Schlagwort: Stabilität

  • Revolutionäre Bauwerksüberwachung

    Revolutionäre Bauwerksüberwachung

    Die Überwachung der Statik und Stabilität von Bauwerken erfordert höchste Präzision. Genau hier setzt das neuartige Metamaterial des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) an. Dieses Metamaterial, mit künstlich hergestellten Strukturen, zeigt aussergewöhnliche Dehnungseigenschaften, die herkömmliche Materialien nicht bieten. Entwickelt von einem Forschungsteam unter der Leitung von Professor Martin Wegener, kann das Material Kräfte und Verformungen über grössere Distanzen «kommunizieren», was in der Bauwerksüberwachung bislang als undenkbar galt.

    Überwindung lokaler Begrenzungen
    Metamaterialien waren bisher auf lokale Wechselwirkungen beschränkt. Das neue Material des KIT jedoch ermöglicht es, dass die Bausteine auch über grosse Distanzen hinweg miteinander interagieren. Dr. Yi Chen vom KIT vergleicht diese Eigenschaft mit einer «Direktkommunikation» innerhalb des Materials. Eine Entwicklung, die die Materialforschung und Bauwerksüberwachung revolutionieren könnte. Mit dieser neuartigen Struktur eröffnet sich die Möglichkeit, Bauwerke grossflächig zu überwachen und frühzeitig auf strukturelle Veränderungen zu reagieren.

    Ungewöhnliche Dehnungseigenschaften für mehr Sicherheit
    Ein bemerkenswertes Merkmal dieses Metamaterials ist seine Reaktion auf Dehnung. Es zeigt eine ungleichmässige Ausdehnung und Kompression in verschiedenen Abschnitten. Anders als bei Materialien wie Gummi entstehen sogar Stauchungen an einigen Stellen, die spezifische Belastungen anzeigen können. Diese hohen Sensibilitätseigenschaften des Materials machen es für Ingenieurteams ideal, um kritische Stellen eines Bauwerks genau zu überwachen und präventiv auf Veränderungen zu reagieren.

    Mehr als Bauüberwachung
    Die hohe Sensibilität des Metamaterials eröffnet nicht nur im Bauwesen, sondern auch in der Biotechnologie neue Möglichkeiten. Die Fähigkeit, Kräfte über grosse Flächen präzise zu messen, könnte auch für die Charakterisierung von Zellkräften oder biologische Anwendungen genutzt werden. Die Entwicklung bringt daher nicht nur die Bauwerksüberwachung voran, sondern bietet auch neue Ansätze in der biologischen Forschung.

  • Peter Dransfeld trat im Dezember als SIA-Präsident zurück

    Peter Dransfeld trat im Dezember als SIA-Präsident zurück

    Aufgrund von unterschiedlichen Führungsauffassungen tritt SIA-Präsident Peter Dransfeld per letzte Woche Mittwoch von seinen Aufgaben zurück. Er hat diesen Entscheid in Übereinkunft mit den beiden Vizepräsidenten Alain Oulevey und Urs Rieder sowie der Geschäftsleitung gefällt. Der Rücktritt erfolgt in Anerkennung einer wertvollen Zusammenarbeit mit zahlreichen im SIA engagierten Personen: Gemeinsam ist vieles für den SIA, seine Werte und Ziele erreicht worden.

    Erfolgreicher Brückenbauer
    Der Architekt Peter Dransfeld wurde an der Delegiertenversammlung im April 2021 einstimmig zum Nachfolger von Stefan Cadosch gewählt und übte das Amt mit grossem Engagement aus, wofür ihm der Verein aufrichtig dankt. In die Amtszeit von Peter Dransfeld fielen unter anderem die Erarbeitung einer neuen Vereinsstrategie, die personelle Erneuerung des Vorstands sowie weiterer Organe, die Schaffung einer neuen Zentralkommission und eine Schärfung der politischen Stimme des Verbands. Peter Dransfeld pflegte einen intensiven Austausch mit den Sektionen, Berufsgruppen und Kommissionen, ebenso mit anderen Verbänden sowie Politik und Hochschulen. Zudem vertrat er den SIA in zahlreichen Gremien, bei öffentlichen Auftritten und in Publikationen. Aufgrund seiner zweisprachigen Kindheit engagierte er sich in besonderem Mass für den Austausch zwischen den Landesteilen.

    Peter Dransfeld führte während der Zeit als Präsident des SIA sein Architekturbüro in Ermatingen TG weiter und setzte seine politische Arbeit im Grossen Rat des Kantons Thurgau fort. Diese Aktivitäten wird er nach seinem Rücktritt wieder ausbauen.

    Interimistische Co-Leitung für Erneuerungsphase
    Die beiden Vizepräsidenten Alain Oulevey und Urs Rieder werden den Verein während den kommenden 15 Monaten in einer interimistischen Co-Leitung und mit der Unterstützung des gesamten Vorstands führen. Somit bleibt die Führung des SIA strategisch und operativ vollumfänglich gewahrt. Der Vorstand wird die Nachfolgeregelung gemeinsam mit weiteren Gremien des Verbands zeitnah angehen, mit dem Ziel, den Delegierten an ihrer Versammlung im April 2024 eine neue Präsidentin oder einen neuen Präsidenten zur Wahl vorzuschlagen.

  • Zahlen zum Wirtschaftsraum Schweiz

    Zahlen zum Wirtschaftsraum Schweiz

    Die internationale BIP-Entwicklung sowie die Investitionen haben sich im Jahr 2021 hervorragend erholt. Die jüngsten Entwicklungen
    zeigen jedoch, dass das Investitionsvolumen derzeit verhalten ist und sich die BIP-Entwicklung weltweit abkühlt. Die Prognosen der Wirtschaftsanalysten gehen von einer Beruhigung im Jahr 2024 und einem möglichen Abwärtstrend aus.

    Die Pandemie spielt in den Medien kaum noch eine Rolle, ihre Folgen sind aber weiterhin spürbar. Darüber hinaus haben steigende Energie- und Lebensmittelpreise infolge des Krieges in der Ukraine, Corona-Maßnahmen großer Wirtschaftsakteure und Lieferkettenprobleme zu einer Verunsicherung geführt, die sich in steigenden Inflationsraten niederschlägt. Mit der Zinserhöhung konnte die SNB eine Beruhigung erreichen und liegt leicht über den Zielvorgaben. Die Prognosen einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums spiegeln sich in einer verhaltenen Entwicklung wider.

    Die Realeinkommen in der Schweiz sind leicht gesunken, was sich zusammen mit dem pandemiebedingten Nachholbedarf im Konsumbereich positiv auf die Wirtschaft auswirkt. Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sind gut und ein Aufschwung bis 2024 ist möglich.

    Der Wohnimmobilienmarkt ist robust und konnte weder durch die Finanzkrise noch durch die Corona-Pandemie oder den Krieg in der Ukraine beeinträchtigt werden. Der Schweizer Büromarkt zeigt sich unbeeindruckt von den negativen Nachrichten aus der Weltwirtschaft.

    Es wird mit weiteren Zinsschritten der SNB gerechnet und die Renditen könnten leicht steigen. Durch die Zuwanderung sinken jedoch die Leerstände in der Peripherie und in den Zentren bleibt die Nachfrage nach Flächen hoch, was zu steigenden Marktmieten führt.

    Im Bereich der Geschäftsimmobilien ist in nächster Zeit nicht mit steigenden Renditen zu rechnen, da die Zinsen steigen könnten. Tendenziell besteht die Möglichkeit, dass die Marktwerte sinken, was durch den Anlagedruck der Investoren abgefedert werden könnte.

  • Super-Core-Wohnimmobilien für Rendite und Nachhaltigkeit

    Super-Core-Wohnimmobilien für Rendite und Nachhaltigkeit

    Um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, muss die Welt gemäss Pariser Klimaabkommen bis 2050 klimaneutral werden. Bei der Senkung des CO2-Ausstosses kommt Immobilieninvestoren eine wichtige Rolle zu. Denn nach Angaben des World Green Building Council verursachen Gebäude beim Betrieb und Bau rund 40 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen.

    Das 2050er-Klimaziel stellt eine grosse Herausforderung dar, weil es tiefgreifende Massnahmen im Gebäudebereich erfordert. Zugleich bietet es aber auch Chancen, insbesondere wenn es um nachhaltigen Wohnraum in gefragten Grossstädten geht. In Anlehnung an besonders risikoarme Immobilien in Toplage (Core-Assets) lässt sich in Kombination mit dem Faktor Nachhaltigkeit von einer aufstrebenden Anlageklasse „Super-Core“ sprechen.

    Anlageentscheidungen werden zunehmend nicht mehr nur auf Basis von Renditeerwartungen, sondern auch anhand von Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsaspekten (ESG-Kriterien) getroffen. Daher unternehmen Fondsmanager grosse Anstrengungen, um Nachhaltigkeitskriterien zu erfüllen und transparent zu kommunizieren. Viele Mittel fliessen in die Optimierung der ESG-Profile potenzieller Investments, beispielsweise in Form von Green-Building-Zertifizierungen oder der Klimaneutralisierung ganzer Fonds.

    Klar ist aber auch, dass die Branche insgesamt klare Regeln braucht, wenn sie ihr Potenzial zur Bewältigung der Klimakrise voll ausschöpfen soll. Ein entsprechender gesetzlicher Rahmen bietet eine solide Grundlage, um professionelle Investoren auf ihrem Weg zu nachhaltigeren Entscheidungsprozessen zu unterstützen.

    Finanzielle und soziale Rendite

    Diese Entwicklung schafft auch neue Investmentchancen, nicht zuletzt mit der neuen Anlageklasse Super-Core. Wohnimmobilien in etablierten urbanen Regionen mit starkem ESG-Profil sind per se nachhaltig – ökologisch, sozial und wirtschaftlich. Sie sind auch von Natur aus risikoarm, denn gefragte Wohngegenden in attraktiven Städten haben sich historisch als extrem krisensicher erwiesen.

    Super-Core bietet zudem die Möglichkeit, eine soziale Rendite zu erzielen. Grossinvestoren sind in der Lage, digital gestützt grosse Wohnungsbestände effizient und professionell zu verwalten. Damit steigt die Lebensqualität der Bewohner. Sie leben gerne in der Nachbarschaft und ziehen seltener um. Dies gilt umso mehr, wenn soziale Infrastruktur wie Kindertagesstätten, Grünflächen und Nahversorgungsangebote schon in der Bauphase fest integriert werden. Die Investoren wiederum profitieren von der geringeren Mieterfluktuation, einem höheren Vermietungsstand und einem insgesamt nachhaltigeren Umfeld.

    Super-Core bedeutet auch, Gebäude gemäss moderner Nachhaltigkeitskriterien zu errichten. Neue naturnahe Materialien sowie zunehmend beliebte Methoden wie z.B. die Modular-Bauweise können sowohl den CO2-Ausstoss als auch die Bauzeit- und kosten massiv senken. Dabei werden die Komponenten in Fabriken hergestellt und dann vor Ort zusammengesetzt.

    Es geht nicht nur um ESG

    Den Blick auf Neubauten zu verengen, wäre allerdings falsch. Die allermeisten Häuser, in denen wir in den nächsten 50 Jahren leben werden, sind bereits gebaut. Die nachhaltige Sanierung bestehender Gebäude wird darum immer wichtiger. Zwar ist jedes Gebäude anders, trotzdem gibt es viele Möglichkeiten, mit relativ geringen Kosten spürbare Ergebnisse zu erzielen. Zu den einfachen Massnahmen gehören etwa Änderung der Beleuchtung, , Lüftung und  Dämmung, moderne Wärme- und Wasserversorgung und Photovoltaikanlagen. Greenwashing und Sanierung nur der Mietsteigerung willens sind dabei unbedingt zu vermeiden. Investoren wie Mieter würden dagegen zurecht aufbegehren.

    So wichtig Nachhaltigkeit auch ist, die Attraktivität von Super-Core-Wohnimmobilien liegt ebenso sehr in ihrer finanziellen Sicherheit. Abgesehen vom Bereich Logistik hat sich kein anderes Immobilienmarktsegment in den letzten Jahren als so stabil in Bezug auf Cashflow und Bewertungen erwiesen wie Wohnimmobilien. Die neue Anlageklasse Super-Core ist eine echte Bereicherung für Immobilien-Investoren.