Schlagwort: Smart Home

  • Strom aus dem Parkett

    Strom aus dem Parkett

    Statt auf knapper werdende Eiche setzt das Projekt auf Pappelholz, das als schnell wachsender, klimatoleranter Laubbaum bisher kaum im Parkettmarkt genutzt wird. Mit «grüner Chemie» und der Einlagerung von Lignin aus der Papierindustrie wird das weiche Pappelholz verdichtet und gehärtet, sodass mechanische Eigenschaften und Oberflächenqualität mit Eichenparkett vergleichbar werden.​

    Damit geht die Entwicklung gleich zwei Herausforderungen an. Die Sicherung der Holzversorgung unter Klimawandelbedingungen und die Substitution von erdölbasierten Bodenbelägen durch biobasierte, kreislauffähige Produkte. Für Hersteller eröffnet dies zudem die Möglichkeit, regionale, bislang «zweitrangige» Holzarten in hochwertige Designböden zu überführen.​

    Parkett Sensor und Energiequelle
    Der zweite Innovationsschritt liegt in der Integration von piezoelektrischer Funktionalität. Wird das Holz beim Gehen elastisch verformt, entsteht elektrische Spannung, die im Naturzustand zu gering ist, um praktisch nutzbar zu sein. Durch das Einbetten von Rochelle-Salz, einem Nebenprodukt der Weinproduktion mit starker piezoelektrischer Wirkung, in eine speziell strukturierte Holzmatrix entsteht eine hybride Struktur, die deutlich höhere Spannungen liefert und dennoch recycelbar bleibt.​

    Diese «Salt-in-Wood»-Technologie ermöglicht Parkettlamellen, die selbst als Sensor wirken. Sie erkennen Trittfolgen, Präsenz oder Bewegungsmuster und können perspektivisch genügend Energie erzeugen, um drahtlose Sensorik oder Signale lokal zu versorgen.​

    Anwendungen von Smart Home bis Flughafen
    Kurzfristig zielen die Forschenden auf Sensoranwendungen im Smart Home, etwa zur Zutrittsüberwachung an Türen und Fenstern oder zur präsenzabhängigen Licht- und Klimasteuerung. Mittelfristig rücken hochfrequentierte Flächen wie Flughäfen, Bahnhöfe, Einkaufszentren oder auch kulturelle Orte wie das Tanzhaus Zürich in den Fokus, wo Millionen von Schritten pro Jahr ein erhebliches Energiewandlungspotenzial bieten.​

    Die grosse Herausforderung liegt nun in der Skalierung. Materialprozesse, Sensorintegration, Dauerhaftigkeit und Kosten müssen so industrialisiert werden, dass «Piezo-Parkett» vom Demonstrator zur marktreifen Produktfamilie wird. Ein Ziel, das durch Industriepartnerschaften und Auszeichnungen wie die Nominierung für den «Evergreen Prize for Innovation» Rückenwind erhält.

  • Pfanner & Frei AG übernimmt die re.com Elektroanlagen AG

    Pfanner & Frei AG übernimmt die re.com Elektroanlagen AG

    Pfanner & Frei AG, gegründet 1913, ist ein tief in der Schweizer Elektrobranche verwurzeltes Unternehmen, das sich durch umfassende Dienstleistungen in den Bereichen klassische Elektroinstallationen, moderne E-Mobility-Lösungen sowie Smart Home Technologien auszeichnet​. Unter der Leitung von Enis Bajra und Timo Wenger hat sich Pfanner & Frei AG als ein innovativer und zuverlässiger Partner etabliert, der grosses Engagement für Qualität und Kundenzufriedenheit zeigt.

    Die re.com Elektroanlagen AG, seit 2001 ein fester Bestandteil der Zürcher Elektrolandschaft, ist bekannt für ihre hochwertigen Dienstleistungen und das starke Engagement für Innovation und technologische Entwicklung. Mit der Übernahme durch Pfanner & Frei AG wird re.com weiterhin als eigenständiges Unternehmen agieren, jedoch mit verstärkter Zusammenarbeit in verschiedenen technischen und operativen Bereichen.

    «Die re.com ist für ihren hervorragenden Ruf in der Region Zürich bekannt. Dieses professionelle Unternehmen in die Zukunft zu führen, ist für uns ein Herzenswunsch», stimmen die neuen Partner Enis Bajra und Timo Wenger überein.

    «Nach 25 Jahren ist die Zeit gekommen, das Unternehmen einer neuen Generation zu übergeben. Die Übereinstimmung der beiden Unternehmenskulturen und Marktausrichtungen sind optimal, um die Nachfolge meines Lebenswerks langfristig zu sichern», meint Romeo Raffaele.

    Romeo Raffaele, der Gründer von re.com Elektroanlagen AG, sieht in der Partnerschaft mit Pfanner & Frei AG eine ideale Möglichkeit, das Unternehmen in die Hände einer neuen Generation zu legen und gleichzeitig die Unternehmenswerte und den Qualitätsanspruch fortzuführen. Enis Bajra wird den Vorsitz des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung übernehmen, während der langjährige Geschäftsführer Alex Stanzani das operative Tagesgeschäft weiterhin leiten wird.

    Diese Partnerschaft ist ein beispielhaftes Vorgehen für die langfristige Sicherung und Weiterentwicklung beider Unternehmen und stärkt ihre Position in einem dynamisch wachsenden Markt. Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner können weiterhin auf die bewährte Qualität und Professionalität der re.com vertrauen, die nun durch zusätzliche Ressourcen und Expertise von Pfanner & Frei AG weiter ausgebaut wird.

  • Weltneuheit: Intelligente Pflanzenpflege für drinnen und draußen

    Weltneuheit: Intelligente Pflanzenpflege für drinnen und draußen

    „Dieses Jahr hat Boum bei über 1000 Kunden für blühende Balkone und Terrassen gesorgt“, informiert Boum in einem Beitrag auf LinkedIn. Das 2021 als Ausgründung der Universität Bern entstandene Unternehmen hat ein aus Solarpanel, Wassertank, Sensoren und einer App bestehendes intelligentes System entwickelt, mit dem begrünte Balkone und Terrassen autonom gepflegt werden. Aufgrund der positiven Rückmeldungen zu seinem Produkt habe Boum beschlossen, „das System für den Indoor-Betrieb weiterzuentwickeln“, heisst es im Beitrag.

    Nach über einem Jahr Entwicklungszeit hat Boum das Pflanzenpflegesystem für die Begrünung von Wohnzimmern und Büros nun auf den Markt gebracht. Dafür wurde das Substrat für die Pflanzen auf die Bereitstellung der optimalen Bodenfeuchte für Zimmerpflanzen angepasst. Die Genauigkeit der Wasserzufuhr wurde über ein zusätzliches Sicherheitsventil verbessert. Tank und Töpfe sind durch zusätzlichen Schlauch und dezente Kabelkanäle „einfach und unauffällig“ verbunden.

    Die App kann erkennen, ob sich das System im Freien oder in einem Innenraum befindet und entsprechend angepasste Pflegehinweise liefern. Sie gibt auch Bescheid, wenn der Wassertank aufgefüllt werden muss. „Von heute an ist Boum das smarte Pflanzenpflegesystem für drinnen und draussen“, schreibt Boum auf LinkedIn. „Überall dort, wo Menschen ihr Leben aufblühen lassen möchten.“ Laut Unternehmensgründer Matthias Erb handelt es sich bei dem intelligenten Pflanzenpflegesystem um „eine Weltneuheit, die ab heute die Begrünung von Innenräumen einfach und elegant ermöglicht“.

  • digitalStrom gewinnt bei German Brand Award

    digitalStrom gewinnt bei German Brand Award

    Der Schlieremer Vernetzungsspezialist digitalStrom ist beim German Brand Award 2024 vom Deutschen Designrat mehrfach ausgezeichnet worden. Laut einer Mitteilung erhielt digitalStrom die Auszeichnung in Gold in der Kategorie Excellence in Brand Strategy and Creation – Brand Design – Corporate Brand. Zu den Gewinnern zählt das Unternehmen auch in den Kategorien Excellent Brands Building and Elements sowie Excellence in Brand Strategy and Creation – Brand Strategy of the Year. Eine besondere Erwähnung erhält es in der Kategorie Excellent Brands – Brand Innovation of the Year.

    Mehr als 1300 Unternehmen haben sich für diesen Wettbewerb beworben, der einzigartige Marken und Markenschöpfer für erfolgreiche Markenführung auszeichnet. Darin verweist digitalStrom auch auf die Zusammenarbeit mit der Münchner Marketingagentur Wachter Parts & WPWA als Grundlage für diese Auszeichnungen.

    Durch die Repositionierung von digitalStrom wird der neu geschaffene Claim Power the Line ins Zentrum des Markenauftritts gerückt, so die Jury zur Begründung. Sie beschreibt digitalStrom als „ein Schweizer Unternehmen, das zeitgemässe Smart-Home-Lösungen und Gebäudeautomation für Bestands- und Neubauten anbietet. Dabei nutzt das Unternehmen mit seiner sogenannten Powerline-Technologie bestehende Stromleitungen zur Signalübertragung, wodurch auf eine zusätzliche Verkabelung und ein damit oftmals verbundenes Öffnen der Wand vermieden wird.“ Der Markenauftritt wird als „originell, kreativ und humorvoll“ bezeichnet, seine Wortwahl als „sympathisch-frech“ und das Design als „plakativ, modern und frisch“.

  • ABB übernimmt deutschen Smart Home-Spezialisten Eve

    ABB übernimmt deutschen Smart Home-Spezialisten Eve

    ABB hat die Eve Systems GmbH gekauft. Finanzielle Details der Transaktion wurden nicht bekannt. Der 1999 gegründete Spezialist für Produkte für ein intelligentes Heim ist in München ansässig und unterhält Niederlassungen in Europa und den USA. Insgesamt beschäftigt er rund 50 Mitarbeitende.

    Mit dieser Akquise wird ABB einer Medienmitteilung zufolge führend bei Matter und Thread, dem neuen Standard für Smart Home-Konnektivität. Das drahtlose Protokoll wird von allen wichtigen Technologieunternehmen unterstützt.

    Die ergänzende Produktpalette von Eve, die auf den Nachrüstungsmarkt zugeschnitten sei, werde es ABB erlauben, Lösungen für sichere, intelligente und energieeffiziente Gebäude schneller zur Verfügung zu stellen. Laut ABB erfolgt die Übernahme in einer Zeit, in der die Nachfrage nach intelligenter Haustechnik als Reaktion auf das wachsende Interesse der Verbrauchenden an Energieeffizienz steigt und die Behörden Anreize für die Nachrüstung bestehender Gebäude schaffen wollen. Immerhin seien diese für fast 40 Prozent der weltweiten Kohlenstoffemissionen verantwortlich.

  • «Digitalisierung first» bei Livit, Privera und der Steiner Gruppe

    «Digitalisierung first» bei Livit, Privera und der Steiner Gruppe

    Heute beantworten Dieter Sommer, CEO Privera, Andreas Ingold, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Livit AG und Karsten Hell, CEO Steiner Gruppe, die Frage:

    Wie treibt Ihr Unternehmen die Digitalisierung voran?

    Dieter Sommer, CEO Privera: Wir sind seit geraumer Zeit daran, unsere Systeme und Prozesse zu digitalisieren. Wir waren beispielsweise einer der ersten Dienstleister, der – zusammen mit einem externen Partner – ein Mieterportal lancierte und den gesamten Bewerbungsprozess für MietinteressentInnen digitalisierte. Als Dienstleister liegt die Digitalisierung im Bereich von Neubauten nicht in unserer Kompetenz. Als innovativer Partner können wir hier aber Unterstützung für Investoren und Ersteller bieten.

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    Andreas Ingold, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Livit AG: Die Livit bekennt sich zur digitalen Ausrichtung mittels verschiedener bereits realisierter und in den nächsten Jahren umzusetzender Projekte. Hinsichtlich der Digitalisierung in Neubauten entscheiden die Eigentümer, in welcher Ausprägung sie die Digitalisierung vorantreiben und umsetzen wollen. Building Information Modeling (BIM) ist in der Schweiz zwar noch nicht sehr fortgeschritten, wird aber inskünftig die vernetzte Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden wesentlich beeinflussen. Bei bestehenden Gebäuden wird aktuell stark auf die Digitalisierung von Mietpreismodellierungen, Grundrissplänen und 3D-Modellierung gesetzt.

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    Karsten Hell, CEO Steiner Gruppe: Bei Steiner befasst sich ein spezialisiertes Team professionell mit den Themenkomplexen BIM, Digitalisierung, Automatisierung etc. Damit sorgen wir für ein strukturiertes Vorgehen im digitalen Bereich. Seit längerem werden alle von Steiner entwickelten Projekte nach der innovativen BIM-Methode konzipiert. BIM ist ein modellbasierter Prozess, um Gebäude und Infrastrukturen auf Basis von digitalen Informationen optimal planen, bauen und betreiben zu können. Die frühzeitige Integration der Ausführungsabteilung bereits in der Entwicklungsphase hat sich dabei als klarer Vorteil für die spätere Umsetzung herausgestellt. Zum Bereich Digitalisierung zählen auch weitere neue Technologien wie Smart Home, die wir bei immer mehr Neubauprojekten integrieren.