Schlagwort: Städte

  • Erstmals treffen sich einige der grössten Schweizer Städte zum Dialog

    Erstmals treffen sich einige der grössten Schweizer Städte zum Dialog

    Seit 2019 setzen Schweizer Städte, Gemeinden, Unternehmen und Organisationen jeweils im Herbst ein deutliches Zeichen für die 17 Nachhaltigkeitsziele. Das Hissen der SDG-Flagge steht für das Bekenntnis zur Agenda 2030 und den Willen, globale Herausforderungen gemeinsam anzugehen. In Lugano eröffnete Bundesrat Ignazio Cassis den Anlass per Videobotschaft und betonte die Schlüsselrolle der Schweiz für nachhaltige Entwicklung auf nationaler und globaler Ebene. Eine Besonderheit dieses Jahres, der SDG Flag Day wurde als Plattform für grossstädtischen Austausch genutzt, von der Verwaltung bis zur Innovationsförderung.​

    Austausch, Praxisbeispiele und Jugendvisionen
    Der Dialog drehte sich um den Stand der Agenda 2030 in den Städten, bewährte Praktiken und die Rolle internationaler Netzwerke für die urbane Transformation. Die Delegationen diskutierten über Herausforderungen von Klimawandel bis Biodiversität, aber auch Chancen, die sich durch Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft ergeben. Besonders eindrücklich waren die Präsentationen der Luganeser Gymnasiasten, die im „Laboratori di cultura urbana – Mediazione Giovani“ ihre Visionen für die Stadtentwicklung 2030 vorstellten. Ihr Projekt „Sommerinseln“ wurde gemeinsam mit der Stadt und dem Architekturinstitut umgesetzt und steht für jugendliches Engagement sowie partizipative Stadtentwicklung.​

    Rahmen und Prinzipien der Agenda 2030
    Die Agenda 2030, die 2015 von den UN-Mitgliedstaaten verabschiedet wurde, definiert mit den 17 SDGs den internationalen Handlungsrahmen für die Bewältigung von Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenverbrauch und soziale Ungleichheit. Ihr Ziel ist, Wohlstand und Planet durch Partnerschaft, Frieden und Fortschritt in Einklang zu bringen und nachhaltige Lebenswirklichkeiten weltweit zu schaffen. Der Flag Day ist Teil des UN Global Compact und wird in der Schweiz und international als Symbol für Engagement und Austausch genutzt.​

    Mit dem SDG Flag Day in Lugano ist der Startschuss für eine intensivere und vernetzte Zusammenarbeit der Städte im Bereich nachhaltige Entwicklung gefallen. Die gelebte Praxis von Dialog, Austausch und Beteiligung auf mehreren Ebenen macht deutlich. Die Umsetzung der SDGs ist kein Wettbewerb, sondern ein gemeinsames Zukunftsprojekt für die Gesellschaft in der ganzen Schweiz und über die Landesgrenzen hinaus.

  • Wie unsinnige Vorschriften den Wohnungsbau bremsen

    Wie unsinnige Vorschriften den Wohnungsbau bremsen

    In den Schweizer Städten sind Mietwohnungen knapp und teuer, und die Gründe dafür sind vielfältig. Ein entscheidender Faktor ist die zunehmend längere Wartezeit zwischen Baugesuch und Baubewilligung. Die Anzahl der Wartetage hat sich in den letzten zehn Jahren im gesamtschweizerischen Durchschnitt um rund 12 Prozent erhöht. Während Baugesuche vor einem Jahrzehnt noch durchschnittlich 118 Tage bis zur Genehmigung benötigten, sind es heute bereits 133 Tage.

    Besonders betroffen sind die Kantone Genf, Freiburg und Basel-Stadt, wo die Prüfung eines Baugesuchs bis zu 188 Tage dauert. Auch im Kanton Zürich ist die Wartezeit mit 152 Tagen beträchtlich. Diese Verzögerungen sind ein Symptom für tiefgreifendere Probleme im Schweizer Bauwesen.

    Unsinnige Vorschriften als Bremsklotz
    Architekten und Fachleute sehen in unsinnigen Bauvorschriften ein zentrales Hindernis für den raschen Neubau von Mietwohnungen in urbanen Zentren. Peter Sturzenegger, Eigentümer des Architekturbüros Isler Architekten AG in Winterthur, nennt den Mehrlängenzuschlag (MLZ) als Beispiel. Diese Vorschrift schreibt vor, dass bei Gebäuden ab 14 Metern Länge der Grenzabstand vergrössert werden muss, was viele Bauprojekte verunmöglicht hat. In Winterthur ist die Aufhebung dieser Vorschrift bis Ende 2025 geplant, doch in anderen Städten wie Zürich bleibt die Zukunft dieser Regel ungewiss.

    Überholte Gesetze und ihre Folgen
    Ein weiteres Beispiel für veraltete Bauvorschriften ist die Ausrichtung von Wohnräumen im Kanton Zürich. Das Planungs- und Baugesetz verlangt, dass Wohnräume nicht mehrheitlich nach Nordosten oder Nordwesten ausgerichtet sein dürfen, um Tageslicht zu maximieren und Schimmelbildung zu vermeiden. Pascal Müller von der Müller Sigrist Architekten AG argumentiert jedoch, dass diese Vorschrift im Kontext heutiger urbaner Gegebenheiten, wie Lärmbelastung und Klimawandel, nicht mehr zeitgemäss ist.

    Neben den gesetzlichen Hürden kritisiert Müller auch die Rolle der Gerichte. Die Vielzahl an Rechtsprechungen und Gerichtsentscheiden schafft Unsicherheiten für Bauherren, da sie die Vorschriften ständig verändern und den Spielraum für Planer erheblich einschränken.

    Denkmalschutz und energetische Sanierung
    Der Aargauer Architekt Daniel Huber hebt die restriktiven Vorgaben im Denkmalschutz und die komplexen Anforderungen bei energetischen Sanierungen als weitere Hemmschuhe hervor. Besonders problematisch ist für ihn die uneinheitliche Umsetzung von Bauvorschriften, die stark von der Interpretation der zuständigen Behörden abhängt.

    Die Masse an Vorschriften als zentrales Problem
    Der Schweizer Baumeisterverband sieht die wachsende Zahl und Komplexität der Bauvorschriften als grösste Herausforderung. Jacqueline Theiler, Leiterin Kommunikation des Verbands, erklärt, dass die zunehmende Regulierungsdichte und die damit verbundenen Rechtsmittelverfahren die Baubewilligungsverfahren erheblich verlängern. Besonders problematisch sei die Überinterpretation bestehender Lärmvorschriften durch das Bundesgericht.

    Der Verband setzt nun Hoffnungen auf rasche Gesetzesänderungen durch das Parlament, um den stockenden Wohnungsbau wieder in Schwung zu bringen und die dringend benötigten Wohnungen in der Schweiz zu realisieren.

  • Neuer Master-Studiengang für urbanen Wandel

    Neuer Master-Studiengang für urbanen Wandel

    Mit Beginn des Herbstsemesters 2025 bietet die Fakultät für Architektur, Bau- und Umweltingenieurwissenschaften (ENAC) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) einen Master-Studiengang für die Herausforderungen des städtischen Wandels an. Ein Master-Abschluss in Urbanen Systemen soll die ENAC-Studierenden in die Lage versetzen, Spezialisten für die Anpassung von Städten und umliegenden Gebieten an den Klimawandel zu werden, heisst es in einer Medienmitteilung der EPFL.

    Angesichts des Klimawandels muss sich die Schweiz mit Experten für Stadtmanagement im weitesten Sinne ausstatten, heisst es von der EPFL. Der neue Masterstudiengang ist in Zusammenarbeit mit der Praxis entwickelt worden. Er bietet den Absolventen der ENAC-Bachelorstudiengänge Bauingenieurwesen und Umwelttechnik die Möglichkeit, sich auf den nachhaltigen Wandel von Städten und umliegenden Gebieten zu spezialisieren, heisst es weiter. Der Masterstudiengang stehe auch anderen verwandten Disziplinen, einschliesslich der Architektur, offen, sofern sie einen Antrag stellen.

    Der Studiengang hat drei Spezialisierungen: Mobilität und Transport in einem sich verändernden Klima, nachhaltige Übergänge in städtischen Systemen und Gesundheit und Wohlbefinden in der städtischen Umwelt.

    Am Ende des Programms erhalten die Studierenden einen EPFL Master of Science MSc in Urban Systems. Dieses Diplom berechtigt sie zum Führen des Titels EPF qualified engineer.

  • Grüne Städte als Wegbereiter für globale Klimawirkung

    Grüne Städte als Wegbereiter für globale Klimawirkung

    Die MCC-Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Nature Cities, beleuchtet vier zentrale Methoden zur CO2-Entnahme in urbanen Umgebungen, die bis zur Mitte des Jahrhunderts jährlich eine Gigatonne CO2 binden könnten. Zu den untersuchten Methoden zählen die Beimischung von Pflanzenkohle zu Zement, der verstärkte Einsatz von Holz im Bauwesen, die Anreicherung städtischer Böden mit Pflanzenkohle und die Installation von CO2-Filtern in Geschäftsgebäuden. Diese Ansätze könnten zusammen einen bedeutenden Beitrag zur Erreichung städtischer Netto-null-Emissionen leisten.

    Städtische Strategien für das Klima und mehr
    Quirina Rodriguez Mendez, Doktorandin am MCC und Hauptautorin der Studie, betont, dass diese Techniken nicht nur im Hinblick auf den Klimaschutz, sondern auch für die Umweltqualität und das Wohlbefinden in Städten von grossem Nutzen sind. So könnte die Anwendung spezieller Farbpigmente und Oberflächenmaterialien zur Verbesserung des Rückstrahlvermögens urbaner Flächen die Temperatur in Städten signifikant senken und den Energiebedarf für Klimaanlagen reduzieren.

    Lokale Aktionen mit globaler Wirkung
    Die Studie unterstreicht die Rolle von Städten als «Versuchslabore» für den Klimaschutz, in denen lokale Massnahmen schnell umgesetzt werden können und potenziell global ausweitbar sind. Felix Creutzig, Leiter der MCC-Arbeitsgruppe und Co-Autor der Studie, hebt hervor, dass lokale Klimalösungen, obwohl oft unterschätzt, eine beeindruckende Wirkung erzielen und die Lebensqualität verbessern können. Die Forschungsergebnisse bieten wichtige Einsichten und Empfehlungen für Politiker, die städtische Infrastrukturen und Richtlinien gestalten.

  • Holcim gründet Circularity Task Force auf COP28 mit

    Holcim gründet Circularity Task Force auf COP28 mit

    Baustoffproduzent Holcim hat sich laut seiner Medienmitteilung der Circularity Task Force der Londoner Sustainable Markets Initiative angeschlossen. Die bei der UN-Klimakonferenz in Dubai gegründete Arbeitsgruppe will den weltweiten Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft im Bauwesen beschleunigen, um den Klimaschutz voranzutreiben, die Ressourcen der Natur zu bewahren und die planetarischen Grenzen zu achten.

    Gründungsmitglieder sind neben Holcim Dubai Airports, First Abu Dhabi Bank, Gemini Corporation, Investcorp und LGT Group. Die Circularity Task Force wird laut einer Mitteilung der Sustainable Markets Initiative von der Gemini Corporation und ihrem CEO Kunaal Patawari koordiniert werden. Die Arbeitsgruppe orientiert sich an den Grundsätzen der 2021 vom heutigen englischen König Charles gegründeten Vereinigung Terra Carta, die bis 2030 eine Reihe von Massnahmen für eine nachhaltige globale Wertschöpfung vorschlägt.

    „Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung und der Verstädterung müssen wir mit weniger Mitteln besser bauen“, wird Holcims Präsident und CEO Jan Jenisch in der hauseigenen Mitteilung zitiert. „Bei Holcim treiben wir das zirkuläre Bauen in allen Metropolen, in denen wir tätig sind, voran, um Städte aus Städten zu bauen, indem wir Abbruchmaterialien für neue Baulösungen rezyklieren.“

    Bereits jetzt verarbeite Holcim jährlich fast 7 Millionen Tonnen Abbruchmaterial oder rund 1000-Lastwagenladungen pro Tag zu neuen Baulösungen. Bis 2030 will das Unternehmen seine ECOCycle-Kreislauftechnologie auf 150 Standorte in Europa ausweiten und dann jährlich mehr als 20 Millionen Tonnen Bauschutt rezyklieren.

  • Realiste nimmt fünf Schweizer Städte in Immo-Plattform auf

    Realiste nimmt fünf Schweizer Städte in Immo-Plattform auf

    Das Dubaier Proptech-Unternehmen Realiste hat fünf Schweizer Städte in seine weltumspannende Online-Plattform integriert. Realiste hat laut seiner Medienmitteilung zum Ziel, den Immobilienmarkt der wichtigsten Städte auf globaler Ebene zu digitalisieren. Das soll Anlegenden Analysen und Transaktionen erleichtern.

    „Wir haben gerade Tel Aviv und fünf neue Städte in der Schweiz zu unserer Plattform hinzugefügt“, wird der CEO und Gründer Alex Galtin zitiert. Damit habe seine Firma „den grossen Meilenstein von 100 Städten“ erreicht. Im „Global real estate price index“ von Realiste werden Bern, Genf, Lausanne, Luzern und Zürich aufgeführt.

    Das auf Immobilienlösungen spezialisierte Künstliche-Intelligenz-Unternehmen ist eigenen Angaben zufolge in den vergangenen zehn Monaten exponentiell gewachsen, von nur zehn Städten zu Beginn des Jahres auf über 100 bis zum Jahresende. Nun könnten die Nutzenden auf der Realiste-Plattform Daten zu Wohnimmobilien auf der ganzen Welt einsehen. Realiste expandiere vor allem in Immobilienhochburgen und etablierten Märkten.

    Bislang sind nur in Dubai und Bali Wohnungen direkt über die Plattform zu buchen. Das Unternehmen zeigt sich jedoch optimistisch, was die weitere Entwicklung angeht. Es habe sich schliesslich zum Ziel gesetzt, das erste vollständige Online-Immobilienerlebnis zu schaffen.

  • Städte weisen zwei Drittel aller Arbeitsplätze auf

    Städte weisen zwei Drittel aller Arbeitsplätze auf

    „Die Städte sind wirtschaftliche Leistungsträgerinnen der Schweiz“, leitet der Schweizerische Städteverband eine Mitteilung zur gemeinsam mit dem Bundesamt für Statistik erarbeiteten „Statistik der Schweizer Städte 2023“ ein. Ihr zufolge sind rund 3,4 Millionen oder knapp zwei Drittel aller Arbeitsplätze in den Städten verortet. Mit 1,7 Millionen Vollzeitäquivalentstellen entfallen die meisten davon auf wissensintensive Dienstleistungen. Dazu gehören unter anderen die Bereiche Forschung, Kommunikation und Beratung.

    Wissensintensive Dienstleistungen und Finanzdienstleistungen sind besonders stark in den Grossstädten des Landes vertreten. In Städten mit 20’000 bis 49’999 Einwohnenden fallen vor allem die Verkehrsbranche und die Uhren- und Messinstrumenteindustrie ins Gewicht. Kleine Städte mit unter 10’000 Einwohnenden werden von der Chemie- und Pharmaindustrie sowie von der Tourismusbranche geprägt.

    In der aktuellen Ausgabe der Städtestatistik wurden erstmals auch Daten über die Energiequellen der Wohnungen erfasst. Den Ergebnissen zufolge dominieren Öl und Gas mit 42 beziehungsweise 24 Prozent. Wärmepumpen bringen es auf 14 Prozent, 8 Prozent der Wohnungen sind an ein Fernwärmenetz angeschlossen. Hier stechen vor allem Gemeinden aus den beiden Basler Kantonen hervor, schreibt der Verband. So beziehen in der Stadt Basel 59 Prozent der Wohnungen Fernwärme.

    Als Pluspunkt grosser Städte führt der Verband deren kleinräumig angelegte Strukturen an. Hier beträgt der Schulweg zu einer Schule der Sekundarstufe 2 durchschnittlich nur 845 Meter. In Städten mit unter 10’000 Einwohnenden ist der Schulweg im Schnitt fast 4 Kilometer lang.

  • Aargauer Gemeinden treten Limmatstadt bei

    Aargauer Gemeinden treten Limmatstadt bei

    Drei weitere Gemeinden sind mit Beginn des Jahres 2023 mit der regionalen Standortförderung Limmatstadt verbunden. Spreitenbach, Killwangen und Neuenhof haben Leistungsvereinbarungen mit der Limmatstadt abgeschlossen, heisst es in einer Medienmitteilung. Damit habe die Limmatstadt AG nun Leistungsvereinbarungen mit zwölf Limmattaler Städten und Gemeinden. Über den Planungsverband Zürcher Planungsgruppe Limmattal (ZPL) sei zudem der gesamte Bezirk Dietikon angeschlossen.

    Der Beitritt von neuen Gemeinden aus dem Aargauer Limmattal sei ein Meilenstein für die regionale Standortförderung. „Es freut mich besonders, dass sich pünktlich zum Start der Limmattalbahn die Aufbruchstimmung in der Region auch in der gemeinsamen Standortförderung widerspiegelt“, wird Jasmina Ritz, Geschäftsführerin der Limmatstadt AG, zitiert: Ziel sei, „alle Gemeinden entlang der Limmat für eine regionale Standortförderung zu gewinnen“.

    Die Inbetriebnahme der neuen Limmattalbahn sei der perfekte Zeitpunkt, sich zur Region mit gemeinsamer Standortförderung zu bekennen und 2023 der Limmatstadt AG beizutreten, wird der Spreitenbacher Gemeindepräsident Markus Mötteli zitiert. „Spreitenbach liegt in der Mitte des Limmattals und verbindet die beiden Kantone Aargau und Zürich. Gemeinsam wird das Limmattal stärker wahrgenommen“, so Mötteli.

    „Die Zusammenarbeit mit der Limmatstadt AG wird Neuenhof helfen, die Potentiale unseres Dorfes besser auszuschöpfen und uns im Limmattal und in der Schweiz weiter bekannt zu machen“, wird der Gemeindeammann von Neuenhof, Martin Uebelhart, zitiert.

    „Als kleinere, aber wachsende Gemeinde wollen wir Teil der Limmatstadt sein“, so der Gemeindeammann von Killwangen, Markus Schmid. Die Limmatstadt gebe dem vielseitigen Wirtschafts- und Lebensraum ein Gesicht und eine regionale Identität.

  • Digitale Zwillinge erwecken Bauprojekte zum Leben

    Digitale Zwillinge erwecken Bauprojekte zum Leben

    Damit Bauprojekte von Gemeinden und Städten in der Bevölkerung auf Akzeptanz stossen, braucht es eine klare Kommunikation und greifbare Visualisierungen.

    Auch die Gemeinde Fällanden wollte die Raumplanung eines öffentlichen Gebiets anhand von Visuals besser darstellen. Seit einiger Zeit hatten die Verantwortlichen die Renovation des Ratshauses sowie einen neuen Begegnungsort im Zentrum geplant, der dem öffentlichen Leben unter freiem Himmel etwas mehr Platz gibt.

    Hierzu engagierte die Gemeinde Fällanden das Planungs- und Architekturbüro Suter von Känel Wild AG (SKW), das wiederum den Zürcher Softwareentwickler Nomoko zur Visualisierung der Bauprojekte in Fällanden engagierte.

    5200 hochauflösende Bilder von Fällanden
    Nachdem Nomoko vom Architekturbüro instruiert und von der Gemeinde mit Flugerlaubnis und den bestmöglichen Startpositionen für ihre Drohnen ausgestattet wurden, startete deren Crew anfangs Juni 2022 ihre Rotoren und überflog mit der Drohne WingtraOne fast drei Quadratkilometer Fläche und schoss rund 5200 hochauflösende Bilder aus der Vogelperspektive.

    Mit den Daten kehrten sie zurück in ihre Büros in Zürich Altstetten, wo die 3D-Designer die Fotos in einen sogenannten digitalen Zwilling der Gemeinde umwandelten. Ein digitaler Zwilling ist ein digital zugängliches 3D-Modell eines bestimmten Gebiets. Die SKW erstellte ausserdem Modelle der geplanten Bauten und Renovationen und Nomoko implementierte diese in das digitale Fällanden von heute.

    Digitale Zwillinge simulieren Bauvorhaben
    Am Stichtag präsentierten die Verantwortlichen der Gemeinde gemeinsam mit der SKW die Zentrumsplanung an einem öffentlichkeitswirksamen Workshop. Die Teilnehmenden waren vor allem Einwohner der Gemeinde. Besonders das hochauflösende, fotorealistische 3D-Modell und die Möglichkeit, verschiedene Lichteinstrahlungen und Wettersituationen zu simulieren, stiess auf positives Feedback.

    Wiederverwendbar und digital zugänglich
    Der ganze Wert des digitalen Zwillings wird sich allerdings erst in Zukunft offenbaren. Denn wo bisher für jedes einzelne Bauprojekt ein neues, physisches 3D-Modell gebaut werden musste, kann in Zukunft jedes weitere Projekt auf demselben digitalen Zwilling veranschaulicht werden.

    Die Arbeit mit digitalen Zwillingen diverse Vorteile:

    • Digitale Zwillinge vereinfachen die Kommunikation zwischen Auftraggebenden, Architekten, Baufirmen, Anwohnerinnen und Anwohnern führen bereits in frühen Phasen des Projektes zu einer einheitlichen Wahrnehmung des Vorhabens. Das erleichtert Verhandlungen und beschleunigt Diskussionen.
    • Digitale Zwillinge sind im Vergleich zu physischen Modellen wiederverwendbar und beliebig anpassbar. Sie brauchen wenig Speicher und beanspruchen keinen Lagerraum.
    • Webbasierte Tools machen es möglich, digitale Zwillinge einfach und ohne spezielle Fähigkeiten oder Programme im Internet aufzurufen und anzuschauen.

    Digitaler Zwilling der Schweiz für die Immobilienbranche
    Zusätzlich zu den massgeschneiderten Dienstleistungen für einzelne Bauprojekte stellt Nomoko eine Plattform zur Verfügung, die einen digitalen Zwilling der gesamten Schweiz mit einer smarten Suchmaschine für Immobilien kombiniert. Damit lassen sich etwa Städte nach Adressen oder Stadtteilen durchsuchen, Liegenschaften im Umkreis eines gesetzten Punktes anzeigen oder Immobilien nach Projektkriterien filtern. Zu jeder Immobilie sind Details über Lage, Rechtsstatus, Marktleistung und Entwicklungspotenzial aufgelistet.

    Zur Person
    Lukas Nussbaumer ist seit 2021 als Sales & Key Account Manager bei der Nomoko AG tätig. Er ist verantwortlich für die Expansion der 3D-Services und der Nomoko Plattform im deutschsprachigen Raum der Schweiz. Vor seinem Eintritt in die Nomoko AG war Lukas Nussbaumer bei der Emch+Berger Gruppe in der Abteilung Netzplanung Telekommunikation für die Kundenakquise und das Management diverser strategischer Projekte zuständig.

  • Europäische Städte: Renditeübersicht 2022

    Europäische Städte: Renditeübersicht 2022

    Wo man die Wohnungen mit der höchsten Rendite findet, zeigt die jährlich erscheinende Studie von PriceHubble auf. Die «Europäische Städte: Renditeübersicht 2022» bietet einen Überblick über die Mietrenditen in den Bezirken der grössten europäischen Grossstädte. Untersucht wurden in dieser Ausgabe die Länder Schweiz, Deutschland und Österreich.

    Die renditestärksten Bezirke der Schweiz

    Basel 4001 2.6 %, Bern 3018 3.2 %, Genf 1209 2.7 %, Lausanne 1000 2.7 %, Zürich 8001 2.4 %

    Deutschland

    Berlin Mahlsdorf 4.5 %, Frankfurt am Main Sindlingen 4.5 %, Hamburg Wilstorf 4.4 %, Köln, Meschenich 6.3 %, München Südgiesing 3.4 %

    Österreich

    Graz Graz Stadt-Thondorf 6.0 %, Innsbruck Amras 4.2 %, Linz Wambach 5.9 %, Salzburg Bergheim II 4.3 %, Wien Unterlaa 4.9 % Hier die ganze Studie der Renditeübersicht:

  • SVSM Award 2022: Projekt sind nominiert

    SVSM Award 2022: Projekt sind nominiert

    Seit 2007 vergibt die Schweizerische Vereinigung für Standortmanagement SVSM jährlich die SVSM Awards. Dabei handelt es sich um Auszeichnungen für besonders innovative Projekte aus den Bereichen Standortmarketing, Standortentwicklung und Wirtschaftsförderung. Für die diesjährigen Awards sind 14 Bewerbungen eingegangen – von Gemeinden, Städten und Organisationen vom Bodensee bis ins Oberwallis. Eine Jury hat diese anhand festgelegter Kriterien bewertet und die folgenden sechs Projekte für die Awards 2022 nominiert:

    • City-Event „Big Air Chur“ – eingereicht von der Kontaktstelle Wirtschaft der Stadt Chur

    • Umnutzung der alten Spinnerei in Lichtensteig – eingereicht von der Genossenschaft Stadtufer

    • Projekt „valais4you“ zur Förderung der Zuwanderung von Fachkräften –

    eingereicht vom Regions- und Wirtschaftszentrum Oberwallis

    • Gemeinschaftsprojekt „BIGNIK“ zur Identifikationsstärkung –

    eingereicht von REGIO Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee

    • „Werkstadt Zürisee“ zur Entwicklung des Arbeitsplatzgebietes Rütihof –

    eingereicht von der Stadt Wädenswil

    • Lancierung der integrierten Standortförderung für das Zürcher Oberland –

    eingereicht vom Verein Standortförderung Zürioberland

    Mit der Nomination ist den Bewerber*innen aber noch kein Award auf sicher: Ende August haben alle Nominierten die Gelegenheit, ihre Projekte der Jury zu  präsentieren. Die Jury setzt sich zusammen aus den folgenden Fachpersonen: Katharina Hopp, Jury-Präsidentin und Vorstandsmitglied SVSM; Botschafter Dr. Eric Jakob, Leiter der Direktion für Standortförderung SECO; Pascal Jenny, Präsident Arosa Tourismus; Karin Jung, Leiterin Amt für Wirtschaft und Arbeit Kanton St.Gallen; Prof. Dr. Markus Schmidiger, Leiter Kompetenzzentrum Immobilien

    Hochschule Luzern; Sonja Wollkopf-Walt, CEO Greater Zurich Area.

    Die Vergabe der Awards findet am Mittwoch, 2. November 2022, im Rahmen der hybriden Fachtagung „SVSM Dialog Wirtschaftsförderung“ im Kino Capitol in Olten statt. An diesem Anlass wird übrigens auch der oder die Standortmanager/in des Jahres ausgezeichnet.

  • Zuwanderung beeinflusst Mietpreise der Metropolen

    Zuwanderung beeinflusst Mietpreise der Metropolen

    „Die Schere bei den Wohnungsmietpreisen in den Schweizer Metropolen öffnet sich immer weiter“, leitet Comparis eine Mitteilung zu einer Studie über die Mietpreisentwicklung der letzten fünf Jahre ein. Für sie hat der Online-Vergleichsdienst mehr als 683’000 Inserate aus den Jahren 2017 bis 2021 ausgewertet. Den Ergebnissen zufolge entwickelten sich die mittleren Mietpreise der zehn grössten Schweizer Städte gegenläufig. „Hauptgrund für die Entwicklung ist die Abwanderung weg von den kleineren Städten in die Grosszentren“, wird Comparis-Immobilienexperte Leo Hug in der Mitteilung zitiert.

    In Metropolen wie Genf, Zürich und Luzern zogen die Mietpreise über den Berichtszeitraum kräftig an. Bei den 4,5-Zimmer-Wohnungen weist Genf mit einem Anstieg des Medianpreises von 3360 auf 3500 Franken das höchste Wachstum aus. Auch bei den 3,5-Zimmer-Wohnungen legte der mittlere Mietpreis mit einem Anstieg von 2410 auf 2640 Franken in Genf am stärksten zu. Die Preise für 2-Zimmer-Wohnungen zogen  im Berichtszeitraum mit 4,8 Prozent auf 1300 Franken am stärksten in Luzern an. Am tiefsten in die Tasche greifen muss man mit 1650 Franken für eine 2-Zimmer-Wohnung aktuell allerdings in Zürich.

    Die deutlichsten Rückgänge der Medianmieten haben die Analysten von Comparis in Lugano beobachtet. Hier ging der mittlere Mietpreis für grosse Wohnungen von 1900 auf 1700 Franken, der für mittlere Wohnungen von 1650 auf 1450 Franken und der für kleine Wohnungen von 1295 auf 1150 Franken zurück. Mit 985 Franken kann eine 2-Zimmer-Wohnung derzeit am günstigsten in Biel gemietet werden.

    Als mittleren Mietpreis geben die Analysten jeweils den Median an. Im Unterschied zum rechnerischen Durchschnitt bildet der Median den mittleren Wert über alle Mietpreise ab.