Schlagwort: SECO

  • Bereiche Standortförderung und Arbeitsmarkt

    Bereiche Standortförderung und Arbeitsmarkt

    Staatssekretärin Helene Budliger Artieda hat laut Medienmitteilung des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) Martin Saladin zum neuen Leiter der Direktion für Standortförderung ernannt. Ausserdem hat sie Martin Godel als neuen Leiter des Leistungsbereichs Arbeitsmarkt und Arbeitslosenversicherung bestätigt. Beide treten ihre neue Stelle am 1. September 2024 an und werden damit Mitglied der Geschäftsleitung des SECO.

    Martin Saladin wird die Nachfolge von Eric Jakob als Leiter der Direktion für Standortförderung antreten. Diese unterstützt unter anderem Schweizer Unternehmen, die sich dem immer globalen Wettbewerb stellen. Saladin verfüge über internationale Erfahrung und kenne die Herausforderungen, mit denen Schweizer Unternehmen auf den internationalen Märkten konfrontiert sind, heisst es in der Mitteilung. Er war die vergangenen fünf Jahre Leiter Operationen Süd/Ost des Leistungsbereichs Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung des SECO, wo er das Projektgeschäft mit einer jährlichen Investitionssumme von 350 Millionen Franken verwaltet.

    Martin Godel wird am 1. September die Nachfolge von Oliver Schärli als Leiter des Leistungsbereichs Arbeitsmarkt und  Arbeitslosenversicherung antreten. Godel ist seit 2014 stellvertretender Leiter der Direktion für Standortförderung und leitet seit 2011 das Ressort KMU-Politik. Er verfügt über umfangreiche Erfahrung mit der Digitalisierung von Dienstleistungen. Seit 2017 ist er verantwortlich für das Serviceportal EasyGov.swiss von Bund, Kantonen und Gemeinden.

  • Baumeisterverband fordert Erhöhung des Schwellenwertes auf acht Prozent

    Baumeisterverband fordert Erhöhung des Schwellenwertes auf acht Prozent

    Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO spricht in einem am Freitag veröffentlichten Bericht zur Stellenmeldepflicht Klartext: «Die Entwicklung der Arbeitslosenquote wirkt sich mit einer zeitlichen Verzögerung auf die Anzahl der meldepflichtigen Berufsarten aus.(…) Damit unterstanden zu Zeiten historisch tiefer Arbeitslosigkeit insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2022 relativ viele Berufsarten der Stellenmeldepflicht.» Mit Folgen für verschiedene Branchen wie das Bauhauptgewerbe. «Durch die gleichzeitig erhöhte Nachfrage an Arbeitskräften kamen verschiedene Bereiche des Arbeitsmarktes in eine Phase des Fach- und Arbeitskräftemangels», heisst es im SECO-​Bericht «Vollzugsmonitoring Stellenmeldepflicht» weiter. Eine Situation, die sich erst wieder beruhigt hat, seit per 1. Januar 2023 die Liste der meldepflichtigen Berufsarten auf ein praxistaugliches Mass zusammengekürzt worden ist und sich damit die Reichweite der Stellenmeldepflicht mehr als halbiert hat. 

    Der Schweizerische Baumeisterverband SBV nimmt des Weiteren zur Kenntnis, dass die Stellenmeldepflicht technisch grundsätzlich funktioniert und der ihr zugrunde liegende Informationsvorsprung von Stellensuchenden auch für die Wirtschaft Vorteile bietet – vorausgesetzt, die Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) können für offene Stellen auch wirklich Dossiers geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten an die Unternehmen weiterleiten. Denn wiederholt hat die Vergangenheitsperspektive dazu geführt, dass etliche Berufsarten mit klar ersichtlichem Fachkräftemangel meldepflichtig waren. Mit Folgen gerade im Bauhauptgewerbe: Für Stellen als Betonbauer, Zementierer oder jene Sammelkategorie die «Sonstige Berufe des Bauhauptgewerbes» umfasst. hat die Wahrscheinlichkeit auf eine erfolgreiche Vermittlung bloss 1,5 bis 2 Prozent betragen, dies gemäss Schätzungen des Instituts für Wirtschaftsstudien Basel. Angesichts dieser verschwindend geringen Erfolgsaussichten beklagen die Baufirmen zu Recht den hohen Aufwand, den die Meldung einer Stelle an das RAV mit sich bringt. 

    Korrekturen am System Stellenmeldepflicht nötig 
    Umso wichtiger ist es, dass die Motion «Stellenmeldepflicht. Wiedereinführung eines praxistauglichen Schwellenwertes» des Städterats Erich Ettlin, die im SECO-​Bericht als einer von mehreren politischen Vorstössen zur Stellenmeldepflicht erwähnt wird, nun im Parlament rasch behandelt und verabschiedet wird. Liegt der Schwellenwert wie von der Motion gefordert künftig bei acht statt fünf Prozent, ist die Gefahr verzerrender zeitlicher Effekte viel geringer. Der SBV unterstützt ebenfalls Ansätze, welche die Erhebungsmethodik für den massgebenden Prozentsatz qualitativ verbessern und verstärkt digitale Hilfsmittel einsetzen.

  • Bund plant Plattform zu ausländischen Grossprojekten

    Bund plant Plattform zu ausländischen Grossprojekten

    Der Bund will Schweizer Unternehmen helfen, besser an Aufträge im Zusammenhang mit Infrastrukturprojekten zu kommen. Dazu hat er bereits Ende 2019 den Aufbau einer Koordinationsstelle beim Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) beschlossen.

    Nun stellt der Bundesrat laut einer Mitteilung für die Jahre 2022 bis 2024 insgesamt 7,8 Millionen Franken zur Verfügung. Damit soll die Vernetzung von Akteuren wie dem offiziellen Aussenwirtschaftsförderer Switzerland Global Enterprise, der Exportrisikoversicherung SERV und weiteren Bundesstellen sowie interessierten Wirtschaftsverbänden gestärkt und ausgebaut werden.

    Der Bund plant zudem eine digitale Plattform, welche die Nachfrage und das Angebot zu ausländischen Infrastrukturprojekten zusammenbringen soll. SERV soll zudem gezielt auf Generalunternehmer und Projektträger zugehen, die sich für Schweizer Zulieferer interessieren könnten.

    Der Bund geht auch davon aus, dass beim Ausbau der Infrastruktur die Nachfrage nach innovativen Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung steigen werde. Daher sollen Mitarbeitende des Aussennetzes verstärkt im Bereich Cleantech weitergebildet werden.