Schlagwort: Saron-Hypotheken

  • Veränderungen im Schweizer Hypothekenmarkt nach Leitzinssenkung

    Veränderungen im Schweizer Hypothekenmarkt nach Leitzinssenkung

    Nach der überraschenden Senkung des Leitzinses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) haben sich Hypotheken auf Basis des Referenzzinssatzes Swiss Average Rate Overnight (SARON) vergünstigt, während die Zinsen von Festhypotheken nahezu gleich geblieben sind. Die Nachfrage nach SARON-Hypotheken ist im ersten Quartal 2024 dennoch im Jahresvergleich drastisch zurückgegangen, informiert Comparis in einer Mitteilung zum aktuellen Hypothekenbarometer des Vergleichsportals. Beim Comparis Hypothekenpartner HypoPlus fiel der Anteil von SARON-Hypotheken von rund 25 Prozent auf etwa 3 Prozent.

    Der Anteil von Festhypotheken mit mittlerer Laufzeit legte gleichzeitig von rund 20 Prozent auf etwa 33 Prozent zu. Der Anteil von Festhypotheken mit einer Laufzeit von zehn bis 15 Jahren fiel mit knapp 50 Prozent etwa so hoch wie im Vorjahresquartal aus. „In einem Umfeld starker Unsicherheit bieten Festhypotheken mit möglichst langer Laufzeit hohe Planungssicherheit“, erläutert Comparis-Finanzexperte Dirk Renkert in der Mitteilung.

    Renkert zufolge haben sich Festhypotheken bereits Ende 2023 vergünstigt, da der Markt von Leitzinssenkungen 2024 ausgegangen war. Bei Marktzinsen von 1,7 bis 1,8 Prozent für zehnjährige Festzinshypotheken fallen diese weiterhin günstiger als SARON-Hypotheken aus. Damit die aktuell bei 2,1 bis 2,3 Prozent Zinsen liegenden SARON-Hypotheken mit Festhypotheken gleichziehen können, seien „noch mindestens eine, wenn nicht gar zwei Zinssenkungen“ der SNB notwendig, meint Renkert.

  • Festhypotheken überholen die einstigen Favoriten

    Festhypotheken überholen die einstigen Favoriten

    In der Schweiz verzeichnete man nach der Zinswende einen regelrechten Ansturm auf variable Saron-Hypotheken. Doch die einstigen Favoriten erscheinen mittlerweile nicht mehr so attraktiv wie zuvor.

    Die Zinsen für Schweizer Festhypotheken befinden sich seit Mitte Juni 2023 auf einem abwärts gerichteten Kurs. Laut dem Hypotheken-Index des Schweizer Online-Vergleichsdienstes Moneyland notieren zehnjährige Festhypotheken aktuell bei 2,31 Prozent – das niedrigste Niveau seit Mai 2022.

    Die Abwärtsbewegung hat sich verstärkt, nachdem die Schweizerische Nationalbank (SNB) im September überraschenderweise eine Zinspause angekündigt hat. Dies führte dazu, dass Festhypotheken erstmals seit Oktober letzten Jahres nicht mehr teurer sind als variable Saron-Hypotheken, die zuvor einen grossen Anteil des Neugeschäfts für sich beanspruchten.

    Heute sind Festhypotheken für alle Laufzeiten deutlich preiswerter als Saron-Hypotheken. Aktuell sind zweijährige Festhypotheken um 0,35 Prozentpunkte, fünfjährige um 0,42 Prozentpunkte und zehnjährige um 0,30 Prozentpunkte günstiger als ihre variablen Pendants.

    Experten sind sich einig, dass der Höhepunkt der Zinsen in der Schweiz erreicht zu sein scheint. Die Mehrheit der Marktbeobachter geht davon aus, dass die SNB die Leitzinsen bei der nächsten Sitzung und im ersten Quartal 2024 unverändert belassen wird und erst Mitte 2024 Zinssenkungen ankündigen könnte.

    Die Immobilienspezialisten von Moneypark berichteten ebenfalls, dass über 90 Prozent der befragten Hypothekar-Anbieter in der Schweiz erwarten, dass die SNB den Leitzins bei ihrer nächsten Sitzung unverändert bei 1,75 Prozent belassen wird. In den nächsten drei Monaten dürften die Zinsen bei kürzeren Laufzeiten bis zu fünf Jahren stabil bleiben, während für längere Laufzeiten mehr Volatilität und tendenziell niedrigere Zinsen erwartet werden.