Schlagwort: Sonnenlicht

  • Forscherin untersucht Sonnenreflektion für bessere Erträge

    Forscherin untersucht Sonnenreflektion für bessere Erträge

    SLF-Forscherin Anja Mödl untersucht, wie verschneites Gelände Sonnenlicht reflektiert. Ihre Erkenntnisse sollen Photovoltaikanlagen effizienter machen. Die Messungen finden im Meierhoftälli bei Davos auf rund 2400 Meter über dem Meeresspiegel statt.

    Die Forscherin untersucht das von der Schneedecke zurückgeworfene Sonnenlicht mithilfe von Sensoren. Der Grossteil des Sonnenlichts werde vom Schnee in Einfallsrichtung reflektiert, heisst es in der Mitteilung. Sonnenlicht wird so grösstenteils in Richtung anderer Berghänge reflektiert.

    Die Schneeoberfläche reflektiert verschiedene Wellenlängen verschieden stark. Die Intensität bestimmter Wellenlängen wird so mit der Zeit stärker als im ursprünglich einfallenden Licht. Mödl untersucht, wie sich Spektren an unterschiedlichen Orten unterscheiden.

    Die Messungen sollen eine noch effektivere Stromerzeugung von Photovoltaikanlagen ermöglichen. Optimal platzierte Anlagen sollen dann auch das von benachbarten Hängen reflektierte Licht nutzen können.

    Die Sensoren messen Wellenlängen zwischen 340 und 2500 Nanometern. Photovoltaik nutzt lediglich den Bereich zwischen 500 und 1100 Nanometern. Das grössere Spektrum ermögliche es, weitere Erkenntnisse über Felserwärmung und Schneeschmelze zu ziehen, heisst es von Mödl.

    Messungen sind auch kommende Saison geplant. „Um eine fundierte Aussage zu treffen, muss ich Daten bei verschiedenen Bedingungen aufnehmen“, so die Forscherin.

  • Schweizer Textilfirma stattet Gebäude in London und Lichtenfels aus

    Schweizer Textilfirma stattet Gebäude in London und Lichtenfels aus

    Création Baumann hat zwei Aufträge aus England und Deutschland bekommen. In London stattet das auf textile Raumgestaltung spezialisierte Berner Unternehmen die 636 Wohnungen des Newfoundland-Turms mit einer farblich auf das Innenarchitekturkonzept abgestimmten Variante seines Vorhangstoffes LORD aus, informiert Création Baumann in einer Mitteilung. Die Vorhänge reflektieren das Licht und bewirken eine Energieeinsparung von bis zu 14 Prozent. Die Stoffbahnen im Gesamtumfang von etwa 40 Kilometern Länge werden in der Schweiz gefertigt.

    In Deutschland stattet Création Baumann das in Lichtenfels bei Bamberg gelegene Archiv der Zukunft aus. Dabei handelt es sich um einen von vollständig zu öffnenden Glasfassaden umrundeten Pavillon, der Büroräume und Flächen für Ausstellungen und Veranstaltungen birgt. Derartig «offene Architekturkonzepte mit viel Glas sind auf eine gezielte Lichtsteuerung angewiesen, um optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen und Räume vor Überhitzung zu schützen», schreibt Création Baumann in einer weiteren Mitteilung. In Lichtenfels kommt dabei der Vorhangstoff GUARD des Textilherstellers zum Einsatz. Der aluminium-metallisierte Stoff lässt mit seiner gitterartigen Optik Licht ins Innere, seine hauchdünne Aluminiumschicht schützt jedoch gleichzeitig vor direkter Sonneneinstrahlung und Blendung.

  • Synhelion und Cemex skalieren Solarklinker auf Industrieniveau

    Synhelion und Cemex skalieren Solarklinker auf Industrieniveau

    Synhelion, der weltweite Pionier für nachhaltige Solartreibstoffe, hatte im Januar 2022 mit dem Zementproduzenten Cemex in einer spanischen Pilotanlage erstmalig Solarklinker hergestellt. Jetzt haben die beiden Unternehmen gemäss einer gleichlautenden Medienmitteilung die Produktion auf ein industrielles Niveau skaliert.

    Bei dem Prozess erzeugen Solar-Receiver von Synhelion, einer Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, mit konzentriertem Sonnenlicht Temperaturen von über 1500 Grad. Damit wird ein gasförmiges Wärmeträgermedium erhitzt. So kann die für das Zusammenschmelzen von Kalkstein, Ton und anderen Materialien erforderliche Hitze bereitgestellt werden. In der traditionellen Klinkerproduktion werden für den energieaufwändigen Prozess fossile Brennstoffe verwendet, die für etwa 40 Prozent der direkten CO2-Emissionen verantwortlich sind. Ziel der Kooperation von Synhelion und Cemex ist die Entwicklung einer vollständig solarbetriebenen Zementproduktion.

    Die jetzige Entwicklungsstufe sei „ein spannender Meilenstein für alle Beteiligten, der durch die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den Teams von Cemex und Synhelion erreicht wurde“, wird Gianluca Ambrosetti, Co-CEO und Mitbegründer von Synhelion, in der Mitteilung zitiert. „Unsere Technologie kann einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Zementproduktion leisten, und wir freuen uns auf weitere bahnbrechende Erfolge in diesem Bereich.“ Cemex-CEO Fernando A. González ergänzt: „Die soliden Fortschritte, die ich hier sehe, beweisen, dass Solarzement nicht nur ein Traum ist, sondern durch kontinuierliche Zusammenarbeit sowie rigorose Forschung und Tests erreicht werden kann.“