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  • Digitale Steuerung von Immobilienportfolios

    Digitale Steuerung von Immobilienportfolios

    Immobilien sind hinsichtlich Nutzung, Typologie und Bauweise höchst unterschiedlich. Was alle eint, ist ein Lebenszyklus mit verschiedenen Erneuerungsintervallen. Um den baulichen Alterungsprozess mit gezielten Massnahmen auszugleichen und das Portfolio zukunftsorientiert zu planen, braucht es aktuelle Daten zu Zustand, Nutzung und Potenzial der einzelnen Objekte. Die systematische Zusammenführung dieser Informationen stellt sicher, dass sowohl kurzfristige Unterhaltsarbeiten als auch langfristige Investitionsprojekte termin- und sachgerecht gesteuert werden können.​

    Systemstufen und Lebenszyklen als Steuerungstool
    Für die Planung von Anpassungen und Erneuerungen ist die Einordnung in Systemstufen hilfreich.

    • Das Primärsystem umfasst die tragende Struktur
    • Das Sekundärsystem die Gebäudehülle und langlebige Installationen
    • Weitere Stufen betreffen Innenausbau, technische Apparate sowie kurzlebige Elemente

    Definiert man die Nutzungsdauern der Systemstufen gestaffelt (z.B. 12, 24, 48, 96 Jahre), entstehen fast automatisch abgestimmte Erneuerungszyklen, aus denen Investitionspakete abgeleitet werden können. Besonders relevant ist die Gesamterneuerung. Ein Wendepunkt, an dem in der Gebäudemitte des Lebenszyklus alle wichtigen Bauteile grundlegend instand gesetzt und das Objekt auf neue Anforderungen ausgerichtet werden kann.​

    Hebel für Transparenz und Steuerung
    Die Digitalisierung ist längst die zentrale Triebkraft für gezieltes und nachhaltiges Immobilienmanagement. Spezialisierte Softwarelösungen wie Portfolio- und Asset-Management-Plattformen ermöglichen die effiziente Sammlung, Bewertung und Analyse grosser Datenmengen. Anwendungsbeispiele zeigen, dass sich Erneuerungszyklen und Investitionsvolumen einfach kalkulieren, simulieren und dokumentieren lassen. Die gesamte Portfolio-Performance wird transparenter, die Steuerung flexibler, Entscheidungen sind faktenbasiert statt intuitiv.​

    Ein besonders wirkungsvoller Ansatz ist die Visualisierung der Portfoliodaten in Form von Matrizen oder Bubbles. Einzelne Objekte werden hinsichtlich Bewertungskennzahlen strategisch positioniert, Historisierungen machen langfristige Entwicklungslinien sichtbar. Dadurch werden Schwächen, Chancen und kritische Zeitpunkte für Investitionen erkennbar und können zielorientiert adressiert werden.​

    Lebenszyklusmanagement und Vernetzung
    Die Integration einer Lebenszyklusperspektive und digitaler Tools wird zum Standard für zukunftsfähiges Portfoliomanagement. Frühzeitige Analysen und prognosebasierte Investitionsplanung schaffen Mehrwert für Eigentümer, Nutzer und Steuerungsgremien. Technologie, etwa Cloudlösungen oder KI-gestützte Analytik, erhöht die Skalierbarkeit und Effizienz der Steuerung, erleichtert das Zusammenspiel von Nachfrage und Angebot und schafft eine belastbare Basis für Nachhaltigkeits- und ESG-Reporting.​

    Für Eigentümer öffentlicher Immobilienportfolios sind diese Ansätze essenziell, da langfristige Nutzungsstrategien und Erhaltungsmanagement im Fokus stehen. Die Gesamterneuerung eines Gebäudes wird zum strategischen Entscheidungszeitpunkt für Weiterentwicklung, Umnutzung oder Verkauf. Erfolgreiche Portfoliosteuerung bedeutet, dass alle relevanten Daten konsolidiert und im Dialog zwischen Stakeholdern fortlaufend reflektiert werden – gestützt durch digitale Werkzeuge, die den Wandel der Immobilienbranche aktiv vorantreiben.

  • FHNW weiht Trimble Technology Lab ein

    FHNW weiht Trimble Technology Lab ein

    Die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) hat im Campus Muttenz das weltweit 25. Trimble Technology Lab eröffnet. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, liegt der Fokus auf Planung und Geomatik. Damit bietet das Technologiezentrum eine Gesamtlösung aus Hard- und Softwarekomponenten für die Lehre, Forschung sowie Aus- und Weiterbildung an einem zentralen Ort.

    Der Forschungsbereich Architektur, Bau und Geomatik profitiere von einer „einzigartigen Infrastruktur“, wird FHNW-Professor und Projektleiter Stephan Nebiker zitiert. Sie bringe Vorteile für Geomatik und Bauingenieurwesen, Virtual Design and Construction (VDC), nachhaltiges Bauen, Planen und Architektur.

    Zur Ausstattung gehören Augmented Reality-Lösungen, GPS-Systeme, innovative Robotik-Totalstationen und 3D-Laserscanner der neuesten Generation sowie Softwareanwendungen für das Datenmanagement, die digitale Planung und Kollaboration. Studierende könnten die Plattform für den Austausch untereinander nutzen, heisst es.

    Das neue Technologiezentrum wurde wie das im März 2022 mit Schwerpunkt Bauausführung eröffnete Trimble Technology Lab am FHNW-Campus Sursee LU vom Technologieunternehmen Trimble finanziell unterstützt.