Mit dem Solarfaltdach «HORIZON» hat dhp ein Produkt entwickelt, mit dem bestehende Infrastrukturflächen für die Solarstromproduktion genutzt werden können. Dies bedeutet, dass die darunter liegende Fläche weiter ohne Einschränkung genutzt werden kann, während gleichzeitig Solarstrom produziert wird. Anwendungsbereiche für das Solarfaltdach sind Kläranlagen, Parkplätze, Logistikareale und anderes mehr. Die Stromeigenversorgung dieser Anlagen kann dank «HORIZON» deutlich erhöht werden.
Ein Solarfaltdach für 45 Autobahnrastplätze
Die Kerntechnologie ist eine ästhetische Leichtbaukonstruktion. Diese ist nicht nur platzsparend, sondern auch ökologischer, da bis zu 50% weniger Material verbaut wird. Das Einfalten der Modulbahnen verhindert das Einwirken von Kräften, die durch Sturm, Hagel und starken Schneefall entstehen. In schneereichen Regionen fallen damit Winterverluste weg, denn die Module bleiben schneefrei und produzieren mit den ersten Sonnenstrahlen wieder Strom.
Vor kurzem wurde bekannt, dass das Solarfaltdach über 45 Autobahnrastplätzen in der Romandie und in den Kantonen Wallis und Bern installiert werden soll. Den Zuschlag erhielt das Solarfaltdach deshalb, weil es grosse Höhen über Boden (>6 m) und weite Stützenabstände ermöglicht. Dies ist wichtig für grosse Fahrzeuge wie LKW, Sattelschlepper oder Cars, die die Rastplätze nutzen.
Bereits neun Projekte in Deutschland
«Das Interesse aus dem EU-Raum ist gross und fast täglich kommen Anfragen aus aller Welt in Zizers an», sagt Gian Andri Diem, Co-Founder und geschäftsführender Partner von dhp. Stand heute sind 16 Schweizer Solarfaltdächer realisiert, davon drei im Kanton Graubünden. In Deutschland werden dieses Jahr 2023 die ersten Projekte in Betrieb gehen. Rund 40 weitere Projekte stehen in unterschiedlichen Planungs- und Ausführungsstadien. Das Solarfaltdach wurde unter anderem ausgezeichnet mit dem Watt d’Or, dem Schweizer Solarpreis und dem Schweizer Zukunftspreis.
Schlagwort: Solarstromproduktion
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Das Bündner Solarfaltdach goes global
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ewz plant hochalpine Solar-Grossanlagen im Bündnerland
ewz kann im Kanton Graubünden weitere hochalpine Solar-Grossanlagen planen. Mit einer jährlichen Produktion von rund 93 Gigawattstunden (GWh) sollen künftig bis zu 58’000 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgt werden können. Damit leistet ewz einen wichtigen Beitrag, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen und die Netto-Null-Ziele zu erreichen.
Auch zur Erreichung der Ziele der Energiestrategie 2050 des Bundes sind diese Projekte wichtig. Dank des «Bundesgesetzes über dringliche Massnahmen zur kurzfristigen Bereitstellung einer sicheren Stromversorgung im Winter» (Änderung des Energiegesetzes) wurden erst die Voraussetzungen für den raschen Ausbau solcher PV-Freiflächenanlagen mit hoher Winterproduktion geschaffen.
Gemeinde Surses, Standort Savognin
Der Stadtrat hat neue einmalige Ausgaben von 1,7 Millionen Franken bewilligt für ein Vor- und Bau-projekt einer hochalpinen Photovoltaikanlage (PV-Anlage) im Val Nandro oberhalb von Savognin. Auf mehreren Flächen, angrenzend an das Skigebiet Savognin, kann ewz nun eine PV-Grossanlage planen. Die Ergebnisse des Vor- und Bauprojekts dienen dann als Grundlage für den Investitionsentscheid seitens ewz, der voraussichtlich in der Zuständigkeit des Stadtrats liegen wird.Auch auf Flächen westlich des Piz Curvér sind PV-Module geplant. Die Bewilligung der Projektierungskosten für diese Flächen liegen in der Kompetenz des Vorstehers des Departements der Industrielle Betriebe.
Insgesamt könnte auf den genannten Flächen in der Gemeinde Surses, je nach Umsetzungsvariante, jährlich bis zu 80 GWh Sonnenstrom für rund 50’000 Haushalte produziert werden. Die Bauprojekte werden der Gemeinde Surses und den Grundeigentümer*innen zur Abstimmung vorgelegt. Die Gemeinde, die Grundeigentümer*innen und die Savognin Bergbahnen stehen hinter den Vorhaben.
Gemeinde Rheinwald, Standort Splügen-Tambo
Unabhängig von den Plänen in der Gemeinde Surses treibt ewz den Ausbau hochalpiner Solaranlagen weiter voran. Auch auf der Tanatzhöhi im Wintersportgebiet Splügen-Tambo in der Gemeinde Rheinwald startet ewz ein Vor- und Bauprojekt für eine hochalpine PV-Anlage. Je nach Umsetzungsvariante könnte sie jährlich bis zu 13 GWh Sonnenstrom für rund 8’000 Haushalte produzieren. Die Bewilligungen der Projektierungskosten liegen dabei in der Kompetenz des Vorstehers des Departements der Industrielle Betriebe.Stadtrat Baumer: «Eigenproduktion im Inland ausbauen»
Die Solar-Grossanlagen in den Gemeinden Surses und Rheinwald sind in Gegenden geplant, die bereits infrastrukturell erschlossen sind. Die betroffenen Flächen befinden sich in keinem nationalen oder lokalen Schutzgebiet. Es wird eine Doppelnutzung mit Alpwirtschaft und Stromerzeugung angestrebt.Michael Baumer, Stadtrat und Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe erklärt: «Um die Energiesicherheit zu erhöhen und gleichzeitig die Netto-Null-Ziele zu erreichen, ist der Ausbau der nachhaltigen Stromproduktion zentral.» Neben Wasser- und Windkraft sei die Sonnenenergie ein wichtiger Pfeiler der nachhaltigen Stromerzeugung. Stadtrat Baumer: «Beim PV-Ausbau konzentrieren wir uns auf Immobilien auf Stadtgebiet, schweizweite Areale sowie hochalpine Standorte. Die Projekte in den Gemeinden Surses und Rheinwald sind wichtige Bausteine, um die erneuerbare Energieproduktion im Inland auszubauen und die Versorgungssicherheit im Winter weiter zu erhöhen».
Hochalpine Pionier-Anlagen laufen bereits auf Hochtouren
ewz hat bereits zwei hochalpine Solar-Grossanlagen in Betrieb. An der Albigna-Staumauer im Bergell und an der Staumauer am Lago di Lei produzieren sie Sonnenstrom. Beide Anlagen erfüllen die Erwartungen insbesondere in Bezug auf die hohe Stromproduktion im Winter. Rund 50% des Stroms wird im Winterhalbjahr produziert. Zudem bestätigt sich, dass an hochalpiner Lage im Jahresdurchschnitt 25% mehr Energie produziert werden kann als im Mittelland.