Schlagwort: Schwammstadt

  • Neues Freiraumkonzept stärkt Lebensqualität und Biodiversität

    Neues Freiraumkonzept stärkt Lebensqualität und Biodiversität

    Der Gemeinderat Spreitenbach hat laut einer Mitteilung das Freiraumkonzept verabschiedet. Dieses schafft eine behördenverbindliche Grundlage für die zukünftige Entwicklung von Freiräumen im Siedlungsgebiet der Gemeinde. Die Qualität und die Nutzung der Frei- und Grünräume sollen gesichert und verbessert werden.

    Zu den Zielen des Konzepts gehören die Stärkung der Identität der Quartiere, die Förderung der Biodiversität und die Stärkung der Klimaresilienz nach dem Prinzip der Schwammstadt – abfliessendes Regenwasser soll möglichst lokal aufgesogen werden können.

    Das Konzept umfasst auch einen Katalog von 21 konkreten Massnahmen. Zu den ersten Massnahmen gehören die Planung und die Umsetzung des Neumattparkes, die Weiterentwicklung des Areals Ziegelei, aber auch die Schaffung temporärer Freiräume. Sofortmassnahmen sollen die Aufenthaltsqualität verbessern, bessere Signalisierungen die Wegverbindugnen aufzeigen. Bis Ende 2026 sollen Zuständigkeiten geklärt und Prioritäten gesetzt sowie erste Massnahmen vorbereitet werden.

    Die Einwohnergemeindeversammlung hat den Verpflichtungskredit für das Freiraumkonzept in Höhe von 170‘000 Franken am 28. November 2023 genehmigt. Ein interdisziplinäres Planungsteam hat das Konzept im Anschluss mit einer breit abgestützten Begleitgruppe erarbeitet.

  • Ein Quartier ohne Einsprache

    Ein Quartier ohne Einsprache

    Der Luzerner Regierungsrat genehmigte den Bebauungsplan Schützenmatt im Januar 2026. Der Emmer Einwohnerrat hatte ihn bereits am 1. Juli 2025 in zweiter Lesung einstimmig verabschiedet. Nach Ablauf der Beschwerdefrist liegt nun Rechtskraft vor, kein einziger Rekurs wurde eingereicht. Das ist bei einem Projekt dieser Grössenordnung keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Zeichen breiter Akzeptanz.

    250 Wohnungen, 4000 Quadratmeter Leben
    Auf dem Areal entstehen rund 250 Wohnungen in verschiedenen Grössen sowie Gewerbe-, Gastronomie- und Dienstleistungsflächen von insgesamt rund 4000 Quadratmetern. Der Wohnungsmix reicht von kleineren Einheiten über Familienwohnungen bis zu Alterswohnungen . Bewusst konzipiert für alle Lebensphasen und verschiedene Einkommensstufen. Ein Teil der Wohnungen muss als preisgünstiger Wohnraum realisiert werden.

    Weniger Auto, mehr Velo
    Das Mobilitätskonzept setzt klare Prioritäten sodass Fuss, Velo und öffentlicher Verkehr Vorrang haben. Geplant sind über 970 Veloabstellplätze, darunter eine gedeckte, öffentlich zugängliche Velostation mit mindestens 300 Plätzen direkt an der Bahnhofunterführung. Für Autos stehen maximal 120 Parkplätze in der Tiefgarage bereit. Die Velohauptroute entlang der Gleise wird kreuzungsfrei geführt. Somit entfallen Konflikte mit dem Fussgängerverkehr.

    Die Stadt als Schwamm
    Das städtebauliche Konzept stammt von Fischer Architekten, deren Wettbewerbsbeitrag mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. Im Zentrum steht das Schwammstadtprinzip. Sickerfähige Beläge, Bäume auf natürlichem Boden und begrünte Dachflächen speichern Regenwasser und geben es kontrolliert wieder ab. Mindestens 60 Prozent der Dachflächen werden intensiv begrünt. Das verbessert das Mikroklima und macht das Quartier klimaresilient.

    Ab 2027 wird gebaut
    Mit der Rechtskraft liegt die Umsetzung nun bei den Grundeigentümerschaften. Die Realisierung ist in vier Etappen geplant, ein Bezug der ersten Wohnungen ist ab rund 2030 realistisch. Christine Bopp, Leiterin Planung der Gemeinde Emmen, spricht von einem abgeschlossenen langen Planungsprozess, der nun Planungssicherheit für alle Beteiligten schafft. Emmenbrücke bekommt sein neues Herz und baut es mit Bedacht.

  • Grünes Leben und Wohnen in Basel Dreispitz Nord

    Grünes Leben und Wohnen in Basel Dreispitz Nord

    Dreispitz Nord verwandelt eine ehemals einseitig genutzte Fläche auf rund acht Fussballfeldern in einen integrativen Stadtteil. Rund 800 Wohnungen entstehen, ein Drittel davon als preisgünstiger und gemeinnütziger Wohnraum. Drei markante runde Hochhäuser bieten neben attraktiven Wohnungen auch Büroflächen, Bibliothek und Fitnesscenter. Im Fokus steht ein Quartier der kurzen Wege. Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Erholen verschmelzen zu einem urbanen Ganzen. Die Fussgänger und Velofahrenden geniessen Vorrang, der öffentliche Raum wird fast vollständig autofrei gestaltet. Insgesamt sind 4000 Veloparkplätze geplant, die Parkmöglichkeiten für Autos sind gebündelt und vom Siedlungsraum getrennt, um den Verkehr im Quartier zu minimieren.

    Ein grüner Ort für Stadtklima und Gemeinschaft
    Zwei neu geplante Stadtparks mit grossen Schatten spendenden Bäumen verwandeln das Gebiet in grüne Lungen Basels und verbessern das Mikroklima nachhaltig. Versickerungsfähige Böden und bepflanzte Dächer erfüllen die Prinzipien der Schwammstadt und helfen, Hitzeeffekte abzumildern. Die Sekundarschule für rund 600 Schüler wird auf dem Dach des modernisierten MParc gebaut und eröffnet neue Dimensionen der Flächennutzung. Ergänzt wird das Angebot durch Basketball- und Sportplätze, eine Dreifachturnhalle und einen Jugendtreff, die auch ausserhalb der Schulzeiten genutzt werden können. Der direkte Zugang von Gundeldingen über eine begrünte Rampe verbindet Dreispitz Nord nahtlos mit der angrenzenden Nachbarschaft und schafft identitätsstiftende öffentliche Räume.

    Partnerschaftliches Planen mit Weitblick
    Die Christoph Merian Stiftung als Grundeigentümerin, die Genossenschaft Migros Basel als Baurechtsnehmerin und der Kanton Basel-Stadt als Planungsbehörde treiben gemeinsam das Projekt voran. Nach intensiver öffentlicher Planauflage mit sieben Einsprachen, die allesamt abgelehnt wurden, bestätigte der Regierungsrat am 14. Oktober 2025 den Bebauungsplan und leitete ihn zur Behandlung an den Grossen Rat. Neben dem Bebauungsplan sind Anpassungen beim Zonenplan, den Lärmempfindlichkeitsstufen und Bauvorschriften vorgesehen. Die Umweltverträglichkeitsprüfung bestätigt, dass alle Vorgaben erfüllt sind.

    Nachhaltigkeit und soziales Gleichgewicht
    Dreispitz Nord steht exemplarisch für nachhaltige Quartiersentwicklung. Statt grauer Parkplatzflächen entstehen grüne Freiräume, die Wohnungsvielfalt fördert gesellschaftliche Durchmischung. Das bestehende Gebäude wird ressourcenschonend in den neuen Komplex integriert. Breite Abstände zwischen den Hochhäusern garantieren eine gute Belüftung, Schattenspender reduzieren die Hitzebelastung und versickerungsfähige Flächen stärken die Klimaanpassung. Mit 1400 neuen Einwohner, das entspricht 7 Prozent der Gundeldinger Gesamtbevölkerung und 1600 Arbeitsplätzen wird der Stadtteil zu einem bedeutsamen wirtschaftlichen Motor.

    Urbanes Leben und Wirtschaft im Einklang
    Das neue Quartier integriert die heutigen modernisierten Verkaufsflächen, ergänzt durch Cafés, Restaurants und kleine Läden, ideal erreichbar auch über die verlängerte Tramhaltestelle . Die Vernetzung von Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit schafft eine inspirierende Atmosphäre und fördert nachhaltige Mobilität auf kurzen Wegen.

    Dreispitz Nord zeichnet sich durch seine urbane Kompaktheit, ökologische Sensibilität und soziale Vielfalt aus. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie umfassende Stadtentwicklung Innovation, Nachhaltigkeit und Lebensqualität in Einklang bringt und Basel als attraktive Stadt für heute und morgen stärkt.

  • Vom Werkhof zum klimaresilienten Stadtquartier

    Vom Werkhof zum klimaresilienten Stadtquartier

    Ausgangspunkt der Entwicklung ist der Rückzug des CKW-Werkhofs im Kontext der grossräumigen Transformation rund um den Seetalplatz. Auf Basis eines zweistufigen Studienauftrags der CKW und der Stadt Luzern setzte sich 2022 das Projekt «Habitat – Quartier im Hain» durch. Entscheidend waren der sorgfältige Umgang mit Bestandesbauten. Insbesondere der Shedhalle sowie die konsequente Integration von Freiräumen und Regenwasserbewirtschaftung.

    Die Ideen des Siegerprojekts wurden anschliessend auf den gesamten Perimeter des Bebauungsplans übertragen und planungsrechtlich verankert. Damit entsteht eine koordinierte Gesamtfigur, die private Grundstücke und das ehemalige Werkhofareal zu einem städtebaulichen Ganzen verbindet.

    Städtebau, Nutzungsmischung und Schwammstadt
    Der nordöstliche Teil des Gebiets wird aus lärm- und stadträumlichen Gründen von grösseren, gemischt genutzten Baukörpern in geschlossener Bauweise geprägt. Hier bündeln sich Wohnen, Arbeiten, Dienstleistungen und Erdgeschossnutzungen entlang von Strassen und Plätzen. Der westliche Teil setzt auf offene Wohnbauten, zusammenhängende Grünräume und Wege, welche die angrenzenden Quartiere anbinden.

    Zentrales Element ist eine topographische Mulde im Westen, eine frühere Aue. Sie dient als Retentionsraum für Regenwasser und bildet die Grundlage des «Stadthains», der mit Baumbestand, Versickerungsflächen und kühlendem Mikroklima das Quartier prägt. Regenwassermanagement, klimaangepasste Freiraumgestaltung und das Schwammstadt-Prinzip werden so zu tragenden Bausteinen der Quartiersidentität.

    Soziale Durchmischung und Vielfalt
    Im Endausbau sind in Reussbühl West rund 700 bis 800 zusätzliche Wohnungen vorgesehen, mindestens 20 Prozent davon gemeinnützig. Ergänzt werden sie durch Mehrzweckräume und rund 15’000 bis 18’000 Quadratmeter Arbeitsflächen für Gewerbe und Dienstleistungen. Kurzzeitvermietungen bleiben auf die bereits heute vorhandenen Flächen beschränkt und sind nur im Baufeld C9 zugelassen. Ein bewusstes Signal zugunsten langfristiger Wohn- und Quartiersstrukturen.

    Die Bestandes-Shedhalle wird für publikumsorientierte Nutzungen geöffnet und fungiert als Adresse für Kultur, Freizeit oder kleinteiliges Gewerbe. Zusammen mit den Erdgeschossnutzungen der Neubauten entsteht ein nutzungsgemischtes, ganztägig belebtes Umfeld, das Wohnen, Arbeiten und öffentliche Angebote eng verzahnt.

    Planungsrechtliche Grundlage und zeitliche Perspektive
    Der Bebauungsplan «Reussbühl West» legt die wesentlichen Hauptelemente der städtebaulichen Figur und der Nutzungsverteilung grundeigentümerverbindlich fest und ermöglicht eine etappierte Umsetzung. Vom 24. November bis 23. Dezember 2025 liegt er öffentlich auf. Einsprachen und Verhandlungen fliessen in die weitere Bearbeitung ein, bevor der Plan dem Grossen Stadtrat vorgelegt wird.

    Gemeinsam mit dem bereits rechtskräftigen Bebauungsplan «Reussbühl Ost» entsteht damit ein planungsrechtlicher Rahmen für ein aufgewertetes, gemischt genutztes Quartier mit insgesamt rund 1’000 zusätzlichen Wohnungen und 15 bis 20 Prozent Gewerbeflächen. Die Verdichtung erfolgt schrittweise. Bereits heute sind in Reussbühl Ost erste gemeinnützige Wohnungen und neue Gewerbeflächen im Bau und markieren den Übergang vom industriell geprägten Areal zum urbanen Stadtbaustein der nächsten Generation.

  • Bahnhof Schlieren erstrahlt in neuem Glanz

    Bahnhof Schlieren erstrahlt in neuem Glanz

    Der Bahnhofsplatz in Schlieren wurde in eine moderne Begegnungszone umgewandelt, die Raum für Erholung, Begegnung und sichtbare Mobilität schafft. Im Zentrum steht ein grosszügiger Platz mit einem markanten Baum als grünes Wahrzeichen. Vor der Stadtbibliothek lädt ein Brunnen mit Sitzbänken zum Verweilen ein und auch bei der SBB-Unterführung West sowie vor den Restaurants sind neue Aufenthaltsflächen entstanden.

    Ein zentrales Element ist der klare Vortritt für Fussgänger, durch die Begegnungszone. Trottoirs wurden überflüssig, der gesamte Raum gehört dem öffentlichen Leben. Fast 70 neue Veloabstellplätze fördern zudem den Umstieg vom Fahrrad auf den öffentlichen Verkehr.

    Grünflächen für das Stadtklima
    Mit der Umsetzung des Schwammstadt-Prinzips wurde ein innovativer Ansatz zur Klimaanpassung gewählt. 1’200 m² wurden entsiegelt, um Regenwasser besser versickern zu lassen. Neu gepflanzte Bäume und rund 500 m² zusätzliche Grünflächen sorgen durch Schatten und Verdunstung für Abkühlung, besonders an heissen Sommertagen.

    Die Bepflanzung ist nicht nur ökologisch wertvoll, sondern auch ästhetisch. Das Stadtbild wirkt lebendiger und einladender.

    Feierliche Eröffnung für die Bevölkerung
    Am Freitag und Samstag, 20. und 21. Juni 2025, wird die neue Begegnungszone mit einem zweitägigen Fest eingeweiht. Den Auftakt bildet eine offizielle Rede von Stadtrat Stefano Kunz am Freitag um 17.00 Uhr, begleitet von der Harmonie Schlieren. Anschliessend startet das Strassenfest mit kulinarischen Angeboten und Live-Musik, unter anderem vom Country-Künstler Tobey Lucas.

    Am Samstag geht es ab 11.00 Uhr weiter. Auf der Bühne beim Bahnhofsplatz treten lokale Musikerinnen und Musiker auf, darunter die Lehrerband der Musikschule Schlieren, Patrick Harbor, der Chor der Musikschule und Valerù mit ihrer Band.

    Während der Feierlichkeiten bleibt die Bahnhofstrasse für den Verkehr gesperrt. Die Stadt gehört an diesem Wochenende den Menschen.

    Ein Projekt mit Signalwirkung
    Die Begegnungszone ist ein Beispiel für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung, die Aufenthaltsqualität, Klimaresilienz und Mobilität vereint. Was 2021 durch eine Volksabstimmung auf den Weg gebracht wurde, steht nun für ein neues Kapitel der Stadtgestaltung in Schlieren.

  • Netzwerktreffen zum Thema Schwammstadt und zirkuläres Bauen

    Netzwerktreffen zum Thema Schwammstadt und zirkuläres Bauen

    Das nächste Netzwerktreffen zu zikulärem Bauen des TecLabs wird sich mit dem Konzept der Schwammstadt befassen. Für die Veranstaltung am 28. Oktober ab 18 Uhr am Jlcoweg 1 in Burgdorf hat das TecLab eine Reihe von Fachleuten als Referierende geladen. Sie werden das Schwammstadtkonzept vorstellen und Fragen nach seiner Umsetzung und der Lösung von Zielkonflikten beantworten.

    Den Auftakt machen dabei Michele Steiner vom Institut für Infrastruktur und Umwelt sowie Moritz Gubler vom Geographischen Institut der Universität Bern. Pierre Papaux aus Freiburg und Rudolf Holzer aus Burgdorf werden Umsetzungsbeispiele ihrer Gemeinden präsentieren. Wie das Konzept für Unternehmen und private Grundeigentümer aufgeht, erläutert Anna-Gesa Meier von der Holinger AG aus Bern. Vor dem abschliessenden Austausch beim Apéro riche diskutiert ein Podium den Weg vom Konzept zur Umsetzung.

    Weitere Details zum Netzwerktreffen stellt TecLab in der Veranstaltungsankündigung zur Verfügung. Dort gibt es auch einen Link für die Anmeldung.

    Das TecLab ist aus einer Initiative der Berner Fachhochschule in Zusammenarbeit mit der Technischen Fachschule Bern, der Pädagogischen Hochschule Bern sowie weiteren Partnern aus öffentlicher Hand und Wirtschaft entstanden. Es bietet Seminare und Kurse im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik für Schulklassen sowie Veranstaltungen und Weiterbildungen für Privatpersonen und Unternehmen zu unterschiedlichen Themen an. Schwerpunkte liegen dabei auf Kreislaufwirtschaft, Energie und Mobilität.

  • Fachtagung untersucht Vegetationssysteme zu Hitzeminderung

    Fachtagung untersucht Vegetationssysteme zu Hitzeminderung

    Am 7. September lädt die Forschungsgruppe Pflanzenverwendung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zur nächsten Fachtagung Pflanzensysteme auf den Campus Grüental in Wädenswil ein. Hier wird es um Massnahmen der Schwammstadt zur Hitzeminderung gehen, informiert die ZHAW in der Veranstaltungsankündigung. Als Beispiel für derartige Massnahmen werden dort Wurzelerweiterungen unter Strassen, Bepflanzungen von Regenwasserspeichern oder Pflanzenbeete als Sickerbecken genannt.

    Auf der Fachtagung geht es dabei vor allem um die Auswahl der richtigen Pflanzen. Hier treffen viele Anforderungen meist auf eine geringe Auswahl, schreibt die ZHAW. Ihre Fachleute wollen Praxisbeispiele dafür geben, „wie mit Vegetationssystemen die Herausforderungen des Klimawandels angegangen werden können“.

    Daneben geht es um Fragen, etwa ob und wie entsprechende Systeme in die Praxis umgesetzt werden können oder ob naturbasierte Lösungen technischen Massnahmen überlegen sind. Darüber hinaus soll eruiert werden, ob neben Vegetationssystemen für wechselfeuchte Standorte zukünftig auch Trockenstandorte in Betracht gezogen werden müssen.

    „Die Tagungsreihe richtet sich an Landschaftsarchitekt:innen, an Stadt-, Freiraum-, Verkehrs- und Infrastrukturplaner:innen, Umweltingenieurinnen und Umweltingenieure, Baum- und Naturschutzverantwortliche in Städten, Gemeinden wie auch Verbänden, an Baumpfleger:innen, sowie an Forschungs- und Lehreinrichtungen“, erläutert die Hochschule. Aufgrund der beschränkten Platzzahl der Fachtagung wird um eine Anmeldung bis spätestens 27. August gebeten.

  • Stadt Zürich will Hitze mindern

    Stadt Zürich will Hitze mindern

    Die Stadt Zürich reagiert auf die Hitzewellen der zurückliegenden Sommer und will die Stadt für künftige temperaturbedingte Belastungen wappnen. Dazu sind einerseits Massnahmen geplant, die bei Neubauprojekten umgesetzt werden sollen. Und andererseits soll in Pilotprojekten das Prinzip der Schwammstadt umgesetzt werden, wie einer Mitteilung zu entnehmen ist.

    Dieses Prinzip ist für die Minimierung von Überflutungen entwickelt worden. Dazu sollen Regenfälle in der Stadt wie in einem Schwamm zurückgehalten und nur allmählich in Gewässer und Grundwasser geleitet werden. Dieses Prinzip soll aber auch die Klimaerhitzung in Zürich mindern. Dazu ist ein Teil der Giessereistrasse in Zürich in einem Pilotprojekt umgebaut worden. Für das Schwammstadt-Prinzip müssen viele Faktoren wie das Gefälle der Strasse, der Strassenbelag, durchlässige Randsteine und auch verschliessbare Schlammsammler berücksichtigt werden. Das Ziel besteht darin, dass das Regenwasser nur noch im Winter in die Kanalisation läuft. Im restlichen Jahr soll es in die Vegetation umgeleitet werden, dort langsam verdunsten und so zur Kühlung beitragen. Zum Abschluss der baulichen Massnahmen sind nun neun neue Bäume gepflanzt worden.

    Das Projekt, dessen Kosten sich auf 680’000 Franken belaufen, ist aktuell auf den Zeitraum bis 2024 ausgelegt. Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) gewährleistet das wissenschaftliche Monitoring.