Schlagwort: Stadtzentrum

  • Kompakter Standort bringt Beratung ins Stadtzentrum

    Kompakter Standort bringt Beratung ins Stadtzentrum

    IKEA hat einen neuen Plan and Order Point in Bern eröffnet, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Das Format Plan and Order Point dient in erster Linie für die Planung und Inspiration für neue Projekte, insbesondere im Küchenbereich. Laut der in Spreitenbach ansässigen IKEA Schweiz AG ist inzwischen jede zweite Bestellung mit Dienstleistungen wie Lieferung, Montage oder Planung verbunden. Für die entsprechende Umsetzung ist das Format Plan and Order Point entwickelt worden. Die kompakten Standorte befinden sich im Stadtzentrum, wie nun auch in Bern.

    „Ich freue mich, dass wir mit Bern unsere Plan and Order Points in einer weiteren Region anbieten können“, wird Janie Bisset in der Mitteilung zitiert, CEO und CSO von IKEA Schweiz. „Der Vorteil liegt auf der Hand: Kurze Wege und persönliche Beratung machen unser Angebot noch mehr Menschen zugänglich.“

    IKEA Schweiz hat seit 2022 bereits Plan and Order Points in Zürich, Chur und Winterthur eröffnet. In Bern stehen nun drei Mitarbeitende für die Kundinnen und Kunden bereit. Diese können dort auch direkt Artikel bestellen und diese nach Hause liefern lassen oder in einem Einrichtungshaus abholen. „Mit dem neuen Standort bringen wir diese Dienstleistung näher zu den Menschen in der Hauptstadt und eröffnen noch mehr Haushalten die Möglichkeit zu schönem und erschwinglichem Wohnen“, heisst es von Florence Stauffer, Leiterin des Planungsstudios.

  • Dietikon stellt neue Bau- und Zonenordnung vor

    Dietikon stellt neue Bau- und Zonenordnung vor

    Die Bau- und Zonenordnung der Stadt Dietikon wird einer Gesamtrevision unterzogen. Am 31. Oktober 2024 hat die Stadt der Bevölkerung die Gesamtrevision vorgestellt. Die BZO regelt, was, wo und wie in Dietikon künftig gebaut werden kann. Die Revisionsvorlage liegt laut Medienmitteilung bis zum 23. Dezember öffentlich auf. Während dieser Frist seien alle Interessierten eingeladen, schriftlich Stellung zu nehmen und ihre Anregungen einzubringen, heisst es in der Mitteilung der Stadt.

    Die kommunale Bau- und Zonenordnung stammt aus dem Jahr 1987. Im Herbst 2022 wurde der behördenverbindliche kommunale Richtplan von Dietikon genehmigt. Das und Vorgaben wie das neue Planungs- und Baugesetz des Kantons Zürich waren Anstoss für die Revision.

    Mit der vorliegenden BZO-Gesamtrevision schaffe die Stadt die strategischen und baurechtlichen Rahmenbedingungen für die Erneuerung und Weiterentwicklung der heutigen Siedlungsstruktur, heisst es in der Stadt-Mitteilung. Auf Erhöhung der baulichen Dichte und damit Veränderung der Siedlungsstruktur in den äusseren Wohnquartieren wird zum Schutz der durchgrünten und einheitlichen Strukturen verzichtet. Stattdessen geht es um Entwicklung der zentralen und mit dem Öffentlichen Verkehr erschlossenen Gebiete wie Stadtzentrum oder Stadtboulevard.

    Die angestrebte Entwicklung solle nicht einfach mehr Raum für Bewohnende und Beschäftigte bieten, sondern auch zu einer höheren Siedlungsqualität beitragen, heisst es von der Stadt. Es gibt verschiedene Vorgaben zu privaten Frei- und Erholungsräumen sowie Massnahmen zur Förderung der Biodiversität und Verbesserung des Stadtklimas.

  • Revitalisierung einer Ikone – Wohnen im Hochhaus der einstigen PTT

    Revitalisierung einer Ikone – Wohnen im Hochhaus der einstigen PTT

    Das Hochhaus, einst ein bedeutendes Forschungs- und Entwicklungszentrum der ehemaligen PTT, wird in den nächsten zwei Jahren von Pensimo und HRS saniert. Zukünftig werden im Erdgeschoss voraussichtlich eine Kindertagesstätte und in den 17 Obergeschossen 87 moderne Wohnungen mit Weitsicht angeboten. Das Hochhaus, das nur vom Berner Münster übertroffen wird, war bei seiner Fertigstellung 1972 das höchste nicht-sakrale Gebäude der Schweiz. Nach Jahren der Nutzung für Telekommunikationsforschung und Startups wird es nun zu einem Wohngebäude umgestaltet.

    Das 75 Meter hohe Hochhaus an der Ostermundigenstrasse 93, erbaut von Frey, Egger + Peterhans Architekten zwischen 1967 und 1972, wurde von Le Corbusier inspiriert und ist als filigrane Scheibe gestaltet. Die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner können dank der nahen öffentlichen Verkehrsanbindung das Stadtzentrum von Bern schnell erreichen. Die Mietwohnungen bieten loftartige Räume mit 1.5-5.5 Zimmern, hoher Raumhöhe und einem soliden Ausbaustandard. Die Bewohner profitieren von einem atemberaubenden Blick auf die Berner Alpen von ihren Wohnungen und der gemeinschaftlich nutzbaren Dachterrasse in 75 Metern Höhe.

    Die Umnutzung der brachliegenden Gewerbe- und Büroflächen trägt zur Förderung der städtischen Entwicklung und des Wohnungsangebots bei. Die Nutzung der bestehenden Strukturen reduziert die CO2-Emissionen im Vergleich zu einem Neubau erheblich. Die Fertigstellung und der Bezug sind für Frühling 2026 geplant.

  • Chur West auf dem Weg zum zweiten Stadtzentrum mit neuem Bahnhof

    Chur West auf dem Weg zum zweiten Stadtzentrum mit neuem Bahnhof

    Der neue Bahnhof Chur West wird eine multimodale Verkehrsdrehscheibe sein, die Bahn, Bus, Postauto sowie Velo- und Fussgängerverkehr verknüpft. Die Verkehrsanbindungen sind zukunftsgerichtet und erstrecken sich über Chur hinaus in die Regionen. Dieses Generationenprojekt wertet den westlichen Stadtteil auf und legt den Grundstein für die Entwicklung zum zweiten urbanen Zentrum. Der Bahnhof muss den heutigen Sicherheits- und Komfortstandards entsprechen, behindertengerecht und gut angebunden sein. Es ist wichtig, die zukünftig höheren Transportkapazitäten aufzunehmen. Der westliche Stadtteil mit Entwicklungspotenzial muss attraktiv sein für Anwohner, Pendler und Pendlerinnen. Bahn, Bus, Fahrrad- und Fusswege sollen optimal erschlossen werden, um mit dem zukünftigen Wachstum Schritt zu halten.

    Der Ausbau des Bahnhofs Chur West ist eine einmalige Chance für die Stadt Chur. Der ausgebaute Bahnhof kann in das S-Bahn-Netz der RhB integriert werden. Dies schafft eine wichtige Mobilitätsdrehscheibe in Graubünden und ermöglicht eine langfristige Weiterentwicklung des westlichen Stadtteils zum zweiten urbanen Zentrum. Die Finanzierung ist attraktiv für den Betreiber und die Stadt. Die Bruttokosten von 60,8 Millionen Franken beinhalten Bruttoinvestitionskosten von etwa 20,7 Millionen Franken für die Stadt. Diese decken Investitionen in den Bus- und Langsamverkehr, Strassenbau mit Werkleitungen, drei neue Personenunterführungen, eine Fahrradstation für 170 Fahrräder sowie einen attraktiven Bahnhofsplatz ab. Die Finanzierung erfolgt durch Beiträge aus dem Agglomerationsprogramm des Bundes und weiteren Mitteln des Kantons. Es wird erwartet, dass insgesamt rund 10,4 Millionen Franken als Beiträge eingenommen werden, sodass die Investitionskosten halbiert werden. Die Nettoinvestitionskosten für die Stadt Chur belaufen sich auf voraussichtlich 10,3 Millionen Franken, was weniger als 20 % der Gesamtinvestitionskosten von über 60 Millionen Franken ausmacht, die von der RhB und dem Kanton getragen werden.

  • Kleinere Mietwohnungen sparen Ressourcen

    Kleinere Mietwohnungen sparen Ressourcen

    Drei Wissenschaftlerinnen der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) haben laut einer Medienmitteilung herauszufinden versucht, was hinter dem immer weiter steigenden Platzbedarf von Mietenden steckt. Hintergrund ist, das der Wohnungsbau nicht nur in der Schweiz der zweitgrösste Verursacher von Energieverbrauch und CO2-Emissionen ist, gleich nach dem Verkehr.

    Die Forscherinnen des Laboratory on Human-Environment Relations in Urban Systems (HERUS) der EPFL haben deshalb eine Umfrage unter Mietenden lanciert. In der Schweiz machen sie 60 Prozent der Wohnungsbelegung aus. Die Antworten von 968 Mietenden ergaben unter anderem, dass 40 Prozent von ihnen in eine grössere Wohnung gezogen sind, obwohl sich ihre Haushaltsgrösse verringert hatte. Nur 25 Prozent wären unter denselben Umständen zu einer Verkleinerung bereit.

    Die Forscherinnen fassten folgende Haupthindernisse für eine Verkleinerung zusammen: der grosse Wohnraum dient als Statussymbol, die Verbundenheit mit der aktuellen Wohnung und der Nachbarschaft sowie die Furcht vor Einbussen bei der Privatsphäre.

    Sie schlagen mehrere Lösungen vor: finanzielle Anreize für einen Umzug und ein ausreichendes Angebot an kleinen Wohnungen in Stadtzentren. Ausserdem sollten im selben Gebäude Wohnungen unterschiedlicher Grösse vorhanden sein, damit Mietende umziehen können, ohne den Kontakt zu Freunden und Nachbarn zu verlieren.

    Ausserdem empfehlen sie, Mietenden, die sich verkleinern wollen, Vorrang vor anderen potenziellen Mietenden einzuräumen. Zudem sollte der gängige Ansatz in Bezug auf die Privatsphäre im gesamten Gebäude überdacht werden, so Anna Pagani vom HERUS, etwa „durch die Bereitstellung von Werkstätten und Musikräumen, die von den Mietenden genutzt werden können“.