Schlagwort: Solarmodule

  • Solarmodule im Härtetest

    Solarmodule im Härtetest

    Steigende Wetterextreme wie Starkregen, Gewitter und Hagel stellen Photovoltaikanlagen vor grosse Herausforderungen. Hagelschläge auf Dach- und Freiflächenanlagen verursachen jährlich hohe Schäden und Betriebsausfälle. Die gängigen Zertifizierungsstandards für Solarmodule genügen den Erfordernissen schwerer Hagelstürme oft nicht, da sie auf wenige, gleichförmige Einschläge begrenzt sind.

    Praxisgerechte Tests mit HRC-Protokoll
    Der HRC-Test geht über bestehende Prüfverfahren hinaus. Er beschiesst Solarmodule mit Hagelkörnern unterschiedlicher Grösse und Geschwindigkeit bis zum Bruch. So entsteht eine Belastungs-Kurve, die den realen Aufprallenergien eines Sturmes entspricht. Hersteller und Betreiber erkennen, ab welchem Punkt das Glas versagt und welche Modelle besonders widerstandsfähig sind.

    Cherif Kedir von RETC betont: „Unser Test schliesst die Wissenslücke und liefert verwertbare Daten über das gesamte Energie- und Grössenspektrum realer Hagelbelastungen. Die strenge Stichprobengrösse sorgt für eine gründliche Charakterisierung.“ Damit ist die Hagelbeständigkeit erstmals quantitativ bewertet und vergleichbar.

    Konsequenzen für Entwicklung, Betrieb und Versicherung
    Das HRC-Protokoll bietet Herstellern die Möglichkeit, Solarmodule gezielt gegen Hagel zu optimieren. Projektentwickler erhalten für die Kosten-Nutzen-Analyse von Modultypen, Montagewinkeln und Nachführsystemen neue Entscheidungsgrundlagen. Der Test unterstützt auch die „Hail Stow“-Strategie, bei der Module bei Sturm hydraulisch in eine risikoarme Position gebracht werden.

    Versicherungsanbieter können nun Deckungen und Prämien anhand empirischer Testresultate dimensionieren statt auf Schätzungen abzustellen. Das reduziert Unsicherheit und fördert die Akzeptanz von PV-Anlagen in besonders exponierten Gebieten.

    Mehr Sicherheit durch Innovation
    Der HRC-Test markiert einen Fortschritt für die Solarbranche. Durch praxisnahe Prüfung und transparente Daten steigen Sicherheit und Werthaltigkeit von Solaranlagen. Hersteller wie Betreiber gewinnen Planungssicherheit, Versicherer eine solide Kalkulationsbasis. Damit ist der Weg frei für resilientere Photovoltaiksysteme, die dem Wandel des Klimas gewachsen sind.

  • Goldfarbene Fassadenmodule in Schlieren setzen neue Solarstandards

    Goldfarbene Fassadenmodule in Schlieren setzen neue Solarstandards

    Die Megasol Energie AG mit Sitz in Deitingen hat ein neues farbiges Solarmodul auf den Markt gebracht. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, erbringen die Module mit ihrer neuen Farbgestaltung etwa 94 Prozent des Wirkungsgrades herkömmlicher schwarzer Photovoltaikmodule.

    Die Paneele unter dem Namen SOLARCOLOR Morpho sind für die Montage als Fassadenelemente hergestellt. So sind sie unter anderem an zwei Neubauten im Gebiet Lacheren in Schlieren montiert. Je nach Lichteinfall erzeugen die goldfarbenen Module ein lebendiges Farbenspiel, heisst es in der Mitteilung.

    Die beiden Gebäude in Lacheren umfassen 36 Wohnungen. Das Dach ist ebenfalls mit Photovoltaikmodulen gedeckt und erzeugen Spitzenwerte von 68 Kilowatt bei einem Jahresertrag von 59‘900 Kilowattstunden. Die Fassadenelemente erbringen Peaks von 17 Kilowatt und einen jährlichen Ertrag von etwa 16‘200 Kilowattstunden.

    Die Megasol Energie AG zählt zu den fünf nominierten Finalisten des vom Swiss Venture Club (SVC) gestifteten Prix SVC Espace Mittelland 2025, der am 12. März 2025 in Bern vergeben wird.

  • Solarpark-Projekt fünf Monate früher als geplant fertiggestellt

    Solarpark-Projekt fünf Monate früher als geplant fertiggestellt

    Nexans Schweiz hat fünf Monate früher als geplant seinen neuen Solarpark am Standort in Cortaillod in Betrieb genommen. Er besteht aus zehn einzelnen Anlagen, von denen jede auf einem anderen Dach installiert wurde. Diese unabhängigen Einheiten wurden dann zu einem übergeordneten System zusammengeschlossen. Dabei waren laut einer Mitteilung des Kabelherstellers Anpassungen an die architektonischen und strukturellen Besonderheiten erforderlich.

    Dieser Ansatz habe es ermöglicht, Eingriffe in die Produktionstätigkeit am Standort während der Installationsarbeiten vollständig zu vermeiden. «Das Ergebnis: eine zu 100 Prozent gelungene Inbetriebnahme, knapp fünf Monate früher als geplant.»

    Seit dem Sommer 2023 waren durch ein Spezialistenteam der Groupe E Greenwatt vom Standort Boudry NE «unter anspruchsvollen technischen Bedingungen» über 4000 Solarmodule mit einer Kapazität von je 430 Watt installiert worden. Insgesamt verfügt der Solarpark über eine Leistung von 1,7 Megawatt. Zusammen mit einer früher von Groupe E installierten 700 Kilowatt-Anlage erzielt Nexans nun eine auf über 90 Prozent geschätzte Eigenverbrauchsrate.

    «Diese strategische Partnerschaft unterstützt unser Ziel, unseren ökologischen Fussabdruck weiterhin zu verringern und unsere Tätigkeit nachhaltig zu entwickeln, und stärkt unsere Energieresilienz», wird Nexans Schweiz-CEO Marco Spinelli zitiert. «Auch ohne diese Anlagen verbraucht Nexans nur Strom, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen stammt, und zwar seit Jahresbeginn.»

  • Solarenergie auf Schienen: neues Konzept

    Solarenergie auf Schienen: neues Konzept

    Sun-Ways will Gleisanlagen in Solarkraftwerke verwandeln. Dabei sollen Solarmodule so zwischen Gleisen verlegt werden, dass sie leicht wieder entfernt werden können, etwa für Gleisreparaturen. Nun hat das Bundesamt für Verkehr grünes Licht für das erste Pilotprojekt gegeben, wie das 2023 gegründete Start-up aus Ecublens mitteilt.

    Sun-Ways kann nun ab Frühjahr 2025 seine Anlagen auf einem Gleisstück von 100 Metern Länge in der Nähe des Bahnhofes von Buttes testen. Die 48 Solarmodule werden von Scheuchzer verlegt, einem Gleisbauer und Hersteller von Gleisbauanlagen mit Sitz in Bussigny VD.

    Die Installation und der Anschluss ans Netz werden von Viteos, einem Anbieter erneuerbarer Energien mit Sitz in Neuenburg, und DG Rail übernommen, einem Spezialisten für die Stromversorgung der Bahn. Die Anlage soll auf einer Fläche von 100 Quadratmetern bis zu 16‘000 Kilowattstunden pro Jahr erzeugen können. Die Partner des Pilotprojekts tragen die Kosten von 585‘000 Franken.

    Die Solaranlagen von Sun-Ways können dank einer Spezialentwicklung von Scheuchzer sowohl manuell als auch automatisiert auf dem Gleisbett zwischen den Gleisen verlegt und leicht wieder entfernt werden. Die Maschine von Scheuchzer kann inzwischen bis zu 1000 Quadratmeter Solarmodule am Tag verlegen. Sun-Ways rechnet allein in der Schweiz mit ihren 5000 Kilometern Gleisanlagen mit einem Potential von 1 Terawattstunde Strom im Jahr, genug für die Versorgung von 300‘000 Haushalten.

    Die Stadt Aigle VD hat bereits eine weitere Anlage genehmigt, die auf Privatgleisen auf einer Länge von 1500 Kilometern errichtet werden soll. Sun-Ways ist zudem bereits in Gesprächen mit den französischen Staatsbahnen SNCF, mit Partnern in Spanien, Rumänien und Südkorea über weitere Pilotprojekte.

  • Energievertrag für nachhaltiges Quartier in Romont unterzeichnet

    Energievertrag für nachhaltiges Quartier in Romont unterzeichnet

    Die Energieversorgerin Groupe E mit Sitz in Granges-Paccot und die KAAB haben einen Energievertrag für das Quartier La Maillarde in Romont unterzeichnet. Mit einer Laufzeit von 40 Jahren umfasst der Vertrag laut einer Medienmitteilung die Wärmelieferung und Verwertung der internen Abwärme, die Bereitstellung einer Microgrid-Infrastruktur und die Installation von Solarmodulen. Groupe E liefert Energie im Auftrag der KAAB an den Standort und diese stellt Betrieb, Wartung und Finanzierung der Anlagen sicher.

    Die Wärmeversorgung erfolgt über das Fernwärmenetz der Gemeinde Romont. Das von Groupe E verwaltete Netz wird hauptsächlich durch Holzschnitzel aus der lokalen Forstwirtschaft sowie durch Abwärme der Röstanlagen im Nespresso-Werk gespeist. Für lange Kälteperioden ist eine mit Gas betriebene Zusatzheizung vorgesehen.

    Die Elektrik wird über ein quartiereigenes Microgrid gesteuert. Dieses wird von einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von einem Megawatt gespeist. Sie erzeugt jährlich rund eine Gigawattstunde Strom.

    Das im Eigentum der KAAB befindliche Quartier La Maillarde wurde bis 2016 durch das multinationale Unternehmen Tetra Pak genutzt. Ab 2025 wird sich Uhrenhersteller Rolex dort niederlassen und rund 250 neue Arbeitsplätze in der Region schaffen. Das endgültige La Maillarde-Projekt sieht eine Fläche von 40‘000 Quadratmetern vor. Derzeit werden 19‘000 Quadratmeter genutzt.

  • Meyer Burger Module als Top-Performer ausgezeichnet

    Meyer Burger Module als Top-Performer ausgezeichnet

    PVEL hat die Hochleistungsmodule von Meyer Burger in die höchste Kategorie seiner aktuellen Top-Performer-Liste aufgenommen. Das hat das unabhängige nordamerikanische Labor für Zuverlässigkeits- und Leistungstests von Solarmodulen am 5. Juni bei der Veröffentlichung seiner 10. Annual PV Module Reliability Scorecard mitgeteilt.

    Laut Meyer Burger beziehen sich diese Tests auf das aktuelle Produktportfolio von Meyer Burger und das künftig am Standort Goodyear im US-Bundesstaat Arizona hergestellte Utility-Modul. Diese Tests werden in sieben verschiedenen Kategorien durchgeführt, unter anderem hinsichtlich Temperatur- und Feuchtigkeitseffekten, der Auswirkung von mechanischer Belastung und Hagel sowie bezüglich aller relevanter Degradationsmechanismen.

    Meyer Burger schaffte es mit nur acht weiteren Herstellern in die Liste jener Hersteller, die in allen sieben Kategorien Bestnoten erhalten haben. Dabei testet PVEL laut Meyer Burger weit über die gängigen IEC und UL-Standards hinaus.

    „Wir können stolz darauf sein, gleich bei unserer ersten Teilnahme am PVEL-Testverfahren so ein gutes Ergebnis erreicht zu haben“, wird Madlen Apel, Head of Product Management, zitiert. „Dieser Erfolg spiegelt eindrucksvoll unser Qualitätsbewusstsein und unsere Technologieführerschaft in der Industrie wider und bezeugt unabhängig das Vertrauen in unsere Produkte für alle Kunden und Investoren.“

  • «Little Marcel» führt Boudrys Strassenmeisterei in eine neue Ära

    «Little Marcel» führt Boudrys Strassenmeisterei in eine neue Ära

    Im Juni letzten Jahres hat der Kanton Neuenburg einen Architekturwettbewerb ausgeschrieben, um innovative Lösungen für die dringend notwendige Erweiterung und Sanierung des Strassenbauzentrums in Boudry zu finden. Ziel der anspruchsvollen Suche war es, eine zukunftsfähige Infrastruktur zu schaffen, die den Anforderungen an Nachhaltigkeit und Effizienz gerecht wird. Aus vierzehn Bewerbungen überzeugte das Projekt „Little Marcel“ von Julien Dubois Architectes SA aus La Chaux-de-Fonds die Jury und belegte den ersten Platz.

    Das Siegerprojekt besticht durch seinen ganzheitlichen Ansatz, der sowohl auf architektonische Qualität als auch auf funktionale Exzellenz setzt. Die geplante Erweiterung umfasst neben der Sanierung des bestehenden Gebäudes auch die Errichtung von Neubauten, die eine optimale Nutzung des Grundstücks ermöglichen. Besonders hervorzuheben ist das nachhaltige Konzept, das durch die Integration von Solarmodulen und die Verwendung von Holzkonstruktionen das Umweltengagement des Projekts unterstreicht.

    Die Realisierung von „Little Marcel“ verspricht eine Verbesserung der Arbeitsabläufe bei gleichzeitiger Steigerung der landschaftlichen und architektonischen Qualität des Geländes. Die gezielte Erweiterung der Werkstattgebäude und die Schaffung eines grosszügigen Innenhofes dienen der Optimierung der Logistik und fördern die Zusammenarbeit der Mitarbeitenden.

    Mit einem geplanten Budget von 12 Millionen Franken für den Gesamtleistungswettbewerb und weiteren 1,5 Millionen Franken für die Verlegung von Wirtschaftsgebäuden legt der Regierungsrat den Grundstein für eine moderne und zukunftsgerichtete Infrastruktur. Die öffentliche Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge gibt der Bevölkerung Einblick in die visionären Pläne für den Werkhof Boudry.

    Dieses Projekt markiert einen wichtigen Schritt in der Entwicklung des Strassenunterhalts in der Region und setzt neue Massstäbe in Bezug auf Nachhaltigkeit und Effizienz im Strassenunterhalt des Kantons Bern. Mit Spannung wird die Weiterentwicklung und Verfeinerung des Siegerprojektes im Hinblick auf eine zukünftige Baukreditbeantragung erwartet.

  • Zubau von Photovoltaik steigt 2022 um 58 Prozent

    Zubau von Photovoltaik steigt 2022 um 58 Prozent

    Trotz Engpässen bei Fachkräften und blockierten Lieferketten wurde 2022 im Vergleich zum Vorjahr 58 Prozent mehr Photovoltaik installiert. Auf die jetzt vom Bundesamt für Energie veröffentlichten Zahlen weist Swissolar in einer Medienmitteilung hin. Demnach waren per Ende 2022 in der Schweiz Solarmodule mit einer Leistung von 4,74 Gigwatt installiert. Dies deckte im Jahresverlauf fast 7 Prozent des Schweizer Strombedarfs ab. Diese Produktion entspreche der Hälfte des Atomkraftwerks Gösgen.

    Diese Solarstrommenge müsse in den nächsten zwölf Jahren versiebenfacht werden, so der Verband: „Mit dem zurzeit vom Parlament beratenen Mantelerlass muss es gelingen, die dafür notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen.“ Das sei durchaus realistisch, auch mithilfe des Solarexpress-Gesetzes zum beschleunigten Bau alpiner Anlagen. Allein auf geeigneten Dächern und Fassaden könnten jährlich 70 Terawattstunden erzeugt werden. Das wäre das Doppelte dessen, was National- und Ständerat bis 2035 als Ziel für erneuerbare Energien ausgegeben haben.

    Auch die Nachfrage nach Batteriespeichern hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Mit der Speicherkapazität aller bisher installierten Batteriespeicher könnten den Angaben zufolge 35’000 Haushalte einen Tag lang mit Strom versorgt werden.

    Für das laufende Jahr rechnet Swissolar mit einem Photovoltaikzubau von 20 bis 30 Prozent. Dieser soll ab 1. Oktober mit den neuen Berufslehren Solarinstallateur:in EFZ und Solarmonteur:in EBA weiter Fahrt aufnehmen. „Nun“, so Swissolar-Geschäftsführer Matthias Egli, „braucht es ein klares Signal aus der Politik, dass die Solarenergie langfristige berufliche Perspektiven bietet“.

  • MARNA Beteiligungen will Solarfirma Flisom kaufen

    MARNA Beteiligungen will Solarfirma Flisom kaufen

    Die MARNA Beteiligungen AG aus Heidelberg plant laut einer Medienmitteilung die mehrheitliche Übernahme der Flisom Gruppe mit Sitz in Niederhasli. Bei der Transaktion will die MARNA Beteiligungen AG mit der zu ihr gehörenden FL1 Holding GmbH kooperieren und plant ausserdem eine Kapitalerhöhung.

    Flisom, eine Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), hat besonders flexible und leichte Dünnschichtsolarzellen entwickelt. Sie werden auf Kunststofffolien unter Verwendung sogenannter Roll-to-Roll-Herstellungstechniken produziert und können beispielsweise auf Dächern oder Fassaden angebracht werden. Sie eignen sich aber auch für den Einsatz in Mobilitätsanwendungen, etwa in der Luftfahrt. Für die Herstellung der Module hat Flisom 2020 eine 40-Megawatt-Produktionsanlage in Ungarn in Betrieb genommen.

    „Flisom ist bestens positioniert, um von den Megatrends die hinter der steigenden Nachfrage nach Strom stehen (…) zu profitieren“, schreibt die MARNA Beteiligungen AG in der Mitteilung. Zu diesen Megatrends zählt sie beispielsweise das Bevölkerungswachstum, den zunehmendem Wohlstand, die Digitalisierung und die Elektromobilität.

    Für die geplante Transaktion müssen den Angaben zufolge noch verschiedene Voraussetzungen erfüllt werden.