Schlagwort: schaffhausen

  • Schaffhausen als möglicher Standort für Serviceanlage

    Schaffhausen als möglicher Standort für Serviceanlage

    Mit dem Ausbau der Zürcher S-Bahn im Rahmen des Angebotsschritts 2035 steigt die Anzahl der verkehrenden Züge erheblich. Um die Wartung und Abstellung der Fahrzeuge sicherzustellen, benötigt die SBB zusätzliche Service- und Abstellkapazitäten. Die erste neue Serviceanlage soll in der ersten Hälfte der 2030er-Jahre in Betrieb gehen, eine weitere wird mit dem nächsten Ausbauschritt bis 2050 erforderlich.

    In den vergangenen Monaten hat die SBB in Zusammenarbeit mit dem Zürcher Verkehrsverbund, den betroffenen Kantonen, dem Bund und den möglichen Standortgemeinden verschiedene Flächen geprüft. Neben bahnbetrieblichen Anforderungen spielten dabei raumplanerische und ökologische Aspekte eine entscheidende Rolle.

    Schaffhausen als Standort mit Potenzial
    Die bisherigen Standortanalysen zeigen, dass das Umfeld des Bahnhofs Schaffhausen ein hohes betriebliches Potenzial für eine neue Serviceanlage bietet. Besonders die Flächen nördlich des Bahnhofs im Bereich der Güterhallen und des Gleisfelds werden vertieft geprüft. Da sich diese Grundstücke bereits im Eigentum der SBB befinden und bahnbetrieblich genutzt werden, wäre die Umsetzung an diesem Standort besonders effizient.

    Als Endpunkt mehrerer Linien der Zürcher S-Bahn bietet Schaffhausen einen strategisch günstigen Standort. Die Züge könnten mit kurzen Fahrwegen in die Serviceanlage einfahren, wodurch unnötige Leerfahrten vermieden und das bereits stark ausgelastete Bahnnetz entlastet würde. Zudem würde die Anlage rund 60 neue Arbeitsplätze in Schaffhausen schaffen.

    Einbindung in die Stadtentwicklung
    Laut Richtplan Siedlung der Stadt Schaffhausen wird das Güterhallenareal als potenzielles Transformationsgebiet betrachtet, das sich für eine Mischnutzung aus Wohnen und Gewerbe eignen könnte. Im Zuge einer Machbarkeitsstudie wird geprüft, ob sich die Serviceanlage mit einer Mehrfachnutzung kombinieren lässt. Zudem wird analysiert, wie die Vernetzung mit dem öffentlichen Raum und den umliegenden Quartieren gestaltet werden kann. Hierbei müssen auch die Vorgaben des städtischen Gesamtverkehrskonzepts 2019 berücksichtigt werden.

    Gemeinsame Machbarkeitsanalyse und weitere Schritte
    Auf Basis einer gemeinsamen Absichtserklärung prüft die SBB in Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Kanton Schaffhausen im laufenden Jahr die potenziellen Areale und deren Machbarkeit. Dabei werden neben stadt- und verkehrsplanerischen Überlegungen auch Aspekte wie Denkmalpflege, Ortbildschutz und die Interessen der Anwohnenden berücksichtigt. Falls die Machbarkeit bestätigt wird, sollen die Ergebnisse in einem gemeinsam geführten Planungsprozess konkretisiert werden, der sowohl die Serviceanlage als auch die Entwicklung des Güterbahnhofareals umfasst.

    Weitere Planungen im Kanton Zürich
    Parallel zur Standortanalyse in Schaffhausen läuft der Evaluationsprozess für eine zweite Serviceanlage im Kanton Zürich, die bis 2050 realisiert werden soll. Ziel ist es, eine breit abgestützte und mit den betroffenen Gemeinden abgestimmte Lösung zu entwickeln. Zusätzlich prüft die SBB Möglichkeiten zur Optimierung und Erweiterung bestehender oder neuer Abstellanlagen im gesamten Netz der Zürcher S-Bahn.

    Mit der geplanten Serviceanlage könnte Schaffhausen einen wichtigen Beitrag zur Stabilität und Effizienz des S-Bahn-Systems leisten und gleichzeitig wirtschaftliche Impulse für die Region setzen.

  • Start des Baues der Waldstadt Im Pantli

    Start des Baues der Waldstadt Im Pantli

    Die Halter AG hat mit dem Bau der Waldstadt im Pantli begonnen. Am 10. Januar ist der Spatenstich für das Wohnprojekt auf der Waldlichtung Im Pantli in Schaffhausen begangen worden, informiert die Schlieremer Immobilienentwicklerin in einer Mitteilung. Die in der Waldstadt geplanten 214 Eigentumswohnungen werden von Halter in Zusammenarbeit mit der DOST Architektur GmbH aus Schaffhausen realisiert.

    «Das Projekt Waldstadt im Pantli leistet einen wertvollen Beitrag zur Stadtentwicklung», wird Stadtpräsident Peter Neukomm in der Mitteilung aus seiner Ansprache am Spatenstich zitiert. «Die Siedlung soll als Vorbild für zukünftige Bauprojekte dienen und Schaffhausen als Standort für nachhaltiges und innovatives Wohnen stärken.» Die Waldstadt ist als Wohnraum für verschiedene Lebensmodelle angelegt.

    Konkret will das Wohnprojekt sowohl Familien und Paare als auch Singles und Pendler ansprechen. Dazu sind unter anderem ein Kindergarten und eine Kindertagesstätte geplant. Freiräume und gemeinschaftlich nutzbare Einrichtungen sollen «ideale Bedingungen für ein harmonisches Zusammenleben» schaffen, heisst es in der Mitteilung.

    Planung und Umsetzung richten sich an den Vorgaben des Schweizer Nachhaltigkeitsstandards aus. Als Bauzeit für die erste Etappe wurden rund zweieinhalb Jahre veranschlagt. Bereits im kommenden Jahr sollen die ersten der 2,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen bezugsbereit sein.

  • Neues Hallenbad für dieKSS genehmigt

    Neues Hallenbad für dieKSS genehmigt

    Die Entscheidung der Schaffhauser Stimmbevölkerung ebnet den Weg für den Neubau eines modernen Hallenbads auf dem KSS-Areal. Mit einem Investitionsvolumen von 80 Millionen Franken stellt dieses Projekt einen wichtigen Meilenstein in der Weiterentwicklung der städtischen Infrastruktur dar. Der Neubau ist nicht nur eine Antwort auf die alternde bestehende Anlage, sondern auch ein Bekenntnis zur nachhaltigen und zukunftsorientierten Stadtentwicklung.

    Der Neubau wird die bestehende Schwimmhalle aus dem Jahr 1972 ersetzen, die aufgrund ihres schlechten Zustands und der veralteten Technik nicht mehr den Anforderungen der heutigen Zeit gerecht wird. Die letzten Sanierungsmassnahmen liegen mehr als 30 Jahre zurück, und die Anlage leidet unter gravierenden Mängeln wie Wasser- und Wärmeverlusten, mangelnder Barrierefreiheit und veralteten Sicherheitseinrichtungen. Hinzu kommt, dass das derzeitige Hallenbad den steigenden Besucherzahlen nicht mehr gerecht wird, was zu erheblichen Nutzungskonflikten führt.

    Ein Hallenbad für alle Generationen
    Der geplante Neubau wird nicht nur den bisherigen Standard übertreffen, sondern auch neue Massstäbe setzen. Mit einem Schwimmbecken, das acht Bahnen à 25 Meter umfasst, sowie einem Lehrschwimmbecken, einem Kursbecken mit Hubboden, einem separaten Sprungbecken und einem Kinderplanschbereich wird das Angebot deutlich erweitert. Zusätzlich wird ein Warmwasser-Aussenbecken und eine hochmoderne Wellness-Anlage entstehen, die verschiedene Saunen, ein Dampfbad und einen Saunagarten umfasst. Diese Einrichtung wird nicht nur den sportlichen Bedürfnissen, sondern auch den steigenden Ansprüchen der Bevölkerung an Wellness und Erholung gerecht.

    Ein zentrales Element des neuen Konzepts ist die Trennung der Becken nach Nutzungsschwerpunkten, um die heutigen Nutzungskonflikte zu vermeiden. Die neue Struktur ermöglicht es, die verschiedenen Angebote gleichzeitig und ohne Einschränkungen zu nutzen. Der zentrale Eingang des Neubaus wird eine effiziente Erschliessung aller Angebote sicherstellen und den Betrieb optimieren.

    Nachhaltigkeit als Leitprinzip
    Der Neubau des Hallenbads wird nach dem «Minergie-P-ECO Standard» realisiert, einem der höchsten Standards für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen in der Schweiz. Das Energiekonzept des Projekts sieht die umfassende Nutzung von Abwärme, insbesondere aus der benachbarten Eisbahn, sowie den Anschluss an einen lokalen Wärmeverbund vor. Diese Massnahmen tragen dazu bei, den ökologischen Fussabdruck des Neubaus erheblich zu reduzieren und Schaffhausen als Vorreiter im nachhaltigen Bauen zu positionieren.

    Neue Synergien und Einnahmequellen
    Das neue Hallenbad wird nicht nur sportliche und gesundheitliche Angebote bieten, sondern auch wirtschaftlich von Bedeutung sein. Ein öffentlich zugängliches Restaurant mit 130 Innen- und 150 Aussenplätzen wird zusätzliche Einnahmen generieren und die KSS-Anlage als Treffpunkt für die gesamte Bevölkerung etablieren. Zudem wird eine Tiefgarage mit 150 Abstellplätzen die Erreichbarkeit verbessern.
    Ergänzende Mietflächen für Gesundheits- und Fitnessangebote runden das Konzept ab und tragen zur Attraktivität und Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojekts bei. Diese Synergien zwischen den verschiedenen Nutzungen stärken das KSS-Areal als zentralen Anlaufpunkt für Sport, Freizeit und Erholung in Schaffhausen.

    Wettbewerb und Projektsteuerung
    Nach der Zustimmung der Bevölkerung startet nun der Projektwettbewerb, dessen Ziel es ist, einen innovativen Entwurf für den Neubau zu finden, der die hohen Ansprüche an Architektur, Funktionalität und Nachhaltigkeit erfüllt. Bis zum Sommer 2025 werden zwölf qualifizierte Teams ihre Vorschläge ausarbeiten, und das Siegerprojekt der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Baustart ist für 2027 geplant, die Eröffnung des neuen Hallenbads für 2029/2030.

    Der Neubau des Hallenbads in Schaffhausen ist mehr als nur ein Bauprojekt – er ist ein starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit und die Innovationskraft der Stadt. Mit modernster Infrastruktur, nachhaltiger Bauweise und einem erweiterten Angebot wird das neue Hallenbad die KSS-Anlage zu einem noch attraktiveren und zeitgemässeren Freizeitort machen.

  • Die Schulanlage Steig wird erweitert und modernisiert

    Die Schulanlage Steig wird erweitert und modernisiert

    Die Schulanlage Steig, die älteste Primarschule in Schaffhausen, liegt im nordwestlichen Stadtteil, unweit der Altstadt und umfasst mehrere Gebäude unterschiedlichen Alters. Der Sanierungsbedarf ist erheblich, da die bestehende Infrastruktur den modernen Anforderungen nicht mehr gerecht wird. Die Turnhalle aus dem Jahr 1892 und die Raumkapazitäten für die wachsende Schülerzahl genügen nicht mehr den heutigen Bedürfnissen.

    Um den zukünftigen Bedarf abzudecken, plant die Stadt einen Neubau auf dem bestehenden Areal. Dieser soll eine neue Einfachturnhalle, zusätzliche Schulräume und Einrichtungen für die schulergänzende Hortbetreuung umfassen. Die Erweiterung ist Teil eines umfassenden Entwicklungskonzepts für die Primarschulen der Stadt Schaffhausen.

    Das Siegerprojekt und seine Elemente
    Ein Projektwettbewerb kürte das Projekt «cinque pi» des Architekturbüros Soppelsa Architekten GmbH und der Rosenmayr Landschaftsarchitektur GmbH zum Sieger. Dieses teilt das geforderte Programm geschickt in fünf Bausteine auf, die als Ensemble einen harmonischen Gesamteindruck erzeugen. Ein dreigeschossiger Neubau mit Turnhalle und Klassenräumen bildet den Kern des Projekts. Die alte Sternwarte bleibt dabei als freistehendes Objekt erhalten.

    Die bestehende Turnhalle wird auf ihre historische Bausubstanz zurückgeführt, um Platz für einen neuen Pavillon für Tagesstruktur und Bibliothek zu schaffen. Dieser wird zum zentralen Dreh- und Angelpunkt der gesamten Anlage. Auch Umnutzungen sind geplant. Die Trotte soll neu Lagerräume und ein öffentliches WC im Erdgeschoss sowie Therapieräume im Obergeschoss beherbergen.

    Neugestaltung der Aussenanlagen
    Nicht nur die Gebäude, sondern auch die Aussenanlagen werden neugestaltet. Bestehende Qualitäten sollen dabei mit moderaten Eingriffen weiterentwickelt werden. Die Sternwarte und die Baumgruppe am Spielplatz bleiben erhalten. Die Spiel- und Sportflächen werden neu arrangiert, um Platz für ein Allwetterspielfeld und einen Hartplatz zu schaffen.

    Finanzierung und politische Zustimmung
    Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf geschätzte 21,7 Millionen Franken. Diese Summe umfasst bereits die vom Grossen Stadtrat bewilligten Planungskosten. Nach der Beratung im Grossen Stadtrat wird die Stimmbevölkerung abschliessend über die Erweiterung der Schulanlage Steig entscheiden.

    Das Projekt «cinque pi» stellt eine zukunftsweisende Antwort auf die wachsenden Anforderungen und Herausforderungen des Bildungssektors in Schaffhausen dar. Es vereint Moderne und Tradition in einer fortschrittlichen und ressourcenschonenden Bauweise und Schaffung lebendiger Lern- und Lebensräume.

  • Schaffhausen erneuert seine Bahnhofstrasse

    Schaffhausen erneuert seine Bahnhofstrasse

    Die Bahnhofstrasse in Schaffhausen wird im Rahmen eines einjährigen Bauprojekts modernisiert. Ziel ist die Schaffung eines grosszügigen und übersichtlichen Strassenraums, der die Verkehrsführung optimiert und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden erhöht.

    Optimierung der Verkehrsinfrastruktur
    Die Bahnhofstrasse ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt in Schaffhausen. Mit den Sanierungsmassnahmen wird der Strassenoberbau erneuert, um die Verkehrssicherheit zu verbessern und die öffentlichen Flächen effizienter zu nutzen. Gleichzeitig wird der Raum für Fussgänger und Fahrgäste vergrössert, was den Komfort beim Ein- und Aussteigen erhöht.

    Im Vorfeld der Sanierung wurden bereits Ladestationen für Elektrobusse installiert, um den öffentlichen Verkehr in Schaffhausen nachhaltiger zu gestalten. Mit den aktuellen Arbeiten wird die Bahnhofstrasse nicht nur funktional aufgewertet, sondern auch als einladender Ankunfts- und Begegnungsort neu positioniert.

    Barrierefreiheit und Anpassungen
    Ein zentrales Anliegen der Stadt ist die Barrierefreiheit. So werden die Bushaltestellen mit höheren Haltekanten ausgestattet, um einen barrierefreien Zugang für Menschen mit Behinderung zu gewährleisten. Diese Massnahmen wurden in enger Abstimmung mit Behindertenorganisationen entwickelt und sorgen dafür, dass die Bahnhofstrasse den aktuellen gesetzlichen Anforderungen entspricht.

  • «Smetterling»: ein genossenschaftliches Projekt der HGW für das Areal Alpenblick

    «Smetterling»: ein genossenschaftliches Projekt der HGW für das Areal Alpenblick

    Das Areal Alpenblick in Schaffhausen, angrenzend an die historische Siedlung Niklausen wird bis Ende 2027 durch das Siegerprojekt «Smetterling» neu gestaltet. Die Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Schaffhausen, der HGW, des Quartiers und Quartiertreffs nik. sowie unabhängigen Expertinnen und Experten, lobte das Projekt insbesondere für seine präzise städtebauliche Setzung und die klare Zonierung der Freiräume. Das kompakte Design des Gebäudes und seine harmonische Ausstrahlung passen sich ideal in die Umgebung ein und schaffen eine Verbindung zwischen der denkmalgeschützten Einfamilienhaussiedlung Niklausen und dem benachbarten Hochhaus.

    Ein gemeinschaftsförderndes Konzept
    Das Projekt «Smetterling» sieht einen hohen Punktbau vor, der nur wenig Umgebungsfläche beansprucht und den Übergang zu den höheren Häusern auf der gegenüberliegenden Strassenseite markiert. Durch die Positionierung entstehen zwei unterschiedliche Freiräume. Ein Gartenraum im Westen und ein Stadtraum im Osten. Diese Anordnung fördert soziale Interaktionen, während gleichzeitig die Privatsphäre der Bewohnerinnen und Bewohner gewahrt bleibt.

    Das Projekt spiegelt die genossenschaftlichen Werte der HGW wider, indem es neben Wohnraum auch gemeinschaftliche Räume schafft und somit ein lebendiges Zusammenleben fördert.

    Das Erdgeschoss des Gebäudes wird Gemeinschaftsräume wie eine Waschküche, einen Co-Working-Space und eine Gewerbefläche beherbergen. Die oberen Stockwerke bieten 20 Wohnungen unterschiedlicher Grösse, während das Attikageschoss fünf 1-Zimmer-Wohnungen mit direktem Zugang zum Dachgarten umfasst. Die grosszügigen Gemeinschaftsflächen und der Dachgarten bieten viele Rückzugsorte, aber auch Möglichkeiten für ein nachbarschaftliches Miteinander. zur Schaffung eines sozialen Miteinanders.

    Holz und Recyclingbeton
    Das Siegerprojekt setzt auf eine ökologisch nachhaltige Bauweise. Die klare, einfache Geometrie des Gebäudes trägt ebenfalls zur Energieeffizienz bei und macht das Projekt zu einem Vorbild für ökologisches Bauen.

    Die HGW Heimstätten-Genossenschaft Winterthur schafft seit 1923 bezahlbaren Wohnraum und fördert ein lebendiges Zusammenleben und innovative Lösungen. Mit über 2’250 Wohnungen und mehr als 5’000 Bewohnerinnen und Bewohnern ist sie die grösste unabhängige Wohnbaugenossenschaft der Region.

  • Ein neues Wahrzeichen am Rheinfall mit grossem Potenzial

    Ein neues Wahrzeichen am Rheinfall mit grossem Potenzial

    Das Ziel war klar definiert. Ein Drittel der jährlich 900’000 Rheinfall-Touristen sollte auf die andere Seite des Flusses gelockt und für das «Rhyfall Village» Areal begeistert werden. «Rhyfall Village», kurz «RIVI», nennt sich das neue Quartier. Mit einer Mischung aus Gastronomie, Kunst und Shopping wird das Areal zum Anziehungspunkt – nicht nur für Touristen, sondern auch für die lokale Bevölkerung.

    Das Areal und seine Zukunft
    Das «RIVI», einst Standort industrieller Produktion, erfährt eine Neuausrichtung. Zwei markante Hochhäuser prägen das Bild des Quartiers, von denen eines von Helvetia erworben wurde. Diese bieten Wohnraum mit beeindruckendem Ausblick und Raum für Gastronomie-, Büro- und Verkaufsflächen.

    Potenziale und Herausforderungen
    Das visionäre Projekt fand breite Zustimmung in der Region. Beat Hedinger, Geschäftsführer von Schaffhauserland Tourismus, sah das Village seinerzeit als «farbenfrohen Mosaikstein» im touristischen Gesamtbild. Besonders das Rooftop-Restaurant mit Blick auf die Alpen versprach ein besonderes Highlight zu werden. Hedinger erkannte auch die Herausforderung, die Distanz zwischen dem Rheinfallbecken und dem Areal geschickt zu überbrücken.

    Felix Tenger, Gemeindepräsident von Neuhausen, ist optimistisch, dass das «RIVI» das Zentrum von Neuhausen beleben und auch den Detailhandel stärkt. Baudirektor Martin Kessler sah ebenfalls grosses Potenzial, das Areal zu einem Begegnungsort zu machen, der Synergien mit bestehenden Angeboten schafft und die Attraktivität der gesamten Region steigert.

    Gute Anbindung und kreative Lösungen
    Die Lage des Areals punktete durch die Nähe zum Rheinfall und durch eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Der Badische Bahnhof Neuhausen liegt direkt am Areal und zahlreiche Busverbindungen sowie über 200 Parkplätze stehen den Besuchern zur Verfügung. Mit einer Anbindung durch den Touristenzug Rhyfall-Express können sich die Besucher komfortabel zwischen dem Rheinfallbecken und dem Rhyfall Village bewegen.

    Ein Projekt mit Weitblick
    Mit dem Rhyfall Village entstand in Neuhausen mehr als nur ein weiteres Wohnquartier. Ob Rooftop-Restaurant, Flaniermeile oder Kunstgalerie – das RhyTech-Areal steht für eine moderne, vielseitige und lebendige Zukunft in unmittelbarer Nähe zu einem der beeindruckendsten Naturwunder der Schweiz.

  • Wirtschaftsraum Schaffhausen – eine area for makers

    Wirtschaftsraum Schaffhausen – eine area for makers

    Schaffhausen hat sich als Wirtschaftsstandort in den letzten Jahren sehr erfolgreich entwickelt. Dank einer verlässlichen und zielgerichteten Standortstrategie des Kantons haben in den letzten 25 Jahren zahlreiche Firmen in Schaffhausen einen Sitz auf- und ihre Aktivitäten ausgebaut. Heute gehören die vielen Unternehmen mit international ausgerichteten Headquarterfunktionen ebenso zur Schaffhauser Firmenlandschaft wie die innovativ produzierenden Unternehmen, welche die Industrietradition des Kantons fortführen. Besonders erfolgreich sind die Schaffhauser Firmen in der Pharma und Chemie, im Maschinenbau sowie in der Kunststoffindustrie. Der Life-Science-Cluster in Schaffhausen ist einer der grössten der Schweiz und macht einen bedeutenden Teil der regionalen Wirtschaft aus. Dank der traditionell starken Fertigungsindustrie mit ihrer Exportorientierung sowie der hohen Dichte an international ausgerichteten Firmenzentralen hat Schaffhausen heute das fünfthöchste Bruttoinlandprodukt BIP pro Kopf aller Kantone. Ein Erfolg für den Kanton, der rund ein Prozent der Bevölkerung der Schweiz ausmacht.

    Mit seiner Industrie-Kompetenz positioniert sich Schaffhausen auch erfolgreich als führende Region in der Entwicklung und Anwendung von zukunftsweisenden Technologien an der Schnittstelle von Industrie und Digitalisierung. Dazu zählen Smart Mobility, Food Tech oder Advanced Materials. Deshalb investiert der Standort Schaffhausen in den Aufbau von Kompetenznetzwerken – mit Pioniergeist und Innovationskraft.

    Erfolgsrezept für den Standort
    Die gezielten Investitionen in die Rahmenbedingungen sind das Schaffhauser Erfolgsrezept. Heute überzeugt der Wirtschaftsstandort mit besten Voraussetzungen für ein gesundes Wachstum. Mit moderaten Steuern, Immobilien zu attraktiven Preisen und tiefen Lohnkosten bleibt den Unternehmen mehr zum Investieren. Dank sehr guten Verkehrsanschlüsse auf Strasse und Schiene zum nahe gelegenen internationalen Flughafen Zürich ist Schaffhausen schnell und bequem erreichbar. Als Teil des Metropolitanraums Zürich und eng vernetzt mit dem Wirtschaftsraum Süddeutschland profitieren Schaffhauser Unternehmen zudem von gut ausgebildeten Fachkräften und der Nähe zu zahlreichen Hochschulen. Die Schaffhauser Lebensqualität mit vielen attraktiven Wohnangeboten überzeugt Firmen und neue Arbeitskräfte, die zu neuen Einwohnerinnen und Einwohnern werden. Kurze Wege zu Behörden und Netzwerkpartnern helfen, die richtigen Kontakte zu finden. Entscheide werden schnell gefällt. Der Wirtschaftsstandort Schaffhausen ist stolz auf seinen Pioniergeist und seine Macher-Mentalität.

    Testimonials

    Christos Asimakopoulos

    CFO EMEA, ASPAdvanced Sterilization Products

    «Die unternehmensfreundliche Haltung, die kurzen Wege und die Offenheit der Behörden und der Wirtschaftsförderung, das überzeugt mich von Schaffhausen.»

    Dr. Stephanie Striegler

    General Manager Janssen Supply Chain Schaffhausen

    «Eine der Hauptstärken des Standorts sind die gut ausgebildeten, hochqualifizierten Fachkräfte»

  • 102. immoTable Schaffhausen auf dem Weg in die Zukunft

    102. immoTable Schaffhausen auf dem Weg in die Zukunft

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    Stadtrat Daniel Preisig gab einen Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung von Schaffhausen in den letzten Jahrzehnten. Nach der Industriekrise und Stagnation in den 1990er Jahren hat sich Schaffhausen dank gezielter Wirtschaftsförderung wieder erholt. 2023 wurde der Bevölkerungsrekord von 1969 erstmals wieder erreicht. Preisig hob hervor, wie Projekte wie die Umnutzung der alten Stahlgiesserei und die Verlegung von Straßen zur Schaffung verkehrsfreier Rheinuferpromenaden zur Attraktivität der Stadt beitrugen. Schaffhausen investiert kontinuierlich in smarte, zukunftsgerichtete Stadtentwicklung und digitale Verwaltung.

    Dino Tamagni zeigte die beeindruckende wirtschaftliche Entwicklung des Kantons Schaffhausen auf. Mit dem Bau des Moserdamms im 19. Jahrhundert begann die industrielle Erfolgsgeschichte der Region. Das Wasserkraftwerk, einst das größte seiner Art in der Schweiz, legte den Grundstein für die Ansiedlung bedeutender Industriepioniere wie Georg Fischer, SIG und IWC, die Schaffhausen zu einem zentralen Industriestandort machten.
    In den 1990er Jahren führte die Globalisierung zu Betriebsschließungen, Arbeitsplatzverlusten und Abwanderung, wodurch 11 % der Arbeitsplätze verloren gingen. Doch durch gezielte wirtschaftliche Maßnahmen, wie die Schaffung einer Wirtschaftsförderungsstelle, gelang es Schaffhausen, die Herausforderungen zu meistern und seine Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen.
    Heute zählt der Kanton zu den wirtschaftlich stärksten der Schweiz, mit dem höchsten BIP pro Kopf. Dank der Förderung von Innovationsprojekten und dem kontinuierlichen Ausbau der Infrastruktur, bleibt Schaffhausen ein attraktiver und zukunftsorientierter Wirtschaftsstandort.

    Andreas Campi, Geschäftsleiter Entwicklung, Halter AG stellte das Wohnprojekt „Im Pantli“ im Waldquartier Schaffhausen vor. Auf dem Gelände, das einst als Arbeiterbauernsiedlung von der Georg Fischer AG genutzt wurde, entsteht ein modernes Wohnquartier. Die Gebäude sind um ein Quartierzentrum angeordnet, um urbane Gassen und Begegnungsräume zu schaffen. Die autofreie Überbauung bietet großzügige, familienfreundliche Wohnungen mit privaten Außenbereichen. Ein Kinderbetreuungsangebot und eine eigene Bushaltestelle erhöhen die Standortqualität. Das Projekt fördert nicht nur modernes Wohnen, sondern auch ein lebendiges Gemeinschaftsleben.

    Pascal Stutz, CEO SVIT Zürich, Joëlle Zimmerli, Geschäftsführerin Zimraum GmbH und Christian Brütsch, Inhaber und Geschäftsführer Stratcraft GmbH zeigten Lösungen für den Fachkräftemangel auf. Eine zentrale Herausforderung der Immobilienbranche thematisiert den Fachkräftemangel und die Unzufriedenheit unter den erfahrenen Fachkräften. Rund 60 % der befragten Senior-Profis empfinden ihre Arbeitsbelastung als zu hoch, und über 50 % sehen große Portfolios als problematisch an. Die vorgestellte Studie verdeutlichte den Handlungsbedarf und schlug Lösungen wie die Standardisierung von Prozessen, intelligente Digitalisierung sowie die Förderung von Führungskompetenzen vor, um die Herausforderungen besser zu bewältigen.

    Tindaro Milone präsentierte beim immoTable einen Vergleich der Energiequellen für Wärmepumpen. EKZ betreibt schweizweit über 1200 Energiesysteme und setzt auf nachhaltige Lösungen. Luft ist kostengünstig, aber weniger leistungsstark. Erdwärme bietet stabile Energie, ist jedoch teuer und standortabhängig. Grundwasser ist effizient, erfordert aber strenge Bewilligungen. Abwasser liefert viel Energie, ist jedoch unregelmäßig verfügbar. Seewasser ist besonders effizient, aber teuer und an Gewässer gebunden. Die Wahl der Energiequelle hängt von den Projektanforderungen ab, wobei EKZ maßgeschneiderte Lösungen bietet. Wir freuen uns, Sie beim nächsten immoTable in Zug begrüßen zu dürfen, wo erneut spannende Themen und wegweisende Entwicklungen der Immobilienbranche im Mittelpunkt stehen werden. Seien Sie dabei, wenn Experten über die Zukunft des Standortes Zug und die neuesten Innovationen in der Branche diskutieren.

    Weitere Informationen zur Veranstaltung und künftigen Terminen finden Sie www.immotable.ch

  • Rheinuferentwicklung als Zukunftsprojekt

    Rheinuferentwicklung als Zukunftsprojekt

    Der Stadtrat verfolgt das Ziel, das Rheinufer vom motorisierten Verkehr zu befreien und in ein lebendiges Zentrum für Freizeit, Wohnen und Wirtschaft zu verwandeln. Diese Neugestaltung bietet Schaffhausen die einzigartige Gelegenheit, die Lebensqualität in der Stadt nachhaltig zu verbessern und gleichzeitig den Tourismus zu fördern. Der Ausbau von Grün- und Freiräumen sowie neue Wohn- und Arbeitsplätze stehen dabei im Fokus.

    Die Entwicklungsstrategie umfasst konkrete Schritte zur Umsetzung dieser Vision, wobei auf den Ergebnissen eines städtebaulichen Studienverfahrens und öffentlichen Konsultationen aufgebaut wird.

    Schrittweise Umsetzung in Teilprojekten
    Die Umsetzung erfolgt in mehreren Teilprojekte über einen Zeitraum von zwölf Jahren bis 2036 realisiert. Zu den Teilprojekten gehören unter anderem die neue Verbindungsstrasse, die Entwicklung des Gaswerkareals und die Aufwertung der Rheinuferpromenade. Diese Aufteilung ermöglicht eine schrittweise Realisierung und schafft Planungssicherheit für alle Beteiligten. Auf dem Gaswerkareal ist bis zum Baubeginn eine Zwischennutzung vorgesehen.

    Grosse Wertschöpfung mit überschaubaren Investitionen
    Das Projekt erfordert Investitionen der öffentlichen Hand in Höhe von rund 35 Millionen Franken, wovon die Stadt rund 22 Millionen Franken übernimmt. Die restlichen Kosten werden durch Bund und Kanton mitfinanziert. Private Investitionen in Wohn- und Gewerbeflächen erhöhen den volkswirtschaftlichen Nutzen des Projekts erheblich und fördern die Stadtentwicklung.

    Grundsatzentscheidung und Rahmenbedingungen
    Um das Projekt effizient umsetzen zu können, wird eine Grundsatzabstimmung vorgeschlagen. Gleichzeitig werden alle operativen Entscheide an den Grossen Stadtrat delegiert, um das Umsetzungsrisiko zu minimieren und die Planungssicherheit zu erhöhen.

    Der Stadtrat hat klare Rahmenbedingungen definiert, darunter eine einvernehmliche Lösung für die Wassersportvereine, die Förderung der Biodiversität und des Stadtklimas sowie die Schaffung eines ausgewogenen Mixes von gemeinnützigem und nicht-gemeinnützigem Wohnraum auf dem Gaswerkareal. Ergänzend dazu werden Potenzialstudien durchgeführt, um die wirtschaftliche Machbarkeit von Gastronomie- und Gewerbenutzungen zu klären.

    Mit der Neugestaltung des Rheinufers schlägt Schaffhausen ein neues Kapitel in seiner Stadtentwicklung auf – hin zu einer nachhaltigeren, lebenswerteren und wirtschaftlich stärkeren Zukunft.

  • «Wir investieren laufend in unsere Zukunft»

    «Wir investieren laufend in unsere Zukunft»

    Herr Tamagni, seit Ihrem Amtsantritt im Januar 2021 haben Sie die Position von Schaffhausen als attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort weiter gestärkt. Welche konkreten Massnahmen haben Sie dazu ergriffen? Was hat gut funktioniert und was weniger gut?
    Das ist richtig – der Kanton Schaffhausen entwickelt sich sehr gut! Immer mehr Menschen entdecken die Vorzüge von Schaffhausen als lebenswerte Alternative im Grossraum Zürich und ziehen hierhin. Für Unternehmen gilt dies schon lange – gerade für KMU ist der Kanton mit einer Steuerbelastung von 12 bis 12.5% sehr attraktiv. Unsere Rahmenbedingungen sind hervorragend, die Wege kurz, und wir pflegen eine enge Zusammenarbeit mit den Unternehmen, um gemeinsam neue Impulse zu setzen. Der Kanton Schaffhausen ist eine Region, deren Umfeld und Dynamik engagierte Menschen und Unternehmen anzieht. Eine Region, in der man Wurzeln schlägt, weil sie – trotz aller Hektik – Nähe und Vertrautheit bietet.

    Welche spezifischen Standortförderungsmassnahmen planen Sie in Ihrer nächsten Amtsperiode, um Schaffhausen noch attraktiver zu machen?
    Oberstes Ziel des Regierungsrates bleibt die weitere Stärkung von Schaffhausen als Lebens- und Wirtschaftsstandort im nationalen und internationalen Standortwettbewerb. Es werden steuerliche Entlastungsmassnahmen zugunsten der Bevölkerung und von Unternehmen erarbeitet und wir planen Fördermassnahmen für innovationsstarke Unternehmen und KMU. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat weiterhin hohe Priorität. Sehr zentral für Investoren in Wohn- und Gewerbeimmobilien werden die Fertigstellung der direkten Zugverbindung nach Basel und der Doppelspurausbau der A4 nach Winterthur ab ca. 2027 sein.

    Sie möchten Investitionen in strategische Vorhaben wie Digitalisierung und Demografie vorantreiben. Können Sie uns mehr über diese Projekte und ihre Bedeutung für Schaffhausen erzählen?
    Wir haben in Schaffhausen bereits 2017 die erste Demografiestrategie erstellt – als einer der ersten Kantone. Unsere Strategie orientiert sich an vier Schwerpunkten: Massnahmen zur Erhaltung des Arbeitskräfte-Pools, Sicherstellung wohnortnaher Pflege- und Gesundheitsdienstleistungen mit Wohnformen, die Autonomie im Alter unterstützen. Weiter wird die Siedlungs- und Verkehrsentwicklung auf demografische Entwicklungen ausgerichtet sowie das Bildungswesen auf die zunehmende diverse Bevölkerung angepasst.

    Bei der Digitalisierung wiederum fokussiert der Regierungsrat auf übergeordnete Ziele: Digital First für die Bevölkerung und die Wirtschaft und eine vollständig durchgehende Digitalisierung der Verwaltung. Jede Dienstleistung und jeder Prozess sollen optimiert und digital verfügbar sein – um Ressourcen und Zeit zu sparen.

    Wie sehen Sie als Schaffhauser Volkswirtschaftsdirektor den aktuellen Immobilienmarkt im Kanton und welche Trends erwarten Sie für die nächsten Jahre?
    Schaffhausen hat noch bezahlbaren Wohnraum sowie Bauland und dadurch Potenzial in der Wohnraumentwicklung. Zusätzlichen Schub erhält die Region durch den Ausbau der Direktverbindung mit der Bahn nach Basel und die Engpassbeseitigung auf der A4 in Richtung Winterthur. So wird Schaffhausen zur Drehscheibe zwischen Zürich, Winterthur und Basel, was die Attraktivität als Wirtschafts- und Wohnregion zusätzlich erhöht.

    Wie findet der Kanton Schaffhausen die Balance zwischen der Entwicklung des urbanen Zentrums und der Erhaltung der Schaffhauser Naturlandschaften und historischen Architektur?
    Der ländliche Raum ist ein wertvoller Bestandteil der hohen Lebensqualität des Kantons. Mit der Regional- und Standortentwicklung, dem regionalen Naturpark und der Tourismusförderung hat Schaffhausen spezifische Programme, welche auf dieses Gleichgewicht Rücksicht nehmen und die Stärkung der Landschaft fördern. Schaffhausen steht für die Nähe zur Natur und die Vielfalt an Genussprodukten. In der neuen Tourismusstrategie werden diese Aspekte von Schaffhausen besonders berücksichtigt.

    Mit Ihrem Fokus auf effizienten und bürgerfreundlichen und bürgernahen öffentlichen Dienstleistungen, gibt es Pläne, die Prozesse im Zusammenhang mit Immobiliengeschäften oder Baubewilligungen?
    Mit der Digitalisierungsstrategie legt der Regierungsrat den Weg der kantonalen Verwaltung in die digitale Zukunft fest. Er nutzt mit der «Digitalen Verwaltung Schaffhausen» die Chance der digitalen Transformation, um benutzerfreundliche Dienstleistungen für die Bevölkerung und die Wirtschaft auszubauen. Interne Prozesse werden noch effizienter strukturiert und die Zusammenarbeit der Mitarbeitenden mit agilen Methoden und modernen Technologien neu strukturiert. Die Digitalisierung ist bereits seit mehreren Jahren ein wichtiges Thema im Kanton Schaffhausen und einzelne Angebote sind weit fortgeschritten. So zum Beispiel das Geoportal, wo Daten offen verfügbar sind. Davon profitieren Eigentümer, Käufer und auch die Verwaltung.

    Welche Rolle spielen Ihrer Meinung nach nachhaltige und energieeffiziente Gebäude bei der zukünftigen Immobilienentwicklung in Schaffhausen und auch in anderen Wirtschaftssektoren?
    Die kantonale Standortpolitik berücksichtigt die globalen Klimaziele und verfolgt seit jeher eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung. Schaffhauser Unternehmen sind lokal innovativ, global erfolgreich und leisten mit ihren Investitionen, Produkten und Dienstleistungen einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Wirtschaft. In Bezug auf energieeffizientes und nachhaltiges Bauen versucht der Kanton Schaffhausen eine Vorbildfunktion einzunehmen. Eine spannende regionale Initiative zu diesem Thema ist das «Schaffhauser Haus», bei der das Bauen mit regionalen Bezug im Vordergrund steht. Damit werden die regionale Wirtschaft mit dem Handwerk gestärkt, der Nachwuchs gefördert und Stoffkreisläufe nachhaltig geschlossen.

    Welche Strategien gibt es angesichts des Wachstums der Stadt Schaffhausen, um angemessenen Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten zu schaffen?
    Der Kanton Schaffhausen verzeichnete über die letzten zehn Jahre ein moderates und nachhaltiges Bevölkerungswachstum von unter einem Prozent – das ist nicht vergleichbar mit anderen Regionen. Wenn wir einen Blick auf die Leerwohnungsziffern werfen, wird deutlich, dass der Leerstand zwar auch tief, bezahlbarer Wohnraum aber vorhanden ist. Warteschlangen wie in Zürich gibt es bei uns nicht. Mit weiteren steuerlichen Entlastungsmassnahmen und Investitionen in die Kinderbetreuung verbessert der Kanton die Situation für Familien und gutverdienende zusätzlich.

    Als Leiter des Volkswirtschaftsdepartements: Wie sehen Sie Ihre Rolle bei der Umsetzung der wirtschaftspolitischen Ziele des Kantons?
    Als Volkswirtsdirektor bin ich der oberste, direkte Ansprechpartner. Kurze Wege, schnelle Entscheide, hohe Dienstleistungsorientierung – das ist unser Credo. Stellvertretend für die kantonale Wirtschaftsförderung, die als «One-Stop-Shop» als Anlaufstelle für Fragen von Unternehmen oder Wohnortinteressierten funktioniert. Unternehmen stossen in Schaffhausen überall auf offene Türen.

    Welche langfristigen Auswirkungen erwarten Sie von Ihren bisherigen politischen Massnahmen auf den Kanton Schaffhausen?
    Die Auswirkungen zeigen sich im Rückblick der letzten 25 Jahre – die wirtschaftliche Entwicklung der Region ist eine Erfolgsgeschichte. Der Kanton befand sich in den 90er Jahren aufgrund des Strukturwandels in einer wirtschaftlichen Krise. Heute ist Schaffhausen ein international anerkannter Headquarter-Standort mit einer starken Industriebasis. Kein anderer Kanton hat sich gemäss UBS im Vergleich der Standortfaktoren so stark verbessert wie wir. Die Finanzsituation mit erfolgshohen Steuereinnahmen spricht für sich. Mittlerweile zählt Schaffhausen zum kleinen Kreis der Zahler im nationalen Finanzausgleich.

    Schaffhausen ist ein Grenzkanton. Welche Vor- und Nachteile in der Immobilienwirtschaft bringt das für den Kanton?
    Wegen der speziellen Lage zwischen Rhein und Deutschland blieb Schaffhausen zu Unrecht lange im Schatten anderer Kantone – für viele hört die Schweiz am Rhein auf. Diese Sicht ändert sich immer mehr! Schaffhausen ist heute auf dem Radar vieler Unternehmen und Investoren, die das Potenzial erkennen. Für Einwohnerinnen und Einwohner hat die moderate Entwicklung ihr Gutes: offene Landschaft und freie Natur sind im Kanton Schaffhausen erhalten geblieben.

    Welche Visionen und konkreten Projekte haben Sie für die zukünftige Entwicklung des Lebens- und Wirtschaftsstandorts Schaffhausen?
    Pioniergeist und Industrietradition prägen den Wirtschaftsstandort Schaffhausen. Oberstes Ziel des Regierungsrats ist die Stärkung von Schaffhausen als Lebens- und Wirtschaftsstandort. Weiterhin gilt es, die nationale und internationale Konkurrenzfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Schaffhausen zu sichern, zu festigen und zu verstärken. Dank der sehr guten Finanzlage im Kanton können Massnahmen und Projekte zugunsten der Standortattraktivität und der Bevölkerung erarbeitet und umgesetzt werden. Ebenso Priorität haben die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Verbesserung der Verkehrsverbindungen auf Strasse und Schiene innerhalb des Kantons und insbesondere in die Regionen Zürich und Basel, die Umsetzung der Ziele im Bereich Energie und Klima und der Bau wichtiger Infrastrukturprojekte.

    Wo sehen Sie Schaffhausen in den nächsten 20 Jahren?
    Im Jahr 2022 haben wir im Kanton im Rahmen der Entwicklungsstrategie 2030 «next.» in einem partizipativen Prozess Projekte und Massnahmen für einen erfolgreichen Weg in die Zukunft entwickelt. Die Vision von Schaffhausen als eine Schwarm- und Nestregion bildet nun unseren übergeordneten Kompass, aus dem der Regierungsrat Handlungsfelder identifiziert hat, die besonders zentral für die Nutzung des Entwicklungspotenzials der Region sind. Zur Verbesserung der Dynamik der Schwarmregion sollen zum Beispiel Ökosysteme von neuen Technologien aufgebaut und die Innovationsfähigkeit gestärkt werden. Um die Qualität der Nestregion zu erhalten will der Regierungsrat exzellente Standortfaktoren sicherstellen – von der Fachkräfteausbildung über Produktionsflächen bis zu Rahmenbedingungen für Unternehmen – und die soziale Energie nutzen. Zum Beispiel durch ein gutes Grundversorgungsangebot oder die Stärkung des Tourismus als Teil der Lebensqualität der Bevölkerung. So kann Schaffhausen den Pioniergeist fördern, offen und innovativ sein und ein Ort sein, an dem man Wurzeln schlägt und zu Hause sein will. Mit dieser Grundhaltung ist Schaffhausen ein Anziehungspunkt für Firmen und Personen, die sich in der Gesellschaft und im Wirtschaftsleben engagieren wollen.

  • Schaffhausen – eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte

    Schaffhausen – eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte

    In den neuen Hochhäusern auf dem ehemaligen Alusuisse-Areal in Neuhausen am Rheinfall ist Anfang 2024 Leben eingekehrt. Die Wohnungen sind bezogen, die Geschäfte geöffnet und in den 7000m2 Büro- und Laborflächen wird gearbeitet. Vor 100 Jahren stand auf dem heutigen Rhyfall-Village ein Aluminiumwerk. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand ein Forschungszentrum für Materialtechnologie. Jahrzehnte später wuchsen dann die Pläne für neuen Wohn- und Arbeitsraum – die heute realisiert sind. Auch die Schaffhauser Stahlgiesserei hat einen vergleichbaren Transformationsprozess durchgemacht: Statt Schwerindustrie gibt es Wohnungen, eine Schule, Gewerbeflächen und Büros. Es werden Strategien entwickelt, Patente verwaltet und Märkte auf der ganzen Welt bearbeitet. Heute schlagen Menschen und Unternehmen wieder Wurzeln im Kanton Schaffhausen. Ende der 1990er Jahren war die Realität eine andere.

    Mit vereinten Kräften aus der Krise
    Der Strukturwandel traf den Industriekanton Schaffhausen mit voller Wucht: Innert weniger Jahre veränderte sich die Unternehmenslandschaft drastisch, und die Steuereinnahmen brachen ein. Elf Prozent aller Arbeitsplätze gingen verloren – mehr als in allen anderen Kantonen. Wer konnte, zog weg. Um das Steuer herumzureissen, lancierten die Wirtschaftsverbände das Projekt WERS – Wirtschaftsentwicklung Region Schaffhausen. Stadt und Kanton unterstützten es. 150 Forderungen dienten 1997 als Grundlage für wegweisende Entscheidungen in der Schaffhauser Politik.

    Aktive Standortförderung als Schlüssel
    Eine zentrale Massnahme war die Schaffung einer kantonalen Wirtschaftsförderungsstelle. Der Auftrag war klar und gilt bis heute: Den Wirtschaftsstandort bekannt machen, neue Firmen ansiedeln und ansässige Unternehmen bei der Erhaltung von Arbeitsplätzen unterstützen. Neben der Impulssetzung zur stetigen Verbesserung der Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons ist die Wirtschaftsförderung die zentrale Anlauf- und Informationsstelle zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Das Ziel: wettbewerbsfähige Industrieunternehmen und KMU, global ausgerichtete Dienstleister, mehr Steuereinnahmen.

    Die Firmen kamen. Mit Wunder-Baum wurde 1998 der erste Produktionsbetrieb und mit Tyco der erste US-Multinational mit einem Headquarter gegründet. Bis heute wurden über 600 weitere Ansiedlungen begleitet. Sie schufen rund 2800 neue Arbeitsplätze und dank viel zusätzlichen Steuereinnahmen Spielraum für Investitionen zugunsten des Standorts.

    Das «Produkt Schaffhausen» verbessern
    Vor allem in den Anfangszeiten haben sich einige Firmen gegen Schaffhausen entschieden, weil der Standort ihre Anforderungen nicht erfüllte. Es fehlten zentrale Büros, grosszügige Wohnflächen, eine internationale Schule und gute Verkehrsverbindungen zum Flughafen. Um dies zu ändern wurde das «Produkt Schaffhausen» schrittweise verbessert und die Attraktivierung des Standorts mit Hilfe der Wirtschaftsförderung vorangetrieben. Dazu zählen unter anderem der Aufbau der internationale Schule ISSH, des ITS Industrie- und Technozentrum zur Innovations- und Technologieförderung bei KMU, das go-tec! Labor für zukünftige MINT-Fachkräfte. Weiter wurde die Einführung des Halbstundentakts nach Zürich HB, der direkte Anschluss an den Flughafen sowie der Ausbau der A4 unterstützt. Im Kanton wurde die Regio-S-Bahn zwischen Trasadingen und Thayngen ausgebaut, als Ergänzung zu den Regionalbussen. Zentral für den Standort waren weiter die schrittweisen Senkungen der Steuern für natürliche Personen und Firmen. Viele Vorhaben sind gelungen und umgesetzt. Andere sind noch in Diskussion sind. Dazu gehört ein Hochschulangebot, das auf die Bedürfnisse der Industrie zugeschnitten ist oder ein Campus für Innovation und Technologie.

    Von der Produktenwicklung zur Angebotsentwicklung
    Diese Entwicklungen im Kanton führten auf der Immobilienseite zu einer steigenden Nachfrage nach Büros, Gewerbeflächen und Wohnraum. In den letzten zwei Jahrzehnten wurden verschiedene zentrale Areale entwickelt. Dazu gehören die Überbauungen Landhaus und Urba(h)n beim Bahnhof in der Stadt Schaffhausen oder die Transformation der ehemaligen Stahlgiesserei in ein Wohn- und Arbeitsquartier Nahe des Zentrums. In Neuhausen am Rheinfall waren die Entwicklung entlang der Zentralstrasse, kombiniert mit der Wohnbautätigkeit um den Industrieplatz und die schrittweise Öffnung des SIG-Areals massgebend. Während sich dieses Areal noch immer im Transformationsprozess befindet, füllt sich das Rhyfall-Village seit Anfang 2024 mit Leben – dank Arbeitsplätzen und neuen Einwohnerinnen und Einwohnern.

    25 Jahre gemeinsame Anstrengungen
    Vor 25 Jahren wurden im Kanton Schaffhausen gemeinsam die Weichen gestellt: Wirtschaft und Politik spannten zusammen und begannen eine aktive Standortentwicklungspolitik mit gemeinsamen Zielsetzungen. Nach WERS kamen 2008 die Visionen für Schaffhausen und 2022 die Entwicklungsstrategie «next.». Es ist sichtbar, dass der Kanton als Standort dynamisch entwickelt. Heute sind nicht nur Fenster der neuen Wohnungen in umgenutzten Fabriken beleuchtet, sondern der ganze Wirtschaftsstandort und Lebensraum glänzt in einem anderen Licht. Im interkantonalen Vergleich hat Schaffhausen eine einzigartige Entwicklung durchgemacht: Kein anderer Kanton hat sich im Vergleich der Wettbewerbsindikatoren so stark verbessert (UBS 2023). Schaffhausen ist nicht nur für internationale Firmen ein beliebter Standort geworden, sondern auch für Menschen aus der Schweiz, das zeigt der interkantonale Wanderungssaldo. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis gezielter Massnahmen und gemeinsamer Anstrengungen. Die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben, ist für die engagierten Kräfte im Kanton Auftrag und Motivation zugleich sein.

  • Generis AG führt Wirtschaftsförderung fort

    Generis AG führt Wirtschaftsförderung fort

    Da der aktuelle Leistungsauftrag mit der Generis AG per Ende 2024 ausläuft, entschied die Schaffhauser Regierung, das Mandat zur Führung der Wirtschaftsförderung und der Geschäftsstelle Regional- und Standortentwicklung frühzeitig öffentlich auszuschreiben. Im zweistufigen Ausschreibungsprozess setzte sich die Generis AG gegen ihre Mitbewerberin durch.

    Verlängerung des Mandats bis 2032
    Der neue Leistungsvertrag tritt ab dem 1. Januar 2025 in Kraft und endet am 31. Dezember 2032. Dies gewährleistet Kontinuität und Stabilität in der Standortentwicklung des Kantons Schaffhausen.

    Zukunftsorientierte Massnahmen
    Die Generis AG wird ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen, mit besonderem Fokus auf Digitalisierung und demographische Herausforderungen. Die enge Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Partnern bleibt dabei zentral.

    Vertrauen und Stabilität
    Der Schaffhauser Regierungsrat sieht in der erneuten Vergabe des Mandats an die Generis AG eine Bestätigung der bisherigen Erfolge und erwartet eine weitere Stärkung des Wirtschaftsstandortes Schaffhausen.

  • Halter übernimmt Wohnbauprojekt bei Schaffhausen

    Halter übernimmt Wohnbauprojekt bei Schaffhausen

    Der Schlieremer Immobilienentwickler Halter AG hat laut Medienmitteilung das Wohnbaugebiet Waldstadt im Pantli zwischen Schaffhausen und Stetten SH erworben. Verkäufer ist die DOST Architektur GmbH in Schaffhausen. Beide Unternehmen werden den geplanten Bau von 200 Eigentumswohnungen gemeinsam umsetzen.

    Auf 47‘600 Quadratmetern Grundstücksfläche sollen laut der Planung über 200 Eigentumswohnungen entstehen. In einem ersten Schritt werden 100 Eigentumswohnungen realisiert. Im Anschluss folgen nahtlos die weiteren Etappen, heisst es in der Firmenmitteilung. Über 40 verschiedene Wohnungstypen stehen für unterschiedliche Wohnbedürfnisse bereit. Die Grössen reichen von 2,5- bis zu 5,5-Zimmer-Wohnungen. Die Wohnungen sind mehrseitig ausgerichtet und bieten Räume mit viel Tageslicht und direkter Natur- und Waldorientierung. Der neue Wohn- und Lebensraum sei für Familien, Paare und Berufspendler aus der Region geeignet.

    Eine neue Bushaltestelle und die direkte Zufahrt zur Autobahn Richtung Schaffhausen, Winterthur und Zürich gewährleisten eine optimale Verkehrsanbindung. Ein integrierter Kindergarten und eine Kindertagesstätte runden das Angebot ab und machen die Waldstadt im Pantli auch für Familien attraktiv.

    Die Bauzeit für die erste Etappe wird auf rund zweieinhalb Jahre geschätzt. Wenn alles nach Plan verläuft, können die ersten Wohnungen im Jahr 2026 bezogen werden, so die Halter AG.

  • SH Power will Herrenacker mit anderen Wärmeverbünden vernetzen

    SH Power will Herrenacker mit anderen Wärmeverbünden vernetzen

    Der Wärmeverbund Herrenacker versorgt seit 1993 städtische und private Liegenschaften rund um den Herrenacker in der Schaffhauser Altstadt mit Wärme aus dem Grundwasser. Er gehörte einer einfachen Gesellschaft, an welcher der Kanton mit 56 Prozent und die Stadt mit 44 Prozent beteiligt waren.

    Nun übernimmt SH Power den Wärmeverbund rückwirkend auf den 1. Juli. Der städtische Energieversorger zahlt dem Kanton laut einer Medienmitteilung für dessen Anteil an der einfachen Gesellschaft 2,8 Millionen Franken.

    SH Power will künftig die gesamte Altstadt mit nachhaltiger Wärme versorgen. Der Verbund Herrenacker verfügt über eine grosse Speicherkapazität und soll perspektivisch mit anderen Wärmeverbünden vernetzt werden.

  • Siegerprojekt für «Magazin Birch» steht fest

    Siegerprojekt für «Magazin Birch» steht fest

    Grün Schaffhausen erfüllt vielfältige Aufgaben zur Gestaltung und Pflege der städtischen Grün-, Sport- und Schulanlagen, von Spielplätzen, Friedhöfen, Rebflächen, Wäldern und Naturschutzflächen. Die Magazine mit Werkstätten, Büros, Garderoben, Maschinen- und Fahrzeugunterständen sowie Werkflächen im Aussenbereich sind heute auf mehrere Standorte verteilt. Die Stimmbevölkerung hat im September 2021 dem Kredit für einen Ersatzneubau am Standort des heutigen «Magazin Birch» an der Mühlentalstrasse zugestimmt. Hier werden künftig mehrere Teams von Grün Schaffhausen ihre Ausgangsbasis haben sowie Fahrzeuge und Werkzeuge untergebracht werden.

    Zur Auswahl des am besten geeignetsten Projekts hat die Stadt einen Gesamtleistungswettbewerb durchgeführt. Es wurden sechs Projekte fristgerecht, vollständig und anonym eingereicht. Die Jury hat die eingereichten Wettbewerbsbeiträge nach den folgenden Kriterien beurteilt: Gestalterische und funktionelle Qualitäten, Gewichtung 60 %, und Preisangebot, Gewichtung 40 %. Die Jury beurteilte die Projekte anonym und kam einstimmig zum Schluss, dass das Projekt «Hof Berslingen» die gestellte Aufgabe am besten zu erfüllen vermag und schlägt es zur Ausführung vor. Das Projekt wurde von der Hürzeler Holzbau aus Magden in Zusammenarbeit mit Weberbuess GmbH Architekten und mehreren Fachplanern erarbeitet und eingereicht.

    Das Raumprogramm wird in zwei Bauten untergebracht: dem untergeordneten Fahrzeugschopf längs der Mühletalstrasse und dem Hauptbau, der in seiner Form auch den Gewässereinschnitt berücksichtigt. Dem Projekt «Hof Berslingen» gelingt es, eine überzeugende städtebauliche Lösung vorzuschlagen, welche auch im architektonischen Ausdruck überzeugend ist. Die Funktionalität im Bereich der Büros, Personalräume und Werkstätten überzeugt. Die Fahrzeugeinstellhallen erlauben dank der offenen, z.T. sogar stützenfreien Räume die problemlose Anpassung an die Bedürfnisse. In technischer Hinsicht sowie bezüglich Nachhaltigkeit ist das Projekt fundiert durchgearbeitet und entspricht den gesteckten Zielen in hohem Masse.

    Das Siegerprojekt sieht den Erhalt des Wasserturms als Landmark und Einleitung in das Werkhofgelände vor. Den Projektteams wurde der Erhalt oder der Abriss des aus dem Verzeichnis der schützenswerten Kulturdenkmäler der Stadt Schaffhausen (VKD) entlassenen Wasserturms offengelassen. Das Siegerprojekt konnte aufzeigen, dass trotz Erhalt des Wasserturms – welcher keine Funktionen des Werkhofes übernimmt – das Raumprogramm unter Berücksichtigung der betrieblichen Anforderungen ohne Einschränkungen umgesetzt werden kann. Als nächstes wird nun das Bauprojekt im Detail ausgearbeitet. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2024 geplant. Alle eingereichten Projekte können in einer Ausstellung in der Kammgarn West vom 16. Februar 2023 bis zum 2. März 2023 besichtigt werden:

  • Landis+Gyr bringt intelligente Zähler nach Schaffhausen

    Landis+Gyr bringt intelligente Zähler nach Schaffhausen

    Das Elektrizitätswerk des Kantons Schaffhausen (EKS) plant, alle Messpunkte in seinem Schweizer Versorgungsgebiet innerhalb von fünf Jahren auf intelligente Zähler umzustellen. Dazu spannt der Schaffhauser Energieversorger mit Landis+Gyr zusammen, informiert der weltweit aktive Zuger Spezialist für Energiemanagement in einer Mitteilung. Landis+Gyr ist von EKS mit der Lieferung von 32’000 intelligenten Zählern der Typen E360 und 260 E570 beauftragt worden. Zudem wurde ein Vertrag über Serviceleistungen mit einer Laufzeit von zehn Jahren unterzeichnet.

    Die Serviceleistungen umfassen unter anderem die Smart Metering Software Landis+Gyr AIM sowie die mobilen Verbindungen, inklusive Datenübertragung und SIM-Karten-Management. Hier setzt Landis+Gyr laut Mitteilung eine mit Vodafone speziell für die Energiewirtschaft entwickelte Lösung ein. Sammlung und Aufbereitung der Daten, sowie die Installation und Wartung der benötigten Hard- und Software erfolgen durch Landis+Gyr. Die Auswertung der Daten und die Abrechnungen wird EKS übernehmen.

    „Das komplette As-a-Service-Konzept von Landis+Gyr ermöglicht es, dass wir den Smart Meter Rollout schnell und effizient umsetzen und uns gleichzeitig auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren können“, wird Markus Niedrist, Leiter Netz und Mitglied der Geschäftsleitung bei EKS, in der Mitteilung zitiert. „Mit Landis+Gyr haben wir einen erfahrenen Partner an unserer Seite, der bestens mit unseren Bedürfnissen und den Schweizer Spezifitäten vertraut ist.“

  • Umweltauflagen in Andermatt Reuss werden erfüllt

    Umweltauflagen in Andermatt Reuss werden erfüllt

    Die Umweltbegleitung in Andermatt Reuss hat ein positives Ergebnis bekanntgegeben, wie aus einer Medienmitteilung der Andermatt Swiss Alps AG hervorgeht. Die intensivierten Bautätigkeiten hätten die Umweltauflagen erfüllt, heisst es. Die Andermatt Swiss Alps AG hatte mit Baubeginn von Andermatt Reuss das in Schaffhausen ansässige Ingenieurbüro Hodel Umweltberatung mit der Kontrolle und Dokumentation der Umweltauswirkungen beauftragt.

    Im Rahmen der Umweltbegleitung für das Jahr 2021 habe sich die Überprüfung ausser auf den Betrieb des Golfplatzes Andermatt Swiss Alps Golf Course und der bevorstehenden Revitalisierung des Dürstelenbachs, auch auf die Baumassnahmen für eine Podiumserweiterung und den Bau von Mehrfamilienhäusern erstreckt. Die Zunahme der Bautätigkeiten hätten die Zahl der Begehungen erhöht, am Ergebnis einer geringen Belastung für die Umwelt aber nichts geändert, heisst es in der Mitteilung.

    Untersucht wurden die Kategorien Immissionsschutz und Messungen, Gewässerschutz, Naturschutz, Tagfaltermonitoring und Bodenschutz gemäss eines kantonalen Pflichtenhefts.

    Ein aus ökologischen Gesichtspunkten positiver Befund liege für den Betrieb des Andermatt Swiss Alps Golf Course vor, der auf den Schutz und die praktizierte Pflege der Naturschutzflächen auf dem Golfplatz zurückzuführen sei.

  • Bund leistet Kantonen Arbeitshilfe beim Klimaschutz

    Bund leistet Kantonen Arbeitshilfe beim Klimaschutz

    Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) will die Kantone dabei unterstützen, räumlichen Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels zu begegnen, erläutert das ARE in einer Mitteilung. Es hat dazu eine Arbeitshilfe für die kantonalen Richtpläne erstellt. Mit diesen für alle Behörden verbindlichen Richtplänen steuern die Kantone ihre räumliche Entwicklung.

    Die vom ARE entwickelte Arbeitshilfe soll als Ergänzung des bestehenden Leitfadens für die kantonale Richtplanung fungieren. Sie bietet gute und umsetzbare Beispiele aus der Praxis an, wie die Raumplanung den Herausforderungen des Klimawandels begegnen kann. Dabei werden sowohl Massnahmen für den Klimaschutz als auch Massnahmen zur Anpassung an die Klimawandel thematisiert.

    Als Beispiel einer Massnahme zum Klimaschutz führt das ARE in der Mitteilung die im Richtplan des Kantons Genf verankerte Förderung des Fuss- und Veloverkehrs an. Dies und „der Planungsgrundsatz der kurzen Wege“ seien „wichtige raumplanerische Hebel für den Klimaschutz“.

    Bei der Anpassung an den Klimawandel nennt das ARE ein Beispiel aus dem Kanton Schaffhausen. Er hat in seinem Richtplan festgesetzt, dass Flächen im Siedlungsgebiet möglichst nicht versiegelt werden sollten, damit das Wasser versickern und zur Neubildung von Grundwasserreserven beitragen kann.

  • Ansiedlungen erreichen Vor-Corona-Niveau

    Ansiedlungen erreichen Vor-Corona-Niveau

    Die Firmenansiedlungen nehmen nach der Corona-Delle wieder zu. Die Greater Zurich Area AG (GZA) als Standortmarketingorganisation von neun Kantonen hat 2021 insgesamt 125 Unternehmen ansiedeln können, ein Zuwachs von 36 Firmen im Vergleich zum ersten Corona-Jahr 2020. Davon kamen laut einer Mitteilung der GZA 42 Unternehmen aus den USA (+20), 19 aus Deutschland (+4), zehn aus Italien (+5) und je fünf aus China (-6), Grossbritannien und Singapur.

    Insgesamt haben die Firmen 582 Arbeitsplätze im Wirtschaftsraum geschaffen, ein Plus von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In den nächsten fünf Jahren sollen es insgesamt 1843 Stellen werden.

    Die ICT-Branchen sind mit 42 Unternehmen am stärksten vertreten, gefolgt von den Life Sciences mit 25 Firmen und der Maschinenindustrie mit 18 sowie den Finanzdienstleistungen mit 13 Firmen. Die Life Sciences-Firmen haben 235 Stellen geschaffen, gefolgt von den ICT-Firmen mit 154 Stellen.

    Die Bedeutung der Firmen für den Standort geht aber über die Zahl neuer Arbeitsplätze hinaus. „Wir sprechen gezielt solche Firmen an, die eine hohe Wertschöpfung erzielen und das bestehende Ökosystem stärken“, sagte GZA-Geschäftsführerin Sonja Wollkopf Walt an einer digitalen Medienkonferenz.

    Zu den neu angesiedelten Firmen gehört etwa Benchling. Der amerikanische Anbieter von Cloud-Lösungen für Biowissenschaften will im Circle am Zürcher Flughafen bis zu 150 Arbeitsplätze schaffen. Das chinesische Pharmaunternehmen Hengrui hat bereits in Basel seinen Europasitz und richtet nun einen Standort für Forschung und Entwicklung in Zürich ein.

    Das deutsche RegTech-Unternehmen targens wird von Schwanden GL aus seine Software für Compliance-Lösungen an Banken in der Schweiz und Liechtenstein verkaufen. Ruedi Becker, der Schweiz-Chef der Tochter der Landesbank Baden-Württemberg, konnte seine Vorgesetzten zusammen mit der GZA von den Vorteilen von Glarus überzeugen.

    Das freut den Glarner Standortförderer Christian Zehnder. Glarus sei bisher stark im verarbeitenden Gewerbe und in der Nahrungsmittelproduktion. „Wir wollen von unserem traditionellen Image wegkommen“, sagte er. „Bei der Ansiedlung von Firmen sind wir aber auf den starken Partner GZA angewiesen, der den Standort international vermarktet.“

    Ähnlich sieht es Sonja Wollkopf Walt: Die Ansiedlung von targens stärke das Ökosystem insgesamt und sende das Signal, dass der Wirtschaftsraum über Zürich und Zug hinausreicht. „In der Greater Zurich Area gibt es für jedes Unternehmen den idealen Standort.“

    Der Greater Zurich Area gehören die Kantone Glarus, Graubünden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, Tessin, Uri, Zug und Zürich an.

  • Schaffhausen erhält neues Rechenzentrum

    Schaffhausen erhält neues Rechenzentrum

    Der Genfer Rechenzentrumbetreiber Safe Host investiert in der Schaffhauser Gemeinde Beringen. Er will ein Rechenzentrum auf dem Grundstück des ehemaligen Tennisklubs SIG bauen. Das Baugesuch wurde einer Medienmitteilung zufolge am 9. April eingereicht. Dabei gibt es zwei Projekte zu bewilligen: Einerseits das Rechenzentrum selbst mit seinen Nebengebäuden. Andererseits ein neues Unterwerk des Elektrizitätswerks des Kantons Schaffhausen (EKS). Letzteres soll unter anderem die Einspeisung von grösseren Mengen an erneuerbaren Energien ermöglichen.

    Das Rechenzentrum wird selbst Solarstrom erzeugen. Auf allen freien Dachflächen und an der Südfassade werden Photovoltaikablagen installiert. Zudem wird der Bürokomplex mit der durch das Rechenzentrum selbst erzeugten Abwärme geheizt. Weiter wird das Regenwasser wo möglich gespeichert und für die Kühlung aufbereitet.

    Die Gemeinde Beringen sieht das Projekt laut der Mitteilung als einen „weiteren Meilenstein in der Entwicklung des Industriequartiers“. Der Gemeinderat sei überzeugt, dass ein derartiges „Hightech-Gebäude“ eine „Signalwirkung“ in Beringen habe.

    Für die Planung ist das Architekturbüro Schmidli Architekten + Partner aus Rafz ZH zuständig. Dieses wurde auch schon mit der Planung des Rechenzentrums von Safe Host in Rafz beauftragt, welches sich derzeit noch im Bau befindet.

    Das Beringer Rechenzentrum ist bereits das fünfte im Besitz von Safe Host. Neben dem neuen Rechenzentrum im Rafz gehören auch noch drei Zentren im Grossraum Genf zum Unternehmen.

  • Angebotsmieten steigen weiter

    Angebotsmieten steigen weiter

    Der vom digitalen Immobilienmarktplatz homegate.ch aus dem Hause TX Group in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank monatlich erhobene Mietindex hat im Februar auf dem Wert von 115,6 Punkten geschlossen. Gegenüber dem Vormonat seien die Preise für Angebotsmieten damit im Schnitt um 0,17 Prozent gestiegen, erläutert homegate.ch in einer entsprechenden Mitteilung. Auch zu Jahresbeginn hatten die Preise um durchschnittlich 0,17 Prozent zugelegt. Über die letzten zwölf Monate hinweg wurde ein Anstieg der Mietpreise um 0,96 Prozent beobachtet.

    Im Monatsvergleich seien die Mieten in den meisten Kantonen gestiegen, schreibt homegate.ch. Der stärkste Anstieg der Angebotsmieten wurde dabei im Februar mit 1,37 Prozent im Kanton Schaffhausen registriert. In Zug und Glarus legten die Angebotsmieten mit Werten von 0,84 beziehungsweise 0,69 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich zu. Rückgänge wurden hingegen in den Kantonen Graubünden, Genf und Tessin mit Werten zwischen mit -0,48 Prozent und -0,19 Prozent gemessen.

    Bei den Städten macht homegate.ch unterschiedliche Entwicklungen aus. Der grösste Anstieg wurde hier im Monatsvergleich mit 0,78 Prozent in Lugano gemessen. Die Angebotsmieten in Luzern und St.Gallen legten gegenüber Januar jeweils um 0,20 Prozent zu. In Lausanne, Genf und Bern wurden hingegen Rückgänge der Mietpreise zwischen 1,18 und 0,49 Prozent beobachtet.

    Bei der qualitätsbereinigten Erfassung der Mietpreisveränderungen für den Mietindex werden die Mietpreise um unterschiedliche Qualität, Lage und Grösse der Wohnungen korrigiert. Dies mache eine Erfassung der tatsächlichen Mietpreisentwicklung möglich, heisst es in der Mitteilung.

  • Windenergieprojekt am Chroobach kommt voran

    Windenergieprojekt am Chroobach kommt voran

    Die Projektgemeinschaft Chroobach Windenergie besteht aus den beiden regionalen Energieversorgern Elektrizitätswerke des Kantons Schaffhausen AG (EKS) und SH POWER. Ihr Ziel ist es, das Potenzial für Windenergie am Chroobach auszunutzen. Insgesamt will sie dort 25 bis 27 Millionen Kilowattstunden erneuerbaren Strom pro Jahr produzieren, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Das ist in etwa doppelt so viel Strom, wie derzeit von der Bevölkerung des oberen Kantonsteils im Jahr verbraucht wird.

    Im Jahr 2019 hat der Bund den kantonalen Richtplan zur Windenergie gutgeheissen. Mit der Festsetzung des Windenergiegebietes auf dem Chroobach in der Gemeinde Hemishofen habe er damit eine wichtige Basis für das Projekt gelegt. Seither konnten die Planungsarbeiten den Angaben zufolge erfolgreich vorangetrieben werden. In einem nächsten Schritt soll nun die Teilrevision der Nutzungsplanung bei der Gemeinde Hemishofen beantragt werden. Die Projektgemeinschaft sei bereits für die Besprechung der nächsten Planungsschritte im Dialog mit der Gemeinde.

    Weiter will Projektgemeinschaft auch die lokale Bevölkerung am neuen Projekt teilhaben lassen. So soll sie sich mit einer Windaktie am Windpark beteiligen können. Weitere Details dazu will die Projektgemeinschaft „in Kürze“ veröffentlichen.

  • Kanton Schaffhausen stockt Anteil an Kantonswerk auf

    Kanton Schaffhausen stockt Anteil an Kantonswerk auf

    Der Kanton Schaffhausen kauft seinem Elektrizitätswerk einen vorübergehend in Eigenbesitz gehaltenen Anteil von 10 Prozent ab, informiert die Kantonsverwaltung in einer Mitteilung. Die Aktien waren vor drei Jahren vom Kanton an das EKS veräussert worden, als der Kanton einen Anteil von insgesamt 25 Prozent am EKS von der Axpo Holding übernommen hatte. Die übrigen 15 Prozent hatte der Kanton damals an die Thurgauer EKT Holding AG (EKT) verkauft.

    Für die Übernahme des Aktienpakets hatte der Kanton der Axpo 2017 insgesamt 53 Millionen Franken bezahlt. Sie waren durch den Weiterverkauf von 10 Prozent an das EKS zum Preis von 21,2 Millionen Franken und den Weiterverkauf von 15 Prozent an die EKT zum Preis von 31,8 Millionen Franken wieder eingespielt worden.

    Im Januar vergangenen Jahres habe der Kanton im Zuge seiner Eignerstrategie einen Rückkauf der vom EKS gehaltenen Aktien geprüft, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Das EKS habe nie beabsichtigt, die Aktien langfristig selbst zu halten, heisst es dort. Als Kaufpreis haben die beiden Partner den bereits bei der Transaktion vor drei Jahren gezahlten Preis von 21,2 Millionen Franken vereinbart.

    Nach der Transaktion wird der Kanton einen Anteil von 85 Prozent an seinem Kantonswerk halten. Die übrigen 15 Prozent am EKS sollen im Besitz der EKT verbleiben. Die sei „insbesondere mit Blick auf das Synergiepotential im Netzbereich sowohl vom Regierungsrat des Kantons Schaffhausen als auch vom Regierungsrat des Kantons Thurgau sowie den Verwaltungsräten von EKS und EKT“ begrüsst worden, schreibt die Kantonsverwaltung.

  • EKS steigert Gewinn

    EKS steigert Gewinn

    Wegen der Corona-Krise musste die Generalversammlung der EKS AG in sehr kleinem Rahmen gehalten werden. Der stolzen Präsentation eines erfolgreichen Abschlusses des Geschäftsjahres 2019 mit einem guten Finanzergebnis durch den Verwaltungsrat tat dies keinen Abbruch. Mit 90 Millionen Franken erreiche laut Medienmitteilung die Konzerngesamtleistung wieder das Vorjahresniveau. Deutlich gestiegen ist laut Geschäftsbericht der Gewinn. Das Konzernergebnis stieg von 6,5 Millionen Franken im Jahr zuvor auf 10 Millionen Franken. An Dividenden werden 5,4 Millionen Franken ausgeschüttet (ein Plus gegenüber 5,1 Millionen im Vorjahr). Der Kanton Schaffhausen hält 75 Prozent der Aktien an der EKS AG und erhält rund 4 Millionen Franken an Dividenden. An die EKT Holding mit einem Anteil von 15 Prozent der Aktien gehen 0,8 Millionen Franken. An Ertragssteuern zahlt EKS 2,2 Millionen Franken an Kanton und Bund.

    Sämtliche Anträge des Verwaltungsrats wurden von der Generalversammlung genehmigt, die damit einer Empfehlung der Geschäftsprüfungskommission folgte. Für ein Jahr im Amt bestätigt wurde Martin Kessler als Präsident des Verwaltungsrats. Er wird zum Jahresbeginn 2021 als Regierungsvertreter dem Verwaltungsrat als einfaches Mitglied angehören. „Die EKS AG ist für den Kanton ein systemrelevantes und politisch wichtiges Unternehmen, weshalb es gute Gründe für den Verbleib des Bau- und Energiedirektors im Verwaltungsrat gibt“, sagt Vize-Präsident Hannes Germann zu der bald beginnenden Suche zur Besetzung der Position des Verwaltungsratspräsidenten.

  • Schaffhausen will mehr Sonnenstrom erzeugen

    Schaffhausen will mehr Sonnenstrom erzeugen

    Im Kanton Schaffhausen sollen bis 2035 jährlich knapp 100 Gigawattstunden Sonnenstrom produziert werden. Aktuell werden erst rund 14,5 Gigawattstunden erzeugt. Laut einem Bericht, den der Regierungsrat in Auftrag gegeben hat, könnten mit den aktuell bestehenden Solaranlagen bis zu 60 Gigawattstunden pro Jahr produziert werden. Auch mit einer besseren Ausschöpfung des Potenzials müssten also noch weitere Anlagen gebaut werden, um das gesetzte Ziel zu erreichen.

    Der Bericht untersucht auch, welche Massnahmen nötig wären, damit das Ziel bis 2035 erreicht werden kann. Der Regierungsrat will laut einer Medienmitteilung acht der im Bericht erwähnten Massnahmen Schritt für Schritt umsetzen. So sollen beispielsweise neue Solarstromanlagen, die keinen oder nur einen geringen Eigenverbrauch aufweisen, mit einem kantonalen Beitrag zusätzlich zur nationalen Einmalvergütung gefördert werden. Dafür ist eine jährliche Anschubfinanzierung bis Ende 2022 von 300’000 Franken vorgesehen.

    Zudem wird bis Ende 2020 untersucht, welche Dächer und Infrastrukturanlagen des Kantons sowie der Liegenschaften der kantonalen Pensionskasse sich für die Produktion von Solarstrom eignen. Anschliessend soll ein Konzept zur Realisierung von Anlagen auf den entsprechenden Dächern erstellt werden. Geplant ist es auch, Besitzer kleinerer Dachflächen mit Potenzialen unter 60 Kilowatt Peak Leistung verstärkt für das Thema Eigenverbrauch zu sensibilisieren.

    Der Regierungsrat hat eine entsprechende Vorlage zuhanden des Kantonsrates verabschiedet. ssp