Schlagwort: SES

  • Masshardt übernimmt Leitung von Energie-Stiftung

    Masshardt übernimmt Leitung von Energie-Stiftung

    Seit Ende 2015 hatte Beat Jans die 1976 gegründete Schweizerische Energie-Stiftung geführt, informiert die SES in einer Mitteilung. Nun wurde der langjährige SP-Nationalrat zum Regierungspräsidenten des Kantons Basel-Stadt gewählt. Um Interessenskonflikte zu vermeiden, lege Jans daher sein Amt als Stiftungsratspräsident der SES nieder, erläutert die SES.

    Zur Nachfolgerin von Jans hat der Stiftungsrat Nadine Masshardt gewählt. Die Berner SP-Nationalrätin soll ihr neues Amt im Anschluss an ihre Mutterschaftspause per Mitte Februar antreten, erläutert die SES. In der Mitteilung wird die designierte Präsidentin als „eine kompetente Energie- und Umweltexpertin sowie vielseits geschätzte und engagierte Vollblutpolitikerin“ beschrieben. Zudem werden ihr aus ihrem Engagement in der WWF-Sektion Bern „wertvolle Erfahrungen aus der NGO-Welt“ attestiert.

    Die Schweizerische Energie-Stiftung hat sich die Förderung einer menschen- und umweltgerechten Energieversorgung der Schweiz auf die Fahnen geschrieben. Dabei setzt sich die SES unter anderem für den raschen Ausstieg aus fossiler und atomarer Energie und einen schnellen und rücksichtsvollen Ausbau erneuerbarer Energien ein. Unter der Führung von Nadine Masshardt sei die SES „bestens für die energiepolitischen Herausforderungen der kommenden Jahre gerüstet“, heisst es in der Mitteilung.

  • Solar-Offensive soll tausende Arbeitsplätze schaffen

    Solar-Offensive soll tausende Arbeitsplätze schaffen

    Schweizweit sind durch die Corona-Krise schon viele Arbeitsplätze vernichtet worden, andere sind in Gefahr. Die Schweizerische Energie-Stiftung (SES) sieht die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien, insbesondere den Solarstrom als ein Mittel, hier gegenzusteuern. Die SES hat bei der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Wädenswil ZH eine Studie dazu in Auftrag gegeben. Laut der Medienmitteilung dazu kann eine „beherzte Solar-Offensive“ schon in kurzer Zeit tausende neue Arbeitsplätze schaffen. Jürg Rohrer, Studienautor und Leiter der Forschungsgruppe Erneuerbare Energien an der ZHAW, stellt fest: „Wenn wir die am einfachsten nutzbaren Flächen mit Solaranlagen bestücken, ergibt sich einen Bedarf von rund 14’000 zusätzlichen Arbeitsplätzen.“ Insgesamt 12‘000 davon lägen in der Montage von Photovoltaikanlagen, die von Mitarbeitenden nach nur kurzer Anlernzeit vollzogen werden kann. 2000 erforderten mehr Fachwissen bei Fachplanerinnen und Fachplanern, wofür je nach Vorbildung eine etwa halbjährige Weiterbildung nötig sei.

    Das Massnahmenpaket der Energiestrategie 2050, das im Mai 2017 in einer Volksabstimmung angenommen worden ist, sieht vor, bei der künftigen Energieversorgung auf mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu setzen. Die Umsetzung läuft allerdings bisher nur schleppend an. Der Vorschlag der SES, der auch in die Vernehmlassung zur Revision des Energiegesetzes, einfliessen soll, soll diesen Rückstand ausgleichen helfen. Felix Nipkow, Leiter Fachbereich erneuerbare Energien bei der SES, nennt einen gleich dreifachen Nutzen der Initiative: „Jetzt in die Solarenergie zu investieren hilft mit, die Klimaziele zu erreichen, schafft neue Stellen und stärkt erst noch die Versorgungssicherheit im Strombereich.“ Das neue Energiegesetz werde erst in einigen Jahren in Kraft treten können. Mit einer Solar-Offensive würden heute schon Investitionen ausgelöst und rasch neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Photovoltaik werde so zum Job-Motor.

  • Die Schweiz hat vergleichsweise wenig Wind- und Solarstrom

    Die Schweiz hat vergleichsweise wenig Wind- und Solarstrom

    Die Schweizerischen Energie-Stiftung (SES) hat in einer Kurzstudie nachgewiesen, dass die Schweiz im europäischen Vergleich der Pro-Kopf-Produktion von Sonnen- und Windenergie weit hinten liegt: Im Vergleich zur Gesamt-EU rangiert die Schweiz auf Position 24 von 29.  Nur Tschechien, Ungarn, Slowenien, die Slowakei und Lettland schneiden noch schlechter ab.

    Die Spitzenränge belegen Dänemark, Deutschland, Schweden und Irland. Diese Länder produzieren im Vergleich zur Schweiz ein Vielfaches an Windenergie. Dafür kann die Schweiz immerhin beim Ausbau der Sonnenenergie zulegen: Doch auch hier befindet sie sich auf sehr tiefem Niveau. Der Anteil Solarstrom am Schweizerischen Stromendverbrauch beträgt im Jahr 2019 knapp 4 Prozent, der Anteil Windstrom sogar nur 0.3 Prozent. Daraus folgt ein Gesamtanteil von 4.3 Prozent der neuen erneuerbaren Energien am Stromendverbrauch. In Dänemark sind es 50 Prozent und in Deutschland 33 Prozent.

    2019 wurden in der Schweiz keine neuen Windkraftanlagen in Betrieb genommen, es bleibt bei 36 grösseren Anlagen. Die fünf Anlagen des Windparks „San Gottardo“ werden voraussichtlich im Sommer 2020 ans Netz gehen und die Gesamtproduktion um rund 15 Prozent steigern.

    Gründe für das schlechte Abschneiden der Schweiz finden sich vor allem in der Schweizer Energiepolitik: Im Gegensatz zu EU-Staaten garantiere diese ungenügende Investitionssicherheit. Für ein rasches Voranschreiten der Energiewende sei eine neue Gestaltung des Strommarktes daher unumgänglich, ist in der Studie zu lesen. Laut SES sind die Klimaziele des Bundesrats in Gefahr. Um die Energiestrategie 2050 zu erfüllen, brauche es deshalb ein zweites Massnahmepaket.