält neue Nutzungsmöglichkeiten. Vor dem Westflügel wird eine Pergola errichtet, während vor dem Nordflügel eine grosszügige Terrasse entsteht.

    Moderne Infrastruktur für Kultur und Bildung
    Der Westflügel des Kammgarnareals wird im Zuge der Sanierung für neue Nutzungen vorbereitet. Die Bibliothek und die Ludothek ziehen ins Erdgeschoss und das erste Obergeschoss ein. Verglaste Fassaden bieten Passanten Einblick in die Welt der Bücher und Spiele.
    Die Pädagogische Hochschule Schaffhausen wird das zweite und dritte Obergeschoss beziehen, während das vierte Obergeschoss für weitere Mieter zur Verfügung steht. Die vielfältige Nutzung stärkt die Bedeutung des Areals als Bildungs- und Kulturzentrum.

    Baufortschritt und archäologische Arbeiten
    Der offizielle Baubeginn erfolgte im September 2024 mit dem symbolischen Spatenstich. Im Vorfeld wurden archäologische Rettungsgrabungen durchgeführt, bei denen bedeutende Funde aus den letzten 1000 Jahren entdeckt wurden.

    Aktuell laufen die Arbeiten an der Tiefgarage und der Neugestaltung des Hofs. Gleichzeitig schreitet die Sanierung des Westflügels voran. Neben statischen Massnahmen werden die Fassaden und das Dach saniert sowie der Innenausbau vorbereitet.

    Die erste Bodenplatte für den neuen Hof wurde im Januar 2025 betoniert. Um den wertvollen Baumbestand zu schützen, wird eine Stützwand (Rühlwand) um die grosse Kastanie im Hof errichtet.

    Ein neuer Treffpunkt für Schaffhausen
    Nach der Umgestaltung wird der Kammgarnhof ein attraktiver Aufenthaltsort für die Bevölkerung und Besucher der Stadt. Lesen, Freunde treffen oder Konzerte geniessen – all das wird in der neugestalteten Umgebung möglich sein.

    Der Bau der Tiefgarage wird gemeinsam mit der IWC Schaffhausen, der direkten Nachbarin des Areals, finanziert. Durch diese enge Zusammenarbeit entsteht eine nachhaltige Lösung, die sowohl den Verkehrsfluss als auch die Aufenthaltsqualität verbessert.

    Ein lebendiger Stadtteil mit Zukunft
    Mit der umfassenden Sanierung und Neugestaltung wird das Kammgarnareal zu einem modernen Kultur-, Bildungs- und Begegnungszentrum. Die Verbindung zur Altstadt und zum Rhein wird gestärkt, während neue Nutzungen das Stadtbild von Schaffhausen bereichern. Die Fertigstellung des Projekts ist für Ende 2026 geplant – ein bedeutender Schritt für die langfristige Stadtentwicklung.

  • Denkmalgeschütztes Gebäude feiert am 8. März die Eröffnung  

    Denkmalgeschütztes Gebäude feiert am 8. März die Eröffnung  

    Die Stadt Dietikon lädt zur Einweihung des Hauses der Bevölkerung am Samstag, 8. März, ein. Das Haus der Bevölkerung ist in der geschichtsträchtigen Zehntenscheune eingerichtet worden. Das denkmalgeschützte Gebäude mit Ursprüngen um 1600 erstrahle nach einer umfassenden Sanierung in neuem Glanz und werde künftig als vielseitiger Veranstaltungsort zur Verfügung stehen, heisst es in einer Medienmitteilung der Stadt Dietikon. Mit einem neuen digitalen Buchungssystem ist die Reservation für Kulturveranstaltungen, Ausstellungen und private Anlässe ab dem 1. Juni möglich.

    Am Tag der offenen Tür können Besucherinnen und Besucher ab 11 Uhr die neuen Räumlichkeiten besichtigen und sich von den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des Gebäudes überzeugen, heisst es in der Mitteilung. Sibylle Baumann werde in Mundart verschiedene Geschichten vortragen. Um 15 Uhr spricht sie zu «Der goldene Vogel – witzige Tiergeschichten» und um 16 Uhr bringt sie: «Vom Fressen und Gefressenwerden – Abenteuerliche Geschichten».

    Die Zehntenscheune ist eines der ältesten Gebäude Dietikons. Mit einer Kapazität von rund 120 Sitzplätzen, einer neuen Tribüne und einer modernen Ausstattung ist der grosse Saal für Veranstaltungen geeignet. Ein Personenaufzug ermöglicht zudem für Barrierefreiheit.

    Das Foyer im Erdgeschoss wurde neu gestaltet. Erhalten blieb die massive Bohlenwand, ein Relikt aus der ursprünglichen Nutzung als Stall oder Lagerraum. Eine lange Bar soll das Foyer zu einem attraktiven Treffpunkt machen. Weiter wurde ein alter Torbogen freigelegt, der in den Gartenbereich des Hauses führt.

  • Sonnenschutz für historische Architektur in Spanien

    Sonnenschutz für historische Architektur in Spanien

    Der in Aadorf ansässige Sonnenschutzhersteller Griesser ist an der Rekonstruktion und am Umbau des denkmalgeschützten ehemaligen Klosters San Agustín im südwestspanischen Badajoz beteiligt. Dieses wird zu einer Kunstgewerbeschule umgestaltet. Wie es in einer Mitteilung heisst, bietet das geradlinig geschnittene Gebäude gute Voraussetzungen für eine Bildungseinrichtung. Bereits in seiner Vergangenheit wurde das frühere Kloster als Kaserne, Gerichtsgebäude oder Schule genutzt.

    In den jetzigen Umbau sollen auch die Kreuzgänge in den Schulbetrieb eingegliedert werden. Deren Arkaden werden grossflächig verglast und benötigen Sonnenschutz. Griesser liefert hierzu sein System Solomatic 80. Die massgeschneiderten Lamellenstores bieten einerseits eine gute Beschattung und ermöglichen andererseits eine gute Versorgung mit natürlichem Licht. Sowohl das klassische Design der Lamellen als auch ihre Farbgestaltung in RAL 7022, ein nahezu anthrazitfarbener Grauton, passen in das historische Bild des Gebäudes.

    Zudem wird der Einfall von Tageslicht automatisiert gesteuert. Durch die somit entstehende «harmonische Atmosphäre» soll «die Konzentrationsfähigkeit und das Wohlbefinden der Studierenden» gesteigert werden.

  • Synergien für nachhaltige Bau- und Energielösungen

    Synergien für nachhaltige Bau- und Energielösungen

    Vom 14. bis 17. November 2024 erwartet die Besucherinnen und Besucher der Bernexpo ein einzigartiges Messeformat: Die Hausbau+Energie Messe und die Energy Future Days bündeln erneut ihre Kräfte, um das grösste Schweizer Event für Bauen, Sanieren und Energie zu präsentieren. Jährlich zieht dieser Event über 10’000 private Hauseigentümer, angehende Bauherrschaften, Architekten und Planer an und bietet ein vielfältiges Programm für Fachleute und Interessierte.

    Fachveranstaltungen und Innovationen für Energie und Bau
    Das diesjährige Schwerpunktthema liegt auf nachhaltiger Energieerzeugung und -nutzung. Ein breites Angebot an Fach- und Publikumsveranstaltungen bietet spannende Einblicke und wertvolle Informationen zu Themen wie Photovoltaik, Speichersysteme, Elektromobilität und Sanierungsprozesse. Speziell für Architekten steht das Forum Architektur unter dem Motto «Lebenswerte Wohn- und Arbeitsräume» im Fokus, welches innovative Lösungen für moderne Bauprojekte beleuchtet.

    Fachtag für Experten und Entscheidungsträger
    Der Donnerstag richtet sich gezielt an Fachleute aus der Bau- und Energiebranche. Architekten, Planer, Energiefachleute, Installateure sowie Entscheidungsträger aus der öffentlichen Hand und Investoren finden hier eine ideale Plattform für den fachlichen Austausch und die Vernetzung. Die Kombination aus Messe und Expertenforum schafft Synergien, die wegweisende Impulse für die Zukunft des Bauens und der Energieversorgung setzen.

    Neue Plattform für solare Energielösungen: «BärnSOLAR 24»
    Ein weiterer Höhepunkt ist die Einführung von «BärnSOLAR 24», einer Plattform, die sich ganz der Integration von Solarenergie in Bauprojekten widmet. Sie bietet Fachleuten zielgerichtete Antworten und individuelle Lösungen für die Nutzung von Solarenergie im Bau.

  • Regulierungen erschweren wirtschaftliche Immobilieninvestitionen

    Regulierungen erschweren wirtschaftliche Immobilieninvestitionen

    Laut der Studie sind komplexe Regulierungen, lange Bearbeitungszeiten und der Mieterschutz für institutionelle Investoren zunehmend belastend. 92 Prozent der befragten Anleger kritisieren die langwierigen Prozesse bei Behörden und Einsprachen. Die steigenden Anforderungen führen dazu, dass Investitionen verstärkt in die Agglomerationen und ländlichen Gebiete verlagert werden, wo der bürokratische Aufwand geringer ist.

    Sanierungsstau und sinkender Wohnkomfort
    Die strengeren Regulierungen führen nicht nur zu einem Rückgang der Neubauten in den Städten, sondern auch zu Verzögerungen bei dringend benötigten Sanierungen. Dies verschärft den ohnehin bestehenden Wohnungsmangel in urbanen Regionen und beeinträchtigt die Lebensqualität der Bewohner durch den Aufschub von Renovierungsmaßnahmen.

    Nachhaltigkeit im Fokus, doch soziale Aspekte bleiben zurück
    Trotz der regulatorischen Hürden ist etwa die Hälfte der Investoren bereit, zugunsten der Nachhaltigkeit kurzfristig auf Renditen zu verzichten. Langfristig erwarten sie jedoch eine Amortisation dieser Investitionen durch höhere Erträge und Wertsteigerungen. Allerdings zeigt die Studie, dass soziale Nachhaltigkeit in der Prioritätenliste hinter ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten zurückbleibt.

    Outsourcing auf dem Vormarsch
    Eine weitere interessante Entwicklung ist der Anstieg beim Outsourcing von Verwaltungsaufgaben. Vor allem die Auslagerung der Datenhoheit überrascht, da diese eine hohe Abhängigkeit von Dienstleistern schafft. Auch Portfolio- und Asset-Management-Funktionen werden zunehmend an externe Partner vergeben.

  • Massgeschneiderte Verfahren unterstützen Brückensanierung in Chur

    Massgeschneiderte Verfahren unterstützen Brückensanierung in Chur

    Die ARGE AS Chur Süd, bestehend aus METTLER PRADER AG und Cellere Bau AG, hat STRABAG im Rahmen der Sanierung der Unterführung Sommerau in Chur mit dem Austausch der Brückenrandträger beauftragt. Die Abteilung Holzbau des Schlieremer Bauunternehmens sollte ein massgeschneidertes Verfahren für die Schalung entwickeln, erläutert STRABAG in einer entsprechenden Mitteilung. „Mit unserer Erfahrung fanden wir die passende Lösung“, wird Dominic Graf, Bauführer Holzbau bei der STRABAG AG, dort zitiert.

    Konkret wurden die Arbeiten durch die knappen Platzverhältnisse erschwert, die unter anderem keine herkömmliche Unterkonstruktion für die Schalung erlaubte. Das Holzbau-Team von STRABAG löste dieses Probleme durch eine Verstärkung der Schalhautplatten mit Flachstahl. In die Zwischenräume wurden Feuerwehrschläuche eingebracht. Die mit Druckluft gefüllten Schläuche halten die Platten während des Betonierens stabil in Position.

    Erste Brückenränder seien inzwischen zur vollen Zufriedenheit der Baumeister vor Ort fertiggestellt worden, heisst es in der Mitteilung. Die weiteren Bauabschnitte werden mit Hilfe der laut STRABAG technisch anspruchsvollen, aber für die Gelegenheit optimal geeigneten Lösung derzeit planmässig umgesetzt.

  • Museum Langmatt in Baden wird bis 2026 gesamtsaniert

    Museum Langmatt in Baden wird bis 2026 gesamtsaniert

    ERNE ist an der Gesamtsanierung des Badener Museums Langmatt beteiligt. Konkret soll die Baufirma aus Laufenburg einen Teil des Umbaus der Villa übernehmen. «Die Arbeiten umfassen den Rückbau von ganzen Räumen im Gebäudeinneren und den anschliessenden Wiederaufbau von Bodenplatten, Wänden und Decken, die Erneuerung der Kanalisation sowie den Teilabbruch der Aussenfassade inklusive Fassadensanierung», erläutert ERNE in einer Beitrag auf LinkedIn. Zudem hat ERNE Sitzbänke und Stahlstützen für den Neubau eines gläsernen Pavillons versetzt.

    Die Gesamtsanierung betrifft die Villa sowie den umliegenden öffentlichen Park und wird sich über dieses und das nächste Jahr erstrecken. Die im Museum beheimatete Privatsammlung des französischen Impressionismus in Europa wird währenddessen auf Europatournee geschickt. Im Frühling 2026 soll das Museum Langmatt wieder eröffnet werden.

  • Fortschritte und Ausblick der kantonalen Klimastrategie

    Fortschritte und Ausblick der kantonalen Klimastrategie

    Zu den Erfolgen zählen die Einführung einer Beschaffungsrichtlinie für CO2-freie Fahrzeuge in der kantonalen Verwaltung sowie die Schaffung einer Rechtsgrundlage zur finanziellen Unterstützung von Hochwasserschutzmassnahmen. Zwei Massnahmen, die abgeschlossen wurden, während sich weitere 47 in der Umsetzung befinden. Neufahrzeuge der Verwaltung müssen nun über ein CO2-freies Antriebssystem verfügen, was einen wichtigen Schritt in Richtung einer klimafreundlicheren Verwaltung darstellt. Zusätzlich wurde mit dem Wasserwirtschaftsgesetz die Grundlage geschaffen, Hochwasserschutzprojekte zu fördern, die für die Anpassung an den Klimawandel unerlässlich sind.

    Öffentlichkeitsarbeit als Schlüssel zur Sensibilisierung
    Ein weiterer zentraler Aspekt der Klimastrategie ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Jedes Jahr wird ein «Klimaspaziergang» zu einem klimarelevanten Thema organisiert, um den Bürgerinnen und Bürgern Projekte vorzustellen. Der diesjährige Fokus lag auf der energetischen Sanierung eines Mehrfamilienhauses, das von der Effizienzklasse G auf die Klasse B verbessert wurde. Dies zeigt, wie effektive Sanierungsmassnahmen dazu beitragen können, den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen zu reduzieren.

    Herausforderungen im Bereich fossile Brennstoffe und erneuerbare Energien
    Die aktuellen Klimazahlen zeigen, dass der Anteil der Ölheizungen in Wohn- und Dienstleistungsgebäuden um 5 Prozent gesunken ist, während der Anteil an Wärmepumpen im gleichen Zeitraum um ebenso viel gestiegen ist. Dennoch bleibt der Anteil der Erdgasheizungen unverändert, was den klimapolitischen Zielen widerspricht. Um das Ziel einer klimafreundlichen Energieversorgung zu erreichen, muss der Übergang von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien beschleunigt werden.
    Positiv zu vermerken ist, dass die Elektrizitätsproduktion aus Photovoltaikanlagen im Kanton seit 2015 mehr als verdoppelt wurde. Dies zeigt, dass die Nutzung erneuerbarer Energien voranschreitet, auch wenn nach wie vor erhebliche Anstrengungen erforderlich sind, um die gesetzten Klimaziele zu erreichen.

    Verbesserungspotenzial in der kantonalen Verwaltung
    Die kantonale Verwaltung hat sich das Ziel gesetzt, als Vorbild im Klimaschutz zu agieren. Trotz erster Fortschritte zeigt sich, dass der Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser in kantonalen Gebäuden nur um 2 Prozent gesenkt werden konnte. Mehr als die Hälfte der Wärmeenergie wird weiterhin aus fossilen Brennstoffen gewonnen. Die CO2-Emissionen aus der Verbrennung dieser Brennstoffe sind seit 2016 nahezu unverändert geblieben, was auf zusätzlichen Handlungsbedarf hinweist.

    Anpassungen der energetischen Anforderungen und zukünftige Schritte
    Der Regierungsrat hat rasch umsetzbare Massnahmen in die Vernehmlassung gegeben, um die Nutzung erneuerbarer Energien zu stärken. Diese betreffen unter anderem den Heizungsersatz und die Eigenstromerzeugung bei Neubauten. Ein Beispiel ist die Vorgabe, dass in kantonseigenen Gebäuden künftig bei einem Heizungsersatz immer ein System mit erneuerbaren Energien zum Einsatz kommen soll.
    Insgesamt zeigt sich, dass der Kanton Schaffhausen auf dem richtigen Weg ist, jedoch weiterhin gezielte Massnahmen erforderlich sind, um den Wandel hin zu einer klimaneutralen Zukunft zu beschleunigen.

  • Nationalrat genehmigt 280 Millionen für Bauprojekte

    Nationalrat genehmigt 280 Millionen für Bauprojekte

    Der Nationalrat hat am Mittwoch eine Vorlage einstimmig gutgeheissen, die 277,8 Millionen Franken für verschiedene Sanierungs- und Umbauprojekte an zivilen Bundesbauten vorsieht. Besonders priorisiert werden Projekte, die vertragliche Verpflichtungen erfüllen, bauliche Schäden verhindern oder langfristig wirtschaftliche Entlastungen bringen.

    Sammlungszentrum und Jubiläumshalle
    Der grösste Anteil der Mittel – 92,4 Millionen Franken – ist für die Erweiterung des Sammlungszentrums in Affoltern am Albis vorgesehen. Zudem sollen 15,4 Millionen Franken in die Sanierung der Jubiläumshalle im Sportzentrum Magglingen fliessen, die sich auf das Kunstturnen spezialisiert hat.

    Weitere Bauprojekte im Fokus
    170 Millionen Franken sind für kleinere Bauprojekte unter 10 Millionen Franken reserviert. Diese Mittel können flexibel für dringende Immobilienvorhaben oder unvorhergesehene Liegenschaftskäufe genutzt werden.

    Die Immobilienbotschaft 2024 priorisiert gezielt zivile Bauprojekte, die sowohl wirtschaftliche Vorteile als auch langfristige bauliche Stabilität bringen sollen. Der nächste Schritt ist die Entscheidung des Ständerats über die Bewilligung der Kredite.

  • Frisches Kapital für die Dekarbonisierung von Immobilien

    Frisches Kapital für die Dekarbonisierung von Immobilien

    Der Softwaredienstleister Optiml hat sich in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde frisches Kapital in Höhe von 4 Millionen Dollar sichern können. Wie aus einer auf Linkedin veröffentlichten Mitteilung hervorgeht, will das Unternehmen den Immobilienmarkt weiter mit Software bei Schritten zu Dekarbonisierung in der Branche unterstützen. Als Dienstleister (Software-as-a-Service/SaaS) will Optiml Programme entwickeln, die die Datenverwaltung erleichtern und Instrumente für Asset- und Portfolioentscheidungen liefern. Dabei beachtet das Unternehmen ständig wechselnde Regulatorien und Marktbedingungen, heisst es in der Mitteilung. Mit von Künstlicher Intelligenz unterstützter Software können Immobilienfirmen und -besitzer ihre Sanierungs- und Renovierungsarbeiten marktgerecht planen und dabei Ziele der Dekarbonisierung der Objekte einarbeiten.

    Die Sanierungs- und Dekarbonisierungssoftware der 2022 gegründeten Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) beruht auf jahrelanger Forschung in der ETH-Gruppe Nachhaltigkeit und Technologie (SusTec). Sie bedient sich wissenschaftsbasierter Optimierungsalgorithmen.

  • Nüssli baut ein Theater in Kassel

    Nüssli baut ein Theater in Kassel

    Kassel gehört zu den Städten in Deutschland, die seit längerem über einen festen Theaterbau verfügen. Nun muss das Grosse Haus des Staatstheaters ab der Spielzeit 2025/26 saniert werden. Das Land Hessen und die Stadt Kassel haben den in Hüttwilen ansässigen Veranstaltungs- und Baudienstleister Nüssli beauftragt, eine Interimsspielstätte für das Theater zu errichten. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, soll ein vielseitiges Multifunktionshaus errichtet werden, das an verschiedene Veranstaltungsarten angepasst werden kann. Nüssli bringt dazu seine umfassende Erfahrung ein, um modernste Bühnentechnik, Akustik und technische Gebäudeausrüstung in den Bau zu integrieren, heisst es in der Mitteilung.

    Bauherrin und Investorin des Projektes ist die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Kassel mbH (GWG). Die GWG hat NÜSSLI als Generalübernehmer mit dem Bau der Interimsspielstätte beauftragt. Bis Ende Jahr sollen die Aussenhüllen und die tragenden Stahlkonstruktionen fertiggestellt sein. Ab Januar 2025 wird mit dem Innenausbau begonnen. Dabei ist geplant, dass das Staatstheater im Herbst mit der Spielzeit 2025/26 in das neue Domizil einziehen kann. Die Nutzung des temporären Theaters hängt von der Sanierung des Grossen Hauses ab, bislang ist eine Zeit von fünf Jahren geplant.

  • Aerogel Architecture Award 2024 zeichnet innovative Projekte aus

    Aerogel Architecture Award 2024 zeichnet innovative Projekte aus

    Der diesjährige «Aerogel Architecture Award» suchte Projekte, die das Potenzial des hochleistungsfähigen Dämmmaterials Aerogel in der Architektur und im Bauwesen demonstrieren. In der Kategorie «Realisierte Projekte» setzte sich das Sanierungsprojekt «Stringi-Stringi» aus Livorno, Italien, durch. Das vom Architekturbüro SB Ingegneria betreute Projekt optimierte ein schlecht isoliertes Gebäude aus dem Jahr 1939 durch fünf entscheidende Maßnahmen: Dachisolierung, Fassadensanierung, Umstellung der Heizung auf Wärmepumpe, Installation einer Photovoltaik-Anlage und Erneuerung der Fenster mit Aerogel-Dichtung. Der flexible Einsatz von Aerogel ermöglichte die energetische Aufwertung der Fassade, ohne das historische Erscheinungsbild zu verändern.

    Innovative Sanierungskonzepte
    Den zweiten Platz belegte der Kindergarten Eversbuschstrasse in München, dessen 120 Jahre altes Gebäude mit einfachen Mitteln und Aerogel-Materialien in einen Integrationskindergarten umgewandelt wurde. Das Projekt fokussierte auf die Wiederverwendung vorhandener Strukturen und Materialien, wobei Aerogel maximale Wärmedämmung und gestalterische Freiheit bot. Auf dem dritten Platz landete das Andreas-Schubert-Gebäude der Technischen Universität Dresden. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde mit einer 50 mm dicken Aerogel-Dämmung versehen und energetisch optimiert, während die charakteristische Fassade erhalten blieb.

    Visionäre Studierendenprojekte
    In der Kategorie «Studierendenprojekte» gewann das brasilianische Duo Amanda Sayuri Hashimoto und Guilherme Pinheiro e Silva mit ihrem Projekt «Tassi Museum». Sie planen die Renovierung des durch einen Brand beschädigten «Hotel Tassi» in Curitiba und dessen Umwandlung in ein Museum. Aerogel-Isolation an der Fassade und eine Überdachung des Innenhofs aus Aerogel-Schichten innerhalb von Glasscheiben verbessern die Energieeffizienz, ohne die historische Substanz zu beeinträchtigen.

    Kreative Ansätze für soziale Architektur
    Den zweiten Rang belegte Patricia Malota aus Polen mit ihrem Entwurf für ein städtisches Zentrum für psychische Gesundheit in Krakau. Ihr Konzept nutzt lichtdurchlässige Aerogel-Fassaden, um eine helle, einladende Atmosphäre zu schaffen. Den dritten Platz errangen Michael Chang und Adrian Corbey von der Harvard University mit ihrem «Aeroblock»-Projekt. Sie schlugen eine zeitgemäße Isolierung für die Glasfassade des Carpenter Centers for Visual Arts vor, ohne die ikonische Optik des Gebäudes zu beeinträchtigen.

    Weitere Informationen zu allen eingereichten Projekten sind auf der Website der Empa verfügbar.

  • Immobilienfonds sammelt 610 Millionen Franken ein

    Immobilienfonds sammelt 610 Millionen Franken ein

    Swiss Life Asset Managers hat eine Kapitalerhöhung seines Immobilienfonds Swiss Life REF (CH) ESG Swiss Properties erfolgreich abgeschlossen. Bei der laut einer entsprechenden Mitteilung des Vermögensverwalters der Swiss Life-Gruppe bisher grössten Kapitalerhöhung eines börsenkotierten Schweizer Immobilienfonds wurden rund 610 Millionen Franken eingesammelt. Damit erreicht der Swiss Life REF (CH) ESG Swiss Properties eine Marktkapitalisierung von rund 2,5 Milliarden Franken und steigt in die Gruppe der fünf grössten börsenkotierten Immobilienfonds der Schweiz auf.

    Swiss Life Asset Managers will die neuen Mittel zum einen für den Kauf eines Immobilienportfolios im Wert von rund 700 Millionen Franken verwenden. Ein weiterer Teil der Mittel soll in die Sanierung und Verdichtung bestehender Wohnbauten investiert werden. Zudem plant das Unternehmen, seine Fremdfinanzierungsquote auf rund 23 Prozent zu senken.

  • Baustart für Erweiterung und Sanierung des Gymnasiums Hofwil

    Baustart für Erweiterung und Sanierung des Gymnasiums Hofwil

    Das Gymnasium Hofwil wird durch den Bau eines neuen Schulgebäudes und einer Dreifachsporthalle erweitert, um den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden. Ursprünglich für zehn Klassen und 200 Schülerinnen und Schüler ausgelegt, beherbergt die Schule aktuell 21 Klassen mit rund 460 Schülerinnen und Schülern. Provisorien, die 2013 und 2017 errichtet wurden, sollen durch die Neubauten ersetzt werden. Das neue Schulgebäude wird Unterrichts- und Praktikumsräume, darunter zwei Chemielabore, umfassen. Eine Aussenstation zur Erweiterung der Mensa ist ebenfalls geplant. Die neue Dreifachsporthalle wird mit Garderoben, sanitären Einrichtungen, einem Arbeitsraum für Lehrpersonen und einem Theorieraum ausgestattet.

    Bezug der Neubauten voraussichtlich im Sommer 2026
    Die Fertigstellung des neuen Schulgebäudes und der Dreifachsporthalle ist für den Sommer 2026 geplant. Nach der Fertigstellung wird der Fokus auf die bauliche Ertüchtigung der bestehenden denkmalgeschützten Gebäude gelegt, die bis Herbst 2027 abgeschlossen sein soll. Diese Sanierungen umfassen notwendige Raumwechsel und Unterhaltsmassnahmen, um den aktuellen Bildungsstandards gerecht zu werden. Gleichzeitig sollen die bisherigen Schulraumprovisorien zurückgebaut und für andere Zwecke weiterverwendet werden.

    Nachhaltige Bauweise und Energiekonzept
    Beide Neubauten werden nach dem Minergie-P-ECO Standard erstellt und mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet, um einen nachhaltigen und energieeffizienten Betrieb zu gewährleisten. Dieses Engagement für Nachhaltigkeit unterstreicht die zukunftsorientierte Ausrichtung des Gymnasiums Hofwil und setzt ein starkes Zeichen für ökologische Verantwortung im Bildungsbereich.

    Finanzierung und Gesamtkosten
    Die Gesamtkosten für die Erweiterung und Sanierung des Gymnasiums Hofwil belaufen sich auf insgesamt 65,63 Millionen Franken. Diese Investition wird nicht nur den aktuellen Raumbedarf decken, sondern auch zukünftigen Generationen eine moderne und gut ausgestattete Lernumgebung bieten. Die Finanzierung dieser umfangreichen Baumassnahmen ist ein Zeichen des Engagements des Kantons für die Bildung und die infrastrukturelle Entwicklung in Münchenbuchsee.

    Historische Bedeutung und Zukunftsperspektive
    Das Gymnasium Hofwil, zuletzt Anfang der 1980er Jahre saniert, ist ein wichtiger Bestandteil der Bildungslandschaft in der Region. Die geplanten Erweiterungen und Sanierungen sind nicht nur eine Antwort auf den aktuellen Raumbedarf, sondern auch eine Investition in die Zukunft. Mit der neuen Infrastruktur wird die Schule in der Lage sein, den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden und gleichzeitig moderne Bildungsanforderungen zu erfüllen.

    Die Umbau- und Erweiterungspläne des Gymnasiums Hofwil sind ein bedeutender Schritt zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Bildung in der Region. Mit modernen Unterrichts- und Sporteinrichtungen wird die Schule optimal auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler vorbereitet sein und ihnen eine umfassende, zeitgemässe Bildung bieten.

  • Studie zu Wohneigentum in der Schweiz veröffentlicht

    Studie zu Wohneigentum in der Schweiz veröffentlicht

    Houzy, in Zürich angesiedelte Plattform für Wohneigentümer, hat eine aktuelle Studie in Auftrag gegeben und veröffentlicht. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, wollte das Unternehmen Daten sammeln, wie sich Wohneigentümer in der Schweiz aktuell und künftig verhalten. Für die repräsentative Studie wurden online 80‘000 Haushalte von Houzy befragt. 1906 Haus- und Wohneigentümer beantworteten den Fragebogen von Januar bis Ende März 2024. Von ihnen waren drei Viertel Haus- und ein Viertel Wohnungseigentümer.

    Im Fokus der Studie stehen die Bereiche Sanierung, Heizung und Energieversorgung. Dabei zeigte sich, dass im vergangenen Jahr 69,4 Prozent aller Wohneigentümer Handwerkerdienstleistungen in Anspruch genommen haben. Im Durchschnitt lag ein Auftragsvolumen bei 15‘000 Franken.

    Neben Sanierungen richtete sich der Blick auch auf alternative Heizungen. 5 Prozent der Eigentümer planen für 2024, ihre Heizungen zu modernisieren und Alternativen zu fossilen Brennstoffen zu finden. Dabei wollen 33,5 Prozent der Haushalte, die noch mit Öl, und 8,85 Prozent derjenigen, die mit Gas heizen, ihre Heizungen umstellen. Ein Zehntel der Schweizer Wohneigentümer plant für das laufende Jahr, Solaranlagen zu installieren, um benötigten Strom zumindest teilweise selbst zu produzieren.

    Ein weiterer Blick richtete sich auf Absichten, das Wohneigentum zu veräussern. Ein Siebtel der befragten Wohneigentümer bekundete derartige Absichten. 20 Prozent davon möchten ihr Wohneigentum noch 2024 verkaufen. Hochgerechnet bedeutete dies, dass in diesem Jahr 3,2 Prozent aller Häuser und Wohnungen in der Schweiz auf den Markt kämen, heisst es in der Mitteilung.

  • Bundesrat passt vier Schlüsselverordnungen im Sanierungs- und Recyclingprozesse an

    Bundesrat passt vier Schlüsselverordnungen im Sanierungs- und Recyclingprozesse an

    In der Schweiz gibt es etwa 38’000 Standorte mit umweltgefährdenden Stoffen, von denen rund 4’000 saniert werden müssen. Die neue Altlasten-Verordnung, die am 1. Juni 2024 in Kraft tritt, ermöglicht den Wiedereinbau von behandeltem Aushubmaterial am Sanierungsstandort. Dies ist ökologisch vorteilhafter als die bisherige Praxis, die grosse Materialtransporte und -behandlungen erforderte. Der Wiedereinbau muss sicherstellen, dass keine erneute Sanierung notwendig wird, und der Standort wird langfristig überwacht.

    Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung: Anpassungen für Kältemittel und Batterien
    Ab dem 1. Januar 2025 tritt eine überarbeitete Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung in Kraft, die sich an EU-Standards und den neuesten technischen Entwicklungen orientiert. Besonders klimaschädigende Kältemittel in Neuanlagen und -geräten werden dadurch beschränkt, um die Ziele des Montrealer Protokolls zu erreichen und die Ozonschicht zu schützen. Zudem regelt die Verordnung ab dem 1. Juli 2024 die Rücknahme und Entsorgung erheblich beschädigter Batterien und die Rückerstattung der vorgezogenen Entsorgungsgebühr beim Export. Diese Anpassungen bieten den Unternehmen mehr Rechtssicherheit und tragen zur nachhaltigen Entsorgung bei.

    Verlängerung der Übergangsbestimmungen in den Programmvereinbarungen
    Seit 2008 definieren Bund und Kantone gemeinsam Umweltziele und entsprechende Subventionen in Programmvereinbarungen. Für die Periode 2025-2028 werden die Übergangsregelungen der Gewässerschutz- und Waldverordnung um vier Jahre verlängert, um begonnene Projekte fortzuführen und abzuschliessen. Diese Änderungen treten am 1. Januar 2025 in Kraft und sichern die Kontinuität der wichtigen Umweltmassnahmen.

    Die vom Bundesrat beschlossenen Anpassungen stärken den Umweltschutz und optimieren die regulatorischen Rahmenbedingungen. Diese Massnahmen unterstreichen die Verpflichtung der Schweiz zu nachhaltiger Entwicklung und effizientem Ressourcenmanagement, während sie den betroffenen Branchen mehr Klarheit und Sicherheit bieten.

  • Fortsetzung des Baselbieter Energiepakets bis 2025 geplant

    Fortsetzung des Baselbieter Energiepakets bis 2025 geplant

    Um die Kontinuität des Baselbieter Energiepakets zu gewährleisten, hat der Regierungsrat dem Landrat eine Erhöhung der Ausgabenbewilligung sowie einen Nachtragskredit für das Jahr 2024 vorgeschlagen. Dieses Vorgehen soll sicherstellen, dass das Programm zur Förderung energetischer Gebäudesanierungen und der Nutzung erneuerbarer Energien im Gebäudebereich nahtlos fortgesetzt werden kann. Für 2024 wurde ein Nachtragskredit von 2,28 Millionen Franken beantragt, und die Gesamtausgabenbewilligung bis Ende 2025 soll auf 42,16 Millionen Franken angehoben werden.

    Das Energiepaket hat sich durch eine hohe Investitionsbereitschaft der Gebäudeeigentümer als besonders wirksam erwiesen. Trotz einer Stabilisierung der Nachfrage auf hohem Niveau nach einem Rekordjahr 2022, bleibt das Förderprogramm im interkantonalen Vergleich sehr effektiv. Diese Ergebnisse wurden im jüngsten Zwischenbericht des Regierungsrats an den Landrat detailliert dargelegt.

    Aufgrund der aktuellen finanziellen Engpässe plant der Regierungsrat eine moderate Senkung der Beitragssätze ab dem 1. Januar 2025. Diese Anpassung reflektiert die überdurchschnittlich hohen Sätze im Vergleich zu anderen Schweizer Kantonen und wird durch die kürzlich eingeführte Energieprämie abgefedert, welche einkommens- und vermögensabhängige Unterstützungen bietet. Gleichzeitig wird mit dem neuen nationalen Impulsprogramm, das Anfang 2025 startet, eine weitere finanzielle Förderung für die Umrüstung von Heizsystemen und umfassende Sanierungen von Gebäudehüllen angeboten.

    Für die nächsten Planungsperioden von 2026 bis 2030 bereitet der Regierungsrat eine separate Vorlage vor, die auf den Erkenntnissen aus dem Energieplanungsbericht 2022 und weiteren parlamentarischen Aufträgen basiert. Diese Initiative soll die Ausrichtung und Effektivität des Förderprogramms weiter stärken und an die dynamischen Bedürfnisse des Energiemarktes anpassen.

    Abschliessend unterstreicht der Zwischenbericht, basierend auf dem kantonalen Energiegesetz, die Bedeutung einer regelmäßigen Überprüfung und Anpassung der Fördermassnahmen, um die CO2-Reduktion effektiv zu unterstützen und den legislativen Anforderungen gerecht zu werden. Der Regierungsrat bleibt in seinem Engagement für eine nachhaltige und energieeffiziente Zukunft für Basel-Landschaft verpflichtet.

  • Strategische Entwicklung des Papierwerd-Areals

    Strategische Entwicklung des Papierwerd-Areals

    Das direkt an der Limmat gelegene Papierwerd-Areal ist ein architektonisches Erbe von Karl Egender und steht an einem Wendepunkt seiner Nutzungsdauer. Der Sanierungsbedarf des Areals und seiner Infrastrukturelemente erfordert eine strategische Neupositionierung. Diese beinhaltet eine Aufwertung des zentralen Raumes und eine Erweiterung der Freiflächen. Im Dialogverfahren «Forum Papierwerd» entwickelten Fachleute, Bewohnerinnen und Bewohner sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung Szenarien für die zukünftige Gestaltung des Papierwerds.
    Ziel der Umgestaltung ist es, das Papierwerd-Areal zu einem öffentlich zugänglichen Ort zu machen, der zum Verweilen und zur Interaktion einlädt. Dazu sind bauliche und nutzungsbezogene Anpassungen notwendig, um den Ort für die Allgemeinheit attraktiv zu gestalten. Die Wandelbarkeit und flexible Nutzbarkeit des Raumes ist dabei von zentraler Bedeutung.

    In einer Vertiefungsphase werden bis 2025 die bautechnischen Aspekte und die Schutzwürdigkeit des Bestandes weiter untersucht. Ebenso wird ein Nutzungskonzept erarbeitet, das im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens verschiedene Transformationsaspekte berücksichtigt. In einer anschliessenden Projektphase (bis 2026) sollen konkrete Vorschläge für das Areal erarbeitet werden.
    Der Dialogprozess, der eine breite Beteiligung ermöglichte und in elf Kernaussagen mündete, bildet die Grundlage für den künftigen Entwicklungsprozess. Bereits Ende Frühling 2024 sind erste Sofortmassnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität des Stadtraums geplant.

  • ETH forscht an natürlichen Wärmedämmern

    ETH forscht an natürlichen Wärmedämmern

    Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) haben in einem Projekt natürliche Dämmstoffe getestet. Wie aus einem Beitrag hervorgeht, hat die Gruppe um Guillaume Habert, Professor für Nachhaltiges Bauen, und Bruno Sudret, Professor für Risiko, Sicherheit und Quantifizierung der Ungewissheiten, dazu neue Ansätze gefunden. Untersucht wurden sechs renovierungsbedürftige Gebäude, die zwischen 1911 und 1988 errichtet wurden. Nebst dem Kernpunkt des Ersatzes von Heizungen, die mit fossiler Energie betrieben wurden, durch nachhaltige wie Wärmepumpen oder solarbetriebene, stand vor allem die Wärmedämmung im Vordergrund der Untersuchungen. Betrachtet wurden unterschiedliche traditionelle Dämmstoffe wie EPS, Glaswolle, Steinwolle oder Zellulosefasern im Vergleich zu natürlichen wie Stroh und Hanf.

    «Die CO2-​Emissionen bei der Herstellung herkömmlicher Dämmstoffe sind teilweise sehr hoch, und durch ihren Einsatz bei Gebäudesanierungen wird der positive Effekt, der durch die Senkung des Energieverbrauchs erzielt wird, teilweise wieder zunichte gemacht», wird Guillaume Habert in dem Beitrag zitiert. «Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen verursachen deutlich weniger Treibhausgase. Sie haben überdies den Vorteil, dass sie während ihres Wachstums CO2 aus der Atmosphäre binden und dieses dann langfristig im Gebäude gespeichert wird.»

    Sowohl Heizungsumbau als auch entsprechende Wärmedämmung mit natürlichen Stoffen kann den Ausstoss von Treibhausgasen um 87 Prozent senken, führt die Studie aus.

    Die Untersuchung entstand in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Westschweiz (HES-SO) in Yverdon-les-Bains VD und der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg.

  • Siedlungsentwicklung nach innen trotz Lärmbelastung ermöglichen

    Siedlungsentwicklung nach innen trotz Lärmbelastung ermöglichen

    Die UREK-S hält am Beschluss des Ständerats fest, in lärmbelasteten Gebieten zu bauen, unter der Bedingung einer kontrollierten Wohnraumlüftung und Fenstern primär für Beleuchtungszwecke. In diesen Fällen müssen keine Lärmgrenzwerte mit geöffneten Fenstern eingehalten werden. Die Kommission ist überzeugt, dass diese Regelungen die Schaffung von Wohnraum an zentralen Standorten begünstigen und somit die Siedlungsentwicklung nach innen fördern werden.

    Hinsichtlich des Baus in der Nähe von Flughäfen lehnt die Kommission einen neuen spezifischen Fluglärmgrenzwert ab, wie es der Nationalrat vorgeschlagen hat. Sie bevorzugt die bundesrätliche Regelung, die Ausnahmen von den Anforderungen bei Fluglärm ermöglicht. Diese Regelung erlaubt es ihrer Meinung nach, trotz Fluglärm verdichtet zu bauen.

    Die Kommission schlägt vor, die Bestimmung zur Höchstgeschwindigkeit auf verkehrsorientierten Strassen aus dem Gesetz zu streichen. Temporeduktionen sollten nicht grundsätzlich verboten sein, sondern durch bereits beschlossene Massnahmen umgesetzt werden.

    In Bezug auf die Altlastensanierung von Spielplätzen bestätigt die Kommission mit Stichentscheid des Präsidenten den ständerätlichen Beschluss bezüglich privater Kinderspielplätze und Hausgärten mit Schadstoffbelastung. Sie lehnt es ab, dass der Bund Abgeltungen aus dem VASA Altlasten-Fonds für freiwillige Sanierungen bereitstellen kann. Die Kommission befürwortet die Sanierung belasteter privater Spielplätze und Gärten, jedoch ohne Bundesmittel einzusetzen. Kantone können Sanierungen finanziell unterstützen, wenn sie dies wünschen. Einige Mitglieder beantragen, dem Nationalrat zu folgen, ausser in Bezug auf die Regelung, dass die Eigentümer grundsätzlich für die Sanierungskosten aufkommen müssen.

  • Horw optimiert Liegenschaften energietechnisch

    Horw optimiert Liegenschaften energietechnisch

    Die Gemeinde Horw will ihre gemeindeeigenen Liegenschaften schrittweise energietechnisch optimieren. Der Auftakt wird bis 2028 mit den Schulhäusern Kastanienbaum und Hofmatt, dem Feuerwehrgebäude, dem Werkshof, einem gemeindeeigenen Mehrfamilienhaus am Roseneggweg und dem Garderobengebäude der Sportanlage Seefeld gemacht, informiert die Gemeindeverwaltung in einer Mitteilung. Bis 2036 sollen weitere Gebäude, darunter die übrigen Schulhäuser der Gemeinde und das Gemeindehaus folgen. Insgesamt sind bereits Optimierungsmassnahmen für 17 Gebäude geplant.

    Der Gemeinderat will dem Auftrag des Einwohnerrats nachkommen, nach dem die CO2-Emissionen des gemeindeeigenen Gebäudeparks bereits vor dem Jahr 2040 so weit wie möglich reduziert werden sollen. Die Pläne für die nun ausgewählten 17 Liegenschaften sind im Zusatzbericht Klimafreundlicher Gebäudepark der Gemeinde Horw konkretisiert. Laut Bericht können die CO2-Emissionen der 17 Liegenschaften um rund 75 Prozent gesenkt werden. Die Kosten für die entsprechenden Massnahmen werden dort auf insgesamt 17 Millionen Franken beziffert.

    Bei den energetischen Sanierungen sollen Liegenschaften und Massnahmen in ein angemessenes Verhältnis gesetzt werden. «Wesentlich für die Priorisierung der Liegenschaften ist das Potential für die Reduktion von Treibhausgasen, aber auch der bauliche Zustand der Liegenschaften und der Lebenszyklus der einzelnen Gebäudeteile», heisst es in der Mitteilung. Als in Frage kommende Massnahmen werden dort Wärmeisolation, ein Wechsel auf klimafreundliche Energieträger oder die Installation von Solaranlagen genannt. Die Kosten sollen «in einem verträglichen Mass bleiben und sich über den geplanten Zeitraum verteilen».

  • Hallenbadsanierung in Geroldswil muss neu geplant werden

    Hallenbadsanierung in Geroldswil muss neu geplant werden

    Die Bauarbeiten im Hallenbad in Geroldswil können nicht wie vorgesehen realisiert werden, weil das Sanierungskonzept nicht planmässig umgesetzt werden konnte. Um die Sicherheit der Badbesucher zu gewährleisten, erarbeitet der Gemeinderat nun einen neuen Sanierungsplan, geht aus einer Medienmitteilung hervor.

    Die Sanierung betrifft das Tragwerk des Hallenbaddaches. Ursprünglich war ein Tausch der alten Trägerköpfe durch neue vorgesehen. Im Zuge dieser Baumassnahme seien die Hohlraumträger geöffnet worden. Bei einigen seien so gravierende Korrosionen festgestellt worden, dass sich der bestehende Sanierungsplan nicht realisieren lässt. Nun werde die Sanierungsmassnahme neu geplant.

    Aktuell sei nicht absehbar, ob ein völlig neues Dach erstellt werden muss. Zunächst seien weitere Abklärungen und Untersuchungen nötig. «Der Gemeinderat gibt sich die dafür nötige Zeit, um alle Eventualitäten berücksichtigen zu können, was bis Ende März 2024 dauern kann», heisst es. Der Badebetrieb im Hallenbad ist seit dem 19. Juni 2023 wegen Umbauarbeiten eingestellt.