Schlagwort: St.Gallen

  • St.Gallen Güterbahnhofareal unterschätzter Entwicklungsraum

    St.Gallen Güterbahnhofareal unterschätzter Entwicklungsraum

    Städtische Räume stehen unter wachsendem Druck. Steigende Bevölkerungszahlen und begrenzte Flächen fordern innovative Lösungen. Besonders Areale hinter Bahnhöfen bleiben oft ungenutzt, obwohl sie wertvolle Potenziale für die Stadtentwicklung bieten. Ein Beispiel für eine gelungene Umnutzung ist die Europaallee in Zürich. Doch während an vielen Orten bereits neue Stadtquartiere entstehen, ist die Zukunft des Güterbahnhofareals St.Gallen noch offen.

    Seit Jahren wird über seine Entwicklung diskutiert, doch unterschiedliche Interessen und Perspektiven haben bisher eine konkrete Umsetzung verhindert. Hier setzte die Lehrveranstaltung «Zukunft bauen – die Bedeutung von Branchen für die Stadtentwicklung» an, die Architekturstudierende der ETH Zürich mit Wirtschafts- und Soziologiestudierenden der Universität St.Gallen zusammenbrachte.

    Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg
    Die Lehrveranstaltung kombinierte Architektur, Stadtsoziologie und Wirtschaft, um einen neuen Zugang zur Stadtplanung zu schaffen. «Architekt:innen des 21. Jahrhunderts lernen aus den Bauweisen des 20. Jahrhunderts, um nachhaltige Modelle für die Zukunft zu entwickeln», erklärt Prof. Momoyo Kaijima von der ETH Zürich.

    Durch die Zusammenarbeit mit Soziologinnen und Wirtschaftswissenschaftlerinnen entstand eine praxisorientierte Forschung, die nicht nur städtebauliche Konzepte, sondern auch soziale und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigte.

    Stadtplanung aus neuen Perspektiven erleben
    Die Studierenden begannen ihre Untersuchung mit geführten Spaziergängen durch das Güterbahnhofareal, inspiriert von den «Spaziergangswissenschaften» des Soziologen Lucius Burckhardt. Diese Methode ermöglichte es ihnen, den Raum nicht nur als Planungsobjekt, sondern als gelebten sozialen Ort zu erleben.

    «Die Untersuchung verdeutlichte, dass auch unscheinbare oder brachliegende Flächen eine entscheidende Rolle in der städtischen Dynamik spielen können», berichtet HSG-Student Livius Schönle.

    Von der Beobachtung zur Konzeption
    Basierend auf Interviews, Beobachtungen und Datenanalysen entwickelten die Teilnehmenden sogenannte «Actor-Network-Zeichnungen», mit denen sie komplexe Zusammenhänge zwischen Raumnutzung, sozialen Gruppen und wirtschaftlichen Interessen sichtbar machten. Dabei spielte auch der Kunstmaler Walter Dick eine Rolle, der die Studierenden in die Grundlagen des Handzeichnens einführte, um ihre Analysen visuell darzustellen.

    «Die konkreten Erfahrungen aus der interdisziplinären Zusammenarbeit zeigen, wie wichtig es ist, sich der Unterschiedlichkeit von Denklogiken bewusst zu sein», betont Dr. Niklaus Reichle von der Universität St.Gallen. «Nur wenn wir über den disziplinären Tellerrand hinausschauen, lassen sich gesellschaftliche Herausforderungen im Umgang mit Raum sinnvoll bewältigen.»

    Visionen für eine nachhaltige Stadtentwicklung
    Die Konzepte der Studierenden reichten von multifunktionalen Wohn- und Arbeitsquartieren bis hin zu nachhaltigen Grünflächen, die neue Erholungsräume in die Stadt integrieren. Einige Teams entwickelten Ideen für gemischt genutzte Gebäude, die sozialen Wohnraum mit Gewerbeflächen verbinden, während andere Strategien für eine behutsame Verdichtung durch innovative Bauweisen erarbeiteten.

    Ein zentrales Thema war die soziale Integration: Wie kann das Güterbahnhofareal als Verbindungselement zwischen bestehenden Stadtvierteln dienen? Wie lassen sich Freiräume schaffen, die sowohl ökologisch als auch sozial wertvoll sind?

    Stadtentwicklung als Gemeinschaftsaufgabe
    Die Forschungsergebnisse unterstreichen, dass erfolgreiche Stadtentwicklung mehr als nur bauliche Massnahmen erfordert. Wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Aspekte müssen gemeinsam betrachtet werden. Die Zusammenarbeit von ETH und HSG zeigt, wie verschiedene Disziplinen voneinander lernen können, um urbane Räume nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten.

    Die Stadt St.Gallen könnte von diesen Erkenntnissen profitieren: Das Güterbahnhofareal bietet enormes Potenzial für eine innovative Quartiersentwicklung, wenn die richtigen Weichen gestellt werden.

  • Planung für neues Hochhaus in St.Gallen gestartet

    Planung für neues Hochhaus in St.Gallen gestartet

    Der Schlieremer Immobilienentwickler Halter AG kann laut einer Mitteilung mit der konkreten Planung für ein Bauvorhaben mit Hochhaus an der Bogenstrasse in St. Gallen beginnen. Das transformierte Areal soll in Zukunft einen breiten Nutzungsmix aus Wohnen und Arbeiten sowie Gewerbe und Gastronomie in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof bieten.

    Der Sachverständigenrat für Städtebau und Architektur der Stadt St. Gallen hat den von der Halter AG in Zusammenarbeit mit den Architekten Herzog & de Meuron und den Landschaftsarchitekten Westpol erarbeiteten Projektentwurf zur planungsrechtlichen Umsetzung in einen Sondernutzungsplan freigegeben.

    Es liege nun ein umsetzungsreifes Richtprojekt vor, das als Basis für die jetzt parallel anstehenden Verfahren wie Sondernutzungsplanverfahren und Zonenplanänderungsverfahren diene, heisst es von der Halter AG. Diese dauern voraussichtlich rund 18 Monate.

    Im weiteren Projektverlauf soll unter anderem auch die detaillierte Gestaltung der Fassaden des neuen Hochhauses mit rund 80 Wohnungen festgelegt werden. Nach Rechtskraft der beiden Verfahren werde ein Baugesuch ausgearbeitet und das Baubewilligungsverfahren gestartet. Mit einem Baustart sei bei optimalem Projektverlauf im Jahr 2027 zu rechnen.

  • Einkaufsorganisation erzeugt eigenen Strom in St.Gallen

    Einkaufsorganisation erzeugt eigenen Strom in St.Gallen

    Die Einkaufsorganisation des Schweizerischen Auto- und Motorfahrzeuggewerbes (ESA) hat laut einer Medienmitteilung mit einer dritten Anlage ihr Netz zur eigenen Stromversorgung komplettiert. Am Donnerstag, 15. August, wurde am ESA-Standort in St.Gallen eine Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Vor vier Monaten startete die ESA an ihrem Sitz in Burgdorf und vor einem Monat in Giubiasco die ersten beiden Anlagen.

    Die Photovoltaikanlage in St.Gallen ist mit rund 1800 Modulen und rund 3500 Quadratmetern die momentan zweitgrösste Anlage der ESA. Die künftig erzeugte Strommenge wird in etwa den Jahresverbrauch von 150 Haushalten abdecken. Die Anlage in Burgdorf deckt 200 Haushalte ab, die in Giubiasco circa 25 Haushalte.

    Die Einkaufsorganisation ESA wurde 1930 gegründet. Als Genossenschaft gehört sie rund 7000 Mitinhabern aus dem Automobil- und Motorfahrzeuggewerbe. An elf schweizweiten Standorten sind rund 670 Mitarbeitende, davon rund 60 Lernende, im Einsatz.

  • Neue Ortungslösungen verbessern Sicherheit im Tiefbau

    Neue Ortungslösungen verbessern Sicherheit im Tiefbau

    Der in der St.GallenBodenseeArea angesiedelte Präzisionsgerätehersteller Leica Geosystems hat neue Ortungslösungen für die Tiefbaubranche vorgestellt. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, sollen Mitarbeitende von Tiefbauunternehmen mit den neuen Geräten vorhandene Versorgungsleitungen der Infrastruktur besser orten und damit Unfällen vorbeugen können. Diese neue Lösung von Leica Geosystems besteht aus dem intelligenten Ortungsgerät Leica DD300 CONNECT und dem Signalgeber Leica DA300. Die nutzerfreundliche Lösung ermöglicht es Fachleuten, genaue, zuverlässige und tiefgreifende Untergrunduntersuchungen durchzuführen und vor Ort Erkenntnisse über das unterirdische Netz zu gewinnen, heisst es in der Mitteilung. Dabei bieten die Geräte eine Frequenzbandbreite für Objekterfassungen im Spektrum von 33 bis 131 Kilohertz. Insbesondere eignet sich die Frequenz von 83 Kilohertz für das Erfassen von Gegenständen in grösserer Entfernung. Das System lässt sich in die Leica DX Shield Software integrieren.

    «Unser Angebot reicht von einfachen Einsteigergeräten bis hin zu anspruchsvollen, voll ausgestatteten High-End-Ortungsgeräten», wird Federico Bertolucci, Produktmanager für Ortungssysteme im Geschäftsbereich Geosystems beim Leica-Mutterkonzern Hexagon, in der Mitteilung zitiert. «Das neue Leica DD300 zeichnet sich durch eine unübertroffene Vielseitigkeit aus, die es einer Vielzahl von Anwendern ermöglicht, unterirdische Versorgungsleitungen sicher zu orten und zu umgehen. Diese Anpassungsfähigkeit steigert sowohl die Produktivität als auch die Sicherheit auf den verschiedenen Ebenen des Fachwissens der Anwender erheblich.»

  • Neue Partnerschaft fördert regionale Vernetzung in der Ostschweiz

    Neue Partnerschaft fördert regionale Vernetzung in der Ostschweiz

    Der in St.Gallen ansässige Verein IT rockt! und die collektiv AG arbeiten künftig zusammen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, wird IT rockt! Räumlichkeiten im Coworking Space collektiv (st.gallen) beziehen. Dadurch sei IT rockt! «am Puls des Geschehens», wodurch der Ostschweizer IT-Cluster auch in der Lage sei, sein Angebot für Mitglieder und Mitarbeitende zu erweitern. Ab September ist IT rockt! dann auch bei der Durchführung von Veranstaltungen im collektiv (st.gallen) flexibler als bislang.

    Durch die Zusammenarbeit beider Organisationen werde der Austausch vor Ort gefördert, heisst es in der Mitteilung. So werde die regionale Vernetzung gefördert. «Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit collektiv (st.gallen)», wird Eva De Salvatore, Geschäftsführerin von IT rockt!, in der Mitteilung zitiert. «Die anregende Atmosphäre schafft ideale Bedingungen für unsere IT-Community, und die Region wird von einem solch bereichernden Angebot profitieren.»

    «Toll, einen Partner wie IT rockt! an unserer Seite zu haben», ergänzt Majid Parente, Gründer und CEO der collektiv AG.

  • Monika Beck leitet Standortförderung in Solothurn

    Monika Beck leitet Standortförderung in Solothurn

    Monika Beck hat seit dem 1. November die Leitung der Fachstelle Standortförderung und Aussenkontakte beim Kanton Solothurn inne, informiert die Staatskanzlei des Kantons Solothurn in einer Mitteilung. Die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin löst Sarah Koch ab, die nach achtjähriger Tätigkeit aus der Kantonsverwaltung ausscheidet. Die neue Leiterin der Standortförderung war bisher in verschiedenen Funktionen in der Standortförderung des Kantons St.Gallen tätig.

    In der Mitteilung hebt die Staatskanzlei hier den Beitrag von Beck beim Aufbau der Fachstelle für Innovation beim Kanton St.Gallen hervor. Während ihrer mehrjährigen Leitung der Fachstelle habe Beck „zwei Schlüsselprojekte“ erfolgreich abgeschlossen. Als diese werden die Gründung des Forschungs- und Innovationszentrum Rheintal und die Umsetzung der Gründung des interkantonalen Switzerland Innovation Parks Ost sowie dessen Aufnahme in den Schweizerischen Innovationspark genannt.

    In ihrem neuen Amt als Leiterin der Standortförderung ist Beck zuständig für Standortentwicklung, Standortpromotion, Bestandspflege und Ansiedlung neuer Unternehmen im Kanton Solothurn. Auch die neue Regionalpolitik, der Tourismus und die Pflege der Aussenbeziehungen Solothurns zu seinen Nachbarkantonen sowie zur Oberrhein-Region gehören zu den Aufgaben der Standortförderin. Darüber hinaus obliegen Beck der Ausbau und die Pflege des Netzwerks von Wirtschaft, Verwaltung, Gemeinden und Politik.

  • Landis AG ist neue Aktionärin bei der Limmatstadt

    Landis AG ist neue Aktionärin bei der Limmatstadt

    Die Landis AG engagiert sich neu als Aktionärin der Standortförderung Limmatstadt AG. Das Unternehmen bezeichnet sich auf seiner Internetseite selber als ein innovatives Planungs- und Ingenieurbüro mit Hauptsitz in Geroldswil und Zweigbüros in Brüttisellen im Glattal und in St.Gallen. Das Angebot an die Kunden reiche von Infrastrukturbau und Immobilienentwicklung, Baurecht und Raumentwicklung bis zum Gemeindeingenieurwesen.

    Auf der Internetseite der Standortförderung wird Geschäftsführer Thomas Brocker mit einem deutlichen regionalen Bekenntnis zitiert: „Die Landis AG ist stolz darauf, Teil eines informellen Netzwerks von Partnerfirmen wie die Limmatstadt AG zu sein.“ Die Landis AG wolle für ihre Kunden „erfolgreich und partnerschaftlich tätig sein.“ Das Motto der 1961 als „Bauingenieurunternehmung Hans Landis AG“ gegründeten Firma laute „Kompetenz durch Erfahrung und Engagement“, wird Brocker weiter zitiert.

    Im Firmenportrait auf der Internetseite wird dargestellt, wie das Unternehmen seit der Gründung durch Hans Landis 1961 zu dem heutigen Planungs- und Ingenieurbüro mit rund 30 Fachleuten in den verschiedenen Bereichen der angebotenen Dienstleistungen gewachsen ist. Felix Stephan übernahm die Landis AG im Januar 2006 von Jürg Marti und wurde gleichzeitig Geschäftsführer. Im April 2009 wurde die im gleichen Segment tätige Ingenieurfirma Geser Partner Bauingenieure AG in Wangen-Brüttisellen als 100-prozentige Tochter übernommen und im Juli 2014 definitiv in die Landis AG fusioniert.

    Am 1. April 2019 nahm der damalige Abteilungsleiter Immobilienentwicklung Thomas Brocker zusammen mit der bisherigen Geschäftsleitung die Geschicke der Firma in die Hand, heisst es auf der Seite der Landis AG. Im Oktober 2020 ist die Landis AG in grössere Räumlichkeiten an der Steinhaldenstrasse  in Geroldswil umgezogen.

  • Zürich bleibt Spitze im Schweizer Städteranking

    Zürich bleibt Spitze im Schweizer Städteranking

    Das Magazin „Bilanz“ hat das diesjährige Ranking der Lebensqualität Schweizer Städten publiziert. Dabei hat Zürich wieder den Platz eins bekommen und steht damit laut dem Bericht seit elf Jahren praktisch unangefochten an der Spitze. Auf den Plätzen zwei und drei stehen die Städte Zug und Bern, gefolgt von Winterthur, Basel und Genf.

    Das Städteranking ist von den Immobilienexperten von Wüest Partner für das Wirtschaftsmagazin „Bilanz“ anhand mehrerer Indikatoren für die Lebensqualität der Städte erstellt worden, etwa in den Bereichen Arbeitsmarkt, Bildung, Freizeiterholung und Einkaufen. Insgesamt sind 162 Städte so bewertet worden.

    Es erscheint für andere Städte kaum möglich, in die absolute Spitzengruppe vorzudringen, heisst es in dem Artikel von „Bilanz“. In den Top 10 hat einzig die Kantonshauptstadt Aarau zwei Ränge verloren und steigt ab von Platz 6 auf Platz 8. Auf die Frage, ob andere Städte überhaupt eine Chance hätten, in die Spitzengruppe hineinzukommen, wird Patrick Schnorf von Wüest Partner zitiert: „Unmöglich ist es nicht.“ So habe etwa St.Gallen, das derzeit Platz 11 hält, eine Chance, wenn die Stadt im Bildungs- und Kulturangebot zulegen könnte ebenso wie beim Bevölkerungswachstum.

    Gegenbeispiel ist laut Schnorf Bassersdorf ZH, das elf Plätze nach hinten gerutscht sei. „Im Vergleich zu anderen Städten hat sich Bassersdorf nicht so schnell entwickelt, etwa was Bildung und Kultur betrifft“, wird Schnorf zitiert. Am lebenswertesten seien laut dem Ranking die beiden Wirtschaftsregionen Zürich und Genfersee.

    Da es unter den Top 30 nur vier Städte aus der Westschweiz und mit Lugano eine im Tessin gebe, müsse man feststelle, dass die Lebensqualität in der Deutschschweiz insgesamt höher sei.

  • Konnex Baden gewinnt zwei weitere Mieter

    Konnex Baden gewinnt zwei weitere Mieter

    Die SPGI Zurich AG hat im Auftrag der Miteigentümerschaft zwei weitere Flächen im Konnex Baden vermietet. Der Gebäudekomplex Konnex im Zentrum von Baden wird derzeit gesamtsaniert. Bis Mitte 2023 entsteht dort laut Medienmitteilung ein „Stadt in Stadt“-Angebot. Dafür werden insgesamt rund 35’000 Quadratmeter Fläche vermietet.

    Laut der Medienmitteilung sind die neuen Mieter die Casino Davos AG und SkySale. Casino Davos ist bereits als Zwischenmieter eingezogen und wird seine neuen, insgesamt 495 Quadratmeter grossen Flächen nach Fertigstellung der Sanierung beziehen. Neue Mieterin ist auch die SkySale Schweiz GmbH, die unter ihrer Marke Apfelkiste besser bekannt ist. Sie wird im Frühsommer 2023 rund 814 Quadratmeter Fläche beziehen.

    Das Interesse am innovativen Multi-Mieter-Konzept des Konnex sei gross und für viele weitere Flächen fänden zurzeit Verhandlungen statt, heisst es weiter. Das Stadt-in-Stadt-Konzept sehe eine Reihe von Dienstleistungen und Annehmlichkeiten vor, darunter Gastronomie, Läden des täglichen Bedarfs, Fitness, Kinderbetreuung und Co-Working.

    Die SPGI Zurich AG mit Sitz in Zollikon ist ein Tochterunternehmen der Intercity Group, einem unabhängigen Immobiliendienstleister mit Gruppengesellschaften in Zürich, Luzern, Bern, Basel, St.Gallen, Olten SO und Zug. Die SPGI Zurich AG ist seit 1993 Allianzpartner von Cushman & Wakefield, einem weltweit führender Anbieter von Immobiliendienstleistungen mit Hauptsitz in Chicago und 53’000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 60 Ländern weltweit.

  • Angebotsmieten entwickeln sich unterschiedlich

    Angebotsmieten entwickeln sich unterschiedlich

    Der vom digitalen Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank monatlich erhobene Mietindex hat im Mai auf dem Stand von 117,6 Punkten geschlossen, informiert Homegate in einer Mitteilung. Im Vergleich zum Vormonat legten die Angebotsmieten damit schweizweit durchschnittlich um 0,2 Prozent zu. Innerhalb der einzelnen Kantone haben die Analysten des Index dabei unterschiedliche Entwicklungen beobachtet.

    In den meisten Kantonen sind die Mieten relativ stabil geblieben. Im Kanton Genf fielen die Angebotsmieten im Mai um 1 Prozent geringer als im April aus. In den Kantonen Zug, Graubünden, Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden haben die Analysten hingegen deutliche Steigerungen zwischen 1,1 und 4,1 Prozent ausgemacht. Sie führen den Sprung von 4,1 Prozent im Kanton Zug aber hauptsächlich auf einen Rückgang im Vormonat zurück.

    Bei den im Index untersuchten acht Städten haben die Analysten eine Zunahme der Angebotsmieten um 0,7 Prozent in St.Gallen und einen Rückgang in jeweils gleicher Höhe in Genf und Lausanne ausgemacht. Die beiden Westschweizer Städte sind zudem die einzigen, bei denen die Analysten auch im Jahresvergleich gesunkene Angebotsmieten beobachtet haben.

    Bei der Erfassung der Mietpreisveränderungen für den Mietindex werden die Mietpreise um unterschiedliche Qualität, Lage und Grösse der Wohnungen korrigiert, erläutert Homegate. Dies mache eine Erfassung der tatsächlichen Mietpreisentwicklung möglich.

    Homegate ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Kantonsschule Sargans wird für 50 Millionen Franken saniert

    Kantonsschule Sargans wird für 50 Millionen Franken saniert

    Die Kantonsschule Sargans ist in bestehender Form seit über 50 Jahren in Betrieb und weist Sanierungsbedarf auf. Die heutigen baulichen Anforderungen kann sie punkto Erdbebensicherheit, Gebäudetechnik sowie bei der Dämmung nicht mehr erfüllen. Auch fehlen rund 1900 Quadratmeter Schul-, Vorbereitungs- und Gruppenräume, die einen zeitgemässen Unterricht langfristig sicherstellen. Hinzu kommt, dass zentrale Einrichtungen wie etwa die Mensa zu klein und Schüler- sowie Lehrpersonenarbeitsplätze nur in geringer Zahl vorhanden sind.

    Geplant ist der Abbruch der aus den Jahren 1963 und 1969 stammenden West- und Südtrakte. Sie werden durch zeitgerechte Neubauten ersetzt. Es sollen L-förmige Erweiterungsbauten entstehen, die zusammen mit den Ost- und Nordtrakten einen rechteckigen Baukörper bilden. Im Zentrum steht ein identitätsstiftender Hof.

    Im neuen Westtrakt werden Mensa mit Sitzmöglichkeiten im Freien, Küche, Foyer, Aula sowie einige Unterrichtsräume untergebracht. Im neuen Südtrakt finden zusätzliche Klassen-, Fach- und Gruppenzimmer sowie Räume für Verwaltung und Lehrkräfte Platz. Im Ost- und Nordtrakt gibt es vor allem Sanierungen in Bezug auf die Erbebensicherheit. In den Obergeschossen sorgen durchgehende Erschliessungskorridore für kurze Verbindungswege mit Aufenthaltsbereichen.

    Für das Projekt wurde ein Kredit von 49,9 Millionen Franken gesprochen. Davon entfallen 3 Millionen auf die bestehenden Bauten und 46,9 Millionen auf die Neubauten. Die Bauarbeiten sollen im Sommer 2023 beginnen und drei Jahre dauern. Der Schulbetrieb im Ost- und Nordtrakt wird weiterlaufen – für den Süd- und Westtrakt werden Provisorien errichtet.

    Das St. Galler Stimmvolk segnete das Bauvorhaben bereits 2014 ab. 2018 gingen insgesamt 17 Einsprachen ein. Diese wurden von der Gemeinde Sargans zwar abgelehnt, ein Anwohner reichte gegen den Entscheid aber Rekurs beim Volkswirtschaftsdepartement ein. Auch dieses lehnte die Einsprache ab, worauf der Rekurrent die Beschwerde bis vors Bundesgericht zog. Dieses lehnte im Mai 2021 in letzter Instanz die Beschwerde ebenfalls ab. Nun steht der geplanten Sanierung und Erweiterung der Kantonsschule nichts mehr im Weg.

  • Kantonalbanken steigen bei emonitor ein

    Kantonalbanken steigen bei emonitor ein

    Die St.Galler Kantonalbank (SGKB), die Graubündner Kantonalbank (GKB) und die Luzerner Kantonalbank AG (LUKB) sind die neuen Mehrheitseignerinnen des Proptechs emonitor AG. Die Beteiligung erfolgt über die von den drei Bankhäusern gegründete Gesellschaft BES Holding AG.

    Das in St.Gallen ansässige Proptech emonitor digitalisiert Vermietungs- und Verkaufsprozesse für Immobilien. Das Ziel aller Beteiligten ist laut einer gemeinsamen Medienmitteilung der drei Bankhäuser, eine enge Kooperation zwischen der emonitor AG und dem Immobilienportal newhome.ch aufzubauen. Dadurch wollen sie schrittweise das Netzwerk rund um Immobilien und Wohnen erweitern.

    Gemeinsam mit 14 weiteren Kantonalbanken und weiteren wichtigen Akteuren der Schweizer Immobilienwirtschaft sind die SGKB, die GKB und die LUKB Eigentümerinnen der 2013 gegründeten newhome.ch. Den Angaben zufolge haben sie die Absicht, in den kommenden Monaten weitere Kantonalbanken für eine Beteiligung an emonitor zu gewinnen.

    Die Zusammenarbeit mit den Kantonalbanken ermögliche es emonitor, das Ökosystem rund um die Themen Wohnen und Immobilien in der Schweiz weiter auszubauen, so Mitgründer und CEO Daniel Baur: „Die Kantonalbanken sind für uns die idealen Partner, da sie ein hohes Vertrauen in der Bevölkerung und im Immobilienmarkt geniessen.“

    Auch Enrico Lardelli, Mitglied der Geschäftsleitung der GKB und neuer Verwaltungsrat der emonitor AG, betont die Bedeutung dieser strategischen Partnerschaft für das Ökosystem Wohnen. Entsprechend habe die Beteiligung seiner Bank einen „langfristigen, strategischen Charakter“.

  • Ostschweiz soll neue Coworking-Spaces erhalten

    Ostschweiz soll neue Coworking-Spaces erhalten

    Durch das Pendeln zum Arbeitsplatz gehen nicht nur Zeit und Lebensqualität verloren, heisst es in einer Medienmitteilung von Regio Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee. Auch die lokale und kantonale Wertschöpfung leidet. Daher möchte Regio Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee drei Coworking-Spaces in Appenzell Ausserrhoden etablieren. VillageOffice hat für Herisau, Teufen und Trogen das grösste Standortpotenzial für die Gemeinschaftsbüros im Kanton ausgemacht und wird das Projekt nun auch begleiten. Es wird zudem vom Kanton selbst unterstützt.

    „Die REGIO setzt sich für wettbewerbsfähige und attraktive Rahmenbedingungen in der Region ein. Zentrale Herausforderungen dabei sind u.a. die Verminderung des sogenannten Brain Drain und des Fachkräftemangels in der Ostschweiz“, wird Leila Hauri in der Mitteilung zitiert, Geschäftsleiterin der Regio Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee. Die Coworking-Spaces im ländlichen Raum sollen laut ihr dazu beitragen, diese Probleme anzugehen.

    In der nächsten Phase soll für alle drei Standorte der Pilotbetrieb vorbereitet und optimiert werden. „Verläuft alles nach Plan, sollten wir innerhalb der nächsten sechs Monate mit allen drei Pilotbetrieben starten können“, heisst es von Projektleiterin Clarissa Zurwerra.

  • Universität St.Gallen bekommt Haus im Park

    Universität St.Gallen bekommt Haus im Park

    Die Universität St.Gallen (HSG) benötige mehr Raum, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung des Kantons St.Gallen, der Stadt St.Gallen und der HSG. Der Kanton St.Gallen wird daher auf dem Areal Platztor in der Stadt St.Gallen einen zweiten Campus für die HSG erstellen lassen. Das Projekt war bereits 2019 von der Kantonsbevölkerung gutgeheissen worden.

    Im vom Kanton ausgerichteten Architekturwettbewerb hat sich das Projekt Haus im Park des Zürcher Architekten Pascal Flammer unter 59 Kandidaten durchsetzen können, informiert die Stadtverwaltung. Das siegreiche Projekt sieht ein sechsstöckiges Gebäude umgeben von einem Park vor. Grosse Fensterflächen und viel Holz liessen das Gebäude leicht und offen wirken, heisst es in der Mitteilung. Auf rund 31’000 Quadratmetern wird Platz für rund 3000 Studierende, Dozierende und Mitarbeitende geschaffen. Das neue Gebäude werde das Areal „im Vergleich zur heutigen Situation“ deutlich aufwerten, schreiben die Autoren.

    Im nächsten Schritt wird der Kanton nun das konkrete Bauprojekt ausarbeiten. Im Anschluss soll 2023 das Bewilligungsverfahren angegangen werden. Der Baubeginn ist für 2025 vorgesehen. Im Jahr 2029 soll das Haus am Park einsatzbereit sein.

    Die Kosten des Projekts werden in der Mitteilung auf 207 Millionen Franken veranschlagt. Für die auf den Kanton entfallenden 160 Millionen Franken hat die Kantonsbevölkerung bereits ihre Zustimmung gegeben. Bund und HSG werden sich mit 25 Millionen beziehungsweise 20 Millionen Franken beteiligen. Die Stadt St.Gallen hat im Rahmen des Grundstücksverkaufs einen Beitrag von 2 Millionen Franken geleistet.