Schlagwort: SBB

  • Ein Meilenstein im Tessin SBB Werk Arbedo-Castione

    Ein Meilenstein im Tessin SBB Werk Arbedo-Castione

    Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2028 vorgesehen, insgesamt investieren SBB, der Kanton Tessin, die Stadt Bellinzona und der Bund rund 755 Millionen Franken in den hochmodernen Standort. Damit sichert die SBB nicht nur ihren Unterhalt an neuen Triebzügen, sondern sendet ein starkes Signal für die wirtschaftliche Entwicklung der Region.

    Investition in den Werkplatz Tessin
    Das NSIF bietet künftig 360 Vollzeit-Arbeitsplätze und 80 Lehrstellen, ein klares Bekenntnis zur Zukunft des Werkplatzes Tessin. Die neue Anlage stellt einen Meilenstein für die Wartung und Instandhaltung der modernen Triebzüge Giruno, ETR und Flirt TILO dar. Im Vergleich zum bestehenden Werk Bellinzona wird der Digitalisierungsgrad deutlich erhöht. Ein Schwerpunkt liegt auf elektromechanischen Arbeiten, wobei Digitalisierung und Automatisierung die Abläufe effizienter, flexibler und nachhaltiger machen. Das grüne Dach mit Solaranlagen und der Verzicht auf fossile Energie unterstreichen die ökologische Ausrichtung des Projekts.

    Nachhaltigkeit und Infrastruktur
    Mit einer Gesamtfläche von 150’000 Quadratmetern setzt das Werk auch in Sachen Nachhaltigkeit und Infrastruktur neue Massstäbe. Das Hauptgebäude misst 40’000 Quadratmeter, so viel wie acht Fussballfelder. Neben der Werkhalle entstehen eine moderne Zugwaschanlage, Räume für die Lehrlingsausbildung und Aufenthaltsbereiche für das Personal. Der Bau integriert ein umfassendes nachhaltiges Konzept, das mit Solarzellen und Grünflächen für einen minimalen ökologischen Fussabdruck sorgt.

    Fortschritt bei den Bauarbeiten
    Schon im Juni 2025 haben erste Arbeiten mit der  Baustelleneinrichtung, Aushub und die Gestaltung der Fundamente begonnen. Der Bau wird von umfassenden Anpassungen der Bahninfrastruktur begleitet. Neue Gleise, Weichen und Technikgebäude sorgen für optimale Anbindung und Logistik. Im Dezember 2024 wurde die neue Gleisgruppe 600 in Betrieb genommen, um Betriebsabläufe effizient zu steuern und die Verteilzentrale von Coop besser anzuschliessen. Die umfassenden Bahnbauarbeiten laufen parallel bis zur Fertigstellung des Werks.

    Landwirtschaft und Kompensation
    Für das NSIF werden insgesamt rund 150’000 Quadratmeter benötigt, davon 8,4 Hektaren Fruchtfolgeflächen. Die SBB hat gemeinsam mit dem Tessiner Bauernverband alternative landwirtschaftliche Flächen in Camorino, Bellinzona, Preonzo, Iragna und Biasca gefunden, um die gesetzlichen Kompensationspflichten vollumfänglich zu erfüllen.

    Bedeutung für die Region
    Der Spatenstich wurde im Beisein prominenter Vertreter aus Politik und Wirtschaft vollzogen. Damit unterstreicht die SBB die Bedeutung und den Stellenwert des Kantons Tessin sowie die langfristige Sicherung der Arbeitsplätze. In einer Region, die vom Wandel der Industrie besonders betroffen ist, steht dieses Projekt für Zukunft, Stabilität und Innovation.

    Das neue SBB Werk Arbedo-Castione bringt Innovation und Nachhaltigkeit in den Schweizer Bahnsektor, festigt den Standort Tessin als industrielles Zentrum und bietet Perspektiven für kommende Generationen. Ein Spatenstich mit Symbolkraft und ein Projekt, das den Puls der Region beschleunigt.

  • Spatenstich für SBB-Werk in Arbedo-Castione

    Spatenstich für SBB-Werk in Arbedo-Castione

    Das neue SBB-Werk, offiziell Nuovo stabilimento industriale ferroviario (NSIF) genannt, ersetzt das bestehende Werk in Bellinzona, das den Anforderungen an den Unterhalt der modernen Triebzüge nicht mehr genügte. Die neue Anlage schafft Raum für 360 Vollzeitstellen und 80 Lehrstellen und ist auf die künftige Wartung und Instandhaltung von Giruno-, ETR- und FLIRT-TILO-Triebzügen spezialisiert. Der hohe Automatisierungsgrad und die Ausrichtung auf elektromechanische Arbeiten machen die Anlage zum modernsten SBB-Industriewerk Europas.

    Besonders stolz zeigte sich SBB-CEO Vincent Ducrot beim Spatenstich. Der Kanton Tessin sei eine äusserst wichtige Region für die SBB, die mit diesem Projekt in Arbeitsplätze, Know-how und Technik investiere. Der neue Standort umfasst eine Fläche von 150’000 Quadratmetern, das entspricht mehr als 20 Fussballfeldern und setzt mit einem Gründach und integrierten Solaranlagen auch ein Zeichen für Nachhaltigkeit.

    Nachhaltigkeit und grosser Baufortschritt
    Begonnen haben die Arbeiten bereits im Juni 2025 mit der Einrichtung der Baustelle, Aushub- und Fundamentarbeiten sowie ersten Massnahmen für die künftige Zugwaschanlage. Parallel läuft der Ausbau der Bahninfrastruktur. Neue Weichen, zusätzliche Gleise und moderne Steuerungstechnik sorgen für eine optimale Anbindung an das Netz. Die SBB legt Wert auf ökologische Kompensation, 8,4 Hektaren hochwertige Fruchtfolgeflächen werden an alternativen Standorten im Tessin ausgeglichen.

    Ab Mitte 2028 geht das neue Werk schrittweise in Betrieb. Mit dem Umzug des bisherigen Werks Bellinzona nach Arbedo-Castione, erhalten Region und Mitarbeitende eine zukunftsfähige Perspektive. Das neue SBB-Werk steht für Innovation, Wachstum und nachhaltige Entwicklung in einer für die Schweiz strategisch wichtigen Region.

  • Alpines Solarprojekt über 2000 Meter gestartet

    Alpines Solarprojekt über 2000 Meter gestartet

    Die Axpo mit Sitz in Baden hat STRABAG mit der Umsetzung eines alpinen Solarprojekts neben dem Stausee Lai da Nalps oberhalb der Ortschaft Serdun in Graubünden beauftragt. Auf über 2000 Meter über Meer werden im Projekt NalpSolar rund 1500 Solartische und ein Technikzentrum installiert, informiert das Bauunternehmen aus Schlieren in einer Mitteilung. Die ersten 10 Prozent der Anlage sollen bereits in diesem Dezember in Betrieb gehen.

    „Die Bauarbeiten sind technisch anspruchsvoll, logistisch herausfordernd und ökologisch sensibel, aber vor allem ein Meilenstein für die Energiewende in der Schweiz“, schreibt STRABAG. So müssen die einzelnen Solartische und anderen Bauteile über eine schmale, einspurige Bergstrasse transportiert werden. Die normalerweise gesperrte Strasse wurde von der Axpo in den 1960er-Jahren als Zufahrtsstrasse für den Stausee eingerichtet.

    Da auf der Baustelle keine Lagermöglichkeiten bestehen, wird zudem jeweils nur das unmittelbar benötigte Material transportiert. „Die Logistik läuft inzwischen wie am Schnürchen“, erklärt Bauführer François Borner in der Mitteilung. „Statt stressig ist sie heute gut planbar.“ Als weitere Herausforderungen im Projekt führt STRABAG in der Mitteilung den unebenen Untergrund und die Achtung der Naturschutzzonen im Baugebiet an.

    Aufgrund der Höhenlage werde NalpSolar besonders im Winterhalbjahr viel Strom produzieren, erläutert STRABAG. Das Bauunternehmen strebt den Abschluss der Arbeiten für das Jahr 2028 an. Der Strom aus NalpSolar ist für die nächsten 20 Jahre für das Stromnetz der SBB reserviert.

  • Schaffhausen als möglicher Standort für Serviceanlage

    Schaffhausen als möglicher Standort für Serviceanlage

    Mit dem Ausbau der Zürcher S-Bahn im Rahmen des Angebotsschritts 2035 steigt die Anzahl der verkehrenden Züge erheblich. Um die Wartung und Abstellung der Fahrzeuge sicherzustellen, benötigt die SBB zusätzliche Service- und Abstellkapazitäten. Die erste neue Serviceanlage soll in der ersten Hälfte der 2030er-Jahre in Betrieb gehen, eine weitere wird mit dem nächsten Ausbauschritt bis 2050 erforderlich.

    In den vergangenen Monaten hat die SBB in Zusammenarbeit mit dem Zürcher Verkehrsverbund, den betroffenen Kantonen, dem Bund und den möglichen Standortgemeinden verschiedene Flächen geprüft. Neben bahnbetrieblichen Anforderungen spielten dabei raumplanerische und ökologische Aspekte eine entscheidende Rolle.

    Schaffhausen als Standort mit Potenzial
    Die bisherigen Standortanalysen zeigen, dass das Umfeld des Bahnhofs Schaffhausen ein hohes betriebliches Potenzial für eine neue Serviceanlage bietet. Besonders die Flächen nördlich des Bahnhofs im Bereich der Güterhallen und des Gleisfelds werden vertieft geprüft. Da sich diese Grundstücke bereits im Eigentum der SBB befinden und bahnbetrieblich genutzt werden, wäre die Umsetzung an diesem Standort besonders effizient.

    Als Endpunkt mehrerer Linien der Zürcher S-Bahn bietet Schaffhausen einen strategisch günstigen Standort. Die Züge könnten mit kurzen Fahrwegen in die Serviceanlage einfahren, wodurch unnötige Leerfahrten vermieden und das bereits stark ausgelastete Bahnnetz entlastet würde. Zudem würde die Anlage rund 60 neue Arbeitsplätze in Schaffhausen schaffen.

    Einbindung in die Stadtentwicklung
    Laut Richtplan Siedlung der Stadt Schaffhausen wird das Güterhallenareal als potenzielles Transformationsgebiet betrachtet, das sich für eine Mischnutzung aus Wohnen und Gewerbe eignen könnte. Im Zuge einer Machbarkeitsstudie wird geprüft, ob sich die Serviceanlage mit einer Mehrfachnutzung kombinieren lässt. Zudem wird analysiert, wie die Vernetzung mit dem öffentlichen Raum und den umliegenden Quartieren gestaltet werden kann. Hierbei müssen auch die Vorgaben des städtischen Gesamtverkehrskonzepts 2019 berücksichtigt werden.

    Gemeinsame Machbarkeitsanalyse und weitere Schritte
    Auf Basis einer gemeinsamen Absichtserklärung prüft die SBB in Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Kanton Schaffhausen im laufenden Jahr die potenziellen Areale und deren Machbarkeit. Dabei werden neben stadt- und verkehrsplanerischen Überlegungen auch Aspekte wie Denkmalpflege, Ortbildschutz und die Interessen der Anwohnenden berücksichtigt. Falls die Machbarkeit bestätigt wird, sollen die Ergebnisse in einem gemeinsam geführten Planungsprozess konkretisiert werden, der sowohl die Serviceanlage als auch die Entwicklung des Güterbahnhofareals umfasst.

    Weitere Planungen im Kanton Zürich
    Parallel zur Standortanalyse in Schaffhausen läuft der Evaluationsprozess für eine zweite Serviceanlage im Kanton Zürich, die bis 2050 realisiert werden soll. Ziel ist es, eine breit abgestützte und mit den betroffenen Gemeinden abgestimmte Lösung zu entwickeln. Zusätzlich prüft die SBB Möglichkeiten zur Optimierung und Erweiterung bestehender oder neuer Abstellanlagen im gesamten Netz der Zürcher S-Bahn.

    Mit der geplanten Serviceanlage könnte Schaffhausen einen wichtigen Beitrag zur Stabilität und Effizienz des S-Bahn-Systems leisten und gleichzeitig wirtschaftliche Impulse für die Region setzen.

  • Erste Züge fahren wieder durch die Weströhre des Gotthard-Basistunnels

    Erste Züge fahren wieder durch die Weströhre des Gotthard-Basistunnels

    Nach dem erfolgreichen Abschluss des Testbetriebs sind am 19. August 2024 die ersten Züge wieder durch die instandgesetzte Weströhre des Gotthard-Basistunnels gefahren. Der erste kommerzielle Zug, ein Frühzug von Chiasso nach Basel, markierte diesen wichtigen Meilenstein. Ein weiterer Güterzug folgte, geführt von SBB Cargo International. Die SBB führt in den kommenden Wochen weiterhin Probefahrten durch, um die vollständige Wiederinbetriebnahme am 2. September 2024 vorzubereiten.

    Schrittweise Rückkehr zur Normalität
    Im Vorfeld der vollständigen Wiederinbetriebnahme finden wiederholt Reinigungsarbeiten statt. Ab dem 2. September wird der Halbstundentakt für alle InterCity- und EuroCity-Züge zwischen der Deutschschweiz und dem Tessin wiederhergestellt. Dies ermöglicht den Reisenden eine deutlich schnellere Verbindung durch den Gotthard-Basistunnel, bei der die Fahrtzeiten um eine Stunde verkürzt werden.

    Wichtige Fortschritte auf dem Weg zur Normalisierung
    Mit dem Probebetrieb in der Weströhre und den erfolgreichen Tests stellt die SBB sicher, dass der Gotthard-Basistunnel bald wieder vollumfänglich zur Verfügung steht. Dies ist nicht nur für den Personenverkehr, sondern auch für den Güterverkehr von zentraler Bedeutung. Der Tunnel bleibt eine der wichtigsten Verkehrsachsen der Schweiz und Europas.

    Die Arbeiten am Tunnel werden planmässig fortgeführt, und die SBB ist zuversichtlich, dass der Regelbetrieb ab Anfang September 2024 wieder aufgenommen werden kann.

  • Siegerprojekt für ersten Neubau Werkstadt-Areal Zürich

    Siegerprojekt für ersten Neubau Werkstadt-Areal Zürich

    Gebrauchte Schienen als Tragkonstruktion
    Das Siegerprojekt «GLEIS X», das von Leuthard AG Baumanagement und Gigon/Guyer Architekten AG entwickelt wurde, besticht durch seine konsequente Wiederverwendungsstrategie. Das Konzept nutzt 12 Kilometer gebrauchte Schienen aus dem SBB ReSale als Stützen und Deckenträger der Hauptgeschosse. Auch die Gebäudehülle besteht aus wiederverwendeten Fenstern und Welleternitplatten. Diese innovative Nutzung gebrauchter Bauteile wurde von der Jury besonders gewürdigt, da sie die Geschichte des Ortes aufgreift und architektonisch weiterführt. Für die SBB, die grossen Wert auf die Erhaltung und Weiterentwicklung des baukulturellen und bahnhistorischen Erbes legt, war dieser Ansatz entscheidend.

    Sechs Gewerbegeschosse und ein Stadtgeschoss
    Der geplante Neubau umfasst sieben Geschosse, von denen sechs als Gewerbeflächen dienen sollen. Diese Flächen sind für kleine bis mittelgroße Betriebe vorgesehen und bieten einen Mix aus klassischem und innovativem Gewerbe. Das erste Obergeschoss, das sogenannte «Stadtgeschoss», wird Dienstleistungen oder kulturelle Angebote beherbergen und so den Austausch mit dem Quartier fördern. Das Erdgeschoss wird zunächst für Parkplätze und Warenumschlag genutzt, soll jedoch in einer späteren Phase ebenfalls in ein Gewerbegeschoss umgewandelt werden.

    Öffentliche Projektausstellung
    Interessierte können die Wettbewerbsbeiträge im Hochparterre des Gebäudes U, Hohlstrasse 400, 8084 Zürich, besichtigen. Die Ausstellung ist bis zum 19. Juni 2024 von Montag bis Freitag von 17 bis 19 Uhr und am Wochenende von 12 bis 16 Uhr geöffnet.

    Werkstadt Zürich –  Ein Ort für urbane Produktion
    Auf dem rund 43.000 Quadratmeter großen Areal der «Werkstadt Zürich» entsteht ein innovatives Zentrum für urbane Produktion und Gewerbe. Die SBB saniert die bestehenden Gebäude und schafft quartiernahe Arbeitsplätze für Handwerk, Service und hochspezialisierte Fachkräfte. Die Transformation des Areals erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Zürich und der kantonalen Denkmalpflege. Aktuell bieten rund 35 Unternehmen auf dem Areal Arbeitsplätze und tragen zur lebendigen Entwicklung des Quartiers bei.

  • Clara Millard Dereudre als neue Verwaltungsrätin der SBB vorgeschlagen

    Clara Millard Dereudre als neue Verwaltungsrätin der SBB vorgeschlagen

    Clara Millard Dereudre ist seit 2021 Direktorin für Smart City bei den Service Industriels de Genève (SIG) und Mitglied der Generaldirektion. Ihr Team arbeitet an Engineering-Projekten, Shared Services und Lösungen für Smart Cities. Sie ist auch für die IT und das Datenmanagement bei SIG verantwortlich.

    Clara Millard Dereudre (52) verfügt über ausgezeichnete Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen operatives und strategisches Marketing, Nachhaltigkeitsstrategie, Innovation, Digitalisierung, Cybersicherheit und Energie. Sie ist Französin und lebt seit 18 Jahren in der Schweiz, derzeit in Prangins (VD).

    Nach Abschluss ihres Studiums an der École des hautes études commerciales du Nord Lille (EDHEC, FR) im Jahr 1994 arbeitete Clara Millard Dereudre während 25 Jahren für die Dow Chemical Company, unter anderem in Zürich als Global Senior Director Marketing, Strategy & Sustainability und in Indianapolis, USA, als Global Director Corporate Strategy und als North America Director Sales & Marketing Operations. Während ihrer letzten Tätigkeit bei Dow Chemical wurde sie zum Senior Corporate Marketing Fellow ernannt und erhielt mehrere Auszeichnungen für Innovation und Nachhaltigkeit.

    Der Bundesrat hat heute dem Wahlvorschlag des SBB-Verwaltungsrates zugestimmt. Die Wahl erfolgt an der Generalversammlung der SBB vom 24. April 2024. Clara Millard Dereudre tritt ihr Amt mit der Wahl an.

    Sie tritt die Nachfolge von Alexandra Post an, die dem SBB Verwaltungsrat seit 2012 angehört und sich aufgrund der Amtszeitbeschränkung von zwölf Jahren nicht mehr zur Wiederwahl stellen kann.

    Der SBB Verwaltungsrat dankt Alexandra Post herzlich für ihr grosses Engagement und die wertvolle Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.

  • Dietikon und SBB präsentieren Siegerprojekt für Bahnhofgebiet

    Dietikon und SBB präsentieren Siegerprojekt für Bahnhofgebiet

    Die SBB und die Stadt Dietikon haben das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs zur Neugestaltung des Bahnhofsareals ausgewählt. Die Jury hat sich für den Entwurf von Hosoya Schaefer Architekten aus Zürich und BRYUM Landschaftsarchitekten aus Basel entschieden. Die drei besten Wettbewerbsprojekte sind ab sofort im Foyer des Stadthauses ausgestellt.

    Das Bahnhofsareal von Dietikon soll laut einer Medienmitteilung zu einer zeitgemässen Verkehrsdrehscheibe und einem lebendigen Stadtquartier werden. Dazu werden in den nächsten Jahren der Bahnhofplatz und Bushof neugestaltet, das Bahnhofgebäude aus dem Jahr 1977 saniert und erweitert sowie auf dem Bahnhofareal neuer Wohn- und Gewerberaum geschaffen.

    Das Siegerprojekt der Ausschreibung sieht ein in der Dichte variierendes Baumdach vom Zentrum Dietikon bis zum Bahnhof vor und bindet das Bahnhofsgebäude fussläufig an Marktplatz und Stadtzentrum an. Die Endhaltestellen des Bushofs werden auf die durch das Baumdach getrennten Businseln Nord und Süd aufgeteilt. Unter dem Baumdach liegt ein chaussierter Bereich, der sowohl als Bewegungs- wie auch als Aufenthaltsraum gedacht ist. Dort soll Platz für Veranstaltungsflächen, Brunnen und Sitzmöglichkeiten sein.

    Der Stadtrat ist der Empfehlung des Preisgerichts gefolgt und hat die Weiterbearbeitung des Siegerprojekts mit dem entsprechenden Planungsteam beschlossen. Die Fertigstellung der Neugestaltung des Bahnhofplatzes und Bushofs soll zwischen 2027 und 2030 erfolgen.

    Neben den drei besten Architekturprojekten liegt auch der Gestaltungsplan der SBB für 60 Tage zur Einsichtnahme der Bevölkerung auf. Nach der öffentlichen Auflage werden die Unterlagen bereinigt, vom Stadtrat verabschiedet und dem Gemeinderat zur Festsetzung vorgelegt. Die Rechtskraft des Gestaltungsplans wird für das Jahr 2025 erwartet.

  • SBB präsentiert Siegerprojekt für Bahnhofgebiet Dietikon

    SBB präsentiert Siegerprojekt für Bahnhofgebiet Dietikon

    Die SBB und die Stadt Dietikon haben das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs zur Neugestaltung des Bahnhofsareals ausgewählt. Die Jury hat sich für den Entwurf von Hosoya Schaefer Architekten aus Zürich und BRYUM Landschaftsarchitekten aus Basel entschieden. Die drei besten Wettbewerbsprojekte sind ab sofort im Foyer des Stadthauses ausgestellt.

    Das Bahnhofsareal von Dietikon soll laut einer Medienmitteilung zu einer zeitgemässen Verkehrsdrehscheibe und einem lebendigen Stadtquartier werden. Dazu werden in den nächsten Jahren der Bahnhofplatz und Bushof neugestaltet, das Bahnhofgebäude aus dem Jahr 1977 saniert und erweitert sowie auf dem Bahnhofareal neuer Wohn- und Gewerberaum geschaffen.

    Das Siegerprojekt der Ausschreibung sieht ein in der Dichte variierendes Baumdach vom Zentrum Dietikon bis zum Bahnhof vor und bindet das Bahnhofsgebäude fussläufig an Marktplatz und Stadtzentrum an. Die Endhaltestellen des Bushofs werden auf die durch das Baumdach getrennten Businseln Nord und Süd aufgeteilt. Unter dem Baumdach liegt ein chaussierter Bereich, der sowohl als Bewegungs- wie auch als Aufenthaltsraum gedacht ist. Dort soll Platz für Veranstaltungsflächen, Brunnen und Sitzmöglichkeiten sein.

    Der Stadtrat ist der Empfehlung des Preisgerichts gefolgt und hat die Weiterbearbeitung des Siegerprojekts mit dem entsprechenden Planungsteam beschlossen. Die Fertigstellung der Neugestaltung des Bahnhofplatzes und Bushofs soll zwischen 2027 und 2030 erfolgen.

    Neben den drei besten Architekturprojekten liegt auch der Gestaltungsplan der SBB für 60 Tage zur Einsichtnahme der Bevölkerung auf. Nach der öffentlichen Auflage werden die Unterlagen bereinigt, vom Stadtrat verabschiedet und dem Gemeinderat zur Festsetzung vorgelegt. Die Rechtskraft des Gestaltungsplans wird für das Jahr 2025 erwartet.

  • Kanton und Stadt wollen künftige Entwicklungsschwerpunkte erschliessen

    Kanton und Stadt wollen künftige Entwicklungsschwerpunkte erschliessen

    Neben kurz- und mittelfristigen Massnahmen wie einem neuen Buskonzept in Zürich Nord und dem Tram Affoltern sind auch längerfristige Angebotsausbauten für den öffentlichen Verkehr in Kanton und Stadt Zürich geplant. Bestandteil dieses Ausbaus ist ein Projekt, das heute von der Zürcher Regierungsrätin und Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh und Stadtrat Michael Baumer, Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe, näher vorgestellt wurde: die Tramtangente Nord von Zürich Affoltern via Oerlikon nach Stettbach.

    ÖV-Ringsystem mit neuer Tangentialverbindung

    Das Projekt ist integraler Bestandteil der ZVV-Strategie 2025–2029 sowie der VBZ-Netzentwicklungsstrategie auf Basis des «Zukunftsbilds ÖV 2050», das unter anderem ein ÖV-Ringsystem mit einer neuen Tangentialverbindung von Affoltern via Oerlikon nach Stettbach vorsieht. «Zürich-Nord hat enormes Potenzial und strahlt weit über die Stadtgrenzen in den Kanton hinaus.», sagt Regierungsrätin und ZVV-Verkehrsratspräsidentin Carmen Walker Späh. «Es ist deshalb nach dem Tram Affoltern sinnvoll, die Tramtangente Nord genauer zu prüfen». Dies gilt umso mehr, als die Tramtangente Nord auch einen Teil der Gleise des Trams Affoltern nutzen soll, das ab 2026 gebaut werden soll.

    Die Rolle und die Aufgabe des öffentlichen Verkehrs im Kanton und in der Stadt Zürich sind anspruchsvoll: Er soll grosse Verkehrsströme auf möglichst klimaneutraler Basis sicherstellen und damit auch in Zukunft das Rückgrat einer zeitgemässen, klimafreundlichen und effizienten Mobilität sein. Schon heute wird ein grosser Teil des Verkehrs mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigt – im Kanton zu einem Drittel, in der Stadt zu rund 40 %. Mit Blick auf Klimaschutzmassnahmen und auf Basis der kantonalen und städtischen Strategien sollen diese Anteile weiter gesteigert werden.

    Stadtrat Michael Baumer bringt die Strategie auf den Punkt: «Nur mit kurzen Reisezeiten, Pünktlichkeit und einem dichten Netz können wir weiterhin attraktiv bleiben. Das geplante Ringsystem mit der Tramtangente Nord als ersten Schritt bringt den ÖV in der Stadt entscheidend weiter». Um das Bevölkerungswachstum in den Quartieren von Zürich Nord aufzufangen, ist ein gezielter Ausbau von Tram- und Busnetz notwendig.

    Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs ist eine der Grundlagen für die räumliche Entwicklungsstrategie der Stadt Zürich zur Förderung der Zentren im Norden und Westen der Stadt. Das Projekt wird nun rasch angegangen mit dem Ziel, dem Bund das Projekt zur Mitfinanzierung im Rahmen der Agglomerationsprogramme der 6. Generation einreichen zu können. Dieser verlangt jeweils ein abgeschlossenes Vorprojekt für die grossen Stadtbahnprojekte. Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat diesen Sommer im Rahmen der ZVV-Strategie 2025–2029 entschieden, grünes Licht für erste Abklärungen zu geben und die Grundlage für einen entsprechenden Projektierungskredit schaffen zu lassen. Die nächsten Schritte in diesem Projekt macht jetzt die Stadt Zürich mit einer Potenzial- und Machbarkeitsstudie.

  • Tunnel statt Flaschenhals: SBB bauen Strecke zwischen Zürich und Winterthur aus

    Tunnel statt Flaschenhals: SBB bauen Strecke zwischen Zürich und Winterthur aus

    Der gesamte Bahnverkehr zwischen Zürich und Winterthur nutzt heute die einzige Doppelspurverbindung via Effretikon. Dieser Streckenabschnitt ist somit ein regelrechter Flaschenhals. Um den Engpass zu beheben, baut die SBB die Strecke im Auftrag des Bundes aus. Eine neue Doppelspurlinie durch den Brüttener Tunnel sowie der Ausbau von vier Bahnhöfen und bereits bestehenden Linien soll Entlastung bringen.

    Kernstück des Projekts «Mehrspur Zürich–Winterthur» ist der Brüttener Tunnel. Er wird rund 9 Kilometer lang und verfügt über zwei Tunnelröhren mit je einem Gleis. Die Züge verkehren darin mit 160 Stundenkilometern. Die Fahrzeit im Tunnel beträgt rund 3 Minuten.

    Das nördliche Portal des Brüttener Tunnels liegt bei Tössmühle vor Winterthur. Die Tunnelröhren teilen sich und enden in zwei Tunnelportalen im Süden: bei Bassersdorf und bei Dietlikon. Diese Linienführung ist die schnellste und leistungsstärkste Verbindung zwischen Zürich und Winterthur, da damit sowohl Zürich Flughafen (via Bassersdorf) als auch Zürich HB (via Dietlikon) direkt an Winterthur angebunden sind. Weil die neue Doppelspur grösstenteils unterirdisch verläuft, sind nach dem Bau keine grossen Eingriffe in der Landschaft mehr sichtbar.

    Mit dem Projekt soll die Bahnkapazität zwischen Zürich und Winterthur um 30 Prozent auf rund 900 Züge und 156’000 Reisende pro Tag ausgebaut werden. Zwischen Zürich und Winterthur sollen zwei Fernverkehrslinien zukünftig im Viertelstundentakt fahren.

    Ende Mai 2023 wird das Projekt öffentlich aufgelegt. Bei einem Projektverlauf ohne Beschwerdeverfahren ist ein Baustart aus heutiger Sicht ab Mitte der 2020er-Jahre und eine Inbetriebnahme des Angebots ab Mitte der 2030er-Jahre möglich.

    Der Bund investiert mit dem «Ausbauschritt 2035» rund 12,89 Milliarden Franken in zahlreiche Projekte zur Erweiterung der Bahninfrastruktur in der ganzen Schweiz. Das Projekt «Mehrspur Zürich–Winterthur» ist mit geschätzten Kosten von rund 2,9 Milliarden Franken das grösste dieser Projekte.

  • Siegerprojekt für Bahnhofareal Horgen Oberdorf steht fest

    Siegerprojekt für Bahnhofareal Horgen Oberdorf steht fest

    Auf dem rund 2 100 Quadratmeter grossen Bahnhofareal Horgen Oberdorf plant die SBB neuen Wohn- und Geschäftsraum und eine moderne Verkehrsdrehscheibe. Mit einem Studienauftrag hat die SBB ein städtebaulich überzeugendes und nachhaltiges Projekt für das Areal gesucht. Eine Jury aus externen Fachexpertinnen, Vertretern der Auftraggeber sowie der Gemeinde hat nun das Siegerprojekt erkoren. Das Siegerteam – bestehend aus Galli Rudolf Architekten AG, Westpol Landschaftsarchitektur und Schnetzer Puskas Ingenieure AG – lieferte das überzeugendste Gesamtkonzept: Das Planungsteam berücksichtigt mit seinem Vorschlag die örtlichen Gegebenheiten und bringt Freiraum und Städtebau gekonnt zusammen. Die Jury lobt in ihrem einstimmig getroffenen Entscheid die Art und Weise, wie sich der aus unterschiedlichen Volumen bestehende Baukörper in das Ortsbild einfügt. Das Projekt nimmt die Strukturen des talseitigen Quartiers und jene des Quartiers südlich der Neugasse auf. 

    45 Wohnungen mit gemeinschaftlichen Dachgärten  
    Die Basis der neuen Überbauung bildet ein Sockelgeschoss, das den Bahnhof in seiner ganzen Länge überdacht und verbindet. Darüber sind fünf Gebäude mit seeseitig orientierten Wohn- und Geschäftsräumen angeordnet. Auf dem Dach des Geschäftshauses wird eine Photovoltaikanlage installiert, auf den vier Wohnhäusern entstehen gemeinschaftliche Dachgärten. Die Gebäudezwischenräume werden zu privaten Grünflächen. Die Gebäudehülle nimmt mit ihrem Fassadenraster aus Holzrahmen- und Photovoltaikelementen Bezug auf das am Hang gelegene Industrieareal Schweiter. Auf Ebene der Gleise sorgt eine spezielle statische Konstruktion für einen stützen- und damit hindernisfreien Raum, von dem der Personen-, Bus- und Taxiverkehr profitiert. Zwei Sockelbauten bieten den Reisenden und Bahnhofbesuchern Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie. Der neue Bahnhofplatz erhält ein Restaurant/Café sowie Sitzgelegenheiten. Eine Baumreihe mit Sitzbänken und Warteunterständen entlang der Hangkante fassen den Platz und erzeugen so eine Dorfplatzatmosphäre. Mit der Treppe zwischen Bahnhofplatz, Stadtterrasse und Passerelle entsteht eine neue Quartierverbindung. Die Oberdorfstrasse wird zur Begegnungszone umgestaltet und erhält seeseitig ein breiteres Trottoir. Dies erhöht die Sicherheit für den Fuss- und Veloverkehr und erleichtert die Querung. 

    Mit der Überbauung am Bahnhof Horgen Oberdorf schafft die SBB an bestens erschlossener Lage rund 45 Wohnungen, davon einen Drittel im preisgünstigen Segment. Die Wohnungsgrössen variieren zwischen 1.5 und 4.5 Zimmern. Für Gastronomie und Verkauf stehen circa 240 Quadratmeter zur Verfügung, für Dienstleistungen 750 Quadratmeter. 20 P+R-Parkplätze, rund 100 Bike+Rail-Abstellplätze sowie zwei Taxistandplätze ermöglichen ein bequemes Umsteigen zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln. Die Gebäude werden nach den Vorgaben der DGNB-Nachhaltigkeitsstandards errichtet. Mit einer Umsetzung ist voraussichtlich ab Ende 2025 zu rechnen. 

    Öffentliche Projektausstellung in der Gemeindeverwaltung 
    Die Wettbewerbseingaben werden für die interessierte Öffentlichkeit ausgestellt: am 25. Mai 2023 bis 2. Juni 2023 jeweils zu den Öffnungszeiten in der Gemeindeverwaltung Horgen, Bahnhofstrasse 10, 8810 Horgen. 

  • Grossprojekt MehrSpur Zürich–Winterthur wird öffentlich aufgelegt

    Grossprojekt MehrSpur Zürich–Winterthur wird öffentlich aufgelegt

    Im Auftrag des Bundes plant die SBB eine neue Doppelspur durch den Brüttenertunnel, den Ausbau der Bahnhöfe Dietlikon, Bassersdorf, Wallisellen und Winterthur Töss sowie weitere bauliche Massnahmen an der Bahninfrastruktur zwischen Zürich und Winterthur. Die geplanten Infrastrukturausbauten des Grossprojektes MehrSpur Zürich–Winterthur beseitigen den heutigen Engpass im Bahnnetz. Dank der zweiten Doppelspur durch den Brüttenertunnel fahren zukünftig zwischen Zürich und Winterthur zwei Fernverkehrslinien im Viertelstundentakt. Im Zürcher S-Bahnnetz wird der Viertelstundentakt zum Grundtakt. 

    Das Projekt liegt vom 30. Mai bis 28. Juni 2023 in den betroffenen Gemeinden öffentlich auf. Die Unterlagen sind während den offiziellen Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltungen einsehbar. Während der öffentlichen Auflage sind zu bestimmten Zeiten SBB-Projektverantwortliche vor Ort und beantworten Fragen von Anwohnerinnen und Anwohnern im Projektperimeter. Informationen und Anmeldung zum Event auf der SBB-Webseite «MehrSpur Zürich-Winterthur». 

    Ausbau ermöglicht 30 Prozent mehr Kapazität 
    Der Ausbau der Bahnstrecke Zürich–Winterthur umfasst folgende Vorhaben: 

    • Rund neun Kilometer langer Brüttenertunnel zwischen Dietlikon / Bassersdorf und Winterthur 
    • Ausbau der vier Bahnhöfe Dietlikon, Bassersdorf, Wallisellen, Winterthur Töss 
    • Bau von zwei Brücken und zwei kurzen Tunneln. Mit diesen Bauwerken werden die neuen Gleise ans bestehende Bahnnetz angeschlossen und der Verkehr wird entflochten: Züge können sich kreuzen, ohne den Gegenverkehr zu behindern. 
    • Im Projekt werden auch Vorhaben des Kantons Zürich (Veloverbindungen), von Städten und Gemeinden sowie Investitionen des Bundes zum Unterhalt der Bahninfrastruktur geplant und realisiert. 

    Mit dem Grossprojekt MehrSpur Zürich–Winterthur wird die Bahnkapazität zwischen Zürich und Winterthur um 30 Prozent ausgebaut: Pro Tag können 900 Züge rund 156 000 Reisende befördern. Damit wird Reisen schneller, einfacher und komfortabler. 

    Rund zehn Jahre Bauzeit 
    Bei einem Projektverlauf ohne Beschwerdeverfahren ist ein Baustart aus heutiger Sicht ab Mitte der 2020er-Jahre und eine Inbetriebnahme des Angebotes ab Mitte der 2030er-Jahre möglich. Ein definitives Bauprogramm kann die SBB erstellen, sobald vom Bund die rechtskräftige Baubewilligung vorliegt und die Bauarbeiten vergeben sind. 

    Grösstes Projekt im Ausbauschritt 2035 des Bundes 
    Die Kosten für die geplanten Ausbauten zwischen Zürich–Winterthur betragen rund 2,9 Milliarden Franken. Damit ist MehrSpur Zürich–Winterthur das grösste Projekt im Ausbauschritt 2035 des Bundes. Die Finanzierung läuft über den Bahninfrastrukturfond des Bundes, der sich unter anderem aus Beiträgen von Bund und Kantonen speist. 

  • Pläne für Berner Bahnausbauprojekt West liegen auf

    Pläne für Berner Bahnausbauprojekt West liegen auf

    Im Bahnknoten Bern kommt es immer wieder zu Engpässen, welche Auswirkungen auf den gesamten Fernverkehr der Schweiz haben. Mit dem Ausbauschritt 2025 (AS25) des Bundes werden solche Engpässe behoben, und der Bahnbetrieb in der Schweiz wird weiter optimiert: So gibt es stabilere und mehr Verbindungen zwischen Bern und Zürich, einen Halbstundentakt nach Luzern und Neuenburg sowie mehr Züge auf der Strecke Bern–Thun. Zwischen Bern und Münsingen soll künftig jede Viertelstunde eine S-Bahn fahren und auch zwischen Bern und Burgdorf gibt es mehr Verbindungen.  

    Verschiedene Projekte geplant  
    Für das AS25-Gesamtprojekt «Leistungssteigerung Bern West» sind fünf Teilprojekte vorgesehen:  
    • die Entflechtung Holligen mit dem 1.7 km langen neuen Holligentunnel  
    • die Abstellanlage Aebimatt  
    • der Westkopf Bahnhof Bern  
    • die Haltestelle Europaplatz Nord  
    • die Passerelle Steigerhubel für den Fuss- und Veloverkehr 

    Die neue Haltestelle Europaplatz Nord beinhaltet auch eine neue Personenunterführung der Stadt Bern. Für den Westkopf Bahnhof Bern wird später ein separates Plangenehmigungsverfahren beim Bundesamt für Verkehr (BAV) nachgereicht.  

    Bauarbeiten dauern zwölf Jahre  
    Der Baubeginn ist im Frühjahr 2025 geplant. Der neue Bahnhof mit Projektnamen Europaplatz Nord geht 2028 in Betrieb und wird damit die bestehende, wenige hundert Meter westlich gelegene Haltestelle Stöckacker ersetzen. Reisende fahren voraussichtlich erstmals 2034 durch den Holligentunnel. Bis zur Fertigstellung des Gesamtprojektes dauert es nach heutigem Stand bis 2036.  

    Im Februar 2023 hat die SBB das Dossier zum Plangenehmigungsverfahren beim Bundesamt für Verkehr eingereicht. Die öffentliche Auflage wird vom 15. Mai 2023 bis 13. Juni 2023 in Bern stattfinden.   

    Die geschätzten Kosten für die «Leistungssteigerung Bern West» belaufen sich nach heutigem Stand auf rund 750 Millionen Franken (+/- 10%). Das Projekt wird über den Ausbauschritt 2025 (AS25) des Bundes finanziert.   

    Inforaum öffnet seine Türen  
    Damit sich Anwohnende und Interessierte umfassend über das Projekt informieren können, wird während der Planauflage ein Inforaum geöffnet. Dieser befindet sich im BLS-Gebäude an der Stöckackerstrasse 25 in 3018 Bern.  

    Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter sbb.ch/bernwest 

  • Pläne für «Entflechtung Gümligen Süd» liegen auf

    Pläne für «Entflechtung Gümligen Süd» liegen auf

    Um die im Ausbauschritt 2025 des Bundes (AS25) bestellten Angebotsverbesserungen umsetzen zu können, soll bei Gümligen ein neuer Bahntunnel gebaut werden. Zusammen mit weiteren Projekten aus dem AS25 ermöglicht die «Entflechtung Gümligen Süd» einfachere Kreuzungsmöglichkeiten der Züge. Dies macht langfristig einen Viertelstundentakt der S-Bahn Bern – Münsingen, gepaart mit dem Halbstundentakt der S-Bahn Bern – Langnau sowie zusätzliche Kapazitäten für den Fernverkehr und für den Güterverkehr im Aaretal möglich. Die «Entflechtung Gümligen Süd» bringt den Reisenden mehr Stabilität im Fahrplan sowie zusammen mit anderen Projekten mehr Verbindungen.

    450 Meter Tunnel für einfacheres Kreuzen der Züge
    Konkret plant die SBB unterhalb der bestehenden Bahnstrecke zwischen Muri und Rüfenacht/Allmendingen, im Hüenli-Wald, einen neuen, 450 Meter langen Bahntunnel. Um den neuen Tunnel betreiben zu können, muss die SBB zudem das bisherige Stellwerk Gümligen ersetzen und die Übertragungsleitung im betroffenen Gebiet verlegen.

    Rund 5 Jahre Bauzeit
    Der Baubeginn ist nach heutigem Stand im Mai 2024 geplant. Ein Jahr später soll die neue Übertragungsleitung und ein weiteres Jahr später das neue Stellwerk in Betrieb gehen. Reisende fahren voraussichtlich erstmals Mitte 2028 durch den neuen Tunnel, bis zur Fertigstellung des Gesamtprojektes dauert es gemäss heutiger Planung bis Ende 2029.

    Im Dezember 2022 hat die SBB das Dossier zum Plangenehmigungsverfahren beim Bundesamt für Verkehr eingereicht. Die Planunterlagen liegen vom 1. Mai 2023 bis 30. Mai 2023 bei den Gemeindeverwaltungen von Muri bei Bern, Allmendingen, Worb, Ostermundigen, Vechigen, Stettlen, Krauchthal öffentlich auf.

    Die geschätzten Kosten für die «Entflechtung Gümligen Süd» belaufen sich auf rund 200 Millionen Franken (+/- 10%). Das Projekt wird über den Ausbauschritt 2025 des Bundes finanziert.

    Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter sbb.ch/guemligen.

  • Bis 2040 wird alles neu auf dem Rösslimatt-Areal

    Bis 2040 wird alles neu auf dem Rösslimatt-Areal

    Das Areal Rösslimatt mitten in Luzern grenzt zweiseitig an Gleisanlagen. Bis 2040 soll es komplett umgestaltet werden.

    Das Areal ist auf verschiedene Baufelder aufgeteilt und wird in drei Etappen realisiert. In der ersten Etappe zwischen 2018 und 2025 werden die Baufelder A bis C entwickelt und die Güterstrasse 7 sanft saniert. In der zweiten Etappe von 2025 bis 2040 ist für die freiliegenden Flächen eine Zwischennutzung geplant. In der dritten Etappe und nach der Realisierung des Durchgangsbahnhofs Luzern ab ungefähr 2040 ist auf den Baufeldern D bis F die Entwicklung neuer Nutzungen mit dem Schwerpunkt Wohnen geplant.

    Auf dem Baufeld A entsteht ein 180 Meter langes, nachhaltiges Gebäude des Architekten Rolf Mühlethaler. Es wird am Standort eines alten Güterschuppens realisiert, der 2020 abgebrochen wurde. Die Fassade des Neubaus ist geprägt von umlaufenden Veranden sowie einer zweigeschossigen Arkade auf der Seite der neuen Walter-von-Moos-Promenade mit einer witterungsgeschützten Holz-Glas-Fassade aus heimischem Holz.

    Der Neubau verfügt über rund 21’600 Quadratmeter vermietbare Fläche. Ende 2019 konnte die Hochschule Luzern als Hauptmieterin gewonnen werden. Sie beabsichtigt, auf rund 16’000 Quadratmeter ihren Hochschulbetrieb ab dem Herbstsemester 2025 zu starten. Das Erdgeschoss wird geprägt sein von publikumsorientierten Nutzungen wie einer Mensa, einem Café, Begegnungszonen und einem grossen Hörsaal. Besonders die Gleisloggia, eine markante zweigeschossige Öffnung des langen Gebäudes, und der neu gestaltete Bürgenplatz bilden zusammen mit den vorgesehenen Gastro-Nutzungen neue urbane Treffpunkte.

    Auf den Baufeldern B und C soll ein Gebäude mit gemischter Nutzung entstehen. Nach dem im Februar 2020 abgeschlossenen Architekturwettbewerb wurde das Siegerprojekt der Arbeitsgemeinschaft Demuth Hagenmüller Lamprecht Architekten mit Alessandra Villa Architektur zur weiteren Bearbeitung vom Begleitgremium empfohlen und befindet sich aktuell im Bau.

    In der ersten Etappe werden die Baufelder A bis C entwickelt und die Güterstrasse 7 sanft saniert.

    Im September 2020 bekannte sich das Pharmaunternehmen MSD zum Standort Luzern. Es wird auf den Baufeldern B und C rund 15’000 Quadratmeter Bürofläche beziehen. Die Arealvorbereitung startete im zweiten Quartal 2021, und der Bezug ist für 2025 geplant.

    Beide Neubauten verfügen über heute noch nicht vermietete Flächen.

    Das Gebäude an der Güterstrasse 7 wurde 1905 errichtet und ist als erhaltenswertes Objekt im Bauinventar der Stadt Luzern eingetragen. Bei diesem Gebäude mit der historischen Fassadengestaltung handelt es sich um einen 7-geschossigen Mauerwerksbau, bestehend aus einem Untergeschoss, fünf Obergeschossen und einem Dachgeschoss. Er umfasst Gewerbe- und Wohnflächen. Der Bau wurde 2020 saniert, die Flächen 2021 bezogen. Die sanfte Sanierung ermöglichte, die Wohnungen zu moderaten Mietzinsen wieder zur Verfügung zu stellen.

    Das Areal Rösslimatt wird nachhaltig, nachfrageorientiert und qualitativ hochstehend entwickelt. Mit der Anbindung des Areals an das Fernwärme- und Kältenetz von Energie Wasser Luzern wird eine zu 100 Prozent nachhaltige Erzeugung von Wärme und Kälte gewährleistet. Durch die zentrale Lage lassen sich die gegebenen ÖV-Angebote sowie mehrere Angebote für Car- und Velo-Sharing optimal nutzen.

    Zusätzlich zu den Kriterien der 2000-Watt-Gesellschaft werden die Ziele der Schweizer Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft der Stufe Silber eingehalten. Im September 2019 wurde das Rösslimatt für seine nachweislichen und vorbildlichen Resultate nach den 2000-Watt-Areal-Kriterien in der Phase Entwicklung ausgezeichnet und 2021 rezertifiziert.

  • Zukunft Bahnhof Bern: Verkehrsmassnahmen werden aufgelegt

    Zukunft Bahnhof Bern: Verkehrsmassnahmen werden aufgelegt

    Damit der Bahnhof Bern seine Funktion als Verkehrsdrehscheibe weiterhin erfüllen kann, wird er im Rahmen des Projekts «Zukunft Bahnhof Bern» (ZBB) erweitert: Der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) baut unterhalb der bestehenden SBB-Gleise einen neuen Bahnhof. Die SBB erstellt eine zweite Personenunterführung mit neuen Bahnhofzugängen beim Bubenbergzentrum und bei der Länggasse. Die Bauarbeiten sind seit 2017 im Gang; die Inbetriebnahme ist ab 2028 geplant. 

    Städtische Bau- und Verkehrsmassnahmen 
    Aufgabe der Stadt ist es, sicherzustellen, dass die Reisenden rasch und sicher zum neuen Bahnhof gelangen können. Um dem Fussverkehr am Bubenbergplatz mehr Platz zur Verfügung stellen zu können, sollen Fahrspuren abgebaut, Zirkulations- und Aufenthaltsflächen vergrössert und die Grünzeiten für Fussgänger*innen verlängert werden. Damit auch der ÖV weiterhin flüssig zirkulieren kann, muss der motorisierte Individualverkehr auf der Achse Inselplatz-Bubenbergplatz-Bahnhofplatz-Bollwerk um rund 60 Prozent reduziert werden – dies erfolgt mittels Anpassungen des Verkehrsregimes auf dem Bubenbergplatz und am Bollwerk/Henkerbrünnli. Um die mit der Eröffnung des neuen Bahnhofzugangs stark ansteigenden Personenströme bewältigen zu können, ist zudem beim schon heute überlasteten Bubenbergplatz eine unterirdische Personenpassage erforderlich, die von der neuen SBB-Publikumsanlage direkt in den Hirschengraben führt. 

    «Ein gut erschlossener und leistungsfähiger Bahnhof ist die Hauptschlagader der nachhaltigen städtischen Mobilität», sagt Gemeinderätin Marieke Kruit, Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün. «Auch die Stadt Bern muss ihren Teil dazu beitragen.» Voraussetzung für die städtischen Bau- und Verkehrsmassnahmen ist neben der Finanzierung eine Überbauungsordnung. Diese wird ab dem 26. April 2023 während knapp fünf Wochen öffentlich aufgelegt. 

    Teilprojekt Hirschengraben wurde überarbeitet 
    Die Stadtberner Stimmberechtigten haben den Ausführungskredit für die städtischen Bau- und Verkehrsmassnahmen ZBB im März 2021 gutgeheissen. Im Nachgang zur Volksabstimmung wurden die Pläne für den Hirschengraben aufgrund der Empfehlungen mehrerer von der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege (EKD) geforderter Gutachten angepasst. Die Projektanpassungen wurden vom Gemeinderat im November 2022 in Auftrag gegeben (siehe dazu die Medienmitteilung vom 22. November 2022). Das inzwischen überarbeitete Projekt weist gegenüber den ursprünglichen Plänen verschiedene Änderungen auf (vgl. Kasten) – die wichtigste: Die Kastanienbäume im Hirschengraben sollen an ihren jetzigen Standorten möglichst erhalten bleiben; die fünf Bäume, die infolge der Bauarbeiten im Bereich der Passage und der Tramwendeschlaufe entfernt werden müssen, werden nach Abschluss der Arbeiten ersetzt. «Die Ausgangslage am Hirschengraben ist komplex, wir konnten nun aber eine stimmige und belastbare Lösung finden. Aus Sicht des Gemeinderats wird das angepasste Projekt den verschiedenen Anliegen bestmöglich gerecht», so Marieke Kruit. 

    Schritte zur Realisierung 
    Die nun öffentlich aufgelegte Überbauungsordnung wird vom Stadtrat zu beschliessen und anschliessend vom kantonalen Amt für Gemeinden und Raumordnung zu genehmigen sein. Nach heutiger Planung können die wesentlichen Elemente der städtischen Verkehrsmassnahmen im April 2028, gleichzeitig mit der Eröffnung des neuen Bahnhofzugangs, umgesetzt werden. Sollte es im Rahmen des Genehmigungsverfahrens jedoch zu Beschwerden kommen, die an höhere juristische Instanzen weitergezogen werden, sind Verzögerungen nicht auszuschliessen.

  • Der Ausbau des Bahnhofs Basel SBB läuft auf Hochtouren

    Der Ausbau des Bahnhofs Basel SBB läuft auf Hochtouren

    Die Bauarbeiten für den Ausbau des Bahnhofs Basel SBB sind auf Kurs. Am 14. Dezember 2022 erteilte der Bund der SBB die Baubewilligung für die beiden Projekte. Am 2. Januar 2023 starteten die Bauarbeiten. Das 210-Millionen-Franken-Projektpaket beinhaltet einerseits das Projekt Leistungssteigerung Basel SBB mit dem zusätzlichen 460 Meter langen Perron Gleis 19/20 und kapazitätssteigernden Massnahmen auf den Zulaufstrecken Richtung Basel St. Johann und Münchenstein. Andererseits enthält das Paket eine provisorische 147 Meter lange und rund 10 Meter breite Passerelle im Bereich zwischen der bestehenden Passerelle und der Margarethenbrücke.

    Eine der Voraussetzung für die künftigen Angebotsausbauten
    An einer Medienkonferenz in Basel informierten Wolfgang Stolle, SBB Gesamtprojektleiter, und Thomas Staffelbach, SBB Gesamtkoordinator Basel, über den Stand der Arbeiten und die weiteren Ausbauprojekte in der Region. Marco Galli, Koordinator Bahnknoten Basel beim Kanton Basel Stadt, unterstrich die Bedeutung des Projektpakets für den Kanton. Denn ab Ende 2025 soll die Nordwestschweiz deutlich mehr Zug erhalten. Dies haben Bund, Parlament und Kantone beschlossen. Die S-Bahn-Züge zwischen Basel und Liestal sollen ab dann im Viertelstundentakt verkehren und die Fernverkehrszüge auf der Linie Basel–Delémont–Biel/Bienne im Halbstundentakt. Leistungssteigerung und provisorische Passerelle schaffen dafür im Bahnhof Basel SBB die nötigen Kapazitäten für mehr Zugshalte und mehr Reisende, insbesondere zur Hauptverkehrszeit.

    Bohrmaschine erstellt Pfähle für 570 Meter lange Stützmauer
    Aktuell nimmt das Bauteam entlang der Meret Oppenheim-Strasse Arbeiten für die künftige Stützmauer vor. Das rund 570 Meter lange, zwischen vier bis sieben Meter hohe Bauwerk schliesst künftig das Gleisfeld gegen das Gundeldingerquartier hin ab. Das Gleisfeld muss gegen Süden hin verbreitert werden, um genügend Platz für die erweiterte Perron- und Gleisanlage zu schaffen. Seit Ende Januar bohrt dafür eine Bohrmaschine die Bohrpfähle für die Stützmauer. Die Maschine ist noch bis voraussichtlich Juni 2023 zwischen der Margarethenbrücke und der Peter Merian-Brücke im Einsatz. 119 der insgesamt 308 Bohrpfähle sind per Ende März erstellt. Die Bohrpfähle gehen unterschiedlich tief in den Boden, die längsten sind bis zu 14 Meter lang.

    Abbruch der gleisnahen Häuser zwischen Passerelle und Hochstrasse
    Um die Stützmauer bauen zu können, brechen die Bauleute seit Januar 2023 die nahe gelegenen Häuser zwischen Postpasserelle und Hauptpasserelle ab. Ab April folgen die gleisseitigen Gebäude an der oberen Hochstrasse. Den südlichen Zugang zur Postpasserelle musste die SBB aus demselben Grund am 13. Februar 2023 sperren. Den betreffenden Abschnitt der Postpasserelle bricht das Bauteam ab Mitte Mai 2023 ab. Danach wird der Zugang rund 4,3 Meter weiter Richtung Süden neu gebaut. So reicht er künftig über das breitere Gleisfeld. Ende 2023 geht der neue Zugang wieder in Betrieb.

    Das erste Joch für die neue Passerelle steht
    Auch die ersten Arbeiten für die provisorische Passerelle laufen. Von Mitte Januar bis Anfang April 2023 erstellte das Bauteam am westlichen Ende des Perrons Gleis 11/12 die dortigen Fundationen und Stützen der neuen Passerelle. Unterdessen sind das Joch und der Treppenaufgang zur Passerelle erstellt. Anfang April wechseln die Bauleute sodann zum westlichen Ende des Perrons Gleis 9/10 und machen dasselbe dort. Ende Juni folgt der Wechsel auf Perron Gleis 7/8. Während den Arbeiten ist die Länge des betreffenden Perrons jeweils eingeschränkt.

    Umfangreiche Nachtarbeiten im Gleisbereich
    Nachts nehmen die Bauteams seit Januar Arbeiten an der Fahrleitung, den Gleisen und den Kabelanlagen vor. Diese Anpassungen sind für die Fundationen der Passerelle und die neuen Perronanlagen notwendig. Zudem erstellen die Bauteams Schutzgerüste. Sie sollen sicherstellen, dass bei den Abbrucharbeiten kein Bauschutt auf die in Betrieb stehenden Gleisanlagen gelangt. All diese Arbeiten können die Bauteams aus Sicherheitsgründen nur bei gesperrtem Gleis und ausgeschalteter Fahrleitung vornehmen. Sie müssen deshalb in der verkehrsärmeren Nachtzeit ausgeführt werden. Die SBB prüft laufend, wie sich je nach Bauphase der nächtliche Lärm reduzieren lässt. Sie ist sich aber bewusst, dass die Arbeiten trotzdem viel Geduld und Verständnis von den Anwohnenden abfordern.

    Einschränkungen für Velos und motorisierten Verkehr
    Zu Einschränkungen kam und kommt es für Velos und motorisierten Verkehr. So ist beispielsweise die Zahl der Veloabstellplätze auf der Gundeldingerseite baubedingt reduziert, von zuvor 700 auf temporär 530 Plätze. Die SBB prüft deshalb zurzeit nochmals mit dem Kanton, wie und wo zusätzliche Abstellplätze möglich sind. Ziel ist, diese zusätzlichen Plätze noch im Frühling in Betrieb nehmen zu können. Zwischenzeitlich bittet die SBB die Velofahrerinnen und Velofahrer alle Provisorien zu nutzen, auch die auf Höhe des Meret Oppenheim Hochhauses. Dort sind vielfach noch Plätze frei, insbesondere in der oberen Etage der doppelstöckigen Abstellanlagen. 2025 wird die SBB die temporären Veloplätze wieder demontieren und auf der neugestalteten Südseite des Bahnhofs, entlang der Gleise, wieder aufstellen. Die Gesamtzahl wird dabei auf rund 1100 Veloplätze erhöht. Im Strassenverkehr sind aus Sicherheitsgründen seit Anfang Januar Einschränkungen auf der Meret-Oppenheim-Strasse nötig sowie ab 3. April bis 30. Juni auf der oberen Hochstrasse. Die Einschränkungen gibt die SBB jeweils vorgängig gemäss den geltenden kantonalen Prozessen und Vorgaben bei der Kantonspolizei ein und stimmt sie mit ihr ab.

  • Werkstadt Zürich: Transformation in ein klimafreundliches Quartier

    Werkstadt Zürich: Transformation in ein klimafreundliches Quartier

    Die SBB verwandelt das 42’000 m2 grosse Werkstadt-Areal in Zürich bis 2035 in einen belebten urbanen Stadtraum. Die historische Bausubstanz bleibt erhalten und wird künftig ein spannungsvolles Ensemble mit den Neubauten und Aufstockungen bilden. Die Transformation der ehemaligen SBB-Werkstätten erfolgt äusserst nachhaltig und beinhaltet Massnahmen des klimagerechten Bauens, Ansätze der Kreislaufwirtschaft sowie ein innovatives Energiekonzept.

    Bestand weiterentwickeln
    In enger Abstimmung mit der Denkmalpflege werden die bestehenden Gebäude in den kommenden Jahren schrittweise umgebaut sowie mit Neubauten und Aufstockungen ergänzt. Als Herzstück des Areals vereint die ehemalige Wagenwerkstätte «Gebäude Q» ab 2023 einen vielfältigen Nutzungsmix unter einem Dach. Durch die Weiterentwicklung entsteht ein spannungsvolles Zusammenspiel zwischen historischer Bausubstanz, baulicher Verdichtung und öffentlicher Nutzung der Aussenräume.

    © SBB AG, Martin Zeller

    Klimagerechte Bauweise
    «Die SBB will ab 2030 klimaneutral sein. Das klimakompatible Bauen ist ein wichtiger Baustein, um dieses Ziel zu erreichen», sagt Gabriele Bühler, Projektleiterin bei der SBB. Verschiedene Massnahmen des klimagerechten Bauens sind in die Planung eingeflossen. So erlaubt beispielsweise die Anordnung der Neubauten auch künftig eine gute Zirkulation kühler Luftströmungen. Das Dachwasser wird, wo möglich, in einem oberirdischen System versickert und dient auch der Kühlung. Versiegelte Flächen werden möglichst entsiegelt. Die Transformation folgt einem systemischen Ansatz, der die Gebäude über den gesamten Lebenszyklus betrachtet. Damit wird das Ziel verfolgt, den CO2-Ausstoss möglichst tief zu halten. Um die Zirkularität sicherzustellen, sind sämtliche Bauteile auf der Madaster-Plattform erfasst. Zudem wird besonderes Augenmerk auf die Wiederverwendung von Bauteilen gelegt. 

    Energiekonzept: 100% erneuerbar
    Mit einer Energielösung, die zu 100% auf erneuerbaren Energien basiert, konnte ewz die öffentliche Ausschreibung der SBB für sich entscheiden. Als Quelle für Wärme und Kälte dient Grundwasser, das in vier Brunnen auf dem Areal gefasst wird. Von dort gelangt das Wasser zu den Energiezentralen in den grösseren Gebäuden, wo sich Wärmepumpen und Kältemaschinen befinden, die es auf die erforderliche Temperatur bringen. Ein Anergienetz verbindet sämtliche Gebäude und sorgt für einen Austausch von überschüssiger Energie zwischen den Gebäudegruppen. So lässt sich beispielsweise Wärme oder Kälte, die in einem Gebäude im Überfluss vorhanden ist, in einem anderen verwenden. Dieses System hat zudem den Vorteil, dass nicht in jedem Gebäude eine Grundwasserbohrung nötig ist. Die kleineren Gebäude sind über ein Nahwärmenetz an die Energiezentralen angeschlossen. Die Wärme- und Kälteerzeugung erfolgt zu 100% CO2-frei, da auch der Reststrom aus erneuerbaren Quellen stammt. Dank des Einsatzes eines monovalenten Energiesystems führt dies im Endausbau zu einer CO2-Reduktion von mehr als 2’100 Tonnen pro Jahr.

    Hoher Eigenverbrauch von Solarstrom
    ewz plant, finanziert, erstellt und betreibt zudem die Trafoanlagen sowie die Mittelspannungsleitungen zur Versorgung des Areals mit elektrischer Energie. «Ein Teil des Stroms, den die Werkstädter*innen auf dem Areal verbrauchen, wird vor Ort mit Photovoltaik produziert», erklärt Markus Fischer, Leiter Verkauf bei ewz Energielösungen. Dafür wollen die SBB und ewz die Dachflächen optimal für die Solarstromproduktion nutzen. Sowohl das Dach des zentralen Gebäudes Q wie auch die Dächer anderer Gebäude, die sich aus statischer Sicht und von ihrer Ausrichtung her für die Solarstromgewinnung eignen, sollen mit Photovoltaikanlagen eingedeckt werden. Die SBB verpflichtet ihre Mietparteien auf dem Areal zur Teilnahme an einem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV). «Im Endausbau wird der ZEV aus rund 300 Parteien bestehen, die den lokal produzierten Strom vor Ort nutzen. Damit lässt sich eine hohe Eigenverbrauchsquote erzielen, die wesentlich zur Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlagen beiträgt», sagt Markus Fischer. Er rechnet damit, dass der Eigenverbrauch auf dem Werkstadt-Areal im Endausbau bei nahezu 100% liegen wird.

    © SBB AG, Martin Zeller

    Vorteile durch Contracting
    Für die Eigentümerin hat diese Form der Zusammenarbeit unter anderem den Vorteil, dass die finanziellen Risiken und die Aufwände für die Verwaltung sehr tief sind. Fällt eine Anlage aus, sorgt ewz dafür, dass sie schnellstmöglich wieder in Betrieb geht. Damit das System effizient betrieben werden kann, beginnt ewz kurz nach der Inbetriebnahme mit einer energetischen Betriebsoptimierung. In einem kontinuierlichen Prozess werden die Anlagen optimiert und den effektiven Bedürfnissen der Nutzung angepasst, bis sie möglichst wenig Energie und Kosten verschlingen und ein Maximum an Komfort für die Nutzer*innen bieten.

    Die Werkstadt Zürich ist ein gelungenes Beispiel für die weitsichtige Umnutzung eines historischen Industrieareals. Durch die gezielte Erneuerung und Erweiterung des Bestandes und ein wegweisendes Energiekonzept schafft die Bauherrschaft gemeinsam mit den Planenden und ewz Mehrwerte für die künftigen Nutzer*innen wie auch für die Umwelt. Erfahren Sie hier mehr über das innovative Energiekonzept des Werkstadt-Areals.

    www.ewz.ch/energielösungen

  • Der Bahnhof Lausanne wird auf zukünftigen Bedürfnisse ausgerichtet

    Der Bahnhof Lausanne wird auf zukünftigen Bedürfnisse ausgerichtet

    Zusammen mit ihren Beauftragten suchte die SBB intensiv nach Lösungen für die Elemente, die im Dezember 2022 den Start mehrerer Baustellen verhindert hatten. Zudem hatte das BAV im Oktober Klärung bezüglich der Statik verlangt und für Passagierströme, bei denen noch Fragen offen waren, eine partielle Plangenehmigungsverfügung erlassen. In den letzten sechs Monaten fanden zahlreiche technische und politische Konsultationen statt, um nachhaltige Lösungen zu finden.

    Lösungen für die Verankerungen im Süden des Bahnhofs
    Für die neuen Verankerungen, welche die Stützmauer und die Statik der Südfassade des Bahnhofs verstärken, wurden zusätzliche Informationen verlangt. Um die geologischen Verhältnisse des Geländes zu prüfen, wurden Testverankerungen gebaut. Nun wird das Dossier entsprechend überarbeitet und im Frühling 2024 dem BAV zur Prüfung unterbreitet.

    Lösungen für das Untergeschoss des Bahnhofplatzes
    Das BAV hat zusätzliche Informationen zur Statik des Bahnhofplatz-Untergeschosses verlangt. Bis Ende Jahr werden die Statik und das Dossier überarbeitet, sodass das BAV sie 2024 prüfen kann.

    Lösungen für die Perrons und Unterführungen
    Bei der partiellen Plangenehmigungsverfügung wurden Aspekte in Bezug auf die Perrons und Unterführungen beanstandet. Dafür suchten die SBB Projektteams nach Verbesserungen. Angesichts des steigenden Personenaufkommens und Angebots im Bahnhof Lausanne stellen staufreie und sichere Passagierströme eine grosse Herausforderung dar. Um den Abriss weiterer Gebäude südlich des Bahnhofs zu vermeiden, wurden 2012 für das Projekt Perrons definiert, die schmaler als ideal waren. Nun plant die SBB breitere Perrons mit mehr Platz für die Kund:innen, u.a. aufgrund der Entwicklung des Bahnbetriebs und der Normen zum Gleisachsabstand im Bahnhof. Die neue Gleisgeometrie liefert gleichzeitig auch die vom BAV verlangten Zusatzinformationen bezüglich der Statik. Dank dieser Verbesserungen kann der Bahnhof Lausanne länger genutzt werden, ohne dass es zu einer Überlastung kommt.

    Für das neue Projekt sind über 1000 neue Pläne, technische Berichte und Berechnungsunterlagen nötig. Die gesamte Gleis- und Perrongeometrie des Bahnhofs muss überarbeitet werden. Die SBB und ihre Beauftragten benötigen für die Erarbeitung der Dokumente 2,5 Jahre, das BAV für die Prüfung und Genehmigung dieses Teildossiers 12 Monate. Zuerst wird die Konsistenz der Gesamtplanung beurteilt, danach werden die verschiedenen Teilprojekte fortlaufend geprüft und genehmigt, sofern sie den technischen und gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Mit den rund 12 Monaten Verspätung, die das Projekt bereits heute hat, sollten die Arbeiten 2037 abgeschlossen sein, also 4,5 Jahre später als ursprünglich geplant. Die Mehrkosten für die neue Planung werden in den nächsten Monaten analysiert.

    Neue Etappierung der Baustelle
    Die Freigabe der Plangenehmigungsdossiers in drei Phasen führt zu einer neuen Etappierung der Baustelle. Die Planer:innen bemühten sich, die Belastung für die Kund:innen möglichst gering zu halten. Durch die neue Planung hat sich auch die Abhängigkeit vom Metroprojekt minimiert. Das Angebot im Bahnhof Lausanne wird während der Arbeiten aufrechterhalten.

  • Test Space für die Zukunft: Das Smart City Lab Basel

    Test Space für die Zukunft: Das Smart City Lab Basel

    Neue umweltschonende Ansätze und Lösungen testen und erlebbar machen, Raum haben für Innovationen, Experimente, Workshops und Austausch – diese Ziele waren der Antrieb für die Pioniernutzung Smart City Lab Basel auf dem Basler Güterbahnhof Wolf. Das Lab vernetzt seit April 2019 Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung und stellt Innen- und Aussenräume als Test Space für innovative Ideen zur Verfügung. Partnerinnen und Partner sowie Externe können den Event Space für Veranstaltungen bis 300 Personen nutzen und werden bei der Konzeption und Durchführung von thematischen Workshops unterstützt.

    Drei Themenfelder, über 60 Projektpartner
    Die Projekte im Smart City Lab Basel umfassen Entwicklungsthemen in den Bereichen Gebäude, Mobilität und Citylogistik. So bietet eSMART beispielsweise im Bereich Gebäudetechnik eine Lösung zur Regulierung und Bedienung von Gebäudefunktionen. Dadurch können die Nutzerinnen und Nutzer über ihr Smartphone oder smarte Displays die Heizung im Community Space steuern und Besuchern aus der Ferne den Zutritt zum Community Space gewähren. Ein integrierter SBB-Fahrplan, ein Immobilienverwaltungsservice und eine Energieanzeige sind ebenfalls Bestandteil des Systems. Zu den weiteren Partnern, die im Themenfeld Gebäude arbeiten, gehören die Leicom AG und die Astra LED AG – erstere ist auf Gebäudeautomations Systeme und Smart Building Lösungen, letztere auf intelligentes Licht und Sensorik in Leuchten spezialisiert.

    Die Projekte im Smart City Lab Basel zeichnen sich durch Vielfalt aus und sind nicht allein auf die digitale Dimension beschränkt: Während DPD Schweiz und die KurierZentrale GmbH gemeinsam die Stadtlogistik nachhaltig verändern wollen, arbeitet Hochbeet Basel an niederschwelligen Lösungen für die Begrünung des urbanen Raums und trägt so zur hitzeangepassten Entwicklung bei. Das Team um Urb-x entwickelt einen modularen Radschnellweg, der sich aus einer flexiblen Struktur aus Stützen, Tragelementen und Fahrbahnmodulen zusammensetzt, währenddessen der Escape-Room «Blackout» von Breakout Basel die erneuerbaren Energien vor Ort im Lab für die Besucherinnen und Besucher erlebbar macht.

    Vom Güterbahnhof zum Zukunftsareal
    Wo früher auf einer Fläche von rund 16 Hektaren unter anderem Freiverlad, Citylogistik und ein Containerterminal angesiedelt waren, findet sich heute das Smart City Lab Basel. Im Lab werden modellhafte Lösungen für zukünftige Arealentwicklungen entwickelt, getestet, vernetzt und erlebbar gemacht. Einige Ideen werden direkt auf dem Areal Wolf zum Einsatz kommen: Dort entwickelt die SBB in den nächsten Jahren ein durchmischtes Quartier in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Basel SBB.

  • Test Space für die Zukunft: Das Smart City Lab Basel

    Test Space für die Zukunft: Das Smart City Lab Basel

    Neue umweltschonende Ansätze und Lösungen testen und erlebbar machen, Raum haben für Innovationen, Experimente, Workshops und Austausch – diese Ziele waren der Antrieb für die Pioniernutzung Smart City Lab Basel auf dem Basler Güterbahnhof Wolf. Das Lab vernetzt seit April 2019 Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung und stellt Innen- und Aussenräume als Test Space für innovative Ideen zur Verfügung. Partnerinnen und Partner sowie Externe können den Event Space für Veranstaltungen bis 300 Personen nutzen und werden bei der Konzeption und Durchführung von thematischen Workshops unterstützt.

    Drei Themenfelder, über 60 Projektpartner
    Die Projekte im Smart City Lab Basel umfassen Entwicklungsthemen in den Bereichen Gebäude, Mobilität und Citylogistik. So bietet eSMART beispielsweise im Bereich Gebäudetechnik eine Lösung zur Regulierung und Bedienung von Gebäudefunktionen. Dadurch können die Nutzerinnen und Nutzer über ihr Smartphone oder smarte Displays die Heizung im Community Space steuern und Besuchern aus der Ferne den Zutritt zum Community Space gewähren. Ein integrierter SBB-Fahrplan, ein Immobilienverwaltungsservice und eine Energieanzeige sind ebenfalls Bestandteil des Systems. Zu den weiteren Partnern, die im Themenfeld Gebäude arbeiten, gehören die Leicom AG und die Astra LED AG – erstere ist auf Gebäudeautomations Systeme und Smart Building Lösungen, letztere auf intelligentes Licht und Sensorik in Leuchten spezialisiert.

    Die Projekte im Smart City Lab Basel zeichnen sich durch Vielfalt aus und sind nicht allein auf die digitale Dimension beschränkt: Während DPD Schweiz und die KurierZentrale GmbH gemeinsam die Stadtlogistik nachhaltig verändern wollen, arbeitet Hochbeet Basel an niederschwelligen Lösungen für die Begrünung des urbanen Raums und trägt so zur hitzeangepassten Entwicklung bei. Das Team um Urb-x entwickelt einen modularen Radschnellweg, der sich aus einer flexiblen Struktur aus Stützen, Tragelementen und Fahrbahnmodulen zusammensetzt, währenddessen der Escape-Room «Blackout» von Breakout Basel die erneuerbaren Energien vor Ort im Lab für die Besucherinnen und Besucher erlebbar macht.

    Vom Güterbahnhof zum Zukunftsareal
    Wo früher auf einer Fläche von rund 16 Hektaren unter anderem Freiverlad, Citylogistik und ein Containerterminal angesiedelt waren, findet sich heute das Smart City Lab Basel. Im Lab werden modellhafte Lösungen für zukünftige Arealentwicklungen entwickelt, getestet, vernetzt und erlebbar gemacht. Einige Ideen werden direkt auf dem Areal Wolf zum Einsatz kommen: Dort entwickelt die SBB in den nächsten Jahren ein durchmischtes Quartier in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Basel SBB.

  • Das Nauentor-Areal wird zum Wohn- und Arbeitsgebiet

    Das Nauentor-Areal wird zum Wohn- und Arbeitsgebiet

    Wo sich heute das Postbetriebsgebäude an zentraler Lage am Bahnhof Basel SBB befindet, soll bis 2030 ein attraktiver Ort für Wohnen, Arbeiten und öffentlichkeitsorientierte Nutzungen entstehen. Die beiden Grundeigentümer, die Post und die SBB, planen auf einer Fläche von 12’000 Quadratmetern einen das Gleisfeld überspannenden Sockelbau sowie drei Hochbauten auf einer Geschossfläche von rund 130’000 Quadratmetern. Die Bauten sollen sich optimal in das bestehende Städtebild einfügen. Das Projekt namens Nauentor will die ans Gleisfeld angrenzenden Stadtteile miteinander verknüpfen und einen direkten Zugang zu den Bahnperrons bieten.

    Der Bebauungsplan wurde im März 2021 durch den Grossen Rat des Kantons Basel Stadt genehmigt. Das Areal befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Basel SBB und grenzt im Norden an die Nauenstrasse im St. Alban-Quartier sowie im Süden an die Hochstrasse und Meret- Oppenheim-Strasse im Gundeldingen-Quartier. Die Peter-Merian-Brücke befindet sich im Osten, während im Westen die sekundären Zugänge zu den Bahnperrons liegen.

    Illustration des überbauten Nauentor-Areals.

    In den oberen Geschossen sollen nebst Wohnungen im normalen Marktsegment auch auf einem Anteil von 12’000 Quadratmetern Wohnungen im preisgünstigen Segment gebaut werden. Die restlichen Flächen sind für Dienstleistungsbetriebe, Gastronomie und Büroräumlichkeiten vorgesehen. Rampen, Aufzüge sowie Treppen gleichen die Niveauunterschiede aus. Die Öffentlichkeit kann den Sockelbau komp-lett durchqueren. Die Fussgänger- und Veloverbindungen entlang der Postpassage (Ost-West) wie auch zwischen der Hochstrasse/Solothurnerstrasse und der Gartenstrasse (Nord-Süd) sollen darüber hinaus sicherer und attraktiver gestaltet werden.

    Das Areal ist in zwei Projektperimeter eingeteilt: Der Bereich der Post umfasst zwei Hochhäuser und eine Grundfläche von rund 20’000 Quadratmetern. Der andere Planungsperimeter obliegt der Hoheit der SBB. Zurzeit läuft das Dialogverfahren – die Realisierung ist ab 2024 vorgesehen.

  • Bund, Genossenschaften und SBB geben bei gemeinnützigem Wohnen Schub

    Bund, Genossenschaften und SBB geben bei gemeinnützigem Wohnen Schub

    In den grösseren Schweizer Städten sind Wohnungen knapp. Das gilt insbesondere für preisgünstige Wohnungen. Um gerade an zentralen urbanen Lagen mehr gemeinnützigen Wohnungsbau zu ermöglichen, haben das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO), Wohnbaugenossenschaften Schweiz und die SBB gemeinsam Rahmenbedingungen für einen Muster-Baurechtsvertrag ausgearbeitet. Das BWO hat dabei auch den Verband Wohnen Schweiz vertreten. Damit sind die Interessen beider Dachorganisationen des gemeinnützigen Wohnungsbaus wahrgenommen. Der Muster-Baurechtsvertrag wird künftig zum Tragen kommen, wenn die SBB Land im Baurecht an gemeinnützige Wohnbauträger abgibt.

    «Wir begrüssen, dass die SBB Areale im Baurecht für den gemeinnützigen Wohnungsbau zur Verfügung stellt. Dieser Vertrag gewährleistet, dass die Rahmenbedingungen mit den Förderkriterien für den gemeinnützigen Wohnungsbau kompatibel sind», sagt Martin Tschirren, Direktor BWO.

    «Die SBB strebt an, rund die Hälfte ihrer Wohnungen preisgünstig anzubieten – entweder über eigene Wohnungen oder die Abgabe im Baurecht.» Laut Alexander Muhm, Leiter SBB Immobilien, ist der neue Vertrag ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

    «Wir freuen uns, dass wir eine Einigung gefunden haben, auch wenn die Baurechtszinse für gemeinnützigen Wohnungsbau preislich an der oberen Grenze sein werden», betont Eva Herzog, Präsidentin von Wohnbaugenossenschaften Schweiz. «Nun werden wir die SBB beim Wort nehmen, Areale vermehrt im Baurecht an Genossenschaften abzugeben.»

    Kompromisslegt einheitliche Basis für künftige Projekte
    Die gemeinsame Regelung bringt für alle Partner den Vorteil, dass künftig Baurechtsverträge mit gemeinnützigen Wohnbauträgern nicht mehr bei jedem Projekt von Grund auf neu verhandelt werden müssen, sondern auf Basis der nun vereinbarten Rahmenbedingungen einfacher und schneller um-gesetzt werden können. Die SBB schreibt jede Abgabe von SBB Land im Baurecht in einem Wettbewerb aus. Damit stellt sie in enger Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden sicher, dass für den jeweiligen Standort die beste Nutzung gefunden wird.

    Die neue Vereinbarung regelt insbesondere die Bemessung und die Entwicklung des Baurechtszinses und stellt sicher, dass die gemeinnützigen Wohnungen im Sinne des Wohnraumförderungsgesetzes (WFG) auch langfristig preisgünstig sind. Dies, weil sich der Baurechtszins nach der sogenannten Kostenmiete richtet und den Kostenlimiten des BWO entspricht.

    Der neue Mustervertrag trägt auch dem Umstand Rechnung, dass die SBB als Eigentümerin des Landes moderat an der Wertsteigerung der Areale partizipiert, wie es die strategischen Ziele des Bundes verlangen. Die SBB ist als bundesnaher Betrieb an klar formulierte Aufgaben und Ziele gebunden. Der Eigner erwartet von der SBB, dass sie Bahnareale gezielt entwickelt und damit langfristig einen Beitrag an ein finanziell gesundes Bahnsystem leistet.

    Die Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus ist als Verfassungsauftrag ein Ziel der Schweizer Wohnungspolitik. Die gemeinnützigen Bauträger –Wohnbaugenossenschaften, Stiftungen oder Vereine –orientieren sich an der Kostenmiete und wirtschaften ohne Gewinnabsichten. Ihre Wohnungen sind langfristig preisgünstig. Viele gemeinnützige Bauträger bieten ihrer Mieterschaft neben Wohnraum verschiedene soziale Dienstleistungen an und entlasten dadurch die öffentliche Hand. Zudem fördert diese Wohnform die soziale Durchmischung und die Generationendiversität.
    Die SBB blickt bei der Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Wohnbauträgern auf eine rund 100-jährige Tradition zurück. Diese gründet auf der Unterstützung der Eisenbahner-Baugenossenschaften, die zu den Pionieren des genossenschaftlichen Wohnungsbaus gehörten.

  • City Com Baden lädt zum 2. Forum Einkaufsstadt ein

    City Com Baden lädt zum 2. Forum Einkaufsstadt ein

    Die Detaillistenvereinigung City Com Baden veranstaltet am Donnerstag, 2. Juni, das 2. Forum Einkaufsstadt Baden. Beginn ist laut Mitteilung auf LinkedIn um 19 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum Trafo in Baden in der Halle 36.2. Saalöffnung ist um 18.30 Uhr.

    Zu dem zweiten Forum dieser Art begrüsst Michael Wicki, Präsident von City Com Baden, die Teilnehmenden. Thema des Abends sind laut dem Programm Fragen im Zusammenhang mit Bauen und Immobilien. Titel des Input-Vortrags ist: „Baustelle Einkaufsstadt – Vorhaben und Herausforderungen“. Dazu sprechen Gabriela Rast, Portfoliomanagerin der Pensionskasse SBB, und Fredy Hasenmaile, Leiter Immobilienanalyse bei der Crédit Suisse. Aus der Praxis berichtet Daniel Lorenzi, Inhaber und Geschäftsführer des gleichnamigen Küchenfachgeschäfts. Die Moderation liegt bei Katia Röthlin von der Kommunikationsagentur Röthlin & Röthlin in Baden-Dättwil.

    Um 19.30 Uhr gibt es Workshops zu den Fragestellungen: Um- und Neubauten – wie bleiben wir für die Kundschaft zugänglich? Attraktiver Ladenmix – wer sorgt für den passenden Mietnachfolger? Neue Raumangebote – was brauchen Start-ups? Die Auswertung der Gruppendiskussionen ist für 20.15 Uhr angesetzt und nach dem Schlusswort von Michael Wicki wartet ein Apéro riche.

    Das Forum Einkaufsstadt ist eine Initiative von City Com Baden und der Kontaktstelle Wirtschaft der Stadt Baden, der früheren Standortförderung. Die Inspirations- und Diskussionsplattform funktioniert hybrid – mit physischen Veranstaltungen zu bestimmten Themen und als virtueller Ort, wo die neusten Entwicklungen der Einkaufsstadt laufend verbreitet und verhandelt werden, heisst es zum Ziel der Veranstaltung auf der LinkedIn-Seite.

  • «Die Aufbruchstimmung ist spürbar»

    «Die Aufbruchstimmung ist spürbar»

    Herr Camenzind, wie hat sich die Urner Standortentwicklung und Wirtschaftsförderung in den vergangenen Jahren verändert?
    Als ich 2012 ins Amt gekommen bin, haben wir die Ansiedlungsstrategie angepasst und sind eine Zusammenarbeit mit der Greater Zurich Area eingegangen. Das war ein wichtiger Schritt. Dann kam die Tourismusentwicklung in Andermatt dazu. Solche Entwicklungen sind wichtige Standortfaktoren und Verkaufsargumente. Man redet heute im Kanton Uri weniger über die Stausituation vor dem Gotthardtunnel sondern mehr über Andermatt. Die Entwicklung im Urner Talboden ist indes anders gelagert. Hier haben wir es in den letzten sechs, sieben Jahre vor allem mit Quartierentwicklungen zu tun gehabt. Wir als Kanton Uri besitzen im Urner Talboden auch Land, welches wir entwickeln möchten und das für Gewerbe und Industrie zum Verkauf steht. Ein weiterer wichtiger Standortfaktor ist der neue Kantonsbahnhof, an dem seit dem letzten Dezember internationale Züge halten. Bei uns ist in letzter Zeit sehr viel passiert. Diese Entwicklungen nehmen wir dankbar im Standortmarketing auf, damit wir spannende Geschichten erzählen können.

    Was sind die Vor- und Nachteile der neuen Destination Andermatt und des Kantons generell?
    Der Vorteil von Andermatt ist ganz klar: Wir sind als Kanton Uri positiv im Gespräch. Wir können unser Image verbessern und etwas für die Ausstrahlung des ganzen Kantons tun. Alleine in Andermatt sind 1000 Arbeitsplätze neu geschaffen worden. Und das nicht etwa durch Umlagerungen oder Umstrukturierungen. Es sind Arbeitsplätze, die wir in der Art und Vielzahl bislang nicht hatten. Das ist sicher sehr positiv. Und es hilft uns wiederum auch auf anderen Gebieten, wo wir vielleicht noch schwächer aufgestellt sind. Dieser Effekt strahlt mittlerweile in die umliegenden Gemeinden aus. All das wirkt sich positiv aus – bis hinunter in den Urner Talboden um Altdorf.
    Die Nachteile sind gestiegene Immobilienpreise – vor allem in Andermatt. Das ist teils schwierig für die lokale Bevölkerung. Ich bin aber überzeugt, dass Andermatt und seine Bevölkerung unter dem Strich von der Tourismusentwicklung profitieren.

    Wie sieht die Situation im Kantonshauptort Altdorf aus?
    Hier in Altdorf sind wir gut unterwegs – insbesondere dank dem neuen Verkehrsknotenpunkt in Altdorf. Dadurch ist der Kanton noch besser erschlossen. Wir haben hier gute Entwicklungen, etwa mit der Dätwyler in Schattdorf, welche unter anderem Kaffee-Kapseln für Nespresso herstellt. Die Perspektiven des Kantons Uri sind wesentlich besser als noch vor 20 Jahren. Vorher haben wir nur von Arbeitsplatzabbau der RUAG, SBB und beim Militär geredet. Das ist nicht mehr das Thema. Heute suchen
    die Firmen hier händeringend nach Arbeitskräften.

    Wie sehen Angebot und Nachfrage auf dem Urner Immobilienmarkt aus?
    In Altdorf und im Urner Talboden ist in den letzten zehn Jahren so viel gebaut worden wie noch nie. Die Befürchtungen, es gebe aufgrund der Neubauten irgendwann hohe Leerstände, haben sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Wir haben keine hohe Leerwohnungsziffer. Es sind in den vergangenen zehn Jahren etwa 3000 Wohnungen im Kanton neu gebaut worden. Das ist für Urner Verhältnisse viel. Die Preise sind hingegen stabil geblieben und nicht unter Druck geraten. Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass wir im Verhältnis wenig Wohnfläche pro Einwohner hatten. Bis vor zehn Jahren waren wir noch bei etwa knapp 40 Quadratmeter pro Person. Im Schweizer Schnitt sind wir mittlerweile bei 50 Quadratmeter pro Person. Da haben wir jetzt ein wenig aufgeholt. In den letzten fünf, sechs Jahren ist darüber hinaus auch ein Bevölkerungswachstum im Kanton Uri festzustellen. Dies absorbiert die Wohnungen, die gebaut werden. Der Markt funktioniert.

    Wie geht es dem Gewerbestandort Uri?
    Eine der stärksten Branchen im Kanton Uri war schon immer die Baubranche. Das hat mit den grossen Infrastrukturprojekten zu tun: Kraftwerke, Bahngeleise, Autobahn, Tunnelbau. Das sind alles Baumeisteraufgaben. Da wird etwas gebaut, später stehen dann Sanierungen in regelmässigen Abständen an. Nehmen wir beispielsweise die Autobahn: Die Gotthardautobahn wird – mit der notwendigen Sanierung – jetzt quasi zum dritten Mal gebaut. In diesem Bereich tut sich also immer etwas. Dann ist Dätwyler mit seinen etwa 900 Angestellten in Uri ein sehr wichtiger Akteur. Die Metallverarbeitung war bei uns schon immer stark. Wir haben sehr viele mechanische Metallverarbeitungsbetriebe mit grossem Knowhow.

    Wir kommen auf den Neubau der Urner Kantonalbank zu sprechen: Welche Impulse gehen davon aus?
    Auf den entstandenen Büroflächen konnten bereits spannende Firmen eingemietet oder angesiedelt werden, unter anderem das norwegische Software-Unternehmen Crayon. Das ist eine internationale Firma, die auch weiterwächst und erst vor wenigen Jahren in den Kanton Uri gekommen ist. Das hilft uns und dem Standort. Auch ziehen solche Erfolgsgeschichten immer weitere Ansiedlungen an. Das hat Ausstrahlung über den Standort Altdorf hinaus. Zusätzlich entstehen noch weitere Bauwerke rund um den Kantonsbahnhof wie Wohnungen und Geschäfts- und Gewerbeflächen. Es ist wichtig, dass wir am verkehrsreichsten Punkt von Uri eine weitsichtige und ausgewogene Entwicklung haben, und der Neubau der Urner Kantonalbank ist hierfür ein guter Start.

    Alles in allem finden auf kleinstem Raum im Kanton Uri gerade sehr viele Investitionen statt. Die positive Aufbruchstimmung und Dynamik gilt es jetzt, gewinnbringend zugunsten des Kantons Uri zu verwenden.

  • Vier Firmen sind für Swiss Logistics Award nominiert

    Vier Firmen sind für Swiss Logistics Award nominiert

    Der Berner Verein GS1 Switzerland hat vier Unternehmen für seinen diesjährigen Swiss Logistics Award nominiert. Mit dem Preis zeichnet er einer Mitteilung zufolge „besondere Markt- und kundenorientierte Prozesslösungen“ aus, die als besonders vielversprechend gelten.

    Zu den Nominierten gehört erstens die Brauerei Feldschlösschen mit Sitz in Rheinfelden AG. Sie konnte die Jury mit einem Projekt  für die umweltschonende Lieferung von Getränken überzeugen. Bis 2030 will Feldschlösschen seine gesamte Logistik CO2-neutral betreiben. Dafür hat es sich bereits 20 neue 26-Tonnen-Stromlastwagen beschafft.

    Zweitens gehört Gilgen Logistics aus Köniz BE zu den Nominierten. Das Unternehmen digitalisiert seine Intralogistik-Anlagen. Dabei setzt es etwa auf die Erweiterte Realität und die Cloud. Jedes Element der Anlage erhält einen digitalen Zwilling. So kann die Anlage der Kundschaft oder beim Service digital vorgestellt werden. Die Detailhändlerin Denner hat bereits eine digitalisierte Anlage von Gilgen in Betrieb genommen.

    Drittens wurde Kemaro aus Eschlikon TG unter die Nominierten gewählt. Das Unternehmen konnte mit einem Trockenreinigungsroboter überzeugen. Dieser kann in der Logistik autonom und ohne den Einsatz von Chemikalien oder Wasser reinigen. Er kann die Reinigungskosten den Angaben zufolge um 50 Prozent reduzieren.

    Das vierte nominierte Unternehmen ist SBB Cargo mit Sitz in Olten. Überzeugen konnte die Güter-Sparte der SBB mit dem Projekt Urban Mining Logistics Zürich. Dabei baut SBB Cargo gemeinsam mit der Zürcher Spross Transport & Recycling AG eine Anlage für Recyclingbeton. Diese verwertet Abbruchmaterial wieder, das von der Stadt Zürich geliefert wird. Die Transporte von Primär- und Sekundärrohstoffen erfolgen ausschliesslich auf der Schiene. Das Konzept ist laut Mitteilung durch die Verbindung von Urban Mining, Urban Logistics und Rail Logisitics entstanden.

    Der Swiss Logistics Award wird am 8. Juni im Kursaal Bern vergeben.

  • Walo schliesst Arbeiten am Bahnhof Kesswil ab

    Walo schliesst Arbeiten am Bahnhof Kesswil ab

    Walo Bertschinger hat die Sanierung einer Gleisstrecke am Bahnhof Kesswil in der zur Verfügung stehenden kurzen Zeit abgeschlossen. Laut Mitteilung auf Facebook und auf der speziellen Internetseite des Unternehmens für dieses Projekt hat es während nur sieben Tagen eine Gleisstrecke von 595 Metern für die SBB saniert.

    Um die zeitliche Herausforderung zu bewältigen, mussten die Arbeitsschritte präzise ineinandergreifen. Die enge Koordination zwischen den verschiedenen Leistungszentren Transport und Logistik, Ingenieurbau,  Gleisbau und Strassenbau übernahm Raphael Reber, Bauführer Gleistiefbau, heisst es von Walo.

    Um das verstärkte Verkehrsaufkommen auch mit den Bahnersatzbussen nicht zu gefährden, wurde mit der Gemeinde und der SBB ein Konzept ausgearbeitet. Um das Verkehrsaufkommen im 1000-Einwohner-Ort zu beruhigen und die rund 1000 Lastwagen auf kürzerem Weg zur Baustelle zu bringen, wurde eine provisorische Brücke eingesetzt. Ausserdem wurde entlang der Baustelle eine 600 Meter lange Baupiste errichtet.

    Zunächst wurden die Schienen entfernt und im Anschluss der Altschotter ausgehoben. Dieser wurde gewaschen und aufbereitet. Aufgrund des gewaschenen Materials und den damit kürzeren Transportwegen konnte Walo eine Einsparung von rund 65 Tonnen CO2 garantieren. Für die Unterbausanierung wurde eine neue Entwässerung eingebaut.

    Nach der provisorische Freigabe der SBB für die Verwendung des gewaschenen Schotters konnte das Verlegen der Gleise beginnen. Für die Strecke von 595 Metern wurden rund 1000 neue Schwellen eingesetzt. Einen Bericht von den Bauarbeiten mit Kommentaren der Bauleitung gibt es bei YouTube zu sehen.

  • Hochwasser der Sihl soll in den Zürichsee fliessen

    Hochwasser der Sihl soll in den Zürichsee fliessen

    Ab 2026 sollen extreme Hochwasserspitzen der Sihl über einen Entlastungsstollen in den Zürichsee geleitet werden, informiert die Baudirektion des Kantons Zürich in einer Mitteilung. Dazu ist ein rund 2 Kilometer langer unterirdischer Stollen mit 6,6 Meter Durchmesser zwischen Langnau am Albis und Thalwil geplant. Der Baustart für das Projekt erfolgte am 18. März mit dem Spatenstich.

    Extreme Hochwasser der Sihl könnten schwere Überschwemmungen im unteren Sihltal und in der Stadt Zürich verursachen, heisst es in der Mitteilung. Die allein für die Stadt Zürich möglichen Schäden werden dort auf bis zu 6,7 Milliarden Franken geschätzt. Sie sollen durch den Entlastungsstollen abgewendet werden.

    Die Kosten für Planung und Bau des Stollens sowie für die ökologischen Ersatzmassnahmen an der Sihl und am Zürichsee werden in der Mitteilung auf rund 175 Millionen Franken beziffert. Sie werden zum grössten Teil vom Kanton Zürich getragen. Darüber hinaus sind der Bund, die Stadt Zürich, die SBB und die Sihltal Zürich Uetliberg Bahn SZU AG an den Kosten beteiligt. Weitere Informationen zum Projekt stellt der Kanton Zürich im Internet zur Verfügung.

  • Bahnhofsareal Wettingen wird Wohnquartier

    Bahnhofsareal Wettingen wird Wohnquartier

    Unter dem Aspekt Wohnen und Arbeiten direkt am Gleis hat die SBB einen Architekturwettbewerb zur Gestaltung ihres Areals am Bahnhof in Wettingen ausgeschrieben. Die Ergebnisse liegen laut Medienmitteilung jetzt vor. Sie können bis am Dienstag, 8. März, im Foyer des Tägi Wettingen in einer Ausstellung begutachtet werden.

    Das Siegerprojekt heisst Stadtlaube und sieht laut der SBB-Mitteilung am Bahnhof Wettingen zwei langgezogene, fünfstöckige Wohnbauten mit Dienstleistungs-, Handels- und Gastronomieflächen in den unteren Geschossen sowie ein viergeschossiges Dienstleistungsgebäude mit publikumsorientierten Nutzungen vor. Die historischen Bahnbauten bleiben erhalten.

    Die beiden Gebäude westlich des Bahnhofs bilden einen Abschluss gegenüber dem Gleisfeld und schaffen damit Wohn- und Aufenthaltsraum an zentraler Lage, heisst es in der Mitteilung zum Projekt. Die Eingangsbereiche und zum Teil offen gestalteten Treppenhäuser sollen den Blick auf die Gleisanlagen freigeben. Vor den Hauseingängen werde es kleine Plätze und eine Spielstrasse geben. Geplant sind flexibel nutzbare 2,5- bis 4,5-Zimmerwohnungen mit privaten Aussenbereichen und gemeinschaftliche Dachterrassen.

    Östlich der Wohnbauten und eingebettet in die historischen Bahnhofbauten ist ein viergeschossiges Dienstleistungsgebäude mit Ladengeschäften und Gastronomie vorgesehen. Die geschützten Einzelobjekte Lokremise, Güterschuppen, Bahnhofgebäude und Drehscheibe bleiben laut der Mitteilung erhalten.

    Das Gewinnerteam des Architektenwettbewerbs besteht aus Burkard Meyer Architekten aus Baden AG, ASP Landschaftsarchitekten aus Zürich, MWV Bauingenieure aus Baden, Leimgruber Fischer Schaub aus Ennetbaden AG, Mühlebach Partner aus Winterthur und der Scherler AG aus Luzern.