Schlagwort: Spreitenbach

  • Vom Einkaufszentrum zur Immobilienplattform

    Vom Einkaufszentrum zur Immobilienplattform

    Die Shoppi Tivoli Management AG wurde in Tivoli Real Estate Management AG umfirmiert. Wie das Unternehmen mitteilt, sei die Namensänderung Ausdruck einer strategischen Erweiterung ihres Tätigkeitsfeldes. Neben der Verwaltung des Einkaufszentrums in Spreitenbach will das Unternehmen weitere Liegenschaften für Gewerbe und Wohnen im Limmattal betreuen.

    Das erste Projekt unter neuem Firmennamen ist die Bewirtschaftung des Wohnparks Tivoli Garten. In dem laut Unternehmensangaben „neuen lebendigen und bunten Quartier im Herzen des Limmattals“ wurden 445 Mietwohnungen mit mehr Einkaufsmöglichkeiten im angrenzenden Shoppi Tivoli sowie erweiterten Sport- und Freizeitangeboten geschaffen. Zu den Vorzügen gehören zudem der Anschluss an die City und kurze Wege in die Natur.

    Das Shoppi Tivoli gilt eigenen Angaben zufolge flächenmässig als das grösste Einkaufszentrum der Schweiz. „Mit Tivoli Real Estate Management AG behalten wir unsere Identität und Herkunft im Namen und machen zugleich sichtbar, dass wir uns breiter aufstellen, um weiterhin zuverlässig, kompetent und zukunftsorientiert für Kunden und Partner da zu sein“, heisst es in einer Mitteilung.

    Mieter und Lieferanten haben weiterhin dieselben Ansprechpersonen, auch Verträge und Prozesse bleiben bestehen. Auch die Büros bleiben weiterhin im Shopping-Center 9 in Spreitenbach.

  • Kanton Aargau genehmigt Projekt Vinea in Spreitenbach

    Kanton Aargau genehmigt Projekt Vinea in Spreitenbach

    Die Gemeinde Spreitenbach kann den Gestaltungsplan Vinea für den Bau von Wohnungen am Ortseingang realisieren. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) des Kantons Aargau hat laut Medienmitteilung den Gestaltungsplan genehmigt. Er bildet die planerische Grundlage, um auf dem bisher gewerblich genutzten Areal südlich der Verzweigung Landstrasse und Wigartestrasse eine Überbauung mit rund 37 Wohnungen zu realisieren.

    Die geplante Überbauung umfasst laut Mitteilung der Gemeinde drei Gebäude. Entstehen soll ein viergeschossiges Gebäude entlang der Landstrasse, ein dreigeschossiges Gebäude an der Wigartestrasse und ein zweigeschossiges Gebäude mit direkter Ausrichtung zum Dorfbach.

    Zwischen den Gebäuden soll ein verkehrsfreier Innenhof entstehen, der den Bewohnenden zur Verfügung steht. Die unterirdische Parkierung soll die Wohnqualität erhöhen und zur nachhaltigen Entwicklung beitragen, heisst es weiter.

    Vinea basiert auf dem Richtprojekt der Hunziker Architekten AG in Baden-Dättwil und der SKK Landschaftsarchitekten AG in Wettingen AG. Die Metron AG in Brugg AG hat den Gestaltungsplan gemeinsam mit der Bauherrschaft und der Gemeinde Spreitenbach erarbeitet. Das Areal Vinea ist derzeit mit einer Gewerbeüberbauung bebaut. Bereits 2018 wurde eine Überbauungsstudie durch die Hunziker Architekten erarbeitet. Die Gemeinde entschied sich nach Abwägung unterschiedlicher Varianten für eine längsorientierte Bebauung entlang der Strasse, um «optimale städtebauliche Rahmenbedingungen zu schaffen».

  • Spreitenbacher Gemeindehaus wird am 12. August eröffnet

    Spreitenbacher Gemeindehaus wird am 12. August eröffnet

    Der Neubau des Gemeindehauses in Spreitenbach ist laut einer Medienmitteilung im Zeitplan. Das neue Gebäude soll der Bevölkerung in einer Eröffnungsfeier am Samstag, 12. August, zwischen 11 und 16 Uhr vorgestellt werden, heisst es in den jüngsten Mitteilungen aus den Verhandlungen des Gemeinderats. Derzeit werde der Innenausbau realisiert. Dazu werden aktuell die Bodenbeläge verlegt, die Schreiner- und Metallbauarbeiten sowie die Malerarbeiten ausgeführt und die Inbetriebnahme der Haustechnik vorbereitet.

    Die Übergabe des neuen Gemeindehauses wird pünktlich Ende Juni 2023 erfolgen können, wie im Terminplan vorgesehen. Der Bezug durch die Verwaltungsabteilungen ist im Anschluss gegen Ende August 2023 geplant.

    Der Baukredit über 13,65 Millionen Franken für den Neubau war an der Einwohnergemeindeversammlung vom 26. November 2019 genehmigt worden. Der erste Spatenstich erfolgte im Januar 2022. Zum Hintergrund teilten die den Bau ausführenden fsp Architekten aus Spreitenbach damals mit, das neue Verwaltungsgebäude sei für eine Bevölkerungszahl von 15‘000 ausgelegt. Beim Bau des alten Gemeindehauses 1964 hatte Spreitenbach noch rund 9000 Einwohnerinnen und Einwohner. Heute sind es über 12’000.

    Die Gemeinde Spreitenbach unterstützt die Volkshochschule Spreitenbach seit Jahren mit einem Beitrag, heisst es zudem in einer eigenen Mitteilung. Der Gemeinderat habe unter Mitwirkung der Ortsbürgerkommission den Beitrag für das Jahr 2023 auf 7500 Franken erhöht. Im Rahmen des Budgets 2024 soll der jährliche Beitrag auf 10‘000 Franken steigen.

  • Aargauer Gemeinden treten Limmatstadt bei

    Aargauer Gemeinden treten Limmatstadt bei

    Drei weitere Gemeinden sind mit Beginn des Jahres 2023 mit der regionalen Standortförderung Limmatstadt verbunden. Spreitenbach, Killwangen und Neuenhof haben Leistungsvereinbarungen mit der Limmatstadt abgeschlossen, heisst es in einer Medienmitteilung. Damit habe die Limmatstadt AG nun Leistungsvereinbarungen mit zwölf Limmattaler Städten und Gemeinden. Über den Planungsverband Zürcher Planungsgruppe Limmattal (ZPL) sei zudem der gesamte Bezirk Dietikon angeschlossen.

    Der Beitritt von neuen Gemeinden aus dem Aargauer Limmattal sei ein Meilenstein für die regionale Standortförderung. „Es freut mich besonders, dass sich pünktlich zum Start der Limmattalbahn die Aufbruchstimmung in der Region auch in der gemeinsamen Standortförderung widerspiegelt“, wird Jasmina Ritz, Geschäftsführerin der Limmatstadt AG, zitiert: Ziel sei, „alle Gemeinden entlang der Limmat für eine regionale Standortförderung zu gewinnen“.

    Die Inbetriebnahme der neuen Limmattalbahn sei der perfekte Zeitpunkt, sich zur Region mit gemeinsamer Standortförderung zu bekennen und 2023 der Limmatstadt AG beizutreten, wird der Spreitenbacher Gemeindepräsident Markus Mötteli zitiert. „Spreitenbach liegt in der Mitte des Limmattals und verbindet die beiden Kantone Aargau und Zürich. Gemeinsam wird das Limmattal stärker wahrgenommen“, so Mötteli.

    „Die Zusammenarbeit mit der Limmatstadt AG wird Neuenhof helfen, die Potentiale unseres Dorfes besser auszuschöpfen und uns im Limmattal und in der Schweiz weiter bekannt zu machen“, wird der Gemeindeammann von Neuenhof, Martin Uebelhart, zitiert.

    „Als kleinere, aber wachsende Gemeinde wollen wir Teil der Limmatstadt sein“, so der Gemeindeammann von Killwangen, Markus Schmid. Die Limmatstadt gebe dem vielseitigen Wirtschafts- und Lebensraum ein Gesicht und eine regionale Identität.

  • Umwelt Arena stellt „Bauen 2050 Urdorf“ vor

    Umwelt Arena stellt „Bauen 2050 Urdorf“ vor

    Die Umwelt Arena Schweiz hat ihr neustes energiepolitisches Zukunftsprojekt „Bauen 2050“ vorgestellt. Das Pionierprojekt in Urdorf zeigt laut Medienmitteilung auf, wie dank Einsatz von modernster Gebäudetechnik bereits heute Wohnüberbauungen zu einem CO2-neutralen Kraftwerk werden können, in dem Mieter im Rahmen ihres eigenen Energiebudgets ohne Strom- und Heizkosten wohnen können.

    Die Umwelt Arena stellt alle diese Innovationen in der neuen Ausstellung „Bauen 2050“ in Spreitenbach ab Mitte Juli 2022 mit einem Baudokumentarfilm und interaktiven Elementen rund ums moderne Bauen vor.

    Das Pilotprojekt in Urdorf wird als „Powerhaus“ bezeichnet. Das Gebäude von René Schmid Architekten AG Zürich, zeige auf, dass mit Überschusssolarenergie vom Sommer durch Photovoltaikanlagen auf dem Dach und an der Fassade erneuerbares, nicht fossiles Gas für den Winter hergestellt werden kann, heisst es in der Mitteilung. Es gibt auch ein Wind-Solar-Kleinkraftwerk. Die Fassaden- und Dachdämmung schützt das Haus gegen Kälte und Wärme. Im Hochsommer kann überschüssige Wärme den Wohnungen entzogen und für die Warmwasseraufbereitung genutzt werden. Der Rest wird über die Erdsonden ins Erdreich eingelagert.

    Der Überschussstrom vom Sommer wird zur Produktion von Wasserstoff in einer Power-to-Gas Anlage verwendet. Der wird im bestehenden Gasnetz für den Winter zwischengelagert.

    Das Haus in Urdorf zeigt den Wohnenden ihren täglich aktuellen Verbrauchsstand, um das persönliche Energiebudget zu kontrollieren. Es gibt wetterbedingt steuerbare Sonnenstoren, energieeffiziente, vernetzte Haushaltsgeräte der höchsten Effizienzklasse und Dusche mit Wärmerückgewinnung sowie eine CO2-gesteuerte Komfortlüftung. Sogar beim Liftfahren wird durch die Bremsenergie Strom produziert.

  • Nanux vermittelt Immobilien digital und anonym

    Nanux vermittelt Immobilien digital und anonym

    Die Nanux AG gestaltet Immobiliengeschäfte voll digital und damit anonym. Laut Medienmitteilung bietet das im Juni 2021 gegründete Jungunternehmen mit Sitz in Spreitenbach eine neue digitale Plattform an und bringt Renditeliegenschaften anonym an Immobilieninvestoren oder Privatkäufer. Bisher seien solche Objekte in der Schweiz nur über die Netzwerke der Eigentümer vertrieben worden. Käufer gelangten fast ausschliesslich auf diesem Weg an die Angebote. Nanux digitalisiere nun den gesamten Prozess von der Inserierung bis zum Notariatstermin. Dieser Off-Market-Bereich für Immobilien sei eine Nische mit Zukunft, heisst es von Nanux.

    Viviana Gujer, CEO und Gründerin von Nanux, spricht sogar vom Anfang einer neuen Handelsepoche in der Schweizer Wirtschaft. „Trotz der Exklusivität dieser Handelsform erreichen wir dank der Digitalisierung mehr Eigentümer und kurbeln damit den nahezu ausgetrockneten Immobilienmarkt neu an“, wird Gujer zitiert. „Unsere Handelspartner überzeugt vor allem, dass sie volle Anonymität geniessen. Wir zeigen Liegenschaften nur vorgeprüften Käufern und streuen die Angebote somit nicht am Markt.“

    Eigentümer und Investoren erhalten bei Nanux Zugang zu einer geschlossenen Plattform. Ihre Daten werden laut der Mitteilung nicht veröffentlicht. Sie haben auch keinen direkten Kontakt zu Käufern oder Verkäufern.

  • Hächler baut Spreitenbacher Waldhütte neu auf

    Hächler baut Spreitenbacher Waldhütte neu auf

    Die Hächler AG aus Wettingen hat die wegen einer Erdabsenkung baufällig gewordene Waldhütte der Gemeinde Spreitenbach neu aufgebaut. Die Waldhütte werde ab Frühjahr wieder für die Bürger zu Festanlässen mit 40 Sitzplätzen zur Verfügung stehen, heisst es in der Medienmitteilung. Es gebe einen neuen Saal mit Einbauküche und offenem Cheminée im Innen- und Aussenbereich.

    Der Neubau mitten im Wald am Heitersberg wurde wegen einer Erdabsenkung nötig. Die Waldhütte war 1968 erbaut und 1990 renoviert worden. Aufgrund einer Absenkung des Erdreichs von etwa 20 Zentimetern beschloss die Gemeinde Spreitenbach laut der Mitteilung der Hächler Gruppe, die beliebte Waldhütte neu aufzubauen. Im Mai 2020 bekam die Abteilung Holzbau der Hächler AG den Zuschlag für die Erstellung der neuen Waldhütte.

    In denselben Massen wie die alte Hütte sei das Ersatzgebäude in Holzelementbauweise im Werkhof Neuenhof vorgefertigt worden, heisst es in einem von Günter Ebner, Leiter Holzbau bei Hächler, vorgelegten Bericht. Die fertigen Wandelemente mit eingebauter Elektrovorbereitung und Zuschnitt der Dachbauteile wurden in nur drei Wochen produziert. Die Rohbaumontage im Wald auf dem Heitersberg erfolgte mit dem firmeneigenen Lastwagenkran millimetergenau. Die Innenwandflächen aus Mehrschichtplatten in Fichte und Tanne wurden während der Montage vor Nässe geschützt. Es seien ausschliesslich ökologische und nachhaltige Baumaterialien verwendet worden, heisst es in dem Hächler-Bericht weiter.

    Die Materialien seien technisch auf dem neusten Stand und ermöglichten ein behagliches Raumklima sowie Hitze-, Kälte- und Schallschutz. Die Kombination aus diffusionsoffenen und mehrschichtigen Materialien mit guten Schallschutzeigenschaften hätte dieses Konzept der Waldhütte zu einem richtig tollen Projekt gemacht, wird Bauleiter Ebner zitiert.

    Für die Tragkonstruktion wurden 21 Kubikmeter heimisches Fichtenholz verbaut, 45 Kubikmeter mineralische Dämmung und 450 Quadratmeter Mehrschichtplatten aus Holz.

  • 50 Jahre Shoppi Tivoli Spreitenbach

    50 Jahre Shoppi Tivoli Spreitenbach

    Patrick Stäuble, der Vorsitzende der Geschäftsleitung und Centerleiter des Shoppi Tivoli, ist 51 Jahre alt. Das Shoppi Tivoli feiert dieses Jahr sein 50-Jahr-Jubiläum. Verändert hat sich seit dem Jahr 1970 einiges: «Bei der Eröffnung zählte das Einkaufszentrum 50 Shops. Heute sind über 450 Brands vertreten», sagt der Chef. Auch das Freizeitangebot habe sich verändert – was früher die Kegelbahn war, sind es heute das Fitness-Center oder das breite gastronomische Angebot. Unbestritten ist das Shoppi Tivoli wichtig für Spreitenbach: «Es war wie ein Ufo, das vor 50 Jahren mitten im Bauerndorf gelandet ist», sagt Stäuble.

    Das Shoppi Tivoli war das erste Shoppingcenter der Schweiz – eine Pionierleistung. Um zu verstehen, dass es ausgerechnet in Spreitenbach gebaut wurde, muss man einen Blick auf die Geschichte werfen: Es war der damalige Ortsplaner Klaus Scheifele, der in den 1950er-Jahren den Richtplan für den Bau des neuen Spreitenbach gemeinsam mit anderen Fachleuten entwarf. Und zwar auf der Grundlage der Charta von Athen – dem städtebaulichen Manifest des Schweizer Architekten Le Corbusier. Die Idee kam bei Planern, Politikern und Investoren so gut an, dass sie einen regelrechten Bauboom auslöste.

    Ein Einkaufscenter war in diesem Richtplan ebenfalls vorgesehen. Karl Schweri, der damalige Denner-Chef, sicherte sich über seinen Immobilien-Fonds das dafür vorgesehene Land und suchte einen Architekten mit Amerikaerfahrung. Es meldete sich der Schweizer Walter Hunziker, der zehn Jahre in den USA gelebt und dort ein Diplom als Architekt und Stadtplaner erworben hatte. Gemeinsam mit dem Ökonomen Fritz Frey gründete er die Transplan AG und begann im Jahr 1962 damit, ein neues Stadtzentrum in Spreitenbach zu planen. Acht Jahre später eröffnete das «Shoppi». Bis zu diesem Zeitpunkt konnte der Ort seine Einwohnerzahl verdreifachen. «Spreitenbach zog zu dieser Zeit auch viele Paare an, die nicht verheiratet waren. In Zürich war das Konkubinat verboten, im Kanton Aargau nicht», erklärt Stäuble.

    Hunziker hatte grosse Visionen – die nicht alle umgesetzt werden konnten. Angestrebt war ein Wachstum auf 30’000 Einwohner – im Jahr 2020 sind es etwas über 10’000, die in Spreitenbach leben. Mit seiner rasanten Entwicklung und den vielen Hochhäusern hat das ehemalige Bauerndorf viele ausländische Bewohner angelockt. «Spreitenbach hat einen gewissen Ruf bekommen», sagt Stäuble. Dabei könne die Gemeinde mit einem schönen Dorfkern im oberen Bereich und den modernen Hochhäusern wie natürlich auch dem Shoppi Tivoli im neuen Teil punkten. Doch die Zeichen stehen nicht schlecht, dass Spreitenbach die Trendwende doch noch schafft – zurzeit wird wieder viel gebaut. Über Projekte wie «Tivoli Garten» mit 320 Wohnungen freut sich der Centerleiter: «Das zieht auch viele Leute an, die es schätzen, das Einkaufszentrum direkt nebenan zu haben.» Dass das Projekt «Neumatt», welches direkt ans Shoppi Tivoli gegrenzt hätte, abgelehnt wurde, findet der Centerleiter schade: «Ich glaube, das ist eine verpasste Chance für Spreitenbach. Aber es ist für die Bevölkerung wohl einfach gerade etwas viel mit dem Bau der Limmattalbahn und des Tivoli Gartens. Ich denke, das Projekt war gut, nur der Zeitpunkt schlecht.»

    Überhaupt geht Stäuble davon aus, dass sich Spreitenbach ideal in der Limmatstadt positionieren wird. Die Limmatstadt habe die wichtige Aufgabe, das Limmattal über die Kantonsgrenze hinweg zu verbinden. Dafür sei auch die Limmattalbahn wichtig. «Diese Anbindung ist für uns wie auch für die nächste Generation von Bedeutung. Die Leute siedeln sich dort an, wo es gute ÖV-Anbindungen und ein grosses Angebot an Freizeit- und Gastromöglichkeiten gibt.» Und gerade den jüngeren Menschen sei es egal, ob sie jetzt im Aargau oder in Zürich leben würden. «Sie wollen dort sein, wo Leben stattfindet, wo sie ihre Freizeit so gestalten können, wie sie wollen.» Spreitenbach biete hierfür ideale Voraussetzungen. Nicht zuletzt wegen dem Shoppi Tivoli, das 4,5 Millionen Besucher jährlich verzeichnet. Unter der Woche kommen täglich bis zu 15’000 Besucher, an einem Wochenende könnten das auch mal 38’000 sein, sagt Stäuble: «Wir sind nach wie vor ein Wochenend-Center. Ein Besuch des Shoppi Tivoli sei eine Freizeitbeschäftigung, man flaniere, kaufe ein und könne die ganze Familie mitnehmen. In den letzten Jahren wurde die CenterMall wie auch die TivoliMall neu beziehungsweise umgebaut. «Man hat mehrere hundert Millionen investiert – das Shoppi ist heute mit internationalen Brands und einem grossen Freizeit- und Gastroangebot ausgestattet und damit fit für die Zukunft», ist Stäuble überzeugt. Ein Einkaufszentrum sei aber nie fertig. Die Trends würden heute in Richtung Freizeit, Kosmetik und Dienstleistung gehen. «Das ist ein laufender Prozess, dem müssen wir uns stellen. Aber es braucht sicher nicht mehr die grossen Investitionen, nun ist nur noch die Entwicklung rundherum nötig.» Und auch in Sachen Digitalisierung werde es Transformierungen geben. «Ich denke, es wird auf eine Kombination von On- und Offline hinauslaufen. Also, dass ich beispielsweise in einem Laden meine Jeans aussuchen kann, danach aber nicht die Tüte nach Hause schleppen muss, sondern die Hose mir am nächsten Tag direkt nach Hause geliefert wird.»

    «Einkaufen
    mit Maske ist kein Erlebnis.»


    Die Frage nach der Zukunft stellt sich gerade auch im Hinblick auf die Coronapandemie. Diese hat das Shoppi Tivoli hart getroffen. Man sei aber gut aus dem Lockdown gestartet: «Es gibt Branchen, die haben sich praktisch zu 100 Prozent erholt. Doch speziell die Textilbranche wird den Verlust nicht mehr aufholen können», erläutert Stäuble. Stark betroffenen Mietern habe man von sich aus 50 Prozent der Miete erlassen.

    Während der Kanton Zürich eine Maskenpflicht in Einkaufsläden verordnet hat, kann man im Kanton Aargau noch maskenfrei shoppen. Einen vermehrten Zulauf von Zürchern, die lieber ohne Maske unterwegs sind, spührt Stäuble aber nicht: «Trotzdem bin ich sehr froh darüber, dass wir keine Maskenpflicht haben. Shoppen in dieser Grösse ist ein Erlebnis. Wir verkaufen Emotionen – das ist mit Maske einfach schwieriger. Wir zählen über 1400 Mitarbeitende – und haben nicht eine einzige Coronainfektion auf Verkäuferseite. Die Menschen sind hier in Bewegung und nicht lange miteinander in Kontakt.»

    Stäuble blickt also zuversichtlich in die Zukunft. Auch wenn er auf politischer Ebene noch einige To-Do`s sieht. Beispielsweise die Umsetzung längerer Öffnungszeiten sowie mehr Sonntagsverkäufe. «Die Verkäuferinnen arbeiten deshalb nicht länger oder mehr, nur in anderen Schichten», entkräftet der Chef ein viel vorgebrachtes Gegenargument. Mit dem fortwährenden Entstehen einer «Limmatstadt» brauche es auch auf politischer Ebene Fortschritte. Der Centerleiter könnte sich sogar vorstellen, dass das Shoppi Tivoli eines Tages «Shoppi Tivoli Limmatstadt» heisst. ■

  • «Tivoli Garten»:  Ein identitätsprägendes Projekt

    «Tivoli Garten»: Ein identitätsprägendes Projekt

    Ein Blick zurück: Das Grossprojekt in Spreitenbach ist von jahrelangen Verzögerungen gezeichnet. So wehrte sich beispielsweise der VCS Aargau 2012 gegen das Projekt und reichte Einsprache ein. Er verlangte eine Ausweitung der Umweltverträglichkeitsprüfung, die das ganze Gebiet inklusive des Einkaufszent-
    rums «Shoppi Tivoli», des Limmatparks und die dem «Shoppi Tivoli» zur Verfügung stehenden Parkplätze der Umwelt-Arena umfassen sollte. Nach dem überarbeiteten Gestaltungsplan legte der VCS erneut Beschwerde ein, diesmal aufgrund der Parkraumbewirtschaftung, die dem Verkehrsclub zu wenig weit ging. Die Beteiligten konnten sich schliesslich im Januar 2019 auf eine Kompromisslösung einigen – und dem Vorhaben stand nichts mehr im Wege.

    Identitätsprägendes Merkmal
    Mit der Überbauung «Tivoli Garten» entstehen nun in unmittelbarer Nachbarschaft zum Einkaufszentrum «Shoppi Tivoli» fünf Häuser mit insgesamt 445 Mietwohnungen, ein Doppel-Kindergarten, ein Obi Baumarkt sowie eine Haltestelle der Limmattalbahn. Der vorgesehene Wohnungsmix besteht aus 1½- bis 5½-Zimmer-Wohnungen. Die grosszügigen privaten Aussenräume sollen den Bedürfnissen der verschiedenen Mietergruppen, das heisst beispielsweise Familien, Singles und Rentner, gerecht werden.

    Sockelbau mit zwei Türmen
    Die Überbauung besteht aus einem Sockelbau mit dem Obi Baumarkt und der Haltestelle der Limmattalbahn, aus dem sich zwei Hochhäuser sowie drei bis zu siebengeschossige Langbauten erstrecken. Die beiden Hochhäuser wirken dabei als identitätsprägendes Merkmal der Überbauung, betonen die Projektverantwortlichen. Sie interagieren zudem mit den beiden bestehenden Wohnhochhäusern im Bereich des «Shoppi Tivoli» aus den 60er-Jahren. Die grosszügigen Aussenräume befinden sich im privaten Innenhof des «Tivoli Garten». Mit der Realisation des Grossprojektes wurde die Eiffage Suisse, Geschäftsstelle Zürich, beauftragt. Der Massivbau strebt den Standard Minergie/greenproperty an.

    Direkter Zugang zum «Shoppi Tivoli»
    Auf dem Sockelbau ist eine öffentliche Fussgängerebene mit einem direkten Zugang zum «Shoppi Tivoli» vorgesehen. Das Passerellenkonzept der Gemeinde Spreitenbach lässt weitere Verbindungen zu den umliegenden Parzellen auf diesem Niveau zu, und auf Strassenniveau ist ein neuer Umsteigeknotenpunkt des öffentlichen Verkehrs mit der Limmattalbahn und verschiedenen Buslinien konzipiert.

    Das Grossprojekt wurde gemeinsam durch die Genossenschaft Migros Aare und Credit Suisse Asset Management entwickelt. Eigentümerin ist die MEG Tivoli Garten, bestehend aus zwei Immobilienfonds von Credit Suisse Asset Management. ■