Schlagwort: Softwarelösung

  • Schweizer Start-up unterstützt Aufbau digitaler Energiegemeinschaften

    Schweizer Start-up unterstützt Aufbau digitaler Energiegemeinschaften

    Das Zürcher Start-up Exnaton spannt mit dem deutschen Softwarehersteller SAP mit Sitz in Walldorf beim Betrieb der SAP Energiegemeinschaft im SAP Energy Park zusammen. Die SAP Energiegemeinschaft erlaubt es Gebäuden und Mitarbeitenden, erneuerbare Energie zu produzieren, zu speichern und untereinander zu handeln. Die Initiative fokussiert auf den S.MART Shop, eine mit Solarpanelen, EV-Ladegeräten und einem Batteriesystem ausgestattete Räumlichkeit, die den erneuerbaren Energiehandel auf dem SAP-Campus ermöglicht.

    Exnaton unterstützt das Programm mit seinen Energiesharing-Softwarelösungen, die mit einem nutzerfreundlichen Interface die Registrierung vereinfachen, und es Nutzenden ermöglichen, gemeinsam Energie zu managen, verbrauchen und zu handeln. Echtzeitdaten aus SAP-Dashboards, kombiniert mit Exnaton-Software, ermöglichen den Energieverkauf bei günstigen Marktbedingungen sowie die Speicherung für künftigen Nutzen. Auch das Dashboard der Energiegemeinschaft, das Echtzeiteinblicke in den Verbrauch, die Produktion und den Energiehandel gibt und als Kommunikationskanal für Nachhaltigkeitsprogramme dient, wird von Exnaton betrieben. Die SAP Energiegemeinschaft führt zu Kosteneinsparungen durch optimierte Energienutzung, reduzierten CO2-Emissionen und einer gestärkten Widerstandsfähigkeit dank dezentralisierter Energieproduktion und -speicherung.

    Angesichts verschärfter deutscher Energiegesetzgebung ab 2026 kann das Projekt in Walldorf als Vorlage für weitere Energiesharing-Projekte dienen. „Die SAP Energiegemeinschaft ist zentral für die Etablierung eines Standardmodells für Energiesharing in Deutschland“, wird Anselma Wörner, Mitbegründerin und COO von exnaton, in der Mitteilung zitiert. „Mit unserer Erfahrung aus internationalen Energiegemeinschaften, sind wir stolz darauf, SAP dabei zu unterstützen, diese Vision in eine skalierbare, praxisnahe Lösung umzusetzen.“

    Die 2020 gegründete Exnaton AG ist eine Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich.

  • ETH Zürich liefert Schlüssel zur Energiewende im Stromnetz

    ETH Zürich liefert Schlüssel zur Energiewende im Stromnetz

    Europas Stromnetz basiert auf Wechselstrom  und einem präzisen Rhythmus, der bislang von Grosskraftwerken mit schweren Turbinen vorgegeben wurde. Mit dem Ausstieg aus Kohle und Atomkraft verschwinden diese Taktgeber zusehends. Was nach einer technischen Randnotiz klingt, ist in Wahrheit eine zentrale Herausforderung der Energiewende. Ohne stabile Frequenz drohen Stromausfälle und Systeminstabilität.

    Weil Wind- und Solaranlagen Gleichstrom liefern, braucht es Wechselrichter, die diesen in netzkompatiblen Wechselstrom umwandeln. Bislang folgen diese passiv dem bestehenden Takt. Doch mit dem Wegfall der traditionellen Kraftwerke braucht es einen Paradigmenwechsel. Wechselrichter müssen künftig selbst netzbildend agieren, eine Herausforderung, der sich die ETH Zürich erfolgreich gestellt hat.

    Algorithmus statt Abschaltung
    Unter der Leitung von Prof. Florian Dörfler hat ein Forschungsteam der ETH Zürich eine revolutionäre Steuerung für Wechselrichter entwickelt. Diese verhindert, dass sich Anlagen bei Netzfehlern wie Spannungseinbrüchen automatisch abschalten. Stattdessen bleiben sie am Netz, stabilisieren aktiv die Frequenz und begrenzen dabei selbständig ihre Stromabgabe. Ein Schutzmechanismus, der Überlastungen vermeidet und zugleich das Netz stützt.

    Die Lösung ist rein softwarebasiert und damit direkt industrietauglich. Erste Praxistests im Labor verliefen erfolgreich. Die neuen Algorithmen sind zum Patent angemeldet und könnten zeitnah in industrielle Steuerungssysteme integriert werden.

    Fahrplan für die Energiewende
    Der innovative Ansatz der ETH hat das Potenzial, das Rückgrat der zukünftigen Stromversorgung zu werden. Dezentral, flexibel, stabil, ein Stromnetz, das nicht mehr von wenigen zentralen Grosskraftwerken, sondern von tausenden intelligent gesteuerten Solar- und Windkraftwerken getragen wird.

    Industriepartner sind eingeladen, gemeinsam mit ETH-Studierenden an der Umsetzung zu arbeiten, etwa über Masterarbeiten in Unternehmen. Damit entsteht ein direkter Wissenstransfer von der Forschung in die Industrie und letztlich in die Stromnetze Europas.

    Der Beitrag zur Energiewende ist erheblich. Die Lösung erhöht die Netzsicherheit, senkt das Risiko von Blackouts und macht den Übergang zu erneuerbaren Energien technisch realisierbar. Ein zentraler Baustein für eine resiliente, nachhaltige Energiezukunft.

  • Scandens ist mit Software für Sanierungen erfolgreich

    Scandens ist mit Software für Sanierungen erfolgreich

    Scandens, eine Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), hat im Juni 2023 eine Softwarelösung lanciert, die Sanierungsplanungen optimiert. Die ersten sieben Monate verliefen laut einer Medienmitteilung erfolgreich. Demnach wurden 274 Liegenschaften damit analysiert und optimiert. Für Wohnbaugenossenschaften, Planungsbüros, Immobiliengesellschaften, Architekten und Versicherungen werden über einen Zeitraum von 25 Jahren eine Kostenersparnis in Höhe von 42 Millionen Franken und eine Einsparung von 116’500 Tonnen Kohlenstoffdioxid erwartet.

    Die webbasierte Software kombiniert Künstliche Intelligenz mit Gebäudemodellierungen und Lebenszykluskostenrechnungen. Mit deren Hilfe könnten Datenerfassung, Machbarkeitsprüfung, Bauteilplanung und Komponentenauslegung sowie Wirtschaftlichkeitsrechnung und CO2-Bilanzierung, inklusive von grauen Emissionen, automatisiert werden, heisst es.

    Die Software finde viel Zustimmung bei der Energieberatung sowie bei Gebäudeeigentümerinnen und Gebäudeeigentümern. Sie nutzen das Werkzeug zur ganzheitlichen, schnellen Planung von Sanierungsvorhaben. Diese könnten effizienter und kostengünstiger umgesetzt werden, was zu einer Erhöhung der Sanierungsquote beiträgt, wie der in der Meldung zitierte Diego Sigrist, Mitgründer von Scandens, sagt.

    Das ETH Spin-off wird unterstützt vom Migros-Pionierfonds und wurde mit dem Ziel  gegründet, energetische Gebäudesanierungen einfacher und kostengünstiger zu gestalten und damit den Wandel zu mehr Nachhaltigkeit im Bausektor zu fördern.

  • NeoVac nutzt App von eCarUp für Ladestationen

    NeoVac nutzt App von eCarUp für Ladestationen

    NeoVac nutzt zur Abrechnung der verbrauchsabhängigen Kosten für E-Ladestationen in Mehrfamilienhäusern und Arealen neu die App NeoVac my Charge. Damit reagiert der Spezialist für Gebäude- und Umwelttechnik mit Sitz in Oberriet laut einer Medienmitteilung auf die steigende Nachfrage nach E-Ladestationen in Gebäuden.

    Die App wurde von der Zuger eCarUp AG entwickelt. Das junge Unternehmen bietet eine umfassende Softwarelösung für den Aufbau von Ladeinfrastruktur. Sein Backend ermöglicht die Abrechnung, die Überwachung, das Lastmanagement und die Wartung von E-Ladestationen.

    NeoVac erstellt mit seinem schweizweiten Servicenetz jährlich für über 400’000 Wohnungen die verbrauchsabhängigen Energie- und Wasserkostenabrechnungen. Das Rheintaler Unternehmen habe sich zum Ziel gesetzt, für jeden abrechnungsrelevanten Messpunkt in einem Gebäude eine Lösung zu bieten. „Die Zahlen der Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen steigt deutlich an und Mieter fragen immer mehr Lademöglichkeiten nach“, so Pascal Welti, Leiter Energy Consulting bei NeoVac. Deshalb habe sein Unternehmen nun eine App dafür lanciert.

    Sie ermöglicht es Fahrern elektrischer Autos, Ladestationen freizuschalten und den bezogenen Strom zu bezahlen. Ausserdem werden die Ladedaten direkt in die App NeoVac myEnergy übertragen. Dort erhalten Nutzende einen Überblick über ihren persönlichen Verbrauch und eine direkt abrufbare Energiekostenabrechnung.

    NeoVac biete ausserdem Komplettlösungen für E-Mobility-Infrastrukturprojekte mit schweizweitem Vertriebs- und Servicenetz an. Darüber hinaus könnten Ladestationen „auch in Abhängigkeit von PV-Anlage, Batteriespeicher oder Wärmepumpe angesteuert werden“. Das steigere den Eigenverbrauch und die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen.