Schlagwort: Stadtpräsident

  • «Eine Grossstadt mit kleinstädtischem Charme»

    «Eine Grossstadt mit kleinstädtischem Charme»

    Wo sehen Sie aktuell die grössten Herausforderungen für die Stadt?
    Winterthur verzeichnet ein starkes Wachstum. Dieses birgt Chancen, aber auch Herausforderungen. Immer mehr Menschen möchten nach Winterthur ziehen. Das erfordert eine grössere Anzahl verfügbarer Arbeitsplätze, denn kurze Arbeitswege bedeuten Lebensqualität. Zudem müssen wir mehr Verkehrs- und Bildungsinfrastruktur zur Verfügung stellen. Das ist mit Kosten verbunden – auch wenn wir durch die wachsende Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner mehr Steuereinahmen generieren. Dennoch sind grössere Investitionen nötig, um das Wachstum aufzufangen. Mit «Winterthur 2040» haben wir definiert, wo verdichtet werden soll. Bis 2040 rechnen wir mit rund 135’000 Einwohnenden.

    Sie haben es bereits erwähnt: Die Stadt Winterthur zählt aktuell über 120’000 Einwohner. Sie verzeichneten vergangenes Jahr das stärkste Bevölkerungswachstum seit Jahrzehnten. Woran liegt das?
    Winterthur ist einfach eine super Stadt! Wir liegen hervorragend erschlossen. Wir bieten sehr viele Grünflächen, eine hohe Lebensqualität sowie ein vielseitiges Kulturangebot. Unsere Bildungsinstitutionen ziehen darüber hinaus vor allem junge Leute an. Dies bringt dem regionalen Arbeitsmarkt gut ausgebildete Fachkräfte. Natürlich profitieren wir auch von unserer Zugehörigkeit zum Wirtschaftsraum Zürich. Und wir sind eine moderne Technologiestadt, was für Unternehmen inte-
    ressant ist. Kurz gesagt: Winterthur ist eine Grossstadt, die alles bietet, aber dennoch den kleinstädtischen Charme behalten hat.

    Wie steht es hinsichtlich der stark angestiegenen Einwohnerzahlen um den Wohnungsmarkt der Stadt?
    Wir kämpfen wie alle Städte mit einer sehr tiefen Leerstandsquote. Aber wir können immer noch auf ein paar wenige städtische und einige private Baureserven zurückgreifen. Die aktuelle Bau- und Zonenordnung lässt noch einiges zu. Es wird rege gebaut, das sehen wir an der Anzahl Baubewilligungen. Grundsätzlich streben wir eine gut durchmischte Stadt an. Deshalb sind wir bemüht, sowohl günstigen Wohnraum wie auch solchen für höhere Einkommen anzubieten. Meiner Meinung nach soll der Wohnungsmarkt aber nicht von der Stadt reguliert werden, er muss möglichst eigenständig funktionieren.


    Sie haben die Fachstelle Smart City aufgebaut. Womit beschäftigt sich diese und wie funktioniert sie?

    Wir waren die erste Stadt mit einer stadträtlichen Smart-City-Strategie in der Schweiz. Die Smart City setzt soziale und technologische Innovationen gezielt ein, um die Lebensqualität zu sichern, Ressourcen zu schonen und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Es geht also darum, unter Anwendung moderner Technologien den Alltag für die Bevölkerung zu vereinfachen und die Stadt gut zu vernetzen. Dafür haben wir die Fachstelle Smart City Winterthur gegründet. Darüber hinaus positioniert sich die Stadt Winterthur als Living Lab (WinLab), Reallabor respektive Teststadt, in welcher soziale und technologische Innovationen zugunsten einer nachhaltigen Stadtentwicklung erprobt, systematisch getestet und im Erfolgsfall skaliert werden können. Partner aus Forschung und Entwicklung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sind zur aktiven Teilnahme eingeladen.


    Nachhaltigkeit ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Stichwort.
    Stimmt. Die Stadt der Zukunft, da sind sich Forscherinnen und Forscher verschiedenster Richtungen einig, muss eine nachhaltige Stadt sein. Das bedeutet, die Stadt muss so gestaltet sein, dass sie sich wandelnden Rahmenbedingungen anpassen kann. Dies betrifft nicht nur die «Hardware» wie Infrastruktur, Bauten und Freiflächen, sondern auch die «Software», also die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen. Eine nachhaltige Stadt ist demnach ökonomisch erfolgreich, ökologisch verträglich, sozial stabil und damit: Resilient. Das nachhaltige Winterthur soll darum auch eine ökologische Stadt sein, im Sinne der Lebensqualität für ihre Bewohnerinnen und Bewohner. Dazu gehören möglichst wenig Emissionen, genügend Grünflächen, Freiraum und flexible und vielfältige Fortbewegung. Im Hinblick auf soziale Resilienz ist es uns wichtig, Netzwerke zu stärken und bestehende Benachteiligungen anzugehen.


    Was wurde im Bereich der digitalen Transformation der Stadtverwaltung konkret unternommen und was ist noch geplant?
    Um die digitale Transformation gezielt und ganzheitlich angehen zu können, erarbeitet die Stadt aktuell eine Digitalisierungsstrategie. Diese richtet sich nach den Bedürfnissen der verschiedenen Anspruchsgruppen und orientiert sich an den zur Verfügung stehenden Mitteln und Ressourcen. Unser Ziel ist es, einen schnelleren und möglichst niederschwelligen Kontakt zur Bevölkerung zu schaffen. Aktuell bietet die Stadt über 90 E-Services, die über ein zentrales Portal erreichbar sind. Auch intern wollen wir unsere Arbeitsprozesse noch effizienter gestalten. Höchste Priorität hat dabei aber nicht nur eine einfache Handhabung, sondern insbesondere der Datenschutz und die Datensicherheit. Die grösste Herausforderung ist und bleibt aber die Geschwindigkeit, mit welcher die Digitalisierung voranschreitet. Hier gilt es, Schritt zu halten. Wir sind noch nicht am Ziel, aber wir sind gut unterwegs.


    Sie haben 2017 die Vereinigung der Vereine Winterthur Tourismus und Standortförderung Region Winterthur initiiert. Entstanden ist die neue Organisation House of Winterthur. Welches Fazit ziehen Sie rund sechs Jahre später?
    Wir haben mit House of Winterthur einen Verein gegründet, der uns erlaubt, integriertes Standortmarketing zu betreiben. Wir waren damals die erste Stadt, die das probiert hat. Wir wollen Marketing für die Stadt und die Region Winterthur quasi aus einer Hand betreiben und eine höhere Wertschöpfung generieren. Wir sind mit einer sehr breiten Trägerschaft gut gestartet. Die Trägerschaft ist mit dem Kanton, Gemeinden, Unternehmen, Hotelbetrieben, Restaurants, Kulturinstitutionen und der Stadt sehr breit; die unterschiedlichen Ansprüche zu erfüllen, war eine sehr grosse Herausforderung. Wir haben hier bestimmt nicht alles optimal gemacht. Seit eineinhalb Jahren haben wir einen neuen Direktor und sind daran, den Vorstand neu zusammenzustellen. Von der Idee bin ich nach wie vor überzeugt, wir müssen sie aber noch optimieren und justieren.

  • «Wir wollen ein aktives sozialesZusammenleben fördern»

    «Wir wollen ein aktives soziales
    Zusammenleben fördern»

    Zur Person
    Alec von Graffenried (1962) ist seit 2017 Stadtpräsident von Bern. Von 2000 bis 2007 amtete er als Regierungsstatthalter des Amtsbezirks Bern. Von 2007 bis 2015 vertrat er die Grünen im Nationalrat. Zwischen 2007 und 2016 war von Graffenried bei Losinger Marazzi in Bern verantwortlich für nachhaltige Entwicklung (2007–2011) und Direktor «Immobilienentwicklung Mitte» (2012–2016). Der Vater von vier Kindern lebt mit seiner Familie im Berner Quartier Murifeld.

    Die Stadt Bern betreibt eine aktive Baupolitik. Welches sind die Leuchttürme der nächsten Jahre?
    Für die Stadt Bern ist es wichtig, im Immobilienmarkt aktiv zu sein. Traditionell war vor allem von der Wohnbaupolitik die Rede, und hier bleiben wir selbstverständlich sehr aktiv. Für den Werkplatz brauchen wir aber auch Gewerbezonen, in denen bestehende Gewerbe weiterexistieren und neue Gewerbe dazukommen können.

    Eine Herausforderung ist es, Industrieflächen zu erneuern und zu verdichten. Dafür braucht es neue Konzepte und Ideen. Wenn der private Sektor hier etwas weniger aktiv ist, kann ich mir auch vorstellen, dass die Stadt hier mit einer aktiven Bodenpolitik eingreift. Das ist für uns eine Zukunftsaufgabe.

    Mit dem Projekt Zukunft Bahnhof Bern wird einiges ändern. Was heisst das für die Stadt Bern?
    Die Stadt Bern hat nur 143’000 Einwohnerinnen und Einwohner, aber fast 193’000 Arbeitsplätze – also einen extrem hohen Anteil an Pendlerinnen und Pendlern. Viele von ihnen pendeln über den Bahnhof Bern, der täglich von über 200’000 Personen genutzt wird. Aktuell wird er für rund CHF 1,3 Mia. mit einem neuen Tiefbahnhof ergänzt. Das ist eine herausfordernde Baustelle. Der Bahnhof ist eng gebaut zwischen der Schanze und der Altstadt. Bauen im Betrieb ist immer anspruchsvoll, aber in diesen sehr beengten Verhältnissen ist es noch eine Stufe anspruchsvoller als an anderen Orten.

    Ist Bern auf dem Weg zur digitalen Smart City?
    Die Digitalisierung schreitet unaufhaltbar voran. Smart heisst für mich, durch digitale Lösungen nachhaltiger zu werden, weniger Ressourcen zu brauchen und natürlich einen Mehrwert zu bieten. Damit die Leute mitmachen bei der Digitalisierung, müssen digitale Lösungen auch «gäbig» sein. In meinen Augen bietet Digitalisierung schon heute vieles, was «gäbig» ist. In diesem Sinn wird es natürlich in Zukunft weitergehen.

    In Zukunft wollen wir Lösungen von Anfang an digital entwickeln und nur digital entwickeln. Wichtig ist uns, die ganze Gesellschaft mitzunehmen auf unseren digitalen Weg. Jene Menschen, die noch nicht digital unterwegs sind, möchten wir unterstützen.

    Die Stadt Bern steht durch den Bau von neuem Wohnraum vor einem grossen Innovationsschub. Wie gehen Sie diese Herausforderung an?
    Wie in allen Städten haben wir einen angespannten Wohnungsmarkt. Wir schaffen es nicht, genügend Wohnungen zu bauen. Leider nimmt der Wohnflächenkonsum auch immer etwas zu. Was mir persönlich wichtig, aber in der Immobilienentwicklung nicht immer mitgedacht ist: Dass wir nicht nur Wohnraum zur Verfügung stellen, sondern zum sozialen Miteinander animieren. Wir wollen keine anonyme Schlafstadt sein, sondern ein aktives soziales Zusammenleben fördern. Das geht am besten, wenn die Bevölkerung Verantwortung übernehmen kann für ihr eigenes Wohnumfeld. Je mehr Gestaltungsspielraum Menschen haben, desto mehr übernehmen sie auch Verantwortung für ihre Umgebung und in der Gesellschaft – das stärkt unser soziales System.

    Wie sieht es mit dem Fusionsprojekt «Kooperation Bern» der anliegenden Gemeinden aus?
    Wir sind im Austausch mit Ostermundigen, unserer zweitgrössten Nachbarsgemeinde, und haben einen Vorschlag für eine Fusion erarbeitet. Ziel dabei ist, dass Ostermundigen als neuer Stadtteil ein gutes Stadtteilleben hat und gleichzeitig mitprofitieren kann von den Vorteilen, die eine Stadt als grössere Einheit bietet. In einem Jahr stimmt Ostermundigen darüber ab, ob unser Angebot für sie stimmt. Ich hoffe sehr auf ein Ja und dass wir danach gemeinsam einen ersten Schritt machen können in Richtung Zukunft der Stadtregion Bern.

    Gibt es genügend Wohnraum in und um Bern?
    Eigentlich haben wir sehr viel Wohnraum, wenn man den Kreis um Bern etwas grösser zieht und bereit ist, 20 oder 30 Minuten zu fahren. In der Kernstadt herrscht jedoch Wohnungsnot. Wir haben hier nur etwa 0.5 Prozent Leerwohnungsbestand. Offensichtlich ist es den Leuten wichtig, in der Kernstadt zu wohnen. Dieser Nachfrage wollen wir gerecht werden, namentlich im Bereich des preisgünstigen Wohnraums, der natürlich besonders fehlt.

    Wie sieht es denn genau aus mit günstigen Wohnungen in der Stadt Bern?
    Durch die allgemeine Wohnungsnot ist der günstige Wohnraum natürlich auch knapp. Der günstige Wohnraum ist nicht der, der neu gebaut wird. Wir profitieren heute von den Leistungen der Vergangenheit und haben sehr günstige Wohnungen aus den 50er- und 60er-Jahren, die laufend erneuert werden. Aber wie gesagt zu wenige – auch deshalb wollen wir heute neue Wohnungen bauen, die unseren Kindern und Kindeskindern in ein paar Jahrzehnten als günstiger Wohnraum zur Verfügung stehen.

    Konnten mit der BO-Revision des Zwischennutzungsartikels der Stadt Bern die Zwischennutzungen weiter vereinfacht werden?
    Zwischennutzungen in der Stadt Bern sind wichtig, weil die Verfahren viel zu lange dauern. Der Zwischennutzungsartikel ist erst dieses Jahr in Kraft getreten. Um zu sehen, welche Wirkung er entfaltet, ist es jetzt noch zu früh – dafür braucht es noch ein paar Monate oder Jahre Zeit.

    Wichtig finde ich, dass man nicht nur an die definitive Endnutzung denkt, sondern experimentiert und ausprobiert, Provisorien zulässt und flexibel reagiert, wenn sich eine neue Nutzung entwickelt. Das versuchen wir an möglichst vielen Orten zu ermöglichen, sei es im öffentlichen Raum oder im Immobilienbereich.

  • Carmen Walker Späh spricht von «bewegendem Moment»

    Carmen Walker Späh spricht von «bewegendem Moment»

    Schlieren erhält einen neuen Cluster. Nach dem Bio-Technopark, dem Shopping- und dem Start-up-Cluster wurde am Dienstag der neue Healthtechpark eröffnet. Das Vorhaben basiert auf den Arbeiten des im vergangenen Jahr gegründeten Vereins Health Tech Park Zürich- Schlieren, in dessen Vorstand auch die Stadt Schlieren und der Kanton vertreten sind.

    Das Ziel: In die Liegenschaft der Stadt Schlieren sollen noch mehr Firmen und Start-ups aus dem Bereich Health Tech einziehen. Man hofft, dass die Unternehmen, wenn sie gemeinsam von einem zentralen Terrain aus arbeiten, sich besser vernetzen können – und so für massgebende Impulse in der Branche sorgen.

    Der neue Park befindet sich in den Liegenschaften an der Rütistrasse 12 bis 18 beim Innovations- und Jungunternehmerzentrum (IJZ). 82 Prozent der Gebäude gehören der Stadt. Gemäss Standortförderer Albert Schweizer vermietet sie aktuell einen Viertel ihrer 17 000 Quadratmeter an Health-Tech-Firmen. Dem Kanton zufolge haben sich aktuell 12 Unternehmen an den Healthtechpark angeschlossen. Die Stadt Schlieren hat ihre Liegenschaft in den letzten Jahren schrittweise renoviert und sie labortauglich gemacht.

    Die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker-Späh (FDP) weihte den Park zusammen mit dem Schlieremer Stadtpräsidenten Markus Bärtschiger (SP) offiziell ein. Für sie sei dies «ein bewegender Moment», sagte Walker Späh.

    Die Pandemie habe der Gesellschaft vor Augen geführt, wie wichtig der Healthtech-Bereich sei. Zum Beispiel indem er Diagnosegeräte oder Hygienemasken produziere. Walker Späh ist sich sicher, dass im neuen Park weitere innovative Diagnosemethoden entstehen, zum Beispiel für die Behandlung von Krebs.

    Kanton zahlt 200 000 Franken über vier Jahre
    Der Healthtechpark diene aber nicht nur dem Wohlergehen der Bevölkerung, sondern sei auch wichtig für den Wirtschaftsstandort Zürich. Der Kanton sei bereits heute der grösste Healthtech- Standort der Schweiz. Aktuell erfahre der Sektor einen Schub. So sorge die Branche schweizweit für eine Wertschöpfung von 5,3 Millionen Franken und 19 000 Arbeitsplätze. Jeder siebte davon befinde sich im Kanton Zürich – Tendenz steigend.

    Damit dieser Trend weiter anhalte, brauche es den neuen Park. Denn: «Innovation entsteht immer mehr in Netzwerken. » Schliesslich betonte Walker Späh, dass mit dem Universitätsspital Zürich und dem Spital Limmattal wichtige Partner für das Projekt gefunden worden seien. Regierungsrätin Walker Späh sagt auf Anfrage zudem, dass der Kanton den Healthtechpark mit einem Zustupf von 200 000 Franken verteilt über die nächsten vier Jahre unterstütze. Danach soll der aktuell über Sponsoren- und Gönnerbeiträge finanzierte Park selbsttragend sein.

    Der Schlieremer Stadtpräsident Bärtschiger sagte, wieso er den Standort Schlieren nicht für zufällig hält. Zum Beispiel, weil sich hier bereits der Biotechnopark befinde. In der Stadt wisse man deshalb bereits, was Labors alles erfordern würden – und welche Bewilligungen dafür nötig seien. Weiter finde man in Schlieren einen wichtigen Standort für Start-ups. Und das Gesundheitswesen sei einerseits durch das Spital Limmattal und das Universitätsspital Zürich vertreten, andererseits auch durch die Kantonsapotheke Zürich.

    Dabei sei aber nicht nur der Ort, sondern auch der Zeitpunkt richtig gewählt worden, wie Bärtschiger betonte. Das Gesundheitswesen habe in der Coronakrise einen Drive erlebt. «Die Leute wollen jetzt zeigen, was sie können.» Bärtschiger findet deshalb, dass man diesen Rückenwind nutzen soll.

    Standortförderer Albert Schweizer erhält viel Lob
    Im Scheinwerferlicht befand sich der Schlieremer Standortförderer Albert Schweizer. Dafür, dass er das Projekt initiiert und acht Jahre dafür gearbeitet hat, erhielt er von den Rednern Lob. Regierungsrätin Walker- Späh erwähnte Schweizer speziell und Stadtpräsident Bärtschiger sagte über ihn: «Er findet immer wieder Perlen.» Der CEO des Parks, Stefan Leuthold, lobte Schweizers Vision. Und als Dank für seine Arbeit übergab er ihm eine spezielle Box, die ihn täglich daran erinnern soll, genug zu trinken. Ganz im Sinne der Gesundheitsförderung des neuen Parks.

    Doch was nützt dieser Park dem Schlieremer Bevölkerung? Markus Bärtschiger antwortet: «Man vergisst schnell, dass Schlieren nicht nur 20 000 Einwohner hat, sondern auch 19 000 Arbeitsplätze.» Und das Steuersubstrat stamme zu rund 50 Prozent von den in Schlieren ansässigen Firmen, die durch solche Parks gefördert würden.

    Links: Der Vorstand des Healthtechpark-Vereins mit Regierungsrätin und Stadtpräsident von links nach rechts: Bruno Schefer, Stefan Leuthold, Danielle Spichiger (Mitte), Melanie Aregger (unten), Karina Candrian (oben, nicht im Vorstand), Regina Grossmann, Carmen Walker Späh, Albert Schweizer, Gabriela Senti, Carlo Centonze, Matthias Herrmann, Michael Tschudin, Alain Rudiger, Markus Bärtschiger. Rechts: Das Logo des Healthtechparks.
  • Hofer Kommunalmanagement erweitert Verwaltungsrat

    Hofer Kommunalmanagement erweitert Verwaltungsrat

    Die Hofer Kommunalmanagement AG in Riniken präsentiert drei neue Verwaltungsräte. Laut Medienmitteilung gehören Otto Müller, bis 2018 Stadtpräsident von Dietikon, der ehemalige CVP Nationalrat Melchior Ehrler sowie der Limmattaler Netzwerk-Manager Jürg Hässig neu dem Verwaltungsrat an. Bruno Hofer, Gründer der seit 2007 auch im Limmattal tätigen Agentur für Standortförderung, wird Verwaltungsratspräsident.

    Hofer setze einen neuen Fokus in der Standortförderungsberatung, heisst es in der Medienmitteilung. Dazu werde nun die neu unter Markenschutz stehende eigens entwickelte Methode für Gemeindeführung, das systemische Kommunalmanagement SysKom, schweizweit vermarktet. Eine Marktanalyse habe gezeigt, dass der Bedarf an Standortförderung bei Schweizer Gemeinden vorhanden sei und weiterwachse, wird Hofer zitiert: „Der  Wettbewerb der Standorte erzwingt geradezu, eine wirkungsorientierte Standortförderung durchzuführen.“

    Der von Hofer und seinen Mitarbeitenden in Riniken geschaffene methodische Ansatz wird in der Medienmitteilung als eine handliche Methode beschrieben, die Städten, Gemeinden und Regionen helfen soll, in einem einfachen Verfahren eine Aufwertung für ihren Standort zu erfahren, die sich auch in Rankings niederschlagen kann. Die Methode umfasst nach Angaben von Hofer Kommunalmanagement acht Schritte von der Standortbestimmung bis zu  Raumplanung und Standortkommunikation. Den Schlusspunkt bildet laut der Mitteilung die Standortvermarktung.

  • 3S Solar Plus weiht neue Produktionslinie ein

    3S Solar Plus weiht neue Produktionslinie ein

    Die 3S Solar Plus AG hat am 20. August eine neue Produktionslinie an ihrem Standort in Thun eröffnet. An der Feier waren mehrere Gäste aus Wirtschaft und Politik mit dabei – unter ihnen auch der Thuner Stadtpräsident Raphael Lanz.

    „Mit der hochmodernen Linie erhöhen wir unsere Kapazität und Flexibilität um ein Vielfaches“, wird Patrick Hofer-Noser, Inhaber und Geschäftsführer von 3S Solar Plus, in einer Medienmitteilung zitiert. Der Ausbau soll insbesondere die Lieferfähigkeit unterschiedlicher Produkte für gebäudeintegrierte Photovoltaik erhöhen. Diese werden an Kunden in der Schweiz und im europäischen Ausland ausgeliefert.

    3S Solar Plus ist auf die Herstellung von Bauprodukten spezialisiert, die dank integrierter Solartechnik Energie erzeugen. Die Firma hat sich 2018 vom Solarunternehmen Meyer Burger losgelöst. Seither hat sie die Zahl ihrer Mitarbeitenden mehr als verdoppelt.