Schlagwort: SNBS

  • Impulse für nachhaltige Arealentwicklung

    Impulse für nachhaltige Arealentwicklung

    Mit der Harmonisierung der Labels ist die Schweiz einen Schritt weiter. Minergie-Areal fokussieren auf Energieeffizienz, Komfort und klimafreundliche Mobilität und ist mit straffem Zertifizierungsprozess ideal für kleinere, überschaubare Areale. Sie setzt klare Vorgaben, etwa für Gebäudequalität und Monitoring. SNBS-Areal überzeugt bei grossen, komplexen Arealen ab 10’000 m² und deckt gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Aspekte gleichwertig ab. Mit 30 geprüften Kriterien und breiter Nachhaltigkeitsbetrachtung, gilt diese auch als Basis für ESG-Reporting und Sondernutzungsplanungen.​

    Das Beispiel Kraftwerk1 in Zürich
    Kraftwerk1 zeigt den Wert von Selbstorganisation, Vielfalt und Solidarität im urbanen Raum. Demokratie, autoarmes Wohnen, soziale Mietmodelle und flexible Räume sorgen für gelebte Nachhaltigkeit. Die genossenschaftliche Struktur verbindet individuelle Aneignung mit Quartierzusammenhalt und starker Umweltverantwortung.​

    Lebenszyklus, Kosten und Suffizienz als Hebel
    Langfristig sinken Kosten dort, wo Produktlebenszyklen verlängert, Recycling gefördert und Ressourcen optimal genutzt werden. Beat Salzmann verdeutlicht, wie Lebenszyklusmanagement und Kreislaufwirtschaft die finanzielle Planung beeinflussen. Nachhaltige Gebäude sind Investitionen in die Zukunft. Suffizienz, wie Boris Szélpal darlegt, bedeutet gezielte Reduktion und bewussten Umgang mit Material und Energie. Sie erweitert das Nachhaltigkeitsverständnis um den Aspekt des freiwilligen Verzichts, die Entwicklung resilienter Lebensräume und sozialer Strukturen.​

    Nachhaltige Arealentwicklung ist ein koordinierter Prozess. Standards schaffen Klarheit, Genossenschaften leben Werte und Suffizienz eröffnet den Weg zu resilienten Quartieren mit hoher Lebensqualität und geringer Umweltlast. Die Zukunft liegt in der Balance von Komfort und Nachsicht und in der Offenheit, neue Modelle konsequent weiterzuentwickeln.​

  • ZKB bietet Hypothek für gemeinnützige Wohnbauträger

    ZKB bietet Hypothek für gemeinnützige Wohnbauträger

    Die Zürcher Kantonalbank bietet eine neue Hypothek für Wohnungsbaugenossenschaften zu vergünstigten Finanzierungskonditionen an. Gemeinnützige Bauträger profitieren von einem reduzierten Zinssatz um bis zu 0,5 Prozent, heisst es in einer Medienmitteilung. Dieser kommt sowohl bei der Verlängerung bestehender Darlehen zum Tragen als auch bei einer neuen Hypothek.

    Grundvoraussetzung für die Vergabe der ZKB WohnPlus Hypothek ist, dass die Wohnungsmieten des Wohnbauträgers mindestens um 15 Prozent unter den Marktmieten liegen. „Wir wollen damit gemeinnützigen und preisgünstigen Wohnraum erhalten und fördern“, wird Patrick Bühlmann, Firmenkundenbetreuer der Zürcher Kantonalbank, in der Medienmitteilung zitiert. Denn in den Städten, allen voran Genf und Zürich, führen steigende Mieten zu einem Mangel an bezahlbarem Wohnraum.

    Des Weiteren müssen die Antragsteller 29 Kriterien erfüllen, davon sieben Basiskriterien vollumfänglich. Erfüllt der Antragsteller weitere 14 Kriterien in der Stufe 1, erhält er eine maximale Zinsreduktion von 0,3 Prozent. Um die vollen 0,5 Prozent zu erhalten, muss er insgesamt 21 Voraussetzungen erfüllen, angelehnt an die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDG), den Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) und die zehn Leitsätze für den gemeinnützigen Wohnungsbau Schweiz.

    Wird bei einem Bauprojekt zunächst die Stufe 1 erreicht, kann der Bauträger weitere Kriterien im späteren Verlauf nachweisen. So will die Bank einen Anreiz schaffen, „auch während der Laufzeit eine weitere Verbesserung hinsichtlich gesellschaftlicher Leistung zu erbringen“.

  • Konsolidierung im Schweizer Label-Markt

    Konsolidierung im Schweizer Label-Markt

    Scheinbar noch nicht final geklärt ist der Umgang mit den Ecobau-Anforderungen, welche mitunter die Grundlage für das Minergie-ECO-Label bildeten. Bekanntlich sind sie in wesentlichen Teilen in den SNBS (Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz) eingeflossen, beinhalten sie doch Themen, welche in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen werden, namentlich die Kreislaufwirtschaft, graue Energie etc. – nachhaltige Gebäude sind nun eben nicht nur betriebsenergetisch optimierte Gebäude.

    Und trotzdem, diese Konsolidierung schafft Klarheit im Markt und ist im Weiteren ein klares Bekenntnis zum SNBS, als wesentliche Orientierungsgrösse im Schweizer Bau- respektive Immobilienmarkt und wichtiges Instrument zur Umsetzung der Energiestrategie 2050.

    Hier geht’s zur Medienmitteilung des Bundesamts für Energie

  • SNBS Zertifizierungen in Basel für Nachhaltigkeit

    SNBS Zertifizierungen in Basel für Nachhaltigkeit

    Am 30. März übergab Stefanie Steiner, Projektleiterin der Zertifizierungsorganisation SNBS, das Zertifikat an den Neubau Genossenschaftliches Wohnbauprojekt am Schorenweg in Basel und verdankte die gute Arbeit und Abwicklung der Zertifizierung der Bauherrschaft der Wohnbau-Genossenschaft Nordwest.

    Insbesondere wurde auf die sozialen Werte wie eigener Mehrzweckraum oder Bewohnercafé grossen Wert gelegt. Der SNBS Hochbau ist ein Baustandard, der das Gebäude an sich und den Standort im Kontext seines Umfeldes abdeckt. Er ermöglicht es, die Bedürfnisse von Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt gleichermassen und umfassend in Planung, Bau und Betrieb mit einzubeziehen. Voraussetzung hierfür ist die Sicht auf den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie.

    Das aus einem Wettbewerb hervorgegangene Siegerprojekt ist der letzte Baustein zur Schliessung einer Baulücke, welche sich durch den Rückbau eines ehemaligen Novartis-Bürogebäudes am Schorenweg ergeben hat. 94 Wohnungen finden in den Baukörpern Platz, die durch ihre durchlässige Struktur und klar definierten Aussenräume und Durchgänge bestechen. Letztere verbinden die unterschiedlichen Nutzungen der öffentlichen, halböffentlichen und privaten Bereiche. Die Dächer nehmen eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von ca. 230’000kWp auf, die Siedlung bezieht den elektrischen Strom als Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV).

    Durch die zentrale Lage nahe dem Bahnhof, auf die Nutzung abgestimmte Anzahl Parkplätze und die zahlreichen Fahrrad-Abstellplätze können die Vorgaben zur Mobilität aus dem Effizienzpfad Energie eingehalten werden. Eine grosszügige Velo-Einstellhalle und zahlreiche oberirdische Abstellplätze animieren zum Einsatz von treibstofffreien Verkehrsmitteln und unterstützen den Nachhaltigkeitsgedanken der Bauherrschaft und des Kantons. Durch die Berücksichtigung der gesellschaftlichen und ökonomischen Aspekte, welche nebst den energetischen Kriterien bei der SNBS Hochbau Zertifizierung geprüft werden, stellt daher die SNBS Hochbau Zertifizierung eine perfekte Ergänzung zur Minergie-P-ECO-Zertifizierung dar. Als Baustandard ermöglicht es der SNBS Hochbau, die Bedürfnisse von Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt umfassend in die Planung, den Bau und den Betrieb miteinzubeziehen.

  • Minergie und SNBS übernehmen Label für 2000-Watt-Areale

    Minergie und SNBS übernehmen Label für 2000-Watt-Areale

    Das Label für 2000-Watt-Areale verschwindet auf Ende 2023. Darauf haben sich laut einer Mitteilung des Bundesamtes für Energie (BFE) die Anbieter von Labeln für nachhaltige Gebäude in der Schweiz geeinigt. Das Label wurde bisher vom BFE-Programm EnergieSchweiz angeboten.

    Im Gegenzug wird künftig der Verein Minergie auch ein Label Minergie-Areal für solche Areale anbieten, die dem Klimaschutz entsprechen. Das Netzwerk Nachhaltiges Bauen Schweiz als Trägerin des Standards Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) wird das Label SNBS-Areal für die Nachhaltigkeit von Arealen in allen ihren Dimensionen schaffen.

    Auf der Ebene der Gebäudelabel wird es auch künftig den Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK), die verschiedenen Minergie-Kategorien und den SNBS geben.

    Die Träger der verschiedenen Label wollen durch eine Bündelung der Ressourcen eine höhere Wirkung erzielen. „Nachhaltige Immobilien leisten einen grossen Beitrag zum Klimaschutz. Der Trend ist positiv, aber das Potenzial wird längst nicht ausgeschöpft“, wird Marc Mächler, Regierungspräsident Kanton St.Gallen und Präsident des Vereins Minergie, in der Mitteilung zitiert. „Die Label ergänzen sich, werden besser aufeinander abgestimmt und Bauherrinnen und Planende können sich leichter orientieren, welches Label ihren Bedürfnissen entspricht.“